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Heinrich von Kleist in seinen Briefen (1777-1811).

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Präsentation zum Thema: "Heinrich von Kleist in seinen Briefen (1777-1811)."—  Präsentation transkript:

1 Heinrich von Kleist in seinen Briefen ( )

2 Kleist in seinen Briefen Lebenslange Suche nach einem Lebensplan Großes Interesse an Aufklärung u.Wissenschaft Distanz gegenüber den Wissenschaften Erkenntnissuche und -krise Sprachskepsis Ein ruheloses von (Selbst)Zweifeln zerrissenes Wanderleben. Ach, liebe Ulrike ich passe nicht unter die Menschen.

3 Das 18 Jh. - Aufklärung Voltaire ( 1778) Jean-Jacques Rousseau 1778 Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Immanuel Kant ( 1804)

4 Wissenschaft &Technik Nomenklatur der Biologie durch Carl von Linné (1753) Dampfmaschine (1769) Heißluftballon der Brüder Montgolfier (1783)

5 Wichtige politische Ereignisse Unabhängigkeitserklärung der USA Frz. Revolution / Erklärung der Men- schen und Bürgerrechte

6 Das 18 Jh. - Aufklärung, Vernunft, Rationalismus Kleist hätte vermutlich gesagt: Pure Vernunft darf und KANN auch niemals siegen!

7 Interesse an Aufklärung und Wissenschaft... der Mensch hat ein unwidersprechliches Bedürfnis sich aufzuklären. Ohne Aufklärung ist er nicht viel mehr als ein Tier. Sein moralisches Bedürfnis treibt ihn zu den Wissenschaften an, wenn dies auch kein physisches täte... Wenn die Unwissenheit unsre Einfalt, unsre Unschuld und alle Genüsse der friedlichen Natur sichert, so öffnet sie dagegen allen Greueln des Aberglaubens die Tore - Wenn dagegen die Wissenschaften uns in das Labyrinth des Luxus führen, so schützen sie uns vor allen Greueln des Aberglaubens. Kleist an Wilhelmine von Zenge, 15. August.1801

8 Wissensdrang Alles was ich dort [in Frankfurt/O.] hören möchte, ist ein Kollegium über literarische Enzyklopädie. Sobald dieser Grund gelegt ist - und um ihn zu legen, muß ich die benannten Wissenschaften durchaus selbst studieren - wünsche ich nach Göttingen zu gehen, um mich dort der höheren Theologie, der Mathematik, Philosophie und Physik zu widmen... Brief an Christian Ernst Martini (Hauslehrer von Kleist), 18/19. März 1799

9 Paris

10 Kleist an Wilhelmine von Zenge 15. August 1801 Ja, vielleicht werde ich diese Reise nach Paris [...] doch noch segnen. Nicht wegen der Freuden, die ich genoß, denn sparsam waren sie mir zugemessen; aber alle Sinne bestätigen mir hier, was längst mein Gefühl mir sagte, nämlich daß uns die Wissenschaften weder besser noch glücklicher machen, und ich hoffe, daß mich das zu einer Entschließung führen wird. O ich kann Dir nicht beschreiben, welchen Eindruck der erste Anblick dieser höchsten Sittenlosigkeit bei der höchsten Wissenschaft auf mich machte. [...] Zuweilen, wenn ich die Bibliotheken ansehe, wo in prächtigen Sälen und in prächtigen Bänden die Werke Rousseaus, Helvetius, Voltaires stehen, so denke ich, was haben sie genutzt? Kleist an Wilhelmine von Zenge (Verlobte Kleists)

11 Gegen zyklopische Einseitigkeit Ich glaube, daß Newton an dem Busen eines Mädchens nichts anderes sah, als seine krumme Linie, und daß ihm an ihrem Herzen nichts merkwürdig war, als sein Kubikinhalt. Bei den Küssen seines Weibes denkt ein echter Chemiker nichts, als daß ihr Atem Stickgas und Kohlenstoffgas ist. Wenn die Sonne glühend über den Horizont heraufsteigt, so fällt ihm weiter nichts ein, als daß sie eigentlich noch nicht da ist – Er sieht bloß das Insekt, nicht die Erde, die es trägt, und wenn der bunte Holzspecht an die Fichte klopft, oder im Wipfel der Eiche die wilde Taube zärtlich girrt, so fällt ihm bloß ein, wie gut sie sich ausnehmen würden, wenn sie ausgestopft wären. Brief an Adolfine von Werdeck (Jugendfreundin Kleists), 1801

12 Skepsis gegenüber dem Nutzen der Wissenschaften Und doch - gesetzt, Rousseau hätte in der Beantwortung der Frage, ob die Wissenschaften den Menschen glücklicher gemacht haben, recht, wenn er sie mit Nein beantwortet, welche seltsamen Widersprüche würden aus dieser Wahrheit folgen! Denn es mußten viele Jahrtausende vergehen, ehe so viele Kenntnisse gesammelt werden konnten, wie nötig waren, einzusehen, daß man keine haben müßte. Nun also müßte man alle Kenntnisse vergessen, den Fehler wieder gut zu machen; und somit finge das Elend wieder von vorn an. Kleist an Wilhelmine von Zenge 15. August 1801

13 Erkenntniskrise...wir mögen am Ende aufgeklärt oder unwissend sein, so haben wir dabei so viel verloren, als gewonnen [...] - wenn niemand den Zweck seines Daseins und seine Bestimmung kennt, wenn die menschliche Vernunft nicht hinreicht, sich und die Seele und das Leben und die Dinge um sich zu begreifen, wenn man seit Jahrtausenden noch zweifelt, ob es ein Recht gibt - kann Gott von solchen Wesen Verantwortlichkeit fordern? Kleist an Wilhelmine von Zenge 15. August 1801

14 Erkenntniskrise II Man sage nicht, daß eine Stimme im Innern uns heimlich und deutlich anvertraue, was recht sei. Dieselbe Stimme, die dem Christen zuruft, seinem Feinde zu vergeben, ruft dem Seeländer zu, ihn zu braten, und mit Andacht ißt er ihn auf - Wenn die Überzeugung solche Taten rechtfertigen kann, darf man ihr trauen? - Was heißt das auch, etwas Böses tun, der Wirkung nach? Was ist böse? A b s o l u t b ö s e ? Kleist an Wilhelmine von Zenge 15. August 1801

15 Sprachskepsis Selbst das Einzige, das wir besitzen, die Sprache, taugt nicht dazu, sie kann die Seele nicht malen, und was sie uns gibt, sind nur zerrissene Bruchstücke. Brief an Ulrike von Kleist, 05. Februar 1801

16 Abwendung von den Wissenschaften Seit diese Überzeugung, nämlich, daß hienieden keine Wahrheit zu finden ist, vor meine Seele trat, habe ich nicht wieder ein Buch angerührt. Kleist an Wilhelmine von Zenge 22. März 1801

17 Wissen Glück Ich möchte so gern in einer rein menschlichen Bildung fortschreiten, aber das Wissen macht uns weder besser, noch glücklicher. Brief an Adolfine von Werdeck (Jugendfreundin Kleists), 1801

18 Skepsis gegenüber gesellschaftlichen Fortschritt Ich gehe durch die langen, krummen, engen, mit Kot oder Staub überdeckten, von tausend widerlichen Gerüchen duftenden Straßen [...] ich winde mich durch einen Haufen von Menschen, welche schreien laufen, keuchen, einander schieben, stoßen und umdrehen, ohne es übelzunehmen, ich sehe jemanden an, er sieht mich wieder an, ich frage ihn ein paar Worte, er antwortet mir höflich, ich werde warm, er ennuyiert sich, wir sind einander herzlich satt, er empfiehlt sich, ich verbeuge mich, und wir haben uns beide vergessen, sobald wir um die Ecke sind Zuweilen gehe ich, mit offenen Augen durch die Stadt, und sehe – viel Lächerliches, noch mehr Abscheuliches, und hin und wieder etwas Schönes. Brief an Adolfine von Werdeck (1801)

19 Tendenzen zur Romantik Ich möchte an einem Orte geboren sein, wo die Berge nicht zu eng, die Flächen nicht zu weit sind. Es ist mir lieb, daß hinter Deinem Hause die Laube eng und dunkel ist. Da lernt man fühlen, was man in den Hörsälen nur zu oft verlernt. Brief an Wilhelmine von Zenge, 03. September 1800

20 Suche nach einem Platz in der Welt Brief an Ulrike von Kleist, 05. Februar 1801 Indessen sehe ich doch immer von Tage zu Tage mehr ein, dass ich ganz unfähig bin, ein Amt zu führen.

21 Suche nach einem Platz in der Welt Daher fühle ich mich ganz unfähig, mich in irgendein konventionelles Verhältnis der Welt zu passen. Kleist an Wilhelmine von Zenge, 10. Oktober 1801

22 Brief an W. von Zenge, 10. Oktober 1801 Vorstellungen vom Glück Haltung zur Wissenschaften Erwartungen der Gesellschaft Literarische Ambitionen / Leben als Dichter

23 Aufgabe: Erstellt in PA kreative Seiten für eine PP-Präsentation zu den Stichworten. Vorstellungen vom Glück Kleist an Wilhelmine von Zenge am 10, Oktober 1801

24 Hausaufgabe Fertigstellung der Folie, die präsentiert wird. Denkt an die Bilder!


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