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Wissenschaftsexterne Einflüsse auf die Forschung am Beispiel eines humanitären Projekts. Initiative Kritische Wissenschaft an der Uni Basel. 7. März 2011,

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Präsentation zum Thema: "Wissenschaftsexterne Einflüsse auf die Forschung am Beispiel eines humanitären Projekts. Initiative Kritische Wissenschaft an der Uni Basel. 7. März 2011,"—  Präsentation transkript:

1 Wissenschaftsexterne Einflüsse auf die Forschung am Beispiel eines humanitären Projekts. Initiative Kritische Wissenschaft an der Uni Basel. 7. März 2011, Biozentrum. Prof. Ingo Potrykus, Emeritus Plant Sciences, ETH Zürich.

2 Die von Ihnen Vorgeschlagenen Themenbereiche: Welchen forschungsexternen Einflüssen war ich persönlich ausgesetzt? Wie bin ich damit umgegangen? Hat dies Themenwahl, Fokus, Publikationen beeinflusst? Welche Rolle spielte die finanzielle, politische, ideologische (Anti Gentechnik Populismus) Situation? Welchen Einfluss hatte die Industrie auf die Forschung? Wie stehe ich grundsätzlich zu Patenten? Was müsste in der Wissenschaftspolitk geändert werden, dass nicht nur industrierelevante Erkenntnisse zur Anwendung kommen?

3 Ratschläge. Welches sind die Bedingungen für unabhängige Forschung? Worauf sollten wir uns wappnen? Wie kann man seine Unabhängigkeit als Forscher bewahren? Welche Verantwortung haben wir? Welche Bedeutung haben diese Zusammenhänge für Gesellschaft, Umwelt, Politik und die Forschung? Was für ein Wissenschaftsverständnis steckt hinter meinem Kampf für und dem der Gegner gegen Golden Rice?

4 The humanitarian Golden Rice Project – kein typisch akademisches Projekt – aber sehr instruktiv im Zusammenhang mit den aufgeworfenen Fragen. Details unter

5 Rice as major staple does not contain any provitamin A. The consequences: 400 million rice-depending poor suffer from vitamin A- deficiency. VAD impairs vision, epithelial integrity against infections, immune response, haemopoiesis, skelettal growth, etc. It is the major cause for blind children and two million death per year.

6 The challenge for me as scientist was: develop a vitamin A-rice. The status quo: Rice plants have provitamin A in all green tissues exept for the starch- storing tissue we eat – the endosperm. The alternatives: a) Find a rice plant with yellow endosperm for a breeding programme. b) Find the switch which inactivates the pathway. c) Engineer the pathway into the endosperm. Das ist nicht wirklich eine wissenschaftliche Fragestellung! Korrekter wäre: Wie sieht der Biosyntheseweg aus? Wie ist er eguliert? Welches ist die beste Modellpflanze, dies zu untersuchen? Mein Ansatz ist der eines Ingenieurs: Angewandte Forschung

7 Die Fragen, die wir diskutieren wollen, sind vor allem relevant für die angewandte Forschung. Aber: Gibt es überhaupt noch reine Forschung? Wie steht es heute mit dem Forschungsideal des 19. Jahrhunderts? Der heute alles bestimmende forschungsexterne Faktor ist die Finanzierung. Und wer finanziert bestimmt, was und wie geforscht wird! Aber zunächst zurück zum Golden Rice.

8 Der Terpeniod-Stoffwechsel wurde Anfang der 90er Jahre mit einer Reihe von Modellpflanzen geklärt. Der Schalter, welcher ihn im Endosperm abschaltet wird seit 1991 gesucht. Wir (mein Partner Peter Beyer, Uni Freiburg/Brsg.) entschieden uns für den Einsatz der Gentechnik und das engineering des Provitamin A Biosyntheseweges.

9 PP GGPP-Synthase IPPDMAPP GGPP Lycopene cis/trans Isomerase Phytoene Phytofluene -Carotene Neurosporene Lycopene E1 E2 E3 E4E5 E6 E7 -Carotene Phytoene Synthase z-Carotene Desaturase Phytoene Desaturase … and the enzymes and corresponding genes leading to … (Cis/trans Isomerase?) E8, -Lycopene Cyclase The biochemical pathway… … provitamin A.

10 It was finally possible to engineer the biochemical pathway into rice such that provitamin A is synthesized and accumulates in the endosperm. The golden colour is a reflection of the presence of provitamin A. The intensity of the colour is a measure of the concentration. Phytoene Phytofluene -Carotene Neurosporene Lycopene PP IPPDMAPP GGPP

11 To engineer the pathway required intensive basic & applied research of two research teams – I. Potrykus (ETHZ) & P. Beyer (Freiburg) over a total periode of nine years. To develop a normal product requires additional three years. To develop a GMO-product and to deregulate it, takes thirteen years. Diese zusätzlichen zehn Jahre Arbeit und Kosten von ca $ 24 Millionen sind alle ausschliesslich auf forschungsexterne Faktoren zurückzuführen.

12 Despite the many hurdles (and no support from Europe, WHO, or FAO), Golden Rice will grow - with 10 years of delay - in the farmers fields from 2012 onwards, and will substantially reduce vitamin A-malnutrition in rice-depending societies. However, Golden Rice is an exeptional case. If the humanitarian project would not have recieved free licenses for the technology, in-kind support from Syngenta, generous funding from altruistic sources, and support from national governments and breeding institutions, it would have remained an academic curiosity.

13 Golden Rice will reach the farmer soon. It will complement, not replace traditional interventions. It is, however, more cost-effective and therefore more sustainable. The trait is in the seed. Once a variety has been developed, there are no further recurrent costs. Seeds of agronomically optimized, locally adapted Golden Rice varieties will be provided to the farmer free of charge and limitations, within the framework of the humanitarian project. The farmer will use part of the harvest for the next sowing and does not require any additional input.

14 Golden Rice will reach the farmers fields soon and will substantially reduce vitamin A- malnutrition in rice-depending poor societies. The expected timeline for release is: 2012 The Philippines, 2013 Bangladesh, 2014 India and Vietnam, 2015 China and Indonesia. Further countries in Asia, Africa, and Latin America will follow.

15 Golden Rice and the Development Goals GOAL 1: ERADICATE EXTREME POVERTY & HUNGER A Worldbank study from 2005 has calculated that use of Golden Rice technology would raise the income of developing Asia by $ 15.6 billion p.a. due to increased productivity of unskilled workers. GOAL 4: REDUCE CHILD MORTALITY GOAL 5: IMPROVE MATERNAL HEALTH GOAL 7: ENSURE ENVIRONMENTAL SUSTAINABILITY Golden Rice has the capacity to save in India alone ca children lives p.a., hundreds of thousands world-wide. Vitamin A-deficiency is the single most important cause for motherhood mortality for 19 million at risk. Golden Rice will be used in the traditional agro-ecosystems, does not require any additional input, and no purchase of seed.

16 Wir sind mit dem Golden Rice weit, weit weg vom Elfenbeinturm der reinen Forschung, Aber mitten drin in Ihren Fragen: Denen wollen wir uns jetzt zuwenden.

17 Ja, ganz entscheidend. Ich habe bewusst auf die Arbeit mit Modellpflanzen verzichtet und mich auf Grundnahrungspflanzen konzentriert, mit dem Ziel, einen Beitrag zur Ernährungssicherung in Entwicklungsländern zu leisten. Das Entscheidende: Ich habe diese Einschränkung meiner akademischen Freiheit selbst gewählt. Welchen forschungsexternen Einflüssen war ich persönlich ausgesetzt? Der ausschlaggebende Einfluss war meine persönliche Einstellung zur akademischen Freiheit. Für mich haben Wissenschaftler eine akademische und eine soziale Verantwortung. Wie bin ich damit umgegangen? Ich wollte mich beidem stellen. Dies bedeutete ein radikale Entscheidung gegen reine Forschung. Hat dies Themenwahl, Fokus, Publikationen beeinflusst?

18 1. Phase: Grundlagenforschung. Experimentelle Arbeit kostet viel Geld. Wer finanziert bestimmt, was gemacht wird. Als ETH Professor konnte ich das Projekt starten. Unterstützung für die Grundlagenforschung von Rockefeller Foundation, Eidgenossenschaft, ETH, EU (Konsequenzen!). Die politiche Lage der 90er Jahre erlaubte noch positive Arbeiten mit Gentechnologie. Die ETH Leitung unterstützte unser Projekt. Die ideologische Situation war bereits in den 90er Jahren sehr angespannt: Investition in eine Handgranaten- sicheres Gewächshaus; Protestaktionen; Diebstahl des ersten fürs IRRI entwickelten Bt-Reis. Welche Rolle spielte die finanzielle, politische, ideologische (Anti Gentechnik Populismus) Situation?

19 Prof. Dr. Peter Beyer, Freiburg, Principle Investigator Gates Foundation follow up project. Acknowledgement 1 Peter Beyer war mein Partner von Beginn des Projektes 1991 an und ist es noch heute. Wir waren ein perfektes Team; er war der Wissenschaftler und ich der Ingenieur. Das Zusammenspiel zwischen beidem Arbeitsgruppen war essentiell für den Erfolg. Und Peter Beyer stand von Anfang an voll mit hinter dem Konzept des humanitären Golden Rice Projekts.

20 Es genügt, gute Wissenschaft zu machen! Oft gehörte und repräsentative Meinung. Akademia funktioniert im Elfenbeinturm. Die akademische Karriere baut auf diese Situation. Aufgabe der Wissenschaftler ist Fortschritt der Wissenschaft. Unsere Arbeit war anerkannter Massen gute Wissenschaft: in der der Publikation folgenden 3- Jahresperiode war sie die zweithäufigst zitierte Pflanzenpublikation. Wenn Wenn wir uns mit guter Wissenschaft zufrieden gegeben hätten, gäbe es keinen Golden Rice und damit keine Hilfe für jene, die unter Vitamin A- Mangel leiden.

21 Welche Rolle spielte die finanzielle, politische, ideologische (Anti Gentechnik Populismus) Situation? Nachdem das wissenschaftliche Problem gelöst war, gab es keine einzige öffentliche Institution, die die notwendigen Arbeiten für die Anwendung finanzieren konnte oder wollte. Der öffentliche Sektor finanziert zwar in Hinblick auf scientific novelty auch Forschung mit angewandtem Ziel. Er überlässt und erwartet aber alles Weitere vom privaten Sektor. Das funktioniert in Fällen, wo es sich für den privaten Sektor finanziell lohnt, ein Produkt zu entwickeln. Das funktioniert jedoch nicht in Bezug auf Problemlösungen im öffentlichen Interesse. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass der public sector die Verantwortung für das public good hat. 2. Phase: Produktentwicklung; 3. Phase: Deregulation; 4. Phase: Social Marketing; 5. Phase: Anwendung; etc., etc.

22 Dr. Adrian Dubock, Arlesheim, Golden Rice project manager & Executive Secretary to the board. Acknowledgement 2. Adrian Dubock wurde unser Partner als Mitglied des privaten Sektors. Er war derjenige, der unser humanitäres Konzept verstand, und alles daran setzte, einschliesslich seine Karriere in der Privatwirtschaft, uns zu helfen, dieses Konzept zu verwirklichen. Entscheidend sind Persönlichkeiten, nicht Institutionen. Er war die treibende Kraft zur Lösung aller angewandten Probleme.

23 Wie sind wir mit diesem Problem umgegangen? Im Gegensatz zum Normalfallhatten wir unsere Begründung für unsere wissenschaftliche Arbeit ernst gemeint. Wir wollten nicht aufgeben, sondern eine Lösung trotz des totalen Fehlens jeder Unterstützung durch den Verantwortung tragenden öffentlichen Sektor (e.g WHO) Public-Private-Partnership (Unterstützung durch Industrie!) Intellectuel Property Rights (Patente) Strategisches Leitungsorgan (Humanitarian Board) öffentliche Partnerinstitute (Golden Rice Network) Finanzierung: Altruistische Stiftungen Regulation: Bestimmungen und Dossier.

24 Public-Private-Partnership. The public sector is unwilling and incompetent to develop a public good GMO-product. Suche nach Industriepartnern, die unser humanes Anliegen verstanden. Bedingungen für die Zusammenarbeit. Unser Angebot: Unsere Erfindung für kommerzielle Nutzung gegen Unterstützung unseres humanitären Projekts: Sub-sub-license agreement. Stellte sich als entscheidender erster Schritt heraus. Muster für weitere Public-Private-Partnerships.

25 Wie stehe ich grundsätzlich zu Patenten? Es wäre schön, wenn es im Bereich der GMOs keine Patente gäbe. Es wäre aber völlig unbegründbar, diesen Bereich selektiv vom Patentieren auszuschliessen. Unser Golden Rice Patent hat uns die Möglichkeit eröffnet, Unterstützung für ein public good Projekt durch die Industrie zu bekommen. Patente behindern nicht die Forschung, sondern entscheiden über die Anwendung. Patente machen wichtiges Wissen öffentlich. Es macht keinen Sinn, selektiv Patentierung im Bereich Biologie zu bekämpfen. Es macht Sinn, sich für eine faire Nutzung von Patenten für public good einzusetzen.

26 Welche Rolle spielte die finanzielle, politische, ideologische (Anti Gentechnik Populismus) Situation? Die politische Situation hat dazu geführt, dass praktisch keine Forschung mit konkreten public good Projekten mehr finanziert werden. Sämtliche von der öffentlichen Hand finanzierten GMO-verwandte Projekte seit Mitte der 90er Jahre beschäftigen sich mit Biosicherheit: Eine gigantische Verschwendung finanzieller Ressourcen, da seit langem publiziert ist, dass dies kein spezifisches GMO-Problem ist. Die ideologische Situation hat, dank politischer Opportunität, dazu geführt, dass wegen der astronomischen Regulations- kosten und dem erforderlichen Zeitaufwand, Nutzung der GMO- Technologie für public good und durch public institutions nicht möglich ist. Die Folge des Gentechnik Populismus ist ein de-facto Monopol zugunsten einiger Multis.

27 Welchen Einfluss hatte die Industrie auf die Forschung? Die Industrie hatte keinen Einfluss auf den wissen- schaftlichen Teil der Forschung. Ich hatte bewusst jede finanzielle Beteiligung vermieden, um die Ergebnisse an Entwicklungsländer verschenken zu können. Am anwendungsbezogenen Teil hatte die Industrie einen grossen und positiven Anteil! Ohne die Unterstützung durch den private sector wäre wohl der anwendungs- bezogene Teil gescheitert. Public-Private-Partnerships scheinen die geeignetste Strategie für public good Projekte. Voraussetzung: beide Seiten müssen einen Nutzen davon haben.

28 Was müsste in der Wissenschaftspolitk geändert werden, dass nicht nur industrierelevante Erkenntnisse zur Anwendung kommen? Ein grosses Thema! Wissenschaftspolitik müsste (ehrlich!) anerkennen, dass die öffentliche Hand die Verantwortung für Problem- lösungen im Interesse des Gemeinwohls trägt. Es ist unredlich, diese Lösungen vom privaten Sektor zu erwarten. Wissenschaftspolitik müsste finanzielle Mittel bereit stellen, die es ermöglichen, neue Erkenntnisse in Produkte im Interesse des Gemeinwesens zu entwickeln. Sie müsste entsprechendes Engagement von wissenschaftlichem Personal anerkennen und entsprechende Karrieremöglichkeiten schaffen.

29 Sie müsste Anträge auf Forschungsmittel auf die Ehrlichkeit der Begründung durchleuchten, darauf bestehen, dass die angewandten Ansprüche konsequent über die Publikation hinaus verfolgt werden. Dies setzt jedoch voraus, dass entsprechende Mittel bereit gestellt werden. Sie müsste ein Ende machen mit dem unaufrichtigen und unrealistischen Anschein, dass Forschung generell, und direkt dem Gemeinwohl dient. Sie müsste mit der Unsitte brechen, dass Forschungsanträge nur Aussicht auf Erfolg haben, wenn die Anwendung der erwarteten Ergebnisse definiert und Industriepartner gewonnen sind. Sie müsste dringend Raum geben für freie Forschung, aber gleichzeitig denen, die ehrlich motiviert sind, ihre wissen- schaftliche Kapazität in den freiwilligen Dienst am Gemein- wohl zu stellen, die Möglichkeit dafür schaffen.

30 Sie müsste bei Hochschul-Industrie Kooperationen darauf achten, dass nicht die gesamte wissenschaftliche Kapazität der Hochschule im Industrieinteresse arbeitet und kein Potential mehr übrig ist für auf das Gemeinwohl ausgerichtete wissenschaftliche Arbeit. Sie müsste das herausragende Gewicht wissenschaft- licher Daten verteidigen gegen die mehr oder weniger esoterische Meinung von Aktivisten und Medien. So ist es z.B. unveranwortlich (ja unmoralisch), entgegen einer überwältigenden Fülle an Fakten, die alle nachweisen, dass die GMO-Technologie weitaus sicherer ist als alle bisher verwendeten Technologien zur Gewinnung genetisch modifizierter Pflanzen, diese als Hochrisiko Organismen zu verteufeln and damit eine lebensrettende Technologie daran zu hindern, Leben zu retten und die Gesundheit von Millionen zu verbessern.

31 An OECD publication (Recombinant DNA Safety Considerations: Safety considerations for industrial, agricultural and environmental applications of organisms derived from recombinant DNA techniques) stated already in 1986 that there is no scientific basis for specific legislation to regulate the use of recombinant DNAorganisms Numerous academies have published that GMOs are at least as safe as traditionally developed non-GM-varieties, e.g. Pontifical Academy of Sciences 2010 European Commissions Scientific Advisory Panel 2008 International Union of Food Science and Technology Royal Society London, US Natl. Acad. Sciences, Brazilian Acad.Sci., Chinese Acad.Sci., Indian Acad.Sci., Mexican Acad.Sci., Third World Acad.Sci GM Science Review Panel UK, etc., etc. etc.

32 Welche Bedeutung haben diese Zusammenhänge für Gesellschaft, Umwelt, Politik und die Forschung? Die Gesellschaft braucht unabhängige Forschung zur Erhaltung und Förderung ihres Wohlstands. Sie hat die Verantwortung deren Ergebnisse ideologiefrei zu werten und zu nutzen. Umweltprobleme löst die Gesellschaft besser und effizienter mit Hilfe wissenschaftlichen und technischen Fortschritts. GMOs bedeuten keinerlei neuartige und riskante Gefahr für die Umwelt. Das Gegenteil ist der Fall. Die Politik sollte ihrer Verantwortung für eine ideologie- freie Beurteilung wissenschaftlichen Fortschritts nachkommen und vermehrt in freie Forschung investieren. Forschung muss sich freiwillig und konsequent auch ihrer sozialen Verantwortung stellen.

33 Was für ein Wissenschaftsverständnis steckt hinter meinem Kampf für und dem der Gegner gegen Golden Rice? Hinter meinem Wissenschaftsverständnis steckt 1) das Vertauen in experimentell verifizierte Fakten, 2) die soziale Verantwortung als Wissenschafter, 3) das Wissen, dass GMOs ausschlaggebend zur Rettung von Leben und Gesundheit unterprivilegierter Bevölkerungsgruppen beitragen können, und 4) die Überzeugung, dass die GMO- Technologie die sicherste und effektivste zur Lösung von Ernährungs- und Umweltproblemen darstellt. Gentechnikgegner bekämpfen Golden Rice nicht mit wissenschaftlichen Argumenten. Es gibt vielfältige, nicht- wissenschaftliche Motivationen. Man ist grundsätzlich gegen die Technologie, weil man gegen die Multis ist, gegen die Ausbeutung der Entwicklungsländer, gegen den Eingriff in die Integrität von Lebewesen, und gegen das Eindringen in den Schöpferbereich Gottes.

34 The participants represented the following scientific disciplines: Theology, Philosophy, Law, Sozial sciences, development, economy, Evolution, ekology, plant sciences, Agronomy, Biotechnology, Molekular biology, Biochemistry, Biosafety, food safety, Regulation. At the end all participants agreed that there is no unusual risk from GMOs, that regulation must be changed, and hat there is a moral imperative to make them available, as efficiently as possible, to the poor in developing countries. open-source information from: Studyweek-Elsevier- publ /Press-Release-PAS- Studyweek pdf

35 The public opinion about GMOs differs, however dramatically from that of those academies and public institutions: GMOs are … …totally unpredictable and therefore …of high risk to the environment and the consumer. …unnecessary and expensive. … of benefit for multinationals only. They destroy small farm holdings, …promote the monopoly of agbiotech giants, …enhance globalisation and exploitation of developing countries. …are un-natural and intrude the realm of God. It is the duty of every responsible citicen to fight them.

36 GMOs are of benefit for multinationals only. GMOs benefit the poor, especially if they are not prevented to be used for public good by regulation. GMOs are unpredictable and of high risk to the environment and the consumer. GMOs are by far better predictable than any traditional variety in use and pose a by far smaller risks to the consumer and the environment. The analysis of the Pontifical Academy of Sciences demonstrates that the public opinion on GMOs is unjustified and damaging for public good.

37 GMOs are un-necessary and expensive. They are neither un-necessary nor expensive. Expensive is their regulation. Numerous urgent problems of public interest can be solved only with the help of GMOs. They destroy traditional, small holder farms. GMOs are scale-neutral. They can, as any traditional variety, be used in any agro-ecosystem. GMOs promote a monopoly for a few agbiotech giants. There is indeed a de-facto monopoly, but the cause is not the technology, but their regulation, which makes products so expensive, that they can be exploited by big companies only. A change in regulation would enable the public sector and small companies to compete.

38 GMOs enhance globalisation and exploitation of developing countries. In combination with a de-facto monopoly this is a real danger; again a change in regulation would prevent that. GMOs are un-natural and an intrusion into the realm of God. Every crop plant is un-natural. Without them we would not survive. Denying the development, evaluation and deployment of this technology may be considered incompatible with the gift of knowledge and enquiry that God gave to man. It is the duty of every responsible citicen to fight them. To the contrary: it is the duty to support there use for public good. These scientific findings constitute a moral imperative, to make the benefits of GM-technology generously available to the poor.

39 Welches sind die Bedingungen für unabhängige Forschung? Worauf sollten wir uns wappnen? Wie kann man seine Unabhängigkeit als Forscher bewahren? Welche Verantwortung haben wir?


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