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Der Wert des Geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter: Eine philosophische und soziologische Anfrage No picture available.

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Präsentation zum Thema: "Der Wert des Geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter: Eine philosophische und soziologische Anfrage No picture available."—  Präsentation transkript:

1 Der Wert des Geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter: Eine philosophische und soziologische Anfrage No picture available

2 Geschichte wiederholt sich: Piraterie 3.0 The Pirate Bay Sorry! No picture available

3 Geistiges Eigentum: Historische Streitfälle Antike Philosophie: Sokrates vs. Platon: Sokratischer Dialog Literatur: Wissenschaft vs. Antistratfordianern: Urheberschaft der Werke von William Shakespeare Technik: Bell vs. Reis: Erfindung des Telefons Technik: Apple vs. Microsoft vs. Nokia vs. Samsung: Diverse Patentverletzungen, aktuell: redtube Musik: Metallica vs. Napster: Urheberrechtsverletzung, Copyrightverstoß, Piraterie Wissenschaft: Schavan, Guttenberg,…: Plagiat

4 Geistiges Eigentum: Ein Definitionsproblem Zusammenfassung: Was ist geistiges Eigentum? Häufige Gleichsetzung: Immaterialgut(recht) Oberbegriff für Patent-, Urheber- und Markenrecht Schöpfungen des Geistes: Erfindungen, Literatur, Symbole, Namen, Kunst, Bilder und Designs im Handel Eigentum am Werk ist ein angeborenes, natürliches und unveräußerliches Recht (nach J. Locke, J.G. Fichte und I. Kant)

5 Dieses Geistige ist (…) einzutheilen: in das Materielle, den Inhalt des Buchs, die Gedanken (…) und in die Form dieser Gedanken, die Art wie, die Verbindung in welcher, die Wendungen und die Worte, mit denen es sie vorträgt. Das erste wird durch die bloße Uebergabe des Buchs an uns (…) noch nicht unser Eigenthum. Gedanken übergeben sich nicht von Hand in Hand, werden nicht durch klingende Münze bezahlt (…). Um sie uns zuzueignen, gehört noch eine Handlung (…): wir müssen das Buch lesen, seinen Inhalt, wofern er nur nicht ganz gemein ist, durchdenken, ihn von mehrern Seiten ansehen, und so ihn in unsre eigne Ideenverbindung aufnehmen. Da man indeß, ohne das Buch zu besitzen, dies nicht konnte, und um des bloßen Papiers willen dasselbe nicht kaufte; so muß der Ankauf derselben uns doch auch hierzu ein Recht geben: wir erkauften uns nehmlich dadurch die Möglichkeit, uns die Gedanken des Verfassers zu eigen zu machen; diese Möglichkeit aber zur Wirklichkeit zu erheben, dazu bedurfte es unsrer eignen Arbeit. (J.G. Fichte, Beweis der Unrechtmäßigkeit des Büchernachdrucks)

6 Geistiges Eigentum: Ein Definitionsproblem Multiple Formen von Eigentum (materiell/immateriell/ digital) und unklare Definition des Geistigen Zudem: Steigerung der Komplexität durch die technischen Möglichkeiten (Digitalisierung) Differenzierung des Begriffs Eigentum: Idee, Produkt, Verwertung, partielle Nutzung, Patent, Besitz, Rechte, nach kommerziellem oder privatem Nutzen Wandel des Anspruchs an Eigentum durch Reproduktion: open source und sharing. Dadurch: Teilhabe wichtiger als eigener Besitz und multiple Formen des Wertes

7 Philosophische Fragestellungen: Paradoxie des Begriffs geistiges Eigentum? Ist die Idee und Definition von Eigentum aus der Moderne für das heutige, digitale Eigentum (digitale vs. materielle Güter) noch passend? Wo beginnt eine Idee – Wo wird sie zum Eigentum? Wo beginnt der Raub und die illegale Nachahmung? Wie kann die Wertigkeit von geistigem Eigentum bzw. seiner verschiedenen Nutzungsformen definiert werden und worin besteht der Wert von Eigentum?

8 Müssen Begriffe wie geistig, materiell, immateriell, Eigentum, Recht, Privatheit und Freiheit aufgrund der Digitalisierung/Technisierung neu definiert werden? Müssen Kategorisierungen wie geistig/materiell, analog/digital, Eigentum/Allgemeingut überwunden werden (bspw. im Sinne der Akteur-Netzwerk-Theorie)? Wissenschaftstheoretische Fragestellungen: Kann sich Kunst, Technik oder Wissenschaft ohne die Übernahme von Ideen überhaupt entwickeln (Fortschritt als Geschichte der Nachahmung/Nachahmungsrecht)? Ist der Verweis auf die Urheberschaft nur eine legale Form der Übernahme von Ideen? Ist die Publikation von Ideen zugleich auch die Aufgabe des Anspruchs auf Eigentum?

9 Thomas Jefferson in einem Brief an Isaac McPherson: Wenn die Natur ein Ding am wenigsten tauglich für alleiniges Eigentum gemacht hat, so ist das die denkende Kraft, die man "Idee" nennt, die ein Individuum nur solange alleinig besitzt, solange es sie für sich behält; aber in dem Moment, in dem sie ausgeplaudert wird, bringt sie sich selbst in den Besitz eines jeden, und der Empfänger kann sich ihrer nicht entledigen. Ebenso ist es ihr eigentümlich, dass niemand weniger besitzt, denn jeder besitzt sie als ganzes. Der, der eine Idee von mir erhält, erhält damit Unterweisungen für sich selbst, ohne mich um meine zu bringen, so wie der, der seine Fackel an meiner entzündet, das Licht empfängt, ohne mich ins Dunkel zu stürzen. Dass sich Ideen frei vom einem zum anderen über den Erdball verbreiten sollen, zur moralischen und gegenseitigen Anleitung des Menschen, und der Verbesserung seiner Lebensumstände, scheint einzigartig und gütig von der Natur eingerichtet worden zu sein.... Erfindungen können also, ihrer Natur nach, kein besitzbares Gut sein.

10 Soziologische Fragestellungen: Wie verändert die Digitalisierung das soziale Verhältnis von Eigentum, Urheberschaft und Verwertung? Wie kann diese Veränderung der Gesellschaft historisch und definitorisch interpretiert werden? Welche sozialen (Folge-)Probleme bringt dieser Wandel der Wertigkeiten mit sich? Welche Institutionen sind zur Erfassung der Probleme und des Wertes von geistigem Eigentum verantwortlich? Wer ist für den Schutz von geistigem Eigentum verantwortlich (Eigen- vs. Fremdverantwortung)?

11 Eine reflexiv-moderne Interpretation: Das Thema ist historisch, wird aber durch die heutigen technischen Möglichkeiten aktualisiert und reformuliert. Die Fragen und Definitionsprobleme spiegeln das aktuelle Problem der Entgrenzung und In-Fragestellung von Begriffen und Kategorien wieder. Durch den technischen Fortschritt haben sich Nebenfolgen und Nebenprobleme entwickelt, die von den Verursachern nicht selbst zu lösen sind. Es bedarf multipler Experten aufgrund einer Legitimations- und Vertrauenskrise in allen Bereichen der Gesellschaft. Das Nicht-Wissen um die weiteren Entwicklungen beherrscht den aktuellen Diskurs.

12 Geistiges Eigentum als Gesellschaftskritik Veränderung des Eigentums zu einem Allgemeingut Früher Kampf um Eigentum, heute Kampf und Nutzung und Zugang, Folge: neue Wertigkeitsformen

13 Netzfreiheit als neue soziale Kultur? Im Knast saugen wir weiter – Copyrights sind was für Loser Wir sind illegale Fans By Deichkind Im Knast saugen wir weiter – Copyrights sind was für Loser Wir sind illegale Fans By Deichkind

14 Ein moralphilosophisches Dilemma

15 Gesellschaftspolitische Problemfelder Bedarf es einer grundsätzlichen Diskussion in der Gesellschaft über die Wertvorstellungen von Eigentum (auch angesichts der aktuellen Eigentumsdelikte wie Vandalismus, Diebstahl, Rote Flora, Enteignungen etc.)? Notwendig: Differenzierung des Eigentumsbegriffs! Sind persönliche Daten eine Form des geistigen Eigentums und was sind sie wert (paradoxe Diskussion)? Gratwanderung zwischen kommerzieller Nutzung und open source – Künstler als Vorbild für die Wissenschaft?

16 Das Ende des geistigen Eigentums als Symbol einer sozialistischen Gesellschaft? Ist Fördern und Fordern nur noch ein Relikt? Wie kann der Manipulation von geistigem Eigentum entgegen getreten werden (aktuell: Wikipedia)? Welchen Einfluss haben Parteien/Medien auf die Wertschätzung von Eigentum (Problem der Doppelmoral)? Ist die Debatte um das (geistige) Eigentum eine absurde Debatte aufgrund der Rechtfertigung für sein Eigentum? Gesellschaftspolitische Problemfelder

17 Kontakt: Mail: Web: Twitter: DerSoziologe Wer besitzt, der muss gerüstet sein Johann Wolfgang von Goethe Etwas muß er sein eigen nennen, oder der Mensch wird morden und brennen Friedrich von Schiller


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