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Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel (www.ruckriegel.org)

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Präsentation zum Thema: "Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel (www.ruckriegel.org)"—  Präsentation transkript:

1 Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel (www.ruckriegel.org)

2 Glücksforschung – warum wir umdenken müssen, um glücklich(er) zu werden Herbstseminar der ASDA, Sektion Basel, am 27. Oktober 2011 in Basel Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel (www.ruckriegel.org)

3 Was wollen Menschen? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 3

4 … Ich beginne mit einem erstaunlichen Zitat von Ludwig Erhard, der geschrieben hat, "dass der Wohlstand wohl eine Grundlage, nicht aber das Leitbild unserer Lebensgestaltung schlechthin ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel Rede anlässlich der 11. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung (RNE) am in Berlin Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 4

5 Ludwig Erhard wird an anderer Stelle aber noch deutlicher : Wir werden sogar mit Sicherheit dahin gelangen, dass zu Recht die Frage gestellt wird, ob es noch immer nützlich und richtig ist, mehr Güter, mehr materiellen Wohlstand zu erzeugen, oder ob es nicht sinnvoll ist, unter Verzichtsleistung auf diesen Fortschritt mehr Freizeit, mehr Besinnung, mehr Muße und mehr Erholung zu gewinnen. Ludwig Erhard, Wohlstand für alle, 1957 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 5

6 EU-Nachhaltigkeitsstrategie von 2006 Sie (die EU-Nachhaltigkeitsstrategie) strebt eine kontinuierliche Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlergehens (well-being) auf unserem Planeten für die heute lebenden und für die künftigen Generationen an. Beschluss der EU Staats- und Regierungschefs vom Juni 2006 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 6

7 Weltweit kommt es infolge der Ergebnisse der Stiglitz- Kommission (September 2009) zu einem Umdenken in derAmtlichen Statistik Another key message, and unifying theme of the report is that the time is ripe for our measurement system to shift emphasis from measuring economic production to measuring people`s well-being. And measures of well-being should be put in a context of sustainability. Joseph E. Stiglitz, Amartya Sen, Jean-Paul Fitoussi, MIS-Measuring our Lives, New York, 2010, S. 10 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 7

8 Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) änderte anlässlich der Feierlichkeiten zu ihrem 50jährigen Bestehen Ende Mai 2011 ihre Ausrichtung. Over the past 50 years, the OECD has developed a rich set of recommendations on policies that can best support economic growth. The task that we face today is to develop an equally rich menu of recommendations on policies to support societal progress: better policies for better lives. OECD, Better Life Initiative, Mai 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 8

9 Mitte Juli 2011 forderte die UN-Generalversammlung alle Länder auf, Glück und Wohlergehen künftig auch als explizites Ziel ihres politischen Wirkens zu verfolgen. Sie folgte damit dem Antrag von Bhutan. The reasoning is that since happiness is the ultimate desire of every individual, it must also be the purpose of development to create the enabling conditions for happiness. Gross National Happiness Commission (Bhutan) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 9

10 Mitte Juli 2011 hat auch das EU-Parlament eine ähnliche Resolution angenommen: The final vote on the Beyond GDP resolution showed broad support to the Commission's groundwork towards supplementing GDP with social and environmental indicators. These outcomes demonstrate broad consensus on the fact that human development and well-being is about more than we can measure through monetary values., so der zuständige EU-Kommissar Janez Potočnik. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 10

11 Diese Wende im Denken kommt einer Epochenwende gleich: Weg vom Wirtschaftswachstum hin zur Lebensqualität (well-being). Dieses neue Denken war aber für die Väter der Sozialen Marktwirtschaft bereits vor mehr als 50 Jahren zentraler Angelpunkt ihres Denkens. Nach Alexander Rüstow hat die Politik des Staates alle Faktoren in Betracht zu ziehen, von denen in Wirklichkeit Glück, Wohlbefinden und Zufriedenheit des Menschen abhängen. (zitiert nach Ulrich, 2010, S. 158). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 11

12 Der Vordenker der modernen Managementlehre, der Harvard- Professor Michael E. Porter, fordert eine komplett neue Unternehmensstrategie. Er spricht von der Neuerfindung des Kapitalismus. da der bisherige Kapitalismus massiv unter Druck stünde, da sich zunehmend die Einsicht durchsetze, dass die Wirtschaft sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichere. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 12

13 Nach Porter muss in Zukunft der Shared Value im Mittelpunkt stehen, wenn die Unternehmen prosperieren und gesellschaftliche Akzeptanz zurückgewinnen wollen. Unter Shared Value versteht Porter das gleichzeitige Verfolgen von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zielen. Dabei müsse der Zweck von Unternehmen neu definiert werden: Statt sich auf Gewinn per se zu konzentrieren, müssten sie Shared Value schaffen. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 13

14 Durch den Shared Value konzentrieren sich die Unternehmen auf die richtige Art von Gewinnen – Gewinne, die auch der Gesellschaft Vorteile bringen, anstatt ihr zu schaden... Wir brauchen eine fortschrittliche Form des Kapitalismus, eine, die auch einen gesellschaftlichen Sinn enthält. Michael E. Porter, Mark R. Kramer, 2011, S. 73 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 14

15 Es ging (damals schon) und es geht heute – heute aber auf ungleich breiterer Basis - um better policies for better lives oder anders: es geht um Glück und Zufriedenheit. Die Glücksforschung ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich seit mehr als 20 Jahren mit der Frage beschäftigt, was uns glücklicher bzw. zufriedener macht. Die Glücksforschung ist interdisziplinär ausgerichtet, wobei insbesondere Erkenntnisse aus der Psychologie, der Soziologie, der Ökonomie und der Neurobiologie Eingang finden. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 15

16 The economics of happiness Vortrag von Ben Bernanke, Chairman (Präsident) der US-Zentralbank (Chairman of the Board of Govenors of the Federal Reserve System), gehalten am 8. Mai 2010 vor Absolventen der University of South Carolina Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 16

17 There is now a field of study, complete with doctoral dissertations and professorships, called the economics of happiness. The idea is that by measuring the self-reported happiness of people around the world, and then correlating those results with economic, social, and personal characteristics and behavior, we can learn directly what factors contribute to happiness, … recently economists have gotten into the act. Ben Bernanke, 2010 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 17

18 Grundfrage des Wirtschaftens: Wie soll mit knappen Mitteln/Ressourcen umgegangen werden. Wenn es im Leben aber um Glück geht, dann muss man sich überlegen, wie man seine Zeit so verwendet, dass man ein hohes Maß an Glück (=Nutzen aus ökonomischer Sicht) Leben erfährt. Ökonomisch gesprochen geht es also schlicht um die Frage, wie man das knappe Gut Zeit (Input) so nutzt, dass man letztlich mit seinem Leben in hohem Maße glücklich (Output) ist. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 18

19 1. Was ist (eigentlich) Glück/ Zufriedenheit ? 2. Wie ist der Zusammenhang zwischen Glück/ Zufriedenheit und Wirtschaftswachstum ? 3. Welche Schlüsse sind aus den Ergebnissen der Glücksforschung für Politik, Unternehmen und für jeden Einzelnen zu ziehen ? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 19

20 1. Was ist (eigentlich) Glück/ Zufriedenheit? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 20

21 Die Glücksforschung beschäftigt sich mit dem Wohlbefinden (subjective well-being im Englischen) nicht aber mit dem Zufallsglück, also dem Glück haben (luck im Englischen) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 21

22 Zwei Arten von Wohlbefinden (subjective well-being) Emotionales Wohlbefinden (Glück oder happiness im Englischen): Gefühlslage im Moment, wobei es im Wesentlichen auf das Verhältnis zwischen positiven und negativen Gefühlen im Tagesdurchschnitt ankommt (3:1). Kognitives Wohlbefinden (Zufriedenheit odersatisfaction im Englischen): Grad der Zufriedenheit mit dem Leben. Hier findet eine Abwägung zwischen dem was man will (den Erwartungen) und dem was man hat statt. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 22

23 Warum braucht man die Glücksforschung? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 23

24 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 24

25 wir (sind) unglücklich aus Enttäuschung darüber, daß Freiheit und Wohlstand unserem Leben keinen Inhalt und kein Ziel geben … inmitten von Überfluß führen wir ein unerfülltes Leben. Bruno Bettelheim, 1960, zitiert nach Nico Stehr, 2007, S Die westliche Welt lande in einer Sackgasse. Sie habe viele ihrer ökonomischen Ziele erreicht – dabei aber den Sinn für ein Ziel des Lebens verloren. Erich Fromm, Der moderne Mensch und seine Zukunft, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 25

26 Wie kann man den Zustand (Vieler) charakterisieren? Innere Leere und diffuse Unzufriedenheit, Undefinierbare Sehnsucht, Großer Leidensdruck, weil der erreichte Wohlstand gesichert und erhalten werden muss, Wir sind frustriert, weil sich keine Zufriedenheit einstellt. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 26

27 Und wie steht es mit der Gesundheit? Anstieg von Suchtkrankheiten, Anstieg von psychosomatischen Krankheiten (hoher Blutdruck, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Magen- Darm-Erkrankungen, Herzbeschwerten), Gereiztheit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit, Erschöpfung bis hin zu Burn out. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 27

28 Quellen des Wohlbefindens (sog. Glücksfaktoren) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 28

29 Gelingende / liebevolle soziale Beziehungen (Partnerschaft, Familie, Freunde, Nachbarschaft, Kollegen …) Physische und psychische Gesundheit Engagement und befriedigende Erwerbs- und/oder Nichterwerbs-Arbeit Persönliche Freiheit Innere Haltung (im Hinblick auf Dankbarkeit, Optimismus, Sozialen Vergleich, Emotionsmanagement, …) und Lebensphilosophie (Spiritualität, d.h. eine persönliche Suche nach dem Sinn des Lebens bzw. Religiosität) Mittel zur Befriedigung der materiellen (Grund-) Bedürfnisse Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 29

30 Was macht Wohlbefinden aus? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 30

31 Eine glückliche Person erfreut sich positiver Gefühle im Hier und Jetzt und sieht einen Sinn in ihrem Leben, verfolgt also sinnvolle (Lebens-) Ziele. Die Definition betrifft nicht jeden einzelnen Moment, sondern stellt die Gesamtsumme unserer Erfahrungen dar. Wir können kurzzeitig einen emotionalen Schmerz erleiden, aber gleichzeitig als Grundgefühl glücklich sein. Tal Ben-Shahar, Glücklicher, 2007 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 31

32 Der Sinn von langfristigen Zielen liegt darin, uns zu befreien, sodass wir das Hier und Jetzt genießen können... Wenn wir ein Ziel vor Augen haben und mehr oder weniger wissen, wohin wir wollen, dann sind wir frei, um das Beste aus dem zu machen, wo wir uns gegenwärtig befinden. …… Ein langfristiges Ziel ist ein Mittel, kein Selbstzweck. … Die Ziele müssen eine Bedeutung haben, und die Reise, auf die sie uns schicken, muss uns auch Spaß machen. Tal Ben-Shahar, 2007 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 32

33 Wer ein erfülltes Leben führen will, sollte Ziele verfolgen, die mit -persönlichem Wachstum, -zwischenmenschlichen Beziehungen und -Beiträgen zur Gesellschaft verbunden sind, also Ziele, die es uns ermöglichen, unsere psychischen Grundbedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit am besten zu befriedigen, anstatt Ziel wie -Geld, -Schönheit und -Popularität. Tal Ben-Shahar, 2007 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 33

34 Gefühle im Hier und Jetzt Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 34

35 Gefühle sind verkörperte Informationen. Sie sind Signale, die uns sehr schnell mitteilen, ob wir etwas gut finden oder nicht, ob wir etwas meiden oder vermeiden sollten. Dabei kommt es aber auch entscheidend darauf an, wie wir die Ereignisse interpretieren (Emotions-Management). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 35

36 Was sind negative Gefühle? Ärger, Zorn und Wut als Reaktion auf eine Störung bei dem, was wir tun wollen und bei körperlichen und psychischen Verletzungen (Beleidigung unserer Person und Verunglimpfung unserer Leistungen); Angst und Furcht als Reaktion auf einen drohenden Schaden physischer oder psychischer Natur; Erschrecken (einer unmittelbaren, konkreten und überwältigenden körperlichen Gefahr gegenüberstehen); Ekel und Verachtung primär als Reaktion auf moralisch verwerfliches Handeln; Trauer (Resignation und Hoffnungslosigkeit) und Verzweiflung (Auflehnung) als Reaktion auf einen Verlust; Schuld (ein moralisches Gebot übertreten haben) und Scham (einem Ich-Ideal nicht gerecht geworden zu sein); Neid (etwas wollen, was jemand anders hat) und Eifersucht (Dritten den Verlust oder die Bedrohung der Zuneigung einer Person verübeln). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 36

37 Wozu sind negative Gefühle gut? Negative Gefühle sind wichtig, weil sie uns dazu bringen (können), Fragen zu stellen, Dinge zu verändern und kreativ zu sein. Ed Diener, 2010 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 37

38 Was sind positive Gefühle? Freude Gelassenheit Dankbarkeit (wir erfahren Gutes von anderen als selbstlosen Akt) Interesse Hoffnung Stolz Belustigung (sich amüsieren) Anregung Ergriffenheit (Zustand des Überwältigtseins) Liebe (Gefühl der Nähe, Wärme und Geborgenheit, der Leidenschaft und der Zusammengehörigkeit) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 38

39 Wozu sind gute Gefühle gut? Statt unmittelbare Probleme zu lösen helfen gut Gefühle, sich innerlich weiterzuentwickeln und so für härtere Zeiten zu wappnen. Gute Gefühle vergrößern unsere Gedanken- und Handlungsrepertoire und helfen damit, dauerhaft mentale Ressourcen aufzubauen. Barbara Fredrickson, 2010 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 39

40 Der Glücksquotient Es kommt auf das Verhältnis zwischen positiven und negativen Gefühlen an. Schwelle, die Menschen in die Lager der Gedeihenden (Zustand der Positivity) und der Dahindümpelnden einteilt, liegt bei 3:1. Auf jedes schlechte Gefühl sollten also mindestens drei Gute pro Tag kommen. Für Beziehungen gilt 6:1 als ideal. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 40

41 Emotions-Management Vereinfacht lässt sich neurobiologisch das Denk-Hirn (Frontalhirn) vom Emotions-Hirn (Stammhirn/ Limbisches System) unterscheiden. Beide sind verkoppelt. Emotionen dürfen das Denk-Hirn nicht überfluten, und das Denk-Hirn darf Gefühle nicht ignorieren. 1. Wir können beeinflussen, wie wir uns fühlen, indem wir verändern, was wir denken (Einstellungsänderung). 2. Kognitive Bewertung von Emotionen durch das Denk-Hirn. Schmitz / Schmitz, 2009 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 41

42 Emotions- und Gefühlsmanagement heißt, positive Gefühle zu stärken und bewusster zu erleben und negative Gefühle in uns abzuschwächen bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 42

43 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 43

44 Wie wird Wohlbefinden traditionell gemessen? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 44

45 Zur Datenerhebung werden in groß angelegten Umfragen Einzelne über ihre Lebenszufriedenheit befragt. Eines der am häufigsten verwendeten Datensätze ist das Sozio-Oekonomische Panel (SOEP), das seit 1984 als Längsschnittanalyse in Deutschland erhoben wird. Die Befragten haben die z.B. Möglichkeit, ihre Lebenszufriedenheit allgemein bzw. in speziellen Bereichen (Arbeit, Familie, …) jeweils auf einer Skala von 0 – 10 also von ganz und gar unzufrieden bis ganz und gar zufrieden zu bewerten. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 45

46 Vergleich Selbst- und Fremdeinschätzungen (Freunde, Familienangehörige, Experten) Menschen, die sich als sehr zufrieden einschätzen, werden als liebenswürdig, durchsetzungsfähig, zufrieden und kommunikativ wahrgenommen. Menschen mit niedrigen Zufriedenheitswerten scheinen wenig Sinn im Leben zu haben, niedergeschlagen und entscheidungsschwach zu sein, sich selbst zu bemitleiden sowie kontaktschwach zu sein. (im Einzelnen hierzu: Nick Powdthavee, The Happiness Equation, London 2010, S. 18 ff) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 46

47 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 47

48 Quelle: Glücksatlas Deutschland 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 48

49 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 49

50 Quelle: Glücksatlas Deutschland 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 50

51 Quelle: Glücksatlas Deutschland 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 51

52 Steuer-und Abgabenquote in Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland 1995: 48,1 % 2000: 47,5 % 2005: 42,2 % 2007: 42,4 % 2009: 42,4 % Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistisches Jahrbuch 2010, S. 567 und 623; eigenen Berechnungen Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 52

53 Quelle: Memorandum der Arbeitsgruppe "Zufriedenheit des Ameranger Disputs der Ernst Freiberger-Stiftung Zufrieden trotz sinkenden materiellen Wohlstands (Vorsitz Meinhard Miegel), März 2010, S. 21 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 53

54 Warum liegen skandinavische Länder an der Spitze? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 54

55 hohes Vertrauen zueinander in der Gesellschaft; geringe Einkommensungleichheit; andere Sichtweise im täglichen Leben (stärkere Wahrnehmung positiver Ereignisse, schwächere Wahrnehmung negativer Ereignisse). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 55

56 Und wie schaut es mit der Steuer- und Abgabenbelastung aus? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 56

57 Steuer-und Abgabenquote in Prozent des Bruttoinlandsprodukts 2010 Dänemark 53,8 % Finnland53,6 % Schweden52,9 % Österreich 47,2 % Niederlande45,7 % Deutschland 43,1 % Großbritannien40,1 % Japan 32,9 % USA30,8 % Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 57

58 Und was sind die Werte im Iran? 2005: 5,3 2007: 5,3 2008: 5,1 2011: 4,8 Gallup World Poll 58

59 Was bringt uns Glücklichsein? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 59

60 Wer etwas dafür tut, glücklicher zu werden, fühlt sich nicht nur subjektiv besser, sondern hat auch mehr Energie, ist kreativer, stärkt sein Immunsystem, festigt seine Beziehungen, arbeitet produktiver und erhöht seine Lebenserwartung. Sonja Lyubomirsky, Glücklich sein, 2008 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 60

61 2. Wie ist der Zusammenhang zwischen Glück und Wirtschaftswachstum? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 61

62 Befund: Obwohl in den letzten Jahrzehnten die westlichen Länder ein in der Geschichte einzigartiges Wirtschaftswachstum zu verzeichnen hatten, zeigen Befragungen, dass kaum eine / keine Zunahme der Lebenszufriedenheit zu verzeichnen war. Sog. Easterlin-Paradoxon Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 62

63 Quelle: David G. Myers, Social Psychology, 10. Auflage, New York 2010, S. 601 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 63

64 For example, although today most Americans surveyed will tell you they are happy with their lives, the fraction of those who say that they are happy is not any higher than it was 40 years ago. … Or, as your parents always said, money doesn`t buy happiness. Ben S. Bernanke, 2010 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 64

65 If it turns out to be true that rising incomes have failed to make Americas happier, as much of the recent research suggests, what is the point of working such long hours and risking environmental disasters in order to keep on doubling and redoubling our Gross Domestic Product? Derek Bok, 2010, S. 63 (ehemaliger Präsident der Harvard University) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 65

66 … for decades Western societies have seen the line of GDP rising steadily upwards, but at the same time, levels of contentment have remained static or have even fallen. Premierminister David Camaron PM speech on wellbeing, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 66

67 Quelle: Glücksatlas Deutschland 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 67

68 Neuere Ansätze in der Volkswirtschaftslehre (Glücksforschung) untersuchen den Zusammenhang zwischen steigenden Einkommen und Wohlergehen und kommen zu dem Ergebnis, dass selbst wenn die Zunahme des BIP zu einer Steigerung des objektiven Wohlstands führt, dies nicht gleichbedeutend ist, dass es den Menschen subjektiv besser geht. Ifo-Institut, Wohlstandsindikator (Rubrik Aktuelles Stichwort), Juli Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 68

69 Viel zu lange haben wir geglaubt, dass uns ein einfaches "immer mehr" glücklich macht - egal welche Folgen dieses "immer mehr" für unsere Mitmenschen und für nachfolgende Generationen hat. (ehemaliger) Bundespräsident Horst Köhler Bombay, Februar 2010 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 69

70 Was ist den Menschen in Deutschland heute wichtig? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 70

71 Quelle: Entwurf Fortschrittsbericht 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung vom Mai 2012, S. 17 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 71

72 Was sind die Gründe für das Easterlin-Paradoxon, das nach dem Ökonomen Richard Easterlin benannt wurde, der bereits 1974 darauf hingewiesen hat, dass ab einem bestimmten Einkommensniveau (BIP pro Kopf) ein weiteres Wirtschaftswachstum zu keiner oder kaum einer Zunahme der Lebenszufriedenheit führt. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 72

73 Gewöhnung Zum einen passen sich die Ansprüche und Ziele an die tatsächliche Entwicklung an, d.h. mit steigendem Einkommen steigen auch die Ansprüche, sodass daraus keine größere Zufriedenheit erwächst (sog. hedonistische Tretmühle). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 73 Vergleich Zum anderen ist – sofern die materielle Existenz gesichert ist - weniger das absolute Einkommen, sondern vielmehr das relative Einkommen für den Einzelnen entscheidend.

74 Bis US-$ BIP pro Kopf: starke Korrelation (Befriedigung von existenziellen Grundbedürfnissen wie Essen, Wohnen, Kleidung, Sicherheit steht im Mittelpunkt) US-$ US-$: Korrelation vorhanden, aber geringer. Über US-$: Korrelation nahezu nicht mehr gegeben. Quelle: Umweltbundesamt, Ergebnisbericht, Fachdialoge zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2007, Februar 2008, S. 47 (kaufkraftbereinigt). Deutschland US-$ Welt US-$ Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 74

75 Quelle: Glücksatlas Deutschland 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 75

76 Gewöhnung und Vergleich kommen annahmegemäß aber in der traditionellen ökonomischen Mainstream -Theorie nicht vor. Folge: Die gängige ökonomische Theorie hat ein grundlegendes Erklärungsdefizit. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 76

77 Unlike assumptions normally used in the psychological literature, standard economics textbooks assume a given utitilty (or happiness) function in which there is generally no habituation or adaptation. In other words, if the death of our loved one hurts like hell in the first year, economists say that it will hurt like hell – in excatly equal measure – for as long as we live, which seem wholly unrealistic. Nick Powdthavee, The Happiness Equation, London 2010, S Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 77

78 Quelle: Gallup World Poll Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 78

79 Quelle: Gallup World Poll Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 79

80 4. Wie ist der Zusammenhang zwischen Glück und Verteilung Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 80

81 Menschen beurteilen ihre Situation nicht nur im Hinblick auf den eigenen Gewinn, sondern auch auf das Verhältnis des eigenen Gewinns zum Gewinn anderer. Dabei kommt der Frage der Fairness eine entscheidende Bedeutung zu. Wir haben also auch soziale, d.h. den anderen- berücksichtigende Präferenzen. Klaus Fließbach, 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 81

82 Bei der Fairnessregel gibt es jedoch eine interessante Ausnahme. Ökonomen und Ökonomiestudenten sind darin geschult, von den Menschen rationales und eigennütziges Verhalten zu erwarten. Beim Ultimatumspiel meinen also ökonomisch denkende Absender (die, die den Verteilungsvorschlag machen, Anmerk. KR), es sei richtig eine Aufteilung von 19:1 Dollar anzubieten, und – da sie gelernt haben zu denken, dass rationales Verhalten das einzig richtige ist – nehmen ökonomisch denkende Empfänger das Angebot an. Spielen jedoch Ökonomen mit Nichtökonomen, sind sie zutiefst enttäuscht, wenn ihre unausgewogenen Angebote abgelehnt werden. Dan Ariely, 2010, S. 313 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 82

83 Kosten von Einkommensungleichheit Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 83

84 Subjektive Indikatoren (Subjective Well-Being –SWB) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 84

85 Income QuintilesSatisfaction with life (Germany 2006) 1.5,6 2.6,6 3.6,9 4.7,3 5.7,7 Heinz-Herbert Noll / Stefan Weick, 2010, S. 79 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 85

86 Objektive Indikatoren Richard Wilkinson/ Kate Pickett: Gleichheit ist Glück – Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind, Frankfurt 2010) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 86

87 Der Grad der Einkommensunterschiede hat einen großen Einfluss darauf, wie die Menschen miteinander umgehen. (S. 19) Lange Zeit vor der internationalen Finanzkrise, die sich Ende 2008 abzeichnete, sprachen mache Politiker in Großbritannien vom Zusammenbruch unserer Gesellschaft, wenn sie auf den Mangel an Gemeinschaftsgefühl oder die Zunahme asozialen Verhaltens aufmerksam machen wollten. (S. 19) Offenbar betreffen uns Einkommensunterschiede innerhalb der eigenen Gesellschaft weit stärker, als es unterschiedliche Durchschnittseinkommen tun, wenn man Gesellschaften miteinander vergleicht. (S. 26). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 87

88 Wenn wir also feststellen, dass wirtschaftliches Wachstum kaum noch etwas zur Verbesserung unserer Lebensqualität beitragen kann und wir vielmehr mit wachsenden Problemen der Umweltzerstörung zu tun haben, welche Rolle spielen dann noch Ungleichheiten. … Seit Jahren weiß man, dass Gewalt und Gesundheitsprobleme typische Phänomene in Gesellschaften mit deutlicher sozialer Ungleichheit sind. Wir konnten bei unseren Untersuchungen allerdings feststellen, dass dies für fast alle Probleme gilt, die es uns den unteren Schichten gibt. … dies macht die Befürchtung umso wahrscheinlicher, dass unsere heutigen Gesellschaften trotz ihres Wohlstands gescheitert sein könnten. (S. 32f) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 88

89 -Niveau des Vertrauens -psychische Erkrankungen sowie Alkohol- und Drogenmissbrauch -Lebenserwartung und Säuglingssterblichkeit -Fettleibigkeit -schulische Leistungen der Kinder -Teenager-Schwangerschaften -Selbstmorde -Zahl der Gefängnisstrafen -soziale Mobilität (keine Angaben für die USA) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 89

90 Folgt man dem Gedanken, dass soziale Probleme die unmittelbare Folge ungünstiger materieller Bedingungen sind (beengte Wohnverhältnisse, schlechte Ernährung, mangelnde Bildungsmöglichkeiten), dann wäre es logisch, dass solche Probleme in reichen Gesellschaften weniger häufig auftreten. Die statistischen Daten zeigen aber ein ganz anderes Ergebnis: Einige der reichsten Länder schneiden in dieser Hinsicht besonders schlecht ab. … Die Probleme in den reichen Ländern erklären sich nicht aus zu wenig oder zu viel Reichtum, sondern aus dem sehr starken Wohlstandsgefälle innerhalb dieser Gesellschaften. Entscheidend ist, wie groß der Abstand des Einzelnen zu den anderen Mitgliedern seiner Gesellschaft ist. (S. 39) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 90

91 In den reichen Ländern geht es vielleicht weniger um die absolute Höhe des Einkommens und des Lebensstandards, sondern um den sozialen Vergleich mit den anderen Mitgliedern der Gesellschaft. Richard Wilkinson / Kate Pickett, 2010, S. 28 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 91

92 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 92

93 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 93

94 Menschsein heißt, sehr empfindlich darauf zu reagieren, dass man als minderwertig gilt. Denn diese Sensibilität erklärt, warum ein geringer sozialer Status eine derart negative Wirkung auf das Selbstvertrauen des Einzelnen hat. Es geht allein darum, wie man von den anderen gesehen wird. (S. 55) Der gesellschaftliche Bewertungsdruck entscheidet, welche Stressoren zu erhöhter Ausschüttung von Stresshormonen führen. … Scham (man fühlt sich dumm, lächerlich, minderwertig, gestört, inkompetent, peinlich, ausgeliefert, verwundbar und unsicher, Anmerk. KR) und Stolz sind die wesentlichen Aspekte in dem psychischen Prozess, in den wir unsere Vorstellungen davon internalisieren, wie andere uns sehen. (S. 56) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 94

95 Wir erfahren uns dabei aus der Sicht der anderen, und das Feedback dieser sozial bewertenden Betrachtung sind eben Stolz und Scham. … Stolz verschafft Freude, Scham bedeutet Schmerz.. (S. 56) Wenn wir anerkennen, dass ein noch höherer materieller Lebensstandard uns kaum noch etwas nützen kann, dann sollten wir uns als Generation begreifen, die nach gänzlich neuen Wegen suchen muss. Alles deutet darauf hin, dass der Abbau von Ungleichheit der beste Weg zur Verbesserung unserer sozialen Lebenswelt und damit der Lebensqualität für alle ist. (S. 44). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 95

96 Es gibt keinen Ort in Westeuropa, an dem Arm und Reich, Hoffnungslosigkeit und Größenwahn, Elend und Geldgier so sichtbar und so empörend kollidieren wie in London. Das Auseinanderklaffen von Streben und Ergebnis hat bei vielen, die zurückblieben, den Verdacht geweckt, dass es längst kein für alle gültiges Regelwerk des Zusammenlebens mehr gibt. Der Spiegel (Nr.33 vom 15.8., S. 86): Wilkinson und Pickett (2010, S. 32f) kommen zu folgendem Fazit: Seit Jahren weiß man, dass Gewalt und Gesundheitsprobleme typische Phänomene in Gesellschaften mit deutlicher sozialer Ungleichheit sind. Wir konnten bei unseren Untersuchungen allerdings feststellen, dass dies für fast alle Probleme gilt, die es uns den unteren Schichten gibt. … dies macht die Befürchtung umso wahrscheinlicher, dass unsere heutigen Gesellschaften trotz ihres Wohlstands gescheitert sein könnten. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 96

97 4. Welche Schlüsse sind aus den Ergebnissen der Glücksforschung für Politik, Unternehmen und für jeden Einzelnen zu ziehen? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 97

98 a) Was kann jeder Einzelne von uns tun? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 98

99 Wer nichts über Glück weiß, kann es auch nicht finden. Wer hingegen viel über Glück weiß, kann es sogar trainieren. Manfred Spitzer, Hirnforscher Du bist dein eigener Herr und Meister. Deine Zukunft hängt von dir selbst ab. Buddha Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 99

100 Die Welt des Glücklichen ist eine andere als die des Unglücklichen. Ludwig Wittgenstein Die Hinwendung zum Glück als einem gültigen Ziel und die bewusste Entscheidung, Glück systematisch anzustreben, können unser weiteres Leben tiefgreifend verändern. Dalei Lama Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 100

101 Denkgewohnheiten müssen nicht ewig gleich bleiben. Eine der bedeutendsten Entdeckungen der Psychologie in den letzten 20 Jahren ist, dass Menschen ihre Art zu denken verändern können. Martin Seligman Jeder ist seines Glückes Schmied (Sprichwort) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 101

102 Glücksaktivitäten – Überblick im Einzelnen: Sonja Lyubomirsky, Glücklich sein, 2008 und 1.Ziele setzen 2.Dankbarkeit üben 3.Optimismus trainieren 4.Grübeleien und soziale Vergleiche vermeiden 5.Hilfsbereitschaft stärken 6.Soziale Kontakte vertiefen 7. Bewältigungsstrategien für Stress, Schwierigkeiten und Traumata entwickeln 8. Vergeben lernen 9. Im Hier und Jetzt leben 10. Flow-Effekte suchen 11. Mit Religion und Spiritualität beschäftigen 12. Für den Körper sorgen Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 102

103 Ganz gleich, ob Sie Glück in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft zu finden suchen – Sie erleben das Glück nur in der Gegenwart. … Gedanken an Vergangenheit und Zukunft können Ihnen Glück bringen, doch das können sie nur, indem sie Ihr gegenwärtiges Befinden durch Glücksgefühle bereichern. Philip Zimbardo/ John Boyd, 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 103

104 Glücksaktivität 1 Richtige und maßvolle (!) Ziele (bleiben Sie bei Ihren Erwartungen maßvoll/bescheiden) Es ist der Weg zum Ziel, der glücklich macht, nicht unbedingt das Ziel selbst. Was passiert, wenn jemand keine Ziele hat? So jemand ist verloren, orientierungslos, unmotiviert und ohne Lebenssinn. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 104

105 Die Erwartungen zu senken, ist ein effektiver Weg, die eigene Lebenszufriedenheit zu erhöhen Bruno S. Frey/ Claudia Frey Marti, 2010 Begehre weniger Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 105

106 Die Gedanken sind eine eigene Welt, sie machen den Himmel zur Hölle, und die Hölle zum Himmel. John Milton in Paradise Lost Was wir über uns und die Welt denken, hat mehr Einfluss auf unser Glück als unsere tatsächlichen Lebensumstände. Sonja Lyubormisky Glücksaktivität 2 Entwickeln Sie Ihre Fähigkeit zur Dankbarkeit Dankbarkeit zu empfinden bedeutet, die Aufmerksamkeit auf die Gegenwart zu richten und dankbar zu sein für das Leben, wie es heute ist, und für alles, was dazu beigetragen hat. Dankbarkeit ist so etwas wie der Königsweg zum Glück. Dankbarkeit ist ein Gegenmittel gegen negative Emotionen wie Neid, Geiz, Feindseligkeit und Ärger. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 106

107 Glücksaktivität 3 Seien Sie optimistisch (Nicht-negatives Denken) Nicht die Dinge selbst beunruhigen den Menschen, sondern die Vorstellungen von den Dingen. Epiktet Unser Gehirn hat sich so entwickelt, dass wir die ungeheuerliche Fähigkeit haben, uns Dinge vorzustellen und im Voraus zu planen. Aber das ist auch ein Riesenproblem: Zugleich können wir nämlich grübeln, wir malen uns Ängste aus, die in Wahrheit gar nicht drohen – ein geradezu unvermeidliches Paradoxon unseres Lebens Bruce McEwen, Neurobiologe und Pionier der Stressforschung (in: Der Spiegel, Nr. 48 vom , S. 152) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 107

108 Das Beispiel des halb vollen oder halb leeren Wasserglases enthält zwei große Wahrheiten: 1. Der Mensch ist jederzeit frei, über alles nachzudenken. 2. Der Mensch ist jederzeit frei, über alles auf positive oder negative Art nachzudenken. Wir entscheiden, wie wir die Dinge interpretieren wollen, gut oder schlecht, positiv oder negativ. Wir müssen auf unsere Gedanken achten. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 108

109 Glücksaktivität 4 Vermeiden Sie Grübeleien und soziale Vergleiche Wo ein Deutscher hingrübelt, wächst kein Gras mehr. Kurt Tucholsky Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 109

110 Grübeln Selbstbezogenes Grübeln heißt, zu viel, unnötig, passiv und endlos nachzudenken und sich den Kopf zerbrechen über Sinn, Ursachen und Wirkungen Ihres Charakters, Ihrer Gefühle und Ihrer Probleme (Ach, hätte ich doch, wäre doch…). Sozialer Vergleich Neid und Glück gehen nicht zusammen. Wer zu viel vergleicht, fühlt sich verwundbar, bedroht und unsicher. Es sind also die Vergleichssysteme, die jene Kultur der chronischen Unzufrie- denheit, der permanenten Vergleichs-frustration erzeugen. Selbst wenn es uns bessergeht, reden wir von objektiver Verschlechterung. Matthias Horx, 2009 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 110

111 Stärken Sie Ihre sozialen Beziehungen Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. (Mt 22,39, 3.Mose 19,18) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 111

112 Glücksaktivität 5 Seien Sie hilfsbereit Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich sein. (1. Brief an Timotheus) Glücksaktivität 6: Pflegen Sie Ihre sozialen Beziehungen Worauf kommt es beim Aufbau guter sozialer Beziehungen an? Respektvolles Engagement (präsent, aufmerksam, aufrichtig) Unterstützung und Hilfe Vertrauen Humor Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 112

113 Glücksaktivität 7 Entwickeln Sie Bewältigungsstrategien für Stress, Schwierigkeiten und Traumata Ablenkung, Körperliche Betätigung, Suche nach emotionaler Unterstützung, Versuch aus einer negativen Erfahrung zu lernen oder ihr eine positive Seite abzugewinnen, Akzeptanz der Wirklichkeit, Hinwendung zur Religion als Form des Trostes. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 113

114 Glücksaktivität 8 Lernen Sie zu vergeben (Befreiung aus dem Würgegriff des Ärgers) Vergebung bedeutet, negative Emotionen, die von Zorn, Enttäuschung und Feindseligkeiten begleitet werden, zu überwinden oder abzuschwächen. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 114

115 Leben Sie im Hier und Jetzt Laufe nicht der Vergangen- heit nach. Verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt. Laotse (vermutlich 6 Jhr. vor Chr.) Genuss und Flow schaffen positive Emotionen und Wohlbefinden Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 115

116 Glücksaktivität 9 Genießen Sie die Freuden des Lebens ACHTSAMKEIT Ich würde Ihnen raten, nicht nach dem Warum und Woher zu fragen, sondern Ihr Eis zu essen, ehe es schmilzt. Thornton Wilder Wir sind nur selten in der Lage, das Hier und Jetzt zu genießen, weil wir glauben, das Wichtigste komme erst noch. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 116

117 Glücksaktivität 10 Schaffen Sie Flow- Erfahrungen Was ist Flow? Flow-Aktivitäten sind im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass es sich um herausfordernde Tätigkeiten handelt, für die man besondere Geschicklichkeit braucht, die Aufmerksamkeit vollständig von dieser Tätigkeit gefesselt wird, die Ziele deutlich umrissen sind und eine unmittelbare Rückmeldung erfolgt, man alle unangenehmen Aspekte des Lebens vergessen kann, man voll in dieser Tätigkeit aufgeht, die Zeit dabei vergisst. (Csikszentmihalyi, 2005) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 117

118 When you are working, studying, or pursuing a hobby, do you sometimes become so engrossed in what you are doing that you totally lose track of time? That feeling is called flow. If you never have that feeling, you should find some new activities – whether work or hobbies. Ben Bernanke, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 118

119 Glücksaktivität 11 Beschäftigen Sie sich mit Religion und Spiritualität Glücksaktivität 12: Sorgen Sie für Ihren Körper (Meditation, Bewegung, Ernährung, Schlaf) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 119

120 b) Folgerungen für die (Wirtschafts-) Politik Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 120

121 Zur Erinnerung: EU-Nachhaltigkeitsstrategie Sie (die EU-Nachhaltigkeitsstrategie) strebt eine kontinuierliche Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlergehens (well-being) auf unserem Planeten für die heute lebenden und für die künftigen Generationen an. Beschluss der EU Staats- und Regierungschefs vom Juni 2006 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 121

122 Das (wirtschafts)-politische Ziel kann also nicht Wirtschaftswachstum sein, sondern vielmehr ein glückliches langes Leben, also dieHappy life years, die sich aus der Lebenserwartung und dem Grad der Zufriedenheit mit dem Leben errechnen, unter der Bedingung nachhaltigen Wirtschaftens. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 122

123 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 123

124 1972 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 124 (Sicco L. Mansholt, Europ. Kom.) (Emile v. Lennep, OECD)

125 Bhutan – ein Glückfall Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 125

126 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 126

127 So überrascht es nicht, dass das wichtigste Ziel der Bhutaner ein glückliches Leben ist. Die zentrale Richtschnur, das übergeordnete Konzept des modernen Bhutan ist das Brutto-National-Glück. Das bedeutet, dass in Bhutan die ökonomische Entwicklung, das alleinige Ziel vieler Gesellschaften, nur ein Mittel zur Erreichung des eigentlichen Ziels, des Glücks, ist. Aus: Bhutan – Land des Donnerdrachens, hrsg. von der Regierung von Bhutan.

128 Was ist in Bhutan Richtschnur für Regierungshandeln? Lebensstandard Gute Politik Ökologie Gesundheit Bildung Kultur Kommunales Leben Zeitverbrauch Psychologisches Wohlergehen Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 128

129 Vorschlag der Stiglitz-Kommission (September 2009) Keine Orientierung mehr am Wachstum des (inflationsbereinigten, d.h. realen) Bruttoinlandsprodukt(s) oder kurz BIP (Englisch Gross Domestic Product oder kurz GDP) an sich, sondern -an der Verteilung von verfügbaren Einkommen, Konsum und Vermögen auf der Haushaltsebene, -an der objektiven Lebensqualität (Gesundheitsstatus, Bildungsniveau, Umweltzustand, …) und dem subjektiven Wohlbefinden der gegenwärtigen Generation sowie -an der (ökologischen) Nachhaltigkeit für zukünftige Generationen zu orientieren. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 129

130 Indikatorenset der OECD for policies for a better life a) Indikatoren für die materiellen Lebensbedingungen - Verfügbarkeit und Qualität von Wohnraum; - Verfügbares Haushaltseinkommen; - Arbeitslosenquote, insbesondere die der Langzeitarbeitslosigkeit, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 130

131 b) Indikatoren für die Lebensqualität - Sozialkapital; - Qualität der Bildung; - Qualität der Umwelt; - Grad der Beteiligungsmöglichkeiten am politischen Prozess; - Lebenserwartung und subjektive Einschätzung des Gesundheitszustands; - Sicherheit; - Work-Life- Balance: - Lebenszufriedenheit. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 131

132 Die Aufgabe der Regierungen besteht also darin, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, damit ein erfülltes (glückliches/zufriedenes) Leben (für alle) möglich wird. Over the past 50 years, the OECD has developed a rich set of recommendations on policies that can best support economic growth. The task that we face today is to develop an equally rich menu of recommendations on policies to support societal progress: better policies for better lives. OECD, Better Life Initiative, Mai 2011

133 Es wird deutlich, dass Deutsche mit gewissen Aspekten ihres Lebens, die über das Finanzielle hinausgehen, unzufrieden sind … Diese verhaltensökonomischen Daten liefern ein Fundament für Politik und Wirtschaft, aufgrund dessen kalkulierte Entscheidungen getroffen werden können, die zu einer Verbesserung des Lebens und der Wirtschaftssituation der Deutschen führen. Gallup-Healthways Well-Being-Index, Oktober 2011 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 133

134 Zur Erinnerung: Dieses Denken war aber für die Väter der Sozialen Marktwirtschaft bereits vor mehr als 50 Jahren zentraler Angelpunkt. Nach Alexander Rüstow hat die Politik des Staates alle Faktoren in Betracht zu ziehen, von denen in Wirklichkeit Glück, Wohlbefinden und Zufriedenheit des Menschen abhängen. (zitiert nach Ulrich, 2010, S. 158).

135 Ich glaube, dass wir heute in einer Phase der Entwicklung sind, in der der Wachstumsbegriff auch den Nachhaltigkeitsbegriff in sich aufnehmen muss, indem wir dem klassischen Bruttoinlandsprodukt oder Bruttosozialprodukt andere Indikatoren hinzufügen. Es ist sehr ermutigend, dass der Deutsche Bundestag hierzu eine Enquete-Kommission eingerichtet hat. Bundeskanzlerin Angela Merkel Rede anlässlich der 11. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung (RNE) am in Berlin Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 135

136 Das Maß der Dinge ist der Mensch. (in der Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft) Wilhelm Röpke oder: Wirtschaft ist für den Menschen da, nicht umgekehrt! Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 136

137 c) Folgerungen für die Unternehmen Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 137

138 Such dir eine Arbeit, die du liebst – dann brauchst du keinen Tag im Leben mehr zu arbeiten Konfuzius Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 138

139 Situation in Deutschland Gallup Engagement Index Deutschland 2010 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 139

140 Quelle: Berta van Schoor / Susanne Seyda, Die individuelle Perspektive: Die Zufriedenheit von Männern und Frauen mit Familie und Beruf, in: Wie viel Familie verträgt die moderne Gesellschaft? hrsg. vom Roman-Herzog-Institut 2011, S. 30 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 140

141 Quelle: Präsentation zur Vorstellung des Gallup Engagement Index Deutschland 2010 vom 9. Februar Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 141

142 Ursachenforschung: Führungskräfte sind das A & O Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 142

143 Nur jeder fünfte Arbeitnehmer (19%) erklärt, dass für gute Arbeit Lob und Anerkennung ausgesprochen wird (2001: 20%); Eben so viele Beschäftigte (22%) bekunden, dass ihnen regelmäßiges Feedback über persönliche Fortschritte bei der Arbeit gegeben wird (2001: 21%); Lediglich ein Viertel der Mitarbeiter (25%) fühlt sich bei der Arbeit mit einbezogen, weil nach ihrer Meinung und ihren Ansichten gefragt wird (2001: 24%); Nur ein Drittel der Befragten (34%) gab an, dass der Vorgesetzte für neue Vorschläge und Ideen offen ist (2007: 36%); Lediglich drei von zehn Beschäftigten (31%) haben das Gefühl, dass bei der Arbeit das Interesse an ihnen als Mensch vorhanden ist (2001: 28%); Nur 22 Prozent der Mitarbeiter geben an, dass es bei der Arbeit jemanden gibt, der sie in ihrer Entwicklung fördert (2001: 22%); 143 Copyright © , 2011 Gallup, Inc. All rights reserved.

144 Nur jeder dritte Beschäftigte (32%) erklärte, dass er eine Position ausfüllt, die ihm wirklich hundertprozentig liegt (2001: 31%); Drei von zehn Mitarbeitern (33%) gaben an, dass ihr Vorgesetzter den Schwerpunkt auf die Stärken und positiven Eigenschaften legt (2004: 19%); Gerade einmal jeder siebte Arbeitnehmer (14%) sagte, dass sein Vorgesetzter mit ihm ein gehaltvolles Gespräch über seine Stärken geführt hat (2007: 10%); Nur jeder fünfte Beschäftigte (19%) bekundete, dass sein Vorgesetzter ihn dazu inspiriert hat, Dinge zu tun, die er sich zunächst nicht zugetraut hat (2008: 20%). Quelle: Präsentation zur Vorstellung des Engagement Index Deutschland 2010 vom 9. Februar Copyright © , 2011 Gallup, Inc. All rights reserved.

145 Dieter Frey, Tanja Peter, Gina Dirmeier: Die Relevanz von Führung in Unternehmen und Familie, in: Wie viel Familie verträgt die moderne Gesellschaft?, hrsg. vom Roman Herzog Institut 2011, S. 99 – 119. PS: Das ROMAN HERZOG INSTITUT begleitet die Arbeit der bayerischen Arbeitgeberverbände und hinterfragt kritisch deren Positionen. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 145

146 Sowohl in vielen sozialen und kommerziellen Organisationen als auch in anderen gesellschaftlichen Institutionen wie Schulen und Universitäten wird nicht oder nur schlecht geführt. Viele Führungskräfte sind sich ihrer Vorbildfunktion, ihrer Verantwortung und ihrer Verpflichtung nicht bewusst. Infolgedessen wird das Potenzial an Humanressourcen unzureichend aktiviert – ein Problem, das sich noch verschärfen wird. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 146

147 Wenn Führung versagt, bleibt das Motivations- und Kreativitätspotenzial Arbeit und Familie deaktiviert. Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz wie Depression oder Burn-out und die sogenannte innere Kündigung sind die Folge davon. In der Familie resultiert falsche Führung häufig in Bindungsproblemen, Sinnkrisen und emotionale Labilität. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 147

148 Viele Unternehmensberater und Experten gehen davon aus, dass jede zweite Führungsposition falsch besetzt ist – nämlich besetzt von Narzissten, Egoisten, Machiavellisten und Opportunisten, die ihre machtpolitische Selbstverwirklichung höher einstufen als die Zukunft der Organisation. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 148

149 Nicht die besten Fachkräfte sollten zu Führungspersonen ernannt werden, sondern die geeignetsten Persönlichkeiten: Menschen, die sowohl fachkompetent als auch sozialkompetent und wertegeleitet sind. Daraus ergibt sich die notwendige Konsequenz, dass Führungskräften, die ihre Verantwortung nicht wahrnehmen und bei denen machtpolitische Selbstverwirklichung im Vordergrund steht, die Personalverantwortung wieder entzogen wird. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 149

150 Nach wie vor ist eine Ausbildung in Führung – im Gegensatz zu einer Ausbildung in Fachdisziplinen – nicht gegeben. In einem Land, das nur den Rohstoff Geist hat und angewiesen ist auf Kreativität und Innovation, ist die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen in Führung unabdingbar. Deutschland benötigt darum eine Ausbildung für Führungskräfte in Sachen Menschenführung, sowohl am Arbeitsplatz als auch in den Familien. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 150

151 Im herkömmlichen ökonomischen Arbeitsmodell geht man davon aus, dass Arbeit ein lästiges Übel ist und der Mensch nichts anderes will, als mit möglichst wenig Anstrengung an Geld zu kommen und sich möglichst lange auszuruhen. Führungsverhalten, Work-Life-Balance und Arbeitsplatzgestaltung spielen kein (oder nahezu keine Rolle). Nur das Geld zählt. Dan Ariley, 2010, S Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 151

152

153 Whether you manage a few people, lead a large group, or run an entire organiziation, you are already in the business of managing employee wellbeing. The research on this topic is quite clear: Your workforce`s wellbeing has a direct impact on your organization`s bottom line. Tom Rath, Jim Harter, The Economics of Wellbeing, New York (Gallup) 2010, S. 1 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 153

154 Nach den (weltweiten) Untersuchungen von Gallup sind glückliche/zufriedene Mitarbeiter -engagierter, erfolgreicher und innovativer, -weniger oft krank und -loyaler, d.h. sie denken kaum daran, das Unternehmen zu verlassen. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 154

155 Der Mensch, nicht die Sache muss im Mittelpunkt stehen. Wir müssen endlich lernen, dass wir Menschen sind. Gerd Gigerenzer Direktor am Max-Plank-Institut für Bildungsforschung in Berlin Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 155

156 Das Geheimnis guter Führung Vorbildliche Führungskräfte zeichnen sich vor allem durch ihre Fähigkeit aus, gute soziale Beziehungen zu ihren Mitmenschen aufzubauen. Denn positiv gestimmte Mitarbeiter bringen deutlich bessere Leistungen als nervöse oder ängstliche. Daniel Goleman, Soziale Intelligenz – Warum Führung Einfühlung bedeutet, in: Harvard Business manager, Januar 2009, S. 36 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 156

157 Was heißt dies konkret für die Mitarbeiterführung? Interesse am Wohlergehen – sich um den Mitarbeiter kümmern, ihn ernst nehmen (der Mensch steht im Mittelpunkt), Förderung in der Weiterbildung, Vorbildfunktion der Führungskräfte, Entscheidungsfreiheit im Rahmen des übertragenen Aufgabengebietes, Förderung von Teamwork und des Arbeitsklimas, Fairness. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 157

158 und ganz wichtig: Anerkennung Wer keine Anerkennung sät, wird auch keine Leistung ernten. (Stephan Voswinkel, 2011) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 158

159 Worauf kommt es aber noch an? Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 159

160 Work-Life-Balance Zufriedenheit mit der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 160

161 Zeitliche und örtliche Arbeitsflexibilisierung Teilzeit, Langzeiturlaub, Sabbaticals, Gleitzeit, Arbeitszeitkonten, Telearbeit; Mentoring, Wiedereinstiegsprogramme, Qualifizierungsprogramme; Personalservice: Sozialberatung, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Kinderbetreuung, Unterstützung bei der Pflege von nahen Angehörigen; Gesundheitsförderung: Betriebssport, Fitness- und Wellnessangebote, Programme zur Förderung gesundheitlicher Kompetenz, Gesundheitscheck. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 161

162 Arbeitsplatzgestaltung Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 162

163 Arbeitsplatzgestaltung: Schaffung von Flow-Effekten Flow-Aktivitäten sind im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass es sich um herausfordernde Tätigkeiten handelt, für die man besondere Geschicklichkeit braucht, die Aufmerksamkeit vollständig von dieser Tätigkeit gefesselt wird, die Ziele deutlich umrissen sind und eine unmittelbare Rückmeldung erfolgt, man alle unangenehmen Aspekte des Lebens vergessen kann, man voll in dieser Tätigkeit aufgeht, die Zeit dabei vergisst. (Csikszentmihalyi, 2005) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 163

164 Was ist wichtig? Arbeit muss Vielzahl von Talenten und Fertigkeiten erfordern; MitarbeiterIn muss eine bestimmte Aufgabe ganz, vom Anfang bis zum Ende, erfüllen können; er darf nicht nur eine untergeordnete Rolle spielen; MitarbeiterIn muss das Gefühl haben, dass seine Arbeit für andere Menschen eine Bedeutung hat (übergeordnete gesellschaftliche Sinnhaftigkeit als Corporate Identity). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 164

165 Was trägt zur gesellschaftlichen Sinnhaftigkeit bei? Qualität und Nützlichkeit der Produkte/ Dienstleistungen, Umweltverträglichkeit, Ausbildungsbemühungen bei jungen Menschen, Unterstützung gesellschaftlicher Projekte im sozialen, wissenschaftlichen und kulturellen Bereich. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 165

166 Die einzige Möglichkeit, Zufriedenheit zu erlangen, besteht darin, das zu tun, was man selbst für großartige Arbeit hält. Und der einzige Weg, großartige Arbeit zu leisten, besteht darin zu lieben, was man tut. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 166

167 Rede vor StudentInnen der Universität Stanford, 2005 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 167

168 Was uns auf der Arbeit glücklich macht – kurz zusammengefasst Funktionierende/ positive Unternehmenskultur (Führungskräfte und Mitarbeiter, aber auch die Mitarbeiter untereinander begegnen sich vertrauensvoll und erkennen die Leistungen der anderen an). Gerechtes Vergütungs- system. Optimale Gestaltung der Arbeitsinhalte (Transparenz und eindeutige Definition von Funktionen und befriedigende/interessante Arbeitsinhalte). Langfristige Arbeitsplatzsicherheit. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 168

169 Ein glückliches Leben umfasst alle Glücksfaktoren, insbesondere auch ein hohes Maß an Zufriedenheit mit der Arbeit. Aber auch die anderen Glücksfaktoren wirken auf die Arbeit zurück. Es geht um eine ganzheitliche Sichtweise. Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 169

170 Zur Beschleunigung: Glückstraining für die MitarbeiterInnen

171 Willst Du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah, Lerne nur das Glück ergreifen, Denn das Glück ist immer da. Johann Wolfgang von Goethe Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 171

172 Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 172

173 Zur Vertiefung: Karlheinz Ruckriegel

174 Literaturempfehlungen Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 174

175 Ariely, D., Fühlen nützt nichts, hilft aber – Warum wir uns immer wieder unvernünftig verhalten, München Bartens, W., Körperglück – Wie gute Gefühle gesund machen (sehr empfehlenswert – zeigt empirisch fundiert den Zusammenhang zwischen Glücklichsein und Gesundheit auf). Steve R. Baumgardner, Marie K. Crothers, Positive Psychology, Upper Saddle River (New Jersey) Bauer. J., Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren, Hamburg 2006 (sehr empfehlenswerte Einstiegsliteratur zu den Erkenntnissen der Neurobiologie). Bauer, J., Die Entdeckung des Social Brain, in: Nida-Rümelin, J. et al. (Hrsg.), Was ist der Mensch, Berlin et al. 2008, S. 24 – 28. Ben-Shahar, T., Glücklicher, München 2007 (sehr empfehlenswerte Einstiegsliteratur zur Glücksforschung, insbesondere aus psychologischer Sicht). Bok, D. The Politics of Happiness – what government can learn from the new research on well-being, Princeton/ Oxford, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 175

176 Bernanke, B., Chairman of the Board of Govenors of the Federal Reserve System, Vortrag The economics of happiness, gehalten am 8. Mai 2010 vor Absolventen der University of South Carolina. Berns, G., Statisfaction – Warum nur Neues uns glücklich macht, Frankfurt/New York 2006 (sehr empfehlenswerte Vertiefungsliteratur zu den Erkenntnissen der Neurobiologie). Binswanger, M., Die Tretmühlen des Glücks – Wir haben immer mehr und werden nicht glücklicher. Was können wir tun?, Freiburg 2006 (sehr empfehlenswerte Einführung in die ökonomische Glücksforschung). Braakmann, A./Zieschank, R./Diefenbacher, H./Brachinger, H.W./Wagner, G./Leggewie, C./Sommer, B., Zeitgespräch "Wie lässt sich Wohlstand messen?",in: Wirtschaftsdienst 2009, 12, S (sehr guter Überblick über die aktuelle Diskussion zur Wohlstandmessung nach Vorlage des Abschlussberichts der Stiglitz-Kommission im September 2009). David Camaron, PM speech on wellbeing, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 176

177 Clark, A., Frijters, P., Shields, M., Relative Income, Happiness, and Utility: An Explanation for the Easterlin Paradox and Other Puzzles, in: Journal of Economic Literature, Vol. 46/1, März 2008, S (Übersicht über den aktuellen Stand der ökonomischen Glücksforschung). Creusen, U./Müller-Seitz, G., Das Positive-Leadership-GRID - Eine Analyse aus Sicht des Positiven Managements, Wiesbaden 2010 (sehr guter Einstieg über die aktuelle Diskussion zur Umsetzung der Ergebnisse der Positiven Psychologie in die Managementtheorie/-lehre). Csikszentmihalyi, M., Flow – Das Geheimnis des Glücks, 12. Auflage, Stuttgart Diener, E., Biswas-Diener, R., Happiness – Unlocking the Mysteries of Psychological Wealth, Malden (USA) et al (sehr empfehlenswerte aktuelle Darlegung der wissenschaftlichen Ergebnisse der Glücksforschung aus psychologischer Sicht). Diener, E., Glücksforschung – die Fakten und die Irrtümer, in: Psychologie heute, 37. Jg. (2010), Ausgabe Mai, S Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 177

178 Ekman, P., Gefühle lesen – Wie Sie Emotionen erkennen und richtig interpretieren, 2. Auflage, München 2010 (sehr empfehlenswerte Einführung und Überblick in die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Gefühlsforschung). Elger, C., Neuroleadership, Erkenntnisse der Hirnforschung für die Führung von Mitarbeitern, Planegg bei München Emmons, R., Vom Glück, dankbar zu sein – eine Anleitung für den Alltag, Frankfurt Epikur, Wege zum Glück, hrsg. und übersetzt von Rainer Nickel, Düsseldorf u.a., Fredrickson, B., Positivity, New York 2009 (sehr empfehlenswerte Darstellung des Positivity-Konzepts mit konkreten Handlungsanweisungen). Fredrickson, B. Die Macht der guten Gefühle, in: Gehirn und Geist, Denken, Fühlen, Handeln – Grundlagen der Psychologie, Basiswissen Nr. 1/2010, S Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 178

179 Frey, B. S.,, Frey Marti, C., Glück – die Sicht der Ökonomie, Zürich 2010 (sehr guter Überblick über den Stand der ökonomischen Glückforschung). Harvard Business Review OnPoint, The Ideal Workplace - How to boost Productivity, Commitment & Job Satisfaction, Summer Harvard Medical School, Positive Psychology – Harnessing the power of happiness, personal strength, and mindfulness, Special Heath Report, Harvard Häring, N., Markt und Macht – Was Sie schon immer über die Wirtscahfts wissen wolten, aber bisher nicht erfahren sollten, Stuttgart Horx, M., Das Buch des Wandels – Wie Menschen die Zukunft gestalten, München Jackson, T. Wohlstand ohne Wachstum – Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt, München Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 179

180 Jaeger, C., Wachstum – wohin? Eine kurze Geschichte des 21. Jahrhunderts, München Layard, R., Die glückliche Gesellschaft – Was wir aus der Glücksforschung lernen können, 2. Auflage Frankfurt/New York 2009 (sehr empfehlenswerte Einstiegsliteratur zu Glücksforschung, insbesondere aus ökonomischer Sicht). Linley, A., Harrington, S., Garcea, N., Oxford Handbook of Positive Psychology and Work, Oxford u.a (sehr guter Überblick über den aktuellen Forschungstand iur Umsetzung der Ergebnisse der Positiven Psychologie in die Managementtheorie/-lehre). Lyubomirsky, S., Glücklich sein – Warum Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben, Frankfurt 2008 (sehr empfehlenswerte wissenschaftlich unterlegte Anleitung zum Glücklichsein). Marx, R. Das Kapital – Ein Plädoyer für den Menschen, München 2008 (sehr empfehlenswerte Analyse des kapitalistischen Wirtschaftssystems vor dem Hintergrund der Katholischen Soziallehre. Reinhard Marz ist Erzbischof von München und Freising.) Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 180

181 Memorandum Zufrieden trotz sinkenden materiellen Wohlstands" der Arbeitsgruppe "Zufriedenheit" (Vorsitz Meinhard Miegel) des Ameranger Disputs der Ernst Freiberg-Stiftung vom Miegel, M., Exit – Wohlstand ohne Wachstum, Berlin 2010 (zum Nachdenken – sehr empfehlenswert). Myers, David G., Social Psychology, 10. Auflage, New York Noll, H.-H., Weick, St., Subjective well-being in Germany: evolutions, determinants and policy implications, in: Greve, B. (Hrsg.), Happiness and Social Policy in Europe, Cheltenham 2010, S Porter, M. S., Kramer, M. R. Die Neuerfindung des Kapitalismus, in: Harvard Business manager, Februar 2011, S Powdthavee, N., The Happiness Equation, London Precht. R. D., Immer mehr ist immer weniger, in: Kunert, et al., Verändert Euch! Das Manifest zur Energiewende, Berlin 2011, S Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 181

182 Psychologie Heute compact, Nr. 17, 2007, Glücksmomente – Was das Leben gelingen lässt (sehr empfehlenswerter Überblick über die einzelnen Facetten der Glücksforschung, allerdings ohne ökonomische Glücksforschung). Radermacher, F. J., Riegler, J., Weiger, H., Ökosoziale Marktwirtschaft, München Rath, T., Harter, J., Wellbeing – The Five Essential Elements, New York (Gallup) Rath, T., Harter, J., The Economics of Wellbeing, New York (Gallup) 2010, Rosenzweig, P., Robert S. McNamara – And the Evolution of Modern Management, in: Harvard Business Review, December 2010, S Ruckriegel, K., Glücksforschung, in: WiSt, 36. Jg. (2007), S. 515–521 (www.ruckriegel.org). Ruckriegel, K., Beyond GDP – vom Bruttoinlandsprodukt zu subjektiven Wohlfühlindikatoren, in: WiSt, 37. Jg. (2008), S. 309 – 316 (www.ruckriegel.org). Ruckriegel, K., Glücksforschung - Erkenntnisse und Konsequenzen, in: in WISU, 39. Jg, (Augst/September 2010), S (www.ruckriegel.org). Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 182

183 Ruckriegel, K., Behaviroal Economics – Erkenntnisse und Konsequenzen, in: WISU, 40 Jg. (Juni 2011), S (www.ruckriegel.org). Schildhammer, G., Glück, Wien 2009 (sehr gute Darstellung der Geschichte des Glücks in der Philosophie, der Psychologie und der Theologie). Schmidt, W., Glück, Frankfurt/Main 2007 (sehr empfehlenswert, beschäftigt sich mit dem Glück aus philosophischer Sicht). Schmitz, M., Schmitz, M., Emotions-Management – Anleitung zum Glücklichsein, München 2009 (sehr empfehlenswerte Einstiegsliteratur in das Emotions-Management). Segerstrom, S., Optimisten denken anders – Wie unsere Gedanken die Wirklichkeit erschaffen, Bern Seligman, M., Der Glücks-Faktor – Warum Optimisten länger leben, Bergisch-Gladbach Stiglitz, J., Sen, A., Fitoussi, J-P., Mis-Measuring our lives – why GDP doesn`t add up, New York Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg Seite 183

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