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Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE 0700 43783243 Leitfaden des LfUG zur Erstellung von Immissionsprognosen Vorstellung des Leitfadens.

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1 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Leitfaden des LfUG zur Erstellung von Immissionsprognosen Vorstellung des Leitfadens Bewertung von Geruchsimmissionsprognosen

2 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 2 Inhalt Ausgewählte Schwerpunkte Herkunft vom Emissionsdaten Beurteilungsflächen bei Geruchsimmissions- prognosen Verwendung des Prüfschemas Lose Enden Abgasfahnen- überhöhung Lokale Windsysteme (Kaltluft) Steigungen über 1:5 Bebauung zu hoch Häufige Fehler Quellhöhe und Ableithöhe Unzulässige Verwendung einer AKS Anemometerposition Ansatz der Staubemissionen Bewertung von Staubimmissionen Automatisch ermittelte Bodenrauhigkeit

3 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 3 Ausgewählte Schwerpunkte Herkunft vom Emissionsdaten Beurteilungsflächen bei Geruchsimmissionsprognosen Verwendung des Prüfschemas

4 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 4 Herkunft vom Emissionsdaten Anforderungen an Emissionsdaten: Dokumentiert Gesichert Aktuell Nachvollziehbar Im Zweifelsfall Abstimmung mit Fachbehörde Beispiele für Fundstellen bzw. Quellen: BVT (Beste verfügbare Technologien) Rinderregelung KTBL 260 Meßberichte

5 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 5 Beurteilungsflächen - Größe GIRL: 250 m, Abweichung davon, falls Größe für eine sachgerechte Beurteilung nicht angemessen ist Leitfaden: Verkleinern, bis Nachbarn nicht mehr als 4 % voneinander abweichen. (Beurteilungsflächen - auf denen ein Immissionsort liegt!) OK Verkleinern!

6 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 6 Beurteilungsflächen – Größe Verkleinern, aber nicht kleiner als 50m! Weil: Immissionswerte der GIRL (0,10 und 0,15) stellen auf Flächen der Größe von 250m ab, falls die Flächen kleiner werden, liegt eine Größenordnung dazwischen Beurteilungsflächen verfolgen das Konzept der Kollektiven Beurteilung, bei kleineren Flächen werden keine Kollektive mehr gebildet Rechengitter (Raster bei der AUSTAL-Berechnung) muß feiner sein als die halbe Flächengröße, zu feine Raster würden zu hohem Rechenaufwand führen

7 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 7 Beurteilungsflächen – Lage Mitte einer Beurteilungsfläche sollte im Emissionsschwerpunkt liegen Ausrichtung kann außer in Nord-Süd-Richtung erfolgen nach Anlagenachsen Prägende Merkmale der Umgebung (Orographie, Wohnbebauung) Anlage BebauungOrographie

8 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 8 Verwendung des Prüfschemas In jeder Zeile muß wenigstens eines der Leerfelder angekreuzt sein

9 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 9 Verwendung des Prüfschemas In jeder Zeile muß wenigstens eines der Leerfelder angekreuzt sein X RichtigFalsch Richtig X Gutachten hat keine auffälligen formalen und inhaltlichen Fehler Gutachten hat formale und inhaltliche Fehler Weitere PrüfungNachbessern

10 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 10 Lose Enden Abgasfahnenüberhöhung Lokale Windsysteme (Kaltluft) Steigungen über 1:5 Bebauung zu hoch

11 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 11 Abgasfahnenüberhöhung - Problem Ist die Abluftöffnung nicht 10 m über Flur und 3 m über First, wird auf Ersatzmodelle zur Berücksichtigung der Überhöhung verwiesen. Was tun?

12 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 12 Abgasfahnenüberhöhung - Ansätze Tierhaltungsanlagen: Modell nach VDI 3471/3472 Für Tierhaltungsanlagen kann die impulsbedingte Abgasfahnenüberhöhung mit dem Referenzmodell AUSTAL 2000 berücksichtigt werden kann, wenn der für die Austrittsgeschwindigkeit angesetzte Wert halbiert wird. Nur wenn Abgabehöhe wenigstens 1,5 m über First Kein Ansatz thermischer Überhöhung

13 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 13 Lokale Windsysteme - Problem Liegen lokale Windsysteme vor, wie z.B. Kaltluftabflüsse, soll ein Strömungsmodell verwendet werden, das mit der Fachbehörde abgestimmt wurde. Was tun?

14 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 14 Kaltluftabflüsse - Ansätze Genaue Berücksichtigung von Kaltluftabflüssen im Rahmen des Referenzmodells AUSTAL 2000 nicht möglich, als Alternative Abschätzung der Häufigkeit von Situationen mit Kaltluftabflüssen, danach Berücksichtigung im Ergebnis Verwendung vom Alternativmodellen, die aber extrem hohen Rechenaufwand erfordern Abstimmung mit RP/UFB bzw. Fachbehörde

15 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 15 Steigungen über 1:5 - Problem Liegen im Gelände Steigungen über 1:5 vor, soll ein Strömungsmodell verwendet werden, das mit der Fachbehörde abgestimmt wurde. Was tun?

16 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 16 Steigungen über 1:5 - Ansätze Windfeldmodell von AUSTAL auch in Grenzfällen brauchbar Verwendung von AUSTAL mit der Maßgabe, mögliche Auswirkungen auf das Ergebnis zu diskutieren Verwendung vom Alternativmodellen, die aber extrem hohen Rechenaufwand erfordern Abstimmung mit RP/UFB bzw. Fachbehörde

17 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 17 Bebauung zu hoch - Problem Liegen die Schornsteinhöhen nicht über dem 1,2fachen der Gebäudehöhen, soll ein Strömungsmodell verwendet werden, das mit der Fachbehörde abgestimmt wurde. Was tun?

18 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 18 Bebauung zu hoch - Ansätze Windfeldmodell von AUSTAL auch in Grenzfällen brauchbar Validierungsrechnungen mit AUSTAL haben gezeigt, daß auch bei Überschreiten der Grenzbedingungen brauchbare Ergebnisse entstehen Verwendung vom Alternativmodellen wie MISKAM Abstimmung mit RP/UFB bzw. Fachbehörde

19 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 19 Häufige Fehler Quellhöhe und Ableithöhe Unzulässige Verwendung einer AKS Anemometerposition Ansatz der Staubemissionen Bewertung von Staubimmissionen Automatisch ermittelte Bodenrauhigkeit

20 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 20 Quellhöhe und Ableithöhe - Problem Zur Angabe von Quellhöhe und Ableithöhe verfügt das Programm AUSTAL über zwei Parameter: hq als niedrigster Punkt einer Quelle cq als vertikale Ausdehnung einer Volumenquelle Diese Parameter werden häufig falsch angesetzt, wodurch AUSTAL drastisch unterschätzende Ergebnisse liefert. cqhq FALSCH!

21 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 21 Quellhöhe und Ableithöhe - Ansatz Der Parameter cq darf nur angegeben werden, wenn es sich um eine Volumenquelle handelt. Dann kennzeichnet cq die vertikale Ausdehnung dieser Quelle, die in der Höhe hq beginnt. Beispielsweise emittiert ein Rinderstall aus Fenstern, Traufe und First. Somit kann der Gebäudeteil oberhalb der Fensterlinie als Volumenquelle mit dem niedrigsten Punkt hq und der Ausdehnung cq angesehen werden. RICHTIG! cq hq

22 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 22 Verwendung einer AKS - Problem Es wird eine Ausbreitungsklassenstatistik (AKS) verwendet, obwohl das Gutachten zeitabhängige Emissionen verwendet Es wird eine Ausbreitungsklassenstatistik verwendet, obwohl das Gutachten auf Immissionswerte mit Tagesmitteln abstellt Es wird eine Ausbreitungsklassenstatistik verwendet, obwohl nicht geprüft wurde, ob die Häufigkeit von Schwachwindlagen (Windgeschwindigkeit unter 1 m/s) weniger als 20 % ausmacht

23 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 23 Verwendung einer AKS - Korrekt Zeitabhängige Emissionen erfordern immer eine AKTerm Immissionen als Tagesmittel/Stundenmittel erfordern immer eine AKTerm Häufigkeit von Schwachwindlagen ist zu prüfen, gegebenenfalls ist eine AKTerm zu verwenden

24 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 24 Anemometerposition - Problem Die Angabe der Höhe des Anemometers ha wird gänzlich weggelassen Die Koordinaten des Anemometers werden bei Rechnungen im komplexen Gelände weggelassen Die Höhe des Anemometers wird mit pauschal 10 m angegeben AUSTAL rechnet mit einem Pauschalwert, es entstehen falsche Ergebnisse Es wird ein völlig falsches Windfeld berechnet, was zu falschen Prognoseergebnissen führt Ist die Meßstelle höher, kommt es zu einer massiven Unterschätzung der Immissionen

25 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 25 Anemometerposition - Korrekt Anemometerposition besteht aus Anemometerhöhe Bei Verwendung einer AKTerm automatisch aus Rauhigkeitslänge bestimmt Beim Betreiber der Meßstation zu erfragen (Ein pauschaler Ansatz von 10 m ist nicht korrekt!) Anemometerkoordinaten (x, y) Sind nur im komplexen Gelände erforderlich (Bei Berücksichtigung von Bebauung oder Geländeprofil) Müssen in diesem Fall einen der Meßstation vergleichbaren Punkt im Rechengebiet angeben

26 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 26 Staubemissionen - Problem Literaturwerte werden zwar zitiert, aber nicht korrekt interpretiert Beim Ansatz der Staubemissionen wird nicht auf die Korngrößenklassen eingegangen Staub als Emissionsparameter für die Ausbreitungsrechnung wird falsch als Parameter angesetzt

27 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 27 Staubemissionen - Analyse Beziehen sich die Literaturwerte auf Gesamtstaub? Feinstaub? Alveolengängigen Staub? Ermittlung des Gesamtstaubes und Vergleich mit Bagatellmassenstrom 1 kg/h bei Schornstein 0,1 kg/h sonstige Entscheidung über Ausbreitungsrechnung nein Analyse der Literaturwerte Ermittlung des Gesamtstaubes ja Gesamtstaub übersteigt Bagatellmassenstrom? Weiter mit der Ausbreitungs- Rechung Emissionen irrelevant

28 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 28 Staubemissionen - Ansatz Aufteilung des Gesamtstaubes in Feinstaub Reststaub Ansatz in AUSTAL Feinstaub wenn nicht anders bekannt als pm-2 Reststaub als pm-u Aufteilung des Gesamtstaubes in Feinstaub Ansatz als pm-2 Ansatz als pm-u Reststaub

29 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 29 Staubemissionen - Beispiele Rinderhaltung 50% Feinstaub 50% Reststaub Schweinehaltung 45% Feinstaub 55% Reststaub Geflügelhaltung 40% Feinstaub 60% Reststaub

30 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 30 Staubimmissionen - Problem Immissionswert nach TA Luft Ziffer im Tagesmittel bei 35 Überschreitungen wird nicht berücksichtigt Bei Überschreitung des Immissionswertes wird TA Luft Ziffer 4.2.2a nicht korrekt ausgelegt

31 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 31 Staubimmissionen - Tagesmittel Darstellung des Staubniederschlages IW = 0,35 g/(m² d) Darstellung des Jahresmittels der Konzentration IW = 40 µg/m³ Die Einhaltung des Tagesmittels ist meist das schärfere Kriterium Darstellung des Tagesmittels der Konzentration bei 35 Überschreitungen IW = 50 µg/m³ Zur Berechnung des Tagesmittels muß eine Ausbreitungsklassen- Zeitreihe (AKTerm) verwendet werden (nicht möglich mit AKS!)

32 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 32 Staubimmissionen - Überschreitung Bei Überschreitung des Immissionswertes legt die TA Luft Ziffer 4.2.2a fest: Überschreitet die {…} Gesamtbelastung {…} an einem Beurteilungspunkt einen Immissionswert, darf die Genehmigung wegen dieser Überschreitung nicht versagt werden, wenn {…} die Kenngröße für die Zusatzbelastung durch die Emissionen der Anlage an diesem Beurteilungspunkt 3,0 vom Hundert des Immissions-Jahreswertes nicht überschreitet und durch eine Auflage sichergestellt ist, daß weitere Maßnahmen zur Luftreinhaltung, insbesondere Maßnahmen, die über den Stand der Technik hinausgehen, durchgeführt werden… Immissionsprognosen stellen mitunter auf diese Klausel ab, um zu vermeiden, daß Die Gesamtbelastung der Staubkonzentration ermittelt werden muß oder Das Tagesmittel bei 35 Überschreitungen ermittelt werden muß. Dies ist nur dann sachgerecht, wenn die fettgedruckte Bedingung eingehalten ist.

33 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 33 Bodenrauhigkeit - Problem Die von AUSTAL automatisch bestimmte Rauhigkeit ist mitunter fehlerhaft, weil vor allem im Außenbereich die Datenbank keine korrekten Daten enthält. So wird im Bereich umfangreicher Stallanlagen mitunter eine Rauhigkeit von 0,05 m ermittelt, was nicht sachgerecht ist und zu falschen Ergebnissen führt. Automatisch ermittelte Rauhigkeit ist zu klein Wird die Bebauung explizit durch Gebäudeumströmung berücksichtigt, so ist eine nochmalige Berücksichtigung über die Bodenrauhigkeit nicht angebracht. Die betreffenden Gebäude müssen bei der Rauhigkeitsermittlung unberücksichtigt bleiben. Automatisch ermittelte Rauhigkeit ist zu groß

34 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 34 Bodenrauhigkeit - Korrekt Automatisch ermittelte Rauhigkeit ist anhand der Darstellung von RLInter zu prüfen Ist ein Anlagengelände nicht erfaßt, so ist die Rauhigkeit anhand der tatsächlichen Landnutzung abzuschätzen Sind Gebäude bereits über das Strömungsmodell von AUSTAL berücksichtigt, sollten sie nicht mehr zur Bestimmung der Rauhigkeit herangezogen werden. Visualisierung der automatisch ermittelten Bodenrauhigkeit mit dem Programm RLInter

35 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 35 Fortschreibung des Leitfadens Spezialkapitel für landwirtschaftliche Anlagen Online-Version der Checklisten Anregungen von Ihnen? X

36 Samstag, 17. Mai 2014 Dr. Ralf Petrich 0700 GERUECHE Seite 36 Vielen Dank!


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