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T ECHNISCHE U NIVERSITÄT W IEN A TOMINSTITUT DER Ö STERREICHISCHEN U NIVERSITÄTEN 1020 Wien, Stadionallee 2 Telefon +43-1-58801-14193 Fax DW 14199 Diagnose.

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1 T ECHNISCHE U NIVERSITÄT W IEN A TOMINSTITUT DER Ö STERREICHISCHEN U NIVERSITÄTEN 1020 Wien, Stadionallee 2 Telefon Fax DW Diagnose Handystrahlen Mythen versus Fakten Fakten Norbert Vana Technische Universität Wien, Atominstitut Linz, Oktober 2013

2 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 2 Periodisch veränderliche Felder Elektromagnetische Felder (EMF) bestehen aus gekoppelten elektrischen und magnetischen Wechselfeldern Elektrischer und magnetischer Feldvektor stehen senkrecht aufeinander Beschreibung durch Maxwell-Gleichungen 50 Hz…6000km 100 MHz…3m WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

3 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 3 Elektromagnetisches Spektrum WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

4 T ECHNISCHE U NIVERSITÄT W IEN A TOMINSTITUT DER Ö STERREICHISCHEN U NIVERSITÄTEN 1020 Wien, Stadionallee 2 Telefon Fax DW Abstrahlcharakteristik einer Sendestation

5 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 5 Spezifische Absorption und Absorptionsrate Die Dosisgröße, die zur Festlegung der Wärmewirkungen verwendet wird, ist die spezifische Absorptionsrate (SAR) W…Energie m…Masse t…Zeit Die spezifische Absorptionsrate (SAR) bei Ganzkörperbestrahlung ist die über die Körpermasse gemittelte in Wärme umgewandelte absorbierte Strahlungsleistung Teilkörperbestrahlung: Spezifische Absorptionsrate für Teile des Körpers WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

6 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 6 Wirkungen elektromagnetischer Felder Hängen von Wellenlänge und Geometrie des Absorbers ab Stehende Wellen werden ausgebildet Maximale Energieabsorption erfolgt bei Resonanzfrequenz Resonanzfrequenz des Menschen ~ 70 MHz (Resonanzfrequenzen von Menschen und Versuchstieren sind unterschiedlich) Die Übertragung der Ergebnisse von Tierversuchen auf den Menschen ist problematisch Raubfisch:5nV / cm Ortet Beute Mensch:20 000nV / cm Keine Wahrnehmung (380 kV-Leitung) WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

7 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 7 Wirkungen elektromagnetischer Felder Bei Einbringen eines biologischen Körpers in ein elektromagnetisches Feld wird das Feld innerhalb und außerhalb des Körpers durch Reflexion, Beugung, Absorption und Resonanz stark modifiziert Keine einfache Beziehung zwischen innerem und äußerem Feld Aufnahme elektromagnetischer Leistung Spezifische Absorptionsrate (SAR) Lokale SAR Ganzkörper-SAR: Räumlicher Mittelwert der lokalen SAR über den Körper Gepulste Strahlung, kurzzeitige Bestrahlung Spezifische Absorption (SA) Zeitintegral über SAR WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

8 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 8 Wirkungen elektromagnetischer Felder Werteangaben für die SAR unter bestimmten äußeren Feldbedingungen beruhen auf Modellberechnungen und Messungen an Phantomen WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

9 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 9 Wirkungen von Hochfrequenzstrahlung Wärmewirkungen Schwingungs- und Rotationsbewegungen innerhalb von Molekülen Spezifische Absorptionsrate (SAR) Basis für Grenzwerte ist die Erwärmung des menschlichen Körpers durch das Strahlungsfeld Feldeffekte Polarisationseffekte an Zellmembranen Reizwirkung an Nerven und Muskelzellen Frequenz>30 kHz vorwiegend Wärmewirkungen <30 kHz Feldeffekte dominant WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

10 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 10 Wirkungen von Hochfrequenzstrahlung Resonanzbereich Maximum der Energieabsorption Resonanzfrequenz hängt ab von Körperabmessungen und Orientierung der einfallenden Strahlung zum Körper Ganzkörpererwärmung dominiert Ganzkörper-SAR WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

11 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 11 Mobilfunk und Gesundheit Grenzwerte WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

12 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 12 Erarbeiten von Grenzwerten WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen Beobachtete biologische Wirkung Sicherheitsfaktor, »politischer Akt« Welcher Prozentsatz wird zugelassen (2 %, 5 %, …)? Primärerfahrung Gesundheits- gefährdung Konstitution Belästigung Grenzwert

13 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 13 Wahrnehmung und Belästigung Grenzwert WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

14 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 14 Grundumsatz des Menschen Grundumsatz80 W Radfahren, 10 km / h280 W Gehen (ebener, glatter Weg)300 W Fußballspielen1000 W Eishockey2000 W WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

15 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 15 Wirkungen elektromagnetischer Felder Wärmewirkungen (Frequenz > 30 kHz) - Schwingungs- und Rotationsbewegungen innerhalb von Molekülen - Spezifische Absorptionsrate (SAR) - Erwärmung des menschlichen Körpers durch das Strahlungsfeld als Basis für Grenzwerte Feldeffekte (Frequenz < 30 kHz) - Polarisationseffekte an Zellmembranen - Reizwirkung an Nerven und Muskelzellen Biologische Wirkungen

16 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 16 Wirkungen der Hochfrequenzstrahlung Wärmewirkung Spezifische Absorptionsrate (SAR) Basis für Grenzwerte ist die Erwärmung des Menschen durch das Strahlungsfeld 10 mW / cm 2 (alter Grenzwert) Temperaturerhöhung um 0.1 – 0.5 °C 1 mW/cm² (neuer Grenzwert) Temperaturerhöhung um 0.01 – 0.05 °C Feldeffekte Polarisationseffekte an Zellmembranen Reizwirkung an Nerven und Muskelzellen Frequenz<30 kHz Feldwirkung >30 kHz Wärmewirkung WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

17 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 17 Basisgrenzwerte Die Basisgrenzwerte beschreiben die Aufnahme der Energie pro Masseneinheit, die im Körper in Wärme umgewandelt wird und sind definiert in der spezifischen Absorptionsrate (SAR) SAR-Grenzwert für Ganzkörperbestrahlung: 0.08W / kg Für elektromagnetische Felder in der Höhe des Kopfes:2W / kg Diese Grenzwerte stellen sicher, dass die mögliche Temperaturerhöhung des ganzen Körpers in der Nähe von Mobilfunkanlagen unter 0.02 °C bleibt Auch die örtliche Temperaturerhöhung, die beim Gebrauch des Mobiltelefons in Teilen des Körpers entsteht, ist geringer als 0.1 °C WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

18 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 18 Abgeleitete Grenzwerte Da der Mechanismus der Energieabsorption im Gewebe von der Frequenz der Felder abhängt, ergeben sich bei den sog. abgeleiteten Grenzwerten (in W / m 2 ) je nach Frequenz Unterschiede Gesichert ist dabei, dass die Basisgrenzwerte nicht überschritten werden UMTS:10 W / m 2 GSM1800 MHz:9 W / m 2 GSM900 MHz:4.5 W / m 2 1 / 50 jenes Wertes, der beim Menschen durch körperliche Aktivität zu einem Temperaturanstieg führt. Der Körper gleicht diese Erwärmung von selbst aus. Grenzwerte berücksichtigen einen hohen Sicherheitsfaktor von 50, welcher von der ICNIRP als Gesundheitsschutz auch für Kinder, Kranke, Schwangere und ältere Menschen als ausreichend definiert wird. WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

19 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 19 Feldeffekte: Reizwirkung Reizschwelle muss überschritten werden, um Erregung auszulösen Reizwirkungen sind die Basis der heute im allgemeinen verwendeten Grenzwerteempfehlungen Induzierte Stromdichte < 0.1 µA / cm 2 Praktisch nur bei Frequenzen < 30 kHz WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

20 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 20 Wirkungen elektromagnetischer Felder WBF Studien Grenzwerte Wirkungen Grundlagen

21 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 21 Motivation Gründung des WBF im Februar 2004 auf Initiative österreichischer Wissenschafter, um die öffentliche Debatte über mögliche Auswirkungen des Mobilfunks auf die menschliche Gesundheit auf eine sachliche Basis zu stellen Beratendes wissenschaftliches Gremium des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie Einbeziehung von Wissenschaftern unterschiedlichster medizinischer und technischer Fachbereiche zur interdisziplinären Behandlung der Thematik wurden Webseite:

22 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 22 Aufgaben des WBF Unabhängiges, sich selbst konstituierendes Expertengremium Information der Bevölkerung über den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Thema Mobilfunk und Gesundheit sowie Beratung und Unterstützung politischer Entscheidungsträger durch unabhängige Expertisen Sammlung, Sichtung und Analyse von in anerkannten Fachmedien publizierten wissenschaftlichen Studien und sonstigen Forschungsarbeiten zu Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Organismus

23 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 23 Erarbeitung von Stellungnahmen Überprüfung veröffentlichter Studien auf Erfüllung qualitativer wissenschaftlicher Mindeststandards Behandlung qualifizierter Arbeiten in jährlichen Expertenforen unter Einbeziehung externer Experten relevanter Fachbereiche Zusätzliche Evaluierung von Arbeiten, die Gegenstand der öffentlichen Diskussion waren oder sind Zusammenfassung zu inhaltlichen Themenschwerpunkten zur Diskussion und wissenschaftlichen Bewertung in den Expertenforen

24 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 24 Wissenschaftliches Gesamtbild Einzelne Studien haben noch keinen Entscheidungswert; Risikocharakterisierung erfordert Berücksichtigung aller Studien in den verschiedenen Themenfeldern Den Qualitätskriterien widersprechende Studien werden mit Begründung ausgeschieden Ausführliche Diskussion folgender Aspekte Konsistenz der Befundlage Beschreibung von Unsicherheiten Beschreibung der möglichen Variabilität Abschließende Risikobewertung ist nicht mehr allein Sache der Wissenschaft; weil hierbei politische Wertungen einfließen, sind Entscheidungen über die Leitprinzipien der Bewertung zu treffen

25 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 25 Wissenschaftliche Mitglieder des WBF Univ.-Prof. DI Dr. Norbert Vana (Physik) Vorsitzender des WBF; Atominstitut, Technische Universität Wien Univ.-Prof. Dr. Christian Wolf (Innere Medizin, Arbeits- und Betriebsmedizin) Stv. Vorsitzender des WBF; Universitätsklinik für Innere Medizin II, Medizinische Universität Wien Univ.-Prof. DDr. Alfred Barth (Arbeits- und Organisationspsychologie) Institut für Arbeits- und Organisationspsychologie, UMIT-Studienzentrum Linz Univ.-Prof. Dr. Gerald Haidinger (Sozialmedizin, Epidemiologie) Abteilung Epidemiologie, Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien Wissenschaftlicher Beirat Funk

26 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 26 Wissenschaftliche Mitglieder des WBF Dr. Doris Moser (Klinische und Gesundheitspsychologie) Universitätsklinik für Neurologie, Medizinische Universität Wien DI Dr. Georg Neubauer (Elektrotechnik) Geschäftsbereich Safety & Security, AIT Austrian Institute of Technology Univ.-Prof. DI Dr. Karl-Peter Pfeiffer (Biostatistik, Gesundheitsökonomie) Department für Medizinische Statistik, Informatik und Gesundheitsökonomie, Medizinische Universität Innsbruck; FH Joanneum Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhart Waneck (Radiologie) Präsident des Verbandes der leitenden Krankenhausärzte Österreichs, Vertreter des OSR (Oberster Sanitätsrat) im WBF Univ.-Prof. DDr. Josef Zeitlhofer (Neurologie) Universitätsklinik für Neurologie, Medizinische Universität Wien Physikalische GrundlagenBiologische WirkungenGrenzwerteWissenschaftlicher Beirat Funk

27 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 27 Vertreter öffentlicher Einrichtungen (ohne Stimmrecht) DI Peter Reindl Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH MinR Dr. Christian Singer Abteilung PT 2 Telekomrecht, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie DI Dr. Martin Renhardt Abteilung III/3 Medizinprodukte und Medizinische Strahlenhygiene, Bundesministerium für Gesundheit

28 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 28 Externe wissenschaftliche Experten Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr.med. Rupert Lanzenberger (Gehirn) Hirnforscher und Experte für Molekulare und Funktionelle Bildgebung des Gehirns, Medizinische Universität Wien Prim. Univ. Doz. Dr. Csilla Neuchrist (HNO) Vorstand der HNO Abteilung LK Mistelbach Prof. Dr. Jürgen Kiefer (Biophysik) St rahlenzentrum, Justus-Liebig-Universität Gießen Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Mosgöller (Onkologie) Un iversitätsklinik für Innere Medizin I, Medizinische Universität Wien Wissenschaftlicher Beirat Funk

29 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 29 Externe wissenschaftliche Experten Prof. Dr. Günter Obe (Genetik) Fachgebiet Genetik, Fakultät für Biologie, Universität Duisburg-Essen Univ.-Prof. Dr. Andreas Reitner (Neuroophtalmologie) Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Medizinische Universität Wien Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinz Pflüger Abteilungsvorstand der Urologischen Abteilung des Krankenhaus Hietzing, bis vor drei Monaten Leiter des Ludwig Boltzmann Institut für Andrologie und Urologie. Wissenschaftlicher Beirat Funk

30 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 30 Konsensualer Befund 2013: Präambel Die Aussagen basieren auf den Ergebnissen wissenschaftlicher Arbeiten. Für eine korrekte Interpretation der Daten ist es wichtig, einen Einblick in die Qualität der Untersuchungen zu haben. Die wissenschaftliche Qualität der einzelnen Studien ist unterschiedlich und wurde bei der Gesamtbeurteilung berücksichtigt. Es zeigte sich ein Übergewicht zusammenfassender Übersichtsartikel im Vergleich zu Originalarbeiten mit neuem Datenmaterial. Die im Rahmen des WBF-Expertenforums 2013 erarbeiteten Ergebnisse basieren auf insgesamt 105 Studien, die im Zeitraum Februar 2012 bis Jänner 2013 veröffentlicht wurden. Die wissenschaftliche Qualität der einzelnen Studien ist unterschiedlich und wurde bei der Gesamtbeurteilung berücksichtigt. Insgesamt wurden bisher rund 800 wissenschaftliche Arbeiten vom WBF beurteilt. Wissenschaftlicher Beirat Funk

31 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 31 Mobilfunk und Befindlichkeit Störungen der Befindlichkeit durch hochfrequente elektromagnetische Felder der Mobilfunkeinrichtungen sind nach heutigem Kenntnisstand nicht nachweisbar. Die räumliche Distanz zu Mobilfunksendern allein ist kein geeigneter Parameter, um die tatsächliche Exposition zu erheben. Eine Studie (2011) konnte zeigen, dass UMTS-Mobiltelefone die Funktion von Herzschrittmachern nicht beeinflussen

32 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 32 Mobilfunk und Nervensystem Kognitive Fähigkeiten Nach dem derzeitigen Stand der Forschung sind Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf kognitive Funktionen auszuschließen. Gehirnaktivität Für einzelne physiologische Parameter (im Wach-EEG, insbesondere die Alpha- Aktivität; im Schlaf insbesondere die Spindelaktivität) sowie in zerebralen Durchblutungswerten werden unterschiedliche Veränderungen nach Exposition gefunden. Eine Relevanz für die Gesundheit konnte nicht nachgewiesen werden.

33 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 33 Mobilfunk und Kinder Infolge unterschiedlicher Geometrie und Gewebseigenschaften des kindlichen Kopfes sind bisher vorliegende Expositionsmodelle für erwachsene Personen nicht auf Kinder übertragbar und können zu einer Unterschätzung der Absorptionsrate führen. Derzeit gibt es keine Studien, welche eine besondere Empfindlichkeit von Kindern gegenüber der Exposition durch Mobilfunk belegen. Allerdings ist die diesbezügliche Datenbasis unzureichend. Mobilfunk und HNO Fehlfunktionen des Ohres (z.B. Tinnitus) konnten nicht nachgewiesen werden. Untersuchungen der Häufigkeit von Tumoren der Ohrspeicheldrüse ergaben keinen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko. In-vitro Laboruntersuchungen zeigten vorübergehende Änderungen der Nasenschleimhautfunktion, deren gesundheitliche Relevanz allerdings unklar ist.

34 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 34 Mobiltelefone und Zeugungsfähigkeit Die wenigen vorliegenden Studien sind mit gravierenden methodischen Schwierigkeiten behaftet und lassen keinen nachhaltigen Einfluss von Mobilfunk auf die Zeugungsfähigkeit erkennen. Mobilfunk und Gentoxizität Trotz einer Reihe neu publizierter Arbeiten wurden im Berichtszeitraum keine neuen Erkenntnisse gewonnen. Die Frage möglicher gentoxischer Wirkungen bedingt durch Mobilfunk ist nach wie vor in Diskussion und nicht endgültig geklärt. Bisher liegt kein gesicherter Nachweis einer gentoxischen Wirkung in-vitro und in-vivo vor.

35 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 35 Mobilfunk und Tumorentwicklung Aus epidemiologischer Sicht kann derzeit keine gesicherte und endgültige Aussage zur Mobilfunk-Technologie im Hinblick auf Risiko oder Nicht-Risiko für Krebserkrankungen getätigt werden. Aufgrund der Unsicherheit (lange Latenzzeit, Problematik der geeigneten Expositionserfassung) bisher vorliegender Ergebnisse von Studien zum Zusammenhang von Mobilfunknutzung und Entstehung von Krebserkrankungen wird weiterhin ein sorgsamer Umgang mit der Mobil-telefonie empfohlen, bis eine entsprechend große Anzahl qualitativ hochwertiger Studien vorliegt und eine endgültige Einschätzung eines möglichen Risikos erlaubt.

36 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 36 Dosimetrie Es gibt Hinweise darauf, dass die in standardisierten Testverfahren von Mobiltelefonen eingesetzten Kopfnachbildungen nur einen kleinen Teil der Bevölkerung repräsentieren und es zu einer Unterschätzung der tatsächlichen Exposition kommen. Telefoniert man mit dem Handy am Ohr, so kann die eigene Hand die Kopfexposition geringfügig verändern. Bei Verwendung von Femtozellen (Indoor-Basisstationen mit geringer Sendeleistung) zeigt sich, dass es zu einer Verringerung der Exposition von Mobiltelefonbenutzern kommen kann. Der verstärkte Einsatz von Femtozellen könnte daher zu einer Reduktion von Exposition führen. Insgesamt hat sich die Qualität der Expositionserfassung in den meisten Studien verbessert.

37 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 37 Dosimetrie (2) Bei Verwendung von Femtozellen (Indoor-Basisstationen mit geringer Sendeleistung) zeigt sich, dass es zu einer Verringerung der Exposition von Mobiltelefonbenutzern kommen kann. Der verstärkte Einsatz von Femtozellen könnte daher zu einer Reduktion von Exposition führen. Insgesamt hat sich die Qualität der Expositionserfassung in den meisten Studien verbessert. In mehreren Fällen liegen aber nach wie vor beträchtliche dosimetrische Mängel vor, die tragbare Schlussfolgerungen auf Basis dieser qualitativ mangelhaften Studien verhindern.

38 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 38 Allgemeine Aussagen (1) Die aktuelle Datenlage bestätigt die bisherigen Erkenntnisse des WBF: Eine unmittelbare Gefährdung der Gesundheit durch Mobilfunk ist bei Einhaltung der Grenzwerte nicht gegeben. Allerdings gibt es auch weiterhin eine Reihe offener Fragen : Mögliche gesundheitliche Langzeitfolgen Mögliche Auswirkungen speziell auf Kinder Unklarheit über mögliche Mechanismen gentoxischer Wirkungen Unklarheiten bei der Expositionserfassung

39 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 39 Allgemeine Aussagen (2) Daraus leiten sich folgende Empfehlungen des WBF ab: Optimierung der Standardisierungsverfahren zur Expositionserfassung Untersuchungen zu grundlegenden Mechanismen nur dann, wenn sich entscheidende neue Ansatzpunkte ergeben Durchgehende Beachtung der Good Laboratory Practice Angesichts der nach wie vor bestehenden offenen Fragen, empfiehlt der WBF grundsätzlich einen umsichtigen Umgang bei der Verwendung der Mobilfunktechnologie. Tatsache ist, dass jeder bis zu einem gewissen Grad selbst steuern kann, welchem Ausmaß an Exposition er sich aussetzt.

40 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 40

41 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 41 Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

42 Mobilfunk und Gesundheit – Einige Überlegungen zum Thema 42 Krebsinzidenz


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