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Was ist eigentlich seelische Gesundheit?

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Präsentation zum Thema: "Was ist eigentlich seelische Gesundheit?"—  Präsentation transkript:

1 Was ist eigentlich seelische Gesundheit?
Bildquelle: PROF. DR. MED. SAMUEL PFEIFER

2 Irre! Wir behandeln die Falschen!
Nicht alles, was normal ist, ist gesund Der ganz normale Wahnsinn Beispiele Hitler, Stalin, Mugabe & Co. Die Farblosen, die Anpasser, gleichgültiges Hinnehmen des Bösen Menschen mit falschem Ehrbegriff (kulturell – Ehrenmorde) Die Leichtgläubigen (Fake News) Krankhafter Narzissmus

3 Ungewöhnliche Heilige
Franz von Assisi war zwar ein höchst ungewöhnlicher Mensch mit ganz außergewöhnlichen Erlebnissen, aber er war berstend gesund. Die Psychiatrie darf sich nicht dazu verleiten lassen, das Außergewöhnliche, das Exzentrische durch Diagnosen ruhigzustellen. Manfred Lütz https://www.iconart.at/galerie/ikonen-von-loukas-seroglou/ Bild aus dem Louvre

4 Was ist normal? Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO):
Ein psychisch gesunder Mensch kann seine Fähigkeiten ausschöpfen, die normalen Lebensbelastungen bewältigen, produktiv arbeiten und ist im Stande etwas zu seiner Gemeinschaft beizutragen Gesundheit und Krankheit sind keine festen Grössen. Sie verändern sich im Laufe des Lebens, je nach Lebensphase, Belastungen und Fähigkeiten zur Resilienz.

5 Fliessende Übergänge krank gesund Belastungen: Risikofaktoren:
Ressourcen & Schutzfaktoren Belastungen & Risikofaktoren krank gesund Belastungen: normale Aufgaben einer Lebensphase Soziale Belastungen: finanzielle Sorgen, Stress am Arbeitsplatz, Trennung, Verlust, körperliche Krankheiten Aussergewöhnliche Belastungen durch Trauma, Verlust, Enttäuschung, Scheitern. Risikofaktoren: genetische Veranlagung (Temperament) Psychologisch: verminderte Stresstoleranz, Unsicherheit, neg. Selbstbild Lebensstil ohne Balance Negative Grundhaltung zum Leben Verlust des Lebenssinns Das Modell erklärt auch, warum einige Menschen trotz schwerer Belastungen – etwa einer Trennung oder dem Verlust des Arbeitsplatzes – psychisch gesund bleiben, während andere in der gleichen Situationen erkranken. Biologische: Veranlagung zu psychischen Erkrankungen in der Familie Psychologische: Geringe Stresstoleranz, Unsicherheit im Umgang mit anderen Menschen, schwache Selbstwahrnehmung Soziale: Finanzielle Sorgen, Stress am Arbeitsplatz, Trennung, Verluste, körperliche Krankheiten, schlechter Zugang zu Beratungs- und Therapieangeboten, belastende familiäre Verhältnisse Spirituelle: Verlust von Lebenssinn

6 Genussfähigkeit Beziehungsfähigkeit Leistungsfähigkeit Drei Kriterien
Ein Mensch ist seelisch krank, wenn es zur Verminderung folgender Eigenschaften kommt: Genussfähigkeit Beziehungsfähigkeit Leistungsfähigkeit

7 Psychiatrie: das Bio-Psycho-Soziale Modell
Denken Fühlen Verhalten BIO Gehirn Körper- funktionen SOZIAL STRESS Familie Schule Job Community Kultur

8 Entstehung psychischer Probleme
Fühlen – Denken Wollen – Handeln Ängste Psy. Reaktion Kindheit, Familie Belastende Erlebnisse Schwere Umstände „STRESS“ UMWELT Psychische Probleme Last Trübsal Anfechtung Versuchung Gal 6,2 2. Kor 6,4 1. Pet 1,6 1. Kor 10,13 Schwachheit 2. Kor 12,9 Wandel (Eph 4,22) Gesinnung (Röm 8,6; 12,2) Herz, Gemüt (Jes. 57:15) Erbanlage, Temperament Hirn-Biochemie individuelle Sensibilität körp. Gebrechen BIOLOGIE

9 Spiritualität nicht zwingend Teil der Gesundheit
PSYCHO BIO SOZIAL BIO-PSYCHO-SOZIALE GRUNDMATRIX

10 Exkurs: Glück als Ziel? Das Streben nach Glück ist in der Verfassung der USA als individuelles Freiheitsrecht verankert («The pursuit of happiness»). Definition: ein Hochgefühl, das vom Wunsch nach Fortdauer gekennzeichnet ist, solange es andauert und vom Wunsch nach Wiederkehr, wenn man sich daran erinnert. Glücksforschung: unter welchen Bedingungen fühlen sich Menschen glücklich? Humanistischer Anspruch. Maximierung des menschlichen Glücks. Selbstverwirklichung (Maslow): das eigene Potential ausschöpfen, also das zu werden, was anlagebedingt möglich ist. GEFAHR: Individuelles Streben nach Glück ohne Rücksicht auf die Umwelt. Das Streben nach Glück ist in der Verfassung der USA als individuelles Freiheitsrecht verankert («The pursuit of happiness»). Aber kann es das Ziel des Lebens sein? Definition: Glück ist ein Hochgefühl, das vom Wunsch nach Fortdauer gekennzeichnet ist, solange es andauert und vom Wunsch nach Wiederkehr, wenn man sich daran erinnert. Glücksforschung ist die Erforschung der Bedingungen, unter denen sich Menschen als glücklich bezeichnen und/oder glücklich sind. Die Wissenschaft vom Glück hat einen humanistischen Anspruch. Sie möchte zur Maximierung des menschlichen Glücks beitragen. Selbstverwirklichung (Maslow): das eigene Potential ausschöpfen, also das zu werden, was anlagebedingt möglich ist. GEFAHR: Individuelles Streben nach Glück ohne Rücksicht auf die Umwelt.

11 Faktoren für ein glückliches Leben (Seligmann)
Die Psychologie sollte nicht mehr darauf beschränkt sein, Menschen von Leiden zu befreien, sondern auch gesunde Menschen sinnvoll glücklich zu machen. Fünf wesentliche Faktoren: Positive Emotionen Engagement Gute Beziehungen Sinnhaftigkeit Erfolg, Selbstwirksamkeit Prof. Martin Seligman

12 Positive Grundhaltung
Glück besteht in der Kunst, sich nicht zu ärgern, dass der Rosenstrauch Dornen trägt, sondern sich zu freuen, dass der Dornenbusch Rosen trägt. (arabisches Sprichwort)

13 Dankbarkeit als Gesundheitsfaktor
Dankbares Denken fördert die Wertschätzung positive Lebenserfahrungen Dankbarkeit fördert beim Gegenüber Selbstwert und Selbstachtung Dankbarkeit hilft den Menschen mit Stress und Trauma umzugehen Dankbarkeit ermutigt ethisches / moralisches / tugendhaftes Verhalten Dankbarkeit hilft soziale Beziehungen stärken Dankbarkeit hilft uns nicht negative Vergleiche mit andern zu machen Wenn man dankbar lebt, vermindert dies negative Emotionen wie etwa Zorn, Bitterkeit oder Gier Wenn wir in Dankbarkeit leben, so hilft uns dies im gegenwärtigen Moment zu leben, und Dinge nicht als selbstverständlich zu nehmen. Sonja Lyubomirsky (2008): The How of Happiness: A New Approach to Getting the Life You Want. Penguin books. Grateful thinking promotes the appreciation of positive life experiences Expressing gratitude bolsters self-worth and self-esteem Gratitude helps people cope with stress and trauma (the one we’re focused on today) Expressing gratitude encourages moral behavior Gratitude helps build social bonds Expressing gratitude helps us not make negative comparisons with others Practicing gratitude is incompatible with negative emotion; it diminishes emotions like anger, bitterness, or greed Practicing gratitude helps us remain aware of the present moment and not take things for granted Dr. Sonja Lyubomirsky

14 Glück vs. Verantwortung
Suche nach Glück ohne Rücksicht auf andere ist letztlich «krank» Selbstverwirklichung ohne Rücksicht auf andere Menschen, auf Beziehungen und Verpflichtungen wird zum «ökologischen Disaster» «Ökologische Psychotherapie» (J. Willi)

15 Jürg Willi: Beziehungsökologie
«Der Mensch droht heute nicht nur an der Zerstörung seiner natürlichen Umwelt zugrunde zu gehen, sondern auch an der Zerstörung seiner elementaren Gemeinschafts- strukturen. Der Schutz menschlicher Ökosysteme, insbesondere der Familie, scheint mir heute ähnlich dringlich wie der Schutz unserer natürlichen Umwelt.»

16 Persönlichkeit und seelische Gesundheit
Verschiedene Konzepte und Tests Eysenck: Introvertiert vs. extrovertiert, labil vs. stabil 16 Persönlichkeitsfaktoren (16 PF) Neu und breit akzeptiert: das Fünf-Faktoren-Modell Neurotizismus Extraversion Offenheit Gewissenhaftigkeit (Conscientiousness) Verträglichkeit (Agreeability)

17 Beispiel 16-PF-Test 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Wärme Reserviertheit
Wärme Reserviertheit LogDenken (hoch) LogDenken (nied) Emot. stabil Emot. Instabil Dominanz Nachgiebigkeit Beispiel 16-PF-Test Lebhaftigkeit Ernsthaftigkeit Regelbewusstsein Unangepasstheit Soz. Komp. Schüchternheit Empfindsamkeit Sachlichkeit Wachsamkeit Vertrauen Abgehobenheit Bodenständigkeit Privatheit Selbstöffnungsb. Besorgtheit Selbstsicherheit Offen f. Veränd. Traditionalismus Selbstgenügsamk. Soz. Orientierung Perfektionismus Flexibilität Anspannung Entspannung

18 NEO-PI-R

19 Hochsensibilität – ein Persönlichkeitsmerkmal
Hochsensibilität ist ein Persönlichkeitsmerkmal: bei den Betroffenen arbeitet der Filter des Nervensystem anders als beim Durchschnitt. Es besteht eine erhöhte Empfänglichkeit für äußere wie innere Reize. HSP nehmen etwa Geräusche und Berührungen stärker wahr. Erinnerungen, Vorstellungen und Gedanken bleiben länger und intensiver in ihrem Bewusstsein. Sie haben ein tiefes Erleben und können gut mit anderen Menschen mitfühlen, andererseits sind sie schneller überreizt und brauchen lange, um alles zu verarbeiten. Modifiziert nach: © Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik Hochsensibilität – auch Hochsensitivität oder eher unscharf Überempfindlichkeit – ist ein Persönlichkeitsmerkmal, manche sprechen von einer Begabung, wobei bei den Betroffenen die Filter des Nervensystem anders als bei Normalsensiblen arbeitet, sodass sie eine erhöhte Empfänglichkeit für äußere wie innere Reize besitzen. Hochsensible nehmen etwa Geräusche und Berührungen stärker wahr, und was ihr Innenleben angeht, bleiben Erinnerungen, Vorstellungen und Gedanken länger und intensiver in ihrem Bewusstsein, was Vor- und Nachteile hat, denn einerseits haben Hochsensible ein tiefes Erleben und können gut mit anderen Menschen mitfühlen, andererseits sind sie schneller überreizt und brauchen lange, um alles zu verarbeiten. So kann sich für einen Betroffenen ein schwelender Konflikt noch nach Wochen so stark anfühlen wie zu Beginn. Quelle: © Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik

20 Sensory Processing Sensitivity (Aron)
RESILIENZ Innere Ruhe trotz äusserer Signale RESONANZ Mitschwingen im eigenen Rhythmus Positives Erleben der Signale SENSIBLE REIZÜBER-FLUTUNG Störende Signalverstärkung Reizüberflutung / Rückzug

21 Persönlichkeitskonzepte und Sensibilität

22 Wenn Sensibilität zur Krankheit wird

23 Persönlichkeit und Glaubensstil

24 Psychodynamik: Spannungsfelder aushalten
„Ich möchte es gut und richtig machen“ (Liebe, Gerechtigkeit, Ordnung, Ehre etc.) I D E A L E Inneres Erleben „Abwehr“ Bewältigung Bedürfnisse, Gefühle Strebungen, Triebe Eigeninteresse (Sub)kulturelle Regeln und Grenzen Erwartungen Schwierige Mitmenschen Enttäuschte Hoffnungen Konstitution – Stress R E A L I T Ä T Äusserer Rahmen

25 Fallkonzeption >>>> Download Arbeitsblatt
Fragestellungen Seelsorge-spezifische Aspekte/Begriffe Bio-psycho-soziales Konzept BIO: körperliche Krankheiten, Schwächen; Genetische Anlage (inkl. Temperament) Diagnosen Schwachheit SOZIAL: Umfeld, Konflikte, Stress Familie, problemat. Beziehungen,, Verantwortung u.v.a.m. Christliche Gemeinschaft PSYCHISCH: Psychische Reaktion auf Belastungen, Stress, Beziehungsverhalten Denken, Fühlen, , Verhalten (Wandel) Spirituelle Aspekte beachten Biographie Wie ist ein Mensch geworden, der er ist? Spirituelle Anamnese Aktuelle Situation Was ist jetzt der Grund für die Suche nach Hilfe? In welcher Lebensphase Entwicklungsaufgabe? Erklärungsmuster Wie erklärt die Person die Probleme? Auf spirituelle Erklärungen achten Gibt es „spiritual struggles“? Psychodynamik / Spannungsfelder Welche Faktoren spielen eine Rolle? Bedürfnisse – Ideale – Enttäuschungen – Grenzen Ressourcen / Coping Was hilft einem Menschen in schweren Zeiten? Neben allgemeinen Faktoren auch spirituelle Aspekte berücksichtigen Erwartungen an die Beratung Vgl. Liste der Erwartungen Gibt es spezifische spirituelle Erwartungen? Störungsbild Störungsspezifische Therapie (nach Leitlinien in der Psychiatrie / Psychotherapie) Einfache Unterteilung nach 1. Thess 5:14: Ermahnen, Trösten, Tragen, Geduld (als Ergänzung zu umfassenden Konzepten)

26 Psychische Gesundheit pflegen
Mit Freunden in Kontakt bleiben. Freunde sind wertvoll. Bei Bedarf um Hilfe fragen. Hilfe annehmen ist ein Akt der Stärke – nicht der Schwäche. Wege zur Entspannung kennen (Übungen, Musik, Gebet) Sich selbst annehmen und in Krisen nicht aufgeben Aktiv bleiben (Bewegung, Sport, frische Luft) Sich beteiligen – Da sein für andere! Neues lernen – nicht verrosten! Kreativ sein. Kreativität steckt in uns allen. Darüber reden. Vieles beginnt im Gespräch. Psychische Gesundheit pflegen Quelle: https://www.wie-gehts-dir.ch/gesund-bleiben/psychische-gesundheit-pflegen/ Psychische Erkrankungen können jede/n treffen und sind nicht selbstverschuldet. Dennoch sind wir ihnen nicht völlig hilflos ausgeliefert. Wie der Körper kann auch die Psyche gepflegt werden. Unten stehende Tipps unterstützen das Gesundbleiben und können dazu beitragen, psychischen Erkrankungen vorzubeugen. Die Fragen bei den einzelnen Tipps können Ihnen Hinweise geben, inwieweit Sie den Tipp in Ihrem Leben bereits umsetzen und was Sie allenfalls noch verändern könnten. (Die Tipps wurden von Pro Mente Oberösterreich zusammengestellt. Alle Rechte liegen bei Pro Mente Oberösterreich, Mit Freuden in Kontakt bleiben. Freunde sind wertvoll. Mit Freunden bin ich vertraut, wir können streiten. Intimes wird vertraulich behandelt. Von Freunden will ich keinen Druck und dennoch bin ich da, wenn sie mich brauchen. Freunde dürfen kritisieren und ermöglichen mir, unverstellt so zu sein, wie ich bin. Lässt mir meine Lebensgestaltung Zeit für echte Freundschaften? Gibt es eine «beste Freundin»/einen «besten Freund»? Was kann ich tun, um alte Freundschaften zu reaktivieren? Was erwarte ich von einer Freundin/einem Freund? Was bin ich bereit, in eine Freundschaft einzubringen? Mit wem will ich meine freie Zeit gestalten, mit wem nicht? Um Hilfe fragen. Hilfe annehmen ist ein Akt der Stärke – nicht der Schwäche. Es gibt Menschen, die mir helfen wollen, wenn ich mich ihnen anvertraue. Ich darf mir Hilfe holen und bin trotzdem kein Schwächling. Hilfe zu holen, heisst auch, Vertrauen zu haben. Dadurch verändert sich die Wahrnehmung der eigenen Hilflosigkeit. In besonders belastenden Situationen ist es wichtig, bei meinen Fähigkeiten zu bleiben, Aufgaben zu delegieren und um Hilfe zu bitten. Beides erfordert Ver- und Zutrauen auch in andere. Vertraue ich darauf, dass es Hilfe gibt, wenn ich darum bitte? Kann ich akzeptieren, dass Menschen Aufgaben anders lösen, als ich es tun würde? Kenne ich das Gefühl des Rückhalts, wenn ich um Hilfe bitte? Sich entspannen. In der Ruhe liegt die Kraft. Bewusste Bewegung, bewusstes Ein- und Ausatmen sind Möglichkeiten um tagsüber kurze Entspannungsphasen einzubauen. Bewegung ist Voraussetzung für gelingende Entspannung. Vielfach sind wir mental und emotional überspannt und uns fehlt ein körperlicher Ausgleich. Aufgrund des chronischen Schlafdefizits, das die westliche Gesellschaft prägt, sind viele Menschen erschöpft und schwer in der Lage, sich zu entspannen. Dabei geht es nicht nur um die mentale Entspannung, sondern auch um die körperliche Entspannung. Bei welchen Tätigkeiten kann ich «abschalten»? Gibt es in meinem Alltag Freiraum für bewusste Entspannungszeiten? Sich nicht aufgeben. Die Krisen des Lebens meistern. Schock, Trauer und Traumata brauchen Zeit, um emotional verarbeitet zu werden. Es ist wichtig, sich diese Zeit zu nehmen, wenn wir sie brauchen und sie auch anderen in Krisensituationen zu gewähren. Wenn scheinbar nichts mehr geht, ist es gut, sich auf den vitalen Rhythmus (Ernährung, Bewegung, Atmung, Schlaf) zu konzentrieren. Ich bin nicht für alles verantwortlich. Ich habe das Recht, in Krisensituationen professionelle Hilfe anzunehmen. Gibt es für mich «Rettungsringe» in Krisenfällen? Kenne ich Menschen, die gefährdet sind, sich selbst aufzugeben? Wo gibt es professionelle Hilfe? Ist mir mein Konzept von Lebenssinn, meine Religiosität oder mein Glaube eine Hilfe in Krisensituationen? Sich beteiligen. Menschen brauchen eine lebendige Gemeinschaft. Als wertvoller Teil der Gemeinschaft sind wir nicht nur Teil-Nehmende, sondern auch Teil-Gebende! So entsteht ein gemeinsames «Wir». Gemeinschaft fordert aber auch von jedem Mut zur Begegnung. Sich zu beteiligen bedeutet, die Möglichkeit zu nutzen, dort Wünsche, Interessen, Ängste und Hoffnungen einzubringen, wo es um Dinge geht, die für mich von Bedeutung sind. Es gehört zu den wichtigsten Lebenserfahrungen, Teil einer Gemeinschaft zu sein und Solidarität zu erfahren. Gibt es eine Gemeinschaft, einen Verein, eine Organisation wo ich mich beteiligen will? Wie mache ich den ersten Schritt in eine Gemeinschaft? In welcher Gruppe fühle ich mich akzeptiert und wertgeschätzt? Aktiv bleiben. Bewegung ist Voraussetzung für Entwicklung. Während ca. 2.5 Millionen Jahren war der Mensch als Jäger und Sammler im Schnitt acht Stunden täglich in Bewegung. Seit gerade mal 100 Jahren verbringen viele Menschen täglich acht Stunden und mehr im Sitzen. Körperliche Bewegung und Aktivität sind ein notwendiger Gegenpol zur Überreizung durch Überinformation, Arbeitsstress und gesteigertes Lebenstempo. Bewegung und Aktivität sollen Spass machen. Mit Bewegung können wir das körperliche und mentale Gesundsein fördern. Gibt es in meiner Lebensgestaltung regelmässige Bewegungszeiten? Welche Bewegungsart – Schwimmen, Wandern, Laufen, Tanzen usw. – macht mir Spass? Habe ich mich heute schon lustvoll bewegt? Sich selbst annehmen. Niemand ist perfekt. Mich selbst annehmen heisst, zu meinen Fähigkeiten zu stehen, sie auch benennen zu können und zu wissen, was mich zufrieden macht. Es heisst, meinen eigenen Körper und seine Signale wahrzunehmen und aus der Sicherheit meiner Körperempfindungen und Gefühle zu Entscheidungen zu kommen, die mir gut tun. Im Wissen um meine Ressourcen gelingt es mir, auch meine Schwächen als einen Teil von mir zu verstehen und zu akzeptieren. Wo bin ich mit mir zufrieden? Was macht mich zufrieden in meinen Beziehungen? Was macht mich zufrieden in meinem Beruf? Was ist mir heute gelungen, worüber ich mich freuen kann? Über welche Fehler von heute kann ich lachen? Neues lernen. Lernen ist entdecken. Neues zu lernen, ist eine Entdeckungsreise, die mich aus dem Alltag herausführen, mir neue Horizonte eröffnen und auch mein Selbstwertgefühl heben kann. Mit der Entscheidung, etwas Neues zu lernen, zeige ich aber auch meine Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Das kann für mich persönlich und auch beruflich hilfreich sein. Wir lernen nicht nur mit dem Hirn, sondern mit all unseren Sinnen. Was will ich gerne können? Was hält mich davon ab, es zu lernen? Was sind meine Talente/Fähigkeiten? Wie will ich sie nutzen? Welche Lernschritte haben mir in meinem bisherigen Leben sehr geholfen? Kreatives tun. Kreativität steckt in uns allen. Durch kreatives Tun kann ich Eindrücke zum Ausdruck bringen. Viele Menschen sind von Sehnsüchten, Gedanken, Ängsten und Bedürfnissen geprägt, die sie nicht durch Worte ausdrücken können. Durch kreatives Gestalten werden diese deutlich. Kreativität schafft einen Ausgleich zu den vielen Spannungen, die uns einengen. Das Gestalten von Lebensraum im Freien oder gemeinsames Musizieren wird von vielen Menschen als besonders entspannend und als persönliche Kraftquelle erlebt. Wo kann ich mich kreativ ausleben? Was kann ich besonders gut? (z.B.: kochen, singen, malen) Womit gestalte ich gern? Wie viele Freiräume schaffe ich mir für kreatives Gestalten? Darüber reden. Vieles beginnt im Gespräch. Voraussetzung für ein gelingendes Gespräch und echten Austausch ist, dass ich mir die Zeit nehme. Es ist menschlich, seine Freuden und Sorgen mit anderen teilen zu wollen. Das setzt voraus, dass jemand da ist, der mir zuhört. So wird die Sorge geteilt und die Freude verdoppelt. Jemanden zu überreden, hat nichts mit einem Gespräch zu tun. «Ich will dich verstehen» ist eine wesentliche Grundeinstellung für ein Gespräch, in dem der Austausch und damit Beziehung gelingen kann. Wie viel Zeit habe ich mir heute genommen, um mit jemanden ein Gespräch zu führen? Wenn ich mich freue oder wenn es mir schlecht geht: Wem kann ich das mitteilen? Wer hört mir zu? Was ärgert mich schon lange und bindet meine Energie? Und wem kann ich dies mitteilen? Inspiriert von: https://www.wie-gehts-dir.ch/gesund-bleiben/psychische-gesundheit-pflegen/

27 Zusammenfassung Seelische Normalität ist relativ / 3 Kriterien
Abhängig von Lebensaufgabe, Belastungen, Risikofaktoren Konzept des Bio-psycho-sozialen Modells Spiritualität ist nicht zwingend gesund Glück nur gesund im Kontext von Verantwortung Persönlichkeitsstörungen als Struktur / Risiko Sensibilität als empathisches Konstrukt Psychodynamik erlaubt tiefere Exploration des individuellen Erlebens.

28 Welche Wirkung haben Medikamente?
Wie wirken Medikamente auf die Person? „ich fühle mich wie eine andere Person!“ – Medikamente verändern meine Persönlichkeit Meine Entgegnung: sie verändern die Erlebnisweise; auch die Depression verändert die Erlebensweise; Fazit: bei ausgeprägten Störungen haben Medikamente eine wichtige Bedeutung: beruhigend, stabilisierend, wiederherstellend.

29 Lehrbuch David G. Benner Kraftvolle Seelsorge: Die wichtigsten Wege, um Gott zu erfahren und Menschen zu begleiten. Brunnen, Basel.

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