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Vorlesung Technische Grafik im Sommersemester 2015 Dozent: Thomas Dietrich Lange Vorlesung Technische Grafik.

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Präsentation zum Thema: "Vorlesung Technische Grafik im Sommersemester 2015 Dozent: Thomas Dietrich Lange Vorlesung Technische Grafik."—  Präsentation transkript:

1 Vorlesung Technische Grafik im Sommersemester 2015 Dozent: Thomas Dietrich Lange Vorlesung Technische Grafik

2 Qualitätsmanagement Vorlesung Technische Grafik Die Top 10 Merkmale ›sub-optimaler‹ Dokumentation (Gekürzte Übertragung des Artikel »Top 10 signs that documentation is craptacular« von Sarah O’Keefe, Scriptorium)

3 Qualitätsmanagement Vorlesung Technische Grafik Es gibt eine Menge wirklich schrecklicher technischer Dokumentation draußen in der Welt. Sie ist inkohärent, nicht hilfreich und/oder hässlich. Die Inhalte wurden „geschrieben“ ohne auf grundlegende Prinzipien der technischen Kommunikation zu achten. Wenn sie mit Inhalten dieser Art konfrontiert sind, ist es wahrscheinlich nicht sinnvoll, die Implementierung eines superschlauen neuen Systems zu versuchen. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, die Redaktion Schritt für Schritt vorwärts zu bewegen.

4 Qualitätsmanagement Vorlesung Technische Grafik Hier sind die Top 10 der Anzeichen dafür, dass eine Dokumentation Müll ist: 10. Die Dokumentation enthält freiwillig mehr als eines der folgenden Dinge: Lose-Blatt- Sammlung, Änderungsseiten, Liste gültiger Seiten oder nummerierte Überschriften. 9. Es gibt keinen Redaktionsleitfaden. 8. Es gibt kein Template; oder gibt es ein Template, dem niemand folgt. 7. Die technischen Redakteure haben keine Fachkenntnisse. 6. Der technische Support weist Anrufer darauf hin, die Dokumentation zu ignorieren. 5. Der Zeitaufwand fürs Schreiben ist ungefähr so hoch wie der Aufwand für die Formatierung. 4. Die einzige elektronische Version der Dokumentation ist eine PDF-Datei. 3. In der HTML-Version der Dokumentation werden die Tabellen als Grafiken eingebunden, um „das ursprünglichen Erscheinungsbild zu erhalten“. 2. Es gibt keinen Index; oder der Index ist unbrauchbar. 1. Die Online-Version der Dokumentation widerspricht der Druckversion der Dokumentation.

5 Qualitätsmanagement Vorlesung Technische Grafik Wenn schlechte Dokumentation festgestellt wurde, muss als erstes das Bewusstsein schaffen werden, dass gute Inhalte wertvoll für die Firma sind. Der genaue Business Case ist firmenspezifisch, aber einige allgemeine Wertversprechen sind: Gute Dokumentation reduziert Kosten für Kundenbetreuung (in der Regel durch eine Verringerung der Menge der Anrufe beim technischen Support). Gute Dokumentation erhöht die Kundenzufriedenheit. Gute Dokumentation ist für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften erforderlich. Es gibt wohl einige leicht erreichbare Ziele, die schnell angegangen werden können: Erstellen Sie ein attraktives Template für Ihre Dokumentation Alle Autoren müssen das Template nutzen Implementieren Sie Single Sourcing für Inhalte, die identisch sein sollten Erstellen Sie eine nützliche elektronische Version Ihrer Inhalte (in der Regel etwas HTML- basiertes) Erstellen Sie einen nützlichen, gut bearbeiteten Index

6 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Visuelle Kommunikation ist weit mehr als die Erfahrung, Vermittlung oder Anwendung grafischer Techniken oder technischer Grafiken. Ihre Gründung findet sie in der Kommunikations Theorie

7 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Kommunikations Theorie kann als interdisziplinäre Wissenschaft angesehen werden, als integrierendes Konzept verschiedener disziplinärer Ansätze. Neben Semiotik und Linguistik spielen zum Beispiel die Psychologie sowie Kulturwissenschaften (Soziologie, Anthropologie und Ethnologie) eine Rolle

8 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Prozess der Übertragung (visueller) Information: Einfaches Sender-Kanal-Empfänger-Modell

9 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Pragmatischer Ansatz Die Theorie der visuellen Kommunikation systematisiert die in diesem Zusammenhang stehenden Problem­stellungen und Theorien und stellt den Bezug zur Praxis her. Aus der Sicht des Gestalters multipler Medien werden vorzugsweise Theorien dargestellt, die für den Entwurfsprozess unmittelbar von Nutzen sind. Die Auseinandersetzung mit den Theorien der visuellen Kommunikation ist am Handeln orientiert, an den unmittelbaren Auswirkungen in der visuellen Gestaltung bzw. dem Gestaltungsprozess.

10 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Pragmatischer Ansatz Bildebenen im Kommunikationsprozess: A Wahrnehmungselemente (Sichtfeld, Eindrücke, Farbe) B Figuren/Muster (Morphologie) C Abgebildete Objekte D Bilder (Komposition, komplexe Objektdarstellungen)

11 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Pragmatischer Ansatz Die technische Codierung ist in der Regel eine vollständige Umsetzung einer Botschaft. Der Prozess erfordert häufig eine Mehrfachcodierung. Möglich sind beispielsweise Laute > Buchstaben Buchstaben > Morsezeichen Morsezeichen > Strom-Impulse Störungen treten in Form von Rauschen auf.

12 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Vom Punkt zur Linie: Ein Bild konstruierenden Faktoren sind: Punkt, Linie, Fläche, Format und Farbe

13 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Vom Punkt zur Linie: Linien können: gerade, gebogen, gewellt oder geknickt, dünn oder dick, gleich oder ungleich breit, von einer oder beiden Seiten begrenzt sein, durchgängig oder gestrichelt, unterbrochen, geometrischen oder organischen Ursprungs sein.

14 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Übergang zur Gestaltpsychologie

15 Vorlesung Technische Grafik GrundformCharakteristikGrundformCharakteristik senkrecht (vertikal) stehend, fest, stabil waagerecht (horizontal) liegend, ruhig, statisch schräg unruhig, dynamisch, richtung- weisend diagonal aufsteigend, fallend rund, gebogen aufnehmend, offen bzw. beschützend, geschlossen rechtwinklig konstruktiv, exakt winklig technisch, konstruiert organisch, frei natürlich, lebendig wellenförmig bewegt, unruhig dünn zart breit fest, hart, stabil auslaufend lebendig, unruhig

16 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Gestaltpsychologie entwickelt sich nach 1920

17 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Gestaltpsychologie entwickelt sich nach 1920 Je nach Autor schwankt die Anzahl an Gestaltgesetzen zwischen sieben und 114. Beschränkung auf die wichtigsten, die häufig in der Literatur anzutreffen sind (z.B. bei Chang, Dooley und Touvinen, 2002; Goldstein, 2002; Heinecke, 2004; Khazaeli, 2005; Stary, 1997; Ware, 2004).

18 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Die Gestaltgesetze lassen sich in verschiedene Kategorien einordnen (Zimbardo, 1999): Gliederung in Bereiche Unterscheidung von Figur und Grund Geschlossenheit und Gruppierung Prinzip der guten Gestalt und Gesetz der Prägnanz Integration in Bezugsrahmen

19 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Die Gliederung in Bereiche ist ein sehr früher Prozess bei der visuellen Wahrnehmung. Aus dem Wirrwarr der Millionen gleichzeitig wahrgenommenen Farbflecken (über die Rezeptoren auf der Netzhaut) werden zusammengehörende Regionen gebildet. Abrupte Wechsel der Farbqualität (Ton, Sättigung, Helligkeit) oder Veränderungen der Textur markieren dabei Grenzen zwischen zwei Regionen.

20 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Nach Ansicht der Gestaltpsychologen ordnet die menschliche Wahrnehmung optische Sinneseindrücke in die Kategorien Figur und Grund. Nehmen wir an, wir liegen auf einer Waldlichtung und beobachten ein vorbeifahrendes Auto. In dieser Szenerie bildet die Landschaft den (Hinter-)Grund. Das vorbeifahrende Auto hebt sich als Figur von ihr ab

21 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Zu den Eigenschaften von Figur und Grund gehören (Goldstein, 2002): Eine Figur wirkt dinghafter. Man behält sie leichter im Gedächtnis als den Hintergrund. Die Figur steht vor dem Hintergrund. Der Hintergrund erstreckt sich hinter der Figur und wird als ungeformtes Material gesehen. Konturen, die eine Figur vom Hintergrund trennen, werden als Teil der Figur wahrgenommen.

22 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Kritisch für die Wahrnehmung von Inhalten wird es dann, wenn die Unterscheidung in Figur und Grund nicht eindeutig funktioniert. Ein anschauliches Beispiel hierfür sind die so genannten Kippfiguren: Je nachdem, ob man sich auf die schwarzen oder weißen Farbflächen konzentriert, erscheint ein anderes Bild. Die Wahrnehmung oszilliert zwischen diesen beiden Eindrücken.

23 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Links: Die beiden identischen Konturen verlaufen parallel. Mitte: Spiegelt man eine der Konturen symmetrisch wird der Eindruck einer Figur vermittelt. Rechts: Hier wird der Eindruck einer Figur noch mehr verstärkt, weil eine konvexe Gestalt erkannt wird.

24 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Nähe Aufgrund des Gesetz der Nähe gruppieren wir in Bild a die Punkte zu Zeilen und in Bild b zu Reihen

25 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Einheit Eine Einheit wird als Einheit rezipiert, wenn die einzelnen Elemente einer Anordnung den Eindruck erwecken, dass sie über eine visuelle Verbindung verfügen. Nach dem Gesetz der Einheit arrangierte Objekte werden als zusammengehörend wahrgenommen, gegen das Gesetz arrangierte als getrennte Bereiche. Werden verwandte Elemente separiert gruppiert, irritiert das den Betrachter unbewusst. Für das Design digitaler Medien bedeutet dies, dass Sie für ein einheitliches, konsistentes Layout und damit eine harmonische Präsentation der Inhalte sorgen müssen. Im Umkehrschluss ist ein disharmonisches, uneinheitliches Design ein Störfaktor.

26 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Einheit

27 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Ähnlichkeit Das Gesetz der Ähnlichkeit greift die Beobachtung auf, dass optische Reize mit gleicher oder ähnlicher Struktur als zusammengehörig eingeordnet werden.

28 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Ähnlichkeit und Nähe Gesetze kombiniert

29 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Fokus Das Gegenteil – der bewusste Bruch mit dem Gesetz der Ähnlichkeit – kann eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit gezielt zu lenken. Das Gesetz von der Fokussierung besagt, dass Elemente, die als visueller Brennpunkt angeordnet werden, im Zentrum der Wahrnehmung stehen.

30 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Gemeinsames Schicksal Das Gesetz des Gemeinsamen Schicksals befasst sich mit Ähnlichkeiten in dynamischen Darstellungen. Figuren, die sich in dieselbe Richtung bewegen, werden als eine Gruppe erkannt, da sie ein gemeinsames Schicksal teilen. Allgemein kann man sagen, dass Figuren mit ähnlichen Bewegungseigenschaften als eine Einheit erkannt werden. (Colin Ware, 2004)

31 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Geschlossenheit Das Gesetz der Geschlossenheit beschreibt die Organisation von optischen Reizen zu visuell wahrgenommenen Einheiten. Wie die Grafik zeigt, nehmen wir geschlossene Formen als eigenständige Objekte wahr. Dieser Eindruck kann durch eine tatsächliche Geschlossenheit, aber auch nur durch die Andeutung derselben provoziert werden. Rezeptiv neigen wir dazu, Lücken aufzufüllen und unvollständige Formen zu komplettieren.

32 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Geschlossenheit Das Gesetz der Geschlossenheit beschreibt die Organisation von optischen Reizen zu visuell wahrgenommenen Einheiten. Wie die Grafik zeigt, nehmen wir geschlossene Formen als eigenständige Objekte wahr. Dieser Eindruck kann durch eine tatsächliche Geschlossenheit, aber auch nur durch die Andeutung derselben provoziert werden. Rezeptiv neigen wir dazu, Lücken aufzufüllen und unvollständige Formen zu komplettieren.

33 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Geschlossenheit Das Gesetz der Geschlossenheit lässt im nebenstehenden Euler- Diagramm die vier geschlossenen Flächen A, B, C, D erkennen - obwohl in Wirklichkeit viel mehr Teilflächen vorhanden sind.

34 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Verbundenheit Colin Ware (2004) weist daraufhin, dass miteinander verbundene Formen als eine Einheit wahrgenommen werden und unter Umständen andere Gestaltgesetze - etwa das der Nähe oder Ähnlichkeit - außer Kraft setzen.

35 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Verbundenheit a: Die Verbindungslinien wirken stärker als das Gesetz der Nähe. b: Die Verbindungslinien wirken stärker als das Gesetz der Ähnlichkeit. c,d: Die Verbindungslinien wirken stärker als die Gesetze von Ähnlichkeit und Nähe

36 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Verbundenheit Das Gesetz der Prägnanz – auch Gesetz der guten Gestalt genannt – verweist auf die Tendenz der menschlichen Wahrnehmung, optische Reize in möglichst einfachen Gestalten abzubilden. Diesem Mechanismus zufolge erkennen wir in der Abbildung ein überlappendes Drei-und Rechteck und kein abstraktes Polygon. Gute Gestalten berücksichtigen die Wahrnehmung von Einfachheit, Symmetrie, Regelmässigkeit und Kontinuität.

37 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Einfachheit Das Gesetz der Einfachheit folgt dem menschlichen Wahrnehmungs- mechanismus, visuelle Eindrücke zu vereinfachen und zwar in das, was der Betrachter unbewusst verstehen kann. Mehrdeutige Elemente können im Simplifizierungsprozess der Wahrnehmung völlig unbeabsichtigte Schlussfolgerungen produzieren. Deshalb sind „einfache“ Bilder – wie das linke wertvoller als mit überflüssigen Informationen überladene.

38 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Kontinuität Einen Weg fortzusetzen, ist die instinktive Reaktion des Auges, wenn es einen Richtungsimpuls erhält. Mit dem Gesetz der Kontinuität eng verbunden ist das Gesetz des glatten Verlaufs. Wir neigen dazu Konturen „fortzusetzen“, die über sanfte Übergänge verfügen, d. h. über keine abrupten Richtungsänderungen, Abknickungen oder Winkel. Weil die Linie von A nach B glatter verläuft als von A nach C, sehen wir sie als solche. Diese beiden Gesetze helfen Objekte richtig auseinander bzw. zusammen zu sehen.

39 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Kontinuität Die beiden Diagramme sind identisch in ihrer Struktur. Bei Diagramm a wurde das Gesetz der Kontinuität beachtet, dadurch wird schneller sichtbar, welche Kreise miteinander verbunden sind und welche nicht.

40 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Bedeutung und Vertrautheit Ob und wie wir am Ende der Wahrnehmungsorganisation die richtige Gestalt erkennen, hängt auch davon ab, wie vertraut wir mit den dargestellten Figuren sind und in welcher Umgebung sich diese befinden

41 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Bedeutung und Vertrautheit Bei der Interpretation optischer Eindrücke stützt sich das Gehirn dabei auf bereits gemachte Erfahrungen. Hierbei gibt es durchaus kulturelle Unterschiede. Ein plakatives Beispiel sind Verkehrsschilder. Laut dem Gesetz der isomorphen Übereinstimmung erkennen wir aus jedem der nebenstehenden Icons, dass es uns zur Startseite bringen wird. Ausgelöst wird diese Assoziation durch das Symbol „Haus“, das wir auf Basis bestehender Erfahrungen im PC-Bereich als Indiz für Startseiten und nicht als schnellen Weg zum Eigenheim interpretieren.

42 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Bedeutung und Vertrautheit Figuren können auch verschiedene Bedeutung erhalten, abhängig davon, in welchem Bezugsrahmen sie integriert werden. Im nebenstehenden Beispiel sehen Sie in der oberen Reihe (a) einen Rhombus und daneben ein Quadrat. Verändert man jedoch die Umgebung, indem man ein gedrehtes Rechteck um die Figuren zeichnet (b), so sieht man ein gekipptes Quadrat bzw. einen gekippten Rhombus.

43 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Bedeutung und Vertrautheit Ein weiteres Beispiel ist der runde Knopf mit einem nach rechts zeigenden Pfeil. In Verbindung mit einem weiteren Pfeil erkennen wir darin ein Navigationelement. Kombiniert man den Pfeil dagegen mit dem Pause-Symbol, so denken wir an ein Steuerungselement zur Wiedergabe von Audio oder Video. Der Bezugsrahmen verändert also die Wahrnehmung. Dies kann je nach Situation zu Irritationen oder einer deutlicheren Darstellung führen.

44 Visuelle Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Zeichen und Zeichensysteme

45 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Mensch – Maschine – Schnittstelle betrifft den ganzen Arbeitsplatz, nicht nur die Visualisierung Informationen werden vom Menschen am besten verarbeitet, wenn sie sowohl durch Text und Bild, als auch durch Sprache übermittelt werden Dabei ist auf eine ansprechende und zusammenwirkende Gestaltung dieser Medien zu achten. Ist ein solches Zusammenspiel gegeben, so bleiben bis zu 70 Prozent des Gesehenen und Gehörten im Gedächtnis haften.

46 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Mensch – Maschine – Schnittstelle betrifft den ganzen Arbeitsplatz, nicht nur die Visualisierung Informationen werden vom Menschen am besten verarbeitet, wenn sie sowohl durch Text und Bild, als auch durch Sprache übermittelt werden Dabei ist auf eine ansprechende und zusammenwirkende Gestaltung dieser Medien zu achten. Ist ein solches Zusammenspiel gegeben, so bleiben bis zu 70 Prozent des Gesehenen und Gehörten im Gedächtnis haften.

47 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Informationsaufnahme Die Informationsaufnahme und Informationsspeicherung geschieht im Gedächtnis. Um diese zu unterstützen müssen die dort ablaufenden grundlegenden Prozesse bekannt sein. Man unterscheidet zwischen dem Kurzzeit-Gedächtnis und dem Langzeit-Gedächtnis.

48 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Informationsaufnahme Bei der Darstellung von Information muss man darauf achten, dass das Kurzzeit-Gedächtnis nicht überfordert wird, was ansonsten zu Informationsverlust führen würde.

49 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Einfluss der Gestaltung Gestalterische Aspekte spielen bei der Informationsvermittlung eine entscheidende Rolle. So entspricht es beispielsweise dem gewohnten, als natürlich empfundenen Weg, dass der Blick des Betrachters von oben links nach unten rechts über die dargebotene Seite mit der Information wandert. Achtung! Interkulturelle Unterschiede

50 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Wahrnehmung von Grafiken Es ist erwiesen, dass oftmals einfache bildliche Darstellungen in ihrem Erfolg hinsichtlich der Informationsaufnahme textliche Erklärungen übertreffen. Sie sind einprägsamer und schneller wahrnehmbar als Schrift und überdies auch häufig unabhängig von Sprachen und somit in mehreren Ländern gültig.

51 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Wahrnehmung von Grafiken Jeder sinnlich wahrnehmbare Sachverhalt (Gegenstand, Erscheinung, Vorgang), der einen allgemein geltenden Informationsgehalt präsentiert oder für eine andere Gegebenheit steht, ist ein Zeichen. Dieses bildet (nach MORRIS) eine Relation aus Syntax, Semantik und Pragmatik.

52 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Wahrnehmung von Grafiken

53 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Interface-Metapher Vielen Programmen liegen bestimmte Interface-Metaphern zugrunde, die sich aus den Objekten auf dem Bildschirm, d. h. den Eingabe-, Ausgabe, Bedienungs- und Präsentationselementen, den Typen der Benutzerinteraktionen und der Art der Systemantworten zusammensetzen. Die Metaphern repräsentieren die Funktionalität und den Inhalt eines Informationsprogramms meistens durch Analogien zur realen Umwelt.

54 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Interface-Metapher

55 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Interface-Metapher Der Verweis auf etwas ähnliches, älteres dessen Funktionsweise bereits bekannt ist. Die Nutzeroberfläche unserer Computer lehnt sich nach wie vor an den logischen Aufbau und die Organisation eines Schreib- und Arbeitstisches an. Ein Möbelstück, das es in seiner funktionalen Form nicht mehr gibt

56 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Interface-Metapher Wir starren schließen alle viele Stunden in Monitore und auf unsere Gadgets. Sie sollten schön sein und effizient funktionieren.

57 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Interface-Metapher Aber wie geht es konkret? (1) Die Identifikation geeigneter konzeptueller Metaphern auf der Grundlage der kognitiven Metapherntheorie; (2) Der Entwurf von Interaktionselementen für Benutzungsschnittstellen in Übereinstimmung mit oder in Widerspruch zu den Metaphern; (3) Die Anwendung dieser Elemente durch Versuchspersonen und die Messung von Benutzbarkeitsvariablen wie Reaktionszeiten und Fehlerquoten.

58 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Interface-Metapher Der ersten Anwendung der Metapherntheorie liegen räumliche Metaphern zu Grunde. Lakoff & Johnson (1980) konnten viele Beispiele ausfindig machen, die mit Hilfe der Konzepte ‘oben’ und ‘unten’ erklärt und wahrgenommen werden.

59 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Interface-Metapher MEHR IST OBEN – WENIGER IST UNTEN HOHER STATUS IST OBEN – NIEDRIGER STATUS IST UNTEN UNBEKANNT IST OBEN – BEKANNT IST UNTEN

60 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Interface-Metapher der Schieberegler muss nach oben geschoben werden um einen Wert zu erhöhen, und nach unten, um einen Wert zu senken. Wird der Metapher hier nicht entsprochen, hat dies eine schlechtere Zuverlässigkeit, d. h. längere Reaktionszeiten und höhere Fehlerquoten, zur Folge

61 Mensch Maschine Kommunikation P&ID Vorlesung Technische Grafik

62 Mensch Maschine Kommunikation P&ID Vorlesung Technische Grafik

63 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Funktionaler Bildschirmaufbau Die Softwareergonomie liefert einige Ansätze zur funktionalen Aufteilung des Computerbildschirms.. Danach setzt sich ein klassisches Interface aus drei Bereichen zusammen: 1. Dem Kennzeichnungsbereich, in dem die aktuelle Position im Programminhalt mitgeteilt wird, 2. dem Arbeitsbereich, in dem die Inhalte präsentiert und manipuliert werden können und 3. dem Steuerungsbereich, in dem die grundsätzlichen Navigations- und Systemfunktionen zur Verfügung stehen.

64 Mensch Maschine Kommunikation Vorlesung Technische Grafik Funktionaler Bildschirmaufbau

65 Vorlesung Technische Grafik Quellen: http://www.e-teaching.org http://m.schuelerlexikon.de


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