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Prof. Dr. Dr. Michael N. Ebertz 1 Erkenntnisse der Milieuforschung. Perspektiven für eine neue Präsenz der Kirche.

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1 Prof. Dr. Dr. Michael N. Ebertz 1 Erkenntnisse der Milieuforschung. Perspektiven für eine neue Präsenz der Kirche

2 Welche Unterscheidungen treffen wir? Beispiel: Soziodemographische Zwillinge Zwei Männer, beide 1948 geboren und in Großbritannien aufgewachsen, beide verheiratet, mit inzwischen erwachsenen Kindern, beide beruflich erfolgreich und sehr vermögend, beide leben nicht mehr mit den Müttern ihrer Kinder zusammen und verbringen ihre Ferien vorzugsweise im Alpenraum – ihre Gesichter sind weltbekannt… ? ?

3 Hardrocker Ozzy Osbourne und der britische Thronfolger Prinz Charles. Hardrocker Ozzy Osbourne und der britische Thronfolger Prinz Charles. Sie sind soziodemografische Zwillinge – doch ihre Lebensstile und Vorlieben könnten kaum unterschiedlicher sein. Sie sind soziodemografische Zwillinge – doch ihre Lebensstile und Vorlieben könnten kaum unterschiedlicher sein.

4 Sinus-Milieu-Studien sind eine Schule der neuen Wahrnehmung und eine Schule der neuen Unterscheidung

5 Sinus-Milieu-Studien sind eine Schule der neuen Wahrnehmung und eine Schule der neuen Unterscheidung zur Kommunikation der frohen Botschaft in der Welt von heute

6 Sinus-Milieu-Studien sind eine Schule der neuen Wahrnehmung und eine Schule der neuen Unterscheidung für eine lernende Kirche

7 Der Auftrag der Christen liegt nicht nur in einer lehrenden, sondern auch einer lernenden Kirche „Lass mich dich lernen, dein Denken und Sprechen, dein Fragen und Dasein, damit ich daran die Botschaft neu lernen kann, die ich dir zu überliefern habe.“ (Klaus Hemmerle) 7

8 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der Selektion

9 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der 3-stelligen Selektion 1: Selektion der Information 2: Selektion der Mitteilungsart 3: Selektion der Rezeption

10 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der 3-stelligen Selektion 1: Selektion der Information 1

11 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der 3-stelligen Selektion 2: Selektion der Mitteilungsart 2 2

12 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der 3-stelligen Selektion 3: Selektion der Rezeption 3

13 Silke Rehberg, Münster-Kinderhaus

14 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der selektiven Rezeption: Kommentare zu Lukas 15,11–32 „Ein Taugenichts ist der jüngere Sohn, dieser Ausreißer, ja schon!“ „Eigentlich hätte ich ihn dafür bestraft.“ „Aber Hut ab, dass der Vater ganz anders reagiert.“ „Dass er Mitleid hat.“ „Dass er barmherzig ist.“ „Dass er dem Sünder verzeiht.“ „Aber Voraussetzung dafür ist auf jeden Fall, dass der Sohn einsieht und bereut, was er getan hat ….Keine Verzeihung ohne Entschuldigung und Reue!“ 14

15 15 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Das Sinus-Milieu-Modell der Schweiz 2011: Die traditionellen Milieus Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

16 Traditionelle Milieus finden ihre Vorstellungen vor allem in solchen Beschreibungen wieder, die Gott als kraftspendend und Schutz gewährend umschreiben und vorzugsweise biblische Metaphern aufgreifen (Quelle mit frischem Wasser, Burg). Eine zweite Beschreibungswelt, die in anderen Milieusegmenten eher zurückgewiesen wird, bezieht sich auf den Schöpfungsgedanken: Gott als wohlwollende und gleichwohl mächtige Autorität (Vater; lässt alles entstehen). Widerspruch regt sich bei Beschreibungen, die Dunkelheit oder Bedrohung thematisieren (dunkle Macht, Weltenrichter, König, der noch seine Macht erweisen wird) sowie bei „esoterischen“ Assoziationen (Mutter Erde, Universum, feinstoffliche Energie, große Tiefe und Weite).

17 Silke Rehberg, Münster-Kinderhaus

18 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der selektiven Rezeption: Kommentare zu Lukas 15,11–32 „Ich bin hin- und hergerissen.“ „Einerseits find‘ ich‘s gut, dass Eltern ihren Kindern vergeben. Das machen wir ja auch oft, wenn unser Sohnemann ‚etwas ausgefressen‘ hat.“ „Aber muss man dann gleich ‘ne Party machen?“ „Muss man nicht auch an den anderen Sohn denken?“ „Muss man nicht Kinder in der Erziehung gleich behandeln?“ „Wo ist eigentlich die Mutter in dieser Geschichte geblieben?“ „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass in der Geschichte ‚irgendwas nicht richtig läuft‘.“ 18

19 19 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Das Sinus-Milieu-Modell der Schweiz 2011: Die bürgerlichen Milieus Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

20 Personen im bürgerlichen Mainstream fühlen sich von alltagsnahen Beschreibungen besonders angezogen (wie ein Freund, hört einem zu, ist immer da, begleitend, beständig, verlässlich). Dunkles und Bedrohliches lehnen sie ab, ähnlich wie Menschen aus dem traditionellen Segment. Darüber hinaus wehren sie sich gegen Beschreibungen, die einen allzu großen Geltungs- und Führungsanspruch ausdrücken (König, Richter, Hirte). Man führt dazu aus, dass die Menschen auf Erden selbst für Gerechtigkeit sorgen müssten und „nicht die Verantwortung auf Gott abschieben“ dürften.

21 Silke Rehberg, Münster-Kinderhaus

22 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der selektiven Rezeption: Kommentare zu Lukas 15,11–32 „Eigentlich kann ich mich in beide Söhne hineinversetzen, wenn mir in der Geschichte auch die Mutter und vor allem die Töchter fehlen.“ „Klar, es kann auch mal was misslingen, gerade dann, wenn man etwas Neues ausprobiert.“ „Dann muss man sich eingestehen: ‚Ich habe etwas falsch gemacht und bitte um Entschuldigung‘.“ „Ich kann aber auch die Eifersucht des älteren Sohnes verstehen!“ “Allerdings hätte ich mich in dieser Situation selbstbestimmter verhalten. Ich hätte mir auch mal was genommen, ich hätte mir auch mal was gegönnt.“ 22

23 23 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Das Sinus-Milieu-Modell der Schweiz 2011: Postmoderne Milieus Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

24 Personen aus dem postmodernen Segment lehnen personale Vorstellungen von Gott eher ab: „fast schon ein bisschen banal“ (Vater, Freund, Hirte). Sie versenken sich lieber in schöne Bilder, in Traumwelten, die man nicht komplett rational durchdringen muss (Licht in der Nacht, Feuer, Flamme, Traum in den Herzen der Menschen). Einzig in dieser Lebenswelt hat auch das Dunkle seinen Platz: Es gehört zur Lebens ‐ und Weltsicht dieser Milieus, dass man mitunter allein gelassen und auf sich zurückgeworfen ist, dass man mit dem modernen Prinzip, sein Leben selbst gestalten zu können/müssen, an Grenzen stößt. 24

25 Silke Rehberg, Münster-Kinderhaus

26 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der selektiven Rezeption: Kommentare zu Lukas 15,11–32 „Eigentlich müsste man über den ganzen Sachverhalt erst mal diskutieren und die Sache mal von einer höheren Warte aus betrachten; denn da geht es um Grundsätzliches.“ „Worum geht es hier eigentlich?“ „Klar ist, das Ganze steht in einem patriarchalischen Kontext. Und da geht’s schon los: Kann man das auf die heutige Situation eigentlich übertragen?“ „Wir sollten die Geschichte völlig neu schreiben. Wer hat denn Verbesserungsvorschläge, wie die Personen in der Geschichte ‚richtig‘ zu handeln hätten?“ 26

27 27 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Das Sinus-Milieu-Modell der Schweiz 2011: Die arrivierten und postmateriellen Milieus Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

28 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der Selektion

29 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der 3-stelligen Selektion 3: Selektion der Rezeption 3

30 Silke Rehberg, Münster-Kinderhaus

31 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der Selektion

32 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der 3-stelligen Selektion 2: Selektion der Mitteilungsart 2 2

33 33

34 34 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

35 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der Selektion

36 Die Überlieferung der christlichen Botschaft ist Vorgang der Kommunikation Kommunikation ist ein Vorgang der 3-stelligen Selektion 1: Selektion der Information 1

37 37 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung: Arrivierte und Statusorientierte Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

38 Biblische Anschlüsse: Arrivierte und Statusorientierte NT - milieukonstruktiv - Joh 1,1-18: „Im Anfang war der Logos, und der Logos war bei dem Gott. Und Gott war der Logos […] Gott hat niemand jemals gesehen. Der eingeborene Gott, der an der Brust des Vaters ist, jener erzählte.“ NT - milieuprovokativ Mt 11,25-27/Lk 10,21-22: „In jener Zeit sprach Jesus: Ich lobpreise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies verborgen hast vor Weisen und Klugen und es enthüllt hast Unverbildeten […].“ 38

39 39 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung: Bürgerliche Mitte Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

40 Biblische Anschlüsse: Bürgerliche Mitte NT - milieukonstruktiv - Mt 18, 10-14: „Seht zu, dass ihr nicht einen einzigen dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage euch: Ihre Engel in (den) Himmeln sehen allezeit das Angesicht meines Vaters, des in (den) Himmeln.“ NT - milieuprovokativ Mt 10, 37-39: „Wer liebt Vater oder Mutter mehr als mich, ist meiner nicht würdig, und wer liebt Sohn oder Tochter mehr als mich, ist meiner nicht würdig“. 40

41 41 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung: Experimentalisten Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

42 Biblische Anschlüsse: Experimentalisten NT - milieukonstruktiv - Mt 21, 7-8: „Die Jünger führten die Eselin und das Fohlen zu Jesus, und sie legten die Gewänder auf sie, und er setzte sich auf sie. Und die riesige Schar breitete ihre Kleider auf dem Weg aus, andere aber schlugen Zweige von den Bäumen und breiteten sie auf dem Weg aus“. NT - milieuprovokativ Mt 5, 27-30: „Ihr habt gehört, dass gesprochen wurde: Du sollst nicht ehebrechen! Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau anblickt, um sie zu begehren, hat schon Ehebruch begangen mit ihr in seinem Herzen. […]“. 42

43 Zentralergebnisse Mit der Kirche engagiert verbunden sind drei, höchstens vier der zehn Sinus-Milieus: Die Traditionellen, die Bürgerliche Mitte und die Postmateriellen. Trotz der Kirchendistanz der anderen Milieus zeigen die Sinus-Studien auch Anschlussmöglichkeiten für die Kirche, mit ihnen in Beziehung zu treten.

44 Milieus sind soziale Lagerungen mit bestimmten Habitus des Empfindens, Denkens, Urteilens und Handelns, auch in ästhetischer und spiritueller Hinsicht... einander fremde ‚soziale Welten‘... keine Schubladen, sondern „Gravitationszentren“

45 45 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

46 46 Aktive Kirchenmitglieder Bürgerliche MittePostmaterielle Konsumorientierte ArbeiterExperimentalist „Ich finde, die Reformierte Kirche in Zürich ist einfach zu wenig Bibel-nah. Weil sie immer alle gewinnen wollen, sind sie so nett und lieb, und so passen sie sich allen an. Und ich finde, das ist nicht der Auftrag der Kirche.“ „Dieses Offene, das manche als Vorwurf machen, 'bei euch darf ja jeder denken, wie er will' – das finde ich gerade schön. Dass man nicht sagt: So und so ist es gut und du bist es nicht. Ich bin gerne reformiert!“ In der Kirche geht es zu sehr um die Bibel und Sprüche. Die Kirche sollte sich mehr um das Soziale kümmern und das tun, was in der Bibel steht und nicht nur darüber schön reden. Die Reformierte Kirche im Milieuspezifische Unterschiede (Beispiel) "Die Reformierte Kirche ist ein stark intellektuelles Treffen geworden. Da wird vieles über den Kopf vermittelt. Wichtig wäre, dass die Menschen von der Kirche und dem Glauben profitieren."

47 47 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

48 Milieustruktur im Alterssegment Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Modernisierung II Patchworking, Virtualisierung B Modernisierung I Konsum-Hedonismus und Postmaterialismus © Sinus Sociovision 2003 Quelle: Verbraucheranalyse 2002, Basis = Fälle ,2% 1,5% 0,9% 10,6% 11,9% 23,2% 14,3% 8,2% 22,0% 4,8% Sinus B3 Konsum-Materialisten Sinus B1 Etablierte Sinus C2 Experimentalisten Sinus B12 Postmaterielle Sinus BC3 Hedonisten Sinus B2 Bürgerliche Mitte Sinus C12 Moderne Performer Sinus A23 Traditions- verwurzelte DDR- Nostalgische Sinus A12 Konservative Sinus AB2

49 Milieustruktur im Alterssegment Jahre Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Modernisierung II Patchworking, Virtualisierung B Modernisierung I Konsum-Hedonismus und Postmaterialismus © Sinus Sociovision 2003 Quelle: VerbraucherAnalyse 2003,01, Basis = Fälle 2% 1% 14% 12% 13% 15% 9% 24% 8% Sinus B3 Konsum-Materialisten Sinus B1 Etablierte Sinus C2 Experimentalisten Sinus B12 Postmaterielle Sinus BC3 Hedonisten Sinus B2 Bürgerliche Mitte Sinus C12 Moderne Performer Sinus A23 Traditions- verwurzelte DDR- Nostalgische Sinus A12 Konservative Sinus AB2

50 Milieustruktur im Alterssegment Jahre Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Modernisierung II Patchworking, Virtualisierung B Modernisierung I Konsum-Hedonismus und Postmaterialismus © Sinus Sociovision % 6% 3% 20% 12% 11% 8% 13% 10% 14% Sinus B3 Konsum-Materialisten Sinus B1 Etablierte Sinus C2 Experimentalisten Sinus B12 Postmaterielle Sinus BC3 Hedonisten Sinus B2 Bürgerliche Mitte Sinus C12 Moderne Performer Sinus A23 Traditions- verwurzelte DDR- Nostalgische Sinus A12 Konservative Sinus AB2

51 Milieuindikator Durch das Überangebot an Waren vergeht mir oft die Lust, etwas zu kaufen. Ich habe großes Verständnis für Leute, die nur tun, wozu sie gerade Lust haben. Durch Weiterbildung kann man seine berufliche Zukunft heute auch nicht mehr sichern. In meinem Leben spielen christliche Wertvorstellungen keine Rolle. Immer, wenn ich Zeit dazu finde, beschäftige ich mich mit Kultur und Kunst. Ich arbeite gerne mehr, um mir einiges leisten zu können. Ich esse gern exotische Gerichte (z.B. aus Indien, Japan oder Mexiko). Es kommt bei mir öfter vor, dass ich ganz und gar in meiner Arbeit aufgehe. Alles in allem bringt uns die weltweite Vernetzung mehr Vorteile als Nachteile. Es ist mir ganz wichtig, dass nichts nach außen dringt, wenn es in meiner Familie Probleme gibt. Auf Sicherheit pfeife ich, ich möchte vor allem ein aufregendes Leben führen. Ich überlege mir oft, wie ich aus dieser Gesellschaft aussteigen kann. Dinge wie Tarot, Kristalle oder Mandalas helfen mir oft dabei, in schwierigen Lebenssituationen die richtige Entscheidung zu treffen. Für uns gibt es heutzutage wenig Chancen, es zu etwas zu bringen. Ich möchte an dem teilhaben, was im Internet passiert.

52 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

53 Postmaterielle Zugang >Kirche über künstlerische, soziale, politische, ökologische und wissenschaftliche Themen, Informationen und Projekte, auch kirchliche Pilotprojekte; Meditationsgottesdienste, Projektgottesdienste, Ökumene, Ökogottesdienste (in Natur), globale Gerechtigkeit/Eine Welt/Globalisierungsopfer; gesellschafts- und kosmopolitische Themen, lokale Gottesdienste allenfalls mit sozialpastoraler Note, moderne Kunst; Kreativität, rhetorische Kompetenz und Sprachspiele, inszenierte Stilbrüche/Überraschungen, intensives Erleben, Sinnlichkeit, Ganzheitlichkeit, Mystik, Partizipation, Offenheit für außerchristliche Symbole und Rituale, Offenheit für eigene – körperbetonte – Rituale; Utopie einer demokratischen Kirche mit gesellschaftspolitischer Orientierungskraft

54 Postmaterielle männlich

55 Postmaterielle weiblich

56 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

57 Michael N. Ebertz Arrivierte Zugang >Kirche z. B. über Kunst, Reisen (Fernreisen, auch ‚Reisen nach innen’), kunst- und bildungsgetriebene Angebote; über hochkulturelle Events (Vernissagen, Ausstellungen, Preisverleihungen), Gottesdienste mit Lyrik und Malerei, Predigtgottesdienste (schöne Sprache in rhetorischer Brillanz!); repräsentative, feierliche, konzertante Gottesdienste, Operngottesdienste über Klöster als besondere Orte; über intellektuelle und kommunikative Kompetenz, Professionalität, Perfektionismus über Gegenwartsbezug und erhellende Alltagsrelevanz der religiösen Botschaft

58 Michael N. Ebertz Arrivierte männlich

59 Michael N. Ebertz Arrivierte weiblich

60 60 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

61 Moderne Performer Zugang >Kirche z. B. Partizipation mit eigenen Talenten, Neue Medien, ‚szenische’ Angebote (z.B. Events, Konzerte, Lesungen, Lange Nacht der Kirchen); Eventgottesdienste, Meditation, Natur, Umkehr (täglich an sich arbeiten, aber ohne Demutsgebaren), Begegnungsgottesdienste, Weisheitsgottesdienste, zeitgenössische christliche Kunst, Literatur-Lesungen, Trauungen mit Komplettangebot (anschließender Feier), Jazz, Techno, HipHop; High-Tech, neue Medien, neue Kulturen, Collagen-Sinn; Optimismus/Fröhlichkeit, Spontaneität, Kompetenz

62 Moderne Performer männlich

63 Moderne Performer weiblich

64 64 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

65 65Experimentalisten Zugang >Kirche Gottesdienste am Nachmittag/späten Abend/Mitternacht; multifunktionale Nutzung von Kirchenräumen (Lesungen, Vernissagen usw.); Mystik und feierliche Inszenierungen, Musik und symbolische Handlungen für mentale und physische Grenz- und Sinnerfahrungen, mit denen man etwas Neues über sich und die Welt sinnlich entdecken kann (Sinn und Sinnlichkeit), von der Gregorianik bis hin zu afrikanischen Trommeln, Kirche als vielfältige topographische Kulturlandschaft; Meditation (Reise nach innen), durchaus auch durch Erzeugung von äußeren Effekten, Gegenwartsorientierung, Freude, Leichtigkeit und Spontaneität, Erfindung und Inszenierung von Ritualen, spielerische Improvisationen und stilistische Experimente, romantisch-nostalgische Musik und barocke Rituale Einbau esoterischer und exotischer Elemente; Gottesdienste in Klöstern und andere Heterotopien, in der Natur (am See, auf einer Waldlichtung), Gottesdienst als Unikat Jesus als charismatischer Grenzgänger und Avantgardist

66 66Experimentalisten männlich

67 67Experimentalisten weiblich

68 68 Die Sinus-Milieus ® in der Schweiz Soziale Lage und Grundorientierung Konsum-orientierte Arbeiter 8% Sinus B3 Arrivierte 9% Sinus AB1 Experi- mentalisten 6% Sinus C2 Post- materielle 11% Sinus B12 Eskapisten 11% Sinus BC23 Moderne Performer 10% Sinus C12 Genügsame Traditionelle 9% Sinus A23 Traditionell- Bürgerliche 9% Sinus A2 Bürgerliche Mitte 17% Sinus B2 Sinus AB12 Status-Orientierte 10% Oberschicht / Obere Mittelschicht Mittlere Mittelschicht Untere Mittelschicht / Unterschicht Soziale Lage Grund- orientierung A Traditionelle Werte Pflichterfüllung, Ordnung C Neuorientierung Multi-Optionalität, Experimentier- freude, Leben in Paradoxien B Modernisierung Individualisierung, Selbstverwirklichung, Genuss © SINUS 2011

69 69 Konsumorientierte Arbeiter Kirchenbild ‚Kirche als diakonische Helferin’

70 70 Konsumorientierte Arbeiter Zugang >Kirche über leichte ‚rhythmische’ Lieder (z. B. Gospels), kurze und abwechslungsreiche Angebote, anwendbare Botschaften für den Alltag (nicht ‚Ängste’): Faustregeln, Techniken, Tricks für das tägliche Überleben, klare, direkte, ja direktive Kommunikation, zupackende Hilfe (Schulprobleme, Jobsuche, Überschuldung usw.), über Solidaritätserfahrung, mehr Medienpräsenz, Events, Schutzengel, „Weihnachten, weil der Baum schön aussieht“, Gottesdienste im Freien, in den ‚neuen Tempeln’ (Stadien und Arenen)

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72 72 Milieus sind soziale Lagerungen mit bestimmten Habitus des Empfindens, Denkens, Urteilens und Handelns, auch in ästhetischer und spiritueller Hinsicht... einander fremde ‚soziale Welten‘... keine Schubladen, sondern „Gravitationszentren“

73 73 Die Milieustudien können die Kirche etwas in Bewegung bringen: 1. Wahrnehmung von soziokulturellen Differenzen 2. Komplexitätssteigerung der Seelsorge 3. Milieusensibilisierung 4. Erschwernisse und Erleichterung der Kommunikation 5. Kommunikation: Selektion von Information, Mitteilung und Verstehen

74 74 Die Milieustudien können die Kirche etwas in Bewegung bringen: 6. Kommunikationsbegriff nicht auf verbale oder schriftliche Art beschränken 7. Visueller Kanal der Kommunikation 8. Auditiver Kanal der Kommunikation 9. Andere Kommunikationskanäle 10. praktische Wahrnehmungshilfen 11. Theologisch-kritische Reflexion 12. Lust auf Leute, die anders sind.

75 75 Prof. Dr. Dr. Michael N. Ebertz 75 Erkenntnisse der Milieuforschung. Perspektiven für eine neue Präsenz der Kirche

76 76 5 Diskussionsrunden à 8 Personen, rekrutiert nach SINUS-Milieus 3-stündige Kreativ-Werkstätten Sichtbarmachung von Haltungen und Motiven, von Kommunikations- und Meinungsbildungsprozessen im religiösen und kirchlichen Kontext Phase 2: Gruppendiskussionen 60 Einzelfallstudien, rekrutiert nach Sinus- Milieus, kirchlichem Engagement und Agglomerationsgrad Leitfadengestützte Gespräche à 120 Min. im häuslichen Umfeld der Probanden Einblicke in gelebte Alltagskontexte, unter Einbindung von religiösen und kirchlichen Bedürfnissen und Praktiken Phase 1: Einzelexplorationen Übergreifende Befunde zur Wahrnehmung der Reformierten Kirche im Kanton Zürich, differenziert nach Kirchennähe und kirchlichem Engagement Zielgruppenhandbuch zu lebensweltlichen, religiösen und kirchlichen Orientierungen in den SINUS-Milieus Integrierter Gesamtbericht über beide Untersuchungsteile Das Forschungsvorhaben im Überblick Konsequent qualitativer Forschungsansatz

77 77 Eingetragene Mitglieder der Reformierten Kirche in Zürich (Kirchensteuerzahler) Teils regelmäßiger Besuch des Sonntagsgottesdienstes Teils ehrenamtliche Tätigkeit in der Kirchgemeinde Aktive Mitglieder Passive Mitglieder Eingetragene Mitglieder der Reformierten Kirche in Zürich (Kirchensteuerzahler) Teils der Kirchgemeinde locker verbunden, fühlen sich zugehörig Teils nicht ausgetreten, weil soziale und kulturelle Leistungen der Kirche für wichtig gehalten werden Teils (noch) nicht ausgetreten, weil man dafür aktiv werden müsste Affine Nicht Mitglieder der Reformierten Kirche in Zürich Teils noch nie Mitglied in einer Kirchgemeinschaft gewesen Teils bewusst aus der Kirche ausgetreten Stichprobenbasis der Einzelexplorationen Rekrutierungskriterien


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