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1 Plenarvortrag: Internationaler Kongress: Die Wörterbücher des Deutschen: Entwicklungen und neue Perspektiven, Valencia, 2.- 4. Oktober 2013 Publikation:

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1 1 Plenarvortrag: Internationaler Kongress: Die Wörterbücher des Deutschen: Entwicklungen und neue Perspektiven, Valencia, Oktober 2013 Publikation: erscheint 2014 in Robles i Sabater, F. et al. (Hrsg.): Die Wörterbücher des Deutschen: Entwicklungen und neue Perspektiven, Frankfurt: Peter Lang María José Domínguez Vázquez EM-Lex, PORTLEX und RELEX

2 Einführung Wörterbücher werden gemacht, damit sie benutzt werden. Die lexikographische Praxis [der Wörterbucherstellung] – in welcher ihrer verschiedenen Ausprägungen auch immer – ist daher darauf ausgerichtet, dass eine andere, die kulturelle Praxis der Wörterbuchbenutzung ermöglicht wird. Zum Gegenstandsbereich einer allgemeinen Theorie der Lexikographie gehören daher zwei über wechselseitige Erwartungen miteinander verbundene, kulturelle Handlungsbereiche: der der Wörterbuchbenutzer und der der Lexikographen (Wiegand, 1998: Vorwort) 2

3 3 Welchen Einfluss haben die Ergebnisse von Wörterbuchbenutzungsforschung auf das Wörterbuch und den lexikografischen Prozess? mannheim.de/mediawiki/web/index.php/5._Arbeitstreffen mannheim.de/mediawiki/web/index.php/5._Arbeitstreffen Was weiß der Lexikograph über die Wörterbuchbenutzer? WBBF aus Lexikografensicht Was wissen die Wörterbuchbenutzer über das Wörterbuch? WBBF aus Nutzersicht

4 INTERNETLEXIKOGRAPHIE 4 neue Methoden zur Analyse benutzerbezogener Aspekte neue Wege zur Wörterbucherstellung und - entwicklung, ebenfalls zur Konsultation Verwendung neuer elektronischer Nachschlagewerke gegenüber Printwörterbüchern (Bothma, Theo J.D./Faaß, Gertrud/Heid, Ulrich/Prinsloo, Daniel J. (2011), Domínguez et al. 2013, de Schryver/Prinsloo 2011, Gouws 2013, Lew 2012, Sanmarco Bande 2008, Lorentzen/Theilgaard 2012, Müller- Spitzer et al. 2012, Müller-Spitzer/Kopening, 2013, Taljard/Prinsloo/Fricke 2011).

5 Entwicklung neu konzipierter Wörterbücher, wie der kollaborativen WBer (Storrer 2010: 156, Mann 2010:24, Meyer/Gurevych 2012) neue doppelte Facette des Wörterbuchbenutzers: Konsument und Produzent „What do I want my user to be able to do with this dictionary?” (Gouws 2013) 5

6 Wörterbuchbenutzungforschung: Entwicklung eines neuen Forschungsbereichs WBBF und WBBer: (Aktins 1998, Bergenholtz/Bothma 2011, de Schryver/Joffe 2004, Ekwa Ebanéga/Tomba Moussa 2008, Müller Spitzer et al. 2012, Ripfel/Wiegand, 1988, Tarp 2011, Scharnhorst 2004, de Schryver/Prinsloo 2011, Taljard/Prinsloo/Fricke 2011, Kosem, Iztok/Kosem, Karmen 2011, Wang 2001 und Wiegand 1987, 1998, 2008, 2010 u.a) 6

7 7 zunehmende Anzahl an Publikationen Organisation von Tagungen und die Entwicklung von Forschungsprojekten und -netzen methodologisch- und Theorie bezogene Diskussion neu konzipierte Rolle des WBBers.

8 Publikation zur WBBF 8

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10 Internationale Tagungen und europäische Netzwerke XVI. EURALEX Tagung im Jahr 2014 das Thema des WBBers (The User in Focus)(The User in Focus GAL-Kongress zum Thema Wörter – Wissen – Wörterbücher ( bis an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- Nürnberg). Electronic lexicography in the 21st century: new applications for new users (eLex2011, Slovenien). AFRILEX 2011, The 16th Annual International AFRILEX Conference ( Namibia, 5-7 July 2011) AFRILEX 2011, Im Rahmen der Gesellschaft für Angewandte Linguistik –Sektion lexikographie, Sektiontagung: „Wörterbuchbenutzungsforschung“ (Leipzig, 2010) Tagung Afrilex (2006): „The User Perspective in Lexicography.“, (3-7 July 2006 Thohoyandou) 10

11 Theorie zur Wörterbuchbenutzungshandlung Was für alle Gebrauchsgegenstände gilt, läßt sich auch für Wörterbücher als einer spezifischen Sorte von Gebrauchsgegenständen konstatieren: Ihre genuinen Zwecke und ihre Funktionen lassen sich nur relativ zu Typen von Handlungssituationen festlegen, zu denen diejenigen konkreten Handlungssituationen gehören, in denen sie – korrekte Benutzung vorausgesetzt – erfolgreich zur Erreichung von Handlungszielen benutzt werden können. (Wiegand 2001:231) 11

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13 13 Wer? das Handlungssubjekt -mit einer Rollenerwartung -mit einer Auswahlmöglichkeit (WBwahl des Benutzers) -nach welchem Handlungsmuster vom Typ EIN WB BENUTZEN? Wie? die Handlungsmodalität (Benutzerfertigkeiten, angemessene/nicht angemessene Wörterbuchwahl, fehlerfreie ausgeführte Benutzungshandlung usw.) der äußere Handlungskontext: Unter welchen Umständen? die Handlungsumstände Wann?die Handlungszeit als Terminangabe Wie lange?die Handlungsdauer Wo?der Handlungsort Wie oft?die Handlungsfrequenz

14 14 der innere Handlungskontext: Wozu?das Ziel des Handlungssubjektes Warum?die Gründe für die Handlung Aus welchem Anlass?der Handlungsanlass Mit welchen Konsequenzen? die Handlungsfolgen Unter welchen kognitiven Bedingungen? Vorkontext/innerer Benutzungskontext In welchen Wissenszuständen? Mit welcher Frage? punktuelles Konsultationsziel, Prüfziel, Fragesituation, praktisches Übungsziel usw.

15 Die neu konzipierte Rolle des Wörterbuchbenutzers 15 Schritte zur einer erfolgreichen Suchanfrage

16 „In welchem Maße definiert sich der Benutzer selbst durch die spezifische Nachschlagehandlung? web/index.php/5._Arbeitstreffen 16 redaktionell betreute Wörterbücher, wie z.B. Leo, Pons oder reverso.net. nutzergenerierte kollaborative Wörterbücher, wie z.B. Wikiwörterbuch (Mann 2010:24, Meyer/Gurevych 2012, Storrer 2010: 156)

17 Neue Formen der Datenerhebung: log files (de Schryver 2000) eye- tracking (Tono, 2011) „Simultaneous Feedback“ (de Schryver/ Joffe, 2004, de Schryver / Prinsloo, 2011) elektronische Umfragen (Elexiko, ). 17 Empirische Untersuchungen und Methoden

18 ALEXIA/DAFLES (Selva et al. 2003) ELDIT (Abel/Weber BENEDICT (The New Intelligent Dictionary) aiLEX (Adaptive and intelligent dictionary, de Schryver, 2010) Deutsch/ Afrikaans (Gouws 2013) 18

19 19 Fremdsprachlerner mit verschiedenen Muttersprachen und mit unterschiedlichen Zwecken des WBgebrauchs (Al-Salami/ Hattab 2008, Domínguez et al. 2013, Domínguez / Valcárcel 2013, Kispal 2004, Maridé / Pihler 2004, Tu 2000, Ripfel 1989, Wang 2001, Muráth 2005). Benutzergruppe:

20 Die Umfrage 20 Die UDALPE-Umfrage Domínguez, Mª José/ Mirazo, Mónica/ Vidal, Vanessa (2013): „Wörterbuchbenutzung: Erwartungen und Bedürfnisse. Ergebnisse einer Umfrage bei Deutsch lernenden Hispanophonen“. In: Domínguez Vázquez, M ª. J.(Hrsg.): Trends in der deutsch-sprachigen Lexikographie, Frankfurt: Peter Lang,

21 Die UsoDEU- Umfrage Domínguez, Mª José /Valcárcel, Carlos (erscheint 2014) : „Hábitos de uso de los diccionarios entre los estudiantes universitarios europeos: ¿nuevas tendencias?“. In: Domínguez Vázquez, María José / Gómez Guinovart, Xavier / Valcárcel Riveiro, Carlos (Hrsg.): Lexicography of the Romance Languages II. Contemporary and Contrastive Lexicography, Berlin: de Gruyter. Difusion 21

22 Die Übersetzung-Umfrage Domínguez, Mª José/Mollica, Fabio/Nied, Martina (erscheint 2014): „Simplex-Verben im Italienischen und Spanischen vs. Präfix- und Partikelverben im Deutschen. Eine Untersuchung zum Gebrauch von online-Wörterbüchern bei der Übersetzung“. In: Domínguez, Mª José/Mollica, Fabio/Nied, Martina : Zweisprachige Lexikographie zwischen Translation und Didaktik (Lexicographica Series Maior), Berlin: de Gruyter. 22

23 Analyse der Umfrageergebnisse. Perspektive des Benutzers Wörterbuchformat, nachgeschlagene Information und Zweck 23

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25 Was?, Wie häufig? und Wo? 25

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28 Suchziel 28 elektronische WBer Print Zum Übersetzen84,2%62% Zur Erstellung eines Textes74,9%64,3% Zur Korrektur eines Textes58,5%40,9% Beim Lesen56,7%55,5% Aus Neugier52,0%54,4% 6. Daten über das Suchziel in UsoDEU

29 Bekanntheitsgrad und Verwendung von Wörterbüchern 29

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31 44,4%: elektronische Wörterbücher 31 56,5%: kostenlose automatische Programmübersetzer

32 Nachschlagewerke im Internet. Elektronische Kommunikationsmittel (UsoDEU) 32

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35 Erfolglose Suchanfragen und Optimierungsvorschläge 35

36 Was soll der Lexikograph mit den Ergebnissen der empirischen Untersuchungen machen? Katalog 36

37 Wörterbuchbenutzungforschung Wie sollten wir mit den Ergebnissen aus der WBBF umgehen? 37 Wie und warum sollten diese Resultate Einfluss auf die Entwicklung eines lexikographischen Werkes nehmen?, Warum nicht? Sollten gruppenspezifische, wörterbuchklasse- oder funktionsbezogene Ergebnisse berücksichtigt werden?

38 Internetlexikographie benutzerfreundliche Interfacen sowie Präsentation der Einträge und Optimierungsmöglichkeiten der WBpräsentation (Bothma et al. 2012, Docherty 2000, Müller- Spitzer/Klopening, 2013, Klosa/Klopenin/Töpel, 2011:32,Tono 2000), 38 Informationszugriffsmöglickeiten (wie Mous-over, Pop-up-Fenster u.a..) (Heid et al., 2012: 295 ff) Lerneffekte beim Vorhandensein von Multimedia (Müller-Spitzer/Klopening 2013) Kontrolle der Darstellung der Angaben seitens des Benutzers sowie das Abrufen bestimmter Daten (Tarp 2011, Gouws 2013)

39 das Wörterbuch “[…] in order to conceive dictionaries capable of meeting all the users´ needs in specific types of situation” (Heid et al. 2012: 292). 39

40 Wie bezieht man unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien und wörterbuchspezifischen funktionalen Kriterien auch die Bedürfnisse der fast unzähligen Benutzer angesichts unterschiedlicher Zielanfragen, Suchzwecken und Situationen ein? Wo steht die Grenze eines so individualisierten benutzerabhängigen und (fast) funktionsunabhängigen Wörterbuches? 40

41 41 What is needed is a polyfunctional lexicographic tool that can respond to the different needs and reference skills of the previously mentioned diverse potential target user group. Gouws (2013, 2006). new type of text compound, i.e. a so-called polytypological “mother dictionary” from which different dictionaries could be extracted. Gouws (2013) „Each dictionary user builds an own, and even unique, user profile” (Gouws 2013: 5) (vgl. auch Bergenholtz/Bergenholtz 2013, Bothma et al. 2011).

42 Internetkommunikation zunehmende Tendenzen: Internet und elektronische Nachschlagewerke sowie auch virtuelle Kommunikationsmittel (wie Foren und soziale Netzwerke) (Meeker & Wu 2013). 52% der UsoDEU-Befragten lesen die Angaben in Verlagsforen. google Übersetzer die Verwendung lexikographischer Mittel in Format app (Domínguez/Valcárcel 2014) 42

43 Verlagsforen Was wird gefragt? Was wird vermisst? Was wird nicht verstanden? Was wird aus Sicht des WBBers bemängelt? 43

44 Kostenloser automatischer Übersetzer Kommilitone 66,6% (Google) Übersetzer63,7% Dozent46,19% Netze und Foren26,3% Muttersprachler18,12% sonstige12,86% 44 UsoDEU: Wege nach einer erfolglosen Suchanfrage

45 Die Rolle der Dozenten bei der Wörterbuchdidaktik a) laut UDALPE wenden sich 46,19% der Studenten bei einer erfolglosen Anfrage dem Dozenten zu. 45 b) Studenten verwenden in der Regel die von den Dozenten vorgeschlagenen lexikographischen Nachschlagewerken. c) Der Dozent hat vorwiegend das Interesse an WBern geweckt und gefördert.

46 Ausbildung Bedarf an gut ausgebildeten Lexikographen besteht. – Europäischer Master für Lexikographie (http://www.emlex.phil.uni-erlangen.de/), – Máster universitario en elaboración de diccionarios y control calidad léxico español (http://portal.uned.es/portal/page?_pageid=93, &_dad=portal&_schema=PORTAL&idContenido=1), – Languages and Lexicography (http://www.mastersportal.eu/students/browse/ programme/2806/language-and-lexicography.html) – M.A. in Lexicography (http://www.exeter.ac.uk/departments/). 46

47 Ausblick Eine neue Konzeption des WBBers erlebt man insbesondere in dem letzten Jahrzehnt Enorme Fortschritte sind im Bereich der WBBF und der IL gemacht worden. 47

48 Aufgaben Entwicklung weiterer gut theoretisch und methodologisch fundierter empirischer Untersuchungen 48 Analyse und Interpretation der aus der WBBF resultierenden Ergebnisse sowie die Auseinandersetzung mit den Vorteilen und Nachteilen der Umsetzung dieser Ergebnisse in den konkreten Nachschlagewerken Erstellung moderner benutzeradaptierter Nachschlagewerke unter Berücksichtigung von Benutzerbedürfnissen aber auch lexikographischen Qualitätskriterien

49 Entwicklung von Nachschlagewerken in app- Format Methoden und Verfahren zur Wörterbucherstellung aber auch zu handhabbarer Verwendung 49 gesellschaftliche und berufliche Sensibilisierungsarbeit sowie die Ausbildung von Lehrern und Dozenten.

50 Vielen Dank für Ihre Aufmersamkeit! 50


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