Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Willkommen ! Thomas Auinger Vom Pragmatismus zum Neopragmatismus Die Philosophie des 20. Jahrhunderts im Überblick LV-Nr.: 180404 weitere Infos unter:

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Willkommen ! Thomas Auinger Vom Pragmatismus zum Neopragmatismus Die Philosophie des 20. Jahrhunderts im Überblick LV-Nr.: 180404 weitere Infos unter:"—  Präsentation transkript:

1 Willkommen ! Thomas Auinger Vom Pragmatismus zum Neopragmatismus Die Philosophie des 20. Jahrhunderts im Überblick LV-Nr.: weitere Infos unter:

2 Charles Sanders Peirce Biographisches 1839 geboren in Cambridge, Massachusetts. Vater war Mathematiker und Astronom; das hat auch Peirce geprägt und in seiner philosophischen Entwicklung beeinflusst. Mitarbeiter im United States Coast and Geodetic Survey. Naturwissenschaftliches Interesse; ebenso für Logik, Wissenschaftstheorie und Philosophie im Allgemeinen. Schon in seiner Jugend beschäftigte er sich intensiv mit Kant (insbesondere mit der Kritik der reinen Vernunft). Sein Blick auf Zeichen und auf Zeichenhaftigkeit ist bereits von dieser Lektüre her motiviert. Heirat mit Harriet Melusina Fay (bedeutend in der amerikanischen Frauenbewegung; setzte sich für die Zulassung der Frauen zu den Universitäten ein). Peirce studiert Chemie und hält bald auch Vorlesungen über Logik (‚On the Logic of Science’, ‚The Logic of Science and Induction’). Peirce führte zahlreiche geodätische und astronomische Untersuchungen durch, die ihn auch nach Europa führten; Pendelversuche, Gravitationsforschungen, Sonnenfinsternis- Beobachtungen, Bestimmungen der Form der Milchstraße etc.

3 Charles Sanders Peirce Biographisches 1872 gründet er den legendären »Metaphysical Club«. Mitglieder dieser Diskussionsrunde waren u.a.: C.S. Peirce, William James, Oliver Wendell Holmes (Jr.), Chauncey Wright, Nicholas St. John Green, Joseph B. Warner, John Fiske, Francis Abbot. - Die Treffen fanden in Cambridge statt, meist bei Peirce oder bei James. In diesem Kreis hat Peirce die Idee des Pragmatismus zum ersten Mal vorgebracht. Die Schlagworte „praktische Bewährung“ und „experimentelle Kontrolle“ standen hierbei im Vordergrund. Außerdem wurde hier schon die „Überzeugung“ [belief] als dasjenige charakterisiert, das uns vorbereitet auf eine bestimmte Art von Handlung. „There is no distinction of meaning so fine as to consist in anything but a possible difference of practice.“ (CP 2.400) Als Konsequenz kann dann Wahrheit nicht mehr als eine Eigenschaft irgendwelcher Urteile verstanden werden, sondern als ein Prozess des Für-wahr- haltens. Dies ist auch für diverse gegenwärtige Weiterentwicklungen des Pragmatismus grundlegend. Auf der Überfahrt nach Europa 1877 verfasste er die berühmte Abhandlung ‚How to Make Our Ideas Clear’ : Dozent an der Johns Hopkins University in Baltimore.

4 Charles Sanders Peirce Biographisches 1883 heiratet er nach der Scheidung von seiner ersten Frau Juliette Annette Pourtalai. Diese gesellschaftlich nicht goutierte Scheidung steht möglicherweise in Zusammenhang mit seiner Entlassung aus der Johns Hopkins University. 1887: Übersiedlung nach Milford (Pennsylvania) erscheinen mehrere Artikel zur Diskussion des Begriffs der Notwendigkeit. Darin enthalten sind chaostheoretische Überlegungen und eine Favorisierung der Evolution durch Zufall scheidet er aus dem Coast Survey (wegen Nichtanerkennung eines Artikels) aus wird Peirce aufgrund abweichender Auslegungen des Pragmatismus (speziell durch seinen Freund William James) dazu veranlasst, seine eigene philosophische Methode in »Pragmatizismus« umzubenennen : Abhandlungen zu ‚What Pragmatism is’, ‚Issues of Pragmaticism’ u. ‚Prolegomena to an Apology for Pragmaticism’. Lebt bis 1914 verarmt und an Krebs erkrankt in seinem Haus in Milford.

5 Charles Sanders Peirce Werkausgaben Writings of Charles Sanders Peirce. A Chronological Edition, Indiana (wird noch laufend fortgesetzt). Charles Sanders Peirce: Schriften I/II (Hrsg. K.O. Apel), Frankfurt 1967/1970. Collected Papers of Charles Sanders Peirce [CP], Volumes 1-8, Harvard The Essential Peirce. Selected Philosophical Writings [EP], Vol. 1 ( ), edited by Nathan Houser & Christian Kloesel, 1992, vol. 2 ( ), edited by the Peirce Edition Project, Bloomington and Indianapolis: Indiana University Press.

6 Charles Sanders Peirce Die pragmatische Maxime „Pragmatismus ist das Prinzip, daß jedes theoretische Urteil, das in einem Indikativsatz ausdrückbar ist, eine unklare Form des Denkens ist, deren einzige Bedeutung, wenn sie eine besitzt, in der Tendenz liegt, eine korrespondierende praktische Maxime zu verstärken, die als ein Konditionalsatz, dessen Nachsatz im Imperativ steht, ausdrückbar ist.“ (Peirce, Vorlesungen über Pragmatismus, Hamburg 1991, S.5) „Überlege, welches die praktischen Wirkungen sind, die unserer Meinung nach vom Objekt unserer Vorstellung erzeugt werden können. Die Vorstellung aller dieser Wirkungen ist die vollständige Vorstellung des Objektes. Um den Sinn eines Gedankens zu entwickeln, muß man einfach die Gewohnheiten, die ihn erzeugten, bestimmen, denn der Sinn einer Sache besteht einfach in den Gewohnheiten, die sie impliziert. Das Merkmal einer Gewohnheit hängt von der Art ab, wie sie uns zum Handeln bringen kann, nicht nur in den wahrscheinlichen Umständen, sondern in allen möglichen Umständen, so unwahrscheinlich sie auch sein mögen.“ (Ebd., S.5f.)

7 Charles Sanders Peirce Bestimmung der Logik Die pragmatische Maxime ist eine Maxime der Logik. Ablehnung psychologischer Fundierungsversuche. Logik als Methode der Forschung. Verständnis der Logik als Wissenschaftslogik, die auch erkenntnistheoretische und ontologische Fragestellungen berücksichtigt. These, dass die Logik ein soziales Prinzip beinhaltet. „…wenn, wie der Pragmatismus uns lehrt, das, was wir denken, in Termini dessen interpretiert werden muß, was wir zu tun bereit sind, dann muß Logik oder die Lehre dessen, was wir denken sollten, sicher eine Anwendung der Lehre dessen sein, was wir bewußt zu tun wählen, und das ist Ethik.“ (Peirce, Vorlesungen über Pragmatismus, Hamburg 1991, S.17)

8 Charles Sanders Peirce Relationen der Wissenschaften Es „gilt, daß die drei Normativen Wissenschaften Logik, Ethik und Ästhetik die drei Lehren sind, die gut und schlecht unterscheiden; Logik hinsichtlich der Darstellung der Wahrheit, Ethik hinsichtlich der Willensanstrengungen und Ästhetik in Objekten, die nur in ihrer Präsentation betrachtet werden. Diese dritte normative Wissenschaft […] ist offensichtlich die normative Grundwissenschaft, auf die als Grundlage die Lehre der Ethik gestellt werden muß, die ihrerseits von der Lehre der Logik gekrönt wird.“ Peirce, Vorlesungen über Pragmatismus, Hamburg 1991, S.18) Davon wird eine grundlegende Wissenschaft unterschieden, die nicht nach gut und schlecht urteilt, sondern rein beschreibend vorgeht und „die Phänomene genau so betrachtet, wie sie sind“: Phänomenologie (später als Phaneroskopie bezeichnet). All diese Wissenschaften (Phänomenologie wie auch Ästhetik / Ethik / Logik) gelten als positive Wissenschaften. Sie werden allesamt als abhängig von einer konditionalen, hypothetischen Wissenschaft bestimmt, die sich nicht erfahrungsbezogen auf ideale Objekte erstreckt: Reine Mathematik.

9 Charles Sanders Peirce Wissenschaft als Forschungsprozess – Bestimmung des Realen "... And what do we mean by the real? It is a conception which we must first have had when we discovered that there was an unreal, an illusion; that is, when we first corrected ourselves. Now the distinction for which alone this fact logically called, was between an ens relative to private inward determinations, to the negations belonging to idiosyncrasy, and an ens such as would stand in the long run. The real, then, is that which, sooner or later, information and reasoning would finally result in, and which is therefore independent of the vagaries of me and you. Thus, the very origin of the conception of reality shows that this conception essentially involves the notion of a COMMUNITY, without definite limits, and capable of a definite increase of knowledge. And so those two series of cognition -- the real and the unreal -- consist of those which, at a time sufficiently future, the community will always continue to re-affirm; and of those which, under the same conditions, will ever after be denied. Now, a proposition whose falsity can never be discovered, and the error of which therefore is absolutely incognizable, contains, upon our principle, absolutely no error. Consequently, that which is thought in these cognitions is the real, as it really is. There is nothing, then, to prevent our knowing outward things as they really are, and it is most likely that we do thus know them in numberless cases, although we can never be absolutely certain of doing so in any special case.“ (CP, 5.311)

10 Charles Sanders Peirce → starke Ausrichtung und Bezugnahmen auf Kant „Ich war ein leidenschaftlicher Verehrer Kants, wenigstens was die Transzendentale Analytik in der ‚Kritik der reinen Vernunft‘ anbetrifft. Ich glaubte unbedingter an die zwei Tafeln der Urteilsfunktionen und der Kategorien, als wenn sie vom Sinai herabgebracht worden wären“. (CP 4.2) Urteilen Schließen Schließen Urteilen noch fundamentaler: Zeichenbeziehung überhaupt Es „tritt an die Stelle der Kantischen Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung überhaupt die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit der Zeichenrepräsentation.“ (K.W. Zeidler, Grundriß der transzendentalen Logik, Cuxhaven 1992, S.150) Vgl. bei Peirce u.a.: ‚On a New List of Categories‘ und ‚One, Two, Three: Fundamental Categories of Thought and of Nature‘.

11 Charles Sanders Peirce FIRSTNESS Gegenwärtigkeit Unmittelbarkeit Empfindungsqualität monadisch SECONDNESS Element des Kampfes (struggle) Subjekt - Objekt actio et reactio THIRDNESS Repräsentation Vermittlung Medium triadisch Universalkategorien

12 Interpretant Icon (bildlich, repräsentativ etc.) Symbol (Kürzel, Sprachzeichen etc.) Index (Verweis, Konnex etc.) Object Sign (Representamen) weitere Interpretantenklassifizierungen (Rhema, Dicent, Argument) weitere Zeichenklassifizierungen (Qualisign, Sinsign, Legisign) Charles Sanders Peirce SEMIOTIK / SEMIOSIS

13 Danke für ihre Aufmerksamkeit! Auf Wiedersehen am Weitere Informationen unter:


Herunterladen ppt "Willkommen ! Thomas Auinger Vom Pragmatismus zum Neopragmatismus Die Philosophie des 20. Jahrhunderts im Überblick LV-Nr.: 180404 weitere Infos unter:"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen