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Wesenhafte Bedeutungsbeziehungen Von Walter Porzig.

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Präsentation zum Thema: "Wesenhafte Bedeutungsbeziehungen Von Walter Porzig."—  Präsentation transkript:

1 Wesenhafte Bedeutungsbeziehungen Von Walter Porzig

2  Der Sprachwissenschaftler Walter Porzig ( ), spezialisiert auf indogermanische Sprachen, verfolgte das Ziel die Methoden, Probleme und Ergebnisse der Sprachwissenschaft verständlich darzustellen. Sprache ist nach seiner Auffassung der Grundstein für die Gemeinschaft, auf der die menschliche Kultur gründet.  Werk: „Das Wunder der Sprache“

3 Beispiel aus einer Vorlesung von Dr. Sven Staffeldt: In einer öffentlichen Toilette, in der die Klimaanlage derart laut brummt, dass man das Gefühl hat man sei in einem Raumschiff, steht an der Toilettentür: Es gibt also eine Beziehung zwischen „Warpkern“ und brechen. Du befindest dich auf Holo-Deck 8 der USS Enterprise.. Der Sound kommt vom Warpkern, der in 3 Sekunden durchbrennt. In einer anderen Handschrift steht darunter: EIN WARPKERN „BRICHT“! ER BRENNT NICHT DURCH!!!

4 Beispiele von Porzig: (Verhältnis von Tätigkeit zu Organ bzw. Werkzeug ) GehenHörenGreifenSehenLeckenKüssen FüßeOhrHandAugeZungeLippen

5 Es kann also gesagt werden, dass es zum Wesen des Gehens gehört mit den Füßen zu erfolgen und explizit mit menschlichen Füßen, denn Tiere gehen nicht, sie laufen, genauso wie sie nicht essen, sondern fressen. Peter geht über die Straße. Die Katze läuft über die Straße. Es gibt also eine Bedeutungsbeziehung zwischen Wörtern, bei der mit dem einen Wort das anderen implizit mitgesetzt wird. „Es handelt sich dabei […] um eine Beziehung, die im Wesen der gemeinten Bedeutung selbst gründet.“ (78) Porzig nennt dies: Wesenhafte Bedeutungsbeziehungen

6 Nach Porzig haben wir hier also ein Teil des Aufbaus vom System der sprachlichen Bedeutungen. Die untersten Glieder des Bedeutungssystems sollen rein als sprachlich vorhandene Einheiten erfasst werden. Denn die elementarste Beziehung, die von einem Bedeutungsfeld bestimmt werden kann, ist die zwischen nur zwei Wörtern, womit man die wesenhaften Bedeutungsbeziehungen auch elementare Bedeutungsfelder nennen kann.

7 Verben, die nur eine Ergänzung zulassen: Verb -> Subjekt -bellen -> Hund / wiehern -> Pferd / blühen -> Pflanze Wachsen -> Organismus -aufgehen, untergehen, scheinen -> Sonne, Mond, Sterne Verb -> Objekt -fällen -> Baum / vorsetzen -> Speise, Trank Verb -> adverbiale Bestimmung gehen -> Füße / greifen -> Hand usw.

8 Das Verb ist nicht einem einzelnen Moment, sondern der gesamten Situation zugeordnet. Adjektive, die nur eine Ergänzung zulassen: -blond -> menschliches Haar -lahm -> eingeschränkter Gebrauch der Beine -taub -> Gehör -schwül -> Witterung Die Wortklassen Verben und Adjektive können beide als „kern eines elementaren bedeutungsfeldes“ ( 84 ) auftreten.

9 Bei Substantiven ist die Beziehung weniger eindeutig. Greifen kann man nur mit der Hand, aber die Hand kann andere Dinge tun als Greifen! „denn es [das Substantiv] enthält die möglichkeit vieler situationen, während das verbum die wirklichkeit einer einzelnen darstellt. Aussagen (im weitesten sinne) heißt eben, eine, und nur eine situation als wirklich festlegen.“ (84)

10 Antithese Die absolut notwendigen Beziehungen von fahren sind? In einem Wagen fahren, auf einem Schiff fahren … Was ist mit: Aus der Haut fahren. Jemanden anfahren (anschreien). Eilig in den Rock fahren. Was ist denn in dich gefahren?

11 Es gibt für jedes Wort einen bestimmten Verwendungsbereich. Wird es außerhalb dessen gebraucht, ergibt sich durch das Spannungsverhältnis von eigentlicher Bedeutung des Wortes und dem fremdem Sinngehalt eine stilistische Wirkung. Das bedeutet: Die Tatsache, dass es Metaphern gibt, man also Worte in übertragener Bedeutung verwenden kann, setzt voraus, dass wesenhafte Bedeutungsbeziehungen existieren! So ist die Metapher also „die verbindung von gliedern zweier bedeutungsfelder zu einem sinnvollen ausspruch. Sie setzt die existenz von bedeutungsfeldern voraus.“ (86).

12 Was aber ist mit: Er fällte das Urteil über sie. Keine Metapher, denn das Urteil wird nicht zum Baum. Hier liegt also eine feste Verbindung vor, die nur im vollen Wortlaut Sinn ergibt und können gar nicht oder nur in engen Grenzen variiert werden. So wird man aus deskriptiven Standpunkt fahren in: nach Hause fahren und in seinen Rock fahren als zwei verschiedene Wörter ansehen.

13 Die Metapher ist nach Porzig die Kraft, die die elementaren Bedeutungsfelder sprengt. Grund: Beliebte Metaphern nutzen sich ab, werden sie häufiger als der eigentliche Gebrauch. Die Bedeutung der Metapher geht verloren, wenn die Spannung durch Gewöhnung verschwunden ist. Das Wort hat somit einen neuen Bereich, das frühere elementare Bedeutungsfeld wurde gesprengt. Die elementaren Bedeutungsfelder sind im Satz und in der Rede Wirklichkeit, womit sie aber der Dynamik des Sprechens, nämlich der stetigen Verschiebung und Umgestaltung unterliegen.

14 MurmelnÄchzenSeufzen


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