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„ Umsonst habt ihr es empfangen…“ Im Diözesanmuseum und Franziskanerkloster Paderborn läuft in der Zeit vom 9.Dez.2011 bis 06.Mai 2012 die sehenswerte.

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1 „ Umsonst habt ihr es empfangen…“ Im Diözesanmuseum und Franziskanerkloster Paderborn läuft in der Zeit vom 9.Dez.2011 bis 06.Mai 2012 die sehenswerte Ausstellung „Franziskus –Licht aus Assisi“, die sich in hervorragender Weise mit dem Leben und Wirken des Franz von Assisi auseinandersetzt. Seltene und kostbare Exponate aus den verschiedensten Museen der Welt werden zur Ansicht gestellt. Ähnliche Fragen und Probleme wie sie die Kirche im Mittelalter schon zu bewältigen hatte, sind auch in der heutigen Kirchenlandschaft noch relevant. Die Entschiedenheit in der Nachfolge Christi, wie sie bei Franz von Assisi zu finden war, bleibt nach wie vor jedem einzelnen aufgetragen. Etliche Bilder der folgenden Darstellung werden mit Genehmigung des Diözesanmuseums Paderborn eingesetzt. Dieses Konterfei als Wandgem ä lde soll noch zu Lebzeiten des Franziskus entstanden sein (in: Sacro Speco in Subiaco)

2 Berufung des Franziskus Franziskus war der Sohn eines reichen Tuchhändlers aus der umbrischen Stadt Assisi (Mittelitalien). Er sollte einmal das gut gehende Geschäft seines Vaters übernehmen. Franziskus führte auf Kosten seines Vaters ein ausschweifendes Leben. Während eines Krieges zwischen den Städten Assisi und Perugia (1202 – 1205) hatte Franziskus der Legende nach einen Traum, in dem ihm Christus erschien. Dieses Traumerlebnis führte zu einem radikalen Bruch mit seiner bisherigen Lebensweise, ja, sogar mit seiner Familie. Weil der Vater ihm das Geld für die Renovierung einer Kirche verweigerte, entkleidete Franziskus sich in aller Öffentlichkeit und sagte: „Bis heute habe ich dich meinen Vater genannt auf dieser Erde; von nun an will ich sagen:»Vater, der du bist im Himmel«.“ Franziskus gibt seinem Vater die Kleider zurück und verzichtet damit auf seinen Besitz. (Darstellung von Giotto die Bondone um 1295)

3 Armut und Fürsorge Franziskus lässt das bürgerliche Leben hinter sich. Er zieht sich zur Meditation und zum Gebet in die Stille und Einsamkeit seiner umbrischen Heimat zurück. Worte Jesu, wie er sie z.B. dem reichen Jüngling gesagt hat: „Verkaufe alles, was du hast und gib es den Armen.“, nimmt Franziskus sehr ernst und persönlich. Heutzutage würde man ihn als christlichen Fundamentalisten bezeichnen. Franziskus verschreibt sich ganz der Besitzlosigkeit, Demut und Fürsorge, sowie der Achtung der Schöpfung. Sein Kleid und das seiner späteren Nachfolger ist eine einfache Kutte im Schnitt eines Tau (Kreuz in Form eines T, griechisch Tau), die durch eine Kordel mit drei Knoten zusammengebunden wird. Die Knoten erinnern an das Gelübde: Armut – Ehelosigkeit – Gehorsam.

4 Überzeugung steckt an Die Armutsbewegung fand schnell überzeugte Mitstreiter. Selbst unter den Töchtern der Adelsstände. Klara von Assisi ( ) entstammte solch einer angesehenen Adelsfamilie. Aber anstatt sich reich verheiraten zu lassen, suchte sie einen Weg in die ehrliche Nachfolge Christi. Sie floh vor den Zugriffen ihrer Familie in das dürftig ausgestattete Kloster der Franziskanischen Bettelbrüder in San Damiano (1211). Gegen päpstliche Ansprüche setzte sie sich mit ihren Schwestern durch, indem sie sich auf das Motto ihrer Nachfolge berief: „Arm den armen Christus umarmen.“ Franz von Assisi war ihr großes Vorbild, sie eine „kleine Pflanze“ des Heiligen. Die Klarissinnen verteilen seither ihre Güter an die Armen und leben selber vom Gebet, ihrer Hände Arbeit und dem Vertrauen in Gott. Das reicht. Franziskus schneidet Klara die Haare und übergibt ihr das Büßer- innengewandt. (St. Klara Buch der Äbtissin M. Steimerin; um 1490) Die Heilige Klara nimmt Abschied von Hl.Franziskus (Giotto- Fresko in Assisi um 1300)

5 Ein Friedensgespräch Im Jahre 1217 haben sich die Franziskaner dazu entschlossen, den christlichen Glauben auch in den Nahen Osten zu tragen, um auf friedlichem Wege die Macht-und Glaubenskriege der Kreuzzugszeiten zu beenden. Franziskus suchte das offene Gespräch mit dem muslimischen Herrscher Melek-al-Kamil und wäre sogar bereit gewesen, ähnlich wie der Prophet Elias, ein überzeugendes Glaubenszeichen zu geben, indem er unbeschadet ein Feuer durchschreiten wollte. Den Sultan war von dem Glauben des Franziskus tief beeindruckt, zu einer Annahme des christlichen Glaubens aber nicht bereit. Dieses interreligiöse Gespräch blieb über Jahrhunderte hinweg beispielhaft. Nicht von ungefähr hat Papst Johannes Paul II. im Jan über 300 Vertreter der verschiedensten Weltreligionen zum interreligiösen Friedensgebet nach Assisi eingeladen.

6 Vom Kreuz überwältigt Franziskus war überwältigt von der Liebe Gottes zu den Menschen. Als ihm um das Jahr 1205 Arme und Aussätzige vor der Stadtmauer begegneten, kostete es ihm zuerst viel Selbstüberwindung, sich ihnen zuzuwenden. Doch sah er darin Gottes Weg für sich: „Und da ich fortging von ihnen, wurde mir das, was mir bitter vorkam, in Süßigkeit der Seele und des Leibes verwandelt.“, schreibt er später. Etwa zur gleichen Zeit fühlte er sich während eines intensiven Gebetes in der verfallenen Kirche San Damiano von der byzantinischen Kreuzikone her von Christus angesprochen:„Franziskus geh hin und stell mein Haus wieder her, das, wie du siehst, ganz verfallen ist.“ Diese völlige Hingabe an den Gekreuzigten führte dazu, dass sich zwei Jahre vor seinem Tode während eines Fastens in einer Einsiedelei die Wundmale Christi sichtbar in Franzis- kus eingruben (Stigmatisierung). Stigmatisierung des hl. Franziskus nach Giotto di Bondone Kopie der Kreuzikone aus der Christus den hl. Franziskus ansprach.

7 Lebendige Verkündigung Der Legende nach hat Franziskus das erste Mal in der Stadt Greccio um 1223 das Weihnachtsevangelium in der Form verkündigt, dass er ein Krippenspiel entstehen ließ. Den Zuhörern und Zuschauern sollte das Weihnachtsgeschehen ganz anschau- lich mit lebenden Tieren in einer nahen Felsenhöhle mit Stroh- und Stallgeruch und einer realistischen Krippe vor Augen geführt werden. Diese Art der theatralischen Verkündigung hat sich in den mittel- alterlichen Mysterienspielen, die auch die Passionsgeschichte und andere biblische Geschichten mit einbezogen, verfestigt und bis in unserer Zeit erhalten, ja, weltweit ausgebreitet. In seiner Art der volksnahen Verkündigung der frohen Botschaft gilt er auch für uns Heutige noch als Ansporn und Vorbild. Weihnachts- höhle des Klosters Greccio mit Wand- gemälde der Geburt Christi Frühe Seiden- stickerei mit Weih- nachtsmotiv

8 Bewegung und Erneuerung In der Kirchengeschichte war von Beginn an Bewegung. Schon die ersten Christen- gemeinden, z.B. Korinther, stritten um den richtigen Weg der Nachfolge und der angemessenen Organisation der Gemeinde sowie um das adäquate Verständnis der biblischen Schriften. Immer wieder erhoben auch Irrlehrer, selbstsüchtige Macht- menschen, Familiendynastien oder politische und religiöse Bewegungen Ansprüche auf die Deutungshoheit der christlichen Lehre. Dem allen entzog sich Franziskus mit seiner ganzen Hinwendung an Christus in Gebet und Meditation, mit seiner konsequenten Befolgung der Armutsregel und Besitz- losigkeit sowie der unerschütterlichen Liebe zu den Menschen und der Schöpfung insgesamt. Das Tau-Kreuz war sein Zeichen, in dem in dem senkrechten Balken die Beziehung zwischen Gott und Menschen und in dem Querbalken die Beziehung zwischen den Menschen symbolisiert wird. Franziskus wurde im Jahre1228 von Papst Gregor IX. heilig-gesprochen. „Ihr alle seid Kinder Gottes durch den Glauben“, also Heilige (Gal.3,26 u.a.). Dennoch stellt die Glaubenshaltung des vorkonfessionellen Bruders Franziskus unser Christsein stets neu auf den Prüfstand. Der Herr verhelfe uns zu geistgewirkten Antworten. Hl. Franziskus Moderne Darstellung der Vogelpredigt des hl. Franziskus im Naumburger Dom.

9 Wahrung der Schöpfung und ein Stück Weltpoesie Der Sonnengesang des Heiligen Franz von Assisi Gelobt seist du, mein Herr, für Bruder Feuer, durch den du die Nacht erhellst. Und schön ist er und fröhlich und fröhlich und kraftvoll und stark. Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester Mutter Erde, die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt, mit bunten Blumen und Kräutern. Gelobt seist du, mein Herr, für jene, die verzeihen um deiner Liebe willen und Krankheit ertragen und Not. Selig, die ausharren in Frieden, denn du, Höchster, wirst sie einst krönen. Gelobt seist du, mein Herr, für unseren Bruder, den leiblichen Tod; kein lebender Mensch kann ihm entrinnen. Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben. Selig, die er finden wird in deinem heiligsten Willen, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun. Lobet und preiset meinen Herrn und dankt und dient ihm mit großer Demut. Franz von Assisi: „Vogelpredigt “ von Giotto di Bondone um 1295

10 Verantwortlich: Otto K.-H. Aurin, Waltrop i.J Diese Darbietung ist zu verstehen als eine kleine persönliche Nachbetrachtung der Ausstellung : „Franziskus -Licht aus Assisi“, die im Diözesanmuseum Paderborn 2011/ 2012 präsentiert wurde.


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