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1 “It`s all About the three R`s: Rights Responsibility Restrictions” Key Note 14 February 2014 National University Cheng Chi Univ.Prof. EoE Dr.-Ing. Holger.

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1 1 “It`s all About the three R`s: Rights Responsibility Restrictions” Key Note 14 February 2014 National University Cheng Chi Univ.Prof. EoE Dr.-Ing. Holger Magel Director International Programme Land Management TUM Member of National Advisory Board for Spatial Development, Germany President of Alliance of German Academies for Rural Areas Technical Advisor to Senior Minister of Land Management and Urban Planning RG of Cambodia Senior Advisor to Ministry of Land and Resources,P.R. China Member of “Runder Tisch Bürgerschaftliches Engagement” of Bavarian Government Former Director General of Rural Development in Bavaria

2 2 Living in community (welfare) Living in environment (sustainability) Education Supplying Employment Recreation Housing TrafficCommunication Ubiquitious basic functions of human existence and living conditions

3 3 Walberla / Fränkische Schweiz

4 4 Rights Tenure options Responsibilities Cultural Attitudes Restrictions Land use restrictions Fulfilling the ubiquitious basic living functions has always impacts on Places i.e. on Land, land use and land rights or, in other words, on the three R`s

5 5 „Ein Staat, der das Eigentum seiner Bürger nicht achtet, gleicht einer organisierten Räuberbande.“ Hl. Augustinus

6 6 Wechselnde Beziehung der Menschen zu Grund und Boden Ende 18. Jhdt. bis II. Weltkrieg Industrielle Revolution & Land Markt Grund u.Boden = Rohstoff und Wohlstand Nach II.Weltkrieg Nachkriegswiederaufbau Grund u. Boden = knappe Ressource, Wohlstand und Rohstoff Bis 18. Jahrhundert Agrar-Revolution dann Feudalismus Grund u.Boden = Wohlstand Seit 1980er Jahre Informationsrevolution Nachhaltige Entwicklung Soziale Gerechtigkeit Grund u. Boden = gemeinschaftl..knappe Ressource, Wohlstand und Rohstoff FinanziellTransferPlanungMehrzweck Kumulative Evolution in der Anwendung des Katasters Trends in Geomatics – Technical University of Munich – Ian Williamson 2000

7 7 7 Perspectives of Global Framework on Land (major issues being addressed) Education Livelihood (poverty) Health Gender Habitat Land tenure Governance Climate change Sustainability Food security Environment Rural Urban

8 8 ….“Land, because of its unique (scarce) nature and crucial role it plays in human settlement and development, cannot be treated as an ordinary asset, controlled by individuals and subject to pressures and inefficiency of the market” Adapted from Vancouver Conference on Habitat, 1976 by Prof. Magel 2008

9 9 Die Tatsache dass Grund und Boden unvermehrbar ist, verbietet es, seine Nutzung dem unübersehbaren Spiel der freien Kräfte und dem Belieben des Einzelnen vollständig zu überlassen. Eine gerechte Rechts- und Gesellschaftsordnung zwingt vielmehr dazu, die Interessen der Allgemeinheit beim Boden in weit stärkerem Maße zur Geltung zu bringen als bei anderen Vermögensgütern. Deshalb können auch Grund und Boden im Rechtsverkehr nicht wie eine mobile Ware behandelt werden. Quelle: BVerfG 21, 73 (82f) Grundstücksverkehr 1967

10 10 Its All About Land! Land (is connected to all aspects of development) Economic Development People’s empowermen t Environmenta l protection Social reform Good governance

11 11 Continuum/range of land rights

12 12 Zwei Eigentumssysteme auf der Welt geteiltes Eigentumprivates individuelles Eigentum Germanischer Ursprung (gegenseitiges Treue- und Schutzverhältnis = Vasallenstatus) römischer Ursprung (ab Beginn der Neuzeit) Obereigentum Staat, Krone, Stamm, Volk(seigentum) dominium directum Untereigentum Nutzungsrecht /Nutzungseigentum (China, Israel, z. T. kommunistische Staaten) Dominium utile = vererblich, veräußerbar galt bis Anfang 19. Jhd. Insgesamt stabiles und nachhaltiges System, bis Obereigentümer die Untereigentümer auspressten. Deshalb Bauernkriege! Unbeschränktes Verfügungsrecht (Vollrecht), kann anderen überlassen werden auf Basis eines sachenrechtl. Vertrags oder verkauft werden theoretisch ab 1848 (Bauernbefreiung, nachhaltiger Umgang mit Grund und Boden) tatsächlich z. B. in Bayern erst ab Weimarer Zeit Französische Revolution 1789 „liberté, égalité, fraternité” Veränderte in Frankreich schlagartig, in Deutschland mit der Zeit (ab 1807 in Preußen, ab 1848 in Bayern) die Eigentumsstruktur Im 19. Jhd.: liberalistisch-kapitalistische Auffassung: volle schrankenlose Souveränität über Grund und Boden, „Naturrecht mobile Ware“ (deshalb Marx als Reaktion) ab : die bis heute geltende soziale Ausfassung von Grund und Boden (Weimarer Verfassung) heute gültige Gesetze: Art. 14, 15 GG; §§ 903 ff BGB Sozialpflichtigkeit Hinweis: Land Tenure (engl. Übersetzung für Bodenrecht) kommt von geteiltem Eigentum große Schwäche: keine Beleihung möglich (nur kurzfristig und sehr teuer, was die Bauern in den Ruin treibt) Balance zwischen Individual- und Gemeinwohlinteresse Langfristige sichere Beleihung möglich

13 13 Blick in die Welt

14 14 Bodenpolitik. Bodenpolitik wird verstanden als zielbewusstes Handeln zur Herbeiführung oder Bewahrung einer optimalen Verwendung des Bodens (Allocation) sowie einer sozialgerechten Verteilung des Bodeneigentums und des Bodeneinkommens (Distribution). Quelle: BVerfGE Baugutachten (Rechtsgutachten des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Juni 1954)

15 15 Source: Magel, Klaus and Espinoza adapted from Enemark 2009 The whole is more than the sum of the parts... We need to understand the land sector as a system, NOT as separated or independent components

16 16 Services to Politics, Public, Business & Society Country Context Institutional Framework Land Tenure Education & Research Capacity building Facilitating Sustainable Development and Good Governance Enhancing Quality of Life in urban and rural areas Land Policy and Spatial Planning Framework Spatially Enabled Participatory Land Management Land Administration, Land Value, Land Use, Land Markets, Land Development, Land Arrangement © adapted from Expert Group Meeting 9 – 11 November 2005 at the University of Melbourne by Prof. Magel

17 17 PENTAPHONY of Land Management © Magel 2010 Ensure equal treatment of all rural and urban areas Activating advicing and management Planning, cross-link and coordinate Construction and financing (Land) re-adjustment and conflict resolution

18 18 The German understanding of Land Management fields in science and practice – combined with land governance it is an important contribution to sustainable development in urban and rural areas Rural Developmen t Real Estate Management and Valuation Urban Developmen t Advice/ Capacity Building Geodata Management Land and Real Estate Management Source: DGK-Sektion Land- und Immobilienmanagement 2009

19 19 Bodenrecht – Definition „Bodenrecht wird als die Summe der Bestimmungen definiert, welche die aus dem Interesse der Gemeinschaft sich ergebenden Notwendigkeiten in Bezug auf Grundstücksverkehr, Grundstücksform, Besitzverhältnisse und Nutzungsweise regeln.“ Quelle:BVerfGE 3, 407 – Baugutachten, Referententwurf zu Baugesetz - Bundesminister für Wohnungsbau, (Rechtsgutachten des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Juni 1954)

20 20 Der Begriff "Bodenordnung" umfasst eine statische und eine dynamische Komponente: Die statische Komponente der Bodenordnung beinhaltet die Eigentumsverfassung unseres bebauten und unbebauten Grund und Bodens einschließlich seiner Nutzung und Besteuerung. Die dynamische Komponente der Bodenordnung umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, die Eigentums-, Besitz- und Nutzungsverhältnisse an Grund und Boden (die sog. Subjektiven Rechtsverhältnisse) möglichst weitgehend mit den in der Bodenordnungsplanung dokumentierten Ansprüchen an dessen Nutzung (die sogenannten objektiven Planungsziele) in Übereinstimmung zu bringen und störende externe Effekte in der planungskonformen Nutzung zu eliminieren, also private und öffentliche Interessengegensätze aufzulösen. (SEELE, 1979).

21 21 Artikel 14 Grundgesetz [Eigentum; Erbrecht; Enteignung] (1) Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt. (2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. (3) Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen.

22 22

23 23 Grünflächen-Urteil Kurzzusammenfassung: Ein Grundstückseigentümer klagt auf Entschädigung für die Aufnahme seines bisher landwirtschaftlich genutzten (aber stadtnahen) Grundstücks in ein Grünflächenverzeichnis. Die Klage wurde damit begründet, dass eine der Enteignung gleichkommende Eigentumsbeschränkung vorliege. Diese sei mit einer Entschädigung in Höhe der Differenz zwischen dem ortsüblichen Kaufpreis für Bauland und dem Wert für Ackerland auszugleichen. Obwohl der BGH die Aufnahme von Grundstücken in das Grünflächenverzeichnis als Bauverbot ansah, verneinte er dennoch die Voraussetzungen einer entschädigungspflichtigen Enteignung. Hinweis auf die besondere Funktion der Grundstücke für die allgemeine Erholung! Zur Begründung: „Die Eigentümerfunktion (…) hinsichtlich eines solchen Grundstücks wird - weil sie gar nicht soweit reicht! - nicht eigentlich beeinträchtigt und verkürzt, wenn dem Eigentümer für die Zukunft eine bisher noch nicht verwirklichte Verwendungsart (…) untersagt wird, während ihm die Fülle der Befugnisse aus dem Eigentum - Besitz, Verwaltung, Verfügungsmacht und Nutzung im übrigen - ungeschmälert erhalten bleibt.“  Für den Verlust von Chancen und Hoffnungen (= in der Zukunft liegende Wertsteigerungen) gibt es keine Entschädigung.

24 24 Buchendom-Urteil Kurzzusammenfassung: Ein Grundstückseigentümer klagt auf Entschädigung für das Verbot, seine unter Naturschutz gestellte Buchenbaumgruppe zu fällen und wirtschaftlich zu verwerten. Die Klage wurde damit begründet, dass eine der Enteignung gleichkommende Eigentumsbeschränkung vorliege. Die Eigentümerstellung umfasse grundsätzlich auch die wirtschaftliche Verwertungsmöglichkeit des Eigentums (§ 903 BGB). Der BGH hat entschieden, dass hier keine entschädigungspflichtige Enteignung, sondern nur eine entschädigungslos hinzunehmende Eigentumsbeschränkung vorliegt. Zur Begründung: Die naturgegebene Lage eines Grundstücks in der Landschaft oder aus der besonderen Art der äußeren Ausgestaltung des Eigentums im Blick auf Besonderheiten und Seltenheiten der Natur könne das Eigentum seiner „Natur nach“ mit einer begrenzten Pflichtigkeit „belastet“ sein, die sich durch gesetzliche Vorschriften zur Pflicht verdichten  Eine z.B. aus Gründen des Naturschutzes angeordnete Nutzungs- oder Benutzungsbeschränkung ist keine Enteignung, sondern lediglich Ausdruck der Sozialbindung.

25 25 Nassauskiesungsurteil Kurzzusammenfassung: Ein Kieswerkbesitzer klagt auf Entschädigung für die Versagung der wasserrechtlichen Erlaubnis, in einem Flurstück unter die Grundwassergrenze hinein Kies abzubauen. Bislang erfolgt der Kiesabbau über der Grundwassergrenze. Zur Begründung des Verfassungsgerichts: Es steht mit dem Grundgesetz in Einklang, dass das Wasserhaushaltsgesetz das unterirdische Wasser zur Sicherung einer funktionsfähigen Wasserbewirtschaftung - insbesondere der öffentlichen Wasserversorgung - einer vom Grundstückseigentum getrennten öffentlich-rechtlichen Benutzungsordnung unterstellt hat.  aufgrund der Sozialbindung eine entschädigungslos hinzunehmende Eigentumsbeschränkung

26 26 Direktorenvilla-Urteil (Rasselstein-Urteil) Kurzzusammenfassung: Ein Unternehmen klagt auf Entschädigung für die Versagung der Abbruchgenehmigung einer zum Unternehmen gehörigen Gründerzeit-Villa aus denkmalpflegerischen Gründen. Zur Begründung des Verfassungsgerichts: Der Gesetzgeber muss bei der Bestimmung von Inhalt und Schranken des Eigentums (Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG) die schutzwürdigen Interessen des Eigentümers und die Belange des Gemeinwohls abwägen. 1) Der Eigentümer muss daher grundsätzlich das Beseitigungsverbot des Baudenkmals im Rahmen der Sozialbindung hinnehmen. 2) Die Sozialbindung darf aber nicht soweit gehen, dass sich keinerlei Raum mehr für die Privatnützigkeit (im konkreten Fall: keinerlei sinnvolle Nutzungsmöglichkeit der Villa) ergibt.  Abwägung von Sozialbindung und Privatnützigkeit  Im konkreten Fall ist die Privatnützigkeit durch die Sozialbindung so eingeschränkt, dass eine entschädigungspflichtige Inhaltsbestimmung zuerkannt wurde.

27 27 Dürkheimer-Gondelbahn-Urteil Kurzzusammenfassung: Ein Unternehmen schließt mit der Stadt Bad Dürkheim einen Vertrag über die Errichtung und den Betrieb einer Gondelbahn. Der freihändige Erwerb der notwendigen Grundstücke gelingt nicht vollständig. Die restlichen Eigentümer werden enteignet oder es wird gegen deren Willen eine Grunddienstbarkeit eingetragen („Überflugrecht“). Eine finanzielle Entschädigung wird geleistet. Gegen die Enteignung klagen insgesamt 11 Eigentümer. Das Verfassungsgericht hebt die Enteignung auf! Zur Begründung des Verfassungsgerichts: Eine Enteignung einzelner Bürger im Interesse eines privaten Wirtschaftsunternehmens ist jedenfalls dann unzulässig sei, wenn nicht zusätzlich gewichtige Gründe des Gemeinwohls vorliegen.  Das Allgemeinwohl ist zwingende Grundvorraussetzung (conditio sine qua non) für eine Enteignung. Im konkreten Fall wurden die (erforderlichen) gewichtigen Gründe für das Gemeinwohl verneint!

28 28

29 29 … aber … (i z.B.

30 30 Bebauungsplan "Gut Kaltenbrunn" nichtig ( ) Bayerischer Verfassungsgerichtshof -Pressemitteilung vom Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat über eine Popularklage auf Feststellung der Verfassungswidrigkeit des Bebauungsplans mit Grünordnungsplan Nr. 40 „Gut Kaltenbrunn“ der Gemeinde Gmund a. Tegernsee vom 9. Dezember 2003 entschieden. Gegenstand der Popularklage ist die Frage, ob der o.g. Bebauungsplan gegen die Bayerische Verfassung verstößt. Dieser Bebauungsplan umfasst eine Fläche von 23,7 ha westlich des Ortskerns der Gemeinde Gmund in exponierter Lage am Nordufer des Tegernsees. Er enthält Festsetzungen für eine Hotelanlage auf dem Gelände, auf dem sich derzeit das denkmalgeschützte, in den Anfängen auf das 14./15. Jahrhundert zurückgehende und im 19. Jahrhundert ausgebaute Gut Kaltenbrunn befindet. Teile dieses historischen Vierseithofs sollen abgerissen, die verbleibenden Bereiche in die geplante Hotelanlage integriert werden.

31 31 Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat der Popularklage mit Entscheidung vom 22. Juli 2008 stattgegeben, weil der Bebauungsplan mit Grünordnungsplan Nr. 40 „Gut Kaltenbrunn“ der Gemeinde Gmund a. Tegernsee vom 9. Dezember 2003 gegen Art. 118 Abs. 1 BV verstößt und daher nichtig ist. 1. Die Popularklage ist zulässig. Das Klagerecht ist nicht durch Zeitablauf verwirkt. Da ein Normenkontrollverfahren beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof erst im Mai 2007 rechtskräftig abgeschlossen wurde, konnte die Grundstückseigentümerin bei Einreichung der Popularklage am 12. September 2007 berechtigterweise noch nicht damit rechnen, dass es nicht mehr zu einer verfassungsgerichtlichen Überprüfung kommen werde. 2. Die Popularklage ist auch begründet. Der Bebauungsplan „Gut Kaltenbrunn“ missachtet die Belange des Denkmalschutzes (Art. 141 Abs. 2 BV, § 1 Abs. 5 Satz 2 Nr. 5 BauGB 1998) in sachlich schlechthin nicht mehr zu rechtfertigender Weise und damit unter Verstoß gegen Art. 118 Abs. 1 BV. Die Begründung des Bebauungsplans attestiert dem Gut Kaltenbrunn eine „traumhafte Einbettung in die Landschaft des Tegernseer Tales“. Im Zuge des Bebauungsplan-Aufstellungsverfahrens ist die besondere Wertigkeit der Gesamtanlage wiederholt von fachkundiger Seite betont worden. Bebauungsplan "Gut Kaltenbrunn" nichtig ( ) Bayerischer Verfassungsgerichtshof - Pressemitteilung vom

32 32 Angesichts der herausragenden und überregionalen Bedeutung des Denkmals Gut Kaltenbrunn musste dem Schutz und der Pflege des Denkmals im Rahmen der Bauleitplanung und der nach § 1 Abs. 6 BauGB 1998 vorzunehmenden Abwägung besonderes Gewicht zukommen. Das beabsichtigte Nutzungskonzept wäre deshalb in erster Linie an der Bedeutung des Denkmals und seiner weittestmöglichen Bewahrung zu messen gewesen. Ausgangspunkt und Maßstab der Planung musste vorrangig der überlieferte Baubestand sein, Ziel in erster Linie der Erhalt der Anlage in Charakter, historischer Baukonstruktion und landschaftlicher Einbettung. Dem öffentlichen Interesse an der Erhaltung eines geschützten Denkmals kann nur durch die Inpflichtnahme des Eigentümers Rechnung getragen werden. Sein Eigentum unterliegt einer gesteigerten Sozialbindung (vgl. Art. 103 Abs. 2 BV), die sich aus der Situationsgebundenheit seines Grundbesitzes ergibt. Angesichts des hohen Rangs des Denkmalschutzes im Allgemeinen und der Bedeutung des Gutes Kaltenbrunn im Besonderen muss der Eigentümer es grundsätzlich hinnehmen, dass ihm eine möglicherweise rentablere Nutzung des Grundstücks verwehrt bleibt. Bebauungsplan "Gut Kaltenbrunn" nichtig ( ) Bayerischer Verfassungsgerichtshof - Pressemitteilung vom

33 33 FlurbG – Fünfter Abschnitt Zeitweilige Einschränkungen des Eigentums § 34 (1) Von der Bekanntgabe des Flurbereinigungsbeschlusses bis zur Unanfechtbarkeit des Flurbereinigungsplanes gelten folgende Einschränkungen: 1.In der Nutzungsart der Grundstücke dürfen ohne Zustimmung der Flurbereinigungsbehörde nur Änderungen vorgenommen werden, die zum ordnungsmäßigen Wirtschaftsbetrieb gehören. 2.Bauwerke, Brunnen, Gräben, Einfriedungen, Hangterrassen und ähnliche Anlagen dürfen nur mit Zustimmung der Flurbereinigungsbehörde errichtet, hergestellt, wesentlich verändert oder beseitigt werden. 3.Obstbäume, Beerensträucher, Rebstöcke, Hopfenstöcke, einzelne Bäume, Hecken, Feld- und Ufergehölze dürfen nur in Ausnahmefällen, soweit landeskulturelle Belange, insbesondere des Naturschutzes und der Landschaftspflege, nicht beeinträchtigt werden, mit Zustimmung der Flurbereinigungsbehörde beseitigt werden. Andere gesetzliche Vorschriften über die Beseitigung von Rebstöcken und Hopfenstöcken bleiben unberührt.

34 34 Private Property and Environmental Responsibility A Comparative Study of German Real Property Law By Murray J Raff, University Melbourne The concept of absolute private property by which an owner can do whatever he wishes with what belongs to him has been attacked in many ways, but no challenge brings it into question with such strength as the awareness of continuing environmental degradation in virtual contempt of sustainable development. Throughout the twentieth century and into our own era, legal property rights have time and time again been successfully invoked by polluters and others interested in evading ecological imperatives. However, most jurists today would agree that the internationally acknowledged necessity for land use to be administered in ecologically sustainable ways is plainly a principle that should be harmonized across national boundaries. This remarkable new book is not a radical text, but seeks to find a principle of responsible proprietorship in our existing legal systems.

35 35 © Univ.-Prof. Dr.-Ing. Holger Magel, 2004 Lehrstuhl für Bodenordnung und Landentwicklung, TUM Bodenordnungsystem in Deutschland Freiwillige Bodenordnung nach § 11 (1) Nr. 1 BauGB (städtebaulicher Vertrag) Umlegung nach § 45 BauGB Vereinfachte Umlegung nach § 80 BauGB Flurbereinigung nach § 1 FlurbG Vereinfachte Flurbereinigung nach § 86 FlurbG Beschleunigte Zusammenlegung nach § 91 FlurbG Öffentlich-rechtlichPrivatrechtlich HoheitlichFreiwillig Schenkung § 516 BGB Nutzungsvereinbarungen §§ 145 ff BGB Pacht §§ 585 ff BGB Ankauf §§ 433 ff BGB Verkauf §§ 433 ff BGB Tausch § 515 BGB Erbschaft §§ 1922 ff BGB Unternehmensflurbereinigung nach § 87 FlurbG (siehe auch § 190 BauGB) Enteignung Neuordnung der Eigentumsverhältnisse nach § 56 LwAnpG Freiwilliger Landtausch nach § 103a FlurbG und § 54 LwAnpG Freiwilliger Nutzungstausch §§ 585 ff BGB

36 36 Boom for Rural Development in China-Land Consolidation (LC) is an essential part Professor Dr-Ing. Holger Magel* Summary of the Sino-German Symposium Land Consolidation and Rural Development 18 – 20 May 2009 in Qingdao and Qingzhou Ladies and Gentlemen, it gives me great pleasure and satisfaction to draw up a résumé of this conference which scientifically has been of the greatest value and organisationally absolutely splendid. But first of all I should like once more to emphasise that this conference, arranged and carried through by four organising bodies, represents in my China experience of over 20 years the peak of a well based expert cooperation which has at the same time always been characterised by openness and trust.

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39 39 Old approachNew approach Objectives Equalisation, farm income, farm competitiveness Competitiveness of rural areas, valorisation of local assets, exploitation of unused resources Key target sector AgricultureVarious sectors of rural economies (Rural tourism, manufacturing, ICT industry, etc.) Main tools SubsidiesInvestments Key actors National governments, farmers All levels of government (supra- national, national, regional and local), various local stakeholders (public, private, NGOs) Source: OECD, 2006: The New Rural Paradigm: Policies and Governance. p.15 The new rural paradigm

40 40 Beispiel: Verfahren Nettersheim Landkreis Euskirchen Nordrhein-Westfalen Conflict resolution between public and private interests Land tenure after land consoldation Land tenure before arrangement

41 41

42 42 Land consolidation Rural construction Village renewal IRD Integrated Rural Development IRD Conzept „Regional“ rural development for neighbour villages/municipalities comprehensive Cross cutting Different other Ministries Private sector Guiding of Implementation

43 43 Land consolidation Before …After arrangement of the parcels

44 44 Vergrößerung und zweckmäßige Erschließung der Hofstellen durch Bodenordnung auch im Dorf.

45 45 Einsatz von Bodenordnung und Landentwicklung im Interesse der öffentlichen Hand

46 46 Baugesetzbuch § 86 - Gegenstand der Enteignung (1) Durch Enteignung können 1. das Eigentum an Grundstücken entzogen oder belastet werden; 2. andere Rechte an Grundstücken entzogen oder belastet werden; 3. Rechte entzogen werden, die zum Erwerb, zum Besitz oder zur Nutzung von Grundstücken berechtigen oder die den Verpflichteten in der Benutzung von Grundstücken beschränken; hierzu zählen auch Rückübertragungsansprüche nach dem Vermögensgesetz; 4. soweit es in den Vorschriften dieses Teils vorgesehen ist, Rechtsverhältnisse begründet werden, die Rechte der in Nummer 3 bezeichneten Art gewähren. (…)

47 47 Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz EnWG) Ausfertigungsdatum: Vollzitat: "Energiewirtschaftsgesetz vom 7. Juli 2005 (BGBl. I S (3621)), durch Artikel 2 des Gesetzes vom 25. Oktober 2008 (BGBl. I S. 2101)" Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2 G v I 2101 § 45 Enteignung (1) Die Entziehung oder die Beschränkung von Grundeigentum oder von Rechten am Grundeigentum im Wege der Enteignung ist zulässig, soweit sie zur Durchführung 1. eines Vorhabens nach § 43 oder § 43b Nr. 1 oder 2, für das der Plan festgestellt oder genehmigt ist, oder 2. eines sonstigen Vorhabens zum Zwecke der Energieversorgung erforderlich ist. (2) Über die Zulässigkeit der Enteignung wird in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 im Planfeststellungsbeschluss oder in der Plangenehmigung entschieden; der festgestellte oder genehmigte Plan ist dem Enteignungsverfahren zugrunde zu legen und für die Enteignungsbehörde bindend. Hat sich ein Beteiligter mit der Übertragung oder Beschränkung des Eigentums oder eines anderen Rechtes schriftlich einverstanden erklärt, kann das Entschädigungsverfahren unmittelbar durchgeführt werden. Die Zulässigkeit der Enteignung in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 stellt die nach Landesrecht zuständige Behörde fest. (3) Das Enteignungsverfahren wird durch Landesrecht geregelt.

48 48 Bayerisches Gesetz über die entschädigungspflichtige Enteignung (BayEG) Fundstelle: BayRS III, S. 601 Änderungen Art. 44 Abs. 2 Satz 2 geänd. (Art VwReform G v , 136) Art. 23 Satz 2 angef. (§ 11 G v , 962) Inhaltsübersicht Teil I Allgemeine Vorschriften Art. 1 Enteignungszweck Art. 2 Gegenstand der Enteignung Art. 3 Zulässigkeit der Enteignung Art. 4 Zulässigkeit der Ersatzlandenteignung Art. 5 Zulässigkeit der Enteignung für den Ersatz entzogener Rechte Art. 6 Umfang, Beschränkung und Ausdehnung der Enteignung Art. 7 Vorarbeiten auf Grundstücken Teil II Entschädigung, Rückenteignung und Härteausgleich Abschnitt 1 Entschädigung Art. 8 Entschädigungsgrundsätze Art. 9 Entschädigungsberechtigter und Entschädigungsverpflichteter Art. 10 Entschädigung für den Rechtsverlust Art. 11 Entschädigung für andere Vermögensnachteile Art. 12 Rechte der Nebenberechtigten Art. 13 Entschädigung in Geld Art. 14 Entschädigung in Land Art. 15 Entschädigung durch Gewährung anderer Rechte Abschnitt 2 Rückenteignung Art. 16 Rückenteignung Art. 17 Entschädigung für die Rückenteignung Abschnitt 3 Härteausgleich Art. 18 Härteausgleich

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