4. Eigentümerforum Schalke Soziale Stadt Schalke 11. Juli 2012

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4. Eigentümerforum Schalke Soziale Stadt Schalke 11. Juli 2012

Tagesordnung I. Begrüßung Marco Szymkowiak, Stadtteilbüro Schalke II. „Lebensqualität Älterer im Wohnquartier“ Prof. Dr. Harald Rüßler, FH Dortmund III. Barrierefreie Modernisierung Stefan Wiewelhove, Modernisierungsberater Schalke

Einführung in die Stadterneuerung Schalke Stadtteilprogramm Schalke mit dem Schwerpunkt der baulichen Erneuerung des Wohnungsbestandes, flankierende Maßnahmen zur sozialen Stabilisierung Dreiklang von Stadterneuerung, Investitionen und privatem Engagement Hoher Anteil an privaten Haus- und Wohnungseigentümern im Stadtteil Schalke Große Bedeutung des Engagements der privaten Einzeleigentümer für den Prozess der Erneuerung

Stadtteilprogramm Soziale Stadt Schalke Grundlage ist das integrierte Handlungskonzept der „Stadtentwicklungsplan Schalke“, kurz das IHK Leitbild: Citynaher und preiswerter Wohnstandort mit Vielfalt und kurzen Wegen Verbesserung des Wohnungsbestandes Unterstützung von Einzeleigentümern Qualifizierung des öffentlichen Raums Angebote für Jugendliche Imageverbesserung, Stadtteilmarketing, Bildung als Standortfaktor Aktivierung/ Einbeziehung Stadtteilakteure/ Bewohner Einrichtung eines Stadtteilbüros: Projektentwicklung und Koordination

4. Eigentümerforum in Schalke 11.07.2012 Prof. Dr. Harald Rüßler Ergebnisse der schriftlichen Befragung des LiW-Projekts (Lebensqualität Älterer im Wohnquartier) 4. Eigentümerforum in Schalke 11.07.2012 Prof. Dr. Harald Rüßler 20 min Vortrag, 20 min Diskussion 28.03.2017 LiW-Projekt 5 5

Kurzvorstellung des Projekts Inhalt Kurzvorstellung des Projekts Demografische Entwicklung und Wohnen im Alter Wohnsituation der Älteren in Schalke Merkmale der Wohneigentumsbesitzer in Schalke Einschätzungen und Wünsche der Älteren Handlungsempfehlungen 28.03.2017 LiW-Projekt 6 6

Laufzeit, Förderung, Projektpartner, Kontakt 1.KurzVorstellung des LiW-Projekts Laufzeit, Förderung, Projektpartner, Kontakt 28.03.2017 LiW-Projekt 7 7

Lebensqualität Älterer im Wohnquartier (LiW) Selbstbestimmt älter werden im Ruhrgebiet Laufzeit: 01.05.2010 – 31.05.2013 (3 Jahre) Gefördert vom: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Förderlinie: Soziale Innovationen für die Lebensqualität im Alter (SILQUA-FH) Projektmitarbeiter: Prof. Dr. Harald Rüßler, Dr. Dietmar Köster, Janina Stiel, studentische Mitarbeiter Projekt-Praxispartner: FoGera e.V., Forschungsbereich „Planen und Bauen im Strukturwandel“ FH Dortmund, Stadt Gelsenkirchen, Trägerverbund Seniorennetz Gelsenkirchen, Vivawest Wohnen GmbH, Landesseniorenvertretung NRW Kontakt: www.liw.fh-dortmund.de, Telefon: 0231-7554900 E-Mail: liw@fh-dortmund.de 28.03.2017 LiW-Projekt 8 8

2. Demografische Entwicklung und Wohnen im Alter Älter. Weniger. Bunter. 28.03.2017 LiW-Projekt 9 9

Alter(n) ist ein differenzieller Prozess: Älter. Weniger. Bunter. Unter dieser „Formel“ wird vielfach der demographische Wandel zusammengefasst: Älter: „dreifaches Altern“ der Bevölkerung: Zunahme der absoluten Zahl älterer Menschen, wachsender Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung und Zunahme der Hochaltrigkeit, starker Anstieg sehr alter Menschen (85 plus). Weniger: Schrumpfen der Bevölkerung Bunter: Steigender Anteil älterer Migranten/innen; Heterogenisierung der Lebensläufe 28.03.2017 LiW-Projekt 10 10

Der Wohnung und dem unmittelbaren Wohnumfeld kommt für die Lebensqualität im Alter eine herausragende Bedeutung zu. „Alltag im Alter heißt vor allem Wohnalltag. Die Umwelt des alltäglichen Lebensvollzugs im Alter ist die Wohnung und das Haus sowie das nahe Wohnumfeld“ (Saup 1999: 44). Zeitbudgetanalysen, Lauftagebücher 28.03.2017 LiW-Projekt 11 11

Repräsentative Befunde für Deutschland, wie z. B Repräsentative Befunde für Deutschland, wie z.B. der Deutsche Alterssurvey (DEAS) und der neuste Demografiebericht der Bundesregierung, zeigen: Die meisten älteren Menschen möchten ihr Leben selbst bestimmen und selbständig bis ins hohe Alter in der privaten Wohnung leben. Nicht nur die (barrierefreie) Wohnung ist wichtig für eine gute Lebensqualität, sondern vor allem auch die (soziale) Infrastruktur: Nachbarschaft, Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten, ÖPNV, barrierefreies Umfeld etc. Trotz Schrumpfung der Bevölkerung: Die Anzahl der Privathaushalte steigt kontinuierlich und die Haushalte werden immer kleiner – derzeit „leben im Durchschnitt zwei Personen in einem Haushalt. Die Zahl der Haushalte, in denen nur eine Person lebt, nimmt rasch zu“ (Demografiebericht 2011: 44). Dies ist Ausdruck einer Singularisierungstendenz. Auch im Alter. Die Differenziertheit des Alter(n)s zeigt sich auch an Angeboten und Nachfrage neuer Wohnformen: gemeinschaftliches Wohnen, Mehrgenerationenwohnen etc. 28.03.2017 LiW-Projekt 12 12

3. Wohnsituation der älteren in Schalke Wohnformen, Haushaltsgröße, Wohnungsgröße, Wohndauer, Einkommen, Familienstatus 28.03.2017 LiW-Projekt 13 13

Wohnform Mit 74,3% lebt der überwiegende Teil der älteren SchalkerInnen in Mietwohnungen, 22,3% verfügen über Wohneigentum. Wesentlich mehr Migranten als Deutsche leben in einer Mietwohnung (79,4% zu 66,1%), jedoch nicht in einer mit WBS. Deutsche verfügen über mehr Wohneigentum (gesamt: 24,4%) als Migranten (9,6%). Nicht erfasst bleibt dabei natürlich, in welchem Maß Migranten evtl. im Ausland über Wohneigentum verfügen. 39% leben in Einpersonenhaushalten, 57% in Zweipersonenhaushalten. Erwartetes Bild: Wesentlich mehr Frauen leben in Einpersonenhaushalten (51,2% zu 20,4% der Männer), mehr Männer in Zweipersonenhaushalten (73,9% zu 46,3% der Frauen). Migranten wohnen ebenfalls überwiegend in Ein- und Zweipersonenhaushalten, wie die Einheimischen auch (ca.88% zu 98%). 28.03.2017 LiW-Projekt 14 14

Maximales Einkommen im Monat pro Kopf (klassiertes maximales Nettoäquivalenzeinkommen) Der Einkommens-spielraum der älteren SchalkerInnen ist nicht groß, 20% sind von Armut betroffen, weitere 30% sind gefährdet. 28.03.2017 LiW-Projekt 15 15

Wohndauer: über 60jährige 30-40 Jährige Lange Wohndauern bei den Älteren, aber auch bei den Jüngeren n = 421 n = 88 28.03.2017 LiW-Projekt 16 16

88% der älteren SchalkerInnen möchten so lange wie möglich im Wohnviertel bleiben, ebenso 66,3% der Jüngeren/ Familien. Dies spricht dafür, dass für viele Schalke ein Wohnort ist, an dem sie dauerhaft leben werden. Fazit: die älteren Schalker wohnen überwiegend in Mietwohnungen, wenige im eigenen Haus; sie leben dort zumeist zu zweit, aber der Anteil Alleinlebender wird steigen; die meisten leben in Wohnungsgrößen zwischen 46 – 80 m². Die meisten verfügen über wenig Einkommen. Der allergrößte Teil lebt schon sehr lange in Schalke und möchte dort so lange wie möglich wohnen bleiben! 28.03.2017 LiW-Projekt 17 17

4. Merkmale der Wohneigentumsbesitzer in Schalke Alter, Geschlechterverhältnis, Wohndauer, Einkommen, Beurteilung Gebäudequalität 28.03.2017 LiW-Projekt 18 18

Ältere Wohneigentumsbesitzer sind zu 63% Frauen und nur zu 37% Männer. In Schalke leben 23% der über 60jährigen in Wohneigentum (Wohnung oder Haus) (= Wohneigentumsbesitzer) und 77% zur Miete (= Mieter). Ältere Wohneigentumsbesitzer sind zu 63% Frauen und nur zu 37% Männer. Sie sind zu 41,3% zwischen 60-69 Jahre, zu 35,9% zwischen 70-79 und zu 22,8% 80 Jahre und älter. Von ihnen leben 7,6% seit weniger als 10 Jahren in Schalke, 53,7% zwischen 11 und 40 Jahren und 39,8% seit über 40 Jahren in Schalke. Während der überwiegende Teil der „Mieter“ zwischen 46 und 80m² zur Verfügung hat (78,4%), haben 48,4% der Wohneigentumsbesitzer mehr als 80m² zur Verfügung, davon allein 25,3% über 100m². Wichtig vorab: Wir können nur was über diejenigen sagen, die gerade jetzt selbst in Wohneigentum leben (auch Selbstnutzer) versus diejenigen, die für ihre Wohnung/Haus jetzt Miete bezahlen. Es sind ja auch Eigentümer vorstellbar, die selbst zur Miete leben aber irgendwo anders ein Eigentum besitzen  diejenigen haben wir hier nicht drin! Nur Unterscheidung nach aktuellem Selbst-Wohn-Status. 28.03.2017 LiW-Projekt 19 19

Klassiertes maximales Nettoäquivalenzeinkommen: (berechnet aus eigener Angabe über monatliches Nettoeinkommen des Haushalts) Auch von den Wohneigentumsbesitzern wären nach eigener Angabe 5% einkommensarm und 26,3% armutsgefährdet. Dies lässt auf geringere Handlungsspielräume von gut 30% der Eigentums-besitzer schließen. 28.03.2017 LiW-Projekt 20

Es gibt einen großen Unterschied zwischen den Wohneigentums-besitzern und den Mietern in Bezug auf die Beurteilung der Gebäudequalität des eigenen Wohnhauses (31,5 %). 28.03.2017 LiW-Projekt 21

5. Einschätzungen und Wünsche der älteren in Schalke Gebäudequalität, Barrierefreiheit, Dienstleistungsangebote, Nachbarschaftshilfe, Sauberkeitund Wohnumfeld 28.03.2017 LiW-Projekt 22 22

Wie wichtig sind Ihnen folgende Bereiche? (sortiert von wichtig nach unwichtig) wichtig unwichtig n % 1. Gesundheit 400 99,8% 1 0,2% 2. Im täglichen Leben zurecht kommen 392 99,5% 2 0,5% 3. Wohnverhältnisse 390 99% 4 1% 4. Beziehungen zu Ihren Familienangehörigen 396 97,7% 9 2,2% 5. Lebensstandard 376 2,3% 6. Beziehungen zu Ihren Freunden 360 93% 27 7% 7. Beziehungen zu Ihren Nachbarn 344 87,8% 48 12,2% 8. Lernen/Bildung 308 83% 63 17% 9. Freizeitgestaltung 294 79,7% 75 20,3% Der Bereich Wohnen gehört zusammen mit Gesundheit und der selbstständigen Bewältigung des Alltags zu den drei wichtigsten Bereichen der SeniorInnen für ihre Lebenszufriedenheit. 28.03.2017 LiW-Projekt 23 23

Und wie zufrieden sind Sie … (sortiert von zufrieden nach unzufrieden) zufrieden unzufrieden n % 1. mit den Beziehungen zu Ihren Familienangehörigen? 359 94,4% 21 5,6% 2. mit den Beziehungen zu Ihren Freunden? 332 93,5% 23 6,5% 3. mit dem, was Sie bisher gelernt haben? 313 92,2% 27 8% 4. damit, wie Sie im täglichen Leben zurecht kommen? 323 91,0% 32 9% 5. mit Ihren Wohnverhältnissen? 322 86,8% 49 13,2% 6. mit Ihrem Lebensstandard? 306 83,8% 59 16,2% 7. mit den Beziehungen zu Ihren Nachbarn? 302 83,5% 60 16,5% 8. mit Ihrer Freizeitgestaltung? 281 82,9% 58 17,1% 9. mit Ihrer Gesundheit? 222 59,2% 153 40,8% Schalke Westler sind deutlich zufriedener mit ihren Wohnverhältnissen (sehr zufrieden), Ostler deutlich unzufriedener (eher und sehr). Nimmt man beide Zufriedenheitskategorien zusammen sind 90% der Westler zufrieden, 82,4% der Ostler. Auf der Skala der Zufriedenheit mit bestimmten Lebensbereichen erreichen die momentanen Wohnverhältnisse jedoch nur den 5. Platz. 28.03.2017 LiW-Projekt 24 24

Die Jüngeren sehen die Gebäude-qualität kritischer als die Älteren Die Jüngeren sehen die Gebäude-qualität kritischer als die Älteren. Insgesamt sind 43,5% der Jüngeren und 33,9% der Älteren nicht zufrieden. 28.03.2017 LiW-Projekt 25 25

69% der Älteren meinen, wohnraum-bezogene Dienstleistungs-angebote seien nicht ausreichend. 28.03.2017 LiW-Projekt 26 26

Auch beim Thema Ruhe und Sauberkeit gibt es Differenzen zwischen den Jüngeren und Älteren: 56% der Kontrollgruppe sehen das kritisch, bei der Zielgruppe „nur“ knapp 39%. 28.03.2017 LiW-Projekt 27 27

47% bejahen die Existenz von Nachbarschaftshilfe. Gespaltenes Bild: Knapp 53% sagen, dass selbstverständliche Nachbarschaftshilfe eher nicht oder gar nicht gegeben ist. 47% bejahen die Existenz von Nachbarschaftshilfe. 28.03.2017 LiW-Projekt 28 28

Könnten Sie sich vorstellen später einmal in eine andere Wohnform umzuziehen?  Könnte für mich in Frage kommen sagen: Frauen n Prozent 1. Betreutes Wohnen/Service Wohnen 87 44,8 % 2. Haus- und Wohngemeinschaft für Senioren 64 34,8 % 3. Gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt 47 27,3 % 4. Pflegeeinrichtung/ Heim 40 21,5 % Männer n Prozent 1. Betreutes Wohnen/Service Wohnen 49 37,7 % 2. Haus- und Wohngemeinschaft für Senioren 33 25,8 % 3. Gemeinschaftliches Wohnen von Jung und Alt 30 24,2 % 4. Pflegeeinrichtung/ Heim 29 22,1 % Die auffälligsten Geschlechterunterschiede: Frauen sind besser über alternative Wohnformen informiert. Je älter die Befragten desto eher ist der Umzug in ein Pflegeheim denkbar. Evtl. gilt dies aber nicht für nachfolgende Kohorten. Ältere Migranten lehnen die aufgeführten Wohnformen stärker ab als Einheimische. Am ehesten können sich ältere Männer und Frauen bei Bedarf die Wohnform Betreutes Wohnen vorstellen, je ein Fünftel aber auch den Einzug in ein Pflegeheim. 28.03.2017 LiW-Projekt 29 29

Wichtig für die Umsetzung von Vorhaben: Partizipation. 43% der Senioren möchten über Vorhaben in Schalke mitbestimmen. 28.03.2017 LiW-Projekt 30 30

Aber 94% der Senioren meinen, sie können über Vorhaben in Schalke nicht mitbestimmen. Es gibt nach Meinung der Befragten also eine große Diskrepanz zwischen dem Wunsch und den Möglichkeiten mitzubestimmen. 28.03.2017 LiW-Projekt 31 31

Dinge, die mehr für Menschen ab 60 im Wohnviertel getan werden sollten: Zielgruppe n Prozent der Fälle 1. altersgerechte Wohnungen 182 54,3% 2. altersgerechtes Wohnumfeld 180 53,7% 3. mehr Information und bessere Beratung über Dinge des Alterns 148 44,2% 4. mehr gesundheitsfördernde Aktivitäten 119 35,5% 5. mehr Angebote für Frauen ab 60 Jahren 97 29,0% 6. mehr Angebote für Männer ab 60 Jahren 81 24,2% 7. Mehr kulturelle Angebote 70 20,9% 8. Mehr Lernangebote für ältere Menschen 50 14,9% Mit Zunahme des Alters wird der Wunsch nach altersgerechten Wohnungen und einem altersgerechten Wohnumfeld sowie nach Informationen und Beratung zum Alter größer, der nach Lernangeboten, gesundheitsfördernden Aktivitäten, kulturellen Angeboten und geschlechtsspezifischen Angeboten kleiner. Der Wunsch nach einem altersgerechten Wohnumfeld und Wohnung ist bei den Verwitweten am größten (20,3% und 21,7%)... 28.03.2017 LiW-Projekt 32 32

Investitionen in Steine und Übernahme sozialer Verantwortung 6. Handlungsempfehlungen Investitionen in Steine und Übernahme sozialer Verantwortung 28.03.2017 LiW-Projekt 33 33

Investitionen in Steine Wohnungsförderung/Sozialwohnungsbau von barrierefreien und bezahlbaren Wohnungen in Schalke lohnt sich - nicht zuletzt auch mit Blick auf Folgegenerationen! Förderung besonders in Schalke-Ost: Wohnsituation in Schalke-Ost wird schlechter bewertet als in Schalke-West. Besonders aus der Perspektive der Jüngeren besteht ein Modernisierungsbedarf im Hinblick auf die Gebäudequalität. Für Ältere gilt hier wohl eher das so genannte Zufriedenheitsparadox. Bereitstellung kleinerer Wohnungen für Ein- und Zweipersonenhaushalte. Stärke des Stadtteils Schalke: gute ÖPNV-Anbindung, gute Versorgungsinfrastruktur, da innenstadtnah 28.03.2017 LiW-Projekt 34 34

Übernahme sozialer Verantwortung Auch die Wohnungswirtschaft ist bei der Förderung von guter Nachbarschaft und einer sauberen und ruhigen Wohnumgebung gefragt (z.B. Bereitstellung von Gemeinschaftsräumen, personelle Schnittstelle Wohnungswirtschaft - Seniorenvertreter/ Nachbar- schaftsstifter). Es besteht ein großer Bedarf an wohnungsbezogenen Dienstleistungsangeboten. Wichtig sind bezahlbare barrierefreie/barrierearme Wohnungen. Die finanziellen Spielräume der SchalkerInnen sind nicht groß. Bei allen Überlegungen sollten die Bewohner miteinbezogen werden. Sie sind die Experten ihres Wohnumfelds. 28.03.2017 LiW-Projekt 35 35

Danke für ihre Aufmerksamkeit! Zeit für Ihre Fragen 28.03.2017 LiW-Projekt 36 36

Modernisierungsberatung »Stadtteilprogramm Soziale Stadt Schalke« in Gelsenkirchen Kostenlose Beratung für Eigentümer! Thema: »Altersgerechtes Umbauen«

Privater Raum: Haus/Wohnung • Wohnraumanpassung ist notwendig: Nach Schätzungen von Wohnungsunternehmen ist heute nur 1 % des vorhandenen Wohnraums seniorengerecht. • Aber über 70 % der Ältern wollen in der eigenen Wohnung bleiben. • Umbau, um Selbstständigkeit und Mobilität in der eigenen Wohnung zu ermöglichen und die nötige, häusliche Pflegesituation zu erleichtern.  Menschliche Bindungen erhalten, im Quartier eingebunden sein.

Ziele und Aufgaben • der Erhalt des vorhandenen Grades von Selbständigkeit, d.h. die Vorbeugung von Selbstständigkeitseinschränkungen • die Wiederherstellung der Selbstständigkeit • die Reduzierung von Hilfebedarf oder Pflegebedarf • einfache Lösungen mit klarem Funktionsumfang • Komfort und Sicherheit • Unterstützung eines positiven Lebensgefühls und der selbst- ständigen Lebensführung • Normalität durch Alltagsprodukte • Vermeidung aufwändiger und kostenintensiver Sonderlösungen

Immer zu berücksichtigen: Ziel ist sich immer bequem und sicher in der eigenen Wohnung zu bewegen: • Platz satt! – Entrümpeln (was brauche ich wirklich?) • Weg mit Stolperfallen! (Kabel, Teppiche etc.) • Gute Erreichbarkeit von Schaltern, Fenstern, Regalen und Schränken, • Geringerer Kraftaufwand durch elektronische Fernsteuerung oder motorisierte Rolläden, ergonomische Griffe

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Hauseingang • Stufen immer mit Handlauf / Geländer • rutschfester Belag, Fußmatte im Boden einlassen • Hausleuchte mit Bewegungsmelder • Vordach • große Türgriffe, ggf. elektronischer Türöffner • Briefkästen/ Klingelanlage in Sitzhöhe • Stufen ohne Untertritt / Stolperkante • Türverbreiterungen • Rampen

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Wohnraum • Ausreichend Platz: ein Rollstuhl benötigt einen Wendekreis mit 1,50 m Durchmesser • Türen mit mind. 85 cm Durchgangsbreite • Fensterbrüstungen in 60 cm Höhe • Erhöhung der Sitzflächen erleichtert das Aufstehen • ausreichend Schalter und Steckdosen in einer für alle leicht erreichbaren Höhe • Vermeidung von Schwellen und Stufen  • Bodenfläche mit einem leicht berollbaren Bodenbelag

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Wohnraum • größere Türgriffe / Türdrücker mit spezieller Ergonomie • Fingerschutztürblatt mit Knautschzone im Aufschlagbereich

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Handläufe und Haltegriffe in der Wohnung • Halte- und Ausruhmöglichkeiten • Sicherheit • Hilfsmittel optisch ansprechend in den Wohnraum integrieren

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Küche • Über-Eck-Anordnung der Arbeitsbereiche • flexible Arbeitshöhen von 75 bis 90 cm • Erhöhter Kühlschrank, Backofen, Spül- maschine • Kniefreiräume / unterfahrbare Arbeits- flächen, Spüle • Oberschränke mit Schiebe- oder Rolladen- türen • Helle und blendfreie Beleuchtung • Lichtschalter an Tür und Sitzplatz

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Bad / WC • Ausreichend Bewegungsfläche • Tür schwellenlos • Bodengleiche Dusche • Haltegriffe, Duschsitz • WC Sitzerhöhung • Tür öffnet nach außen oder Schiebtür • Stolperfallen vermeiden • Möglichkeit Haltegriffe nachträglich anzubringen • unterfahrbares Waschbecken • Sitzhocker vor Waschbecken 46

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Bad / WC 47

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Bad / WC 48

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Schlafzimmer • Ausreichend Bewegungsfläche • Bett von 3 Seiten erreichbar • Bett ggf. auf 50 cm erhöhen • Lichtschalter am Bett, Nachtlichtsystem • Telefon / Notruf am Bett • Ablagefläche am Bett • ausreichende Anzahl von Steckdosen • Stolperfallen vermeiden 49

Aspekte der Umgestaltung Beispiel: Balkon / Terrasse • Ausreichend Bewegungsfläche • Tür schwellenlos • Tür aus Sitzposition zu öffnen, Schiebetür • Rutschfester Bodenbelag, Stolperfallen vermeiden 50

Förderung und Finanzierung Spezialmöbel oder notwendige Hilfsmittel • Krankenkasse • Pflegekasse • Berufsgenossenschaften/Rentenkasse Umbauten • Landeszuschüsse und Kredite: - Wohngeldgesetz - Zuschuss kfw-Bankengruppe (Programm 159) - Kredite Landesbank NRW 51

Förderung und Finanzierung Beispiel: Zuschuss der kfw-Bankengruppe Die kfw-Förderbank bezuschusst den Umbau von Eigentumswohnungen oder Ein-/Zweifamilienhaus, wenn die Baumaßnahme Barrieren reduzieren soll. Voraussetzung ist, dass der Umbau aus eigenen finanziellen Mittel bestritten wird. • der Zuschuss kommt direkt auf Ihr Konto • keine Kredittilgung - keine finanziellen Verpflichtungen • selbst genutztes oder vermietetes Wohneigentum • Fachfirmen müssen beauftragt werden Den Antrag vor Umbau, direkt bei der kfw. Der Zuschuss beträgt 5% der förderfähigen Investitionskosten, maximal 2.500 Euro pro Wohneinheit. Voraussetzung: mindestens 6.000 Euro investieren. 52

Förderung und Finanzierung Beispiel: Darlehen für den Abbau von Barrieren im Land NRW Förderfähig sind bauliche Maßnahmen, die die Barrierefreiheit im Sinne der DIN 18 040 verbessern. Z.B.: • Einbau einer bodengleichen Dusche, • Verbreiterung Türen, Balkontüren, • Abbau von Türschwellen, • Rampen, Aufzug, Treppenlift, elektrische Türöffner, • Darlehen bis 50.000 € pro WE zur Anteilsfinanzierung der förderfähigen Baukosten. • Die Förderung ist nicht an Einkommensgrenzen gebunden und führt nicht zu einer Sozialbindung der Wohnung. • Die Darlehensbedingungen sind: ab Zins 1,15% (30 Jahre) 53

Beratung und Information Wohnberatungsstellen gibt es viele in NRW – die Nächste finden Sie bei www.wohnberatungsstellen.de Aktuelle Informationen – Artikel, Förderung etc. www.barrierefrei.de www.nullbarriere.de www.mbv.de (Bestellung von Handbüchern, Broschüren etc.) 54

Kontakt Stefan Wiewelhove, Modernisierungsberater Kontakt über das Stadtteilbüro Luitpoldstraße 50 45881 Gelsenkirchen Tel.: 0209 / 40 85 87 66 E-Mail: stefan.wiewelhove@gelsenkirchen.de Sprechstunde im Stadtteilbüro Schalke jeden Mittwoch von 16.00 – 17.00 Uhr oder nach Terminvereinbarung

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Stadtteilbüro Schalke Luitpoldstraße 50 45881 Gelsenkirchen Tel. 0209/ 40858766 Marco Szymkowiak marco.szymkowiak@gelsenkirchen.de