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: Schulspeise in Indien: auf handgemalten Bildern teilt der Staat mit, wie viel Lebensmittel den Kindern als staatlicher Zuschuss jeden Tag zur Verfügung.

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1 : Schulspeise in Indien: auf handgemalten Bildern teilt der Staat mit, wie viel Lebensmittel den Kindern als staatlicher Zuschuss jeden Tag zur Verfügung stehen.

2 Auf der offiziellen Homepage des Bildungsministeriums sind Art und genaue Mengen der Lebensmittel angegeben, die in der Schulspeise zur Verfügung gestellt werden.

3 Aber wie ist es tatsächlich um die Ernährung der indischen Schulkinder bestellt? Wir wollen verstehen, wie die gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen das Leben der Menschen in Südindien am Beispiel der Gemeinde Cowdalli bestimmen. Deshalb müssen wir erst etwas über den Ort erfahren.

4 Die Gemeinde Cowdalli liegt in dem südindischen Staat Karnataka an der Grenze zu Tamil Nadu. Die Hauptstadt Bangalore mit über 8 Millionen Einwohnern ist in etwa 6 Stunden Busfahrt erreichbar. Mysore mit etwa 1 Million Einwohnern ist die nächstgelegene Großstadt. Für die 100km Entfernung braucht der Bus etwa 4 Stunden.

5 Eine Luftbildaufnahme des Ortes und die geografische Anbindung lässt sich in Google Maps unter dem Stichwort Kowdhalli, z.B. unter https://www.google.de/maps/place/Kowdhalli,+Karnataka+571444,+Indien/@12.0660499,77.4418 746,933m/data=!3m2!1e3!4b1!4m2!3m1!1s0x3baec38c7cec0ae5:0x2a693db0073837b7!6m1!1e1 anschauen. Auf dem Bild sieht man die Hauptstraße vom Glockenturm der katholischen Kirche aus fotografiert.

6 In Cowdalli leben nach der letzten Volkszählung im Jahr 2011 8820 Menschen in 1912 Familien. Die Kinder zwischen 0-6 Jahren haben einen Bevölkerungsanteil von 12,62%. Das sind insgesamt 1113 Kinder.

7 Auf 1000 Jungen kommen in Cowdalli 973 Mädchen. Damit ist der Unterschied im Geschlechterverhältnis in Cowdalli geringer als im Gesamtbundesstaat Karnataka, wo auf 1000 Jungen nur 948 Mädchen kommen.

8 Von den erwachsenen Bewohnern können 63,16% Lesen und Schreiben, wobei der Anteil bei Männern bei 69,03% liegt, während Frauen nur zu 57,1% diese Fertigkeit gelernt haben. Damit ist die Zahl der Analphabeten in Cowdalli deutlich höher, verglichen mit der Gesamtbevölkerung im Bundesstaat Karnataka.

9 Etwa 70% der Menschen sind Hindus, 25% Moslems und 5% Christen. Sämtliche Religionsgruppen leben überwiegend getrennt in verschiedenen Ortsteilen, wobei insgesamt ein friedliches Miteinander herrscht.

10 Entgegen mancher Vorurteile sind nicht alle Menschen in Indien Vegetarier. Fleisch ist jedoch sehr teuer und aus Rücksicht auf die unterschiedlichen Religionen werden hauptsächlich Hühner, Schafe und Ziegen geschlachtet.

11 In Cowdalli leben 4853 Menschen im arbeitsfähigen Alter. 3202 Menschen gelten dabei als vollzeitbeschäftigt. Im indischen Kontext heißt dies, dass sie mehr als 6 Monate pro Jahr Beschäftigung haben. 1651 Menschen gelten als teilzeit- bzw. unbeschäftigt, d.h. sie arbeiten weniger als ein halbes Jahr und erwirtschaften in der Zeit der Arbeitslosigkeit auch kein Einkommen. Im Ort gibt es neben der Landwirtschaft und einem bescheidenen Dienstleistungssektor keine Arbeitsmöglichkeiten.

12 Von den 4853 Menschen im arbeitsfähigen Alter arbeiten 1621 Menschen in der Landwirtschaft. 1245 sind landlose Helfer und nur 376 Menschen kultivieren eigenes Land. Hauptanbauprodukte sind Hirse und Mais. Reis wird in Cowdalli nicht angepflanzt, da es zu trocken ist und die Bewässerungsmöglichkeiten nicht ausreichen.

13 Die meisten Familien wohnen in einfachen ziegelgedeckten Steinhäusern mit ein oder zwei kleinen Zimmern. Die Wohnfläche der Familie beträgt häufig nur 20-30 Quatradmeter. Die Häuser werden in der Regel mit Elektrizität versorgt, aber da Stromausfälle sehr häufig sind, beschränkt sich deren Nutzung auf ein Minimum.

14 In Cowdalli gibt es weder eine zentrale Wasserversorgung noch ein funktionierendes Abwassersystem. Die Menschen entnehmen das Wasser öffentlichen Brunnen oder bei langer Trockenheit großen Wasserbehältern, die von Traktoren angeliefert, regelmäßig gefüllt werden. Vor allem bei Regen können sich die Straßen in stinkende Kloaken verwandeln.

15 In Cowdalli gibt es mehrere Schulen. Die größte Schule ist die St. Anthony‘s School und High School mit angegliedertem College, in der über 750 Kinder die Klassen 1 bis 12 besuchen. Sie wird überwiegend von der Indienpartnerschaft für eine nachhaltige Entwicklung e.V. am Auguste-Viktoria-Gymnasium (Trier) privat finanziert.

16 Die von der Indienpartner- schaft des AVG finanzierte kostenlose Schulmahlzeit für alle Kinder war mit ein Grund dafür, dass sich die St. Anthony‘s School in Cowdalli so erfolgreich entwickelt hat. Die Bedeutung einer kostenlosen Mahlzeit für einen erfolgreichen Schulbesuch wurde inzwischen auch von der indischen Regierung erkannt. Aber kommt die Hilfe auch bei den Kindern an? Reicht das für eine gesunde Ernährung auch der Ärmsten?

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