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Zertifikat Waldpädagogik Werner-Christian Jung/Ingrid Willetts

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Präsentation zum Thema: "Zertifikat Waldpädagogik Werner-Christian Jung/Ingrid Willetts"—  Präsentation transkript:

1 Zertifikat Waldpädagogik Werner-Christian Jung/Ingrid Willetts
Grundmodul Pädagogik für das Zertifikat Waldpädagogik Reihe 7 Werner-Christian Jung/Ingrid Willetts

2 Übersicht über die Arbeitsschritte

3 Übersicht über die Arbeitsschritte
1 Begrüßung, Einführung, Arbeitsbündnis Warming Up (Menschenknoten) Kurzeinführung Mein Bildungsweg zur Waldpädagogik (Einzelarbeit, Austausch in Triaden, Erarbeitung eines Gemeinsamkeiten-Dreiecks; Vorstellung und Visualisierung von Markanzen zu biografischen Wald-/Natur- und zu Waldpädagogik-Zugängen (Plenum) Grundlagen der Feedback-Kultur – Das Johari-Fenster Erfragen von Erwartungen und Beitragsbereitschaft im Plenum - Diese Tage werden gut, wenn … (grün) - Zum Gelingen will ich durch Folgendes beitragen … (blau) Vorstellung Programmvorschlag Arbeitsbündnis Wege zu Arbeitsbündnissen in der WP: 3 Gruppen

4 Übersicht über die Arbeitsschritte
2 Lebendiges Lernen 2.1 Was ist Waldpädagogik? 2.2 Aspekt Selbsterfahrung: Quadratlegeübung nach T. Brocher 2.3 Bedürfnispyramide (nach Maslow) 2.4 traditionelles Lernverständnis und Bildung als ko-konstruktiver Prozess 2.5 Bindung und Bildung /Wohlbefinden und Engagiertheit (Laewen, Carr und andere) 2.6 Kognition, Emotion, Verhalten und Einstellungen 2.7 Motivationsbeeinflussung durch pos. oder neg. Sanktionen 3. Einzelne und Gruppe 3.1 Einzelner, Dyade, Triade, Kleingruppe, Großgruppe, Menge, Masse 3.2 Gruppendynamiken: Erarbeitung an einer Gruppenbild-Aufgabe (Unser Bild vom Wald) ((3.3 Pädagogische Aufgaben der Waldpäd. Für die Gruppenphasen))

5 Übersicht über die Arbeitsschritte
4. Kommunikation in der Begegnung 4.1 TZI-Regeln und ihre Bedeutung für den Gruppenprozess 4.2 Sieben Fallen in der Kommunikation mit Gruppen 4.3 mehrseitig kommunizieren lernen (F.Schulz-von Thun) 5. Bildung für nachhaltige Entwicklung 5.1 Individuelle Lektüre einer Rezension des Bandes von Louv: „Das letzte Kind im Wald?“ 5.2 Herkommen der BNE-Debatte 5.2 Grundverständnis von BNE ((6. Waldpädagogik als Beziehungsgestaltung 6.1 Begegnungsübung (Maskierte und Unbeschuhte) 6.2 Wer begegnet uns: Entwicklungspsychologische Aspekte 6.3 Leben in der Glas-Menagerie: Schlaglichter zum Kind-Natur- Verhältnis)) 5 5

6 7. Projektplanung und –gestaltung 7.1 Definition
Seminarübersicht 7. Projektplanung und –gestaltung 7.1 Definition 7.2 Der „pädagogische Regelkreis“ als Strukturierungsinstrument in der pädagogischen Planung und Kommunikation 7.3 Anwendung auf Fallbeispiele aus der Praxis ((7.4 Kriterien der Zielbestimmung (SMART-Regel) )) 7.5 „W-Fragen“ als Projektfragen 8. Evaluation ((8.1. Wie werten wir waldpädagogische Projekte aus?)) 8.2 Evaluation des Seminars Anhang: Literatur Anmerkungen 1. Die zwischen (( und )) gefassten Schritte wurde nicht gegangen. 2. Es wurden Wald- und gruppenbezogene Lieder gesungen. 3. In Pausen wurden fakultativ durch die TN Aktivitäten waldpädagogischer Praxis vorgestellt und vermittelt. 6

7 1 Einführungsaufgabe Waldpädagogik Natur Gegenwart Kindheit 2017
Bitte tragen Sie Ihren persönlichen biographischen Weg zu Wald/Natur und ggf. zur Waldpädagogik ein. Tauschen Sie sich darüber anschließend in Triaden aus und halten Sie Gemeinsamkeiten auf einem Plakat fest. Gegenwart Kindheit 2017 Waldpädagogik Natur

8 Öffentliche Person Blinder Fleck Privatperson Unbekanntes mir
1 Feedback-Kultur und Johari-Fenster mir bekannt / unbekannt bekannt / unbekannt anderen Öffentliche Person Blinder Fleck Einpflegen! Privatperson Unbekanntes 8

9 1 Diese Tage werden gut, wenn… /Zum Gelingen will ich durch Folgendes beitragen:
Einpflegen! 9

10 1 Ins Labyrinth mit dem „Strippenzieher“
Bezugsquelle: Karl-Schubert-Werkstätten Karl-Schubert-Gemeinschaft e.V. | Kurze Str. 31 | Filderstadt | Telefon: | Einpflegen! 10

11 1 Ins Labyrinth mit dem „Strippenzieher“
Bezugsquelle Einpflegen! 11

12 Was ist Pädagogik? wörtlich (aus dem Griechischen):
2 Lebendiges Lernen Was ist Pädagogik? wörtlich (aus dem Griechischen): Die Lehre davon, wie Kinder zu führen zu erziehen sind. (vgl. dazu: Andragogik und Gerontagogik) umfasst als Praxistheorie: Erziehung (Hilfe zu Sozialisation, Enkulturation Persönlichkeitsaufbau), Betreuung (Pflege, Fürsorge, Schutz) Bildung (autonomer Aneignungsprozess zwischen Innen und Außen) Pädagogik ist somit auf die drei o.g. Felder zielgerichtet angewandte Psychologie.

13 Problemfelder der Pädagogik
2 Lebendiges Lernen Problemfelder der Pädagogik Ungewisse Zukunft: Was wird in Zukunft Relevanz haben? Ziele: Welche Bildungsziele sollen erreicht werden? Lernmotivation: Wird der Stoff von den Lernenden als sinnvoll angesehen?

14 2 Lebendiges Lernen Wald-Pädagogik 1. fragt nach: den Vorkenntnissen, Erfahrungen, Absichten, Zielen der Partner; den Wechselwirkungen zwischen Mensch +Wald; ökologischen Zusammenhängen 2. zielt auf: Mensch in Einklang mit Natur bringen durch Sinnesanregung, Achtsamkeit; Erlebnis- und Gestaltungswelten erschließen; Förderung von Motorik, und körperlicher Arbeit (z.B. Pflanzen, Feuer machen), Kreativität + Sozialverhalten; Kennenlernen der Natur + Umgang mit ihr; Vermittlung einer Nachhaltigkeitshaltung 3. nutzt: kreativ natürliche Ressourcen des Waldes : Lebewesen, Holz, Steine, Moos, Laub; Lernmaterialien; Jahreszeiten; festes Regelwerk; die Elemente; die Sinne; erprobte Verfahren der Lernmethodik; Lieder, Geschichten (Nennungen aus den AGs)

15 2 Lebendiges Lernen Wald-Pädagogik fragt nach zielt auf nutzt

16 WP – Die pädagogische Aufgabe
2 Lebendiges Lernen WP – Die pädagogische Aufgabe

17 Ein pädagogisches Motivationsmodell nach Maslow
2 Lebendiges Lernen Ein pädagogisches Motivationsmodell nach Maslow

18 Bedürfnis-Ebenen Mittel
2 Lebendiges Lernen Grundvoraussetzungen Bedürfnis-Ebenen Mittel Stufe 5 Selbstverwirklichung Individualität, Talent-entfaltung, Altruismus, Güte, Philosophie Stufe 4 Soziale Anerkennung Status, Wohlstand, Erfolge, Macht, Auszeichnungen  Stufe 3 Soziale Beziehungen Freundeskreis, Partnerschaften, Liebe, Nächstenliebe, Kommunikation, Fürsorge Stufe 2 Sicherheit allgemeines Schutzbedürfnis, Freiheit von Angst und Bedrohung, Wohnung, Einkommen, Sicherheiten, Gesundheit, Ordnung, Religion und Lebensplanung Stufe 1 Körperliche Grundbedürfnisse Atmung, Wärme, Trinken, Essen, Schlafen, Fortpflanzung Diese dynamische Logistik zur Bedürfnisbefriedigung geht auf Abraham Maslow: A Theory of Human Motivation, Psychological Review 50 (1943):370-96zurück.)

19 Die Maslow‘schen Bedürfnisebenen in der Waldpädagogik
 Stufe 1: Biologische Grundbedürfnisse Atmung, Wärme, Trinken, Essen, Schlafen, Entspannung, Sexualität Unsere Mittel: Info: Was mitbringen? Trockene, angepasste Kleidung, festes Schuhwerk, wärmendes Feuer Essen + Trinken Sitz-/Ruheplatz (Waldsofa) Wechselnde Impulse zum Stehen, Bewegen, Sitzen, Liegen meditative Elemente frische Luft Rückzugsmöglichkeit (z.B. bei längeren Paarfreizeiten) Ort für unbeobachteten Toilettengang

20 Die Maslow‘schen Bedürfnisebenen in der Waldpädagogik
Stufe 2: Sicherheit allgemeines Schutzbedürfnis, Behaglichkeit, ruhe, Freiheit von Angst und Bedrohung Unsere Mittel: Aufklärung über Vorhaben Gefahrenquellen/Sicherheitsvorkehrungen Mythen Krankheiten Erläuterung von Regelwerk/Spielregeln „Brücke“ zum Zuhause (z.B. Kuscheltier) Waldsofa/Kobel Authentisch-kompetentes Auftreten Schaffung eines festen „Raum im Raum“ (z.B. als Basislager) Unsicherheit nehmende Geschichte/Aktivität

21 Die Maslow‘schen Bedürfnisebenen in der Waldpädagogik
Stufe 3: Soziale Beziehungen Zusammengehörigkeit; Bindung, Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Nächstenliebe, Fürsorge Unsere Mittel: Kennenlernspiele/Vorab-Info Gemeinsame Aufgabenstellung/Gruppenarbeiten (z.B. Hüttenbau) Erlebnisse/Abschlussgespräch gemeinsames Erlebnis /aus der gewohnten Umgebung sein Fürsorge, gegenseitige Verantwortung stärken, da Umgebung für alle neu (Freund sein) Kommunikation/Integration Vertrauensspiele/Sinnesparcour - gemeinsame Ausrucksform (tanzen, singen, malen, bauen) - Patenschaften (für Waldstück, jüngere Kinder)

22 Die Maslow‘schen Bedürfnisebenen in der Waldpädagogik
Stufe 4: Soziale Anerkennung Vertrauen, Gefühl, wertvoll und kompetent zu sein, Selbstwertschätzung, Anerkennung für andere Unsere Mittel: Lob + Tadel individuell angepasst Konstruktive Kritik – Kritikfähigkeit Verantwortung übertragen/TN fordern Feedback-Kultur (Offenheit-Ehrlichkeit) Vertrauens- und Partnerübungen, Gruppenspiele operationale Zielsetzung – Erfolgserlebnisse Nutzung der TN-Kompetenz durch Partizipation soziale Bestätigung – Urkunde – Ehrenämter Moderation – Einbeziehung aller TN Konkurrenz zulassen aber nicht ausarten lassen TN fordern (=fördern) Gemeinsame Beobachtung und Reflexion der Gruppe, ihrer Dynamik und der einzelnen Mitglieder.

23 Die Maslow‘schen Bedürfnisebenen in der Waldpädagogik
Stufe 5: Selbstverwirklichung Individualität, Selbstaktualisierung, Talententfaltung, sinnvolle Ziele haben, Güte, Glaube, Philosophie Unsere Mittel: Kreative Aktionen mit Naturmaterialien Einzelaktionen (z.B. Waldgeist) und Gruppenaktionen Empathie-Spiele (z.B. Kinder nehmen Wald aus der Perspektive von div. Tieren oder Bäumen wahr) Waldmusik / Foto-Kunst /Waldgeschichten Lieblingsorte im Wald identifizieren Baumfinde-Spiele Sinne für Schönes schärfen ? Teilhabe + Selbstbestimmung Freiheit + Freiwilligkeit

24 Konstruktion Instruktion
2 Lebendiges Lernen Konstruktion Lernen als aktiver, selbst gesteuerter, situativer und sozialer Prozess Instruktion Unterrichten im Sinne von Anregen, Unterstützen und Beraten sowie Anleiten, Darbieten und Erklären

25 Autonomie „Ich will“ „Ich soll“ Kontrolle Eigensinn Fremdsinn
2 Lebendiges Lernen Autonomie Eigensinn subjektiv „Ich will“ „Ich soll“ Kontrolle Fremdsinn objektiv Eigenes Begehren Anforderungen von außen Vorstellungen und Regel schon bestehende Vorstellungen und Regel eher Gestaltungsfreiheiten eher Zwänge Selbst entdecken „nach-denken“ bevorzugt: Einsatz aller Sinne bevorzug Hör-/Seh-Kanal Sinnenbetonte Sprache: Erzählungen, Bilder… sachliche Sprache: Texte, Abstraktionen, Analysen… Lebens-Kunst künstliches Leben intuitives Wissen aufgenommenes Wissen gleichzeitig: möglichst alles auf einmal Reihenfolge: alles schön der Reihe nach Beziehungen sind wichtig Inhalte sind wichtig Zit. und variiert nach K. Reich, S. 31

26 2.5 Bindung + Bildung – Lerndispositionen 2.5.1 Leuwener Modell
Im sog. „Leuwener Modell“ (Ferre Laevers, 1997) werden Wohlbefinden und Engagiertheit als dominante Lern- und Bildungsdispositionen unterschieden Laevers nennt 5 Stufen der Engagiertheit: 1 passiv – teilnahmslos 2 aktive Momente 3 Ablenkung durch Reize 4 intensive Momente 5 anhaltend intensiv (Welche Merkmale gibt es für Wohlbefinden, welche für Engagiertheit?) 26

27 2.5 Lerndispositionen bei Kindern 2.5.1 Leuwener Modell
Indikatoren für Wohlbefinden und Engagement (Nennungen aus der Gruppe) Entspannte Körperhaltung Offene Mimik und Gestik (rote Wangen, leuchtende Augen) Natürliches Lachen, Singen/Summen Bewegungsfreude Interessiert sein/eigenständiger Wissensdurst/nachfragen Kommunikationsbereitschaft: Fragen/ Vertrauen, Kritik äußern zu können/Anregungen/Selbstmitteilungen/ Gebrauch von Muttersprache bzw. Dialekt Friedfertigkeit Freie Bewegungen Totale Konzentration: Sich selbst- und zeitvergessen in eine Aufgabe vertiefen (Vergessen von Zeit, Raum, Grundbedürfnissen) = „Flow“ Aktive Teilnahme und Einbringen eigener Ideen Bleibeverhalten Euphorische Sozialkontakte 27

28 2.5 Lerndispositionen bei Kindern und Jugendlichen
W B D 2.5 Lerndispositionen bei Kindern und Jugendlichen 2.5.2 Lerndispositionen nach Margret Carr Die Neuseeländerin Margret Carr (und ihr folgend das Deutsche Jugendinstitut) beobachtet Lerngeschichten von Kindern mit 4 – 5 Stufen 1 Interessiert sein 2 Engagiert sein 3 Standhalten bei Herausforderungen 4 Sich mitteilen, sich austauschen, an der Lerngemeinschaft mitwirken 5. Ein positives Selbstbild entwickeln und 28

29 2 Lebendiges Lernen

30 (entdecke, was die bisherige Welt-Konstruktion nicht erklärt)
2 Lebendiges Lernen Konstruktion: Erfinden von Welt Dekonstruktion: Kritisieren von Welt (entdecke, was die bisherige Welt-Konstruktion nicht erklärt) Rekonstruktion: Neu-Entdecken von Welt

31 2.6 Wahrnehmungsapparat: Transfer Außenwelt

32 Perzeptionen Filter Kognitionen Emotionen
2.6 Wahrnehmungsapparat: Außenwelt Perzeptionen Filter Kognitionen Emotionen

33 Kognitiv – emotionaler Apparat (Langzeitgedächtnis)
2.6 Pädagogik als Beziehungs- und Veränderungsarbeit: Kognitionen Lernstoff / Veränderungsziel Menschen Wahrnehmungs- apparat Kurzzeit- Gedächtnis Kognitiv – emotionaler Apparat (Langzeitgedächtnis) Analogie: Festplatte mit vielen Orderschränken und Unterordnern Übung Verhaltenskonzept(e) Verhalten(sausformung) dem Verhalten folgende Konsequenzen

34 Inter - subjektive Abbildungen von Zusammenhängen und / oder Systemen
2.6 Kognitionen Inter - subjektive Abbildungen von Zusammenhängen und / oder Systemen Kognitionen Subjektive Abbildungen von Zusammenhängen und / oder Systemen Intuition Kleine Ergänzung neuronales Netz bewusst gefühlte Abbildungen von Zusammenhängen und / oder Systemen implizit unbewusst

35 Was passiert in solch einer Situation?
2.6 Wahrnehmung und Kognition: Wann ändern sich Kognitionen? Ich kenne nur solche Bäume. Auch das ist ein Baum! Was passiert in solch einer Situation?

36 oder 2.6 Kognition – Emotion und Verhalten
physiologische Veränderungen spezifische Kognitionen subjektives GEFÜHLSerlebnis veränderte Verhaltensbereitschaft bis hin zu unkontrollierten Reaktionen (… im Affekt) oder Emotionen

37 WERTE (Gesinnung / Haltung)
2.4 Einstellung, Haltung Bewertung einer Person eines Objekts einer Situation einer Idee Kognitionen Emotionen WERTE (Gesinnung / Haltung)

38 2.7 Verhalten(sänderung)
Signal Kognition Emotion Verhalten Konsequenz STEH! Ich gehe! Knöllchen ACHTUNG! GEH! Emotion: Misst Kognition: aufpassen WANN ändert sich das Verhalten?

39 3 Beziehung und Motivation: Am Anfang war die Beziehung
Wie / wodurch schaffen wir Beziehung?

40 + - - + Sanktionsabsicht Pädagogisches Verhalten
2.7 Lerntheorie und Motivation Pädagogisches Verhalten hinzufügen wegnehmen positive Verhaltens- Bereitschaft wird gestärkt gezeigte Verhaltensbereitschaft nimmt ggf. ab. positiver Reiz z. B. Zustimmung, Zuwendung + - Sanktionsabsicht negativer Reiz gezeigte (neg.) Verhaltensbereitschaft nimmt ggf. ab. Bereitschaft zu Fortführung neg. Verhaltens wird ggf. abgebaut. z. B. „Das ist falsch!“ Nichtbeachtung - +

41 Welche Bedingungen unterstützen das Nachahmungsverhalten?
2.7 Dimensionen von Pädagogik Welche Bedingungen unterstützen das Nachahmungsverhalten? Glaubwürdigkeit Authentizität Bewertung der Handlung Überzeugung Erreichbarkeit (Konzept) des Verhaltens Macht → Konsens Erfolg

42 3 Der Einzelne und die Gruppe
… und wer bin ich?

43 4.1 Mit welcher Vergangenheit bin ich hier?
Jede Gruppe besteht aus einzelnen Persönlichkeiten… ich denke entspannt nach lass mal kommen bin woanders sowieso bin schon mal weg ich mache … in der jede (r) eine Rolle „spielt“

44 Kleingruppe bis max. 10 Mitglieder
4.2 Gruppe: Merkmale und Dynamiken ABGRENZUNGEN Individuum Dyade/Triade Kleingruppe bis max. 10 Mitglieder Großgruppe Koalitionsbildung / Untergruppen Menge z.B. Publikum Masse emotional aufgepeitschte Menge

45 Welche dieser Aspekte sind für uns von Bedeutung
4.2 Wann ist eine Gruppe eine Gruppe? Wesentliche Aspekte sind: Gemeinsame Aufgabe / Zielsetzung (virtuelle) face – to face – Interaktion Wir – Verständnis gewisse Dauerhaftigkeit Welche dieser Aspekte sind für uns von Bedeutung

46 4.3 Männlich oder weiblich besetzte Rollen in Gruppen
Gruppenführer informell oder formell Koordination / Gruppenziele / Rahmenbedingungen Emotionaler Führer Emotionale Bedürfnisse der Gruppe Gruppenklima Spezialist anerkannte Fachautorität Akteur orientiert sich am Gruppenführer Opponent ggf. „Gegenelite“ Sündenbock Projektionsfläche für Misserfolg Außenseiter vom Kasper bis zum Mitglied für alle Fälle

47 4.4 Phasen der Gruppen- und Teamentwicklung
(idealtypisches Modell nach B.W. Tuckman) Forming (Formierungsphase) höfliches Abtasten, Aufbau von Sicherheit Führen ist angesagt Storming (Konfliktphase) Ausdifferenzierung der Rollenstrukturen Norming (Regeln schaffen) Entwicklung von Standards, Umgangsformen, Kommuni- kationsstrukturen, REGELN Performing (Arbeitsphase) Arbeitsorientierung, Flexibilität, Ressourceneinsatz, Wunsch: hohe Selbststeuerung der Gruppe Finishing (Abschlussphase) Ergebnissicherung und –bewertung, Auflösung oder Neukonstituierung der Gruppe/des Teams

48 4.5 Gruppenpädagogische Übung
Bildung von 3 fachlich gemischten Gruppen Benennung von drei BeobachterInnen Aufgabe an die Arbeitsgruppen: Entwerfen Sie auf einem Papierbogen Ihr gemeinsames Bild vom Wald, das Sie uns anschließend präsentieren. Aufgabe an die Beobachtenden: Sie erhalten einen Beobachtungsbogen. Bitte beobachten und skizzieren Sie entscheidende Gruppenprozesse.

49 4.5 Beobachtungskriterien:
B1: Übernahme der Aufgabe Wie „reformuliert“ die Gruppe die Aufgabe und macht sie sich zum gemeinsamen Ziel? B2: Welche Rollen entstehen während des Prozesses? Who is who? (Nicht alle Rollen müssen ausgefüllt sein) Gruppenführer Emotionaler Führer Spezialist für was Mitläufer Opponent Sündenbock Außenseiter B3: Wie organisiert die Gruppe die Aufgabe? Wer macht was? B4: Wie kommuniziert die Gruppe? B5: Was fällt Ihnen besonders auf?

50 4.6 Auswertung der Gruppenprozesse
Ablesen und Interpretieren der Arbeit durch die Nicht-Produzenten Ergänzung/Korrektur durch die AG Feedback der AG-Prozess-Beobachter/innen Austausch über die Beobachtungen

51 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 1
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52 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 2
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53 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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54 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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55 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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56 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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57 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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58 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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59 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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60 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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61 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
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62 Einzelne und die Gruppe: Quadratlegeübung
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63 Einzelne und die Gruppe: Unser Bild vom Wald 3
Wie anfangen? Blatt als Eintrittskarte durch von 2 Menschen gebildeten Torbogen Auftrag, 2 genau gleiche Dinge zu suchen Blind in „andere Welt“ führen Begrüßungsritual (z.B. Lied) als Eröffnung des Wegs in den Wald Jede(r) geht zunächst zum Lieblingsbaum (bei mehrfachen Waldbesuchen) Begrüßung mit Selbstvorstellung, Einladung in den „Zauberwald“, mit Regelvermittlung und mit Kuckuckspfeife Benennung dessen, was die TN insgesamt in der Zeit erwartet/Vorstellung Ablaufplan Im Kreis innehalten und blind mit den Sinnen erspüren: „Wo bin ich? Was ist das für ein Ort?“ (Was sagen mir die Nase, die Haut, die Ohren, die Füße, die Augen?) 63

64 5 Begegnungsübung Die Gruppe teilt sich in
Unbeschuhte, die an einer Stirnwand des Raumes nebeneinander Aufstellung nehmen, und in Maskierte (DinA4-Blatt mit zwei Gucklöchern vor dem Gesicht), die von draußen maskiert in den Raum kommen und an der gegenüberliegenden Seite nebeneinander Aufstellung nehmen. Aufgabe: ohne zu sprechen haben nun alle die gegenüberliegende Raumseite zu erreichen; maximale Schrittlänge: ½ Fuß; bei der Begegnung der sich gegenüberstehenden PartnerInnen dürfen die Maskierten mit den Barfüßigen machen, was sie wollen. Auswertung: 1. Gefühle und Gedanken austauschen, zunächst in beiden Teilgruppen, dann in Begegnungsdyaden 2. Schreibgespräch zu den vier Satzanfängen: „WaldpädagogInnen sind gegenüber der zu begleitenden Gruppe wie Maskierte/ bzw. wie Barfüßige, weil.../wenn...“ und: „Die Gruppenmitglieder sind gegenüber den WaldpädagogInnen wie Barfüßige / bzw. wie Maskierte , weil.../wenn...“ 64

65 WaldpädagogInnen sind wie Barfüßige weil/wenn
sie ihr „Gegenüber“ nicht kennen! sie den Weg kennen sie den Mut haben sich auf den Weg zu machen sie auf eine Gruppe Maskierter trifft sie leise und vorsichtig ihrem Gegenüber begegnen sie sich wünschen, dem TN etwas mit zu geben, vor allem „Offenheit“ und Freude sie auf unbekannte Erwartungen/Gefühle treffen   Unsere Zielgruppen sind wie Barfüßige, weil/wenn… sie nicht wissen, was sie erwartet ich die Situation (Stimmung, öffnen,…) „in der Hand“ habe und die Qualität unseres Miteinander bestimme sie voller Spannung sind wir uns erst auf beschuhten Sohlen begegnen nicht wissen, wie mit ihren Erwartungen umgegangen wird sie mich nicht kennen sie im ihnen unbekannten Wald schutzlos sind sich auf den Weg führen 65

66 WaldpädagogInnen sind wie Maskierte, weil/wenn… sie eine Rolle spielen
sie eine Rolle spielen sie sich nicht offen zeigen sie sich nicht auf „die Gegenüber“ einlassen nicht „echt“ sind der Zielgruppe ungekannt/fremd sind eingeschränktes Blickfeld haben sie die Wünsche/Interessen ignorieren sie den Handlungsablauf bestimmen Unsere Zielgruppen sind wie Maskierte, weil/wenn… uns (fast) völlig ungekannt sie sich nicht (gleich) zeigen sie sich nicht auf uns, unser Tun und den Wald einlassen weil sie ein eingeschränktes Blickfeld haben uns nicht genügend Rückmeldung geben sie uns „erst einmal“ fremd sind sie sich erst aus der „Reserve“ locken lassen wollen wir sie aktivieren müssen wir ihnen die Maske lassen 66

67 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.1 Entwicklungspsychologie
D 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.1 Entwicklungspsychologie Die Frühphase Geistiges Wachstum: Das Fötus-Gehirn generiert pro Minute Neuronen. Erwachsenenstatus: Milliarden Neuronen Neuronales Wachstum: erste 12 Monate: 40%, 4 Jahre: 75% 7 Jahre: 90% Körperliches Wachstum beschleunigt bis zum 4. Lebensjahr: 40%, (dann: 7 Jahre Stabilität!) bis zum 12. Lebensjahr: 50% im 18. Lebensjahr: % 67

68 Pubertät (=Behaarung)
W P B D 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.1 Entwicklungspsychologie Pubertät (=Behaarung) Psychische Reaktionen: Verändertes Körperempfinden: Selbstzweifel: Unabhängigkeitsgefühl: Schamgefühl: Abgrenzung von der Familie: Kränkbarkeit: Rückzug: 68

69 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.1 Entwicklungspsychologie
D 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.1 Entwicklungspsychologie Interaktionistisches Menschenbild Die Kontextualisierung von Entwicklung führt dazu, dass das interaktionistisch ausgerichtete Menschenbild sich immer mehr durchsetzt. So werden Entwicklungsprobleme als Passungsprobleme aufgefasst. Erfolgreiche Entwicklung ist die Passung zwischen: Zielen Potentialen Anforderung Angebot 69

70 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.1 Entwicklungspsychologie
D B 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.1 Entwicklungspsychologie So viel Informationen können pro Sekunde von den Sinnesorganen aufgenommen werden: Ein Bit stellt dabei die kleinste mögliche Informationseinheit dar. Gesichtsorgan Haut Ohren Geruch Geschmack 70

71 Lektüre eines Kurztextes
6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.1 Entwicklungspsychologie Arbeitsauftrag: Entwicklungskrisen und Entwicklungsaufgaben von jungen Menschen Lektüre eines Kurztextes Welche Entwicklungshilfen kann Waldpädagogik leisten? 71

72 Leben in der Glasmenagerie
6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.2 Kind-Natur-Verhältnis Leben in der Glasmenagerie Hinter Glas Wohnen, Arbeiten, Lernen Freizeit, Sport, Konsum Auto, Bus und Bahn Vor Glas TV, PC, Gameboy, Internet, Mail, Handy,… Quelle: Die Nachhaltigkeitsfalle. Befunde des Jugendreports Natur ’06 Rainer Brämer Natursoziologe Univ. Marburg copyright rainer brämer 2006 72

73 Viele Naturkontakte 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns?
6.2 Kind-Natur-Verhältnis Viele Naturkontakte Mehrmals pro Woche im Grünen: 68% in Gärten 47% in Feld und Flur 38% im Wald 61% erreichen den nächsten Wald in 5 Minuten Das habe ich schon oft gemacht: 66% auf Baum geklettert 53% auf Baumstamm balanciert 45% allein durch Wald gegangen Basis: „Natur obskur“: 2.200 Schüler/innen Kl. 6+9 aller Schulformen copyright rainer brämer 2006 / Universität Marburg Jugendreport Natur ‘06 73

74 Waldaktivitäten im letzten Sommer
6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.2 Kind-Natur-Verhältnis Waldaktivitäten im letzten Sommer 67% Wandern Mädchen 77%, Jungen 53% 47% Radeln 37% Spielen 12% Waldjugendspiele 9% Lehrpfad copyright rainer brämer 2006 74

75 Abschied von der Natur (1) Das machen Jugendliche gern Kl.6 Kl.9
6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.2 Kind-Natur-Verhältnis Abschied von der Natur (1) Das machen Jugendliche gern Kl.6 Kl.9 Baum erklettern 40% 13% Bergsteigen % 23% Paddeln % 27% Wandern % 8% Abenteuer % 56% Wildnis % 36% Basis: „Natur obskur“: Schüler/innen Kl. 6+9 aller Schulformen copyright rainer brämer 2006, Universität Marburg Jugendreport Natur ‘06 75

76 2002 2005 6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns?
6.2 Kind-Natur-Verhältnis Abschied von der Natur (2) Das mache ich gern: Paddeln 55% 32% Klettern 46% 32% Wandern 28% 11% Das habe ich noch nie gemacht: 23% ein Reh in freier Wildbahn beobachtet 33% einen Schmetterling oder Käfer gefangen 63% bei Waldarbeiten geholfen Basis: Schüler/innen Kl. 6+9 aller Schulformen copyright rainer brämer 2006; Universität Marburg Jugendreport Natur ‘06 76

77 Zweidimensionale Welt
6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.2 Kind-Natur-Verhältnis Zweidimensionale Welt Durchschnittlicher Zeitbedarf pro Tag Alle Fernsehen min Internet min PC-Spiele min Summe pro Tag min Summe pro Woche 21 h Unterricht pro Woche 22 h (Zeitstunden) copyright rainer brämer 2006 Universität Marburg Jugendreport Natur ‘06 77

78 Leben in der Wohnkapsel
6. Zielgruppenmerkmale – Wer begegnet uns? 6.2 Kind-Natur-Verhältnis “Cocooning“ – Leben in der Wohnkapsel mit Bild- und Tonverbindung in eine verinselte Außenwelt ausgestattet mit Vollversorgung, untermalt von Klangteppichen Hausarrest ist nicht länger eine Strafe, Stubenhocker kein Schimpfwort! nach rainer brämer Universität Marburg Jugendreport Natur ’06 .... und was setzen WaldpädagogInnen dagegen? 78

79 7 Grundlagen der Kommunikation –
Wie kommunizieren wir in der Begegnung? 7.1 Die 4 Seiten einer Nachricht (nach Friedemann Schulz von Thun) Sachinformation Beziehung Botschaft / Nachricht Ich - Information Appell 79

80 7 Grundlagen der Kommunikation –
Wie kommunizieren wir in der Begegnung? 7.1 Die 4 Seiten einer Nachricht Analysieren Sie bitte folgenden Dialog: (frei nach Schulz von Thun) Situation: SIE fährt den Wagen, ER ist Beifahrer. Er: Die Ampel ist grün. SIE: Fährst Du oder fahre ich?! 80

81 7 Grundlagen der Kommunikation –
Wie kommunizieren wir in der Begegnung? 7.1 Der Empfänger „dominiert“ die Kommunikation Es zählt das, was beim Empfänger ankommt – nicht das, was der Sender sagt! 81

82 7 Grundlagen der Kommunikation –
Wie kommunizieren wir in der Begegnung? 7.2 Grundlegung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) TZI ist ein Konzept und eine Methode zur Arbeit in Gruppen. Ziel ist soziales Lernen und persönliche Entwicklung. TZI wurde entwickelt von der Psychoanalytikerin und Psychologin Ruth Cohn. 3 Axiome: Autonomie Es gilt, die Autonomie des Einzelnen zu würdigen und hervorzubringen – ohne seine Interdependenz zu schwächen. Wertschätzung Ehrfurcht und Respekt sind Grundlage humanen Handelns. Grenzen erweitern Die freie Entscheidung steht in Bezug zur inneren und äußeren Realität. 82

83 7 Grundlagen der Kommunikation –
Wie kommunizieren wir in der Begegnung? 7.2 Grundlegung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) Das Vier – Faktoren - Modell ES (die Aufgabe, das Ziel, das Thema) GLOBE die Umwelt(en) ICH mit meinem Bedürfnispaket WIR (die Gruppe) Jeder Mensch steht in wechselseitigen Abhängigkeiten (Interdependenz). 83

84 7 Grundlagen der Kommunikation –
Wie kommunizieren wir in der Begegnung? 7.2 Grundlegung der Themenzentrierten Interaktion (TZI) Pädagogische Leitsätze: Vertritt dich selbst in deinen Aussagen; sprich per "Ich" und nicht per "Wir" oder per "Man". 2. Wenn du eine Frage stellst, sage, warum du fragst und was deine Frage für dich bedeutet. 3. Sei authentisch und selektiv in deinen Kommunikationen. Mache dir bewusst, was du denkst und fühlst, und wähle, was du sagst und tust. 4. Halte dich mit Interpretationen von anderen so lange wie möglich zurück. Sprich stattdessen deine persönlichen Reaktionen aus. Fortsetzung 84

85 5. Sei zurückhaltend mit Verallgemeinerungen.
6. Wenn du etwas über das Benehmen oder die Charakteristik eines anderen Teilnehmers aussagst, sage auch, was es dir bedeutet, dass du ihn so erlebst, wie er sich gibt. 7. Seitengespräche haben Vorrang. Sie stören und sind meist wichtig. Sie würden nicht geschehen, wenn sie nicht wichtig wären. 8. Nur einer zur gleichen Zeit bitte. 9. Wenn mehr als einer gleichzeitig sprechen will, verständigt euch in Stichworten, worüber ihr zu sprechen beabsichtigt . 10. Beachte die Körpersignale! dargestellt nach Ruth Cohn, Von der Psychoanalyse zur Themenzentrierten Interaktion 1975, Seite 123ff. 85

86 Wie kommunizieren wir in der Begegnung?
7 Grundlagen der Kommunikation – Wie kommunizieren wir in der Begegnung? 7.3 Sieben Fallen der Kommunikation 1. Gedacht heißt noch nicht: gesagt! 2. Gesagt heißt noch nicht: gehört! 3. Gehört heißt noch nicht: verstanden! 4. Verstanden heißt noch nicht: einverstanden! 5. Einverstanden heißt noch nicht: gekonnt! 6. Gekonnt heißt noch nicht: angewandt! 7. Angewandt heißt noch nicht: beibehalten! Beispiele, Ursachen und Gegenstrategien 86

87 7 Grundlagen der Kommunikation –
Wie kommunizieren wir in der Begegnung? Arbeitsaufträge 1. Leiten Sie aus dem Modell der 4-seitigen Kommunikation praktische Konsequenzen für Ihren waldpädagogischen Alltag ab. 2. Entwickeln sie Begründungen und ggf. Gültigkeitsgrenzen zu den TZI-Leitsätze für Ihren waldpädagogischen Alltag. 3. Tragen Sie anhand von Beispielen Ursachen und Gegenstrategien zu jeder der Sieben Fallen der Kommunikation zusammen. 87

88 9 Projektarbeit 9.1 Projektdefinition Ein Projekt
W D B 9 Projektarbeit 9.1 Projektdefinition Ein Projekt ist ein einmaliger Prozess, der aus einem Ensemble von abgestimmten, gelenkten Tätigkeiten mit Anfangs- und Endterminen besteht und durchgeführt wird, um unter Berücksichtigung von Zwängen bezüglich Zeit, Kosten und Ressourcen ein Ziel zu erreichen, das spezifische Anforderungen erfüllt. „Projekt“ leitet sich vom Lateinischen her: proiectum, Neutrum zu proiectus 'nach vorn geworfen', Partizip Perfekt von proiacere 'vorwärtswerfen' . Quelle: Wikipedia

89 9.2 Der pädagogische Regelkreis
W P R B 9 Projektarbeit 9.2 Der pädagogische Regelkreis Eine Weiterentwicklung des 5 Elemente umfassenden Konzepts von Marinus van Beugen: Agogische Intervention. Planung und Strategie W Wahr- nehmung B Bewertung R Reflexion Z Zielsetzung D Durchfüh-rung P Planung 89

90 9.3 Der Regelkreis - angewendet
P R W D B 9 Projektarbeit 9.3 Der Regelkreis - angewendet Beispielsituation: Seit einer halben Stunde bewegen Sie sich mit Viertklässlern durch den Buchenwald. Ein Schüler fragt: „Wann sehen wir endlich einen richtig großen Keiler?“ Und andere Jungen rufen bestätigend: „Ja, einen Keiler!“ 1. Beschreiben Sie mit Hilfe des Regelkreises Ihr pädagogisches Vorgehen in dieser Situation (zunächst für sich allein). a) Was nehme ich in dieser Situation wahr? W b) Wie bewerte ich sie? B c) Welche Zielvorstellungen leite ich daraus ab? Z d) Was plane ich, um diese Ziele zu erreichen? P e) Wie habe ich mich konkret verhalten? D Bin ich mit der Situation adäquat umgegangen? R Mit Hilfe des Regelkreises lassen sich auch waldpädagogische Großprojekte entwerfen, gliedern, darstellen, durchführen und evaluieren!

91 9 Projektarbeit 9.4 Zielkriterien
W D B 9 Projektarbeit 9.4 Zielkriterien Ziele sollen möglichst folgenden Kriterien genügen: Ø spezifisch (Dimension: Person/Gruppe + Situation) Ø messbar (Dimension: Kontrolle) Ø akzeptiert / konsensuell (Dimension: Motivation) Ø realistisch / erreichbar (Dimension: Ressource) Ø terminiert (Dimension: Zeit) sog. SMART-Regel

92 9.5 „W-Fragen“ als Projektfragen
D B 9 Projektarbeit 9.5 „W-Fragen“ als Projektfragen Projektentwicklung folgt den W-Fragen: Was? – Beschreibung Warum? – Grund/Anlass Wozu? – Ziel Für wen? - Adressaten/-innen Wer? – Verantwortliche Mit wem? - Partner/-innen Wie? – Methoden, Ablauf Womit? - Material, Finanzen Wo? – Ort Wann? – Zeitpunkt, Zeitraum Ab wann? – Vorbereitung/ Durchführung/Auswertung

93 9 Projektarbeit 9.6 Arbeitsauftrag Entwickeln Sie mit Hilfe des Regelkreises ein erstes Nachmittags-Wald-Projekt von 2 Stunden für eine jeweils 12-köpfige Kindergartengruppe (4-5 J) CVJM-Kindergruppe (9-11 J) Gruppe Jugendclub (13–15 J) in einem Mischwald (Plenterwald).

94 „KiTa-/Schul-/“WP“-Kind“ 3 „Familienkind“ 4 „unentdecktes Kind“
19 Folgende waldpädagogisch relevanten Bilder vom Kind lassen sich (in Anlehnung an das Johari-Fenster) in der Fachkräfte-/Eltern-/WaldpädagogInnen-Kommunikation unterscheiden: Eigenschaften des Kindes den Eltern/Familien bekannt den Eltern/Familien unbekannt den Waldpäd. bekannt 1 „öffentliches Kind“ 2 „KiTa-/Schul-/“WP“-Kind“ den Waldpäd. unbekannt 3 „Familienkind“ 4 „unentdecktes Kind“ (schlummernde Potentiale)

95 "Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann!
10. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) - Annäherungen Der Begriff Nachhaltigkeit wurde im 18. Jahrhundert in der Forstwirtschaft geprägt. "Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann!“ Hans Carl von Carlowitz, 1713 95

96 10. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) - Annäherungen
Erst seit dem „Erdgipfel Umwelt und Entwicklung“ 1992 in Rio de Janeiro, der größten Gipfelkonferenz des 20. Jahrhunderts, ist nachhaltige Entwicklung zentrales Weltthema. Von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung wurde nachhaltige Entwicklung ("sustainable development") so definiert: „Nachhaltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen.“ (Brundlandt-Report 1987) 96

97 10. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) - Annäherungen
Bildung für nachhaltige Entwicklung Ihre 6 didaktischen Prinzipien Der "Orientierungsrahmen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung formuliert folgende didaktische Prinzipien und Schlüsselqualifikationen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung: System- und Problemorientierung Verständigungs- und Werteorientierung, Kooperationsorientierung Situations-, Handlungs- und Partizipationsorientierung Selbstorganisation Ganzheitlichkeit 97

98 10. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) - Annäherungen
Bildung für nachhaltige Entwicklung Ihre 6 didaktischen Prinzipien Der "Orientierungsrahmen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung formuliert folgende didaktische Prinzipien und Schlüsselqualifikationen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung: System- und Problemorientierung Verständigungs- und Werteorientierung, Kooperationsorientierung Situations-, Handlungs- und Partizipationsorientierung Selbstorganisation Ganzheitlichkeit 98

99 10. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) - Annäherungen
Ziel einer Bildung für nachhaltige Entwicklung Ihr Ziel ist es, allen Menschen Bildungschancen zu eröffnen, die es ihnen ermöglichen, sich Wissen und Werte anzueignen sowie Verhaltensweisen und Lebensstile zu erlernen, die für eine lebenswerte Zukunft und positive gesellschaftliche Veränderung erforderlich sind. Sie zielt darauf, die Menschen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte zu befähigen. In allen Bildungsbereichen sollen Lernprozesse initiiert werden, die zum Erwerb von Analyse-, Bewertungs- und Handlungskompetenz beitragen. 99

100 10. Aufgaben zur Entwicklung der Wald-Mensch-Bezüge

101 11. Auswertung Erfahrungsaustausch zu Auswertungsverfahren Auswertungsbogen Landesforsten Zum Abschluss ...

102 11 Auswertung Die Dartscheibe kann auch als sog. Stendogramm durch
Stellen der Personen zu verschiedensten Auswertungsfragen variiert werden. 102

103 12 Literatur + Material Antons, Klaus: (2011): Praxis der Gruppendynamik. Übungen und Techniken. Göttingen, 9.Aufl., Göttingen 2011 G. Bodenmann, M. Perrez, M. Schär (2004): Klassische Lerntheorien. Grundlagen und Anwendungen in Erziehung und Psychotherapie. R. C. Cohn (1975): Von der Psychoanalyse zur themenzentrierten Interaktion. Von der Behandlung einzelner zu einer Pädagogik für alle. L. Fischer, G. Wiswede (2002(2)): Grundlagen der Sozialpsychologie. Richard J. Gerrig/ Philip G. Zimbardo: Psychologie, (Pearson) München 2008 (18. Aufl.),980 S. Grob, Alexander / Jaschinski, Uta: Erwachsen werden. Entwicklungspsychologie des Jugendalters, Weinheim, Basel, Berlin (Beltz), 2003 Jehn, Margarete und Wolfgang: Ich bin der Baum vor deinem Haus. Baumlieder & Baumgeschichten, Worpswede 1990 (Worpsweder Musikwerkstatt, Am Hasenmoor 23, Worpswede, Tel.: 04792/1498 (www.jehnmusik.de) Richard Louv (2011): Das letzte Kind im Wald? Beltz-Verlag Fortsetzung Folgeseite

104 Literatur F. Schulz von Thun (verschiedene Jahrgänge): Miteinander reden (Serie von 3 Bänden bei rororo). Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie in Bayern. – 165 S. + Anhang, Augsburg & Freising-Weihenstephan.: (BAYERISCHE LANDESANSTALT FÜR WALD UND FORSTWIRTSCHAFT , Am Hochanger 11, Freising Tel.: ++49 (0)8161/ , ) Bruno Hespeler: Prügelknabe Wald


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