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RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg „RadioInsekt“ zur Frage, was Insekten hilft.

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1 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg „RadioInsekt“ zur Frage, was Insekten hilft um möglichst nicht gefressen zu werden Hallo liebe Leute! Heute weihe ich euch in die Geheimnisse meiner Insekten- Freunde ein. Ich werde euch verraten, wie sie sich durch spezielle Tricks vor Fressfeinden schützen können.

2 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Als ersten möchte ich den Birkenspanner interviewen. Er wollte sich hier auf dieser Birkenrinde mit mir treffen. Wo bleibt er nur?

3 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Wow, du bist ja hervorragend getarnt durch die Farbe und Zeichnung deiner Flügel. Hier bin ich!

4 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Hier würde mich jeder hungrige Vogel sofort entdecken. Aber in meinem Lebensraum ist das anders. Das war ja kein Zufall, dass du mich auf der Baumrinde nicht gesehen hast. Das passiert den Vögeln auch, hihi… SCHUTZ durch TARNEN: Manche Insekten haben eine Farbe oder eine Zeichnung auf Körper und/oder Flügeln, die sie mit dem Hintergrund „verschmelzen“ lassen. Diese Tarnung erhöht ihre Chance nicht gefressen zu werden.

5 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Ich zeige dir noch weitere Meister der Tarnung. Spannerraupen ahmen in Form und Farbe kleine Äste nach. In dieser Körperhal- tung sind sie von den um- gebenden Ästen kaum zu unterscheiden. Kopf Die Raupe des Zitronen- falters ist in der Farbe ganz ihrer bevorzugten Futter- pflanze angepasst und damit fast unsichtbar. Die graubraune Flügel- unterseite des indischen Blattschmetterlings sieht aus wie ein welkes Blatt. Kopf

6 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Die Raupen eines südamerikanischen Schmetterlings sehen durch ihre Färbung und Form sogar Vogelkot zum Verwechseln ähnlich. Dadurch werden die Raupen von Fressfeinden nicht erkannt. Auch Schmetterlingspuppen sind meist gut getarnt. Die Puppe des C-Falters sieht einem eingerollten Blatt täuschend ähnlich. WOW, ist das cool! C-Falter

7 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Grünes Heupferd Meine Färbung ist natürlich auch eine ausgezeichnete Tarnung. Wenn ich zwischen die grünen Blätter krieche, werde ich von meinen Fressfeinden nur schwer entdeckt. Ich bin eine Heuschrecke, die in Sardinien am Strand lebt. Eine grüne Farbe wäre nichts für mich. Ich „verschmelze“ sozu- sagen mit dem Kies und Sand durch meine braune Farbe und Zeichnung.

8 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Na, und wir erst!! Wie viele von uns Stabheuschrecken kannst du entdecken?

9 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Das waren nun alles Beispiele für Trick Nummer 1 = Tarnung Ich bin mit dem Wort „Trick“ nicht ganz einverstanden. Das klingt ja, als würden wir uns absichtlich eine bestimmte Färbung oder Körperzeichnung geben. In Wirklichkeit haben sich unsere Körpermerkmale über Tausende, ja Millionen von Jahren entwickelt. Diejenigen von uns, die besser getarnt waren, hatten die besseren Chancen. Diejenigen, die zu sehr aufgefallen sind, wurden gefressen. So ist das! Ich bin mit dem Wort „Trick“ nicht ganz einverstanden.

10 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Ach, ich verstehe: Darum sagt man, eure gelb-schwarze Färbung ist eine Warnung an alle Fressfeinde. Und wenn sie eure Warnung verstehen, lassen sie euch in Ruhe. Ich bin mit dem Wort „Trick“ nicht ganz einverstanden. Phh, Tarnen habe ICH nicht nötig! Ich bin eine wehrhafte Wespe. Viele Vögel lassen uns Wespen in Ruhe, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass wir uns mit unserem Stachel wehren können. Außerdem sind wir für viele Vögel ungenießbar.

11 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg SCHUTZ durch WARNEN: Manche Insekten signalisieren ihren Fressfeinden durch eine auffällige Färbung „Leg dir‘s nicht mit mir an, ich wehre mich!“ oder „Ich bin giftig!“ oder „Ich bin ungenießbar!“ Wir Hornissen zeigen das auch mit unserer Färbung.

12 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Die Raupen der Bären-Falter warnen mit ihren auffälligen Haarbüscheln vor Reizreaktionen bei Berührung. Die Borsten einiger Raupen sind giftig und können Schmerzen verursachen. Widderchen zählen zu den giftigsten Schmetterlinge und sind somit für viele Fressfeinde ungenießbar. Die roten Punkte sind deutliche Warnhinweise.

13 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Die Raupen der Monarchfalter fressen Pflanzen, die Stoffe enthalten, die für Vögel giftig sind. Den Raupe selbst schaden sie natürlich nicht, ganz im Gegenteil. Durch dieses Futter sammeln sich diese Giftstoffe in den Raupen und auch in den daraus geschlüpften Faltern an. Vögel lernen, dass diese Raupen und Falter giftig sind und meiden sie dann. Die grellen Farben von den Monarch- falter und ihren Raupen sind somit eine Warnung an die Fressfeinde: „Ich bin giftig und ungenießbar! Such dir eine andere Beute! “

14 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Bist du auch giftig? Nein, ich tue nur so, als ob ich gefährlich wäre. Ich sehe einer Wespe oder Hornisse ähnlich, aber ich bin – du wirst es nicht glauben – ein Schmetterling. Man nennt mich Hornissenglasflügler. Werde ich von einem Feind angegriffen, krümme ich meinen Hinterleib so nach unten, als wollte ich stechen. Na, du bist ja einer!!

15 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg SCHUTZ durch WARNEN & TÄUSCHEN: Manche Insekten sind perfekt im Vortäuschen von Gefährlichkeit. Sie warnen auch, obwohl sie weder wehrhaft, noch giftig oder ungenießbar sind. Ganz schön raffiniert! Man nennt dieses Täuschen Mimikry. Ja, ja, ich sage immer: Täuschung ist das halbe Leben!! Das gelb-schwarze Wespenkleid lässt mich harmlose Schwebfliege gefährlich aussehen.

16 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Hier siehst du weitere Beispiele für Mimikry bei zwei Schwebfliegen und einem Käfer. Alle drei haben das gelb-schwarze Wespenkleid.

17 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg BUHHH…. Na, hast du dich erschreckt?? Auch das können meine Insekten- Freunde, und zwar noch viel besser als ich. Klicke weiter und sieh dir das an!

18 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg SCHUTZ durch ERSCHRECKEN: Eine weitere Möglichkeit sich gegen Fressfeinde zu wehren, ist das Erschrecken der Fressfeinde oder auch Drohverhalten. Mit geschlossenen Flügeln fällt das Tagpfauenauge nicht besonders auf. Auf der Oberseite der Flügel hat es aber auffallende Augenzeichnungen. Mit dem Aufklappen seiner Flügel kann es Angreifer erschrecken. Ein kurzes Zögern oder Zurückweichen des Angreifers nutzt der Falter zur Flucht.

19 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Mehrere Schmetterlinge haben diese Augenzeichnungen auf ihren Flügeln. Sieh nur! Du kannst dir sicher vorstellen, dass diese Augen- zeichnungen so manchen Fressfeind erschrecken können. Nachtpfauenauge Eulenfalter

20 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Wird die Schwalbenschwanzraupe von einem Feind berührt, zieht sie den Kopf ein und stülpt zwei leuchtend orangefarben und intensiv unangenehm riechende Nackengabeln aus. Das erschreckt. Wird die Gabelschwanzraupe beunruhigt, erschreckt sie ihren Feind mit einem roten Kopf mit zwei Scheinaugen. Wenn das Erschrecken nicht hilft, kann sie ihrem Angreifer auch Ameisen- säure entgegenschießen. Toll, was Insekten alles können!

21 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Wird die Raupe des Oleander- schwärmers beunruhigt, zieht sie ihren Kopf nach unten. Dadurch werden Augenflecken sichtbar. Die Raupe wirkt dadurch größer und gefährlich, was sie ja gar nicht ist. Augen- flecken Kopf

22 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Jetzt weißt du, wie Insekten versuchen, sich vor Fressfeinden zu schützen. Bearbeite nun das Arbeitsblatt! Ich hoffe, du hast dir viel gemerkt.

23 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Quellen: Folie 2, 3, 4: Birkenspanner: Folie 5: Raupe Birkenspanner: Blattschmetterling: Zitronenfalter Raupe: Folie 6: Ritterfalter: C-Falter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Polygonia_c-album_qtl2.jpghttps://commons.wikimedia.org/wiki/File:Polygonia_c-album_qtl2.jpg Folie 7: Heuschrecke: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heupferd_fg01.jpghttps://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heupferd_fg01.jpg Heuschrecke Sardinien: Ulrike Unterbruner Folie 8: Schulbiologiezentrum, Universität Salzburg Folie 10: Wespe: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:European_wasp_white_bg.jpghttps://commons.wikimedia.org/wiki/File:European_wasp_white_bg.jpg Folie 11: Hornisse: Ulrike Unterbruner Folie 12: Bären-Falter: Widderchen: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a7/Sechsfleck-Widderchen_Bild_2.jpg/1280px-Sechsfleck- Widderchen_Bild_2.jpg?uselang=dehttps://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a7/Sechsfleck-Widderchen_Bild_2.jpg/1280px-Sechsfleck- Widderchen_Bild_2.jpg?uselang=de

24 RadioInsekt: Tarnen & Warnen © 2015Didaktik der Naturwissenschaften, School of Education, Universität Salzburg Folie 13: Monarchfalter: https://commons.wikimedia.org/wiki/Danaus_plexippus#/media/File:Monarch_Butterfly.jpghttps://commons.wikimedia.org/wiki/Danaus_plexippus#/media/File:Monarch_Butterfly.jpg https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Monarch_Butterfly_Danaus_plexippus_Feeding_Down_3008px.jpg?uselang=de Folie 14: Hornissenglasflügler: Folie 15: Schwebfliege: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schwebfliege.jpghttps://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schwebfliege.jpg Folie 16: Schwebfliege: Ulrike Unterbruner; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hoverfly_December_ jpghttps://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hoverfly_December_ jpg; Wespenbock: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wespenbock1_toapel.jpghttps://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wespenbock1_toapel.jpg Folie 18: Tagpfauenauge: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mein_dunkler_Freund_5156.JPG,https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mein_dunkler_Freund_5156.JPG https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mein_dunkler_Freund_5156.JPG#/media/File:Tagpfauenauge_(Inachis_io)_5058.JPG Folie 19: Nachtpfauenauge: Schulbiologiezentrum, Universität Salzburg Eulenfalter: Ulrike Unterbruner Folie 20: Schwalbenschwanzraupe: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schwalbenschwanz-Raupe.jpg, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:01_chenille_machaon.jpg,https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Schwalbenschwanz-Raupe.jpg https://commons.wikimedia.org/wiki/File:01_chenille_machaon.jpg Gabelschwanzraupe: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cerura_vinula_-_head_detail_01https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cerura_vinula_-_head_detail_01 Folie 21: Oleanderschwärmer:


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