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Zürcher Fachhochschule 1 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Fritz Redl 1902 - 1988.

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1 Zürcher Fachhochschule 1 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Fritz Redl

2 Zürcher Fachhochschule 2 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Lebensdaten - Geboren 1902 in der Graz; Sohne eines Bahnhofvorstandes - Studium in Wien (Philosophie, Psychologie, Germanistik und Anglistik) - Abschluss 1925 mit Dissertation über Kant Höheres Lehramt, Eintritt in den Schuldienst Eintritt in das Wiener Psychoanalytische Institut - Lehranalyse bei Sterba und Lampl de Groot Schulpsychologe in Landerziehungsheim Zusammenarbeit mit Aichhorn (Aufbau von Erziehungsberatungsstellen) Emigration in die USA (Einladung von Havighurst) Professor für Soziale Arbeit in Detroit Gründung des Pioneer House in Detroit Aufbau der Kinderstation eines grossen psychiatrischen Krankenhauses in Bethesda bei Washington – 73 Distinguished Professor of the Behavioral Sciences in Detroit verstorben

3 Zürcher Fachhochschule 3 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Wichtige Veröffentlichungen : Erziehungsberatung, Erziehungshilfe, Erziehungsbehandlung : Children Who Hate (dt.: Kinder die hassen, 1979) : mit David Wineman: Controls from Within. Techniques für the Treatment of the Aggressive Child (dt.: Steuerung des aggressiven Verhaltens beim Kind, 1976) : When We Deal with Children. Selected Writings. (dt.: Erziehung schwieriger Kinder. Beiträge zu einer psychoanalytisch orientierten Pädagogik, 1971)

4 Zürcher Fachhochschule 4 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit

5 Zürcher Fachhochschule 5 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Wiener Jahre Tätigkeit als Lehrer und Erziehungsberater Einfluss der Jugendbewegung; Zusammenarbeit mit Aichhorn Publikationen in der Zeitschrift für Psychoanalytische Pädagogik Inhaltlicher Schwerpunkte: Alltägliche pädagogische Fragestellungen im Zusammenhang mit Lernen und Schule (Strafen, Lernstörungen, Prüfungsangst, Gruppenpsychologie) Zusammenspiel zwischen Pädagogik und Psychoanalyse: Was hat die Psychoanalyse der Pädagogik zu bieten? So interessant und fesselnd alles ist, was uns die Psychologen zu sagen haben – irgendwie können wir uns des Eindrucks nicht erwehren, dass einiges in ihren Fragestellungen gar nicht enthalten ist, was für uns doch das tägliche Brot bedeutet (Redl, zit. nach Fatke, S.86)

6 Zürcher Fachhochschule 6 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Spannungsfeld Pädagogik - Psychoanalyse Grundwiderspruch: Grundorientierung der Psychoanalyse: Aufhebung der Triebeinschränkungen und Bewusstmachen von unbewussten Trieb- regungen Grundorientierung von Erziehung: Triebverzicht und Realitätsanpassung Vermittlungsvorschlag von Redl: Übergeordnetes Erziehungsziel bleibt bestehen, auf Weg zum Ziel aber Nutzung analytischer Mittel. Im Zentrum steht die Aufgabe, den Bezug zur Realität zu sichern und somit die Ich-Funktionen zu stärken. Zweck des Erziehens bleibt auf alle Fälle die Herstellung eines Zustandes einer gewissen Triebunterdrücktheit und Sublimiertheit, wie sie eben Gesellschaft und Kultur fordern. Dass sich aber auch die einzelnen Erziehungshandlungen immer nur der Triebunterdrückung als Erziehungsmittel bedienen müssen, ist damit noch keineswegs gesagt. Ist zum Beispiel einmal ein Zuviel solcher Triebunterdrückung erfolgt, oder hat sie falsche Bahnen eingeschlagen, dann wird es eben notwendig, dieses Zuviel oder Falsch wieder aufzuheben. Was so auf einem Wegstück Aufhebung ist, ordnet sich doch dem Endzweck als Mittel unter. (Redl, zit. nach Fatke, S.88)

7 Zürcher Fachhochschule 7 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Vertreter der psychoanalytischen Ich-Psychologie (Bekannteste Vertreter: Anna Freud, Heinz Hartmann) PSA-Strukturmodell Es -> Zentrum der Triebe und Bedürfnisse Über-Ich -> Instanz des Werte und Normen, des Gewissens Ich -> Vermittelnde Instanz Wird zum Zentrum des pädagogischen Ansatzes Erkenntnis von Redl: Schwergestörte Kinder leiden oft nicht an einer Ich-Schwäche, sondern verfügen im Gegenteil über starke Ich-Funktionen; nur dient diese Ich-Stärke der falschen Sache (Delinquenz). Bei vielen auffälligen und gestörten Kindern ist die innere Kontrolle zusammengebrochen bzw. sie hat gar nie recht funktioniert (z.B. Frustrationstoleranz, Widerstand gegen Versuchung, keine Panik bei neuen Herausforderungen, usw.)

8 Zürcher Fachhochschule 8 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Erkenntnisse und Handlungsansätze Herausforderung: Kompensation von Störung der Ich-Funktion durch die Kinder und Jugendlichen mittels spezifischer Techniken - Techniken zur Vermeidung von Schuldgefühlen z.B.der andere hat angefangen… die andern machen es ja genauso… er hatte es verdient… -Techniken zu Suche nach Unterstützung der Delinquenz z.B.Aufspüren falscher Freunde Ausnützen bestimmter Stimmungslagen - Techniken zur Abwehr von Veränderungen z.B.Gruppenächtung derer, die sich bessern Geschick im Manipulieren von Menschen Flucht in die Tugend

9 Zürcher Fachhochschule 9 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Erkenntnisse und Handlungsansätze Antwort: Life Space Interview Soll Ereignisse aus dem alltäglichen Leben therapeutisch auswerten und/oder sofortige emotionale Erste Hilfe leisten: Therapeutische Auswertung - Einmassieren des Realitätsprinzips - Entfremden von Symptomen - Wiedergabe eingeschlafener Wertgefühle - Anbieten neuer Anpassungstechniken - Erweiterung der Grenzen des Selbst Emotionale Erste Hilfe - Ablassen von Frustrationssäure - Unterstützung bei der Bewältigung panischer Angst - Aufrechterhaltung der Kommunikation bei drohendem Abbruch der Beziehung - Regulierung von Verhaltensabläufen und sozialen Beziehungen

10 Zürcher Fachhochschule 10 Modul 63: Psychoanalytische Pädagogik und Fallverstehen in der Sozialen Arbeit Beigezogene Literatur - Fatke, R. (1995). Fritz Redl. In: R. Faltke, H. Scarabath (Hrsg.). Pioniere Psychoanalytischer Pädagogik. Frankfurt a.M.: Peter Lang. S Heinemann, E., Rauchfleisch, U., Grüttner, T. (1992). Gewalttätige Kinder. Psychoanalyse und Pädagogik in Schule, Heim und Therapie. Frankfurt: Fischer. - Redl, F., Wineman, D. (1976). Steuerung des aggressiven Verhaltens beim Kind. München: Piper - Redl, F. (1979, Orig. 1951). Kinder, die hassen. München: Piper - Redl, F. (1987, Orig. 1966). Erziehung schwieriger Kinder. München: Piper


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