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ETALE ALKOHOLSYNDROM. FAS/E ist eine Schädigung des Kindes, die durch Alkoholgenuss der Mutter während der Schwangerschaft entstanden ist.

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Präsentation zum Thema: "ETALE ALKOHOLSYNDROM. FAS/E ist eine Schädigung des Kindes, die durch Alkoholgenuss der Mutter während der Schwangerschaft entstanden ist."—  Präsentation transkript:

1 ETALE ALKOHOLSYNDROM

2 FAS/E ist eine Schädigung des Kindes, die durch Alkoholgenuss der Mutter während der Schwangerschaft entstanden ist.

3 Richter 13:7 "Er kündigte mir an: ich werde einen Sohn bekommen, der von seiner Geburt an Gott geweiht sein soll. Ich soll deshalb weder Wein noch Bier trinken und keine unreinen Speisen essen In 1720, als eine "Gin Epidemie" sich in Großbritannien ausbreitete, hat das damalige "Royal College of Physician vor dem britischen Parlament berichtet, dass Alkohol die Ursache von"dünnen, schwachen und jämmerlichen Kindern" sei.

4 1967 haben Lemoine (Frankreich) und seine Kollegen über Alkoholikerinnen geschrieben, die geschädigte Kinder auf die Welt brachten haben David Smith und Ken Jones (Seattle USA) FAS (Fetales Alkohol Syndrom) einen Namen gegeben. Seit 32 Jahren haben wir einen Namen dafür, aber die wenigsten Betroffenen bekommen eine Diagnose! Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte

5 Das Baby erhält Alkohol über die Nabelschnur und bleibt länger alkoholisiert als die Mutter Alkoholische Getränke erreichen den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes. Innerhalb von wenigen Minuten haben Mutter und Kind denselben Alkoholspiegel ABER: Die Mutter baut den Alkohol schneller ab als das Kind. Wenn die Mutter den Alkohol in Ihrem Blut bereits abgebaut hat und keine Wirkung mehr spürt, ist ihr Baby noch der schädigenden (teratogenen) Wirkung des Alkohols ausgesetzt. Nicht nur Alkoholikerinnen können Kinder schädigen

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7 Geringes Geburtsgewicht Kleinwüchsigkeit Kleinköpfigkeit Epilepsie Gedeihstörungen Körperliche Missbildungen Verhaltensstörungen Defizite in der geistigen Entwicklung

8 Nierenschaden Herzfehler Genitalfehlbildung Augenfehlbildung Muskelhypotonie Gesichtsveränderungen Lippen- und Gaumenspalte

9 : PRÄ- UND POSTNATALE WACHSTUMSSTÖRUNGEN : ZNS-DYSFUNKTION (Neurologie, Entwicklung, Intelligenz) : GESICHTSMERKMALE: KLEINKÖPFIGKEIT SCHMALE AUGENLIDER SCHMALES OBERLIPPENROT FLACHES MITTELGESICHT FAST FEHLENDES PHILTRUM* *(Mittelrinne zwischen Nase und Oberlippe ist kaum ausgebildet)

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11 Bildquelle: courtesy of Sterling Clarren MD

12 Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte

13 Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, Reinhardt

14 Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, FASworld

15 Häufig ist die Augenform verändert, sie wirkt manchmal sehr rund, bedingt durch die Augenfalte - Oder die Augen sind unterschiedlich groß, wegen der Ptosis – hängendes Oberlid. Das ist am rechten Auge hier deutlich zu sehen Prof. Löser schreibt zu diesen Augen: Schmale, zur Seite abfallende Lidspalte. Ptosis rechts (Ptosis: hängendes Oberlid ) Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte und FASworld

16 Gegenüberstellung Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, FASworld, Gibson, Reinhardt Normal FASD

17 Das Auge Mögliche Merkmale der Augen bei FASD: Ein Epikanthus ist in den meisten Fällen ausgeprägt Schmale Lidspalten Die Lidachsen fallen zur Seite hin ab. (Antimongoloide Lidachsen) Die Oberlider können hängen und in schweren Fällen bis über die Pupillen ragen (Ptosis). Die Augen sind mitunter unterschiedlich weit geöffnet Myopie / Hyperopie / Astigmatismus Strabismus

18 Der Nasenrücken ist verkürzt, dadurch weisen die Nasenlöcher nach vorne. Nasenrücken verkürzt, und verbreitert Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, Gibson

19 Entwicklung der Nase bei einem FASD-Kind Gegenüberstellung Jeweils rechts befinden sich Fotos von gesunden Kindern. Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, FASworld,Gibson, Reinhardt

20 Das Ohr Oft ist das Ohr bei FASD oft zu tief angesetzt, nach hinten geneigt und wenig ausgeformt. Nachfolgende Gegenüberstellung soll dies noch mehr verdeutlichen. FASD: Die Ohren sind nach hinten gedreht und sehr tief angesetzt. Gesundes Kind Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, Reinhardt

21 Gesundes Kind? FASD- Kind? Wie man sieht, gibt es sehr viel erschiedene Möglichkeiten: zu tief, zu wenig ausgeprägt in der Form, normal ausgeprägt, dafür aber etwas nach hinten gekippt. Modulation - Vergleich Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, FASworld, Reinhardt

22 Nase – Ohr - Mittelgesicht Mögliche Merkmale bei Nase und Ohr bei FASD: Nase Verkürzter Nasenrücken (Stupsnase) Vorstehende Nasenlöcher Mittelgesicht Abgeflacht, schmal Unterentwickelte Oberkieferhöhle elliptischer Oberkieferbogen Hoher Gaumen Gaumen-/Lippenspalte Ohr oft tief angesetzt nach hinten gedreht wenig ausgeformt schräg stehend

23 Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, FASworld

24 Auf dem linken Foto ist das Philtrum nur ganz leicht angedeutet, rechts gar nicht vorhanden. Hier sieht man, dass der Abstand zwischen Nase und Oberlippe verlängert ist. Das Philtrum ist nur ganz leicht angedeutet, Die Oberlippe schmal Der Cupidobogen ist nur ganz leicht ausgebildet. Der Mund wirkt unnatürlich verbreitert. Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, FASworld

25 Li.: An diesem Kind sieht man, dass hier auch das Lippenrot sehr schmal ist, ein Philtrum ist nicht zu erkennen. Abstand zwischen Nase und Oberlippe scheint verlängert. Der Mund wirkt insgesamt schmal und klein. Re.: dünne Lippen mit schmalem Lippenrot. Verlängertes, kaum ausgebildetes Philtrum. Sehr schmales Ober und Unterlippenrot, fehlendes Philtrum, kleine Zähne, fliehendes Kinn, Ärzte bezeichnen diese Mundform auch als Fischmund Die Veränderungen an der Nase sind nicht typisch. Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte

26 Weitere Einzelheiten: Die Zähne sind häufig klein Mäusezähnchen. Zwischen den Zähnen finden sich häufig vergrößerte Zwischenräume (Diasthema). Fehlende Zähne werden nur vereinzelt gesehen. Der Zahnschmelz ist unregelmäßig und zum Teil mangelhaft. Der Zahndurchbruch ist bei höhergradigen Schädigungen verzögert. Sehr häufig besteht ein hoher Gaumen. Der Oberkieferbogen ist nicht parabol, sondern mehr eliptisch. Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte, FASworld, Reinhardt

27 Mund Mögliche Merkmale an Mund und Kiefer bei FASD Schmales Lippenrot, dünner Lippenwulst Fehlendes / flaches / verlängertes Philtrum Fehlender Cupidobogen kleine Zähne / Zahnanomalien, Abstände zwischen den Zähnen Zahnfehlstellungen Hoher Gaumen Gaumenspalte Unterentwickelte Unterkiefer, fliehendes Kinn

28 Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte

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33 Handfurchen bei Alkoholembryopathie. Die Daumenfurche ist deutlich eingekerbt. Die Dreifingerfurche setzt sich scharf abgeknickt in die Zwischenfingerfurche des 2. Und 3. Fingers fort. Siehe Pfeil. Haaraufstrich im Nacken. Bildquelle: Löser Alkoholembryopathie und Alkoholeffekte

34 FAS-Kind mit Magensonde.

35 GESICHERTER MÜTTERLICHER ALKOHOLKONSUM! DAS KIND MUSS ZWEI DER DREI FOLGENDEN KRITERIEN ERFÜLLEN: 1)Prä- und Postnatale Wachstumsstörungen 2)ZNS– Dysfunktion (Neurologie, Entwicklung, Intelligenz) 3) Gesichtsmerkmale

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38 Bildquelle: Löser Alkoholembryop athie und Alkoholeffekte

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40 Intrauterine Alkoholexposition Alkoholabusus in der Schwangerschaft! Länge und Kopfgröße können durchaus normal sein Möglicherweise kleinwüchsig Kognitive oder psychiatrische Auffälligkeiten Gestörtes Verhalten bei Problemen (z.B. HKS)

41 Mütterlicher Alkoholismus chron. Alkoholismus erzeugt FAS, FAE und intrauterine Alkoholexposition Mäßiger Alkoholgenuss in der Schwangerschaft kann zu kognitiven und psychiatrischen Störungen führen Gelegentlicher Alkoholkonsum, sog. Binge- Drinking führen, je nach Entwicklungsphase des Kindes zu dysmorphen Schädigungen, zu FAS-typischen Veränderungen

42 Verlaufsstudien zur Entwicklung der Kinder mit pränataler Alkoholexposition o Euromac-Studie (European maternal alcohol consumption Study) o Berliner Langzeitstudie Bei einem Glas Alkohol pro Tag sind die Neugeborenen in der Regel signifikant kleiner als die Kinder der Frauen, die keinen Alkohol tranken. Ein Glas Wein pro Tag führt zu morphologischen Schäden.

43 Prof. Spohr, Berlin 2002

44 Verlaufsstudie zu FAS/E IQ-Test bei 70 Kindern Nachtestung nach 10 und 12 Jahren

45 Ernährungsstörungen Schlafstörungen Aggressivität Hyperaktivität Autismus Gestörtes Sozialverhalten

46 Konzentrationsschwäche Lernschwierigkeiten Verminderte Intelligenz Mentale Retardierung

47 Modell der Informationsverarbeitung Input Prozessing IntegrationMemory Output Folie von Annika Thomsen

48 Erklärung zum Modell Informations- aufnahme Informations- verarbeitung Reaktion aus der Umwelt über die Sinnesorgane: -Sehsinn -Hörsinn -Tastsinn -Bewegungs-, Kraft- und Stellungssinn -Gleichgewichtssinn -Geruchssinn -Geschmackssinn im Gehirn: -Verknüpfung der neuen Wahrnehmung mit bisher Gelerntem -Speicherung der Wahrnehmung im Gedächtnis (Kurz- / Langzeitgedächtnis) an die Umwelt: -verbaler / nonverbaler -motorischer Art Folie von Annika Thomsen

49 Tatsächliches Alter =18 Sprache Verständnis/ seelische Reife 6 7 Sozial- Fähigkeiten Zeit/Geld/ Mathe 8 11 Fähigkeiten für tägliches Leben 16 Lesen 20 -jähriger Ändern Sie Ihre Erwartung entsprechend! Wie ein Adaptiert von: Forschung Ergebnisse von :- Streissguth, Clarren et al. Diane Malbin 1994

50 Kinder und Jugendliche mit FASD und AD(H)S Zeichen von AD(H)S: oHyperaktivität oAufmerksamkeitsstörungen oImpulsivität oErregbarkeit / Irritierbarkeit oEmotionale Störungen oDissoziales Verhalten oLernstörungen Folie von Annika Thomsen

51 Unterschiede zu Kindern mit FAS FAE / intrauteriner Alkoholexposition ofrüherer Beginn oAufmerksamkeitsstörungen ausgeprägter oKinder mit FAS / FAE / intrauteriner Alkoholexposition weisen neurochemische und strukturelle Störungen auf, deshalb ist ihre Reaktion auf Neurostimulanzien nicht vorhersagbar Folie von Annika Thomsen

52 Scheint aufgeregt zu sein und hat Schwierigkeiten, sich zu beruhigen Kann sich nicht selber beschäftigen Zeigt kein angemessenes Sozialverhalten Hat Probleme Freunde zu bekommen bzw. zu behalten Spielt nur mit Kindern die 3-4 Jahre jünger sind Benötigt konstante Beaufsichtigung Verhaltensweisen bei FAS/E

53 Lernt nicht aus Fehlern Redet übermäßig viel Mag keine Veränderungen (Schule, Umzug usw.) Regt sich schnell auf Handelt ohne nachzudenken Ist leicht ablenkbar Ist unfähig lange still zu sitzen Muss an wiederkehrende Routine erinnert werden Zeichen für FAS/E

54 Vergisst was vor Kurzem gelernt worden ist Hat Schwierigkeiten Neues zu lernen Schlafprobleme Ungewöhnliche körperliche Merkmale Essprobleme Ist oft aggressiv Kann Anweisungen wiederholen, ist aber häufig unfähig, sie auch durchzuführen Unter- oder überschmerzempfindlich Zeichen für FAS/E

55 Bei Kindern und Jugendlichen mit FAS / FAE / intrauteriner Alkoholexposition können auf jedem der drei Schritte der Informationsverarbeitung Störungen stattfinden! Schwierigkeiten ozu Verallgemeinern (Generalisierung) oUrsache und Wirkung zu erkennen (Kausalzusammenhänge) oGleiches und Unterschiedliches zu erkennen (Differenzierung) oGelerntes zu Behalten oder wieder Abzurufen ozu Antizipieren, bzw. Handlungsabfolgen zu benennen oGeringes Verständnis für Abstraktionen (Zeit, Geld) oeingeschränktes Nachvollziehen von sozialen Zusammenhängen Folie von Annika Thomsen

56 Auswirkungen auf das Verhalten (1) beobachtbares Verhalten mögliche Fehlinterpretation Interpretation bei FAS FAE / intrauteriner Alkoholexposition Ungehorsam- willentliches Widersetzen - Suche nach Aufmerksamkeit - verstockt - Schwierigkeiten verbale Anweisungen zu verstehen und umzusetzen (output) - Verständigungs- schwierigkeiten (input) Lügen- will andere ärgern - will sich durchsetzen - Elternhaus - unverantwortlich - soziopathisches Verhalten - Gedächtnisleistung eingeschränkt (Prozessing) -Will gefallen sitzt nicht still- willentliches Widersetzen - will sich durchsetzen - will andere ärgern - Hyperaktivität - Überstimulierung - Affektstau Folie von Annika Thomsen

57 Auswirkungen auf das Verhalten (2) beobachtbares Verhalten mögliche Fehlinterpretation Interpretation bei FASD eingeschränkte soziale Fähigkeiten - will andere ärgern - willentliches Widersetzen - will sich durchsetzen - Elternhaus - misshandeltes Kind - kann soziale Regeln nicht erfassen, interpretieren und anwenden - braucht Organisationshilfen körperliche Aggression - will andere ärgern - willentliches Widersetzen - will sich Durchsetzen - Elternhaus -misshandeltes Kind - deviant - hyper- / hyposensibel auf Berührung - Kein Verständnis für soziale Regeln Folie von Annika Thomsen

58 Tagesroutine strukturieren mit einfachen konkreten Regeln. Immer wieder auch auf Alltägliches hinweisen. Das kann wörtlich oder visuell sein,Hauptsache es bringt etwas. Vorbilder haben (z.B. aus Familie oder Fernsehen) die sie nachahmen können um erwünschtes Verhalten zu erlernen. Kinder wiederholen, was sie gesehen haben. Umwelt und Umgebung: schaffen Sie eine Umgebung mit wenig sensorischen Reizen. (Kleine Klassen, sparsam ausgestattete Kinderzimmer) Haltung von Mitmenschen: vermitteln Sie ihnen, dass das Verhalten des Kindes neurologisch bedingt ist und nicht böswillig ist. Medikation, gut dosiert und kombiniert, hilft 95% FAS/E Kindern. Beaufsichtigung: 24/7 (24 Stunden, 7 Tage die Woche) ist nötig wegen mangelnder Impulsivitätskontrolle und schlechter Beurteilungsfähigkeiten, egal wie alt. 8 Regeln für FAS/E

59 Kinder und Jugendliche mit FASD lassen sich leicht zu unangemessenem Verhalten verführen oder überreden, um an einer Gruppe teilhaben zu können! Gefahr von -problematischen Handlungen -kriminellen Handlungen -sexuellem Missbrauch -Drogen-, Alkoholmissbrauch Folie von Annika Thomsen

60 Erziehungs- / Behandlungsstrategien für Kinder mit AD(H)S sind auch für Kinder mit FAS sinnvoll: Aufklärung und Beratung der Eltern, wenn möglich auch des Umfeldes (Kindergarten, Schule) Ergotherapie usw. Elterntraining und Intervention in der Familie, Schule Kognitive Therapien zur Verminderungen von impulsiven und unorganisierten Aufgabenlösungen Medikamente... Folie von Annika Thomsen

61 Erziehungs- und Lernstrategien (1) eine klare Struktur in der Umgebung des Kindes eine sorgsame Beaufsichtigung (7 / 24) -um kritischen Situationen aus dem Weg zu gehen -egal wie alt das Kind / Jugendliche ist!! einfache, klare Informationen aus der Umwelt -keine Reizüberflutung -klare prägnante Ansprache -sparsam ausgestattete Kinderzimmer -kleine Klassen Folie von Annika Thomsen

62 Erziehungs- und Lernstrategien (2) schrittweise Bewältigung von Aufgaben Lernanlässe, die sich direkt aus der Umwelt des Kindes ergeben Medikation -gut und verantwortungsvoll dosiert und verabreicht -unter enger regelmäßiger ärztlicher Kontrolle Folie von Annika Thomsen

63 SAUGPROBLEMEN: Medela Soft Cup Trinkbecher SCHLAFSTÖRUNGEN: Schwere Decken bzw. Westen (mit Bohnen gefüllt) FEHLENDEM ZEITVERSTÄNDNIS: Digitale bzw. sprechende Uhr STÖRUNGEN BEIM TAGESABLAUF: Ablauf in Form von Bildern anfertigen für immer wiederkehrende Routinedinge, wie z.B. Anziehen. Sagen Sie die Reihenfolge als Lied oder Reim auf. WAHRNEMUNGSSTÖRUNGEN: Etiketten, Fäden (Socken) entfernen, keine Ketten usw. tragen lassen. WUTAUSBRÜCHEN: Zu viele Reize vermeiden, drücken Sie das Kind fest an sich. Ganz leise mit dem Kind sprechen/singen oder kraulen.

64 Krankengymnastik Ergotherapie Schlucktherapie Logopädie Motorpädie Musiktherapie Hippotherapie Kinesiologie

65 94% leiden oder litten unter geistigen Krankheiten (Depression, Suizidversuche usw.). 43% der Patienten im Schulalter haben keine geregelte Schullaufbahn gehabt. (suspendiert, abgewiesen). 42% der gesamten Patienten und 60% aller Patienten über 12 Jahre sind der Polizei bekannt, sind angezeigt worden oder wurden verurteilt. 60% aller Patienten über 12 Jahre sind entweder in Psychiatrien, Gefängnissen oder Erziehungsanstalten gewesen. Unangemessenes sexuelles Verhalten wurde bei 45% aller Patienten über 12 Jahre registriert.

66 30% aller Patienten haben Drogen/Alkohol Probleme. 80% aller Patienten über 21 Jahre können kein selbständiges Leben führen. 80% aller Patienten über 21 Jahre haben Probleme Arbeit zu finden bzw. zu behalten. 72% haben körperliche/sexuelle Misshandlung erlebt. Bei Patienten, die körperlich misshandelt worden sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass unangemessenes sexuelles Verhalten vorkommt, vervierfacht. 30 von 100 gebärfähigen weiblichen Patienten hatten schon Kinder. 40% haben während der Schwangerschaft getrunken, mehr als 50% haben das Kind nicht mehr bei sich. 30% dieser Kinder sind als FAS/FAE diagnostiziert oder haben Verdacht auf FAS/FAE. Ann Streissguth 1996

67 Risiko- und protektive Faktoren Risiko-Faktoren Diagnosestellung erst nach dem 6. Lebensjahr Gewalterfahrung gegen die eigene Person Instabiles Heim Protektive Faktoren Erstdiagnosestellung vor dem 6. Lebensjahr Keine Gewaltanwendung gegen Personen Stabiles Zuhause Aufenthalt mehr als 3 Jahre am gleichen Ort

68 Von einem Eisberg sind nur 1/7 bis 1/9 an der Oberfläche sichtbar. Vergleichbar ist dies mit dem Verhältnis von erkannten bzw. nicht erkannten FAS/E - Kindern. Hinter jedem anerkannten FAS bzw. FAE-Kind stehen 6-8 Kinder, die nicht diagnostiziert werden. Die erkannten Kinder stellen also nur die Spitze des Eisberges dar. Vergleichen wir es mit der Titanic: Der Titanic wurde das, was unter dem Wasser ist zum Verhängnis, nicht das, was über dem Wasser ist. FAS FAE/AE* *AE= Alkoholexposition: Kinder ohne FAS/E Diagnose, die durch Alkohol in der Schwangerschaft geschädigt sind

69 Fazit Fazit I Ein Kind, das mit FAS oder FAE geboren wird, hat bleibende körperliche, mentale und psychiatrische Schäden! Fazit II Die Störungen werden weitgehend teratogen verursacht; deshalb stehen auch diese Kinder unter dem Schutz des § 39 BSHG. Diese Kinder und Erwachsenen brauchen unsere besondere Aufmerksamkeit und Hilfe.

70 INTERNET: Telefonisch:

71 FAS/E ist zu 100% vermeidbar FAS/E ist nicht zu heilen FAS/E kann man nicht immer sehen Übermäßiges Trinken kann auch bei nicht Alkoholikerinnen zu Schäden führen Es gibt Hilfe und Unterstützung DANKE !!!!


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