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Die englische Sprache II Germersheim, SS 01 Karl-Heinz Stoll Varietäten.

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1 Die englische Sprache II Germersheim, SS 01 Karl-Heinz Stoll Varietäten

2 Englisch als Weltsprache © KH Stoll 2000

3 Verteilung des EN auf den Kontinenten

4 Common Core There are more similarities than differences between the various varieties of English [...]. (Braj B. Kachru) Koloniale Beiträge: Koloniale Beiträge: mounties, zombies, Abos, been-tos, coolies Transplanted Englishes: Transplanted Englishes: USA, Irland, Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika New Englishes: New Englishes: z.B. Educated Indian English, Filipino, Standard Caribbean, West African Standard US-Einflüsse: US-Einflüsse: Philippinen, Puerto Rico, Hawaii, Fidschis, Kenia, GB (know-how, radio, can)

5 Gemeinsame Unterschiede Gemeinsame UnterschiedeMi laikim Tok Englis i kamap na nasenel tok ples bilong PNG. (M. Somare)Indien: u Grußformeln: I bow my forehead, I fall at your feet u Beleidigungen: you eater of dung and drinker of urine, you incestuous sister sleeper u Dank: I wish to express my overflowing devotion to you Pidgins und Kreols: z.B. Nigerian Pidgin, Jamaica Talk, Hawaiian Creole, Krio (Sierra Leone),Tok Pisin Aussprache: Ersetzung v. [ð] u. [ ] durch [d] u. [t] bzw. [z] o. [s] : sing - thing ; thick - tick Homonyme Vereinfachung v. clusters: ask - axe - ass - asks - asked Homonyme u Keine Unterscheidung v. langen u. kurzen Vokalen: kiss - keys, live - leave

6 4. Neuerungen: Aspektsystem, belebte - unbelebte Objekte, serielle Verbkonstruktion (" Look how I bin run come work") Grammatik und Lexik: 1. Gramm. Vereinfachung: u Verzicht auf: Tempus: take - took; run – ran Deklination Artikel, to be, Genus v. Pron.: My sister, he nice girl. Them bellyful, but we hungry. Pronomen it : Here is not allowed to stop the car. Is very nice food. Präpositionen u. Konjunktionen: run Venezuela S-P-O auch in Fragen u. Imperativen: What you would like to eat? You come tomorrow! u Fragefloskeln: statt doesnt he, won´t he, is it, isn´t it - He love you, isnt it? He love you, no? Not bad what? Cheap what? 2. Bedeutungserweiterung: open the radio, close the light; He die yesterday. - Wonderful! Konversion: He naked himself. to friend s. o., to barb, bush, masta raus mi, mi raus 3. Übernahme einheimischer Wörter: chi, agbada, matatu, uhuru, kola, nyam nyam Neologismen auf engl. Basis: chewing stick, known faces, day clean, national cake

7 Black English 1. Theorien -Polygenese -Mängel -Keine afrikanischen Spuren (H.L. Mencken The American Language) - Monogenese - Substrattheorie - Afrikanische Einflüsse - Chomsky: universal principles - Bickerton: language bioprogram hypothesis (LBH) - Mufwene: The Universalist and Substrate Hypotheses Complement One Another - creativist, nativist Aspekte

8 2. Geschichte Koiné, Vulgärlatein, Lingua Franca, Sabir (Schuchardt, ). Portugiesisches Pidgin (mercador im Mandingo, port. Nachnamen in Nigeria, 1435 Afrikaner in Portugal, Crioulu v. Kap Verde u. São Tomé): pickaninny/ pickin/ pickni, savvy/ no savvy, palaver, mas que/ maskie/ maskee Englisch in Afrika: erste Afrikaner zur Ausbildung in England, 1618 Errichtung des ersten englischen Forts, ca Handelssprache an der Goldküste. Sklavenhandel: Jamestown, Virginia, 1607, 12 Jahre später (ein Jahr vor Ankunft der Pilgerväter) 20 Afrikaner nach Jamestown. In Neuengland und New York seit mindestens 1635 Schwarze. Engländer auf den Kleinen Antillen 1625, 1655 Jamaika Mio. Sklaven in die Neue Welt, davon nur etwa 4,5 %, d.h. weniger als 1/2 Mio., auf nordam. Kontinent. Atlantic Creole English, Plantagenkreol.

9 Kwa-Sprachen (u.a. Yoruba, Ewe, Ashanti, Fanti, Twi und Igbo), Mande- Sprachen (Mandingo, Malinke) nyam, fufu Whinnom, Boretzky Pidgin: das äußerst vereinfachte sprachliche Medium, das aus Kontakten von Sprechern verschiedener Sprachen, insbes. im Bereich des Handels, resultiert, Kreol: ein Pidgin, das sich entwickelt hat zur 1. Sprache einer Sprachgemeinschaft, zu einer Muttersprache. Wortschatz erweitert und präzisiert sich, Grammatik wird komplexer, Aussprache stabilisiert sich. Durch: - Entlehnungen aus der Superstratsprache - aus der Substratsprache - Neuschöpfungen aus dem eigenen Vorrat

10 Gambia 3. Afrika Engl. Pidgins u. Kreols in Gambia, Sierra Leone, Liberia, Ghana, Nigeria, Westkamerun. West African Standard, Krio, Hyperkreolisierung

11 Afrikan. Lexeme: Flora, Fauna, tradit. Bräuche u. rel. Vorstellungen. Gerichte foofoo/fufu, gari, Baum und Holz iroko, Nuss (und mit Bedeutungsübertragung Bestechung) kola, Bekleidungsstücke lappa, agbada, Herrschertitel oba, bale, persönlicher Gott chi sowie die zahlreichen Götternamen etwa des Yoruba-Pantheons bei Wole Soyinka, z.B. Ogun, Obatala, Eshu. Neologismen aus en. Elementen: been-to, beentress, a person who has been to Europe or America, head-tie, Auflage für eine head-load, chew(ing) stick, Hölzchen zum Zähneputzen, mammy wagon, mit einheimischen Aufbauten versehenes Auto, to grease s.o.´s palm, j. bestechen

12 Belize Jamaika Puerto Rico Saint Lucia Trinidad und Tobago Barbados Saint Vincent Grenada Dominica Antigua und Barbuda Saint Kitts und Nevis Montserrat 4. Karibik Surinam Guyana

13 Breites Spektrum von archaischen Kreols über verschiedene Stadien von Dekreolisierung bis zu West Indian Standard. Maroons auf Jamaica: Twi-Asante Sprache Koromanti bis Anf. 20. Jh. archaischstes Kreol: Saramakka im Inneren Surinam Samuel Selvon, The Lonely Londoners; Rasta-Englisch (< Rastafarian nach Ras, Fürst, Tafari, später Kaiser Hailie Selassie von Äthiopien Neologismen auf en. Basis: niggergram, Surinette, Trinrazor blades, TrinAmbassadors, TrinParliament, Trinbeaches. Rasta-Englisch, Dread Talk: Babylon, shitstem (system), dreadlocks, to downpress (statt oppress) Ananse, obeah, zombie, shango, voodoo

14 5. USA William A. Stewart, Beryl Bailey, J. L. Dillard: Plantation Creole, Lorenzo Dow Turner: Gullah (South Carolina, Georgia), basket names, William Labov: Black English Vernacular Übernahmen in Slang oder allgemeinen Sprachgebrauch: cool, busted (kaputt), swing, square, oke doke, uptight, strung-out, to cop (kriegen), kill ´em (zeig´s ihnen, viel Glück). 6. Parallelen a)Substituierung des stimmh. bzw. stimml. th-Lauts durch d bzw. t. b) R-lessness auch z.B. beim r zwischen Vokalen: inte´ested oder Ca´ol. Paris und pass sowie terrace und test Homonyme. a)Konsonantengruppen vereinfacht; insbes. Verschlußlaute am Wortende weggelassen. meant, mend und men oder told und toe Homonyme. Besonders häufig Vereinfachung vor -s in Schlussstellung: asks, axe und ass zu Homonymen und Plural von wasp und test als wases und teses ausgesprochen. b)Monophthongisierung: [ei] (name), [au] (house) als [a:], [oi] (noise) als [o:].

15 Tense-mood-aspect-system: Dat man he be readin: Marker für iterative oder habituelle Aktionsart. be ersetzte kreol. de oder da. Im Gullah de erhalten, im Krio dè/dì, im liberian. Merico de oder ´e. Im Jamaikan. verweisen a oder da auf den imperfektiven Aspekt: Mi da nyam mi dina: I am eating my dinner. Zero copula: I sure. He old. Dey runnin´. He with us. Why he here? Zero possessive: the/de man frien´, the/de lady hat. Undifferentiated pronoun: Him know we / us. He a nice little girl. Pluralisierung durch nachgestelltes Demonstrativpronomens im Plural: him tiit dem oder im fut-dem. Syntax: Standard EnglishWe were eating - and drinking, too. weißer US SüdstaatendialektWe was eatin´ - an´ drinkin´, too. US Black EnglishWe was eatin´ - an´ we drinkin´, too. GullahWe bin duh nyam - en´ we duh drink, too. JamaikanischWe ben a nyam - an´ we a drink, too. SrananWe ben de nyang - en´ we de dringie, too. Westafrikanisches PidginWe bin de eat - an´ we de dring, too.

16 Afr. Lehnwörter im AE boogie, ein Tanz < Hausa buga, Mandingo buge, schlagen, trommeln; in Sierra Leone bogi, tanzen. buckra, Weißer, insbes. armer Weißer, in den US heute selten, im Gullah u. in Karibik sehr verbreitet, < Efik u. Ibo mbakara, Weißer juke, Bordell, Kneipe (in juke box) < Wolof dzug lasterhaft leben, Bambara dzugu schlecht, Fulani jukka stechen, betrügen. tote (in totebag) < Congo to pick up, carry. Okay, Initialen e. scherzhaft falschen Schreibung des Englischen all correct als orl oder oll korrect, Boston 1838, 1. Belegt März 1839; Wahlkampf 1840: Abkürzung von Old Kinderhook (Van Buren). Aber: In westafr. Sprachen kay zur Bestätigung weit verbreitet, insbes. nach Wörtern mit der Bedeutung ja, z.B. Wolof waw kay oder Mandingo o-ke, ja, ganz bestimmt, in Ordnung. 1. Beleg für oh ki im schwarzen Jamaikanisch 1818 als Ausdruck überraschter Bestätigung ist 20 Jahre älter als der erste Beleg aus New England.

17 Konvergenzen Bug, Fan, Anhänger, cat, Mensch, jitter, zittern und hep, hipi, informiert, auf dem laufenden, auch in den Komposita jitterbug, ein Tanz, Nervenbündel und hep-cat, j., der auf dem laufenden ist: < Mandingo ji-te, ängstlich, feige, baga, Mensch, Wolof hepi, hipi, die Augen aufhalten, kat, Person. Bug und cat konvergierten mit englischen Entsprechungen, hep und jitter sind afrikanische Lehnwörter. Dig, verstehen, schätzen, mögen < Wolof deg, verstehen, schätzen, konvergierte mit englisch dig, (aus-)graben. Dirt im Sinne von Erde, (unbefestigter) Boden (wie in den Amerikanismen dirt road oder dirt track) < Akan dote oder Twi dote, Erde, Boden, in westafr. und westind. Pidgins und Kreols als doti, dutty oder dirty, Erde.

18 Lehnübersetzungen Day-clean, Morgendämmerung, Krio do klein < Mandingo, Wolof Tagesanbruch the day is clean oder the country has become clean. Im kreolischen Französisch der Karibik ju netye (day cleaned). bad-eye, drohender, haßerfüllter Blick; bad-mouth, beleidigende, unanständige Sprache / fluchen, beleidigen, tratschen; sweet-mouth, schmeicheln / Schmeichelei (im Krio als swit mot); big eye, gierig. 7. Schluss 1997, School Board von Oakland, California: Teil des Unterrichts in Ebonics (Kontraktion aus ebony und phonics) George Lamming, Egejuru, Chinua Achebe (Igboised English), Wole Soyinka (Yoruba), The Road, Ngugi wa Thiong'o (Gikuyu), Devil on the Cross, Matigari

19 Lesotho Swasiland Südliches Afrika

20 Republic of South Africa

21 Republic of South Africa: 43 Mio. Einw. Hauptstädte Pretoria (Regierungssitz), Kaptsadt (Sitz des Parlaments) u. Bloemfontein (Oberster Gerichtshof). Staatsgründung 1910, Ausrufung der Republik % der Bev. schwarz, 13% weiß, 8,5% Coloured, 3% Asiaten Entdeckung: Diaz 1488 an der Südspitze des Kontinents, Vasco da Gama umschiffte sie als erster, Natal 1497 an Weihnachten gründete Jan van Riebeek Kapstadt. Buren (= Bauern, Afrikaander), heute 56% der Weißen Afrikaans- Sprecher schuf Xhosa Heerführer Chaka in Natal die Nation der Zulu. Seine Kriegszüge verursachten große Bev.-bewegungen. Im Bergland des heutigen Lesotho sammelten sich um 1820 Flüchtlinge, die vor den Zulu auswichen, und gründeten das Königreich Lesotho. Briten: 1795 brit. Truppen am Kap der Guten Hoffnung, 1806 Besitznahme. In den 1820ern, en-spr. Siedler in östl. Kap- Region, wo heute Grahamstown u. Port Elizabeth liegen.

22 Spannungen Engländer - Buren: Aufhebung der Sklaverei im brit. Weltreich 1834, ca Buren aus Protest dagegen im Großen Trek aus brit. Herrschaftsbereich weg nach Norden, ins Landesinnere, begründeten die Burenrepubliken Natal (1839), Oranje-Freistaat (1842) und Transvaal (1852). Briten annektierten 1845 Natal und 1848 vorübergehend den Oranje-Freistaat, anerkannten jedoch 1852 bzw deren Unabhängigkeit erhielt das Gebiet des heut. Lesotho brit. Schutz gegen die Angriffe der Buren. Burenkrieg : Burenstaaten brit., die Buren behielten aber Recht, in der Schule und vor Gericht weiterhin NL zu verwenden Union of South Africa als Dominion Afrikaans statt NL neben EN 2. Landessprache in Natal, Pietermaritzburg: verarmte Adlige, ehem. Offiziere von Army u. Navy, viele aus Yorkshire u. Lancashire. Black SA EN seit 1870ern in den florierenden Missionsschulen gab es dort über Schüler, incl. zahlr. weiße Kinder.

23 Coloureds: meist Afrikaans bzw. Afrikaans-EN bilingual. In SA kein in s. allg. Verbreitung den WA Pidgins vergleichbares Phänomen; allerdings ein Pidgin unter den Bergarbeitern: Fanakalo. Inder seit 1860 als Kontraktarbeiter (Indentured labourers) auf Zuckerfarmen in Natal. Noch heute zu 80% in Natal. Gandhi: 1894 Gründung des Natal Indian Congress; Kampagne für Anerkennung der bürgerl. Rechte s. Landsleute in Transvaal. Heute EN in Gesellschaft außerhalb, in Familien noch ind. Sprachen. Seit 1870ern Gold- u. Diamantenbergbau am Witwatersrand; : neue Immigranten aus Eur., mehr als doppelt so viele, wie ges. weiße Bev. von Anglophone mining plutocracy. Heute SA Rang 1 der Weltproduktion: Gold [34%], Platin [49%], Vanadium [51%], Chrom [34%] (ferner: Uran, Titan, Eisen, Blei, Zink, Silber, Kupfer, Steinkohle); ½ der Exporterlöse aus Bergbau, davon 33% mit Gold; 80% des Energiebedarfs: Steinkohle (Kohleverflüssigung). Seit 1980 Ausfuhr von Obst, Gemüse, Blumen. Haupthandelspartner: D, Japan, GB, USA.

24 Status des Afrikaans-EN: sehr gering. Afrikaaner- Nationalismus > Afrikaans. Nach 2. WK Zunahme des EN bei Buren- Elite: 2-sprachig; en. Muttersprachler gegen Afrikaans eher gleichgültig. Bantu-Spr., v.a. Sesotho, Zula u. Xhosa, heute auch in TV, Radio, Geschäftsleben, Reklame. Auf dem Arbeitsplatz, v.a. aber in den Schulen, lernen viele Schwarze EN. In den townships dominiert EN, für viele Sprache der Straße, nicht der Familie. Gebrauch und Abweichungen vom Standard nehmen zu. Fast 90% der Schwarzen für Schulbildung ihrer Kinder auf EN. Heute 11 Amtssprachen: EN, Afrikaans, Ndebele, Nord- u. Südsotho, Swazi, Tsonga, Tswana, Venda, Zulu, Xhosa. Apartheid: ausschließl. afrikaansspr. Regierungen, völlige Gleichstellung beider Amtsspr. > de facto Bevorzugung der Afrikaaner. Jeder e. Rasse zugeordnet: schwarz, weiß, coloured, asiatisch; Identitätskarte mit Rassenvermerk, getrennte Wohngebiete, 10 homelands/ bantustans, Sexualverkehr zw. versch. Rassen strafbar, Rassentrennung in Schulen, Kirchen, öffentl. Verkehrsmitteln, Tribalisierung gegen Kommunikation.

25 Konsequenzen der Apatheid: 1961 Republik SA, Austritt aus Commonwealth Mandela zu lebenslanger Haftstrafe verurteilt aus der UN-Generalversammlung ausgeschlossen de Klerk leitet radikale Wende in Innenpolitik ein. Org. wie ANC wieder zugelassen die letzten Rassentrennungsgesetze aufgehoben. Mandela 1990 frei, Regierungschef, seither Thabo Mbeki. Seit 1997 neue Verfassung. EN heute: Conservative SA EN : Kaum Abweichungen vom Standard in Aussprache und Grammatik Respectable SA EN : auf der Basis des Natal EN im Gebiet um Johannesburg entwickelt Extreme SA EN: geht auf Cape EN zurück, sehr starke Einflüsse des Afrikaans

26 Vokabular Die Hälfte der Lehnwörter im SA EN aus Afrikaans, der Rest aus port. Pidgin u. afr. Spr. Viele Teil des International EN, auch im OED Umgebung (Topographie, Fauna, Flora, Lebensweise) aardvarkanteater amandla(< Bantu) power blesbokhighland antelope bobotie(< Malai.) dish of curried mincemeat and egg baked to a crust donga(< Bantu) dry water course, ravine caused by erosion impi(< Bantu) group of Bantu warriors indaba(< Bantu) conference between/with members of native tribes induna(< Bantu) tribal headman, Afr. foreman, person in authority kloofravine, valley koppiesmall hill lekkerpleasing, enjoyable loerie/ lory(< Malai.) a kind of parrot phutu(< Bantu) thick porridge sjambok(< Malai.) heavy whip of rhinoceros or hippopotamus hide

27 Apartheid-Politik und Idelogie apartheidpolicy of racial separation baaskapdomination, esp. of non-Whites by Whites citizenship certificate document certifying voting rights for residents of a homeland classifyto assign an individual to a particular racial group exit permita permit to leave the country without right to return homeland area set aside for an African people under the policy of separate development Immorality Actlaw providing for the prosecution of black and white who attempt to marry or who cohabit job reservationrestriction of employment to a particular racial group protected labourprotected menial work for poor whites reference bookidentity document carried by all Africans separate development the policy of developing homelands where Africans are allowed some measure of self- rule townshipplanned urban settlement of Blacks or Coloureds verkrampte(person) conservative/ reactionary, esp. as regards apartheid

28 Ostafrika

29 Kenia Uganda Tansania Kenia Berliner Konferenz Tanganjika (seit 1964 Tansania) dt. Protektorat (Dt.-Ostafrika), Kenia Kern des Brit. East Afr. Protectorate, welches brit. Regierung 1895 proklamierte mit Verwaltungssitz in Mombasa. Crown Land Ordinance Kenia brit. Kronkolonie. Missionare zunächst nur in Küstenregion, 1898 Thomas Watson im Gikuyu-Land, gründete Missionsstation, 2 Jahre später von Church of Scotland übernommen. Suaheli in Tansania über 90%, Kenia 75%, Uganda 25%, in Tansania seit 1967 einzige off. Sprache, in Kenia seit 1974, hat s. aber trotz staatl. Förderung noch nicht in gleichem Maße gegen EN durchsetzen können. De jure EN in Ostafr. als offiz. Komm.-mittel zurückgedrängt, de facto nach wie vor dominierende Stellung, v.a. in Bildungswesen, oberen Ebenen der staatl. Verw., Massen-, insbes. Printmedien, Handel. EN-Sprecher in Kenia u. Uganda ca %, in Tansania 5%.

30 1901 Eisenbahn Mombasa – Viktoriasee: mehr Missionen, Nairobi 1899 Sitz Eisenbahnverw., 1907 Hauptstadt v. Brit. East Africa. Nach 1. WK erhielt GB vom Völkerbund Mandat für Tanganjika, nach dem 2. von UNO verlängert.

31 Mau-Mau 1922 Demonstration für Gründers der Young Kikuyu Association, Harry Thuku, zahlreiche Demonstranten erschossen. Kikuyu Central Association 1924, ab 1928 Generalsekretär Jomo Kenyatta. KCA 1940 verboten Europäer (weniger als 1% der Bev.), von diesen 20% des Bodens, White Highlands. Nur 10-20% dieses Besitzes landwirtsch. genutzt. Seit 1915 kein Landbesitz für Afrikaner, seit 1936 durften sie in White Highlands keine Rinder halten ca Gikuyu-Eide, Ausnahmezustand, u.a. Kenyatta verhaftet und verurteilt: mythischer Status als Prophet, Heiliger und Märtyrer. Erbitterter Guerrillakrieg : Sympathisanten in Lagern Tote: 32 europ. Zivilisten, 63 Soldaten, 26 asiatische Zivilisten, 12 Soldaten, und - nach offizieller Zählung Mau-Mau Kämpfer. Insges Afrikaner getötet, schwer verwundet, heimatlos.

32 Uhuru 1963, Kenyatta Premierminister, 1964 Staatsoberhaupt, Regierungschef, oberster Befehlshabers der Streitkräfte Daniel arap Moi. Mungi­ki (einfache Leute) Mitglieder. Aussprache ostafr. EN: starke Reduzierung von Phonemoppositionen im Bereich der Vokale: seat-sit, let-late, hat-heart-hurt-hut, not-nought-note, fool-full Homonyme. Oft /th/-Laute durch /s, z/ oder /t, d/ ersetzt; /r/ u. /l/ verwechselt: lorry als [´rori, ´loli, ´roli]. Lexik Entlehnungen aus einheim. Sprachen: bwanamaster, sir dukastore, shop kangaramaize beer matatucollective taxi pangamachete pombetraditional beer safari shambacultivated plot of land ugalicornmeal paste uhurufreedom, independence

33 Australien 1770 Captain Cook Sträflingstransporte. 1830: Sträflinge, 1/3 Iren Bevölkerung von Goldrausch ab 1851: in 2 Jahren neue Immigranten 1901 Commonwealth of Australia: 4 Mio. Einwohner, vor WW II 7 Mio. 1.Aussprache R.P. /ei/ (mate) im Australischen /ai/. R.P. /ou/ (go) /au/. R.P. / i/ (my) /oi/. 2. Vokabular a) Neue Vokabeln aus Eingeborenensprachen: kangaroo, koala. aus dem Griech. O. Lat.: platypus, eucalyptus. b) Neue Vokabeln aus engl. Wortstämmen: no-hoper, gum-tree, Outback. c) Ein im Englischen bekannter Ausdruck mit neuem Bezug: bush.

34 Standard Australian Vocabulary: Fauna/ Flora Koala native bear < Eingeborenensprache cool/ kulla = Bär Wombat pflanzenfressendes Säugetier Gumtree der populäre Name für Eukalyptusbaum Paddock ein Stück eingezäuntes Land oder Feld jeder Größe Wattle Akaziengattung < wattle-and-daub (Flechtwerk - Lehm) Magpie Krähenart (andere Gattung als im BA/ AE) Menschen Grazier wohlhabender Schafzüchter Abo < Aborigine/ Aboriginal Blackfellow eher positiv, nie als Schimpfwort Chow ugs. Chinese John sl., Johnny Darby/ gendarme/ darbies (sl. Handschellen) Pommy < ? P.O.M.E. (Prisoner of Mother England), pom-pom (Schnellfeuerwaffe) und Tommy, Pomerian/ Pommer, jimmy (< immigrant)/ Tommy, immigrant/ jimmy-grant und pomegranate (wegen roter Wangen)


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