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Sterben in Würde Seit wann, wie und warum debattiert die Gesellschaft über dieses Thema? Vortrag von Peter Godzik in der Akademie Sankelmark am 29. Oktober.

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1 Sterben in Würde Seit wann, wie und warum debattiert die Gesellschaft über dieses Thema? Vortrag von Peter Godzik in der Akademie Sankelmark am 29. Oktober 2010

2 Gliederung Drei Vorbemerkungen Über die Würde Ein kleiner philosophischer Exkurs Maßnahmen gegen das würdelose Sterben Drei Hauptteile Seit wann, wie und warum debattiert die Gesellschaft über das Thema Sterben in Würde? Ein (notwendiger) Nachtrag Gestaltetes Sterben am Beispiel Christoph Schlingensief

3 Über die Würde Der Mensch: geschaffen zum Bilde Gottes als Mann und Frau Vertreibung aus dem Paradies (unter Schmerzen, im Schweiße deines Angesichts) Verlust der Gottebenbildlichkeit Sündenfall: Paulus, Augustinus, Luther Entfremdung: Marx, Freud Wiederherstellung der Gottebenbildlichkeit in Christus Alle sind eins in Christus (Galater 3,28) Harren der Kreatur (Römer 8,19) Menschenrechte am Beispiel der Indios (Zueignung) Menschenwürde: die Würde der Opfer (Deutung) Gottesknecht bei Jesaja und Kreuzestod Jesu

4 Kleiner philosophischer Exkurs Giovanni Pico della Mirandola ( ) Freier Wille zu Abstieg oder Aufstieg in der Entwicklung als Mensch Aufklärung (18. Jahrhundert) Würde als Gestaltungsauftrag Würde als Wesensmerkmal Immanuel Kant ( ) Der Mensch besitzt Würde aufgrund seiner Autonomie hat Anspruch auf Achtung von seinen Nebenmenschen Friedrich Schiller ( ) Erhabene Gesinnung (Beherrschung der Triebe durch moralische Kraft) Bedeckung der Blöße, dann ergibt sich Würde von selbst Bertolt Brecht ( ) Die Ehre ist etwas Äußeres, die Würde etwas Inneres Verletzung von Ehre und Würde: Es gibt viele Arten zu töten … Karl Marx ( ) Die Welt verändern (nicht bloß verschieden interpretieren) Die Verhältnisse umwerfen …

5 Antworten auf würdeloses Sterben Massenhaftes Sterben im Mittelalter durch die Pest Ars moriendi Elendes Sterben im Krieg Rotes Kreuz 1863 Genfer Konvention 1864 Pazifismus (Nie wieder Krieg!) Einsames und verlassenes Sterben Hospizbewegung (Cicely Saunders) Sterbehäuser in Kalkutta (Mutter Teresa) Sterben unter qualvollen Schmerzen Palliativmedizin Euthanasie (aktive vs. passive und indirekte Sterbehilfe) (ärztlich) assistierter Suizid

6 Seit wann? 1980: Gründung der DGHS in Deutschland 1982: Gründung von EXIT in der Schweiz 1985: Gründung vom OMEGA - Mit dem Sterben leben (Hann. Münden) und Christophorus Hospiz Verein (München) 1988: Generalsynode der VELKD 1995: zwei Bücher Walter Jens und Hans Küng (Vernebelung der Begriffe) Klaus Kutzer (Festhalten an den juristischen Unterscheidungen) 1998: Gründung von Dignitas in der Schweiz 2005: Gründung von Dignitas (jetzt: Dignitate) in Deutschland

7 Wie? Sterbehilfe in Zürich bei Dignitas Ärztliches Standesrecht in Deutschland Doppelter Freitod des Eberhard von Brauchitsch und seiner Frau Helga bei EXIT Ächtung mit Nachsicht (Deutschland) Streng regulierte Legalisierung (Holland, Schweiz, US-Bundesstaat Oregon) Entscheidung des BGH zur passiven Sterbehilfe (Fall Putz) Gesetz zur Patientenverfügung (seit ) Gerichtsentscheidung zur indirekten Sterbehilfe steht noch aus (Fall Bach)

8 Warum? Deklaration der Menschenrechte Sterbender, 1986 Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland, Gesellschaftliche Herausforderungen 2. Bedürfnisse der Betroffenen 3. Anforderungen an die Aus-, Fort- und Weiterbildung 4. Entwicklungsperspektiven und Forschung 5. Die europäische und internationale Dimension

9 Notwendiger Nachtrag Das Beispiel Christoph Schlingensief Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir. Fluxus-Oratorium, Duisburg-Nord 2008 So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! Tagebuch einer Krebserkrankung, Köln 2009, Mea Culpa. Eine ReadyMadeOper (auf dem Rücken von Richard Wagner, Friedrich Nietzsche, Arnold Schönberg, Gustav Mahler, Sheryl Crow, J. W. Goethe, Thomas Mann, Elfriede Jelinek, Jean Luc Nancy, Paul Thek u.v.a.), Wien 2009/ Hamburg 2010 (zum 50. Geburtstag von Christoph Schlingensief)


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