Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Colloquium Historicum Wirsbergense Bezirksgruppe Lichtenfels Hans Losert Mittelalterliche Siedlungsgeschichte in Nordbayern aus der Sicht des Archäologen.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Colloquium Historicum Wirsbergense Bezirksgruppe Lichtenfels Hans Losert Mittelalterliche Siedlungsgeschichte in Nordbayern aus der Sicht des Archäologen."—  Präsentation transkript:

1 Colloquium Historicum Wirsbergense Bezirksgruppe Lichtenfels Hans Losert Mittelalterliche Siedlungsgeschichte in Nordbayern aus der Sicht des Archäologen Lichtenfels, 29. Oktober 2009

2 Für kurz nach 476 überliefert Eugippius in der Vita Severini, daß Thüringer Batavis (Passau) in Rätien überfielen und christliche Romanen verschleppten. Der wohl um 700 wirkende anonyme Geograph von Ravenna gibt an, daß die Flüsse Naab und Regen durch thüringisches Gebiet fließen (per quam Turringorum patriam transeunt plurima, inter cetera que dicuntur Bac et Reganum, quae in Danubio merguntur). Weiter bezeichnet er die Orte Ascapha, Uburcis und Solist (Würzburg, Aschaffenburg und Salz an der fränkischen Saale) als alamannisch. (W EIß 2007: Abb. 1)

3 Staffelstein, Lkr. Lichtenfels Grab 1, Frau, Beisetzung um Thüringische Drehscheibenschale (K OCH, R. 1967: Taf. 40) Hirschaid, Lkr. Bamberg Einzelgrab, Mann, Beisetzung spätestens um (K OCH, U. 1967: Abb. 4)

4 Zeuzleben, Lkr. Schweinfurt Gräberfeldplan (R ETTNER 1992: Abb. 1)

5 Zeuzleben, Lkr. Schweinfurt Deutung als thüringische Adelsgrablege, Nutzung um Grab 25, Frau, Beisetzung um 525, beraubt Mehrstöckiges Grabhaus mit Wagen und darüber liegender Grabkammer (R ETTNER 1992: Abb. 2) Grab 64, Kammergrab (R ETTNER 1992: Abb. 3) Grab 13, Doppelbestattung zweier Pferde (R ETTNER 1992, Abb. 2) Grab 53, 25 und 18 (F RANKEN IM M ITTELALTER 2004: 96)

6 Brandgräberfeld von Regensburg-Großprüfening, An den Klostergründen

7 Geschlechtsverteilung Feminin 21 Maskulin 14 Unbestimmt 5 Regensburg-Großprüfening An den Klostergründen Entdeckung bei der Erschließung eines Neubaugebietes im Sommer Kreisgräben entlang der Terrassenkante der Donau Altersverteilung Fetus, Neonatus 3 Infans7 Juvenil7 Adult22 Matur1 22 Brandgräber mit 40 Individuen, davon neun (1, 8, 9, 13, 14, 15, 16, 21 und 22) mit Urnen und 13 Brandschüttungen (2, 3, 4, 5, 6, 7, 10, 11, 12, 17, 18, 19 und 20)

8 Brandschüttungsgrab 19, Mädchen oder Frau Urnengrab 22, Mädchen oder Frau Eine unbekannte Anzahl von Gräbern wurde durch den Pflug zerstört

9 Regensburg-Großprüfening Vier Tote waren auf Bärenfellen aufgebahrt, erhalten sind dreimal eine Kralle (Grab 7 und 8) und in Grab 9 zehn Krallen Fast alle Gräber enthielten Tierbeigaben von Schwein oder Schaf (Ausnahmen Grab 1, 3 und 15) Die Temperatur des Scheiterhaufenfeuers war enorm hoch (zwischen Grad)

10 Kampagne Grab 1, 4-8 Grab 2, 9 Grab 3, Grab 6, 13, Grab 7, Grab 8, 17 Grab 9 Kampagne 2003 Brandschüttungsgrab 11, Mann, spätadult, Frau, frühadult,C-14 Datierung (95,4 %) Regensburg- Großprüfening Kampagne 2004 Urnenbestattung 13 Knabe, infans II, Frau, frühadult C-14 Datierung (84 %) Weitere C-14 Daten Grab (95,4 %) Grab (72,4%) Grab (95,4 %) Kampagne Urnenbestattung 14 2 Urnenbestattung 15

11 Pleidelsheim, Lkr. Ludwigsburg, Baden-Württemberg Grab 76, Mann, Beisetzung um 560/70, Potinschnalle (Bügelbreite 3,55 cm) (K OCH, U. 2001: Taf. 30) Regensburg- Großprüfening Brandschüttungsgrab 6, Frau (frühadult) und Neonatus Bronzeschnalle (Bügelbreite 3,95 cm) Hódmezövásárhely-Kishomok, Kom. Csongrad Grab 51, Mann etwa 35 Jahre alt, Beisetzung um 560 Bronzeschnalle (Bügelbreite 3 cm) (B ONÁ & N AGY 2002 I: Taf. 74) Biharkeresztes-Toldiútfél, Kom. Hajdú-Bihar Grab 6, Frau, adult, Beisetzung um 560 Bronzeschnalle (B ONÁ & N AGY 2002 II: Taf. 4)

12 Regensburg-Großprüfening Urnenbestattung 8, Mann, früh- oder spätadult, Durchmesser des Nietkopfes 2,15 cm, Holzstärke etwa 0,8 cm Ein einfacher Bronzeniet als Hinweis auf einen Krieger bzw. eine bewaffnete Elite Straubing-Bajuwarenstraße, Bayern Grab 469, Mann, matur, Beisetzung um 600, Schild mit Eisennieten (Durchmesser des Nietkopfes 2-2, cm, Holzstärke 0,8 cm) (G EISLER 1998: Taf. 168) Schildrekonstruktion (M ARTIN 1995: Abb. 76)

13 Regensburg-Großprüfening Brandschüttungsgrab19, Mädchen oder Frau Glasperlen (Durchmesser 0,55-0,65 cm), Anhänger (Durchmesser 2 cm) aus Silberblech mit Punzdekor, bronzene Spiralröhrchen (Länge 1,5 und 1,2 cm ) Urnengrab 22, Mädchen oder Frau Zusammengeschmolzene Glasperlen (Durchmesser 0,4 cm) Straubing-Bajuwarenstraße, Bayern Grab 383, junges Mädchen, Beisetzung um , Anhänger aus Silberblech (Durchmesser 2,5 cm) (G EISLER 1998: Taf. 168) Kleinlangheim, Lkr. Kitzingen, Bayern Grab 150, Frau, Jahre alt, Beisetzung um 575 (P ESCHECK 1996: Taf. 115) Regensburg-Großprüfening

14 Urnenbestattung 9, Mädchen (infans I), Frau (frühadult), zwei Knaben (infans I und II) Gefäßhöhe 18,5 cm Urnenbestattung 8, 9 Individuen Gefäßhöhe 18,5 cm Regensburg-Großprüfening Grab 8 und 9, Urnen vom Prager Typ

15 Westheim, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen im Vorland der südlichen Frankenalb Das Reihengräberfeld mit 288 Körpergräbern in 261 Grabgruben lag außerhalb der zugehörigen Siedlung, etwa 450 m nordöstlich der 1458 erstmals erwähnten Pfarrkirche St. Pankratius in der Flur Mehlbuck. Es handelt sich um die Nekropole der namenlosen autochthon-germanischen Bevölkerung. Bemerkenswert ist der Nachweis zweier verlagerter Brandbestattungen (R EIß 1994: 24-25). Gegen Ende der Nutzung der Nekropole entstand an deren Nordrand eine kleine Kapelle.

16 Westheim, Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen Grab 8, Mann, Jahre alt, Beisetzung um 525 (R EIß 1994: Taf. 16) Franzisken, die typisch fränkische Waffe sowie Lanzen- und Speerspitzen (R EIß 1994: Taf. 10, 12)

17 Westheim, Lkr. Weißenburg- Gunzenhausen Grab XVIII, Frau, Beisetzung um (R EIß 1994: Taf. 9) Fibeln aus Grab 104, 117, 142, XVII, 210, 19, XX, 179 (R EIß 1994: Taf )

18 Frühmittelalterliche Gräberfelder in Nordbayern Merowinger- und karolingerzeitliche Transformationsprozesse zwischen autochthoner Bevölkerung sowie Germanen und Slawen (L OSERT 2007: Abb. 5)

19 Handel und Händel Nordbayern im Spannungsfeld zwischen Bajuwaren, Slawen und Ostfranken Samo und die Wogastisburg 623/ /632

20 Kleinlangheim, Lkr. Kitzingen Merowingerzeitliche, vom späten 5. Jahrhundert bis um 700 genutzte Nekropole mit 299 Bestattungen, davon 56 Brandgräber (P ESCHECK 1978: Taf. 141, Taf. 153)

21 Kleinlangheim, Lkr. Kitzingen Grab 37, Mädchen, Jahre alt, Beisetzung um 625 (K ILIAN 1989: Abb. 73, P ESCHECK 1996: Taf. 8-9, 79, 109)

22 Kleinlangheim, Lkr. Kitzingen Grab 296, Mann, Jahre alt, Beisetzung um (D IE F RANKEN 1996: 702, P ESCHECK 1996: Taf. 85)

23 Kleinlangheim, Lkr. Kitzingen Brandgrab 305 (Erwachsener ) in Grab 197 (Mädchen, 9-11 Jahre alt), Beisetzung um (P ESCHECK 1996: Taf. 44, 82) Brandgrab 85, Mann, Beisetzung spätestens um 625 (P ESCHECK 1996: Taf. 20)

24 Grab 132, Mann, Jahre alt, Beisetzung um (L OSERT 2004: Abb. 10) Kleinlangheim, Lkr. Kitzingen Grab 217, Frau, Jahre alt, Beisetzung um (P ESCHECK 1996: Taf. 50) Weismain-Selitzen, Lkr. Lichtenfels

25 Kleinlangheim, Lkr. Kitzingen Grabungsbefund und Rekonstruktion der am Ende des 7. und während des 8. Jahrhunderts in der Siedlung errichteten Holzkirche 1 und 2 sowie zugehörige Altarmensa (Breite um 80 cm) mit Reliquiengrab (D IE F RANKEN 2004: 140, L ENSSEN & W AMSER 1992: Abb. 4, 290, P ESCHECK 1996: Abb. 32, 35). Der zugehörige Friedhof löste das Reihengräberfeld außerhalb des Ortes ab.

26 Erste überlieferte Missionsbemühungen in Würzburg durch Kilian, Kolonat und Totnan Um 686 Ankunft des iroschottischen Missions- bzw. Hofbischofs Kilian und seiner Gefährten Kolonat und Totnan in Wirziburg. Zwei Heiden opfern einer Gottheit des alten Glaubens (idolorum cultura) Papst Konon erteilt Kilian die Vollmacht zur Mission Predigt Kilians Kilian, flankiert von Kolonat und Totnan, tauft den mainfränkisch- thüringischen Herzog Gozbert Passio Kiliani Fulda, um (Hannover NLB), eine der ältesten reich illustrierten Heiligenviten mit elf Bildern, Vorbild ist die passio minor des frühen 9. Jahrhunderts

27 Geilana, Ehefrau des mainfränkisch-thüringischen Herzogs, beauftragt einen Henker, die drei Missionare zu töten. Anlaß war, daß Kilian daran Anstoß nahm, daß Gozbert mit der ehemaligen Gattin seines Bruders verheiratet war. Um 689 wurde Kilian mit seinen Gefährten Kolonat und Totnan ermordet und in Würzburg beigesetzt Martyrium Kilians aus Nürnberg-St. Lorenz Epitaph des Berthold Kraft, um 1475 … und Würzburg bekam einen Märtyrer

28 Bamberger Götzen 1858 Entdeckung beim Bau der Gaustadter Spinnerei in etwa 4,5 m Tiefe am alten Regnitzufer (Höhe 1,44 m; 1,48 m und 1,07 m) Bildstein von Ebrach Höhe 1,01 m Barciany, Prov. Olsztyn-Allenstein (PL) (I Balti 1992: 139) Susz Mozgowo (PL) (S LUPECKI 1994: Abb. 77)

29 Vergleichsbeispiele aus dem reiternomadischen Bereich (J AKOB 1980: Abb. 4-6) Dobrutscha (RO) Stupina (Höhe etwa 0,78 m) und Dobregea (Höhe 1,27 m) Südrussische Steppe (RU) Höhe etwa 1,05 m Meskety, Inguschien, Nordkaukasus (RU), Höhe etwa 1,8 m

30 Bonifatianische Bistumsgründungen in Nordbayern Regensburg 739, Würzburg 741, Eichstätt 745/46 (F RANKEN IM M ITTELALTER 2004: Abb. 39a)

31 Gründung des Bistums Würzburg 741/42 - Bonifatius gründete im Auftrag Pippins des Jüngeren (* um 714/715, 741 Hausmeier von Neustrien, 751/752 fränkischer König, 768) und Karlmann (* um 706/708, Hausmeier von Austrien, 754) das Bistum Würzburg. Pippin III. wies dem neuen Bistum Einkünfte aus 26 Königsgütern vom Mittelrhein bis nach Nordostbayern zu (decimam tributi quae de partibus orientalium Franchorum vel de sclavis ad fiscum dominicum annuatim persolvere solebant, quae secundam illorum linguam steora (stiora) vel ostarstuopha vocatur). Dies ist der erste Schriftbeleg für Zugehörigkeit der Mainlande zu Austrasien (Ostfranken). Bei den slawisch besiedelten Gauen handelte es sich um das Volkfeld westlich von Bamberg bis etwa auf die Höhe von Schweinfurt und den Radenzgau, also das Obermaingebiet mit der Albhochfläche. Im Südwesten grenzte der Radenzgau an den Iffgau, im Westen an das Volkfeld, im Nordwesten an das Grabfeld und im Süden an den Rangau. Die einem fränkischen Grafen (Comes) unterstellten Ostfranken und Slawen hatten gleiche Rechtsstellung, einschließlich zu erbringender Steuerleistung. Die ostarstuopha, eine im Osten erhobene Steuer, wurde in Honig, Textilien oder anderer Form (sive in melle, sive in paltenis seu in alia qualibet redibitione) erbracht. Die in der Pippin'schen Schenkung als Grundausstattung des neuen Bistums erwähnten Königshöfe (fiscis dominicis) in Hallstadt bei Bamberg und Königsfeld, Lkr. Bamberg am Westrand der Fränkischen Alb belegen, daß francia orientalis im zweiten Viertel des 8. Jahrhunderts die Main-Regnitz Linie bereits nach Osten überschritten hatte. Taufe durch Bonifatius und Martyrium Fuldaer Sakramentar, um 1000 (Bamberg Staatsbibliothek)

32 Erste Missionskirchen für die Main- und Regnitzwenden (L OSERT 1993: Abb. 3) Um 793/794 beauftragte Karl der Große (* 747, 768 fränkischer König, 800 Kaiser, 814) den Würzburger Bischof Bernwelf (768/ ), bei den Main- und Regnitzwenden 14 Missionskirchen zu errichten....ut in terra sclavorum, qui sedent inter Moinum et Radentiam fluvios, qui vocantur Moinvinidi et Radanzvinidi una cum comitibus, qui super eosdem sclavos constituit erant, procurrassent, ut inibi sicut in ceteris christianorum locis ecclesiae construerentur, quatenus ille populus noviter ad christianitatem conversus habere potuisset, ubi et baptismum perciperet et praedicationem audiret...

33 Amlingstadt, St. Aegidius Missionskirche für die Regnitzwenden, um , Untersuchung (S CHWARZ 1976, 1984)

34 Seußling, Lkr. Bamberg, St. Sigismund Missionskirche für die Regnitzwenden, um Untersuchung (W ERTHER 2008: Taf. 28, Taf. 99)

35 Seußling, Lkr. Bamberg, Oberfranken Herrenröthe und Paint, Grube H 9-2 C-14 Datierung (68,3%) (W ERTHER 2008: Taf. 7, 61)

36 Seußling, Lkr. Bamberg, Oberfranken Herrenröthe, Grube H 1-36, C-14 Datierung (68,3%) (W ERTHER 2008: Taf. 66, 80)

37 Pettstadt, Lkr. Bamberg Liturgisches Silbergefäß (Höhe 10 cm), ein herausragendes Beispiel des Tassilokelchstils, Herstellung um 775 (L ENSSEN & W AMSER 1992: 205) Kremsmünster, Oberösterreich Tassilokelch (Höhe 25,5 cm), Kupfer vergoldet TASSILO DVX FORTIS - LIVTPIRC VIRGA REGALIS Herstellung wohl 777 (L ENSSEN & W AMSER 1992: 206) Bamberg, Domschatz, Petrusmesser (Länge 23,6 cm), Herstellung um (L OSERT & W INTERGERST 2008: Abb. 1)

38 Altenbanz, Lkr. Lichtenfels, St. Laurentius Untersuchung Klaus Schwarz 1969 Grab 70 und Lesefunde (Pöllath 2002: Taf. 33, 6-9) Karolingerzeitlicher Massivbau (Breite 8,25 m) mit Rechteckchor über älterer Nekropole (L ENSSEN & W AMSER (Hrsg.) 1992: 280, S CHWARZ 1976: Abb. 28)

39 Missionskirchen Karls des Großen für die Main- und Regnitzwenden, nach 793 (A NDRASCHKE 2007: Abb. 1)

40 Slawische Siedlungsnamen in Nordbayern (J ANKA 2007: 126) Lucelowa nemus Lovecilove (1195) Lützelau Kleinau

41 Das Diedenhofener Kapitular Karls des Großen von de negotiatoribus qui partibus Sclavorum et Avarorum pergunt... …ut arma et bruneas non ducant ad venundandum... Der Mittelabschnitt Abstand Luftlinie Hallstadt 26 km (1 Tag) Forchheim 82 km (3 Tage) Premberg 24 km (1 Tag) Regensburg (L OSERT 2009: Abb. 3, nach H ÜBENER 1998: Abb. 1)

42 Das Obermaingebiet in verkehrsgünstiger Lage an der Ost-West Route von Frankfurt über die Egerer Senke nach Böhmen (S CHWARZ 1976: Beilage 1)

43 Hallstadt, Lkr. Bamberg, Oberfranken Untersuchungen 1979, 1994 (L OSERT 1995: Abb. 95) und 2001 (H ABERSTROH 2002: Abb )

44 Hallstadt, Lkr. Bamberg Untersuchung 1979, Pfarrgarten, Grubenhaus 1 und 2, ostfränkische und slawische Keramik sowie Webgewichte (L OSERT 1993: Abb. 49, Taf. 148, )

45 Wüstung Ostheim, Lkr. Schweinfurt, Unterfranken (V YCHITIL 1992: Abb. II,91, 93)

46 Ostheim, Lkr. Schweinfurt, Grubenhaus 3, Unterfranken Grubenhaus 3 und 24, nachgedrehte ostfränkische Keramik des 8. Jahrhunderts (V YCHITIL 1992: Abb. II,4, Abb. II, 28)

47 Friesen, Lkr. Kronach Untersuchungen , Wüstung Aychelberg von 1348 oder Steinhaus des Bamberger Bischofs Otto I. ( , apud chrana domum lapideam et turrim) (H ABERSTROH 2000: 173, L OSERT 2003: Abb )

48 Weismain, Lkr. Lichtenfels, Frühmittelalterliche Nekropole Lage nahe der Flur Selitzen auf einer Westterrasse des Weismaintales, etwa 250 m gegenüber dem historischen Zentrum der Stadt Weismain Untersuchung (S CHWARZ 1984: Abb. 55)

49 Weismain-Selitzen Ergraben sind 210 Gräber, davon 117 Erwachsene (42 Männer, 52 Frauen) und 92 Kinder. Die Kindersterblichkeit betrug 44%. Belegung vom frühen 8. Jahrhundert bis um 850. Die Grenzen der Nekropole wurden zumindest im Süden und Westen teilweise erreicht. Auffallend sind fünf Kreisgräben, die teils aber nicht zu Grabhügeln gehörten Siehe wieder Sendrecht für die Main- und Regnitzwenden bzw. Bestattungen in und/oder bei Hügeln-hougir

50 Weismain-Selitzen Verlagerte frühslawische Keramik des 7. Jahrhunderts Regensburg-Großprüfening Urnenbestattung 9, Mädchen (infans I), Frau (frühadult) und zwei Knaben (infans I und II), Gefäßhöhe 18,5 cm Beisetzung im letzten Drittel des 6. Jahrhunderts

51 Weismain-Selitzen Grab 3, Mann, frühmatur, mit Spatha, Sporengarnitur und Fetzen einer Ringbrünne, Beisetzung um (S CHWARZ 1984: Abb )

52 Weismain-Selitzen Grab 46, Mann, frühmatur mit Sporengarnitur (Länge 18,6 cm und 18,8 cm), Beisetzung um 800 (S CHWARZ 1984: Abb. 57, 70)

53 Weismain-Selitzen Grab 2, Frau, Jahre alt, Beisetzung um oder kurz nach 700, Goldbommel (Länge 3 cm) eines Ohrrings im Halsbereich und geböttcherter Eimer (S CHWARZ 1984: Abb. 58) Kirchheim bei München Großgartach bei Heilbronn Frankfurt-Dom Grab 95, Mädchen

54 Weismain-Selitzen Grab 53, Mädchen, 19 Jahre alt, Beisetzung um oder kurz nach 800 Zwei Paare silberner Kopfschmuckringe (Reifdurchmesser 3,4-3,5 cm) mit rhombischen Pendilien, Messer und geböttcherter Eimer

55 Burgkunstadt, Lkr. Lichtenfels Burgberg, archäologische Untersuchungen seit 1963 (L OSERT 1993: Abb. 39)

56 Burgkunstadt, Lkr. Lichtenfels Burgberg, Kampagne 1975, Profil 7/8 und 1 durch die Umwehrung (S CHWARZ 1984: Beilage 1) 1975 Schnitt längs der Rathaussüdseite im Bereich der Umwehrung mit Klaus Schwarz

57 Burgkunstadt, Lkr. Lichtenfels Burgberg, St. Josefsanstalt Slawische und ostfränkische Keramik des 7./8. Jahrhunderts aus Siedlungsschichten vor Entstehung der ältesten bekannten Umwehrung (L OSERT 2003: Taf. 76)

58 Burgkunstadt, Burgberg, Kampagne 1975 Umwehrung Phase 1, Blick von innen auf die Vorderfront der Holz-Erde-Stein Mauer mit deutlich erkennbaren Spuren von hölzernen Ankerbalken (Müller 1984: Abb. 2-21) Nicht ganz geglückte Rekonstruktion der Phase 1 aus der Zeit um (Höhe mit Brustwehr 5 m)

59 Bayreuth, Laineck, Oberfranken Die Burg (A BELS & L OSERT 1986: Abb. 2) auf der Burgflur am Zusammenfluß von Steinach und Rotem Main etwa 4,5 km südlich von Bindlach. Ein zentraler Ort des frühen Mittelalters und/oder das uetus Trebegast non edificatibur in castrum von 1143

60 Bayreuth-Laineck, Burgflur Kampagne 1981 Blick auf das Kastenwerk der Phase 1, Pfosten der Phase 2 und Steinsetzungen der Phase 3 (A BELS & L OSERT 1982: Abb. 153) Kampagne 1981 Blick auf die trocken gemauerte Vorderfront der Phase 3

61 Bayreuth, Laineck Die Befestigung auf der Burgflur bei Bayreuth- Laineck, in der jüngsten Ausbauphase III wohl Stützpunkt der Schweinfurter Markgrafen und Ausgangspunkt des Landesausbaus im Fichtelgebirge (A BELS 2002: 248, A BELS & L OSERT 1986: Beilage 1a)

62 Die zentralen Orte Bamberg und Hallstadt (D ILLER 2006: 199, S CHWARZ 1975)

63 Bamberg, Dom, Untersuchungen Walter Sage Nachweis einer seit dem 7. Jahrhundert bestehenden Siedlung, in der noch in karolingischer Zeit eine Kirche St. Cyriakus? (Burgkirche) errichtet wurde ((K IRMEIER u.a. 2002: Abb. 81 S AGE 1978: Beilage 5,1, S CHWARZ 1976: Beilage 40,2)

64 Bamberg, Domberg, Alte Hofhaltung DFG-Projekt Babenburg Frühslawische Keramik des 7./8. Jahrhunderts (L OSERT 1993: Taf. 6)

65 Bamberg, Domberg Burgkirche (links Südwestecke) mit Friedhof des 9./10. Jahrhunderts

66 Bamberg, Domberg Funde aus Gräbern der Burgkirche und verlagerte Objekte

67 Bamberg, Domberg Untersuchungen Klaus Schwarz 1972

68 1.November 1007 Gründung des Bistums Bamberg durch König Heinrich II. auf einer Reichssynode in Frankfurt...ut et paganismus Sclavorum destrueretur… 1059 Bischof Gunther beschwerte sich auf einer Bamberger Diözesansynode über heidnische Praktiken der Slawen. Erat enim plebs huius utpote ex maxima parte sclauonica, ritibus gentilium dedita, abhorrens a religione christiana, tam in cognatarum conubiis quam in decimationum contadictione decretis patrum omnino contraria.

69 Bamberg, Dom St. Peter, St. Georg und Michael Heinrichsdom von Doppelchörige Basilika (Türmen Gesamtlänge etwa 74 m, Langhausbreite 27 m, Mittelschiffsbreite 10 m) mit Hauptchor im Westen, zwei Krypten, Westquerhaus und zwei Türmen Bamberg wurde systematisch zu einer kaiserlichen Residenz ausgebaut. Der Hofdichter Gerhard von Seeon beschrieb Bamberg als Hauptstadt der Welt, die Wiege jeglichen Ruhms und stellte die Stadt neben Jerusalem, Rom und Athen. Mit sieben Hügeln versuchte sich Bamberg typologisch an Rom anzunähern.

70 Bistümer in Nordbayern nach 1007 (M ERZ & S CHUH (Hrsg. ) 2004: Beilage 3)


Herunterladen ppt "Colloquium Historicum Wirsbergense Bezirksgruppe Lichtenfels Hans Losert Mittelalterliche Siedlungsgeschichte in Nordbayern aus der Sicht des Archäologen."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen