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DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, 55116 Mainz Verbreitungsarbeit Modul 5: Das Dritte Genfer.

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1 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz Verbreitungsarbeit Modul 5: Das Dritte Genfer Abkommen

2 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 2 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen III. Genfer Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen 12. August 1949, Entstehung: Das aus historischer Sicht zweite Abkommen ist die derzeitige dritte Genfer Konvention, die im Jahr 1929 beschlossen und 1949 im gleichen Rahmen wie das Erste und das Zweite Genfer Abkommen überarbeitet wurde lud der Schweizer Bundesrat 70 Regierungen zu einer Diplomatischen Konferenz ein, um das bestehende Regelwerk der Genfer Konvention den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges anzupassen.

3 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 3 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Entstehung Regierungen von 59 Staaten nahmen teil, zwölf weitere Regierungen und internationale Organisationen, darunter die Vereinten Nationen, fungierten als Beobachter. Die Dritte Genfer Konvention erwähnte erstmals das Internationale Komitee vom Roten Kreuz explizit im humanitären Völkerrecht (Artikel 79). Das rechtlich fixierte Mandat des Internationalen Komitees wurde durch vier Abkommen wesentlich erweitert. Zum Abschluss der Diplomatischen Konferenz wurden sie am 12. August 1949 von 18 Staaten unterzeichnet.

4 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 4 Verbreitungsarbeit Aus dem Inhalt Personen, die einer der folgenden Gruppen angehören, gelten als Kriegsgefangene und sind durch das III. Genfer Abkommen geschützt: a) Soldaten und die ihnen gleichgestellten Personengruppen (siehe Art. 13 GA I/II) b) Bewaffnete Kräfte des besetzten Landes, sofern sie interniert wurden. c) Personen, die den genannten Gruppen angehören, die von neutralen oder nichtkriegführenden Staaten aufgenommen und interniert werden (Art. 4 GA III). Sanitätspersonen, die in Feindesland geraten, gelten grundsätzlich nicht als Kriegsgefangene. Für die weitere Ausübung ihrer sanitätsdienstlichen Tätigkeiten stehen ihnen auf jeden Fall Erleichterungen zu. Das Dritte Genfer Abkommen

5 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 5 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Aus dem Inhalt Die gefangengenommenen Soldaten stehen unter dem Gewahrsam des feindlichen Landes, das alles dafür tun muss, um den Soldaten trotz ihrer Gefangenschaft ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen (Art. 3 GA I-IV; Art. 12 I GA III). Sie dürfen nicht aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit, Hautfarbe, Rasse, Religion, ihres Vermögens oder Geschlechts o. ä. benachteiligt werden. (Art. 3 GA III).

6 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 6 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Aus dem Inhalt Jedem Kriegsgefangenen wird unmittelbar nach seiner Gefangenennahme, spätestens nach Ankunft in einem Lager, Gelegenheit gegeben, an die in Artikel 123 des 3. Genfer Abkommens vorgesehene Zentralstelle für Kriegsgefangene (z. B. in einem neutralen Land oder auch direkt beim IKRK in Genf) eine Nachricht zu senden, damit über seinem Verbleib Auskunft gegeben werden kann. Dies muss das entsprechende feindliche Land in jedem Fall gewährleisten.

7 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 7 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Aus dem Inhalt Während ihrer Gefangenschaft unterliegen die Gefangenen den Gesetzen, Verordnungen und Anordnungen, die in den Streitkräften des Staates gelten, der sie gefangen hält. Verstößt ein Gefangener dagegen, so kann er dafür bestraft werden. (Art. 82 I GA III). Jedoch muss ihm in einem solchen Fall ein reguläres gerichtliches Verfahren und der Beistand eines geeigneten Verteidigers gewährt werden (Art. 99 III GA III).

8 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 8 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Verfahrensgarantien Neben der Gefangenschaft gibt es auch die gefangenenähnliche Internierung. In der Praxis des IKRK gibt es dazu die Verfahrensgarantien. Verfahrensgarantie 1, I.: Recht, über die Gründe von Internierung oder Verwaltungsgewahrsam informiert zu werden und unter IV das Recht auf die Überprüfung der Legitimität von Internierung/ Verwaltungsgewahrsam. Verfahrungsgarantie 2, I.: Recht auf Überprüfung der Legitimität von Internierung/ Verwaltungsgewahrsam durch Gerichte. Beispiel: Dass amerikanische Strafgerichte hat die so genannten Strafgefangenenlager in Guantanamo überprüft und sofortige Gerichtsverhandlungen angeordnet. Auch, wenn es sich nicht um ein Kriegsgefangenenlager handelt.

9 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 9 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Verfahrensgarantien Neben der Gefangenschaft gibt es auch die gefangenenähnliche Internierung. In der Praxis des IKRK gibt es dazu die Verfahrensgarantien: Verfahrensgarantie 3, I.: Recht auf Kontakt mit Familienangehörigen innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens notiert. Zum Internationalen Suchdienst zur Nachforschung von vermissten Kriegs- gefangenen oder Internierten hat das IKRK in Bad Arolsen in Deutschland eine Suchtstellenzentrale eingerichtet, die seit Kriegsende ständig ausgebaut wurde.

10 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 10 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Aktuelles Beispiel: Der Ruandakonflikt Während dem Genozid 1994 in Ruanda brachten innerhalb von 100 Tagen fanatische Hutus rund Tutsis und gemäßigte Hutus um. Schätzungsweise 2,5 Millionen Menschen flüchteten, tausende von Menschen wurden verschleppt und gelten heute noch als verschollen. Nach dem Genozid gehörte die Delegation des IKRK in Ruanda in den 90er-Jahren zu den größten IKRK Missionen weltweit mit mehreren hundert Mitarbeitern vor Ort.

11 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 11 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Aktuelles Beispiel: Der Ruandakonflikt Seit der Beendigung der kriegerischen Auseinandersetzungen versuchen die Helfer des IKRK noch heute, über die in Artikel 70 i.V.m. 123 des 3. Genfer Abkommens vorgesehene Zentralstelle für Kriegsgefangene des IKRK Nachforschungen anzustellen, was aus Kriegsgefangenen geworden ist.

12 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 12 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Aufgaben des IKRK Kriegsgefangene unter vier Augen zu sprechen und sich Zellen und andere Räumlichkeiten anzusehen. Die Häufigkeit der Besuche zu bestimmen, solange die Kriegsgefangenen inhaftiert sind. Ein Nachrichtensystem zur Verfügung zu stellen, damit Kriegsgefangene ihren Familien schreiben können. Diese Nachrichten enthalten ausschließlich familiäre Angelegenheiten und werden ggf. von den entsprechenden Autoritäten überprüft.

13 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 13 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen Aufgaben des IKRK Vertrauliche Gespräche mit den Gefängnisleitungen vor und nach den Besuchen zu führen und Kritik und Verbesserungsvorschlägen Ausdruck zu verleihen, wo es angebracht ist.

14 DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. Abteilung II Rotkreuz-Gemeinschaften Mitternachtsgasse 4, Mainz. Folie 14 Verbreitungsarbeit Das Dritte Genfer Abkommen


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