Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Copyright © IANTD/IAND, Inc. 2002 1 IANTD Technical Diver & Normoxic Trimix Diver von Tom Mount und Kevin Gurr Deutsche Übersetzung von Joachim Strieben,

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "Copyright © IANTD/IAND, Inc. 2002 1 IANTD Technical Diver & Normoxic Trimix Diver von Tom Mount und Kevin Gurr Deutsche Übersetzung von Joachim Strieben,"—  Präsentation transkript:

1

2 Copyright © IANTD/IAND, Inc IANTD Technical Diver & Normoxic Trimix Diver von Tom Mount und Kevin Gurr Deutsche Übersetzung von Joachim Strieben, IANTD Instructor #2531

3 2 Copyright © IANTD/IAND, Inc Technical Diver und/oder Normoxic Trimix Diver  Voraussetzungen:  Advanced EANx, 100 Tauchgänge, davon 30 Tauchgänge tiefer als 27 msw (90 fsw) oder äquivalente EANx-Erfahrung und 150 Tauchgänge, davon 50 tiefer als 27 msw (90 fsw)  Texte:  Arbeitsbuch Technical Diving  IANTD Technical Diver Encyclopedia  IANTD Technical Logbook

4 3 Copyright © IANTD/IAND, Inc Technical Diver Kursinhalt  Theorie und Wiederholungsfragen des Moduls Technical Diver im Arbeitsbuch müssen komplett durchgearbeitet werden.  Ein Übungsblock im Pool / begr. Freiwasser mit bewerteten Prüfungsaufgaben vor den Freiwassertauchgängen  Freiwassertauchgänge & Tauchausrüstung gemäß den aktuellen IANTD Standards (siehe unter  Schriftliche Abschlussprüfung

5 4 Copyright © IANTD/IAND, Inc Normoxic Trimix Diver Kursinhalt  Die Module Technical Diver und Normoxic Trimix Diver des Arbeitsbuchs müssen komplett durchgearbeitet werden.  Ein Übungsblock im Pool / begr. Freiwasser mit bewerteten Prüfungsaufgaben vor den Freiwassertauchgängen  Freiwassertauchgänge gemäß aktuellen IANTD Standards (http://www.iantd.com)  Schriftliche Abschlussprüfung

6 5 Copyright © IANTD/IAND, Inc Zertifizierung  Mit der Anmeldung zu einem IANTD-Kurs wird eine Ausbildung erworben. Die Zertifizierung muss sich der Schüler verdienen, indem er durch entsprechende Fertigkeiten, sein Wissen und seine Einstellung überzeugt.  Der erfolgreiche Abschluss eines Kurses bedeutet, dass man eine Grundlage erhalten hat, um ein versierterer Taucher zu werden, und nicht, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits das im Kurs behandelte taucherische Spezialgebiet beherrscht.  Die Brevetierung kann nur erfolgen, wenn sowohl der theoretische als auch der praktische Teil des Kurses erfolgreich absolviert wurden.

7 Modul 1 TECHNICAL DIVER Ein Bestandteil des Ausbildungs-Programms für das Technische Tauchen der International Association of Nitrox and Technical Divers Copyright © IANTD/IAND, Inc

8 7 Copyright © IANTD/IAND, Inc AUSRÜSTUNG Was ist lebensnotwendig?

9 8 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Ausrüstungsredundanz  Redundanz bedeutet, Ersatzausrüstung für den Notfall mitzuführen.  Jeder Ausrüstungsgegenstand, dessen Ausfall lebensbedrohlich wäre, muss doppelt mitgeführt werden  diese Gegenstände werden als wesentliche Ausrüstung bezeichnet.  Vermeide unnötige Redundanz – nur die zum Überleben wichtigen Gegenstände werden doppelt mitgeführt. Für alle anderen Ausrüstungsgegenstände gilt: Reduzieren, reduzieren, reduzieren!

10 9 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung weitere Ausrüstungsteile - Verwendung nach Bedarf -  Lampen  Netz- / Leinenschneider  Signalboje  EPIRB  Werkzeuge  Blitzlampen

11 10 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Tauchgeräte  Normalerweise werden Doppel-Flaschen-Konfigurationen verwendet.  Ausreichende Gasmenge für den geplanten Tauchgang  Korrekt gekennzeichnet und beschriftet  Aluminium-Flaschen können Auftriebsprobleme verursachen.  Tauchgeräte sollten möglichst  durch Ventilbrücken miteinander verbunden sein,  mit DIN-Ventilen ausgerüstet sein.

12 11 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Dekompressions-Flaschen ( " stage tanks " )  Ordentlich konfiguriert  Ausreichende Gasmenge für die geplante Verwendung  Korrekt gekennzeichnet und beschriftet  Schnapphaken sowohl am Flaschenhals als auch nahe dem Flaschenboden montiert  Einfache DIN-Ventile (in Deutschland: für Sauerstoff zugelassene Ventile)

13 12 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Atemregler  Zwei Hochleistungs-Atemregler für die Doppelgeräte-Konfiguration  DIN-Anschlusswellen  Einer der Regler sollte einen 1,5 bis 2,1 m (5 - 7 ft) langen Mitteldruckschlauch haben.  Atemregler der Stageflaschen: Leistungsfähigkeit je nach Anwendung  Durch Befühlen und durch Platzierung identifizierbar

14 13 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Tauchanzüge  Kaltes Wasser – Verwendung von Trockentauchanzügen  Trilaminat- oder komprimierte Neoprenanzüge sind wegen ihres geringeren Auftriebsverlustes vorzuziehen.  Gute Passform, um den Wasserwiderstand gering zu halten  Abriebfestes Material  Warmes Wasser – Verwendung von Nasstauchanzügen

15 14 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Unteranzüge  Thinsulate ® ist zu favorisieren  Hohe thermische Schutzfunktion, sogar bei Nässe  Geringes Volumen  Seidene Unterwäsche – wegen ihrer Saugfähigkeit  Argon  Beheizte Anzüge

16 15 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Tiefen- und Zeitmesser  Digitale Tauchtimer - überprüfe deren Zuverlässigkeit und Genauigkeit.  Verwende immer zwei; mehr sind unnötig.  Mittlerweile sind Nitrox- und Trimix- Tauchcomputer mit Gaswechselfähigkeit erhältlich.  Tauchcomputer können „aussteigen“, wenn sie missbräuchlich benutzt werden  nur für das Auslesen von Daten sinnvoll

17 16 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Dekompressionstabellen und Schreibtafeln  Es sollten immer Tabellen mitgeführt werden.  Eine Tabelle für Grundgas, mit Verwendung von Dekompressionsgas für die Dekompression  Eine Tabelle für ausschließliche Grundgasbenutzung (für den Notfall / Ausfall des Deko-Gases)  Schreibtafeln für Kommunikation und Notizen

18 17 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Auftriebskörper  "Backmounted"- / "Wing"-Jackets werden bevorzugt.  Der Trockentauchanzug kann als Redundanz- Auftriebskörper angesehen werden.  Wenn die Konfiguration bei Nasstauchanzügen Abtrieb hat: "Wings" mit doppelter Blase verwenden.  Bojen, Hebesäcke und andere Hilfsauftriebskörper sind nicht als Redundanz- oder Notfallauftriebskörper zu akzeptieren.  Verwendung von Inflatorschläuchen mit optimaler Länge

19 18 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Lampen  Führe immer zwei Lampen mit;  eine davon leistungsstark, für das Freiwasser,  eine kleinere für das Ablesen der Instrumente und als Reserve.  Für Tauchgänge in Wracks und Höhlen: Führe mindestens drei Lampen mit.

20 19 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Hauptlampen  In der Hand getragen  An den Flaschen befestigt  An der Rückenplatte bzw. am Softpack montiert  Unter dem Flaschenpaket befestigt ("butt mounted")  In der Taillengegend befestigt ("waist-mounted")

21 20 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Handlampen  Große Auswahl verschiedener Lampen  Im Vergleich zu Akkutank-Lampen sehr preiswert Vorteile Nachteile  Unhandlich beim Umgang mit Reels usw.  In der Regel geringere Leistung als Akkutanklampen

22 21 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung 20 Aspekte der Ausrüstungskonfiguration (I)  Sie ist sicher und zuverlässig.  Sie ist komfortabel für den Taucher.  Sie bietet angemessene, nicht übertriebene Redundanz.  Sie ist autark, geeignet zur Selbstrettung.  Sie ist einfach und bedienungsfreundlich.  Ventile und Ausrüstungsgegenstände sind einfach zu erreichen.

23 22 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung 20 Aspekte der Ausrüstungskonfiguration (II)  Sie ermöglicht eine Rettung des Partners bzw. eine Hilfestellung.  Sie ist auf die Bedürfnisse und Ziele des Tauchers zugeschnitten.  Sie ist so konfiguriert, dass sie die Selbstsicherheit stärkt.  Sie besitzt ein Profil mit geringem Wasserwiderstand.

24 23 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung 20 Aspekte der Ausrüstungskonfiguration (III)  Die Ausrüstung ist gut ausbalanciert.  Die einzelnen Teile sind durch Betasten identifizierbar.  Die Platzierung der Ausrüstungsteile entspricht anerkannten Standards.  Die Ausrüstung ist vielseitig verwendbar.

25 24 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung 20 Aspekte der Ausrüstungskonfiguration (IV)  Stromlinienförmig und ordentlich  Veränderungen werden nach und nach, und nicht radikal durchgeführt.  Dekompressionsflaschen sind visuell, durch Ertasten und durch Platzierung identifizierbar.  Alle Flaschen sind hinsichtlich Verwendung, Gasgemisch und MOD gekennzeichnet.

26 25 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung 20 Aspekte der Ausrüstungskonfiguration (V)  Tauchpartner haben kompatibles Equipment  Hinsichtlich einer perfekten Konfiguration wach bleiben und Entwicklungen aufmerksam verfolgen „Strebe nach Perfektion, bleibe dabei aufgeschlossen für Veränderungen und nutze die Vorteile technischer Weiterentwicklung.“

27 26 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Das Atmen aus dem langen Schlauch  Die Atmung aus dem Atemregler am langen Schlauch ermöglicht eine einfache Konfiguration.  Dieser kann leicht überreicht werden.  Dies stellt sicher, dass der Taucher in Not einen funktionierenden Atemregler erhält.  Theoretisch greift der Taucher in Luftnot eher zu dem Atemregler, den er im Mund des Partners vorfindet.

28 27 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Das Atmen aus dem kurzen Schlauch  Die Atmung aus dem Atemregler am kurzen Schlauch stellt sicher, dass der Spender ein funktionierendes System behält; so wird vermieden, das im Problemfall plötzlich zwei Taucher in Not geraten.  Der Zustand der Ventile kann so besser überwacht werden.  Viele moderne Taucher wurden so ausgebildet, dass sie nach dem Reserveatemregler greifen, und nicht nach dem Atemregler im Mund des Partners.  Einige Taucher ziehen wegen der Gefahr von ansteckenden Krankheiten die Atmung aus dem kurzen Schlauch vor.

29 28 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Befestigung des langen Schlauchs an den Flaschen  Einfach zu konfigurieren  Hält den Schlauch fern vom Körper des Tauchers Vorteile Nachteile  Muss bei jedem verwendeten Flaschenpaket erneut durchgeführt werden  Hängen bleiben sehr leicht möglich  Durch Biegen und Scheuern verringerte Haltbarkeit des Schlauches  Mehr Wasserwiderstand als bei anderen Möglichkeiten

30 29 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Befestigung des langen Schlauchs an der Ventilbrücke  Saubere Anordnung  Geringer Wasserwiderstand, kann sich nicht mit den Stageflaschen verheddern Vorteile Nachteile  Schwierig, einen gewissen Abstand von der Ventilbrücke beizubehalten  Der Bereich um die Ventile herum wird sehr voll.  Beim Wracktauchen ggf. erhöhte Gefahr Hängen zu bleiben

31 30 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Befestigung des langen Schlauchs unter Rückenplatte/Softpack  Konfiguration mit geringstem Wasserwiderstand  Anwendbar bei Atmung sowohl aus dem langen als auch aus dem kurzen Schlauch  Kein Abscheuern oder Verfangen Vorteile Nachteile  Erfordert sorgfältiges Verlegen des Schlauches  Kann dort erst nach dem Tauchgang wieder gewickelt und montiert werden  Evtl. geringere Lebensdauer durch leichtes Verdrehen

32 31 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Führen des langen Schlauchs unter dem Arm & um den Hals des Tauchers  Am einfachsten zu konfigurieren  Leicht abzulegen  Kaum Aufwand / Pflege / Wartung nötig Vorteile Nachteile  Einige Schlauchmaterialien treiben nach oben  Schlauch für kleinere Taucher evtl. zu lang  In Engstellen ggf. Möglichkeit des Verfangens

33 32 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Befestigung von Stagetanks  Mit Ring um den Flaschenhals  Mit Klemmschellen oder stabilen Kabelbindern um den Flaschenhals  Mit Nylonband um den Flaschenhals  Mit Ring und Gewebeschlaufe  Mit Schraub-Kettenglied am Flaschenhals  Halteband für den Transport

34 33 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung An den Flaschen befestigte Lampen  Sind dort leicht anzubringen  Lässt die Taille frei für andere Dinge  Erlaubt die Verwendung von Akkutanks Vorteile Nachteile  Erhöht den Wasserwiderstand des Flaschenpakets  Erhöht das Gewicht des Flaschenpakets  Tragevorrichtung oder Gurte an Flaschen

35 34 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung An Rückenplatte oder Softpack befestigte Lampen  Stromlinienförmig unter der Schulter  Einfach zu erreichen  Bei Wechsel von Rückenplatte oder Softpack keine Änderung der Anordnung Vorteile Nachteile  Erhöht das Gewicht auf einer Seite  Kann zur Behinderung von Stageflaschen führen  Ein/Aus-Schalter evtl. schwer zu erreichen

36 35 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Unter den Flaschen befestigte Lampen ( " butt-mounted " )  Geringster Wasserwiderstand  Macht die beidseitige Verwendung von Stages leicht  Lässt die Taille frei Vorteile Nachteile  Wenn an D-Ringen an den Flaschen befestigt, Gefahr des Verfangens  Kann die untere Körperpartie nach unten ziehen  Lampenkabel muss unter dem Taillengurt hindurch geführt werden

37 36 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung An Taille / Hüfte befestigte Lampen  Hält den Taucher weiter waagerecht  Einfach zu erreichen  Vorteilhaft für die Unterbringung des langen Schlauches Vorteile Nachteile  Schwierigkeiten, beidseitig Stages zu tragen  Erhöht Breite und Wasserwiderstand des Tauchers  Taillenbereich wird voller und unübersichtlicher

38 37 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Reservelampen  Am Tauchgerät  In Taschen des Tauchanzugs  An der Maske  Am Brustgurt  Am Schultergurt  Nahe oder an der Rückenplatte bzw. dem Softpack befestigt

39 38 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Befestigung von Reels  Am Tauchgerät: größere Gefahr des Verlierens des Reels und/oder des Verfangens  Am Schrittgurt: Bereich mit geringem Wasserwiderstand; Reel ist dort leicht abzunehmen  An D-Ringen in der Taille: Idealer Platz mit geringstem Wasserwiderstand und geringster Möglichkeit hängen zu bleiben  An D-Ringen am Schultergurt: Schlechteste Lösung; erzeugt mehr Wasserwiderstand und bringt größere Gefahr des Verfangens mit sich

40 39 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Befestigung von Hebesäcken  Am Hüftgurt: Baumelt herum, erzeugt unordentliche Konfiguration.  Zwischen den Flaschen: Wird bei langem Seilgeschirr verwendet.  In Taschen: Für kleinere Hebesäcke und Sicherheitsbojen  An der Seite der Flaschen: Hebesack ist leicht zu verlieren.  Unterhalb von Rückenplatte/Softpack: Allgemein am meisten anerkannt; leicht abzunehmen und wieder zu befestigen, geringer Wasserwiderstand, hängen bleiben ist nahezu ausgeschlossen.  An der Seite von Rückenplatte/Softpack: Schwer zugängliche Stelle; der Hebesack kann einfach abgenommen, aber nicht wieder dort befestigt werden. Anmerkung: Beim Höhlentauchen werden keine Hebesäcke verwendet.

41 40 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Sicherheit bei der Ausrüstungskonfiguration (I)  Vermeide es, einfach strikt den Anweisungen gewisser "Tek-Gurus" zu folgen, die behaupten, dass nur eine gewisse Konfiguration funktioniert.  Die von diesen Tauchern gegebenen Informationen können wertvoll sein; also höre ihnen zu und bewerte ihre Mitteilungen.  Ihre Art und Weise wird für ihre Methoden und ihre Tauchumgebung richtig sein, sie kann aber für andere Bereiche sowohl richtig als auch falsch sein.

42 41 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Sicherheit bei der Ausrüstungskonfiguration (II)  Sei individuell und unabhängig; nutze Deine Wahlfreiheit. Es ist Deine Sicherheit, Dein Leben und Deine Zufriedenheit.  Sei wachsam, übernimm Verantwortung, bleibe aufgeschlossen, sei auf Sicherheit bedacht. Nimm Dir Zeit, um es richtig zu machen !

43 42 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Tauchtechnik  Ausrüstungskonfiguration und Tauchtechnik sind wichtige Faktoren für die Leistungsfähigkeit eines Tauchers.  Die Tarierungskontrolle ist für einen sicheren und angenehmen Tauchgang unabdingbar.  Reduziert das Aufwirbeln von Sediment  Reduziert Stress und Anstrengung des Tauchers  Wann immer möglich, wende die "Ziehen und Gleiten"-Technik an.  Erlerne verschiedene Flossentechniken für die verschiedenen Tauchumgebungen.

44 43 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Zusammenfassung  Die wesentliche Komponente für das lebenserhaltende System ist ein intelligenter, denkender Taucher.  Die Ausrüstung muss stromlinienförmig und sicher gestaltet werden, sie muss angenehm zu tragen sein.  Die Ausrüstungskonfiguration muss nach der Art des durchgeführten Tauchens ausgerichtet werden.  So viel Redundanz wie nötig – vermeide aber Überredundanz.

45 44 Copyright © IANTD/IAND, Inc Ausrüstung Die Zukunft  Mit dem Technical Diving wurde ein neuer Zeitabschnitt eingeleitet. Taucher, die nach größtmöglicher Erweiterung ihrer Möglichkeiten streben, müssen gegenüber Veränderungen aufgeschlossen und hinsichtlich der technischen Entwicklung auf dem Laufenden bleiben. Wer nicht mit der technischen Weiterentwicklung der Ausrüstung Schritt hält, läuft Gefahr, dass sein Equipment veraltet und dass seine Fähigkeiten dadurch eingeschränkt werden.

46 45 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung und Planung des Vorgehens Doing It Right – Mach‘s Richtig!

47 46 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Wesentliche Punkte  Sammeln von Informationen  Gruppenplanung  Eigene Vorbereitung  Die Planung im Wasser nochmals korrigieren / den Bedingungen anpassen

48 47 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Informationen sammeln  Sinn und Zweck des Tauchgangs festlegen  Daten über den Tauchplatz heraussuchen  Ausrüstungserfordernisse bestimmen  Überblick über die Risiken im Zusammenhang mit dem Tauchgang erstellen  Bleibe innerhalb der Möglichkeiten des Tauchers mit den geringsten Fähigkeiten.  Beziehe die Fitness/Kondition der einzelnen Taucher mit ein.

49 48 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Fähigkeiten und Kondition der Taucher  Berücksichtige die Grenzen des Tauchers mit den geringsten Fähigkeiten.  Bleibe innerhalb der mentalen / psychischen Toleranzgrenzen der einzelnen Taucher.  Dränge Taucher nicht in Situationen, die jenseits ihrer physischen / mentalen Möglichkeiten liegen.  Stelle sicher, dass alle Teammitglieder zueinander passen.  Alle Taucher im Team sollten sich dieser Überlegungen bewusst sein.

50 49 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Persönliche Planung  Risikoanalyse  Mit der Planung übereinstimmen, sich damit wohl fühlen  Persönliche „Was ist, wenn...“-Fragen  Verantwortung  Individuelle Atemgasplanung

51 50 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Risikoanalyse  Jeder Tauchgang birgt spezielle Risiken  Habe ich die Tauchgangsplanung wirklich komplett verstanden?  Habe ich ein gutes Gefühl gegenüber dem Tauchgang?  Kann man sich auf mich verlassen, bin ich wirklich nicht von anderen abhängig?  Sind wirklich alle „Was ist, wenn...“-Fragen zufrieden stellend beantwortet?

52 51 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Kontrolle der Risiken / „Was ist, wenn...“ RisikoNutzenAktionWert Liste alle bekannten Risiken auf und bewerte sie anschließend. Behandle alle „Was ist, wenn...“-Fragen auf die gleiche Weise.

53 52 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Verantwortung (I)  Sei selbstständig und unabhängig.  Sei verlässlich.  Sei aufmerksam.  Sei Dir der Prioritäten bewusst.  Halte Deine Rettungs- und Selbstrettungsfähigkeiten auf dem Laufenden.

54 53 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Verantwortung (II)  Löse Probleme an Ort und Stelle.  Bleibe innerhalb Deiner Grenzen.  Sei in der Lage, Deinen Gasverbrauch auch in einer Notlage zu kontrollieren. Denke daran: Nur Du kannst für Dich selbst atmen, schwimmen oder denken, – bleibe fit – übernimm Verantwortung! – bleibe fit – übernimm Verantwortung!

55 54 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Gruppenplanung  Lege die Vorgehensweise für die Atemgasplanung fest; wähle das optimale Atemgasgemisch aus.  Berechne die Sauerstoffbelastung.  Bestimme die Grenzwerte für den Tauchgang.  Lege Gruppenstärke und Verantwortlichkeiten fest.  Stelle sicher, dass die Teammitglieder zueinander passen.  Überdenke die Ausrüstungskonfigurationen.  Beantworte alle „Was ist, wenn...“-Fragen.

56 55 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Atemgasplanung  Führe Beispielrechnungen durch:  Ermittlung des Atemminutenvolumens (AMV)  Berechnung des Gasvorrats  Wie lange hält ein Gasvorrat bei einem gegebenen AMV auf einer bestimmten Tiefe?  Um wieviel Bar sinkt der Flaschendruck pro Minute bei einem gegebenen AMV auf einer bestimmten Tiefe?  Sieh Dir hierzu auch die Tabellen 9M, 10M, 11M, 12M in der Encyclopedia an (für die US-Berechnung Tabellen 9, 10, 11, 12).

57 56 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Gasmanagement-Regeln  Alle Tauchgängen, die Dekompressionsstopp(s) erfordern  Alle Tauchgängen über 40 msw (130 fsw)  Tauchgänge in nach oben geschlossenen Räumen ("overhead environments"  Tauchgänge in nach oben geschlossenen Räumen ("overhead environments") Drittel-Regel: bedeutet, dass Du mit einem Drittel Deines anfänglichen Gasvorrats auftauchen musst

58 57 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Gasmanagement / Atemgasplanung Tatsächliche Grundzeit Ab-stiegs-zeit Ein Drittel des Gasvorrats entspricht der Hälfte der tatsächlichen Grundzeit Umkehrpunkt

59 58 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Gasmanagement / Regeln  Ein Taucher sollte sein AMV unter normaler Belastung kennen.  Berechne den Umkehrdruck (ein Drittel des Gasvorrats ist verbraucht).  Was auch zuerst kommen mag, Umkehrdruck oder Hälfte der geplanten Grundzeit, kehre um!  Für Dekogas (und ggf. Brückengas) gilt: 2/3 des Gasvorrats entsprechen dem echten Bedarf; der Rest ist Reserve.  Tauchpartner müssen ggf. ihre Atemgasplanung aufeinander abstimmen und anpassen.

60 59 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Beispiel für die Drittel-Regel  Das Tauchgerät wurde mit 204 Bar gefüllt. Ein Drittel davon: 204 Bar ÷ 3 = 68 Bar. Der Taucher kehrt demnach bei 204 – 68 Bar, also bei 136 Bar, zu seinem Ausgangspunkt zurück und behält so 2/3 seines anfänglichen Gasvorrats für den Rückweg, für die Versorgung von Tauchern mit Gasmangel und für andere Notfälle übrig. Metrische Version:

61 60 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Beispiel für die Drittel-Regel  Das Tauchgerät wurde mit 3000 psi gefüllt. Ein Drittel davon: 3000 psi ÷ 3 = 1000 psi. Der Taucher kehrt demnach bei 3000 – 1000 psi, also bei 2000 psi, zu seinem Ausgangspunkt zurück und behält so 2/3 seines anfänglichen Gasvorrats für den Rückweg, für die Versorgung von Tauchern mit Gasmangel und für andere Notfälle übrig. U.S. Version:

62 61 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Anwendung des Gasmanagements  Strömungsbedingungen  Andere Gesichtspunkte der Tauchumgebung Anpassungen werden nötig durch: -Gasmanagement funktioniert nur, wenn Du Deinen Körper gleichmäßig arbeiten lässt - - Gasmanagement funktioniert nur, wenn Du Deinen Körper gleichmäßig arbeiten lässt -  Normale Schwimmgeschwindigkeit  Normale Atmung

63 62 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Der Gasvorrat muss angepasst werden  Die Gasvorratsplanung muss von dem Taucher mit dem höchsten AMV ausgehen.  Die Anpassung erfolgt durch die Umwandlung von Freien Litern in Bar (bzw. von cubic feet in psig). Arbeite einige Beispiele mit Hilfe der Tabellen in der IANTD Technical Diver Encyclopedia durch!

64 63 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Anpassung des Gasvorrats – wann?  Immer, wenn ein aus zwei Personen bestehendes Tauchteam verschieden große Flaschen verwendet und der Taucher mit dem höheren AMV die größere(n) Flasche(n) taucht;  in größeren Teams, falls es beim Tauchgang unzugängliche oder enge Bereiche gibt;  wenn es große Unterschiede im Gasverbrauch unter den Teammitgliedern gibt (doppelt so hoch oder mehr).

65 64 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Anpassung des Gasvorrats – wann nicht?  Wenn in einem Team von drei oder mehr Personen getaucht wird;  wenn alle mit gleich großem Atemgasvorrat tauchen;  wenn der Taucher mit dem niedrigsten Gasverbrauch mit dem größten Atemgasvorrat taucht.

66 65 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Anpassung des Gasvorrats – wie geht man vor?  Die SRF-Tabelle zeigt angepasste Faktoren für den Umkehrdruck für Taucher mit verschiedenen AMVs.  Wenn Du ein höheres AMV als Dein Tauchpartner hast, reicht die Drittel-Regel für Deine Gasplanung völlig aus. Wenn Du 33% Deines Gasvorrats verbraucht hast, solltest Du umkehren.  Sollte Dein Partner jedoch das höhere AMV haben, würde der Gasvorrat so nicht ausreichen. Verwende die Tabelle 13M bzw. 13 in der IANTD Technical Encyclopedia -

67 66 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Atemgasplanung  Arbeite zwei Aufgabenstellungen unter Verwendung der Tabellen 15 & 16 durch.  Arbeite ein Beispiel ohne Anpassung des Gasmanagements für einen Tauchgang durch, bei dem zwei Taucher verschiedene Atemgasgemische atmen; der eine (geringerer Gasverbrauch) mit Doppel-7-Liter-Gerät, der andere (verbraucht doppelt so viel) mit Doppel-15-Liter-Gerät. Verwende für die Berechnungen die IANTD-Tabellen (die Taucher müssen ab dem Punkt des weitesten Vordringens mit einem der beiden Geräte auskommen).  Arbeite die Aufgabenstellung nochmals mit Anpassung der Atemgasplanung durch.

68 67 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Atemgasplanung  Arbeite letzteres Beispiel noch einmal unter der Annahme durch, dass die gleichen Taucher ihr Schwimmtempo bei der Rückkehr auf die Hälfte der Geschwindigkeit des Hinwegs reduzieren (Atmung aus nur einem Gerät ab dem Zeitpunkt des weitesten Vordringens).  Berechne das Beispiel nochmals unter der Annahme, dass der Taucher ohne Gas wegen Stress auf dem Rückweg einen 40% höheren Gasverbrauch entwickelt.

69 68 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Atemgasplanung / Wesentliche Punkte Aus den Beispielen wird klar, dass für die Anwendung der Gasmanagement-Regeln folgendes gilt:  Wann immer möglich, sollte die Atemgasplanung zwischen Tauchern abgestimmt bzw. angepasst werden. Für Notfälle gilt:  Taucher müssen ihre normale Atemfrequenz aufrecht erhalten.  Taucher müssen ihre Fortbewegungsgeschwindigkeit beibehalten.

70 69 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sauerstoffexposition planen Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung  Sowohl die ZNS- als auch die Pulmonale Sauerstoffintoleranz müssen berücksichtigt werden.  Die Sauerstoffbelastung (%ZNS und OTUs) muss für alle Abschnitte des Tauchgangs separat berechnet und dann addiert werden.  Belastungen vorheriger Tauchgänge müssen in der Berechnung berücksichtigt werden.  Wenn Du Dich unnormal fühlst, wechsle auf ein Gasgemisch mit geringerem FO 2 oder steige – falls möglich – weiter auf, auch dann, wenn Du vorher alles sorgfältig berechnet hattest!

71 70 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sauerstoffexposition berechnen Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung  Arbeite 3 Beispiele jeder der folgenden IANTD-Tabellen in der Technical Diver Encyclopedia durch:  Tabelle 1 M Tauchtiefe  PO 2  Tabelle 3 M PO 2  %ZNS/min  Tabelle 4 M PO 2  OTU/min  Tabelle 5 M PO 2  %ZNS – OTU  Tabelle 8 M FO 2 /Tauchtiefe  EAD/MOD  Chart 1 %ZNS/OFP  Rest %ZNS

72 71 Copyright © IANTD/IAND, Inc Wiederholung: Die IANTD Tauchtabellen Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung  Erkläre, wie man mit den IANTD-Tabellen umgeht:  Tiefe – Zeit – Aufstiegsgeschwindigkeit – Stopps – Zeitzuschlag bei Wiederholungstauchgängen mit anderem Atemgasgemisch  Vergleiche 2 Deko-Tauchgänge mit gleicher Tiefe und Grundzeit hinsichtlich Dekompressionszeiten, %ZNS, OTUs – einmal Deko mit Grundgas und einmal Deko mit erhöhtem PO 2.  Erkläre den 4,5msw/15fsw-Stopp; seine Bedeutung, wann und wie lange er durchgeführt wird.

73 72 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Dekompression im Technical Diving  Dekompressionszeiten können durch Atmung von Gasmischungen mit hohem FO 2 bzw. von reinem Sauerstoff beschleunigt werden.  Dies kann jedoch nur mit speziell hierfür erstellten Tabellen – wie den IANTD-Tabellen – oder von Dekompressions-Software korrekt berechnet werden.  Die Verwendung von normalen Tabellen mit dubiosen „Korrekturfaktoren“ kann keinerlei Sicherheit gewährleisten.

74 73 Copyright © IANTD/IAND, Inc Mit den IANTD-Tabellen arbeiten Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung  Plane 3 Tauchtage unter Verwendung der IANTD Deko-Stopp-Zeit-Tabellen und 3 Tauchtage unter Verwendung der IANTD Runtime-Tabellen, jeweils mit Dekotauchgang und Wiederholungstauchgang. Jeweils einer der 3 Tage sollte insgesamt 3 Tauchgänge enthalten.  Berechne auch %ZNS, OTUs und Gasbedarf!  Verwende dazu den IANTD Technical Dive Planungsbogen!  Der Zeitzuschlag ist der Tabelle mit dem Gemisch des Wiederholungstauchganges oder der mit dem nächst sauerstoffärmeren Gemisch zu entnehmen.

75 74 Copyright © IANTD/IAND, Inc EAD – Äquivalente Lufttiefe Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung  Die meisten Lufttabellen können verwendet werden.  Gehe einige Beispiele in Tabelle 8M / 8 durch.  Das EAD-Konzept kann nicht auf Deko-Stopps angewendet werden.  Der Vorteil spezieller Tabellen gegenüber den EAD-Berechnungen ist, dass diese Dekompressions- anweisungen für die exakte Tiefe liefern, und nicht für die gerundete EAD-Tiefe.  Die IANTD Tabellen wurden mit Hilfe von Dekompressions-Software erstellt.  Die IANTD Tabellen sind einfacher zu handhaben als EAD-Berechnungen.  Spezielle Dekompressions-Software kann die Tauchgangsplanung noch präziser gestalten.

76 75 Copyright © IANTD/IAND, Inc Atemgasmischungen Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung  Pressluft oder Nitrox können als Grundgas verwendet werden.  Dekompressionsgemische sollten einen guten Kompromiss zwischen sicherem PO 2 und hohem Entsättigungsgradienten darstellen.  80% O 2 sind fast so effektiv wie reiner Sauerstoff, es fallen damit aber erheblich weniger %ZNS und OTUs an.  Beschrifte deutlich alle Atemgasflaschen: Enthaltenes Gemisch, Eigentümer, Datum.

77 76 Copyright © IANTD/IAND, Inc Verwendung der IANTD Top Up Charts und Formeln Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung  Verwende die IANTD Technical Diver Encyclopedia Chart 2M, löse jeweils eine oder mehrere Aufgabe/n der folgenden Kategorien: 1.Der Druck in einer Flasche soll erhöht werden, das Mischverhältnis soll sich aber nicht ändern. 2.Das Mischverhältnis in einer Flasche soll in Richtung höherer FO 2 geändert werden. 3.Eine EANx-Flasche soll mit Luft aufgetoppt werden. 4.Das Mischverhältnis in einer Flasche soll in Richtung niedrigerer FO 2 geändert werden.

78 77 Copyright © IANTD/IAND, Inc Deko-Stopp-Zeit  Run Time Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung Run Time  Zu bestimmtem Zeit- punkt auf bestimmter Tiefe  Fehler beim Aufstiegs- profil müssen korrigiert werden.  Nur eine Zeitachse  Taucher wissen immer, wann sie auf welcher Tiefe sein müssen. Deko-Stopp-Zeit  Genaue bzw. Stoppuhr nötig; Stoppdauer muss präzise sein.  Aufstiegsprofil muss nicht 100%ig eingehalten werden.  Auf Tauchgängen mit mehreren tiefen Stopps kann man die Übersicht verlieren.

79 78 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung “Was ist, wenn...“-Fragen  Benenne alle Problembereiche.  Entwickle eine Strategie für den Umgang mit Problemen.  Übe das Lösen von Problemen vor Deinem geistigen Auge.  Übe häufig Notfallmaßnahmen und Selbstrettungsfertigkeiten.  Sei im Besitz einer Tauchgangs-Checkliste.

80 79 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Grenzen und Gruppengröße  Fitness  Umkehrdruck  Tiefe / Zeit / Entfernung  Team aus zwei bzw. drei Tauchern  Zueinander passen  Kenne die Ausrüstungs-Konfigurationen im Team  Überprüfen der Ausrüstung  Sicherheits- / Partnercheck

81 80 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Anpassungen im Wasser  Veränderung der Strömungsverhältnisse  Veränderung der Sichtverhältnisse  Veränderung des Vorgehens beim Aufstieg / Veränderung der Stabilität von Dekompressionsstufen  Veränderung der Stimmung im Team oder bei einem Teammitglied  Verinnerliche: Bewusstheit, Reife, Urteilsfähigkeit, Beobachtung und Kommunikation Versuche immer, voraus zu schauen und Mr. Murphy ein Schnippchen zu schlagen

82 81 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Zusammenfassung  Plane Deinen Tauchgang und tauche nach Deinem Plan – innerhalb der besprochenen Kriterien.  Vermeide Gruppendruck.  Erkenne Fähigkeiten, aber auch Grenzen.  Habe Dich selbst unter Kontrolle.  Halte am Sicherheitskonzept der Tauchgangsplanung fest.  Sei Dir aller Risiken bewusst, bevor Du eine Entscheidung fällst zu tauchen oder nicht zu tauchen; akzeptiere die Risiken oder lehne sie ab. Sicherheit entsteht durch Planung und dadurch, dass man an dieser auch festhält

83 82 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis Die Sicherheit bei Tauchaktivitäten gewährleisten

84 83 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Auswahl der Tauchpartner  Ethische Einstellung des Teams  Ausrüstung  Tauchgangsplanung  Das Durchführen von Tauchgängen  Lernprozess Wesentliche Faktoren

85 84 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Ausbildungsstand  Erfahrungsstand  Ausrüstung für die geplante Unternehmung Auswahl der Tauchpartner

86 85 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Zusammenarbeit als Team  Selbstständigkeit, Unabhängigkeit  Atemgasplanung / gegenseitiges Berücksichtigen bzw. Anpassen der Atemgasvorräte Ethische Einstellung im Team

87 86 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Richtige Ausrüstung für die geplante Aktivität  Ausreichend redundant und stromlinienförmig  In technisch einwandfreiem Zustand  Gasinhalt eindeutig gekennzeichnet  Vertrautheit mit der Ausrüstung durch häufige Übungen Ausrüstung

88 87 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Auswahl des Ausgangspunktes / der Plattform  genügend Platz  Notfallausrüstung  auch bei Seegang stabil  komfortabel  Sicherheit bei Ein- und Ausstieg gewährleistet  Ziele des Tauchteams  Führe praktische Rettungsübungen vor Ort durch Tauchgangsplanung

89 88 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis Durchführung von Tauchgängen  Beurteilen der Bedingungen am Tauchplatz (Gezeiten, Wetter, Strömung, Sicht...)  Auswahl, Analyse, Kennzeichnung der Atemgase  Überprüfung der Tauchausrüstung  Erstellen der Dekompressionstabellen mit Software bzw. Tabellenplanung  Bereitschafts- bzw. Sicherungstaucher  Notfallsauerstoff an der Oberfläche

90 89 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Aufstiegsleinen  Hebesäcke / Markierungsbojen  Dekompressionsplattformen  fest verbunden, mit oberflächenversorgter Dekompression  frei driftend Sichere Dekompression

91 90 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Einfache Konfiguration  Einfaches Ausbringen von Bord  Sicherungstaucher in Bereitschaft  Deponieren von Sicherheits- /Reserveflaschen, wenn durchführbar  Gezeitenprobleme und Zeitdruck  Vorgehen bei vermissten Tauchern  Signalbojen für die Oberfläche (Surface Marker Buoys – SMBs) Handhabung von Dekompressionsplattformen (I)

92 91 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Dekompressionsplattformen  Alle Taucher dekomprimieren zusammen und verfügen so über viel Reserveausrüstung.  Versorgung durch das Boot ist effizienter.  Dekompressionstiefe wird genauer eingehalten.  Ermöglichen das Deponieren von Sicherheits-Gasreserven Handhabung von Dekompressionsplattformen (II)

93 Copyright IANTD/IAND, Inc Typisches „verankertes“ System - wesentliche Punkte - Haupt-Gewichts-/Fang- /Festmach-Leine ("Main Shot Line"), am Bug festgemacht am Wrack fest gemacht (Gewicht / Dregganker Deko-Crossover (Leine bzw. Stange) Oberflächen- versorgung für Deko-Gas 94

94 Copyright IANTD/IAND, Inc Typisches "frei driftendes" System - wesentliche Punkte - Haupt-Gewichts- /Fang-/Festmach-Leine ("Main Shot Line"), am Anker am Wrack fest gemacht Dekompressions- Plattform; Taucher befestigen "Jon- Lines" daran oder treiben frei mit der Leine Einmal losgemacht, treibt das System am Deko-Anker; die Leine wird dabei so weit angehoben, dass sie sich nicht erneut an Objekten verfangen kann 93

95 Copyright IANTD/IAND, Inc Typisches „frei driftendes“ System - wesentliche Punkte - Tafel für Rückkehrer Reserve- flasche Deko-Gas Deko-Station Stabilisator-Leinen Reserveflasche Brücken-Gas ("Travel Gas") Bleileinen mit Gewicht Haupt-Gewichts- /Fang-/Festmach-Leine ("Main Shot Line") Verbindungsleine ("Jump Line") Reserveblei schnell und einfach zu lösen bewegliche Dekostange 92

96 Copyright IANTD/IAND, Inc Typisches Höhlen-System - wesentliche Punkte - Tauchglocke oder Habitat Glocke im Dach der Höhle verankert 95

97 96 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Alle Taucher müssen den Zeitpunkt zur Rückkehr kennen.  Die Plattform muss gelöst werden, bevor die Gezeitenströmung zu stark wird.  Eine Tafel mit Namensliste kann verwendet werden, damit sich die Taucher bei der Rückkehr eintragen können.  Das letzte Team beim Aufstieg löst die Verbindungsleine ("Jump Line").  Verfahren mit SMB bei abgetriebenem Taucher Handhabung von Dekompressionsplattformen (III)

98 97 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Nachbesprechung des Tauchgangs im Team  Lerne aus vergangenen Vorkommnissen, lerne von Anderen. Der Lernprozess

99 98 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Alle Technischen Taucher sollten sich selbst als autarke, unabhängige Taucher begreifen.  Alle Technischen Taucher sollten sich für autarkes, unabhängiges Tauchen ausrüsten.  Auf diese Weise könnt Ihr als echte Partner tauchen, und nicht nur als Paar von "Buddies". Solo Diving – allein tauchen

100 99 Copyright © IANTD/IAND, Inc Zusammenfassung Sicherheit in der Praxis Sicherheit in der Praxis  Plane sorgfältig Sauerstoffbelastung, Dekompression und Gasbedarf.  Halte Grundzeit, Aufstiegs- geschwindigkeit, Stopptiefen und Stoppdauern präzise ein.  Erstelle Ausfallpläne (Bailouts).  Trinke ausreichend Flüssigkeit.  Bleibe in Übung, bleibe fit.  Analysiere und beschrifte immer Dein Atemgas.

101 100 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sicherheit in der Praxis  Sichere Unternehmungen basieren auf gründlichen Tauchgangsplanungen.  Die Durchführung muss eine sichere Aufstiegs- bzw. Dekompressionsplattform beinhalten.  Planung und Kompatibilität im Team steigern die taucherischen Möglichkeiten.  Ein zuversichtlicher, selbstsicherer Taucher und ein verantwortungsvoller Partner zu sein ist für das Technical Diving wesentlich. Zusammenfassung

102 101 Copyright © IANTD/IAND, Inc Die 10 häufigsten Ursachen für Unfälle beim Technical Diving

103 102 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Ausbildung und Training  Ausbildungsstand  Kombination aus Theoriekenntnissen und Praxis  Es muss so lange geübt werden, bis Handlungen reflexartig erfolgen.  Beeinflusst das Verhalten positiv  Der Mangel an Übung trägt hauptsächlich zu Tauchunfällen bei.  Der Kursteilnehmer muss engagiert und lernwillig sein. „Wenn der Schüler dazu bereit ist, wird sich der Meister in ihm zeigen.“„Wenn der Schüler dazu bereit ist, wird sich der Meister in ihm zeigen.“

104 103 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Orientierungslosigkeit  Verlust der Orientierung  In Höhlen – nicht einer durchgehenden Führungsleine gefolgt  In Wracks – keine Führungsleine verwendet oder nicht absolut mit den Örtlichkeiten vertraut  Im offenen Wasser – keine Referenz genommen  Die Möglichkeit sich zu verirren stellt eine Bedrohung dar; die Dekompressionsflaschen nicht wieder finden zu können kann ebenso bedrohlich sein.  An der Oberfläche weit abgekommen

105 104 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Atemgasplanung  Wende bei allen Technischen Tauchgängen die Drittel-Regel an.  Überprüfe die verfügbaren Gasvorräte, wenn verschieden große Flaschen verwendet werden; passe sie gegebenenfalls an.  Verfüge über genügend Selbstdisziplin, um in Stresssituationen normal weiter zu atmen. Niemand ist wegen zu großer Gasreserven gestorben

106 105 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Physiologische Grenzen überschreiten  Bleibe innerhalb akzeptabler Sauerstoff-Grenzwerte.  Bleibe innerhalb sicherer Tiefen hinsichtlich der Stickstoffnarkose.  Atme richtig, um den Aufbau von Kohlendioxid zu begrenzen.  Verwende für Tiefen jenseits von 61 msw (200 fsw) Trimix – bei "Overhead"-Tauchumgebungen wird Trimix bereits ab 48 msw (160 fsw) empfohlen.  Dekompression ist keine exakte Wissenschaft – bleibe konservativ. “Akzeptiere ein kalkuliertes Risiko. Das ist etwas völlig anderes als tollkühn zu sein.“ – George Patton

107 106 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Risiko/Nutzen-Faktoren missachten  Bestimme die Risiken eines jeden Tauchgangs.  Distanz, Tiefe, Schwierigkeit, Ausrüstung, Abhängigkeiten, Tauchpartner etc.  Kläre das Verhältnis von Risiken und Nutzen für den Tauchgang.  Weiche nicht von Deiner aufrechten inneren Überzeugung ab.  Kenne den Bereich, in dem Du Dich wohlfühlst. Nur ein Dummkopf kann meinen, dass das Tauchen frei von Risiken sei.

108 107 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Sich aufgeben  So unwahrscheinlich es klingen mag, häufig sterben Taucher, weil sie sich selbst ganz einfach aufgeben.  Berichte über Taucher, die letzte Grüße an ihre Lieben schrieben, bestätigen dies. In einigen Fällen hätte der Taucher gewiss überlebt, wenn er die Energie, die zum Schreiben des Abschiedsbriefes nötig war, in weitere Überlebensversuche gesteckt hätte.In einigen Fällen hätte der Taucher gewiss überlebt, wenn er die Energie, die zum Schreiben des Abschiedsbriefes nötig war, in weitere Überlebensversuche gesteckt hätte.  Sich aufgeben ist eine der Möglichkeiten auf Stress zu reagieren.  Beziehe Überlebenstraining in Deine Routine-Übungen mit ein – erlerne es, nicht aufzugeben. Mach‘ es für Dich klar – sag „ja“ zum Überleben und „nein“ zum Aufgeben

109 108 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Ungeeignete Ausrüstung bzw. Konfiguration  Das richtige Teil für die richtige Aufgabe  Redundanz bei den lebenswichtigen Ausrüstungsgegenständen  Entferne alles Überflüssige  Verfüge über eine sichere Ausrüstungskonfiguration  Eine schlechte Anordnung der Ausrüstung kann zum hängen bleiben oder zu Fehlfunktionen führen. Bestimme die nötigen Ausrüstungsgegenstände sowie die beste Art, diese hinsichtlich Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bequemlichkeit zu konfigurieren

110 109 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Auswahl der Tauchpartner  Ein Team von Tauchern ist stärker als ein Individuum.  Ein Tauchteam arbeitet als Einheit.  Ein Tauchteam schützt sich selbst und hält das Team intakt – alle Taucher müssen die Eigenschaften eines Teammitglieds besitzen.  Wähle die Teammitglieder so aus, als würde Dein Leben von ihnen abhängen, da es in der Tat so ist.  Respektiere sowohl Fähigkeiten als auch Grenzen der einzelnen Gruppenmitglieder. Lasse Dich nicht zu Dingen jenseits Deiner Möglichkeiten drängen, dränge auch Du niemand anderen.

111 110 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Kontrolle von Stress  Stress ist bei den meisten Unfällen eine der Ursachen.  Im Regelfall ist es die subjektive Wahrnehmung eines Ereignisses, die zuerst das Verhalten nachteilig verändert und schließlich zu dem Unfall führt.  Spezielle Übungen zum Umgang mit Stress, eine absolute Vertrautheit mit der Tauchumgebung und das häufige Üben von Notfallmaßnahmen sind der beste Weg zur Kontrolle von Stress.

112 111 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Eigenes Training / Aufrechterhalten der Fähigkeiten  Der Kreis schließt sich: Sicherheit beginnt und endet mit dem eigenen Trainingsstand.  Das eigene Training und das Aufrechterhalten der Fähigkeiten sind mindestens so wertvoll wie die Übungen in der eigentlichen Ausbildung.  „Wende es an, oder Du wirst es verlernen“ – dieser Spruch gilt für Tauchfertigkeiten genau so wie für alles andere im Leben.  Verabrede Dich regelmäßig mit Deinen Tauchpartnern zu Übungen von Tauchfertigkeiten. Übung macht den Meister

113 112 Copyright © IANTD/IAND, Inc Unfälle Zusammenfassung  Unfälle sind oftmals vorhersehbar.  Die wichtigsten Maßnahmen gegen Unfälle sind formelle Ausbildung und selbst durchgeführte Übungen.  Das Aufgeben ist in Problemsituationen die einzige unverzeihliche Sünde.  Bleibe immer in Deinen wahren physiologischen Grenzen.

114 113 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Atmens Atmens Ein Überblick über Physiologie, Philosophie und Techniken des Atmens, die die Grundlage für ein Tauchen mit mehr Sicherheit darstellen. Die Kunst des

115 114 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Warum atmen wir?  Wir atmen, einfach gesagt, um am Leben zu bleiben.  Die Bedeutung richtigen Atmens wird von den meisten Tauchern weit unterschätzt.  In der westlichen Welt versteht man unter Atmung meist nur "Einatmen – Ausatmen".  In der östlichen Hemisphäre wird weit mehr Wert auf die richtige Atemtechnik gelegt.  Diese höhere Bewertung der Atemtechnik sollten die Technical Diver übernehmen.

116 115 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Die Wertung des Ostens  Der Atem wird als Summe aller Energien im Körper betrachtet.  Richtiges Atmen bedeutet deshalb, die Energieströme im Körper unter Kontrolle zu haben.  Um richtig atmen zu können, müssen wir sowohl die physiologischen Grundlagen als auch die Atemtechnik verstehen.

117 116 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Atmung ist ein natürlicher Vorgang  Sicherheit  Gesundheit  Effizienten Gasaustausch  Prävention/Beseitigung von Stress  Kontrolle von Emotionen  Effiziente Nutzung des Atemgasvorrats Richtige Atemtechniken sind wesentlich für

118 117 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Richtiges Atmen als Philosophie (I)  Die Kunst des Atmens  In der östlichen Hemisphäre bedeutet dies, dem Selbst Energie zuzuführen.  Ohne Atmung gibt es keine lebensnotwendige Energie.  Wer die Atmung unter Kontrolle hat, kontrolliert den Geist und damit alle Energie.  Kontrolle wird durch Atemübungen und durch Meditation erreicht.

119 118 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Richtiges Atmen als Philosophie (II)  Das ANS oder VNS (Autonomes oder Vegetatives Nervensystem) wird durch richtiges Atmen kontrolliert – dies wird im Osten wie im Westen so gesehen.  Richtiges Atmen mindert bzw. blockiert die Reaktion des ANS auf Angst, Stress, Schmerz und Bedrohung.  Richtige Atmung ermöglicht kontrolliertes Denken.

120 119 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Philosophie und Energiefluss - Die Kunst, die Atmung einzusetzen  Religionen erkennen eine innere Energie an.  Wird als Seele, spiritueller Körper etc. bezeichnet  Besitzt eine eigene Gestalt und Physiologie  Verlässt beim biologischen Tod den physischen Körper  Wissenschaftler bewiesen mit Hilfe der Kirlian- Fotografie das Verschwinden dieser Energie innerhalb 24 Stunden nach dem biologischen Tod.  Der spirituelle Körper besteht aus tausenden von Energiezentren, die als Nadir bezeichnet werden.

121 120 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieEnergiezentren  Die Nadir sind in den östlichen Philosophien seit tausenden von Jahren bekannt / die Plexus (Nerven-/Gefäßgeflecht) wurden erst kürzlich in der westlichen Physiologie entdeckt.  Die Knotenpunkte, wo sich die wesentlichen Nadir kreuzen, sind Zentren hoher Energiekonzentration und als Chakras bekannt.  Es gibt sieben wesentliche Chakras.  Sie werden durch Atemübungen und Meditation mit Energie aufgeladen.  Die Plexus und Chakras befinden sich an den selben Stellen und haben die gleichen Funktionen (die einen im physischen Körper, die anderen im spirituellen).

122 121 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Plexus / Chakras  Die Meditation verwendet Konzentration, um diese Energiezentren aufzuladen.  Physischer und spiritueller Körper können zusammen als Lebens- und Energiesystem angesehen werden.  Mit bewusster, richtiger Atmung laden wir die Zentren auf und lernen, diese, und damit auch das ANS, zu kontrollieren.  Die Art wie wir atmen ist eine Angewohnheit, die sich mit Übungen verändern lässt. Durch Atemübungen und Meditation können wir so das ANS/VNS kontrollieren lernen.

123 122 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieEnergiefluss  Kontrollierte Atmung bedeutet  Die Richtung und den Gasfluss der Atmung bestimmen zu können  Kontrolle über Plexus / Chakras  Damit auch Kontrolle über das ANS/VNS; dies ist der erste Schritt zur mentalen Kontrolle.  Einen Beitrag zur Verhinderung von falschen Reaktionen auf Stress

124 123 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Drei physiologische Systeme  Nervensystem  Kreislaufsystem  Atemsystem müssen verstanden werden, um richtiges Atmen erlernen zu können:

125 124 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Das Nervensystem  Das Zentrale Nervensystem (ZNS) gibt Steuerungsbefehle aus. -es besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark  Das Periphere Nervensystem (PNS) trägt die Steuerungsbefehle des ZNS weiter. -es besteht aus den parallelen Hirn- und Spinalnerven  Das Autonome oder auch Vegetative Nervensystem (ANS/VNS) steuert die inneren Organfunktionen im Körper. -aufgeteilt in sympathisches und parasympathisches System

126 125 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Das ZNS steuert:  Bewusstsein  Mentale Aktivität  Bewegungsapparat -Es ist mit einem Computer darin vergleichbar, als dass es ebenfalls Funktionen steuert.  Wie auch ein Computer arbeitet es auf der Grundlage eines Denkmodells: -Nützliche Informationen herein – nützliche Informationen heraus -Unnütze Informationen herein – unnütze Informationen heraus

127 126 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Das PNS  besteht aus 12 Paaren von Hirnnerven und 31 Paaren von Spinalnerven (Wirbelsäulenbereich).  Seine Funktion besteht aus der Weiterleitung von Informationen zu den Nervenenden.  Afferente Neuronen (sensorische Nervenfasern) senden Informationen u.a. von Armen und Beinen zurück ans ZNS.  Es arbeitet somit als biologisches Rückkopplungs-Netzwerk.

128 127 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Das VNS  Steuert Körperfunktionen, die nicht dem Willen unterworfen sind: SekretausscheidungenSekretausscheidungen AtemfunktionAtemfunktion HerzfrequenzHerzfrequenz EmotionenEmotionen KörpertemperaturKörpertemperatur Allgemein die Organfunktionen und das innere Milieu des KörpersAllgemein die Organfunktionen und das innere Milieu des Körpers Die Atmung kann kontrolliert werden, indem man lernt, einige Funktionen des VNS willentlich zu übernehmen.

129 128 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Untersysteme des VNS  Das periphere VNS besteht aus zwei anatomisch und funktionell getrennten Subsystemen:  Sympathikus – erhöht u.a. die Herzfrequenz  Parasympathikus – senkt u.a. die Herzfrequenz Die Interaktion beider Subsysteme reguliert sowohl Aktivität als auch normale Funktion des Herzens.

130 129 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieAtmung  Nase  Mund  Trachea (Luftröhre) Verbrauch von O 2 und Produktion von CO 2 ; die Atmung sorgt für den Austausch beider Gase  Bronchien  Bronchiolen  Alveolen Die Atemwege bestehen aus Das Steuerungszentrum für die Atmung befindet sich im Autonomen oder auch Vegetativen Nervensystem (ANS/VNS)

131 130 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieAtmung  Diaphragma (Zwerchfell)  Zwischenrippenmuskeln  große Brustmuskeln (schlechte Angewohnheit) Verwendete Muskelpartien:

132 131 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Was steuert die Atmung?  Nervenimpulse bewirken eine Muskelkontraktion, die sich gegen die von der Elastischen Spannung der Lunge erzeugte Kraft durchsetzt; das Einatmen erfolgt. Inspiration - Stimulation durch pCO 2 und pO 2 Exspiration  Dehnungssensoren erfassen den Grad der Streckung; mit der Muskelanspannung werden gleichzeitig hemmende Nervenimpulse erzeugt.  Die Elastische Spannung zieht die Lunge auf ihr Ruhevolumen zurück; die Ausatmung erfolgt.

133 132 Copyright © IANTD/IAND, Inc Erschlaffung der Atemmuskulatur EinatemzentrumAtemzentrumAusatemzentrumEinatemzentrumAtemzentrumAusatemzentrum erschlafft Dehnungsre- zeptoren in der Atemmuskulaturangespannthoch pCO 2 niedrigniedrig pO 2 hoch Kontraktion der Atemmuskulatur Hemmung Anregung cc Physiologie Was steuert die Atmung?

134 133 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieNasenatmung  Atmung geschieht normalerweise durch die Nase – die Atmung beim Tauchen verläuft durch den Mund (außer bei Vollgesichtsmaske).  Die Nase hat, verglichen mit dem Mund einen größe- ren Atemwiderstand (bis zu 150% mehr Atemarbeit).  Die Nase hat mehr als 30 Funktionen, u.a.:  Filterung  Anfeuchtung des Atemgases (gegen Austrocknung)  Lenkung des Gasflusses  Belüftung der Nebenhöhlen  Aufwärmung und Prüfung des Atemgases

135 134 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieNasenform  Die Ausbildung der Nasenform wurde in der frühen Menschheitsgeschichte unter anderem von Umweltfaktoren beeinflusst.  Lange Nasen kommen eher in trockenen, kalten und oftmals höher gelegenen Klimazonen vor.  Abgeflachte, breitere Nasen sind eher in feuchten, tropischen Regionen entstanden.

136 135 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Aufbau der Lunge  Die wesentlichen Strukturen der Lunge sind die Alveolen.  Es gibt 5 Lungenlappen, 3 in der rechten Lungenhälfte, 2 in der linken.  Die Oberfläche aller Alveolen zusammengenommen würde die Hälfte eines Tennisplatzes bedecken.  Die Atemwege, die Lunge und Rachenraum miteinander verbinden, sind mit Flimmer- zellen (Flimmerepithel mit Flimmerhaaren) ausgekleidet.

137 136 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieFlimmerzellen  Verhindern, dass Schmutz und Schadstoffe in die Lunge eindringen  Unterstützen die Entsorgung von Schleim  Rauch zerstört die Flimmerzellen  Eine einzige Zigarette bringt die Tätigkeit der Flimmerzellen etwa 20 Minuten lang zum Erliegen.

138 137 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Faktoren, die die Atmung beeinflussen  Gasflussmenge  Dichte des Atemgases  Gesundheitszustand des Atmungssystems  Effektivität der Atmung  Beschaffenheit der Ausrüstung  Viskosität des Atemgases

139 138 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Die Effektivität der Atmung  Das absolute Volumen oder die Länge eines Atemzuges bestimmen nicht allein die Effektivität der Atmung.  Ein kurzer, schneller Atemzug vollzieht den kompletten Atemzyklus, allerdings ohne ausreichende Durchlüftung der Alveolen. -Ein Beispiel hierfür wäre die Hyperventilation  Ein langsamer, tiefer Atemzug vollzieht den gleichen Zyklus; jedoch mit ausreichender Durchlüftung der Alveolen.  Die Art wie man atmet, stellt eine Angewohnheit dar.  Richtig zu atmen kann also bedeuten, die gewohnte Art zu atmen komplett ändern zu müssen.

140 139 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Weitere Atemreize (I)  Emotional:  Furcht, Angst  Beklemmung  Stress  Ärger  Aufregung (usw.)  Die oben genannten Atemreize bewirken, wenn sie nicht unter Kontrolle gebracht werden, ein erhöhtes AMV und vermehrte Muskelanstrengung.

141 140 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Weitere Atemreize (II)  Anstrengung:  Erfordert mehr Muskelarbeit  Setzt neuro-chemische Stimulanzien frei Bei Tauchern, die sich der Atemfunktionen nicht bewusst sind, führt Anstrengung zu einer erhöhten Atemfrequenz.Bei Tauchern, die sich der Atemfunktionen nicht bewusst sind, führt Anstrengung zu einer erhöhten Atemfrequenz.  Konzentration:  Führt bei Tauchern, die sich der Atmung nicht bewusst sind, zum Atem anhalten

142 141 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Gasfluss in den Atemwegen  Unverwirbelter (laminarer) oder turbulenter Gasfluss  Wird in erster Linie von der Atemfrequenz bestimmt  Toträume in den Atemwegen:  Physiologisch bedingt  Durch die Ausrüstung bedingt

143 142 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Atemarbeit  Der Atemwiderstand wird bestimmt durch:  Gasdurchflussmenge  Dichte des Atemgases  Gesundheitszustand des Atemsystems  Effektivität der Atmung  Beschaffenheit der Ausrüstung  Viskosität des Atemgases

144 143 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieAtmungstypen  Bauch- oder Zwerchfellatmung (Zwerchfell = Diaphragma), effektivere Form der Atmung, eher in der östlichen Hemisphäre verbreitet  Kostal-, Thorakal- oder Brustatmung (u.a. mit der Rippenmuskulatur), ineffektivere Form der Atmung, eher in der westlichen Hemisphäre verbreitet Nach den verwendeten Muskelpartien unterschiedene Atmungsformen:

145 144 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieAtemmuster  Eine langsame, tiefe Zwerchfellatmung ist am effektivsten; die unteren, größeren Lungenbereiche werden optimal durchflutet.  Brustatmung ist bei weitem nicht so effektiv.  Sparatmung ("skip breathing") ist gefährlich und führt zu übermäßigem Rückbehalt von CO 2.

146 145 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Gefahrvolle Atempraktiken  Nicht Ausatmen bzw. Atem anhalten  Schnelles, flaches Atmen  Schnelles Einatmen, langsames Ausatmen  Langsames Einatmen, schnelles Ausatmen  Wahlloses, unregelmäßiges Atmen  Sparatmung Warnung: Warnung: Alle genannten Unsitten können zu Tauchunfällen führen!

147 146 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Sichere Atempraktiken  Der Verlauf richtigen Atmens ist einer Sinuskurve ähnlich:  Langsames, kontinuierliches Einatmen  Am Scheitelpunkt maximal 3 Sekunden Pause  Langsames, kontinuierliches Ausatmen  Keine Pause, bzw. maximal 3 Sekunden

148 147 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Atmung / Physiologische Vorgänge  Extern:  Atmung  Gasaustausch in den Lungen  Intern:  Gastransport  Gasaustausch mit der Gewebeflüssigkeit  Gasaustausch auf Zellebene  Stoffwechsel

149 148 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Externe Atmungsvorgänge  Die Atmung erfolgt aufgrund von Stimulationsreizen und Muskelaktivität.  Der Gasaustausch auf Alveolarebene geschieht mittels Diffusion zwischen Alveolen und Lungenkapillaren.  Die größte Blutmenge befindet sich im unteren Drittel der Lungenflügel.  Intakte Alveolen sind wesentlich für einen effizienten Gasaustausch. -Rauchen verursacht Löcher in den Alveolarwänden, so dass diese kollabieren können. Die Diffusionsfläche wird hierdurch verkleinert; der Gasaustausch wird vermindert, und es entstehen "Schwachstellen" im Lungengewebe. Alle Raucher haben ein mehr oder weniger umfangreiches Lungenemphysem

150 149 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Weitere Beeinträchtigungen mit Bedeutung für den Taucher  Gewebeschwellungen und andere Obstruktionen in den Atemwegen:  Vermindern die Effektivität der Atmung  Entstehen u.a. durch Reizung / Schleimbildung (Rauchen), Vernarbung (nach Entzündung)  Bedeuten eine erhöhte Anfälligkeit für Lungen-Überdruckunfälle

151 150 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Atemübung #1  Lege Dich zuerst flach hin, lege eine Hand auf den Magen und die andere auf die Brust. Atme so, dass sich nur das Zwerchfell bewegt und nicht die Brust.  Stelle Dich dann hin und wiederhole die Übung.  Wiederhole die Atemübung danach auch, während Du gehst.

152 151 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Atemübung #2  Stelle Dich aufrecht hin, mit den Füßen etwas weiter aus- einander, als Deine Schulter breit ist. Atme aus, konzen- triere Dich dabei auf die Entspannung beim Ausatmen. Atme danach 6 – 8 Sekunden lang ein, dann 6 – 8 Sekunden lang aus, usw.; mache an den Endpunkten nicht länger als 3 Sekunden Pause und achte darauf, dass Du den Kehldeckel in diesen Momenten nicht verschließt (Du würdest dann ein "g" oder "k" im Hals spüren).  Wiederhole das Atemmuster im Gehen.  Wende das Atemmuster beim Tauchen an.  Atemkontrolle ist für Überlebensübungen unverzichtbar. - Alle Kursteilnehmer führen an dieser Stelle beide Atemübungen durch durch -

153 152 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Atmung / Zusammenfassung  Die Physiologie der Atmung zu verstehen ist der erste Schritt zum sicheren Tauchen.  Kontrolle über die Atmung zu erlangen bedeutet auch den ersten Schritt zur Kontrolle über die eigene Gesundheit und die Körperfunktionen.  Die Atmung zu steuern ist der Schlüssel zu mentaler Kontrolle, zur Kontrolle von Stress und schließlich zum Überleben.  Atme richtig und entdecke Dein wahres Wesen.

154 153 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Das Herz-Kreislaufsystem  Herz  Arterien  Venen  Kapillargefäßen in den Körpergeweben  Lungenkapillaren Ein geschlossenes System, bestehend aus:

155 154 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Mechanismen des Kreislaufsystems  Der Blutdruck treibt das Blut durch das System.  Der Blutdruck wird bestimmt durch -(Strömungs-)Widerstände -Erfordernisse des Körpers  Der Blutdruck wird vom Karotissinus-Nerv reguliert.  Hämoglobin (Hb): Transportmedium für O 2 /CO 2  Blutplättchen bilden Verklumpungen – dies kann Gasbläschen anziehen.  Plasma und Serum – machen die Blutmenge aus; diese wird durch Dehydratation reduziert.

156 155 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Zwei Teilsysteme – großer und kleiner (Lungen-)Kreislauf  Zentrale Aufgaben sind der Gastransport und die Aufrechterhaltung der körperlichen Gesundheit durch die Blutchemie.  Der kleine Kreislauf sorgt für die Durchblutung der Lungen.  Der große (Körper-)Kreislauf versorgt alle übrigen Gewebe.

157 156 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieHerz-Kreislauf-System  Es versorgt die Gewebe mit Sauerstoff.  Die Gesundheit des Menschen hängt direkt vom Kreislauf ab.  Alles, was die Kreislauffunktion verändert, wirkt sich auf die Gesundheit des Menschen aus. -Gasblasen, Krankheiten usw. -Kann die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen beeinträchtigen  Ausgewogene Ernährung, ggf. ergänzt durch Zusätze; Sport und Bewegung

158 157 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Arteriosklerose - Verhärten der Arterien  Als Ursachen werden u.a. die vermehrte Bildung von Freien Radikalen und Ablagerungen an den Gefäßwänden gesehen.  Beeinträchtigt die Blutzirkulation, das Herz muss härter arbeiten. Reduzierte Blutzirkulation bedeutet schlechtere Sauerstoff-Versorgung der Gewebe.Reduzierte Blutzirkulation bedeutet schlechtere Sauerstoff-Versorgung der Gewebe.  Auf Sauerstoffmangel reagieren am empfindlichsten:  Herz  Beine  Gehirn

159 158 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Freie Radikale - R eactive O xygen S pecies (I)  Kurzlebige, aggressive Moleküle, erzeugt durch: StoffwechselStoffwechsel ErnährungErnährung BewegungsmangelBewegungsmangel Erhöhte Sauerstoff-PartialdrückeErhöhte Sauerstoff-Partialdrücke Ernährung  Zu vermeidende Nahrungsmittel: Gebratenes / FritiertesGebratenes / Fritiertes Gekochte FetteGekochte Fette Gekochtes CholesterinGekochtes Cholesterin  Alkohol und Rauchen vermeiden

160 159 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Freie Radikale (II)  Superoxid-Radikal und Peroxid-Anion haben beispielsweise 1 bzw. 2 überschüssige Elektronen mit offenen kovalenten Bindungen (Atombindungen). Diese greifen jegliche im System vorhandene Doppelbindung an, wie z.B. in Fettsäuren oder in intrazellulären Membranen.Diese greifen jegliche im System vorhandene Doppelbindung an, wie z.B. in Fettsäuren oder in intrazellulären Membranen. Wenn Freie Radikale einmal eine Minimalverletzung verursacht haben, bilden sich an dieser Stelle Ablagerungen, die sich mit Cholesterol anreichern; so ist der Anfang für eine weitere Krankheitsentwicklung gemacht.Wenn Freie Radikale einmal eine Minimalverletzung verursacht haben, bilden sich an dieser Stelle Ablagerungen, die sich mit Cholesterol anreichern; so ist der Anfang für eine weitere Krankheitsentwicklung gemacht.

161 160 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Freie Radikale und Erkrankung  Wenn Fett und Cholesterol kombiniert werden (insbesondere, wenn das Cholesterol Luft und Hitze ausgesetzt war, wie z.B. bei gekochtem rotem Fleisch) bilden sich Cholesterol-Oxide, die sich wie Freie Radikale verhalten und das Arteriengewebe angreifen.  HDL (Lipoprotein-Komplexe mit hoher Dichte – high density lipoproteins) führen überschüssiges Cholesterol zur Leber zurück, damit dieses dort verstoffwechselt werden kann.

162 161 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Wirkungen fettreicher Nahrung (I)  Kurzfristige Veränderungen im Kreislauf  Blutzellen im Kreislaufsystem sind normalerweise frei beweglich; dies ermöglicht ihnen den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen sowie die Entsorgung von Abfallprodukten und CO 2.  Innerhalb einer Stunde nach der Nahrungs- aufnahme beginnen die Blutzellen zu verklumpen – dies ist als Sludge-Phänomen (Verschlammung) bekannt und verlangsamt die Kreislauffunktion.

163 162 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Wirkungen fettreicher Nahrung (II) (Kurzfristige Veränderungen im Kreislauf, Forts.)  Dieses Phänomen kann innerhalb von 6 Stunden so gravierend werden, dass die Zirkulation in den feinsten Gefäßen zum Erliegen kommt.  Wirkung ist in jedem Fall eine verminderte Sauerstoffversorgung der Gewebe einhergehend mit einer verringerten Entsorgung von CO 2.

164 163 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Risiken für den Kreislauf durch Fett  Das Verhärten der Arterien kann den Gastransport reduzieren.  Eine "Verschlammung" durch fettreiche Nahrung reduziert den Gastransport, sie ist auch eine Nebenwirkung der DCI.  Wenn sich eine Gasblase bildet, werden diese Faktoren eine DCI begünstigen.  Diese Wirkungen auf das Kreislaufsystem führen zu vermehrtem Rückbehalt von CO2 und machen uns deshalb anfälliger für Sauerstoffintoleranz, DCI, HPNS und Veränderungen des Blut-pH. Vermeide als Taucher fettreiche Nahrung; sorge für eine ausgewogene Ernährung, um die Entstehung von Freien Radikalen zu vermeiden.

165 164 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie " Gute " Fettkategorien  Omega-3-Fettsäuren sind wertvoll für  "Schmierung" des Systems  Ausdauerleistungen wie langes Schwimmen  Cis-Fettsäuren sind wichtig für  Sehkraft  Nervenfunktion  Koordination  Gedächtnis  Vitalfunktionen

166 165 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie " Schlechte " Fettkategorien  Omega-6-Fettsäuren wirken nachteilig, wenn ihr Verhältnis zu Omega-3-Fettsäuren größer als 5:1 ist.  Trans-Fettsäuren tragen zu Krankheiten bei:  Blockieren die Produktion intakter Zellen  Machen Gewebe zugänglich für Viren  Verursachen ein Anschwellen von Mitochondrien  Vermehren das Cholesterol im Blut um 15%, die Triglyceride um 47%.  Cis-Fettsäuren und Antioxidantien können die Wirkungen von trans-Fettsäuren und Freien Radikalen neutralisieren.  Sie vermehren gutartiges Cholesterol (HDL)

167 166 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie PhysiologieZucker  Zucker wird benötigt, um den allgemeinen Energiebedarf zu decken.  Die Zuckeraufnahme aus Kohlenhydraten ist empfehlenswert, Produkte mit raffiniertem Zucker sind dagegen zu vermeiden.  Warme Muskeln verbrennen Fette und Zucker aus Kohlenhydraten.  Bei schlagartigen Anstrengungen von nicht aufgewärmten Muskeln werden eher nur Zuckerstoffe verbrannt.  Wärme Deine Muskeln daher vor dem Tauchen mit leichten Übungen auf; bewege Dich auch während langer Deko-Stopps auf ähnliche Weise.

168 167 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Übermäßige Zuckerzufuhr Übermäßige Zuckerzufuhr  Bei übermäßiger Zuckerzufuhr produziert der Körper vermehrt Insulin.  Chrom spielt eine komplexe Rolle in der Biochemie des Körpers – es befördert Zucker aus dem Blut in die Zellen.  Mit dem Ansteigen des Insulinspiegels sinkt hingegen der Chromspiegel.  In Gesellschaften mit geringer Chromaufnahme durch die Nahrung gibt es vermehrt Arteriosklerose (z.B. USA)  Dies bedeutet, dass das Insulin nicht ordnungsgemäß arbeitet und dass Blutfette nicht optimal ausgewaschen werden können.

169 168 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Zucker, Fett und Kreislauf  Zuviel Zucker  Schwächt das Immunsystem  Wirkt nachteilig auf das Herz  Reduziert die weißen Blutkörperchen  Vermeide Süßes, wenn Du krank wirst.  Die Kombination von Fett und Zucker richtet am meisten Schaden im Kreislaufsystem an.  Ballaststoffe gelten als hervorragendes Mittel zur Reinigung des Kreislaufsystem und des ganzen Körpers.

170 169 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Rauchen und seine Bedeutung für Gesundheit und Tauchsicherheit (I)  Reizung, vermehrte Schleimbildung  Beeinträchtigung der Sauerstoffaufnahme  Erhöhte Atemfrequenz  Erhöhte Atemarbeit  CO wird vom Blut gebunden und transportiert.  Die Sauerstoff-Transportkapazität des Hämoglobins ist bei einem Raucher bis zu 15% mit CO blockiert.  Das Herz muss bei einem Raucher mehr leisten.  Die Herzfrequenz wird durch Rauchen erhöht.

171 170 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Rauchen und seine Bedeutung für Gesundheit und Tauchsicherheit (II)  Wirkt vasokonstriktiv (gefäßverengend)  Erhöht den Blutdruck  Verursacht ein Absinken der Körpertemperatur  Verursacht Schleimpfropfen in den Atemwegen, die die Anfälligkeit für AGE bzw. alle Formen von DCI erhöhen können  Erzeugt Hohlräume in den Lungen (Lungenemphysem)  Reduziert den Gasaustausch im Alveolarbereich

172 171 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Taucher müssen Sport treiben (I) Taucher müssen Sport treiben (I)  Sport erzeugt leistungsfähige, gesunde Lungen.  Sport erhöht die maximale Sauerstoffmenge, die aus dem Blut für den Stoffwechsel gewonnen werden kann (VO 2 max ). Sauerstoff wird effizienter verwendet.Sauerstoff wird effizienter verwendet. Dies erlaubt dem trainierten Taucher, sich mehr anzustrengen, ohne das AMV wesentlich zu erhöhen.Dies erlaubt dem trainierten Taucher, sich mehr anzustrengen, ohne das AMV wesentlich zu erhöhen. Diese Entwicklung wird durch aerobes Training erreicht; je intensiver, desto höher fällt der Wert für das VO 2 max aus.Diese Entwicklung wird durch aerobes Training erreicht; je intensiver, desto höher fällt der Wert für das VO 2 max aus.  Sport veranlasst die Leber, mehr Glykogen zu produzieren.  Sport reguliert die Insulin- und Glukosewerte im Blut.

173 172 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Taucher müssen Sport treiben (II) Taucher müssen Sport treiben (II)  Das Kreislaufsystem bildet mehr Kapillargefäße  Herz und Lunge liefern mehr Sauerstoff.  Die Menge gering dichter Lipoproteine (LDL) sinkt, die Menge nützlicher, hoch dichter Lipoproteine (HDL) steigt.  Die Mitochondrien in den Zellen wachsen und produzieren mehr ATP (Energieträger).  Der Körper verbrennt mehr Fett.

174 173 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Vorteile eines hohen VO 2 max (I) Vorteile eines hohen VO 2 max (I)  Niedrigerer Blutdruck  Bessere Regulierung der Herztätigkeit  Stärkere Bänder und Sehnen  Dickere Knorpelschichten  Größere, stärkere Muskeln  Größeres Blutvolumen  Vermehrte Hämoglobinmenge  Weniger Körperfett

175 174 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Vorteile eines hohen VO 2 max (II) Vorteile eines hohen VO 2 max (II)  Dichtere Knochen  Effizientere Lungen  Das Herz pumpt mehr Blut pro Herzschlag.  Es wird mehr Sauerstoff für den Stoffwechsel aus dem Blut gelöst.  Mehr Kapillargefäße  Niedrigerer Puls Für den Technical Diver Diver ist Sport ein Muss!

176 175 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Sport und Kreislauf (I) Sport und Kreislauf (I)  Sport senkt nachweislich die Wahrscheinlichkeit von Herzerkrankungen.  Sport senkt den Cholesterolspiegel im Blut.  Sport fördert die kollaterale Durchblutung.  Dadurch nimmt die verfügbare Blutmenge zu.  Dies kann bei der Dekompression von Vorteil sein. Wenn Du tauchen willst, halte Dich fit – dies ist ein entscheidender Faktor für Deine Tauchsicherheit

177 176 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Sport und Kreislauf (II) Sport und Kreislauf (II)  Sport setzt HDL-Cholesterol frei.  Aerobe Übungen sind zu favorisieren.  3 x pro Woche 20 Minuten sind das Minimum.  Ideal ist eine Stunde pro Tag.  Joggen im freien Gelände ist optimal, da es nicht so schnell langweilig wird.  Ideale Pulsfrequenz: 220 – Alter (am Anfang des Trainings jedoch nur 60-70% dieses Wertes) Wenn Du erst einmal richtig fit geworden bist, solltest Du versuchen, 80% des Idealwertes (oder mehr) aufrecht zu erhalten.

178 177 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie Physiologie Kreislauf / Zusammenfassung  Das Herz-Kreislauf-System ist für die gesamte Gesundheit ausschlaggebend.  Die einwandfreie Funktion des Kreislaufsystems ist abhängig von  Ernährung  Sport und Bewegung  Ein intaktes Herz-Kreislauf-System sorgt für eine bessere Gesundheit des gesamten Körpers.  Ein gesundes Kreislaufsystem senkt das Risiko von tauchbedingten Erkrankungen.

179 178 Copyright © IANTD/IAND, Inc Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving Zuviel oder zu wenig einer guten Sache?

180 179 Copyright © IANTD/IAND, Inc ZNS Sauerstoffintoleranz  Einer der ausschlaggebenden Faktoren im Technical Diving  Die für das Technical Diving geltenden Sauerstoff-Grenzwerte sollten strikt eingehalten werden.  ZNS Sauerstoffintoleranz ist ein ernsteres Problem als Narkose. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

181 180 Copyright © IANTD/IAND, Inc O 2 – Anwendung und Missbrauch  Das Atemgas muss so ausgelegt werden, dass es optimal für die Dekompression geeignet ist, aber auch die Sauerstoffintoleranz vermeidet.  Bei Technischen Tauchgängen darf die MOD (hier: Maximum Obtainable Depth – maximal erreichbare Tiefe) einen PO 2 von 1,5 Bar nicht überschreiten.  Die TOD (Target Operating Depth – Zieltiefe) sollte einen PO2 von 1,4 Bar nicht überschreiten.  Bei der Dekompression soll der PO 2 1,6 Bar nicht überschreiten; dieser Wert ist auch nur für den tiefsten Stopp zu empfehlen. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

182 181 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (I)  Sättigung des Hämoglobin mit Sauerstoff  Die Kapazität des Hämoglobin für den Abtransport von CO 2 sinkt. Dies bewirkt ggf. eine Verschiebung des Blut-pH in Richtung Säure und damit eine erhöhte Anfälligkeit für die Symptome der Sauerstoffintoleranz.  Reizung der Mitochondrien  Die Mitochondrien schwellen an und lassen es in der Zelle enger werden. Dies beeinträchtigt die normale Zell- funktion: Der Stoffwechsel verringert sich, es wird weni- ger gespeicherte Energie produziert (ATP); die normalen biochemischen Elektronen-Transferwege werden beeinträchtigt, es bilden sich mehr Freie Radikale. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

183 182 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (II)  Hemmung von Enzymen und Coenzymen  Enzyme, die Natrium und Kalium durch die Zellmembran transportieren, senken ihre Aktivität.  Erhöhter CO 2 -Spiegel in den Arterien  Dies steigert die Anfälligkeit für Symptome und behindert den weiteren Gastransport.  Anstrengungen unter Hyperoxie lassen den CO 2 -Spiegel weiter ansteigen.  Untrainierte Taucher können u.U. bis zu 50% mehr CO 2 anstauen als trainierte Taucher.  Sinkender Blutdruck Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

184 183 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (III)  Schäden an Zellmembranen  Rote Blutzellen verhärten sich.  Drüsen-, Leber-, Nieren-, Augen- und ZNS- Gewebe werden durch hohe Sauerstoffpartialdrücke angegriffen.  Alle Gewebe von Kopf bis Fuß sind betroffen.  In Fetten oxidieren die ungesättigten Fettsäuren.  Die Sulfhydrylgruppen in den Proteinen oxidieren.  In den Hirngeweben tritt Lipidperoxidation auf (Kettenreaktion v.a. mehrfach ungesättigter Fettsäuren mit Freien Radikalen). Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

185 184 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (IV)  Elektrische Nervenleitung zwischen Muskel und Nervenfaser wird unterbrochen.  Aufgrund von Nebenwirkungen des hohen Sauerstoffpartialdrucks wird die Impuls- übertragung vom Nerv zum Muskelgewebe gestört; dies führt zu einer Hemmung von Enzymen, die für den zellulären Stoffwechsel lebenswichtig sind.  Anoxie durch Gewebeschädigung (Histotoxische Anoxie), der intrazelluläre aerobe Stoffwechsel kommt zum Erliegen. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

186 185 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (V)  GABA – ("gamma aminobutyric acid") Gammaaminobuttersäure oder 4-Aminobutyrat oder  -Aminobutyrat  GABA reguliert die Hirnwellenaktivität; die Impulse werden abgeschwächt. Einige Forschungen ergaben einen direkten Zusammenhang zwischen dem GABA-Spiegel und dem Auftreten von Krampfanfällen: Hoher GABA-Spiegel  widerstandsfähiger gegen Krampfanfälle Niedriger GABA-Spiegel  anfälliger für Krampfanfälle Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

187 186 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (VI)  Freie Radikale  Forscher glauben, dass diese ein wesentlicher Auslöser für Krampfanfälle sind.  Sie entstehen bedingt durch hohe Sauerstoffpartialdrücke im Zusammenwirken mit der Ernährungsweise des Tauchers und seiner körperlichen Gesamtkonstitution.  Freie Radikale sind Moleküle mit ungepaarten Elektronen, die extrem instabil und reaktionsfähig sind. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

188 187 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (VII)  Unter den aus dem Sauerstoff gebildeten Freien Radikalen finden sich u.a.:  Superoxidanion  Hydroxyl-Radikal  Peroxyl-Radikal  Die meisten schädlichen Stoffwechselprodukte entstehen in Bio-Organismen durch das aggressive Superoxid-Radikal.  Insbesondere in den Mitochondrien verursachen die Freien Radikale tief greifende Veränderungen. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

189 188 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (VIII)  Die Zellmembranen der Erythrozyten verhärten sich und verlieren ihre Flexibilität.  Die Sauerstoff-Transportkapazität der roten Blutkörperchen wird dadurch verringert; in der Milz werden die veränderten Erythrozyten ggf. als defekt erkannt und aus dem Kreislauf entfernt.  Dies beeinträchtigt die Sauerstoffversorgung der Zellen zusätzlich, außerdem bilden sich hierdurch immer mehr Freie Radikale; eine Kettenreaktion von Freien Radikalen findet statt.  ANMERKUNG: Leukozyten benötigen das Superoxid-Radikal zur Herstellung von unterchloriger Säure, um ihre Aufgaben ausführen zu können. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

190 189 Copyright © IANTD/IAND, Inc Physiologie des Sauerstoff (IX)  Die Einnahme von Antioxidantien wie Vitamin E, Vitamin C, Provitamin A (  -Carotin) usw. kann präventiv wirken gegen die Anfälligkeit für die (von Freien Radikalen ausgelöste) ZNS-Sauerstoffintoleranz. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

191 190 Copyright © IANTD/IAND, Inc Erhöhtes Risiko  Medikamente / Arzneimittel Medikamente wirken, indem sie in die Biochemie des Körpers eingreifen. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving  Schleimhautabschwellende Mittel, die Pseudoephedrin enthalten (Actifed, Olynth, i.d. USA Sudafed), können die Anfälligkeit eines Tauchers für die ZNS-Sauerstoffintoleranz erhöhen. Die Nebenwirkungen können u.a. Anfälle, Furcht, Sehstörungen sein.  Medikamente gegen Seekrankheit können Nebenwirkungen verursachen, die dem Tauchen entgegen stehen.  Befrage bzgl. der Einnahme von Arzneimitteln vor dem Tauchen immer einen Arzt.

192 191 Copyright © IANTD/IAND, Inc Weitere Faktoren, die das Risiko erhöhen  Beklemmung, Angst  Zu hoher PO 2  Erschöpfung  Schlechte Tauchgangsplanung  Bei der Berechnung der %ZNS nicht alle Etappen des Tauchgangs berücksichtigt Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

193 192 Copyright © IANTD/IAND, Inc Das Risiko senken Das Risiko senken  Überschreite nicht den PO 2 von 1,5 Bar für die MOD und von 1,4 Bar für das Grundgas / Bottom Mix.  Überschreite nicht den PO 2 von 1,6 Bar bei der Dekompression.  Meide Alkohol und Drogen.  Sorge für eine ausgewogene Körpertemperatur.  Sorge für einen ausreichend hydrierten Körper. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

194 193 Copyright © IANTD/IAND, Inc Air Breaks - Luftpausen Air Breaks - Luftpausen  Falls lange Deko-Stopps mit hohen PO 2 geplant werden und dabei 80 %ZNS erreicht werden, sollten Unterbrechungen mit Luftatmung eingelegt werden.  Für jeweils 25 Minuten Dekompression unter Atemgasen mit hohem FO 2 sollte 5 Minuten lang Atmung von Luft (bzw. mit niedrigem PO 2 ) folgen.  Der Air Break zählt nicht als Dekompressionszeit. Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

195 194 Copyright © IANTD/IAND, Inc PO 2 -Grenzwerte für das Technical Diving PO 2 -Grenzwerte für das Technical Diving  max. 1,6 Bar für die Dekompression  max. 1,5 Bar für die MOD  max. 1,4 Bar für die TOD  max. 1,3 Bar für die TOD bei CCR-Geräten (geschlossene Kreislauftauchgeräte) Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving Die Expositionszeiten schränken die genannten Grenzwerte ggf. zusätzlich ein.

196 195 Copyright © IANTD/IAND, Inc Weitere Einschränkungen der PO 2 -Grenzwerte Weitere Einschränkungen der PO 2 -Grenzwerte  Der max. PO 2 des Grundgas-Gemisches wird um jeweils weitere 0,05 Bar vermindert bei  harter Arbeit  kaltem Wasser  langen Dekompressionszeiten  Der max. PO 2 des Deko-Gases wird um jeweils weitere 0,25 Bar vermindert bei  kaltem Wasser  langen Dekompressionszeiten Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

197 196 Copyright © IANTD/IAND, Inc Symptome der ZNS- Sauerstoffintoleranz (I) Symptome der ZNS- Sauerstoffintoleranz (I)  Blässe im Gesicht  Beklemmung, Angst  Innere Unruhe, Befürchtungen  Krampfanfälle mit möglichem Tod durch Ertrinken  Visuelle Störungen (helle Flecken / Lichtkranz, Blendung, Unschärfe, Blindheit)  Hörstörungen Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving

198 197 Copyright © IANTD/IAND, Inc Symptome der ZNS- Sauerstoffintoleranz (II) Symptome der ZNS- Sauerstoffintoleranz (II)  Euphorie  Übelkeit / Erbrechen (periodisch)  Zuckungen / Verkrampfungen  Reizbarkeit, Persönlichkeitsänderung  Schwindel Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving CONVENTID Akronym:

199 198 Copyright © IANTD/IAND, Inc Pulmonale oder Ganzkörper- Sauerstoffintoleranz Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving  Tritt auf bei langen Expositionszeiten mit einem PO 2 von mehr als 0,5 Bar.  Beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit der Lunge  Schwere Fälle verlaufen ähnlich einer Rippenfellentzündung  Stellt im Bereich des Sporttauchens keine ernstzunehmende Gefahr dar

200 199 Copyright © IANTD/IAND, Inc Pulmonale Sauerstoffintoleranz / Wirkungen Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving  Entzündung  Blutstau / Anschwellen  Schwellung der Alveolarwände  Verdicken der Gefäßwände der pulmonalen Arterien  Reduzierte Vitalkapazität  Veränderung des Surfactant in der Lunge; dadurch veränderte Oberflächenspannung

201 200 Copyright © IANTD/IAND, Inc Pulmonale Sauerstoffintoleranz / Symptome Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving  Trockener Husten  Zunehmender Atemwiderstand  Kurzatmigkeit  Unwohlsein

202 201 Copyright © IANTD/IAND, Inc Zusammenfassung Sauerstoff im Technical Diving Sauerstoff im Technical Diving  Die sichere Verwendung von EANx hängt von der sauberen Kalkulation der Sauerstoff-Belastung und deren Risiken ab.  Taucher müssen wissen, wie die fortgeschrittenen Dekompressionstechniken mittels EANx- Mischungen mit hohem FO 2 durchzuführen sind.  Taucher müssen die komplexen Wirkungen von Sauerstoff-Expositionen auf den menschlichen Organismus verstehen.  Taucher müssen weiterhin die täglich variierende Empfindlichkeit des Menschen auf Sauerstoff- Expositionen als Realität anerkennen.

203 202 Copyright © IANTD/IAND, Inc HYPEROXIEHYPEROXIE Ablösung des O 2 vom Hb behindert Blockade der Übertragung von elektrischen Impulsen Nervenfasern  Muskeln Reduzierter CO 2 Abtransport CO 2 Rückbehalt Blut pH  Säure VasodilatationVasodilatation KRAMPFANFALLKRAMPFANFALL Hemmung von Enzymen Oxidation von Sulfhydril- Enzymen Histotoxische Anoxie Erhöhter Blutdruck Erhöhte Herzfrequenz Reduzierter Blutfluss zum ZNS Freie Radikale Schädigung von Zellmembranen Veränderte Elektronen- Transferwege Hemmung von Enzymreaktionen Wirkungen auf Enzyme und Zellfunktion Lipidperoxidation in Hirngeweben Lipidoxidation Proteinoxidation Zellintegrität beschädigt (etc.) (Übersichtsfolie ZNS-Sauerstoffintoleranz)

204 203 Copyright © IANTD/IAND, Inc PULMONALE SAUERSTOFFINTOLERANZ Alveolare Hyperoxie Asphyxie (Atem-/Herzstillstand) Pulmonale Vasokonstriktion Zellschädigung im Alveolarbereich -Hemmung des Stoffwechsels -Verminderte Synthese Zellschädigung im Alveolarbereich -Hemmung des Stoffwechsels -Verminderte Synthese Reduzierter alveolarer Blutfluss Instabile / kollabierende Alveolen Höhere Durchlässigkeit der Zellwände im Alveolarbereich Hypoxämie und Azidose Alveolares Ödem Mangel an Surfactant (Übersichtsfolie Pulmonale Sauerstoffintoleranz)

205 204 Copyright © IANTD/IAND, Inc Stickstoffnarkose

206 205 Copyright © IANTD/IAND, Inc. 2002Narkose  Die Wirkungen der Atmung von Luft und von einigen anderen Inertgasen in der Tiefe sind ausreichend dokumentiert.  Neurologische Wirkungen sind u.a.: Rauschwirkung, Verlangsamung mentaler Prozesse, reduzierte manuelle Geschicklichkeit.  Die Wirkungen der Narkose können mit dem anästhesischen Zustand vor der Bewusstlosigkeit verglichen werden.  Bei Druckkammerversuchen zeigte sich, dass Personen bei einem Druck von 15 Bar (entsprechend 140 msw bzw. 460 fsw) innerhalb 1 bis 2 Minuten bewusstlos wurden. Grundgedanken

207 206 Copyright © IANTD/IAND, Inc. 2002Narkose  Rauschwirkung von Inertgas unter Druck  Zuerst 1835 von Junod beschrieben  Domant berichtete von Gedächtnisverlust auf 91 msw (300 fsw).  Behnke, Thomson und Motley legten fest, dass Narkose bei Drücken von 3,0 Bar und höher messbar ist.  Tests von Shilling und Willgrube auf 27 bis 90 msw (90 – 300 fsw) ergaben die Schlussfolgerung, dass erfahrene und sehr intelligente Taucher widerstandsfähiger gegen Narkosewirkungen sind (Tests bestanden aus mathematischen Aufgaben). Erste Beobachtungen

208 207 Copyright © IANTD/IAND, Inc. 2002Narkose  Es werden Änderungen im Verhalten verursacht:  Veränderungen im Nervensystem bewirken Änderungen des Verhaltens.  Emotional – Beeinträchtigung höherer mentaler Prozesse, Störung der neuromuskularen Kontrolle (Behnke u.a., 1935)  Subjektive Empfindungen, gestörte Bewusstheitsfunktion, verlangsamte mentale Aktivität, gestörte neuromuskulare Koordination Verhaltensänderungen

209 208 Copyright © IANTD/IAND, Inc. 2002Narkose  Subjektive Empfindungen sind:  Rauschwirkung, übersteigertes Selbstvertrauen, Euphorie, Sorglosigkeit und andere veränderte Bewusstseinszustände  Diese können mit Hilfe von Fragebögen beurteilt werden, die es ermöglichen, den Grad der Beeinträchtigung von Arbeitsfähigkeit, Wachheit, Konzentration und des Gefühls dem eigenen Körper / dem eigenen Geisteszustand gegenüber zu bestimmen. Subjektive Empfindungen

210 209 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Kognitive Funktionen sind die höheren Prozesse im Gehirn:  Denken, Wahrnehmen, Verstehen und Gedächtnis  Die Narkose übt eine dämpfende Wirkung auf alle genannten aus.  Diese Wirkungen reichen von Schwierigkeiten, Fakten aufzunehmen, verlangsamten Denkvorgängen und Störungen des Zeitgefühls bis hin zu Gedächtnisverlust.  Dies wird messbar durch Tests, die Urteilsvermögen, Verstehen kompletter Sätze, arithmetisches Rechnen und Kurzzeitgedächtnis überprüfen. Gestörte kognitive Funktionen

211 210 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Die Informationsverarbeitung im ZNS wird verlangsamt.  Dies kann auf zwei Arten gemessen werden:  Die Schnelligkeit, mit der Testprobleme in Angriff genommen werden  Test der Reaktionszeit (wichtig hinsichtlich des Fällens von Entscheidungen) Verlangsamte mentale Aktivität

212 211 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Die manuelle Geschicklichkeit wird - im Gegensatz zu den gedanklichen Prozessen - erst in größeren Tiefen negativ beeinflusst.  Dies wird meistens durch Tests ermittelt, bei denen Schrauben und Muttern zusammengesetzt oder spezielle kleine Stopfen in Lochbretter gesteckt werden müssen (Purdue Pegboard Test). Reduzierte neuromuskuläre Koordination

213 212 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Auf Tiefen jenseits von 91 msw (300 fsw) bewirkt die Narkose veränderte Bewusstseinszustände  manische oder depressive Zustände  Sowohl visuelle als auch akustische Halluzinationen  Auflösung des Zeitgefühls  Schwindendes Bewusstsein  Gedächtnisverlust (vorübergehend oder permanent)  Bewusstlosigkeit Inertgasnarkose in großen Tiefen

214 213 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Die Narkose beeinträchtigt die physiologische Regulierung der Körpertemperatur, aber auch das diesbezügliche Verhalten des Tauchers.  Die Narkose reduziert das Zittern und ermöglicht so ein größeres Absinken der Kerntemperatur.  Die Kälte wird nicht so gravierend empfunden, wie sie wirklich ist; der Taucher könnte so erforderliche Maßnahmen zum Aufrechterhalten der Körpertemperatur unterlassen. Wärmehaushalt

215 214 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Narkose ist die Vorstufe der Anästhesie.  Viele Inertgase wirken anästhetisch – bei verschiedensten Partialdrücken.  Stickstoff – 33 Bar  Argon – 15 Bar  Lachgas – 1,5 Bar  Halothan – 0,008 Bar (Inhalationsanästhetikum)  Die narkotischen Wirkungen sind, bei unterschiedlichen Partialdrücken, identisch. Wirkungweise der Inertgasnarkose

216 215 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Die genaue Wirkungsweise ist nicht geklärt.  Es ist allgemein akzeptiert, dass als Ort der Wirkung von Anästhesie und Narkose die Synapsen im ZNS angenommen werden. Verstärkt die Wirkung der hemmenden Neurotransmitterstoffe, wie z.B. GABA, auf die hinter den Synapsen liegenden Rezeptoren; wirkt hemmend auf die Aktivität und die Frequenz der ZNS-Tätigkeit.Verstärkt die Wirkung der hemmenden Neurotransmitterstoffe, wie z.B. GABA, auf die hinter den Synapsen liegenden Rezeptoren; wirkt hemmend auf die Aktivität und die Frequenz der ZNS-Tätigkeit. Wirkungweise der Anästhesie

217 216 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Die Informationsverarbeitung erfolgt in mehreren Phasen.  Beispiel Reaktionszeit: Wahrnehmungs- und BewertungsphaseWahrnehmungs- und Bewertungsphase Phase der EntscheidungsfindungPhase der Entscheidungsfindung ErgebnisphaseErgebnisphase  Möglicher Einfluss der Narkose auf: Aufbau der PhaseAufbau der Phase Funktion der PhaseFunktion der Phase Strategie der PhaseStrategie der Phase Das Verarbeiten von Informationen

218 217 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Tauchprofil (Abstiegsgeschwindigkeit etc.)  Sauerstoff (eine Theorie besagt, dass Sauerstoff doppelt so narkotisch wie Stickstoff wirken kann)  Kohlendioxid (zusätzlicher Rückbehalt von CO 2 )  reduziert die neuromuskulare Koordination in noch größerem Maß  schon bei relativ geringem Alveolardruck narkotisch  kann infolge von Abstiegsgeschwindigkeit, Dichte, Ausrüstungszustand oder uneffektiver Atmung weiter zunehmen Verstärkende Faktoren (I)

219 218 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Beklemmung / Angst  Müdigkeit  Drogen / Amphetamine  Alkohol  Anstrengung  Negative oder auch teilnahmslose psychische Einstellung Verstärkende Faktoren (II)

220 219 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Gewöhnung: Die Forschung hat gezeigt, dass die Toleranz der Narkose durch Gewöhnung nicht größer wird.  Subjektive Gewöhnung: Die Wirkungen der Narkose ändern sich nicht, das Gefühl „berauscht zu sein“ verringert sich allerdings; damit wird es möglich, sich besser zu konzentrieren und die eigene Leistungsfähigkeit zu steigern.  Indem man die eigenen Aktionen und Reaktionen bewusst verlangsamt, kann man eine größere Präzision bei Problemlösungen erreichen. Umgang mit der Narkose (I)

221 220 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Vermeide sehr tiefes Tauchen mit Luft als Atemgas.  Verwende Helium oder Neon als Atemgas für tiefere Tauchgänge. Umgang mit der Narkose (II)

222 221 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Keissling und Magg verwendeten die Reaktionszeiten bei Wahlmöglichkeiten, um die Narkose zu messen (1962); Abnahme der begrifflichen Urteilskraft um 33,46 %, Abnahme der mechanischen Geschicklichkeit um 7,9 %.  Miles und McKay untersuchten erfahrene Taucher im Freiwasser und fanden auf einer Tiefe von 30 msw (100 fsw) geringfügige Änderungen der Leistungs-fähigkeit der Taucher – Sie fassten ihre Arbeit so zusammen, dass der Bereich eines Narkose-Risikos bei erfahrenen Tauchern mit starker Willenskraft bei 55 msw (180 fsw) beginnt; unterhalb von 73 msw (240 fsw) wird als Gefährlicher Narkosebereich festgelegt. Beobachtungen (I)

223 222 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Dass die Ausbildung einen direkten Einfluss auf Narkosewirkungen hat, zeigte sich laut Gill Millner (M.D.) und Tom Mount in der Verhaltensformung bei Tauchanfängern – In einer Gruppe von vier Tauchern, denen beigebracht wurde, dass sie in etwa 30 msw (100 fsw) narkotisiert werden würden, verlor ein Taucher oberhalb von 46 msw (150 fsw) die Kontrolle über seine Muskeln. Taucher, denen erklärt wurde, dass „die Narkose eine Realität ist“, verhielten sich im Bereich zwischen 46 und 55 msw (150 bis 180 fsw) völlig normal, bis ihr Test beendet wurde. Taucher, die aufgefordert wurden, sich die Narkose erst innerlich vorzustellen und ihr später zu widerstehen, „funktionierten“ sogar in 61 msw (200 fsw) noch, eine Taucherin wagte sich, ohne Ausfälle, bis auf 73 msw (240 fsw) – sie berichtete von Symptomen, aber konnte durch Konzentration mit ihnen umgehen. Beobachtungen (II)

224 223 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Dick Williams (M.D.) und Tom Mount nahmen 1971 an einer Studie der Universität von Miami RSMAS mit einer Serie von Tauchgängen auf 91 msw (300 fsw) teil.  Während der ersten 5 Tage des Tests erzielten beide normale Punktzahlen (Glaskugeln auf Löffeln balancieren, Purdue Lochbrett-Test, mathematische und logische Aufgaben)  Am sechsten Tag wurden 3 von den Teilnehmern ausgewählte Übungsaufgaben in jeweils 3 Abschnitte aufgeteilt, und zwar folgendermaßen: Erst 1A, 2A, 3A, dann die B‘s und C‘s, um die Belastbarkeit mit Mehrfachaufgaben zu testen. Bei diesem Test waren beide Probanden nicht in der Lage, nach 2B weiter fort zu fahren.  Aus diesem Test wurde geschlossen, dass die größte Bedrohung in der Unfähigkeit besteht, unter der Narkosewirkung mit Mehrfachbelastungen umzugehen. Beobachtungen (III)

225 224 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  msw ( fsw): Benommenheit, Abnahme des feinen Unterscheidungsvermögens, schrittweise Verlangsamung der Reflexe – die primären Nervenzentren sind betroffen.  msw (180 – 240 fsw): Physiologischer Risikobereich: Schlechtes Urteilsvermögen, Taubheit in den Gliedern, Veränderung der Handschrift und reduziertes logisches Denken – sekundäre Nervenzentren betroffen.   73 msw (  240 fsw): Physiologische Gefahrenzone: Rauschzustand, Blockierung, gestörte Feinmotorik, abneh- mende Problemlösungsfähigkeit, Unfähigkeit, auf Mehrfach- belastungen zu reagieren, nachlassendes Kurzzeit- gedächtnis – die tieferen Nervenzentren sind betroffen.   91 msw (  300 fsw): Hör- und Gefühlsstörungen, drohendes Blackout, möglicherweise Halluzinationen, Gedächtnisverlust, Starre. Symptome

226 225 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose Anmerkung: Die Stärke der Narkosewirkung hängt sowohl vom Partialdruck als auch von der Zeit ab – CO 2 erzeugt eine schwere, vorübergehende Narkose, die zusätzlich zur eigentlichen Stickstoffnarkose wirkt. Ein Blackout kann von den sich addierenden Wirkungen der Inertgasnarkose, der Hyperkapnie und der Sauerstoffintoleranz hervorgerufen werden.

227 226 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Die Hemmung von Enzymen bewirkt eine Abnahme der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen.  Eine Sauerstoff-Unterversorgung der Gewebe verursacht eine Abnahme der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen.  Dies beeinflusst den Bewusstseinszustand, da die Spitzen der Dendriten der Hirnrinde (kurze Fortsätze der Nervenzellen/Neuronen) und die vernetzte Struktur des Hirns beeinträchtigt werden. Weitere Wirkungen

228 227 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose  Die Inertgasnarkose ist schon ab Tiefen von 30 msw (100 fsw) messbar und wird bei Atmung von Luft ab 55 msw (180 fsw) zu einem Risiko.  Es gibt keine echte Widerstandsfähigkeit – es gibt nur eine gewisse Anpassungsfähigkeit im Verhalten.  Die größte Gefahr liegt in der Unfähigkeit, auf Mehrfachbelastungen noch vernünftig reagieren zu können. Zusammenfassung

229 228 Copyright © IANTD/IAND, Inc Übermäßiger Rückbehalt von Kohlendioxid

230 229 Copyright © IANTD/IAND, Inc Rückbehalt von CO 2  Die EDU experimentierte mit den anerkannten Sauerstoffgrenzwerten:  Die exakte Übertragung dieser Grenzwerte führte zu Krampfanfällen während der Tests.  Innerhalb der etablierten Sauerstoffgrenzwerte kam es zu zahlreichen Intoleranzfällen.  Bei der Verwendung von Heliox traten diese Probleme nicht auf.  Untersuchungen ergaben, dass nur das Kohlendioxid der „Übeltäter“ gewesen sein konnte. Hintergrund (I)

231 230 Copyright © IANTD/IAND, Inc Rückbehalt von CO 2  Einige Taucher atmen weniger als andere...  In der Tiefe stauen viele dieser Taucher mehr Kohlendioxid an als andere Taucher. Anmerkung: langsames, tiefes Atmen wird am Ende des Ausatemvorgangs eine scheinbar hohe Kohlendioxid- konzentration verursachen; für ein korrektes Messergebnis müssten auch die arteriellen CO 2 -Werte ermittelt werden.Anmerkung: langsames, tiefes Atmen wird am Ende des Ausatemvorgangs eine scheinbar hohe Kohlendioxid- konzentration verursachen; für ein korrektes Messergebnis müssten auch die arteriellen CO 2 -Werte ermittelt werden.  Sparatmung führt zu einem CO 2 -Rückbehalt.  In anderen Atemmustern als der Sparatmung gibt es bis 30 msw (100 fsw) keine Auswirkungen. Einige Taucher behalten durch ihre individuelle Physiologie höhere CO 2 -Konzentrationen im Körper als andere.Einige Taucher behalten durch ihre individuelle Physiologie höhere CO 2 -Konzentrationen im Körper als andere. Hintergrund (II)

232 231 Copyright © IANTD/IAND, Inc Rückbehalt von CO 2  In der Tiefe kann der Rückbehalt von CO 2 für die Atmung von EANx-Gemischen zum Problem werden, indem dieser die Anfälligkeit für die ZNS- Sauerstoffintoleranz erhöht.  Helium-Sauerstoff-Gemische bewirken, dass ein CO 2 -Rückbehalt entweder ausbleibt oder nur abgeschwächt vorkommt.  Erhöhter Atemwiderstand und Toträume in den Atemwegen fördern einen Rückbehalt von Kohlendioxid. Hintergrund (III) Die kritischen Faktoren zu minimieren bedeutet nicht, das Problem beseitigt zu haben.

233 232 Copyright © IANTD/IAND, Inc Rückbehalt von CO 2  Einige Taucher haben eine stärkere Neigung, hohe CO 2 -Gasspannungen zu produzieren, als andere.  Jedoch zeigen alle Individuen mehr oder weniger diese Tendenz, insbesondere bei der Atmung von Stickstoff-Sauerstoff-Atemgemischen.  Es gibt keine klare Abgrenzung zwischen "Anstauern" und "normalen Abatmern".  Die wirksamste Methode, Komplikationen mit dem Rückstau von Kohlendioxid zu minimieren, besteht in der Atmung von Helium-Sauerstoff- Gemischen. Hintergrund (IV)

234 233 Copyright © IANTD/IAND, Inc Rückbehalt von CO 2  Der Rückbehalt von Kohlendioxid trägt zur Sauerstoffintoleranz, zur Stickstoffnarkose und zur Dekompressionskrankheit bei; er hat außerdem zu Vorfällen von Orientierungs- und Bewusstseinsverlust beigetragen. Das Problem

235 234 Copyright © IANTD/IAND, Inc Rückbehalt von CO 2  Einige Taucher neigen zu übermäßigem Rückbehalt von CO 2 (höhere Anfälligkeit für die Sauerstoffintoleranz).  Toträume in den Atemwegen  Toträume in der Ausrüstung  Rebreather mit mangelnder Auswaschung von CO 2 Ursachen (I)

236 235 Copyright © IANTD/IAND, Inc Rückbehalt von CO 2  Atmung und Ventilation:  Sparatmung erzeugt einen größeren Rückbehalt von CO 2.  Richtiges Atmen vermeidet einen Rückstau von CO 2. Langsames, tiefes Einatmen; langsames tiefes AusatmenLangsames, tiefes Einatmen; langsames tiefes Ausatmen Ursachen (II)

237 236 Copyright © IANTD/IAND, Inc Kohlendioxid Kohlendioxid  Kopfschmerz  Gefühllosigkeit  Euphorie  Schwäche  Lufthunger  Schwindel Symptome der Hyperkapnie  Verwirrung  Übelkeit, Erbrechen  Schläfrigkeit  Prickeln, Stechen  Schlechte Reaktion

238 237 Copyright © IANTD/IAND, Inc Kohlendioxid Kohlendioxid  Wirkt verstärkend auf:  Inertgasnarkose, speziell bei schnellem Abstieg Viele Jahre lang hielt man CO 2 für die Ursache der Narkose.Viele Jahre lang hielt man CO 2 für die Ursache der Narkose.  Sauerstoffintoleranz  Dekompressionskrankheit Wechselwirkungen

239 238 Copyright © IANTD/IAND, Inc Kohlendioxid Kohlendioxid  richtiges Atmen,  die Verwendung von technisch einwandfreier Ausrüstung,  die Verwendung des richtigen Atemgasgemischs für die Tauchtiefe,  die Aufrechterhaltung einer guten physischen Verfassung Hyperkapnie wird vermieden durch:

240 239 Copyright © IANTD/IAND, Inc Kohlendioxid Kohlendioxid  schnellen Abstieg,  Posieren (Einnehmen und Halten einer gewissen Position – für Fotos),  Fotografieren,  Tieftauchen mit Luft, Hyperkapnie entsteht häufig durch:  absichtliche Sparatmung,  Apnoe-Tauchen,  defekte Atemregler,  Schwimmen gegen die Strömung.

241 240 Copyright © IANTD/IAND, Inc Kohlendioxid Kohlendioxid  Hyperkapnie kann lebensbedrohlich sein.  Hyperkapnie kann durch richtiges Atmen einfach vermieden werden.  Hyperkapnie wirkt auf andere Taucherkrankheiten verstärkend.  Hyperkapnie kommt häufig vor, weil viele Taucher einfach schlechte Angewohnheiten haben. Zusammenfassung

242 241 Copyright © IANTD/IAND, Inc Kohlenmonoxid Kohlenmonoxid  Füllen verunreinigter Gase  Die meisten Raucher können bis zu 50 ppm CO aufstauen (5 ppm sind der anerkannte Standard für Atemgase).  CO blockiert Hämoglobin, bis Zellen absterben.  Hämoglobin verbindet sich 200 mal leichter mit CO als mit O 2.  CO beeinträchtigt den Gastransport.  Die meisten Raucher haben eine um mindestens 15 % reduzierte Vitalkapazität.  Dies zeigt sich durch hohe AMVs. Ursachen und Wirkungen

243 242 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressions- theorie Dekompressions- theorie

244 243 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Bei der Dekompression wird abgeladen, was der Physiologie / Anatomie eines Tauchers während eines Tauchgangs aufgebürdet wurde.  DCS wird von einer Gasblasenbildung hervor- gerufen, die durch einen zu schnellen Aufstieg und/oder andere Parameter verursacht wurde.  Alle Tauchgänge sind Dekompressionstauchgänge. Einige Tauchgänge erfordern eine bestimmte AufstiegsgeschwindigkeitEinige Tauchgänge erfordern eine bestimmte Aufstiegsgeschwindigkeit Andere Tauchgänge erfordern Stopps während des Aufstiegs, um die Gasspannung in den Körpergeweben in einem angemessenen Verhältnis zum Umgebungsdruck zu halten – Druckanpassung.Andere Tauchgänge erfordern Stopps während des Aufstiegs, um die Gasspannung in den Körpergeweben in einem angemessenen Verhältnis zum Umgebungsdruck zu halten – Druckanpassung. Konzepte

245 244 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Die Symptome der DCS hängen von dem Ort ab, an dem sich Gasblasen bilden: DCS kann sich neurologisch manifestierenDCS kann sich neurologisch manifestieren In Muskelpartien / in KnochenIn Muskelpartien / in Knochen In den AtemwegenIn den Atemwegen In der HautIn der Haut Die DCS zu vermeiden erfordert, sowohl deren Ursachen zu verstehen als auch präventive Schritte dagegen zu unternehmen. Die DCS zu vermeiden erfordert, sowohl deren Ursachen zu verstehen als auch präventive Schritte dagegen zu unternehmen. DCS – Typen und Symptome

246 245 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Gase werden durch das Zusammenwirken von Atmung und Kreislauf sowohl absorbiert als auch wieder entsorgt. Deshalb wird auch die Zeit zu einem entscheidenden Faktor.  Je länger die Expositionszeit, desto mehr Inertgas absorbieren die Körpergewebe.  Die Gewebesättigung in einem linearen Modell: 30 min  25,00 % 60 min  50,00 % 30 min  25,00 % 60 min  50,00 % 120 min  75,00 %180 min  87,50 % 240 min  93,75 %360 min  99,00 % Grundlagen (I)

247 246 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Die Entsättigungszeit (in Minuten) bestimmt die noch vorhandene Restsättigung: 30 min  75,00 % 60 min  50,00 % 30 min  75,00 % 60 min  50,00 % 120 min  25,00 %180 min  12,50 % 240 min  6,25 %360 min  3,13 %  Gasblasen bilden sich, wenn ein hoher Druckgradient zwischen Blut/Geweben und der Umgebung herrscht.  Das Blut kann dann ggf. nicht mehr in der Lage sein, schnell genug ausreichende Gasmengen abzutransportieren, um den kritischen Druckgradienten zu vermeiden. Grundlagen (II)

248 247 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  In gesättigten Geweben befindet sich 26 mal mehr Stickstoff als in Blut.  Das Blut kann nur ein 26stel des gelösten Stickstoffs pro Zirkulation abtransportieren. Dieser Faktor wird von Anomalien noch weiter beeinflusst.  Die Aufstiegsgeschwindigkeit muss dieser Gas-Transportkapazität des Blutes Rechnung tragen.  DCS tritt auf, wenn durch den Aufstieg zu hohe Partialdruckgradienten erzeugt werden, oder aber als Folge weiterer Faktoren. Grundlagen (III)

249 248 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Druckveränderung  Expositionszeit  Gasaufsättigung  Ruckartige Bewegungen  Heftige Stöße, Husten, Pressen, Valsalva-Manöver  Kavitation  Passieren von Engstellen Gasblasen entstehen durch:  Verwirbelungen an Gabelungen von Arterien und Venen  Löslichkeit  Blut- und Gewebe- zusammensetzung  Gefäßdurchfluss  Dehydratation  Biophysische Ursachen der Gasblasenbildung

250 249 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Kavitation / Dampfbildungsphase  Wachstum  Ausbildung einer oder mehrerer Blasen  Kann sich lösen und wandern  Erreicht eine kritische Größe (die Oberflächenspannung kann sie noch zurück in Lösung zwingen)  Symptome, wenn die Blase eine entsprechende Größe erreicht Entwicklung einer Gasblase

251 250 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Gasblasen ziehen sich gegenseitig an.  Kohlendioxid verbindet sich mit den Gasblasen.  Die Eigenschaften der Gasblasen entsprechen dem Gewebe, in dem sie entstanden sind.  Ihre Größe hängt vom Gesetz von Boyle/Mariotte ab; entsprechend ihres Radius wird der Behandlungsdruck festgelegt. Entwicklung von Gasblasen

252 251 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Gasblasenbildung  Reduzierter Blutstrom  Verminderter Gasblasenabbau  Zieht mehr Blasen an; erzeugt mehr Blasen  Jegliche weitere Aktivität verstärkt den Prozess. Der Teufelskreis

253 252 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Verformung von Gewebe  Behinderung der Blutzirkulation  Druck auf Nerven Wesentliche Wirkungen von Gasblasen

254 253 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Durch ihre Lipoprotein-Außenhaut bleiben die Blutplättchen an den Gasblasen haften; führt zur Verklumpung innerhalb der Gefäße.  Ödembildung  Krämpfe  Die Zellwände der Blutgefäße werden angegriffen und perforiert.  Rote Blutkörperchen werden geschädigt.  Inneres Anschwellen der Blutgefäße  Sludge-Phänomen, "Verschlammen" des Blutes (insbesondere, wenn schon hohe Blutfettwerte existieren) Weitere Wirkungen

255 254 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Der Körper betrachtet Gasblasen als Fremdkörper.  Leukozyten attackieren und umschließen diese.  Die Blutversorgung wird durch die Gasblasen/Leukozyten-Gruppen eingeschränkt.  Zellen leiden an Sauerstoffunterversorgung.  Mechanische Schädigungen an Zellen und Blutversorgungswegen können die Folge sein. Reaktion des Immunsystems auf DCI

256 255 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Trockene Atemgase (Flüssigkeitsverlust durch Atmung)  Schwitzen  Taucherdiurese  Unzureichende oder unge- eignete Flüssigkeitszufuhr  Koffein  Alkoholkonsum Faktoren, die zur DCI beitragen Dehydratation Hauptursache für unverdiente DCS, verursacht durch: Sorglosigkeit verursacht DCS:  Aufstiegsgeschwindigkeit  Ungenaue Tiefen  Deko-Plan nicht befolgt  Jojo während der Stopps  Auslassen von Stopps  Leugnung milder Symptome  Zu enge Tauchanzüge  Tauchen mit Müdigkeit  Tauchen mit Erkältung oder Krankheit  Tauchen mit Medikamenten / Drogen

257 256 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie Das amerikanische Akronym lautet einfach: PISS PISS  Pain (Schmerz)  Irritation (Reizung)  Swelling (Schwellung)  Soreness (Entzündung ) Symptome der DCI

258 257 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Schwindel  Unscharfes Sehen / Blindheit  Kopfschmerz  Krämpfe  Hörstörungen  Bewusstlosigkeit  Persönlichkeitsänderung Neurologische Symptome – Rumpf (ZNS) Gehirn Wirbelsäule  Taumeln / Lähmung  Schwäche  Unfähig zu urinieren  Inkontinenz (Blase / Darm)  Motorische Störungen  Jucken und Kribbeln  Störung der Sexualfunktion

259 258 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Hirn- und Rückenmarksnerven  Muskelzuckungen  Örtliche Taubheit  Gefühl der Schwere  Kalte, taube Füße Neurologische Symptome – Rumpf (ZNS) PNS Atmungssystem  Erstickungsgefühl  Husten  Schock  Tod

260 259 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Fehlleistungen des Tauchers  Nicht an Tabellen gehalten, Faktoren der Tauchumgebung nicht berücksichtigt  Falsche Aufstiegsgeschwindigkeit  Tiefen nicht genau eingehalten  Auslassen oder Verkürzen von Stopps  Schlechtes Tarieren auf Stopps "Verdiente" DCI (I)

261 260 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Unzureichende Flüssigkeitszufuhr  Drogen / Medikamente  Anstrengung nach dem Tauchen  Schlechte Herz-Kreislauf-Kondition "Verdiente" DCI (II)

262 261 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Ist eine statistische Realität  DCI tritt auf, obwohl Tabellen- oder Computeranweisungen befolgt wurden  Patent Foramen Ovale (PFO)  Anstrengung vor dem Tauchen  Tauchen mit schlechter Gesundheit (Erkältung etc.)  Tauchen mit Erschöpfung "Unverdiente" DCI

263 262 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Dehydratation ist nachgewiesenermaßen eine der Hauptursachen für DCI.  Nimm vor und nach dem Tauchen ausreichend Flüssigkeit zu Dir (in einem Zeitraum von 12 Stunden).  Isotonische oder säurearme Getränke – Wasser ist immer eine gute Wahl. Dehydratation

264 263 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Verwende nur ausführlich getestete Tabellen.  Befolge genauestens die Tabellenanweisungen – sei besonders konservativ bei extremen Tauchgängen.  Verwende für die Dekompression Nitrox oder Sauerstoff.  Sorge für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Das Risiko reduzieren (I)

265 264 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Atme bewusst und kontrolliert.  Tauche nur, wenn Du ausgeruht bist und Dich fit fühlst.  Vermeide Anstrengung nach dem Tauchen.  Sorge für einen ausgeglichenen Wärmehaushalt. Das Risiko reduzieren (II)

266 265 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Ein sehr kontroverses Thema!  Wurde in entlegenen Gebieten erfolgreich praktiziert  Darf nur durchgeführt werden, wenn die thermischen Konditionen dies gestatten  Mit 100% Sauerstoff und Vollgesichtsmaske (ohne VGM: 6 msw (20 fsw) Maximaltiefe)  Befolge die Anweisungen im Lehrbuch; übe die Vorgehensweise, bevor sie im Notfall angewendet werden muss. Nasse Rekompression

267 266 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Innerhalb 3½ min erneut auf 12 msw (40 fsw) oder tiefer abtauchen, wenn Dekopflichten missachtet wurden  Auf 12 msw (40 fsw) ¼ der Dauer des 3 msw (10 fsw) Stopps bleiben, PLUS jeglicher ausgelassenen Deko-Zeit.  Auf 9 msw (30 fsw) ⅓ der Dauer des 3 msw (10 fsw) Stopps bleiben.  Auf 6 msw (20 fsw) ½ der Dauer des 3 msw (10 fsw) Stopps bleiben.  Auf 3 msw (10 fsw) 1½ der Dauer des 3 msw (10 fsw) Stopps bleiben. US Navy / Ausgelassene Deko

268 267 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Innerhalb 5 min erneut abtauchen auf eine Tiefe, die 9 msw (30 fsw) tiefer als der erste planmäßige Stopp liegt.  Dort 5 Minuten verweilen, dann: - zur tatsächlichen Grundzeit 10 Minuten addieren und dementsprechend dekomprimieren. - zur tatsächlichen Grundzeit 10 Minuten addieren und dementsprechend dekomprimieren. Ursprüngliche Methode der Royal Navy

269 268 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Hilf dem Opfer, aus dem Wasser zu kommen.  Hilf dem Opfer, die komplette Ausrüstung abzulegen.  Lasse die Person sich hinlegen.  Überprüfe die Atemwege.  Überprüfe die Vitalfunktionen.  Verabreiche sofort 100% Sauerstoff.  Flüssigkeitsgabe  Verabreiche Aspirin (sehr leichte Dosis).  Führe einen neurologischen Check durch.  Halte Temperatureinflüsse vom Opfer fern. Erste Hilfe

270 269 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Fordere professionelle Notfallhilfe an:  Wähle die lokale Notfallnummer (112, 911..).  Benachrichtige DAN, falls nötig. Notfallmaßnahmen Kläre unbedingt vor dem Tauchen in anderen Ländern mit den nächst gelegenen medizinischen Einrichtungen, welche Behandlungen sie zu welchen Zeiten leisten können!  Rufe auf See über Funk die Küstenwache/SAR. die Küstenwache/SAR.

271 270 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Finde heraus, welche medizinischen Einrichtungen es vor Ort gibt, falls die Reise ins Ausland führt.  Kliniken in Deiner Nähe können Dir vielleicht diesbezügliche Informationen liefern.  Lokale Rettungs-Verbände (Rotes Kreuz…)  Kontaktiere ggf. die Botschaft bzw. das Konsulat des Landes, in das Du reisen möchtest. Vor der Tauchreise

272 271 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Sofortige Behandlung bringt größere Heilungschancen.  KEINERLEI VERZÖGERUNGEN BIS ZUR BEHANDLUNG!  Bei Behandlungsbeginn bis über 48 Stunden hinaus sind noch gute Regenerationserfolge möglich. Erste Hilfe für Dekompres- sionserkrankungen (DCI) (I)

273 272 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Bevorzugte Behandlung ist die Hyperbartherapie in einer Druckkammer; nur in entlegenen Gebieten sollte die Nasse Rekompression erwogen werden.  Nach einer leichten DCS ("PISS") – drei Wochen nicht tauchen  Nach neurologischer DCS – mindestens drei Monate kein Tauchen / medizinische Beurteilung ist nötig Erste Hilfe für Dekompres- sionserkrankungen (DCI) (II)

274 273 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Sauerstoff-Notfallausrüstung  Trinkflüssigkeit  Funkgerät / Handy  Seile und Schlingen  Vertrautheit mit der Notfallausrüstung Notfallausrüstung

275 274 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie  Erstelle eine Atemgasplanung.  Erstelle eine Dekompressionsplanung.  Lege das Vorgehen in einem Notfall fest.  Überschreite nicht die PO 2 -Grenzwerte.  Halte Dich an die Regeln. Sicheres Tauchen Tauchsicherheit

276 275 Copyright © IANTD/IAND, Inc  DCS ist beim Tauchen immer gegenwärtig; keine Tabelle, keine Vorsichtsmaßnahme wird ihr Auftreten 100%ig verhindern.  Ein bewusster Taucher ist der Schlüssel zur Dekompressionssicherheit.  Taucher müssen ein erhöhtes Risiko der DCS akzeptieren, wenn sie sich zu tieferen und längeren Tauchgängen vorwagen. Zusammenfassung (I) Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie

277 276 Copyright © IANTD/IAND, Inc  Um mit den Dekompressionsmodellen zu sicheren Tauchprofilen zu gelangen, müssen diese präzise befolgt werden.  Taucher müssen sich der Variablen bewusst sein, die die Anfälligkeit für die DCS beeinflussen.  Je verantwortungsvoller wir uns hinsichtlich der Dekompressionssicherheit verhalten, desto weniger DCS-Risiko wird bleiben. Zusammenfassung (II) Dekompressionstheorie Dekompressionstheorie

278 277 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologische Aspekte des TECHNICAL DIVING

279 278 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Die Grundsteine einer sicheren Tauchphilosophie: "Sei ehrlich zu Dir selbst!" "Kenne Dich selbst!"

280 279 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Selbstvertrauen Selbstvertrauen Verantwortung Verantwortung Bewusstheit Bewusstheit Entwicklung zum sicheren Taucher MENTALE KONTROLLE! Das System der Zuversicht

281 280 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie " Glaube, " Glaube, dass Du es kannst, oder glaube, dass Du es nicht kannst; wie auch immer, Du hast recht! " Thomas Ford

282 281 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie - Unsere mentale Haltung hinsichtlich eines zu erreichenden Ziels - Die innere Einstellung Die innere Einstellung " Ich schaffe das! "

283 282 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Die innere Grundeinstellung Die innere Grundeinstellung Erfolg ist das Resultat einer inneren Einstellung.  Innere Einstellungen sind kontrollierbar.  Innere Einstellungen bestimmen die Qualität des Lebens.  Innere Einstellungen spiegeln unsere sozialen Bindungen wider.  Positive Grundeinstellung – super Ergebnisse  Negative Grundhaltung – miese Ergebnisse  Gereizte Grundhaltung – keinerlei Nutzen

284 283 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Ziele Ziele Erfolg besteht aus dem Erreichen von Zielen.  Ziele sind Aufgaben, die zu bewältigen sind.  Ziele können aus dem bestehen, was wir erreichen wollen.  Wenn wir Ziele haben, lernen wir zu verstehen, was es heißt, etwas zu vollenden.  Wenn Ziele erreicht werden, müssen neue geschaffen werden.

285 284 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Ziele Ziele Grundlegend: Langfristige Ziele – 5 Jahre und mehr  Ziele werden schrittweise erreicht Mittelfristig: Große Schritte in Richtung grundlegendes Ziel – 1 Jahr und länger grundlegendes Ziel – 1 Jahr und länger Kurzfristig: schnelle Erfolge und Bestätigung/ Bestärkung – 3 Monate bis 1 Jahr Bestärkung – 3 Monate bis 1 Jahr

286 285 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Ziele Ziele Ziele müssen definiert werden  genau festgelegt  messbar  erreichbar  nachvollziehbar  verwendbar

287 286 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Das Erreichen von Zielen Das Erreichen von Zielen  Glaubhaft machen – erreiche Etappenziele, um Dich zu bestärken.  Bestätigung – bestätige Dich selbst auf Deinem Weg nach vorn.  Visualisieren – stelle Dir innerlich vor, wie Du Dein Ziel erreichst.  Zielgerichtet – lasse Dich nicht ablenken von Deinem Kurs, Richtung Erfolg.  Positiv – lasse keine negativen Gedanken an Dich heran.

288 287 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Aufrichtig zu sich selbst sein Aufrichtig zu sich selbst sein Persönliche GrenzenPersönliche Grenzen WünscheWünsche BedürfnisseBedürfnisse - in sich hinein schauen - Versetze Dich in Deiner Vorstellung in die verschiedensten Situationen, um Dich selbst besser kennen zu lernen!

289 288 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Selbstdisziplin Selbstdisziplin - sich selbst unter Kontrolle haben - Versetze Dich in Deiner Vorstellung immer wieder in die verschiedensten Situationen, um Dich selbst besser kennen zu lernen!  Die Fähigkeit, mit Hilfe von Logik und gesundem Menschenverstand zu handeln  Entschlossenheit aufrecht erhalten  Eigene Grenzen akzeptieren

290 289 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Selbstvertrauen entwickeln Selbstvertrauen entwickeln Erfahrung kommt mit dem Wiederholen von Übungen und dem häufigen Aufenthalt in der Tauchumgebung. FreiwasserübungenFreiwasserübungen SchwimmbadübungenSchwimmbadübungen LeistungsbewertungLeistungsbewertung

291 290 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Gesunder Menschenverstand Gesunder Menschenverstand - Ausgeprägtes, voraus schauendes Urteilsvermögen -  Eine erlernte geistige Fähigkeit, deren Entwicklung viel Zeit in Anspruch nimmt  Theorie und Praxisübungen, so lange, bis alles "in Fleisch und Blut übergeht"  Umfassendes Wissen über die Tauchumgebung, welches in der Praxis auch umgesetzt wird  Ein neues Wertesystem

292 291 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Intuition / Eingebung Intuition / Eingebung Fähigkeit, etwas wahrzunehmen oder zu wissen, ohne bewusst darüber nachzudenken  Erlerntes Können und Wissen  Vollständiges Erfassen der Umgebung  Augenblickliches Fällen von richtigen Entscheidungen

293 292 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Die eigene Zuverlässigkeit Die eigene Zuverlässigkeit Das endgültige Ziel ist, sich auf das eigene Ich verlassen zu können (und nicht, vom eigenen Ich abhängig zu sein) !

294 293 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Zur Philosophie eines sicheren Technical Diving gelangen Der letzte Schritt Wissen und Intelligenz Innere Einstellung Ausbildung Ausrüstung Wiederholung

295 294 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Analysieren und Akzeptieren RISIKO Der Scheideweg – zum hoch technisierten Taucher oder zum kompromisslosen Forscher!

296 295 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie "Du bist verpflichtet, jedermann ehrlich über die Risiken zu unterrichten. Du als Person bist weiterhin verpflichtet, Dich entsprechend dem absoluten Risiko einer Unternehmung fortzubilden bzw. ausbilden zu lassen." "Jeder Dummkopf hat – nachdem er umfassend informiert und sich des Risikos vollkommen bewusst ist – das Recht, sich selbst aus einer Laune heraus zu töten oder zu verletzen." Gil Milner, M.D.

297 296 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Risiken analysieren und akzeptieren Risiken analysieren und akzeptieren Risiko Welches Welches Risiko? Nutzen Warum Warum gehst Du es ein? Aktion Wodurch Wodurch kann es verringert werden? Wert Ist es das wert? ?

298 297 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie "Derjenige, "Derjenige, der das Risiko akzeptiert, der Gruppenleiter zu sein, muss darauf achten, andere nicht zu verleiten oder zu seiner Sicht der Dinge zu drängen."

299 298 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie PsychologieVerantwortungübernehmen „Du bist für Dich selbst verantwortlich!“ Nur Du kannst für Dich atmen! Nur Du kannst für Dich Denken! Nur Du kannst für Dich schwimmen!

300 299 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Wenn Du Dir nicht vorstellen kannst, diesen Tauchgang völlig entspannt auch ALLEIN durchzuführen, dann solltest Du nicht im Wasser sein! durchzuführen, dann solltest Du nicht im Wasser sein!

301 300 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Übernehmen von Verantwortung - nur, indem Du Verantwortung übernimmst, kannst Du Dich weiter entwickeln! -  dir selbst gegenüber,  deinen Tauchpartnern gegenüber,  der Gemeinschaft aller Taucher gegenüber.

302 301 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Die beste Umsetzung des Buddy-Konzepts besteht darin, darin, im Team Team selbstständig und und unabhängig unabhängig zu sein! gemeinsam erleben! gemeinsam erleben! anderen helfen können! anderen helfen können! nicht hilfsbedürftig sein! nicht hilfsbedürftig sein!

303 302 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Überlebenstraining Überlebenstraining 60% mentales Training  Aufbau und ständiges Überprüfen der physischen Kondition  Angeleitete Meditation  Immer anspruchsvollere Übungsanforderungen  Physische Widerstandskraft für das Überleben höchster Anstrengungen  Konzentrationsfähigkeit  Selbstdisziplin für das Überleben von Stresssituationen - Der Schlüssel zum sicheren High Tech Tauchen - 40% physisches Training

304 303 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Stress Stress  Mentale und physische Anspannung  Verändertes seelisches Gleichgewicht  Eingeschränkte und veränderte Leistungsfähigkeit

305 304 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Ursachen von Stress Ursachen von Stress  Zeitdruck  Belastung mit Aufgaben  Schwere Anstrengung / Erschöpfung  Thermische Belastung  Desorientierung  Tarierungsprobleme  Persönliche Bedrohung, oft eingebildet  Tatsächliche, reale Bedrohung Kombinierte Ursachen

306 305 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Stress vor dem Tauchen Stress vor dem Tauchen  Zeichen von Nervosität  Häufiges Räuspern  Extreme Zurückgezogenheit  Starrer Blick  Ungeschicklichkeit  Beruhigen, bestätigen  Beobachten  Tauchplanung erneut durchgehen  Atemübungen  Aufmerksamkeit beeinflussen AnzeichenMaßnahmen

307 306 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Stress während des Tauchens Stress während des Tauchens  Weit aufgerissene Augen  "Blasse-Knöchel- Syndrom"  Keine bzw. langsame Reaktion  Starrer Blick  Mangelhafte Koordination  Tarierungsprobleme  Wasser in der Maske  Falsche Fortbewegungs- geschwindigkeit  Hektische Atmung  Erstarren Anzeichen

308 307 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Stress während des Tauchens Stress während des Tauchens  Blickkontakt  Fest an der Hand halten  Beruhigen und bestätigen  Entspannteres Atmen herbeiführen  Tarierung überprüfen  Problem(e) lösen  Sicherer Aufstieg  Analysieren und Kritisieren der Situation  Als Lernerfahrung werten  Positive Bestärkung Maßnahmen

309 308 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Stress Stress  Adrenalin-Ausstoß  Erhöhte Herzfrequenz  Erhöhte Atemfrequenz Rückbehalt von CO 2Rückbehalt von CO 2 Die physiologische Reaktion des Körpers auf

310 309 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Fehlverhalten Fehlverhalten  Falsche Schlussfolgerungen  Allgemeine Fehler  Achtlosigkeit / Sorglosigkeit  Keine bzw. schlechte Tauchgangsplanung  Nichtbeachten von Regeln der Atemgasplanung Vorspiel zur Katastrophe

311 310 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie PANIK PANIK Wenn dieser kritische Punkt erreicht wird, bricht die Kommunikation zwischen Körper und Geist zusammen! Wenn dieser kritische Punkt erreicht wird, bricht die Kommunikation zwischen Körper und Geist zusammen! Ein plötzlicher, unreflektierter Anfall von Angst, oftmals verbunden mit Fluchtgedanken

312 311 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie PANIK PANIK Häufiger eine Reaktion auf eine wahrgenommene Gefahr als auf eine reale Bedrohung! Häufiger eine Reaktion auf eine wahrgenommene Gefahr als auf eine reale Bedrohung! Eine lebensbedrohliche Situation!

313 312 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Mentale Einschränkung Mentale Einschränkung  Einschränkung der Wahrnehmung  Einschränkung des analytischen Denkens  Einschränkung der Reaktionsfähigkeit - stellt sich unmittelbar nach dem Auftreten von Stress ein -

314 313 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Den Stress kontrollieren  Auswendiglernen / "im Schlaf beherrschen" von Übungen  Aufrechterhalten von Fähigkeiten  Vervollkommnen von Tauchfähigkeiten  Die Tauchumgebung bewusst wahrnehmen  Probleme vorhersehen  Positive mentale Grundeinstellung  Geeignete Ausrüstung  Mentale Kontrolle und Kontrolle der Atmung

315 314 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Atmung Atmung Frage Dich selbst: "Kann ich atmen?" Dann gehe die Probleme ihrer Priorität nach an. Wiedererlangen der Kontrolle über die Stoppe, Stoppe, atme, atme, denke nach; nach; dann handle!

316 315 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Was bewirkt richtige Atmung?  Mentale Leistungsfähigkeit  Physische Leistungsfähigkeit  Wohlbefinden und Gesundheit  Stressprävention  Stressabbau, Stressbeseitigung - Lerne, richtig zu atmen! -

317 316 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Visualisieren (I)  Sitz oder liege in einer angenehmen Position.  Schließe die Augen.  Atme langsam (6 – 3 – 6... Sekunden, s.u.)  Konzentriere Dich auf die Entspannung beim Ausatmen.  Stelle Dir vor Deinem inneren Auge einen schönen, sicheren Tauchgang vor.  Zähle Dich innerlich von 10 auf 0 herunter, bevor Du die Augen wieder öffnest. - Stelle Dir vor jedem Tauchgang vor, wie Du einen sicheren Tauchgang unternimmst -

318 317 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Visualisieren (II)  Visualisieren ermöglicht uns, Probleme vorauszusehen.  Das Voraussehen ermöglicht uns, uns auf die Ereignisse vorzubereiten, bevor sie zu Problemen werden.  Spiele Probleme in Deiner Vorstellung durch, und stelle Dir vor dem Tauchgang für jede auftretende Situation eine sichere Lösung vor. Sollte in Deiner Vorstellung aus irgend einem Grund etwas Schlechtes oder Gefährliches auftauchen, sage den bevorstehenden Tauchgang ab!

319 318 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Bestätigung  Bestätige Dich nach jedem erfolgreichen Tauchgang selbst. "Heute "Heute habe ich einen sicheren, erlebnisreichen Tauchgang auf 30 Meter unternommen."

320 319 Copyright © IANTD/IAND, Inc Psychologie Psychologie Zusammenfassung  Für ein sicheres Tauchen ist es wesentlich, psychologische Gesichtspunkte zu verstehen und zu berücksichtigen.  Taucher müssen persönliche Grenzen kennen und akzeptieren lernen.  Taucher müssen die Wirkungen von Stress verstehen.  Taucher müssen wissen, wie man Stress kontrolliert.  Taucher müssen verstehen, wie wichtig Atmung ist.  Technical Diver oder Forscher/Abenteurer?!

321 Modul 2 NORMOXIC TRIMIX DIVER Copyright © IANTD/IAND, Inc Ein Bestandteil des Ausbildungs-Programms für das Technische Tauchen der International Association of Nitrox and Technical Divers

322 321 Copyright © IANTD/IAND, Inc Planung von normoxischen Trimix Tauchgängen (I) Planung von normoxischen Trimix Tauchgängen (I)  Bei der Planung von Mischgastauchgängen müssen MOD und TOD für jede verwendete Atemgasmischung bestimmt werden.  Plane Atemgasmischung / Tauchtiefe entsprechend dem gewünschten Narkosepotential des Tauchgangs.  Die END darf 36 msw (120 fsw) nicht überschreiten.  Dekompressionsplanung

323 322 Copyright © IANTD/IAND, Inc Planung von normoxischen Trimix Tauchgängen (II) Planung von normoxischen Trimix Tauchgängen (II)  Planung des PO 2  Plane einen Tauchgang auf 48 msw (160 fsw); auf der TOD soll der PO 2 1,3 Bar, auf der MOD 1,4 Bar betragen – verwende hierzu Tabelle 1M (1).  Bis zu welcher Tiefe könnte ein Trimix verwendet werden, wenn der PO 2 auf der TOD 1,3 Bar und auf der MOD 1,4 Bar betragen darf?

324 323 Copyright © IANTD/IAND, Inc Planung von normoxischen Trimix Tauchgängen (III) Planung von normoxischen Trimix Tauchgängen (III)  Das Tauchen mit Trimix ermöglicht dem Taucher außer der Begrenzung des Sauerstoffrisikos auch eine Begrenzung des Narkosepotentials.  Wenn Helium zum Atemgas hinzugefügt wird, reduziert dies außerdem die Tendenz zum übermäßigen Rückbehalt von CO 2.  Im Rahmen des Normoxic Trimix Kurses darf die END maximal 36 msw (120 fsw) betragen.

325 324 Copyright © IANTD/IAND, Inc Narkose Narkose  Ermittle mit den angegebenen Werten unter Verwendung von Chart 5 und 6 die Anteile von Helium (FiHE) und Stickstoff (FiN 2 ) im Atemgas:  60 msw (200 fsw), PO 2 = 1,3 Bar, END = 33 msw (110 fsw)  48 msw (160 fsw), PO 2 = 1,4 Bar, END = 24 msw (80 fsw) Gemischplanung mit END

326 325 Copyright © IANTD/IAND, Inc Arbeiten mit den Tabellen für Trimix Arbeiten mit den Tabellen für Trimix  Arbeite jeweils mindestens zwei Beispiele für Tabelle 6 M (6) und 7 M (7) durch.  Arbeite mindestens 3 Beispiele für das Gemischdiagramm Chart 4 M (4) durch.  Vergleiche die Dichte der verschiede- nen Atemgasgemische gegenüber Pressluft in Tabelle 17 M (17)

327 326 Copyright © IANTD/IAND, Inc IANTD Trimix Tauch tabellen IANTD Trimix Tauch tabellen  Plane die folgenden Tauchprofile – berechne dabei auch Gasbedarf, %ZNS und OTUs:  Ein Tauchgangsbeispiel mit den IANTD Trimix Tauchtabellen, welches nur einen Gaswechsel beinhaltet (EAN70 auf 12 msw / 40 fsw)  Ein Tauchgangsbeispiel mit der IANTD Tabelle  Ein Tauchgangsbeispiel mit der IANTD Tabelle

328 327 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionsplanung Dekompressionsplanung  Helium ist bei der Diffusion 2,65 mal schneller als Stickstoff.  Die Gewebe absorbieren Helium demnach erheblich schneller als Stickstoff.  Verglichen mit Lufttauchgängen sättigen die langsamen Gewebe schneller auf.  Heliumtauchgänge von unter 2 Stunden Dauer benötigen eine längere Dekompression als Tauchgänge mit Pressluft.  Helium löst sich ebenso schnell wieder aus den Geweben; die Aufstiegsgeschwindigkeit ist daher von großer Bedeutung. Besonderheiten des Heliums

329 328 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionsplanung Dekompressionsplanung  Ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor und nach dem Tauchgang  Beginne damit mindestens 12 Stunden vor dem Tauchgang.  Vermeide Anstrengungen nach dem Tauchgang.  Atme an der Oberfläche weiter das Dekogas.  Halte die Aufstiegsgeschwindigkeit ein.  Halte Dich warm  Leichte Gymnastik während der Dekompression  Verwende genaue Instrumente. Anweisungen für die Praxis

330 329 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionsplanung Dekompressionsplanung  Bei der Rückkehr auf die vereinbarte Dekompressionstiefe gibt es keine 100%ige Garantie, dass Du das Dekogas dort vorfindest. Trage deshalb immer Dein eigenes Dekompressionsgas bei Dir.  Rüste Dich beim Trimixtauchen für den Verlust Deines Brückengases oder Deines Dekogases, indem Du weitere Flaschen deponierst. Für den Verlust Deines Dekogases kannst Du auch planen, dass Du ausreichend Brückengas ("travel gas") mitführst, um dann die Deko mit dem Brückengas durchzuführen. Notfallpläne

331 330 Copyright © IANTD/IAND, Inc Dekompressionsplanung Dekompressionsplanung  Wasserfeste Tauchtabellen für verschiedene Trimixe und Tauchprofile können von IANTD bezogen werden.  Verschiedene mischgastaugliche Dekompressions-Software kann ebenfalls über IANTD bezogen werden. Tauchtabellen und Software Nimm die Dekompression ernst – plane sie!

332 331 Copyright © IANTD/IAND, Inc Tauchgangsplanung Tauchgangsplanung  Führe eine sorgfältige Planung von Sauerstoffbelastung, Gasbedarf und Dekompression durch.  Halte die Aufstiegsgeschwindigkeiten ein, halte Dich genau an die geplanten Tauchtiefen, Grundzeiten, Stopps und Gaswechsel. Achte auf perfekte Tarierung während der Stopps.  Plane Tauchgänge immer mit einer sicheren END.  Trinke immer ausreichend.  Bleibe in Übung, halte Dich fit.  Analysiere und beschrifte immer Deine Gasflaschen. Zusammenfassung


Herunterladen ppt "Copyright © IANTD/IAND, Inc. 2002 1 IANTD Technical Diver & Normoxic Trimix Diver von Tom Mount und Kevin Gurr Deutsche Übersetzung von Joachim Strieben,"

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen