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Mary Louise Pratt’s notion of the planetary consciousness and how Humboldt represents it By Rebecca Faber.

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Präsentation zum Thema: "Mary Louise Pratt’s notion of the planetary consciousness and how Humboldt represents it By Rebecca Faber."—  Präsentation transkript:

1 Mary Louise Pratt’s notion of the planetary consciousness and how Humboldt represents it By Rebecca Faber

2 “Planetary Consciousness” A notion of Mary Louise Pratt and not of Enlightenment An ideological construct: “European elites‘ understandings of themselves and their relations to the rest of the globe” (Pratt, 15) Paradigm shift in the 18th century: from a maritime orientation towards the scientific exploration of the interiors and the construction of meaning through the description of nature (natural history)

3 The La Condamine Expedition 1735: scientific expedition to the interior of South America to determine the exact shape of the earth Expedition failed due to difficult conditions in the unexplored jungle Group of explorers split up and the first one arrived back in Europe ten years later

4 Natural History 1735: Carl Linné (Linneaus): „Systema Naturae“ (The System of Nature) Classificatory system for all plants: naming of plants according to their parts (nomenclature) A universal grit for the categorization for all elements of nature: every plant can be placed in the system „Natural History conceived the world as a chaos out of which the scientist produced an order.” (Pratt, 30)

5 “ ” The eighteenth-century classificatory systems created the task of locating every species on the planet, extracting it from its particular, arbitrary surroundings (the chaos), and placing it in its appropriate spot in the system (the order – book, collection or garden) with its new written, secular European name. (Pratt, 31) -> European scientists spread out around the globe to collect specimens -> Europeans viewed themselves as harmless ‘herborizers‘

6 “ ” The (lettered, male European) eye that held the system could familiarize (“naturalize”) new sites/sights immediately upon contact, by incorporating them into the language of the system. (Pratt, 31) -> Replacement of objects into language, culture and system of intellectual Europeans -> ignorance of ecological or cultural importance of objects in their natural surroundings

7 Kehlmann‘s Humboldt The historical Humboldt was a representer of the Enlightened idea of planetary consciousness Kehlmann‘s Humboldt represents the idea as well, but as a caricature Kehlmann‘s Humboldt is constantly collecting all kinds of data to organize the chaos He believes in natural history and the unity of the kosmos that can be represented by data

8 “Unweit der Mission, in der Höhle der Nachtvögel lebten die Toten. Der alten Legenden wegen weigerten sich die Eingeborenen, sie dorthin zu begleiten. […] In der Dunkelheit lebten Vögel. Tausende Nester hingen wie Beutel an der Höhlendecke, der Lärm war ohrenbetäubend. Wie sie sich orientierten, wußte niemand. Bonpland gab drei Schüsse ab, […] und schon sammelte er zwei noch zuckende Körper ein. Humboldt schlug Gesteinsproben aus dem Fels, maß Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit und kratzte Moos von der Wand. […] Hier, sagte der Führer, beginne das Totenreich. Er gehe nicht weiter. Humboldt bot eine Verdoppelung des Lohnes an. Der Führer lehnte ab. Dieser Platz sei nicht gut! Und überhaupt, was habe man hier zu suchen, der Mensch gehöre ans Licht. […] Licht, rief Humboldt, das sei nicht Helligkeit, sondern Wissen!” (Kehlmann, 72-73)

9 “Kurz vor Teneriffa sichteten sie ein Seeungeheuer. In der Ferne, fast durchsichtig vor dem Horizont, hob sich ein Schlangenleib aus dem Wasser, bildete zwei ringförmige Verschlingungen und blickte mit im Fernrohr sehr deutlich erkennbaren Edelsteinaugen zu ihnen herüber. Um sein Maul hingen barthaardünne Fasern. Schon Sekunden nachdem es wieder untergetaucht war, glaubte jeder, er hätte es sich eingebildet. Vielleicht die Dünste, sagte Humboldt, oder das schlechte Essen. Er beschloß, nichts darüber aufzuschreiben.“ (Kehlmann, 45)

10 „Dann erst bemerkte er den Drachenbaum. […] Der Baum war riesenhaft und wohl Jahrtausende alt. Er war hier gewesen noch vor den Spaniern und vor den alten Völkern. Er war dagewesen vor Christus und Buddha, Platon und Tamerlan. Humboldt horchte an seiner Uhr. Wie sie, tickend, die Zeit in sich trug, so wehrte dieser Baum die Zeit ab: eine Klippe, an der ihr Fluß sich brach. Humboldt berührte den schrundigen Stamm. Weit droben liefen die Äste auseinander, das Zwitschern hunderter Vögel durchdrang die Luft. Zärtlich strich er über die Rinde. Alles starb, alle Menschen, alle Tiere, immerzu. Nur einer nicht. Er legte seien Wange ans Holz, dann wich er zurück und sah erschrocken um sich, ob ihn jemand gesehen hatte. Schnell wischte er die Tränen weg und machte sich auf die Suche nach Bonpland.“ (Kehlmann, 47-48)

11 „Tatsachen, wiederholte Humboldt, die verblieben noch, er werde sie alle aufschreiben, ein ungeheures Werk voller Tatsachen, jede Tatsache der Welt, enthalten in einem einzigen Buch, alle Tatsachen und nur sie, der ganze Kosmos noch einmal, allerdings entkleidet von Irrtum, Phantasie, Traum und Nebel; Fakten und Zahlen, sagte er mit unsicherer Stimme, die könnten einen vielleicht retten. Bedenke er zum Beispiel, daß sie dreiundzwanzig Wochen unterwegs gewesen seien, vierzehntausendfünfhundert Werst zurückgelegt und sechshundertachtundfünzig Poststationen aufgesucht hätten und, er zögerte, zwölftausendzweihundertvierundzwanzig Pferde benützt, so ordne sich die Wirrnis zur Begreiflichkeit, und man fasse Mut.“ (Kehlmann, 293)

12 Bibliography: Kehlmann, Daniel: Die Vermessung der Welt (Hamburg: Rohwoldt Taschenbuch Verlag, 2005). Pratt, Mary Louise: Imperial Eyes: Travel Writing and Tranculturation (London: Routledge, 2008).


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