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Brennen ohne auszubrennen Männedorf, 15.11.2014 Dr. med. M. Kalabic Chefarzt Klinik Teufen Group.

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1 Brennen ohne auszubrennen Männedorf, Dr. med. M. Kalabic Chefarzt Klinik Teufen Group

2 Stress (lat. stringere = anspannen) bedeutet eine physiologische (= normale) Reaktion auf äussere Reize oder Anforderungen Ist Stress krankmachend?

3 Stress hat seine guten Seiten! Stress motiviert bewegt gibt Energie macht anpassungsfähig ist lebens-, sogar überlebenswichtig! erweitert den persönlichen Horizont bis zur individuellen Toleranzgrenze

4 Es gibt kein Leben ohne Stress!

5 Ist die Grenzüberschreitung krankmachend?

6 Die Grenzüberschreitung ist nicht das Problem, sondern wo die Grenze des Grenzüberschreitens beginnt!

7 Was ist ein Burnout-Syndrom? Dynamischer Prozess ……………. Endzustand „Verbrennungen führen zum Ausbrennen“

8 42,195 km Stress und Erfolg

9 42,195 km Stress und Burnout / Krankheit

10 Stress und Erfolg Sein historischer Triumph bei den olympischen Sommerspielen in London zahlt sich für Marathon-Sieger Stephen Kiprotich nun richtig aus. Bei seiner umjubelten Rückkehr in seine ugandische Heimat wurde dem 23-jährigen vom Staats- präsidenten Yowweri Musefeni ein Check über 80’000 USD überreicht. Laut Präsidentenbüro wurde angeordnet, das Geld noch vor dem Geschäftsschluss der Banken auf sein Konto einzuzahlen.

11 Stress und Burnout Der heutige als olympische Disziplin ausgetragene Marathonlauf über 42,195 km erinnert an die sagenhafte Leistung eines Boten, der die Strecke vom Dorf Marathon bis Athen lief um die Sieges- nachricht zu verkünden. Gemäss dem Mythos schrieb Phidippides am v.Chr. bei seiner Ankunft in Athen «wir haben gesiegt» und starb auf der Stelle.

12 Belastbarkeitsgrenze Genetische Prädisposition Persönlichkeitsmerkmale Traumatische Lebenserfahrungen Positive Lebenserfahrungen Gegenwärtige Belastungen Soziale Unterstützung / Isolation Trainingszustand Erholungskultur Vernunft

13 Genetische Prädisposition Resilienz Toleranz gegenüber belastenden Erlebnissen

14 Genetische Prädisposition Grundeinstellung Wahrnehmung der Emotionen (positiv/negativ)

15 Genetische Prädisposition Soziale Intelligenz Aufnahmefähigkeit für die sozialen Signale

16 Genetische Prädisposition Selbstwahrnehmung Erfassung der emotionalen Befindlichkeit auf körperlicher Ebene

17 Genetische Prädisposition Kontextsensibilität Anpassungsfähigkeit der emotionalen Reaktionen an den jeweiligen sozialen Zusammenhang

18 Genetische Prädisposition Aufmerksamkeit Fokussierungsfähigkeit / Priorisierungsfähigkeit

19 Geschlechtsspezifische Faktoren: ♂ Reaktion auf externe Reize Kampf/Flucht „ICH” Lösungsorientiert ♀ Reaktion auf innere Stressoren Kampf/umsorgend „WIR” Lösungsorientiert Genetische Prädisposition

20 Belastbarkeitsgrenze Genetische Prädisposition Persönlichkeitsmerkmale Traumatische Lebenserfahrungen Positive Lebenserfahrungen Gegenwärtige Belastungen Soziale Unterstützung / Isolation Trainingszustand Erholungskultur Vernunft

21 Prägende Kindheitserfahrungen - Angst - Bestrafung - Lob, Verwöhnung - Verlust Persönlich- keitszüge Persönlichkeitsmerkmale und Erfolg Prädisponierte für die hohe Leistung - sorgfältig - perfektionistisch - ehrgeizig - narzisstisch - kritisch - negativistisch - hilfsbereit - selbstlos

22 Stressbedingte Akzentuierung der Persönlichkeitszüge-Auswertung Klinik Teufen Persönlichkeitsmerkmale und Burnout

23 Belastbarkeitsgrenze Genetische Prädisposition Persönlichkeitsmerkmale Traumatische Lebenserfahrungen Positive Lebenserfahrungen Gegenwärtige Belastungen Soziale Unterstützung / Isolation Trainingszustand Erholungskultur Vernunft

24 Lebenserfahrungen und Leistungsfähigkeit Verlust / Druck / AngstBelohnung / Bestätigung Engegefühle Motivation / Freiheit

25 Belastbarkeitsgrenze Genetische Prädisposition Traumatische Lebenserfahrungen Positive Lebenserfahrungen Persönlichkeitsmerkmale Gegenwärtige Belastungen Soziale Unterstützung / Isolation Trainingszustand Erholungskultur Vernunft

26 Gegenwärtige Belastungen Individualismus / Leere Schalen  Einsamkeit  Ängstlichkeit  Fehlende Teamzugehörigkeit / Feindseligkeit  Fehlende Zusammenarbeit / Konkurrenzkampf Institutionelle Abhängigkeit (z. B. Verschuldung) Zeitmangel? (oder falsche Prioritäten?) 24-Std.-Erreichbarkeit / Informationsaufnahmefähigkeit (24/7)

27 Gegenwärtige Belastungen Beschleunigung der gesellschaftlichen / wirtschaftlichen Prozesse  Wissensexplosion  Kommunikationsmöglichkeiten / Informationstechnologie  Wegfall der Grenzen / Globalisierung  Mobilitätsgesellschaft

28 Belastbarkeitsgrenze Genetische Prädisposition Persönlichkeitsmerkmale Traumatische Lebenserfahrungen Positive Lebenserfahrungen Gegenwärtige Belastungen Soziale Unterstützung / Isolation Trainingszustand Erholungskultur Vernunft

29 geschützt isoliert Auflösung der emotionalen & traditionellen Bindungen

30 30, Emotionale Bindungen Willkommen sein Geborgenheit / Wärme Sicherheit Vertrauen Zuverlässigkeit – Fremdkörper, alleine zu zweit – Gleichgültigkeit / Feindseligkeit – Wackeligkeit – Eifersucht – Unzuverlässigkeit

31 31, Emotionale Bindungen Liebe / Zuneigung Beobachtung Verständnis Anerkennung Wertschätzung Freiraum Erfüllte Sexualität – Bösheit / vergiftete Seele – Ignoranz – versteckte Botschaft – Kritik, Abwertung – Desinteresse – Einengung/Unterdrückung – es gehört dazu

32 Belastbarkeitsgrenze Genetische Prädisposition Persönlichkeitsmerkmale Traumatische Lebenserfahrungen Positive Lebenserfahrungen Gegenwärtige Belastungen Soziale Unterstützung / Isolation Trainingszustand Erholungskultur Vernunft

33 Trainingszustand und Leistung

34 Erholungskultur und Leistung

35 Belastbarkeitsgrenze Genetische Prädisposition Persönlichkeitsmerkmale Traumatische Lebenserfahrungen Positive Lebenserfahrungen Gegenwärtige Belastungen Soziale Unterstützung / Isolation Trainingszustand Erholungskultur Vernunft

36 Vernunft-Strecke Rhythmuswechsel 42,195 km

37 Menschliche Bedürfnisse Macht = Stärke Leistung = Stolz Emotionale Bindungen = soziale Bestätigung Warum verliert man die Vernunft?

38 Wichtigkeit der Arbeit / Leistung / Schnelligkeit Selbstdefinition / Identität Anerkennung / Feedback Soziale Bindungen / Bestätigung Geistige / intellektuelle / körperliche Förderung / Entwicklung Ausgleich / Flucht

39 „Als ich jung war, dachte ich Geld sei das wichtigste im Leben. Jetzt wo ich alt bin, weiss ich es stimmt.“ (Oskar Wilde) Warum verliert man die Vernunft?

40 Arbeitsrausch / Bewegungsrausch Arbeit als Sucht / Bewegungssucht Merkmale von Workaholismus Euphorie Hyperaktivität gesteigerter Einsatz für Ziele Gefühl der Unentbehrlichkeit Apathie Gefühl der Einsamkeit Ängste Zurückgezogenheit bzw. Vernachlässigung der gesellschaftlichen Aktivitäten Das „Glück“ ist von Suchtmittel abhängig Die Dosis der Suchtmittel muss stets erhöht werden (arbeiten, arbeiten, arbeiten…) 40

41 Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf. Sie weiss, sie muss schneller laufen als die schnellste Löwin, um nicht gefressen zu werden… Jeden Morgen wacht in Afrika eine Löwin auf. Sie weiss, sie muss schneller als die langsamste Gazelle sein, wenn sie nicht verhungern will… Fazit: Es ist egal ob man eine Löwin oder eine Gazelle ist. Wenn die Sonne aufgeht, musst du rennen! 41 Stand by modus als Dauerzustand

42 Burnout-Entwicklung Emotionale / körperliche Erschöpfung Versagensängste Anforderung als Belastung / Verdrängen von Misserfolgen Zweifel an eigenen Fähigkeiten Häufige Erschöpfung oder vegetative Überreaktion Schwächung des Immunsystems Unfähigkeit zu entspannen Veränderungen des Gesundheitsverhaltens (schneller Griff zu „alltäglichen“ Beruhigungsmitteln, ungenügend Zeit für Erholungspausen, unregelmässige Einnahme der Mahlzeiten und unausgewogene Zusammensetzung der Nahrung, zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung usw.) 42

43 Emotionale Distanzierung Verlust positiver Gefühle gegenüber Klienten und Mitmenschen Fluchtphantasien Gefühl ausgenutzt zu werden Gefühl von Hilflosigkeit, Tagträume Pessimismus negative Einstellung zur Arbeit / Leben 43 Burnout-Entwicklung

44 Abbau der Arbeitseffizienz / sozialen Fertigkeiten Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeiten Unfähigkeit neue Informationen aufzunehmen Konzentrationsstörungen Motivation- und Kreativitätsmangel Anhaltende körperliche Erschöpfung Beziehungsprobleme Sozialer Rückzug Depersonalisation  Eine Wand zur Aussenwelt und zu sich selbst 44 Burnout-Entwicklung

45 Schlafstörungen, Unausgeschlafenheit Schwitzen / Mundtrockenheit Unfähigkeit zur Entspannung in der Freizeit Schwindelgefühle Sexuelle Probleme Herzklopfen Pulsbeschleunigung 45 Psychosomatische Reaktionen

46 Enge-Gefühl in der Brust Atembeschwerden Erhöhter Blutzucker Erhöhtes Cholesterin Muskelverspannungen Rückenschmerzen Chronische Kopfschmerzen Magen-/Darm-Beschwerden 46 Psychosomatische Reaktionen

47 47 Burnout-Endzustand Mit Blick zurück würde ich sagen, ich hätte nicht mehr lange überlebt. Ganz klar nein. Mit all dem was ich hatte, wäre das nicht mehr gegangen. Das war mit angezogener Handbremse fahren und noch voll auf die Fussbremse treten und im ersten Gang abwärts fahren und eigentlich schon lange kein Öl mehr im Motor drin und Benzin eigentlich nur noch ein letztes Tröpfchen haben und immer noch meinen, es geht schon noch, es geht schon noch. Es wäre nicht mehr gegangen. - Rückblick eines Patienten -

48 Abgrenzung Burnout / Depression

49 Burnout als dynamischer Prozess wird durch Selbstwahrnehmungsstörungen im „positiven“ Sinne charakterisiert, die auf verzweifelte Versuche, die eigene Grossartigkeit, Grosszügigkeit oder Zwanghaftigkeit zu befriedigen/ rechtfertigen zurückzuführen ist.

50 Eine Depression wird durch Selbstwahrnehmungsstörungen im „negativen“ Sinne charakterisiert, als resignierter Versuch, die eigene Minderwertigkeit, Ängstlichkeit oder Selbstaufopferung zu befriedigen.

51 Vincent Willem van Gogh Was kann man gegen Burnout tun? 51

52 52 Ist Burnout behandelbar? Klinik Teufen, Therapie-Nachhaltigkeit bis

53 Burnout Schutzfaktoren Persönliche Ebene  Positives Temperament  Positives / aktives Sozialverhalten  Positives Selbstwertgefühl -> cave: Überschätzung/Eitelkeit  Aktive Stressbewältigung  Vitalität (körperlich und geistig)  Begeisterungsgabe  Versöhnungsgabe 53

54 Burnout Schutzfaktoren Organisatorische Ebene  Flache Hierarchie (cave: Anarchie)  Partizipation an Entscheidungen / Verantwortung  Anerkennende Teamkultur  Stabile emotionale Bindungen  Positive gesellige Aktivitäten  Teamzugehörigkeitsgefühle  Wir-orientierte Lösungsstrategien  Gerechtigkeitssinn  Emotionale Unterstützung in der Krise Mitgefühl, Verständnis, Anteilnahme, Respekt, Zuhören 54

55 Kraft: zu denken zu fühlen zu lieben zu erschaffen 55 Beziehung = Spiel Gerechtigkeitssinn Macht zu etwas = schöpferische Macht

56 Gerechtigkeitssinn Macht über etwas = konflikterzeugende Macht Fähigkeit auf das Verhalten und Denken einer Person / Interessengruppe einzuwirken. 56 Beziehung = Machtspiel

57 «Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.» Immanuel Kant ( ) Gerechtigkeitssinn

58 Emotionale Bindungen: Sicherheit Verlassenheit Innere Freiheit Gefühlsaustausch Die realen Ängste treten bei unmittelbarer Bedrohung auf, die krankmachenden Ängste bei Auflösung der emotionalen Bindungen. (Sigmund Freud) 58

59 Emotionale Bindungen 59

60 60 Beeinträchtigung der sozialen Integrität Emotionale Bindungen

61 61 Beeinträchtigung der sozialen Integrität Emotionale Bindungen

62 62 Beeinträchtigung der sozialen Integrität Emotionale Bindungen

63 Beeinträchtigung der sozialen Integrität 63

64 Auflösung der Emotionalen Bindungen ↓ Ausgrenzung ↓ Schmerz / Angst ↓ Kränkung / Krankheit 64 Beeinträchtigung der sozialen Integrität

65 Betriebliche Burnout-Prävention (allgemein)  Aufklärung / Enttabuisierung der psychischen Belastungen und deren Folgen  Förderung der individuellen Widerstandsfähigkeit  Förderung der Selbstkompetenz (Empowerement) am Arbeitsplatz  Förderung der offenen / spontanen Kommunikationskultur  Menschenfreundliches Führungsverhalten  Früherkennen und Frühintervention bei BO-Fällen (sowohl gute als auch schlechte Stimmung sind ansteckend) 65

66 Burnout-Prävention Gesundheitsförderndes Führungsverhalten Führen Unterschied Vorgesetzter = Resultat der Organisationsstruktur Führungskraft = Resultat einer Legitimation von unten! Führen ist keine selbstoptimierte Funktion, sondern eine fremdoptimierte

67 Grundbedürfnisse der Mitarbeiter Macht = Stärke Leistung = Stolz Emotionale Bindungen = soziale Bestätigung Burnout-Prävention Gesundheitsförderndes Führungsverhalten

68 Für die eigene Gesundheit sorgen Förderung der Teamzugehörigkeit Grenzen setzen Loslassen können 68 Burnout-Prävention Gesundheitsförderndes Führungsverhalten

69 69  Empathie = die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen. (Voraussetzung: für die eigene Gesundheit sorgen) Eine Führungskraft muss Zugang zur menschlichen, spontanen Ebene haben, aber: „Vermeiden Sie eine „perfekte“ Organisation, sie würde im Chaos enden, Vermeiden Sie eine „chaotische“ Organisation, sie würde in Ordnung ersticken.“ - Arnold Retzer, Syst. Institut, Heidelberg - Teamzugehörigkeits-Förderung

70 Wann und Wie? Eine Führungskraft muss wissen, was für den Mitarbeiter eine ausreichende Nicht-Bestrafung sein kann resp. wo die Konsequenzen spürbar werden 70 Grenzen setzen

71 „Philosophieren macht mir Spass und damit ich es in Ruhe betreiben kann, muss ich frei von der Tagesarbeit sein und Zeit für Musse haben. Deshalb bräuchte ich einen Sklaven, der alle Arbeit für mich erledigt. Ich kann es aber nicht brauchen, wenn dieser Sklave mich dauernd stört, indem er fragt, was er arbeiten soll. Er müsste also einer sein, der für sich denkt und alles selbst entscheidet... Wenn ich es recht bedenke, kann ich also keinen Sklaven brauchen, sondern nur einen, der von mir unabhängig ist. Nur dann kann ich mich voll der Musse hingeben.“ - Platon 428 – 348 v.Chr Loslassen / Autonomie-Förderung

72 72 Loslassen / Autonomie-Förderung Fazit: Der Führende gewinnt den notwendigen Freiheitsraum für die eigenen Aufgaben, wenn es ihm gelingt, seine Mitarbeiter aus ihrer Abhängigkeit von ihm zu befreien. (Sklave = gehorsam, willenlos)

73 Burnout-Prävention „Ohne Selbstreflexion keine Burnout – Prävention!“ Gesundheitsfördernde Lebenseinstellung Jeder ist für seine eigene Einstellung zum Leben / zur Arbeit verantwortlich Jeder ist für seine individuelle Gesundheitsförderung verantwortlich Jeder ist für eine gesunde Kommunikationskultur mitverantwortlich Bei bevorstehenden Veränderungen selber einen Beitrag leisten Zeitmanagement – „Erholungsinsel“ 73

74 Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf. Sie weiss, dass sie nur dann den Tag überleben wird, wenn sie sich für die Zeiten vorbereitet, zu denen sich die Löwen auf Nahrungssuche machen. Jeden Morgen wacht in Afrika eine Löwin auf. Sie weiss, dass sie nur dann nicht verhungern wird, wenn sie sich für die Zeiten vorbereitet, zu denen die Gazellen ihren Durst am Wasser stillen. Fazit: Es ist egal ob man eine Löwin oder eine Gazelle ist: Wenn die Sonne aufgeht, sollte man erholt sein und etwas vom Tagesablauf anderer Lebewesen verstehen, damit man genügend Zeit zur Vorbereitung hat, um im richtigen Moment zu entkommen oder zuzuschlagen. 74 Timeout statt Burnout

75 Anregungen zur Burnout-Prävention/ Prophylaxe Körperliche Ebene: Genügend Schlaf Gesundes Nahrungsverhalten (Zeit !!!) Alkohol und Kaffee in Massen Nikotin meiden Keine Psycho-Stimulanzien Regelmässige Entspannung Massvolle und regelmässige körperliche Aktivitäten erhalten die Erholungsfähigkeit

76 Anregungen zur Burnout-Prävention/ Prophylaxe Seelische Ebene: Ruhezeiten Ernst- und Wahrnehmen Ja/Nein zu sich sagen ist die Voraussetzung, um sich nach aussen abgrenzen zu können Lachen ist der beste Stress- und Burnoutkiller Persönliche Kontakte pflegen - auch spontan Weniger geben und mehr vergeben

77 Anregungen zur Burnout-Prävention/ Prophylaxe Geistige Ebene: Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg gehen Streiten, um nachher zu reden und nicht um nachher zu schweigen Es darf „unlösbare“ Probleme geben Sich immer wieder an seine Privilegien erinnern („good news are not ( bad ) news“) Sich auf Wissen und nicht nur auf Informationen stützen

78 Solange ich mir nicht eingestehe, ein Problem zu haben, muss ich es auch nicht lösen. Therapievoraussetzung

79 Burnout Behandlung Psychophysische Erschöpfung Körperliche Emotionale Geistige Soziale

80 Burnout-Verhaltensmuster

81 Burnout Behandlung Therapie: Körperliche Emotionale Geistige Soziale

82 82 Neurobiologie von MTT –Induktion der Genexpression von neurotrophen Faktoren wie „brain derived neurotrophic factor“ (BDNF), „nerve growth factor“ (NGF) und Galanin (NA-Modulator), speziell im Hippocampus, aber auch in zerebellären und kortikalen Regionen –BDNF verbessert die synaptische Plastizität und damit Lernvermögen und Gedächtnisleistung –Sport verbessert den mitochondrialen Stoffwechsel im Hippocampus –Verbesserung der Hirnleistung z.B. nach Hirninfarkt und (mild) traumatic brain injury, abhängig vom Zeitpunkt des Beginns und der Intensität des Trainings (Griesbach et al. 2004)

83 83 Neurobiologie von MTT –Vermehrte Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Testosteron, Insulin-like growth-factor (IGF-I) Renin, Angiotensin II, β- Endorphinen (Kraemer 1999) Keine Korrelation zwischen Endophinanstieg und Stimmungsverbesserung (Farrel 1982) –Anstieg freier Fettsäuren im Plasma – Verdrängung von Tryptophan aus der Plasma-Eiweiss-Bindung – Anstieg freies Tryptophan – Erhöhung Einstrom Tryptophan durch Blut-Hirn-Schranke –Verbesserte Insulinwirkung erhöht Utilisation von LNAA – fördert Einstrom Tryptophan durch Blut-Hirn-Schranke –Erhöhung Tryptophan-Spiegel im ZNS stimuliert Serotonin-Synthese ( Broocks 2005) –Erhöhter Umsatz von Serotonin im mediobasalen Hypothalamus, verstärkt durch Tryptophangabe

84 84 Neurobiologie der Körpertherapien Hypothalamus – Adrenalin-Kaskade Vermehrte Ausschüttung von Oxytocin

85 85 Klassische Massage  Eine der ältesten Behandlungsmethoden der menschlichen Zivilisation  Verbesserung der Durchblutung  Verbesserung des Metabolismus  Muskelentspannung  Innere Entspannung  Verbesserung der Körperwahrnehmung  Verbesserung der Gefühlswahrnehmung  Verbesserung des Wohlbefindens

86 86 Craniosacraltherapie  Entstanden aus der Osteopathie  Sanfte, manuelle Therapieform  Die Behandlung wird mit Stille oder Worten begleitet  Führt zur Wahrnehmung und Verbesserung des Energieflusses im Körper  Schmerzlinderung  Muskelentspannung  Angstlinderung  Stimmungsaufhellung

87 87 Atemtherapie  Erleichterung der Atmung  Verbesserung der Lungenfunktion  Korrektur der Wirbelsäulen- und Brustkorbfehlhaltung  Verbesserung der Hirndurchblutung und Neuroplastizität  Verbesserung der Selbstwahrnehmung  Stimmungsaufhellung  Angstlinderung  Verbesserung der Stressmodulationsfähigkeit

88 88 Entspannungstechniken n Progressive Muskelrelaxation n Autogenes Training n Achtsamkeitstraining  Selbstwahrnehmungsübungen  Körpersymptome wahrnehmen und ihre Bedeutung erkennen lernen  Atmen = Leben bewusste Bauchatmung vertieft die Selbstwahrnehmung  Schmerzbedeutung im Ursprung spüren  Aufmerksamkeit zentrieren

89 89 Psychotherapie n Raum und Zeit für sich n Erkennen, reflektieren und verstehen eigener Verhaltensmuster n Förderung der persönlichen Ressourcen n Perspektivenwechsel als Methode zur Entwicklung von Lösungsansätzen

90 Psychotherapie

91

92 92 Gruppentherapie Störungsspezifisch  Erarbeitung der psychodynamischen Störungshintergründe  Erarbeitung der Problemlösungsstrategien

93 93 Gruppengespräch Nicht störungsspezifisch Die neurotischen (krankmachenden) Ängste treten auf, wenn die Gefühlsbindungen unterbrochen werden. (Sigmund Freud) Weine, nur bei demjenigen, der selber geweint hat. (altrömischer Spruch)

94 Voraussetzung für erfolgsversprechende Therapie Hör zu! Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du fängst an, mir Ratschläge zu erteilen, dann tust du nicht, worum ich gebeten habe. Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du fängst an, mir zu sagen, warum ich mich nicht so fühlen sollte, dann trampelst du auf meinen Gefühlen herum. Wenn ich dich bitte, mir zuzuhören, und du meinst, du müsstest etwas tun, um mein Problem zu lösen, dann hast du mir gegenüber versagt, so seltsam das klingen mag. Hör zu! Ich wollte nichts weiter, als dass du zuhörst, du solltest nicht reden oder etwas tun – hör mir einfach nur zu. Guter Rat ist nicht teuer; für eine Mark bekommst du ihn von Frau Irene und Dr. Markus in derselben Zeitschrift. Und ich kann für mich selbst einstehen. Ich bin nicht hilflos. Vielleicht mutlos und unsicher, aber nicht hilflos.

95 Wenn du etwas für mich tust, was ich selbst tun kann und muss, dann trägst du zu meiner Ängstlichkeit und meinen Minderwertigkeitsgefühlen bei. Aber wenn du einfach die Tatsache akzeptierst, dass ich nun einmal fühle, was ich fühle, auch wenn es noch so irrational ist, dann kann ich damit aufhören, dich überzeugen zu wollen, und mich daranmachen herauszufinden, was hinter diesem irrationalen Gefühl steckt. Und wenn mir das klar ist, dann liegt die Antwort auf der Hand, und ich brauche keine Ratschläge mehr. Irrationale Gefühle haben einen Sinn, sobald wir verstehen, was dahintersteckt. Vielleicht ist das der Grund, warum Gebete funktionieren, manchmal, bei manchen Leuten – denn Gott ist stumm, und er oder sie gibt keine Ratschläge und versucht nicht, die Dinge zu richten. „Sie“ hören einfach zu und lassen es dich allein herausfinden. Also bitte, hör zu, hör mich einfach an. Und wenn du etwas dazu sagen willst, warte einen Augenblick, bis du dran bist – und dann höre ich dir zu.

96 Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich brenne noch auf Ihre Fragen.


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