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WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 1 3.2 Elektronische Signalerzeugung Systeme.

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Präsentation zum Thema: "WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 1 3.2 Elektronische Signalerzeugung Systeme."—  Präsentation transkript:

1 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung Elektronische Signalerzeugung Systeme zur Erzeugung ungedämpfter elektrischer Schwingungen sind elektronische Generatoren, auch Oszillatoren genannt Einordnung P el mit U und I P el mit u, i und f PVPV G Der Input ist in jedem Fall Gleichstromleistung. Als Output liefern Generatoren elektrische Schwingungen mit unterschiedlichen Kurvenformen, die als Signale verwendet werden können. Beispiele für zeitliche Verläufe von elektronisch erzeugten Signalen (Outputs). Sinusschwingung t u Rechteckschwingung u t

2 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 2 u t Dreieckschwingung u t Sägezahnschwingung u t Mehrfachimpulse Zur Erzeugung ungedämpfter elektrischer Sinusschwingungen verwendet man Sinusgeneratoren. Diese werden auch als Oszillatoren bezeichnet. Sie werden in Sendern, Empfängern, Messgeräten und für Steuerungsaufgaben verwendet. Rechteck-, Dreieck- und Sägezahngeneratoren liefern dagegen sich sprunghaft oder linear verlaufende Spannungen. Diese werden auch als Rechteck-, Dreieck- oder Sägezahnspannung bezeichnet Das Prinzip der ungedämpften Schwingungserzeugung Ein Generator besteht grundsätzlich aus: Verstärker Mitkopplung frequenzbestimmendem Glied Amplitudenbegrenzung Verstärker Mitkopplung U (Signal) Amplituden- begrenzung ~ ~ ~ frequenzbestim- mendes Glied Signalausgang

3 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 3 Für die Erzeugung einer ungedämpften Schwingung muss die Phasenbedingung erfüllt sein. D.h. heißt, dass zur Schwingungserzeugung ein Teil der Ausgangsspannung phasengleich wieder dem Eingang zugeführt werden muss. Wirkungsweise Damit eine ungedämpfte Schwingung eingeleitet und aufrechterhalten werden kann, muss die Mitkopplung so ausgelegt sein, dass die Eigenverluste der Schaltung aufgehoben werden. Der Kopplungsfaktor K gibt an, welcher Teil der Ausgangsspannung auf den Eingang rückge- koppelt wird. Je größer der Spannungsverstärkungsfaktor V u des Verstärkers ist, desto kleiner kann der Kopplungsfaktor K sein. Das Produkt aus K und V u nennt man Ringverstärkung. U ~ ~ ~ + + VUVU K Eine Schwingung setzt dann ein, wenn die Ringverstärkung größer 1 ist. Im eingeschwungenen Zustand ist die Ringverstärkung gleich 1. Dieser Zusammenhang heißt Ampitudenbedingung. Aus Phasen- und Amplitudenbedingung ergibt sich die Schwingungsbedingung: Phasenbedingung: k = 0 K: Kopplungsfaktor k : Phasenverschiebungswinkel zwischen rück- gekoppelter Spannung und Eingangsspannung Amplitudenbedingung: K · V U 1 V U : Spannungsverstärkungsfaktor

4 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 4 Frequenzbestimmung Damit ein Generator nur mit einer bestimmten Frequenz schwingt, muss in den Rückkopplungs- zweig ein frequenzabhängiges Glied eingefügt werden. Dafür kommen LC- oder RC – Glieder in Frage. LC – Glieder werden als Schwingkreise bezeichnet. Amplitudenbegrenzung Bei der Selbsterregung einer Schwingschaltung wächst die Schwingungsamplitude immer mehr an. Eine Begrenzung der Amplitude ergibt sich von selbst durch die Betriebsspannung, den Aussteuerungsbereich eines verwendeten Transistors bzw. die Übertragungskennlinie eines eingesetzten Operationsverstärkers. Dadurch entstehen aber Verzerrungen. Eine nahezu verzerrungsfreie Ausgangsspannung erreicht man mit einer stabilen Amplitude durch Verstärkerregelung oder durch die Regelung des Kopplungsfaktors. Dabei muss die Amplitude innerhalb des linearen Teils des Aussteuerbereichs begrenzt werden. Die Amplitudenbegrenzung erfolgt meist durch Verstärkergegenkopplung in Abhängigkeit von der Ausgangsspannung. Eine typische Variante für Oszillatoren mit Transistoren ist die Realisierung der stromgesteuerten Spannungsgegenkopplung, wie sie von der Temperaturdrift-Stabilisierung beim Emitterverstärker bekannt ist (Siehe Script Verstärker).

5 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung Schwingungsbestimmende Elemente Schwingkreise Funktion: Selektion elektromagnetischer Schwingungen bestimmter Frequenzen Ohne Schwingkreise ist die Entwicklung der Funktechnik und anderer technischer Bereiche nicht denkbar. Mit ihrer Hilfe gelingt es, aus der Vielzahl der von Sendern abgestrahlten elektro- magnetischen Wellen genau die des gewünschten Senders zu selektieren. Andererseits setzt die Erzeugung elektromagnetischer Wellen in bestimmten Frequenzbereichen die Nutzung von Schwingkreisen voraus. Schwingkreise sind Reihen- oder Parallelschaltungen von Spulen und Kondensatoren. Wirkprinzip: Ein schwingungsfähiges System schwingt mit seiner Eigenfrequenz. Wenn die Anstoßfrequenz so groß ist wie die Eigenfrequenz des Systems, entsteht eine Schwingung mit großer Amplitude. In diesem Fall spricht man von Resonanz. Der Reihenschwingkreis Ein Reihenschwingkreis besteht aus einer Reihenschaltung von Spule und Kondensator. Der ohmsche Widerstand der Spule wird als Reihenwiderstand R dargestellt. Durch alle drei Bauelemente fließt dieselbe Stromstärke.

6 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 6 Die geometrische Addition der Teilspannungen ergibt die Gesamtspannung U. U: Gesamtspannung U R : Spannungsabfall am Wirkwiderstand U L,U C : Spannungsabfälle an den Blindwiderständen Z: Scheinwiderstand R: Wirkwiderstand X L, X C : Blindwiderstände Durch alle drei Bauelemente fließt dieselbe Stromstärke I. I I Am Verlustwiderstand R ist die Spannung mit dem Strom gleichphasig. URUR R URUR An der Spule L eilt die Spannung dem Strom um 90° voraus. L ULUL ULUL Am Kondensator C eilt der Strom der Spannung um 90° voraus. C UCUC UCUC Beide Spannungen sind gegeneinander um 180° verschoben. Daher sind sie voneinander zusubtrahieren. U b -U C Dem Zeigerbild der Spannungen entspricht das Diagramm der Widerstände (Reihenschaltung!). U U R XLXL XCXC X b -X C Z

7 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 7 Bei Resonanzfrequenz sind die Spannungen an Spule und Kondensator gleich groß. Die Stromstärke erreicht ihr Maximum. Das bedeutet, dass der Scheinwiderstand im Resonanzfall am kleinsten ist, nämlich gleich dem Verlustwiderstand (Ohmscher Widerstand der Spule). Man nennt den Reihenschwingkreis deshalb auch Saugkreis. ULUL U f Z f URUR Eigen- frequenz f 0 UCUC R Eigen- frequenz f 0 Die Teilspannungen des Reihenschwingkreises sind im Resonanzfall erheblich größer als die Generatorspannung (Spannung der Spannungsquelle). Bei niedrigen Frequenzen fällt fast die gesamte Spannung am Kondensator ab, bei hohen dagegen an der Spule. Die Abbildungen oben zeigt diese Zusammenhänge.

8 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 8 Der Parallelschwingkreis Die Verluste eines Parallelschwingkreises setzen sich aus dem kleinen ohmschen Widestand der Spule und dem großen Parallelwiderstand des Dielektrikums des Kondensators zusammen. Ein Parallelschwingkreis besteht aus einer Paralellschaltung von Spule und Kondensator. L C Meist wird nur die letzte Variante berücksichtigt. R Sp R Di An allen Bauelementen des Schwingkreises liegt die gleiche Spannung U an. Der Strom durch den Kondensator (I C ) eilt der Spannung um 90°voraus, der Strom durch die Spule (I L ) um 90° nach. Dem Zeigerbild der Ströme entspricht das Leitwertdiagramm. LR C U U ICIC ICIC IRIR IRIR Durch das Dielektrikum fließt der sehr kleine Strom I R. ILIL ILIL Die Gesamtstromstärke I ergibt sich durch geometrische Addition. I I I C -I L B C -B L Y G BLBL BCBC

9 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 9 Bei sehr niedrigen Frequenzen wirkt die Spule fast als Kurzschluss, bei hohen Frequenzen zeigt der Kondensator diese Wirkung. Eigen- frequenz f 0 Im Resonanzfall sind beide Ströme gleich groß. Sie heben sich wegen ihrer entgegen gesetzten Phasenlage auf. Das bedeutet, dass im Resonanzfall nur der parallel liegende Verlustwiderstand und die angelegte Spannung den Betrag des Stromes bestimmen. Anders ausgedrückt hat der Parallelschwingkreis im Resonanzfall seinen größten Widerstand. Deshalb nennt man ihn auch Sperrkreis. Z f Unterhalb der Resonanzfrequenz überwiegt der Strom durch die Spule, oberhalb ist es der durch den Kondensator. Den größten Widerstand des Parallelschwingkreises nennt man Resonanzwiderstand. Für ihn besteht der folgende Zusammenhang. R res : Resonanzwiderstand R V : Verlustwiderstand der Spule L: Induktivität C: Kapazität

10 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 10 Resonanzfrequenz (Eigenfrequenz) Schwingkreise wirken im Resonanzfall als Wirkwiderstände. D.h., dass zwischen der Gesamt- spannung und dem Gesamtstrom keine Phasenverschiebung besteht. Beim Reihen- und beim Parallelschwingkreis mit geringen Verlusten ist bei Resonanz der induktive Blindwiderstand gleich dem kapazitiven Blindwiderstand. Es ergibt sich für die Resonanzfrequenz die Thomsonsche Schwingungsgleichung Bandbreite und Güte Die Güte Q eines Schwingkreises ist von der Größe der Verlustwiderstände R V und R P abhängig. Reihenschwingkreis: Die Güte ist um so größer, je größer der Blind- widerstand X 0 von Spule oder Kondensator im Resonanzfall im Verhältnis zum Verlustwiderstand R V der Spule ist. Parallelschwingkreis: Die Güte ist um so größer, je größer der parallele Verlustwiderstand R P des Kreises im Verhältnis zum induktiven oder kapazitiven Blindwiderstand X 0 bei Resonanz ist. Je größer die Bandbreite eines Schwingkreises ist, desto kleiner ist seine Güte. Die Bandbreite ist die Differenz der Frequenzen, bei denen die Resonanzkurve auf etwa 70% des Höchstwertes abgefallen ist.

11 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung RC - Glieder Phasenschieberketten setzen sich aus RC – Gliedern zusammen. Für RC – Glieder gibt es folgende Grundschaltungen: TiefpassHochpass UeUe UeUe UaUa UaUa Ein Tiefpass lässt Spannungen mit tiefen Frequenzen passieren, weil mit steigender Frequenz der Kondensator seinen Widerstand verkleinert. Der Hochpass dagegen ermöglicht Spannungen mit hohen Frequenzen den Durchgang, weil der Kondensator seinen Widerstand verringert. Aus diesem Verhalten ergeben sich charakteristische Durchlasskurven. UeUe UeUe 0,7 U e f UaUa f UaUa fgfg fgfg

12 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 12 Die Grenzfrequenz ist dann erreicht, wenn ohmscher und Blindwiderstand gleiche Werte haben. Setzt man die Blindwiderstände ein, dann ergibt sich: Das dazugehörige Zeigerdiagramm: Bei Grenzfrequenz sind die beiden Spannungsabfälle über den Widerständen gleich groß und die Phasenverschiebung beträgt 90. URUR URUR UCUC UCUC UeUe UeUe Wegen der Phasenverschiebung (90°) und der gleich großen Spannungen U R und U C beträgt die Eingangsspannung das 2 fache der Teilspannungen. Die Ausgangsspannung ist also das 1/ 2 fache ( 0,7) der Eingangsspannung. Kombiniert man einen Tiefpass mit einem Hochpass, erhält man einen Bandpass. Ein Bandpass verfügt über zwei Grenzfrequenzen, eine obere f go und eine untere f gu. UeUe UaUa f go f gu UaUa f 0,7 U e

13 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 13 Jeder einstufiger Transistorverstärker in Emitterschaltung bewirkt zwischen Ein- und Ausgangs- spannung eine Phasendrehung um Phasenschieberkette U t Mitkopplung erfordert Phasengleichheit. Phasengleichheit und Frequenzselektion werde mit Phasenschieberketten erreicht. Diese bestehen aus RC – Gliedern. UeUe UaUa U a U e U R3 U R2 U a U e U R2 C1C1 C2C2 C3C3 R1R1 R2R2 R3R3 U C2 U C3 I3I3 I2I2 U R1 U C1 I1I1 U C3 U C2 U R3 Bei der Frequenz f 0 dreht jedes RC-Glied die Phase um 60. Die Ströme erzeugen entsprechende Spannungsabfälle. Voraussetzung hierfür ist, dass jedes RC – Glied vom nachfolgenden Glied nicht belastet wird (ideale RC – Kette). Die Ausgangsspannung U a ist gegenüber U e um 180 gedreht und dem Betrag nach U e /8. Mit einem Verstärker, dessen Spannungsverstärkung größer als 8 ist, kann ein Oszillator für f 0 aufgebaut werden. Die Frequenz f 0 einer solchen Phasenschieberkette ergibt sich aus:

14 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung Schwingquarze Ein Schwingquarz ist ein in bestimmter Richtung aus einem Quarzkristall herausgeschnittenes Plättchen. Auf zwei gegenüberliegenden Flächen sind Kontaktelektroden angebracht. Legt man an diese Kontakte eine Wechselspannung an, so führt der Quarz auf Grund des Piezo – Effekts mechanische Schwingungen aus, deren Frequenz von den Abmessungen des Quarzes abhängt. Umgekehrt bilden sich bei Zug oder Druck an der Oberfläche des Quarzes elektrische Ladungen aus. Quarz (SiO 2 ) hat eine besonders konstante mechanische Eigenfrequenz. Seine größte Frequenzabweichung beträgt 0,0001%. Schwingquarze werden deshalb für Schwingungserzeuger bevorzugt, deren Oszillatorfrequenz dann nahezu unabhängig von der Betriebsspannung, der Belastung, der Rückkopplung sowie der Temperatur ist. In seinen elektrischen Eigenschaften ist der Quarz mit einem Schwingkreis vergleichbar. Er kann jedoch eine etwa 1000-fach höhere Güte erreichen. Man verwendet ihn entweder als Reihen- oder als Parallelschwingkreis. Er hat je nach Betriebsart zwei unterschiedliche Eigenfrequenzen. Blindwiderstandsverhalten X f Quarzgeneratoren werden in Sendern, Eichgeneratoren, Mess- und Schaltgeräten, Uhren und Rechnern verwendet. Symbol Ersatzschaltbild

15 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung Sinusgeneratorschaltungen LC - Generatoren - Beispiel: Meißner-Generator Die Grundschaltung der LC – Generatoren liefert der Meißner – Generator, auch Meißner – Oszillator oder Meißnersche Rückkopplungsschaltung genannt. Diese Schaltung kann aus einem Emitterverstärker entwickelt werden. RE RE RA RA R2 R2 R1 R1 Der Emitterwiderstand R E realisiert die Amplitudenbegrenzung durch stromgesteuerte Spannungsgegenkopplung. Veränderungen in der Verstärkerschaltung: Der Arbeitswiderstand R A wurde durch den Schwingkreis L 1 ; C 1 ersetzt. Der Schwingkreis ist das Frequenz bestimmende Element der Schaltung. L1L1 C1C1 Die Mitkopplung wird durch den Transformator L 1 /L 2 gewährleistet, denn jede Schwingung des Schwingkreises wird auf L 2 übertragen und von dort in den Eingang des Verstärkers. L2L2 C2C2 Mit dem Widerstand R 2 wird der Basisruhestrom eingestellt. C 2 verhindert, dass der Basisstrom über die Sekundärwicklung L2 des Transformators nach Masse abfließt. R2R2 RERE + UB UaUa UB: Betriebsspannung; U a : Nieder- oder hochfrequente Wechselspannung

16 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 16 Wirkungsweise: Frequenz des Meißnergenerators: L1L1 C1C1 L2L2 C2C2 R2R2 RERE + UB UaUa Im Einschaltmoment fließt über R 2 der Basisstrom I B. Er stellt den Transistor so ein, dass U a etwa 0,5 UB beträgt. Zeitgleich wird der Schwingkreiskondensator C 1 aufgeladen. Im Schwingkreis setzt die Schwingung ein. Der Emitterwiderstand R E bewirkt die Amplitudenbegrenzung durch stromgesteuerte Spannungsgegenkopplung. (Siehe Script Elektrotechnik/Elektronik) Mit dem Meißner – Generator können nieder- und hochfrequente Schwingungen erzeugt werden. IBIB U a =0,5 UB Der Schwingkreisstrom in L 1 induziert in L 2 eine Spannung, die aus C 2 einen Strom in die Basis einspeisst. I B erhöht sich Der Transistor verringert seinen Widerstand, U a wird sehr klein. Ua 0Ua 0 Wenn der Schwingkreiskondensator C 1 umgeladen ist, dann beginnt der Vorgang erneut Der Schwingkreisstrom fließt in der entgegen gesetzten Richtung. Die in L 2 induzierte Spannung hat ebenfalls die entgegen gesetzte Richtung. Ein Teil des Stromes durch R 2 fließt in C 2 zurück. Der Basisstrom I B wird kleiner Der Transistor vergrößert seinen Widerstand, U a wird fast so groß wie UB. Ua UB Durch die Übertragung des Schwingkreisstromes auf die Basis des Transistors, ist dieser gezwungen, im selben Rhythmus seinen Widerstand zu ändern. Entsprechend schwingt die Ausgangsspannung U a.

17 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung RC - Generatoren - Beispiel: Phasenschieber-Generator Auch der RC-Phasenschieberoszillator ist aus dem Emitterverstärker abzuleiten. R2 R2 R1 R1 RE RE RA RA C C C R R Über die Phasenschieberkette wird das Signal vom Kollektor zur Basis mitgekoppelt. CE CE Die Frequenz dieses Generators:m: schaltungsabhängiger Faktor, etwa 15,6 Ua Ua UB Dieser Sinus-Generator wird zur Erzeugung niederfrequenter Schwingungen eingesetzt. Wegen der hohen Verstärkung, die dieser Generator benötigt, ist der Emitterwiderstand über C E für Wechselspannung kurzgeschlossen. Die Phasenschieberkette ermöglicht nur einer Frequenz eine Phasendrehung um 180°. Mit dieser Frequenz ist eine Mitkopplung möglich. Das ist die Frequenz mit der der Generator schwingt. Astabile Multivibratoren sind Generatoren, die rechteckförmige Schwingungen erzeugen. Siehe Script Elektrotechnik/Elektronik.

18 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung Sendefähige Modulationsschaltung Die Amplitudenmodulation erfolgt so, dass dem HF-Generator das NF-Signal über den Emitterwiderstand zugeführt wird. L1L1 C1C1 L2L2 C2C2 R2R2 RERE + UB 0 CKCK Mikro L3L3 Zur Erzeugung der Trägerschwingung wird ein Meißner-Generator verwendet. Die stromgesteuerte Spannungsgegenkopplung erhöht oder verringert die Verstärkung der Transistorschaltung synchron zur niederfrequenten Signalschwingung. Im Beispiel liefert die Signalschwingung ein Mikrofon. Zur Auskopplung der hochfrequenten Schwingung wird der Transformator mit einer weiteren Spule L 3 versehen. Zur Erhöhung der Wirksamkeit wird die Schaltung geerdet. Bei der Darstellung handelt sich um das Prinzip. In der Praxis werden modifizierte Schaltungen von Hartley und Colpitts angewendet. Über die Antenne wird das modulierte Signal abgestrahlt.

19 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 19 Umzeichnen der Schaltungen UeUe UeUe UaUa UaUa UeUe UaUa UaUa UeUe f XCXC I URUR U C =U a U e =const. f XCXC I UCUC U R =U a Mit wachsender Frequenz sinkt die Ausgangsspannung – Tiefpass. Mit wachsender Frequenz steigt die Ausgangsspannung – Hochpass.

20 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 20 Ist die Rückkopplung genügend stark, dann ist am Eingang keine fremde Spannung für den Schwingungsbeginn erforderlich. Die kleinste Änderung im Betriebszustand; z.B. eine Schwankung der Betriebsspannung, das Einschalten oder Laständerungen leiten die Selbsterregung ein.

21 WWU – Institut für Technik und ihre Didaktik – Hein Informationstechnik – 3.2 Elektronische Signalerzeugung 21 Eine Rückkopplung, bei der die rückgekoppelte Ausgangsspannung die gleiche Phasenlage hat wie die Eingangsspannung des Verstärkers bezeichnet man als Mitkopplung. Sie vergrößert die wirkende Eingangsspannung. Diese wird verstärkt und erzeugt eine wiederum vergrößerte Ausgangsspannung und schließlich auch eine größere rückgekoppelte Spannung.


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