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Intonationsannotierung in MULI Caren Brinckmann & Stefan Baumann Institut für Phonetik.

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Präsentation zum Thema: "Intonationsannotierung in MULI Caren Brinckmann & Stefan Baumann Institut für Phonetik."—  Präsentation transkript:

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2 Intonationsannotierung in MULI Caren Brinckmann & Stefan Baumann Institut für Phonetik

3 2 Intonation nIntonation im engeren Sinne: Sprachmelodie (Tonhöhenbewegungen) nIntonation im weiteren Sinne (=Prosodie): qTonhöhenbewegungen und –umfang qPhrasierung (Gliederung in sprachliche Einheiten, inkl. Pausen) qAkzentsetzung (Hervorhebungen auf Äußerungsebene) qWortbetonung (Hervorhebungen auf Wortebene) qRhythmus (Verhältnis von prominenten und nicht-prominenten Silben) qTempo (Sprechgeschwindigkeit)

4 3 Intonation und Informationsstruktur nzentrale Funktion von Intonation: Markierung informationsstruktureller Konzepte, z.B. qThema / Rhema qHintergrund / Fokus qGiven / New nMarkierung der Informationsstruktur erfolgt (in erster Linie) durch qPosition und Form von Tonakzenten qPosition und Form von Grenztönen

5 4 GToBI nAnnotations-System für Intonation in MULI: GToBI (German Tones and Break Indices) Standard-System für Standard-Deutsch qWebseite: nimplementiert in TTS-Synthesesystemen MARY und LOGOX; Teil einer Rich Representation Language (RRL) für multimodale Annotation im Projekt NECA (XML-basiert) nbasiert auf Prinzipien der Autosegmental-Metrischen Phonologie

6 5 Autosegmental-Metrische Phonologie nDekomponierung von Intonationskonturen in Ton- Sequenzen nmehrere unabhängige Ebenen mit eigenständigen Elementen ( Autosegmente), z.B. Tonebene, metrische Ebene, Textebene; verknüpft über Assoziationsprinzipien nToninventar: zusammengesetzt aus H(igh) und L(ow) Tönen n3 Tontypen: Tonakzente, Phrasenakzente, Grenztöne

7 6 Autosegmental-Metrische Phonologie nTonakzente qHervorhebung von Information qAssoziation von Tönen mit lexikalisch starken (stressed) Silben; markiert durch * qmono- (z.B. L*) oder bitonal (z.B. L+H*) qNukleus = letzter Tonakzent (kein besonderer funktionaler Status) nPhrasenakzente qBeschreibung des Tonverlaufs zw. Nukleus u. Grenze (monotonal); markiert durch - qoft mit postnuklearen Prominenzen assoziiert nGrenztöne qPhrasierungsfunktion qmit Grenzen von Intonationsphrasen assoziiert (nicht mit lex. starken Silben), markiert durch %

8 7 Inventar GToBI n6 grundlegende Tonakzente qH* qL* qL*+H qL+H* qH+L* qH+!H* n2 Ebenen der Phrasierung qintermediate phrase (ip)Grenztöne: H-, L-, !H- qIntonation Phrase (IP)Grenztöne: H-%, L-%, L-H%, H-^H%, %H

9 8 Tonakzente H*(peak accent) "default Wo hast du den WAgen geparkt? (Where did you park the car?) L*(low accent) Tauschen Sie auch BRIEFmarken? (Do you also exchange stamps?)

10 9 Tonakzente L*+H(low rising accent) Der Blick ist ja FAbelhaft! (The view is fantastic!) L+H*(rising peak accent) Schon der VerSUCH ist strafbar! (Even to attempt is an offence!)

11 10 Tonakzente H+L*(step down - high to low)...bis ich endlich DRANkam (...until it finally was my turn) H+!H* (step down - high to mid)... man stellt sich einfach daHINter (... you just queue up behind it)

12 11 Downstep Tonakzente können in Relation zu einem vorangehenden H Ton abgesenkt werden !H*...WAAgerecht RECHTS von der GOLDmine (...in a horizontal line to the right of the gold mine) L*+!H L+!H*

13 12 Upstep Tonakzente können in Relation zu einem vorangehenden H Ton angehoben werden ^H* …und stellte sich halt hinter son BARren (…and, well, moved behind these bars) ^H+L* L+^H*

14 13 Grenztöne Ende einer intermediate phrase (ip) ("Phrasenakzent")H- L- Downstepped Phrasenakzent !H-

15 14 Grenztöne Optionale Markierung des Phrasenakzents, H(*) wenn er mit einer postnuklearen ProminenzL(*) zusammenfällt (secondary prominence) a) MOHN MAHlen b) WOHnungen beMAlen H*L(*) H* L(*) to grind poppy seedto paint flats

16 15 Grenztöne n Ende einer Intonation Phrase (IP) Das Ende einer Intonation Phrase (IP) tritt immer zusammen mit dem Ende einer intermediate phrase (ip) auf Grenztonkombinationen nH-% Plateau andererseits... (on the other hand...)

17 16 Grenztöne L-% low stretch which may be followed by drop to extra low Wo hast du den WAgen geparkt? (Where did you park the car?) L-H%low followed by rise to mid at end of phrase Mögen Sie ROGgenbrötchen? (Would you like rye rolls?)

18 17 Grenztöne H-^H% plateau followed by sharp rise at end of phrase Tauschen sie auch BRIEFmarken? (Do you also exchange stamps?) %H intonation phrase initial (default is mid or low)

19 18 Break Indizes Break Index = subjektive Stärke einer Grenze zwischen orthographischen Wörtern 2 rrhythmischer Bruch bei tonaler Kontinuität, z.B. Zögerpause 2 ttonaler Bruch ohne Unterbrechung des rhythmischen Flusses, z.B. um das Rederecht zu behalten 3Ende einer intermediate phrase 4Ende einer Intonation Phrase 4- Größe der Grenze unklar (ip oder IP)

20 19 Break Indizes Um die Auswertung zu erleichtern, werden alle Indizes in MULI auf einer separaten Ebene explizit markiert - Indizes 3 und 4 sind eigentlich redundant, weil Information von der Tonebene ableitbar ist (- und %)

21 20 Sonstiges IPA-Betonungszeichen wird auf Extra-Ebene eingefügt - wenn die Position der Wortbetonung variabel ist, z.B. 'Kaffee vs Kaf 'fee - wenn ein Tonakzent auf eine Silbe fällt, die nicht die kanonische Wortbetonung trägt, z.B. a hundertzwanzig hundred and twenty b'hundertzwanzig Mann hundred and twenty men

22 21 EMU nAls Annotations-Tool wird EMU verwendet qWebseite:

23 22 EMU Label Files.lab # H# Wie am Samstag berichtet muss das Institut seine Aktivitäten in den Vereinigten Staaten einstellen und eventuell Geldstrafen von mehr als einer Milliarde Dollar zahlen.tone # L H* L H* H-% L H* L H* H* !H* L* H H-% H* L* H H-% L H* H* !H* !H* L-%


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