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1 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) Max Frisch: Homo faber Epischer Dialog Walter – Hanna (St 354, S. 142f) - Detailanalyse.

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1 1 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) Max Frisch: Homo faber Epischer Dialog Walter – Hanna (St 354, S. 142f) - Detailanalyse

2 2 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. «

3 3 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Interessen

4 4 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Thema: Vergangenheit Interessen: Faber: Konsens in Erinnerung. Nach Begegnung mit Sabeth durch Faber erotisch aufgeladen. Hanna will sich nicht erinnern; besteht auf exakter Zeitrechnung; will wissen, ob Faber etwas mit Elsbeth hatte. Interessen

5 5 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Kommunikationsstruktur: Ablenkung von / Verdrängung der im Raume stehenden Inzest-Frage durch Themawechsel zu banalen Alltagsfragen und durch formale Betriebsamkeit (Kaffeekochen) Kommunikationsstruktur

6 6 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « aneinander vorbei Verlegenheits- bemerkung Themawechsel keine Antwort Themawechsel keine echte Antwort Themawechsel Ja bezieht sich auf Erinnerungen Themawechsel Monologischer Dialog Jeder Gesprächs-TN ist mit sich selbst beschäftigt. muss an Frage erinnern

7 7 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Kategorien Schulz v. Thuns Selbstoffenbarung Sabeth – Hanna – ich lieb(t)e dich.

8 8 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Kategorien Schulz v. Thuns Appell Lass uns doch gemeinsam an unsere erotische Vergangenheit erinnern!

9 9 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Kategorien Schulz v. Thuns Selbstoffenbarung Ich will mich jetzt nicht daran erinnern.

10 10 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Kategorien Schulz v. Thuns Beziehung Angesichts des vermuteten Inzestes will ich nicht mit dir ü ber unsere erotische Vergangenheit reden.

11 11 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Kategorien Schulz v. Thuns Appell Lass uns das Thema wechseln!

12 12 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Charakterisierung durch Gespr ä chsverhalten Faber weicht – wie üblich – der Wahrheit aus, rechnet, bis die Rechnung stimmt, verdrängt Unangenehmes, geht der Wahrheit strategisch aus dem Weg.

13 13 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) Hanna arbeitet in einem Arch ä ologischen Institut, Götter gehören zu ihrem Job, das mu ß te ich mir immer wieder sagen: sicher hat auch unsereiner, ohne es zu merken, eine d é formation professionelle. Ich mu ß te l ä cheln, wenn Hanna so redete. » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen hören. » Ja «, sage ich, » gerne. « Erz ä hlstrategie Neben der direkten Rede auch indirekte Redewiedergabe. Rede und Erzählbericht verschmelzen. Präsens und Präteritum im Wechsel. Was ist wahr? muss sich der Leser fragen. Hannas Rede? – Fabers Rede? Erzählbericht? – Fabers Wertung? Kommentar des Erzählers

14 14 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Erz ä hlstrategie 2 Ich-Erz ä hler suggeriert Bedeutungslosigkeit, …

15 15 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Erz ä hlstrategie 3 … zielt aber auf die Erinnerung an die gemeinsame erotische Vergangenheit,

16 16 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Erz ä hlstrategie 4 Die - wegen der damit zusammenh ä ngen Vaterschaft Fabers - bedeutende Frage, ob das Erinnerte vor 20 oder 21 Jahren war, wird als beil ä ufig berichtet, die iterative Debatte banalisiert, verschleiert.

17 17 © 2011 M. Seeger ZPG-Deutsch (Kursstufe) » Du mit deinen G ö ttern! « Dann lie ß sie es sofort. » Ich w ü rde ja nicht abreisen «, sage ich, » wenn es nicht feststehen w ü rde, da ß das Kind gerettet ist, das wirst du mir glauben. « Hanna hatte volles Verst ä ndnis, schien es, sie wusch das Geschirr, w ä hrend ich kurz von meinem beruflichen Verpflichtungen sprach, und ich trocknete ab - wie vor zwanzig Jahren, fand ich, beziehungsweise vor einundzwanzig Jahren. » Findest du? « » Findest du nicht? « sage ich. Wie Hanna rechnete, da ß sie auf einundzwanzig Jahre kam, wusste ich nicht. Aber ich hielt mich daran, damit sie mich nicht jedes Mal verbesserte. » Eine h ü bsche K ü che «, sage ich - Pl ö tzlich wieder ihre Frage: » Hast du Joachim je wiedergesehen? « Einmal, das war klar, mu ß te ich es sagen, da ß Joachim aus dem Leben geschieden ist, aber nicht gerade heute, fand ich, nicht gerade am ersten Abend. Ich redete von irgend etwas - Unsere Abendessen damals in ihrer Bude! » Erinnerst du dich an Frau Oppikofer? « » Warum? « fragt sie. » Einfach so! « sage ich. » Wie sie immer mit ihrem Besenstiel klopfte, wenn ich nach zweiundzwanzig Uhr noch in deiner Bude war - « Unser Geschirr war gewaschen und getrocknet. » Walter «, fragt sie, » nimmst du einen Kaffee? « Erinnerungen sind komisch. » Ja «, sage ich, » nach zwanzig Jahren kann man dar ü ber lachen - « Hanna setzte Wasser auf. » Walter «, fragt sie, » ob du Kaffee nimmst - « Sie wollte keine Erinnerungen h ö ren. » Ja «, sage ich, » gerne. « Leerstelle Der Autor Frisch produziert eine Leerstelle, die den Leser in kritischer Distanz zum unzuverlässigen Ich-Erzähler zu einer eigenen Version von der Wahrheit zwingt. Was stimmt denn nun?


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