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17.05.2014www.thw.de1 Basisausbildung I Lernabschnitt 3.0 - Arbeiten mit Leinen, Rund- schlingen, Ketten, Drahtseilen und Spanngurten Ein besonderer Dank.

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1 www.thw.de1 Basisausbildung I Lernabschnitt Arbeiten mit Leinen, Rund- schlingen, Ketten, Drahtseilen und Spanngurten Ein besonderer Dank gilt Robin Hertle (Ausbildergruppe Hamburg), Peter Hennig und Otto Hippler (THW Bundesschule Neuhausen) die bei der Entwicklung dieser Unterlage mitgewirkt haben.

2 www.thw.de2 Arbeiten mit Leinen

3 www.thw.de3 Einleitung Seile werden aus Naturfasern (Hanf, Naturseide, Flachs), Kunstfasern (Polyester, Polyamid), Polypropylen, Polyethylen) hergestellt. Früher wurden Seile per Hand auf Seilerbahnen, auch Reeperbahnen genannt, gedreht. Heutzutage erfolgt die Herstellung maschinell mittels Seilschlagmaschinen. Sie tragen diesen Namen, weil man das Verdrillen der Kardeelen auch schlagen nennt, um es vom Flechten zu unterscheiden. Arbeiten mit Leinen

4 www.thw.de4 Einleitung Beim Aufdröseln eines Seils fällt auf, dass man ein Miniaturseil in Händen hält. Bei näherer Betrachtung stellen wir fest, dass zunächst einmal die Fasern zu Kabelgarnen zusammengedreht sind und zwar rechtsherum. Die Kabelgarne werden dann linksherum, also in entgegen gesetzter Richtung, zu Kardeelen geschlagen. Linksgeschlagenes Tauwerk wird wie rechts geschlagenes hergestellt, die Drehrichtung ist sinngemäß entgegengesetzt. Arbeiten mit Leinen

5 www.thw.de5 Einleitung Um bei Tauwerk aus der Anordnung der Kardeelen zwischen Rechts- und Linksschlag zu unterscheiden, sind auch die bildlich zu verstehenden Bezeichnungen Z- Schlag (rechts) und S- Schlag ( links ) gebräuchlich. Arbeiten mit Leinen

6 www.thw.de6 Leinenkunde Die Arbeitsleine ist mit drei Litzen (Kardeelen) verseilt. Die neuen Arbeits- und Sicherheitsleinen aus Kunststoff sind deutlich am eingeschweißten Zopfende zu erkennen. Arbeiten mit Leinen

7 www.thw.de7 Einleitung Leinen im THW sind heute meist aus Kunststoffen, es können jedoch auch Leinen aus Naturprodukten zum Einsatz kommen. Leinen sind ein sehr flexibel einsetzbares Arbeitsmittel, sie müssen jedoch sehr sorgsam behandelt werden. Grundsätzlich gilt deshalb: Nasse Leinen nicht auf der Heizung oder in der Sonne trocknen. Arbeitsleinen nicht zum Sichern von Personen nutzen. Defekte Leinen aussondern. Arbeiten mit Leinen

8 www.thw.de8 Leinenkunde - Arbeitsleine Die neuen Arbeitsleinen nach DIN bestehen aus Kunststofffasern Polypropylen und sind an beiden Enden verschweißt sowie, auf 80 mm Länge mit einem rotem Faden eingebunden. Arbeiten mit Leinen

9 www.thw.de9 Leinenkunde - Arbeitsleine Die 20 m lange Arbeitsleine (D = 14 mm) besteht aus der gleichen Fertigungsart, sie ist nur im Durchmesser stärker. Arbeiten mit Leinen

10 www.thw.de10 Leinenkunde - Sicherheitsseil Sicherheitsseile nach DIN 7471 bestehen ebenfalls aus Kunststofffasern (Polypropylen); die Grundfarbe ist weiß. Das 30 m lange Sicherheitsseil (Führungsseil) gehört zu den Auffanggerätesätzen und damit zur Arbeitsschutzausstattung. Sie haben einen Karabinerhaken mit Rückspleiß an einem Ende. Arbeiten mit Leinen

11 www.thw.de11 Belastbarkeit Die Faustformel zur überschlägigen Berechnung der Leinenbelastbarkeit (Tragfähigkeit der Leine) bei Naturfaserleinen lautet: F = d² x 7,5 Für Kunststoff-Faserleinen gilt für die überschlägige Berechnung der Leinenbelastbarkeit die Faustformel: F = d² x 25 D = Durchmesser in mm F = Belastbarkeit der Leine in Newton (N) Arbeiten mit Leinen

12 www.thw.de12 Belastbarkeit Je größer der Öffnungswinkel (Spreizwinkel), desto geringer die Tragfähigkeit der Leine. Öffnungswinkel von über 120° sind verboten Arbeiten mit Leinen Spreizwinkel Neigungswinkel

13 www.thw.de13 Verwendungszweck Arbeitsleinen Im THW werden Arbeitsleinen zum Befestigen von Geräten und Anschlagen von Lasten sowie zur Herstellung von Bunden verwendet. Darüber hinaus dienen sie zu Absperrmaßnahmen. Arbeiten mit Leinen

14 www.thw.de14 Verwendungszweck Sicherheitsseile Die Sicherheitsseile sind ausschließlich zur Sicherung von Personen und zur Menschenrettung zu benutzen. Arbeiten mit Leinen

15 www.thw.de15 Arbeiten mit Leinen Knotenkunde und Anwendungsmöglichkeiten

16 www.thw.de16 Der Halbschlag dient als Grundlage für viele weitere Knoten, z.B. für den Mastwurf. Halbschlag 1 2

17 www.thw.de17 Der Sackstich dient zum Verbinden zweier gleichstarker Leinen. Beim Sackstich ist auf parallele Leinenführung zu achten. Der Sackstich wird gebunden. Sackstich 1 2 3

18 www.thw.de18 Der Mastwurf dient zum Festlegen einer Leine an ein Objekt, bzw. zum Festlegen oder Sichern eines Gegenstandes an einem Verankerungspunkt. Ein Mastwurf kann gelegt oder gebunden werden. Mastwurf 1 2 3

19 www.thw.de19 Der Einfache Ankerstich dient zum Festlegen einer Leine an einem Objekt bzw. zum Festlegen oder Sichern eines Gegenstandes an einen Verankerungspunkt. Einfacher Ankerstich

20 www.thw.de20 1.Ein Helfer spricht die Person an, erklärt die einzelnen Maßnahmen und betreut sie im gesamten Zeitraum der folgenden Tätigkeiten (auch bei einer bewusstlosen Person). 2.Person in eine Wolldecke einwickeln. Hierzu die Wolldecke vorher diagonal auf die Trage legen. Die Füße bleiben frei. Transportsicherung auf einer Krankentrage, für den Transport auf unebenen Gelände. 1/7

21 www.thw.de21 3.Tragegurte schließen 4.Mit einer Arbeitsleine (10m) einbinden. Hierzu jeweils am Griff mit einem Mastwurf beginnen und enden. Anmerkung: Die Länge der 10m Arbeitsleine reicht für eine Transportsicherung aus. Jedoch darf der Leinenüberhang max. 10 cm betragen. Transportsicherung auf einer Krankentrage, für den Transport auf unebenen Gelände. 2/7

22 www.thw.de22 5.Die Person mit drei Umwicklungen fest einbinden. Dabei auf die Verletzungen der Person achten! Alle halben Schläge müssen unterhalb der Krankentrage erfolgen. 6.Die Umwicklungen sind: - Auf Schulterhöhe, oberhalb des Brustkorbs (1). - Oberhalb der Hüfte (2) und -Oberhalb der Kniescheibe (3) anzubringen. Transportsicherung auf einer Krankentrage, für den Transport auf unebenen Gelände. 3/7 12 3

23 www.thw.de23 7.Die Füße mit einem Achterschlag umwickeln. 8.Vor dem Abtransport den Namen der Person und den Zielort (zum Beispiel welches Krankenhaus) notieren. Transportsicherung auf einer Krankentrage, für den Transport auf unebenen Gelände. 4/7

24 www.thw.de24 9.Eine Person muss fest eingebunden werden (Gurte plus Arbeitsleine 10m), wenn ein Transport über eine vertikale Strecke erfolgt und sich die Person dabei auf der Krankentrage ebenfall vertikal zum Boden befindet (es besteht die Gefahr, dass diese Person heraus rutschen kann). 10.Eine Person muss fest eingebunden werden (Gurte plus Arbeitsleine 10m), wenn ein Transport mittels Leiterhebel stattfindet. Transportsicherung auf einer Krankentrage, für den Transport auf unebenen Gelände. 5/7

25 www.thw.de25 11.Eine Person muss fest eingebunden werden, wenn die Person mittels 6- Mann-Methode über extrem unebenes Gelände getragen wird und dabei die Krankentrage auf Teilstrecken seitlich und waagerecht mit mehr als 45° zum Boden verdreht wird Transportsicherung auf einer Krankentrage, für den Transport auf unebenen Gelände. 6/7 > 15°°

26 www.thw.de26 Transportsicherung auf einer Krankentrage, für den Transport auf unebenen Gelände. 7/7 12.Eine Person wird nur mit den zwei Gurten der Krankentrage befestigt, wenn ein Transport über eine horizontale Wegstrecke ohne Hindernisse und ohne erkennbare Gefahren mit 4 Helfern zu begehen ist.

27 www.thw.de27 Ein Leinenstropp wird aus einer Arbeitsleine 10m gebunden. Leinenenden mittels Sackstich verbinden. Leine zu einer großen Schlaufe legen. Schlaufe in der Mitte überkreuzen. Schlaufe zusammenlegen (wie ein Bettlaken). Vorgang 2 – 5 wiederholen bis Leine die richtige Länge hat. Leinenstropp

28 www.thw.de28 Leinenstropp

29 www.thw.de29 Die Leine oder Rundschlinge wird wie folgt an der stehenden Leiter angebracht: Stropp/Schlinge um die Leiterholme legen Stropp/Schlinge über die Sprosse legen bei ausreichender Länge den Stropp/Schlinge um sich selbst schlagen Kloben in Stropp/Schlinge einhängen Klobenhaken sichern Leinenstropp

30 www.thw.de30 Binden eines Dreibockbundes Wichtig: Beim Binden müssen alle Lagen fest angezogen und gleichmäßig gebunden werden. Hierzu Abstandshölzer und Bauklammern oder Spanngurte verwenden

31 www.thw.de31 Leinenstropp in einen Dreibock einhängen

32 www.thw.de32 Aufstellen des Dreibockes 1. Vorbereiten

33 www.thw.de33 Aufstellen des Dreibockes 2. Aufstellen

34 www.thw.de34 3. Sichern Aufstellen des Dreibockes

35 www.thw.de35 Herstellen eines Kreuzbundes zum Verbinden sich schräg oder rechtwinklig kreuzender Hölzer (beispielsweise für einen Zweibock), die auf Schub oder Zug beansprucht werden sollen. Die Rosette bewirkt eine Straffung des Bundes. Kreuzbund mit Rosette

36 www.thw.de36 Einsatzoption eines Dreibockes

37 www.thw.de37 Leine nach Gebrauch abwischen oder abbürsten Starke Verschmutzung mit Seifenlauge entfernen und Leine anschließend gründlich spülen Nasse Leine nicht aufschießen, sondern auf Holzstellagen ausbreiten. Leine nicht der direkten Sonnen- oder Hitzestrahlung aussetzen, sondern an einem luftigen Ort trocknen. Leine regelmäßig Sichtprüfung unterziehen. Leine nur aufgeschossen transportieren und lagern. Wartung und Pflegen von Leinen

38 www.thw.de38 Wende beim Einführen von Leinen in Rollen keine Gewalt an. Tritt bei der Arbeit mit Leinen nicht in Schlaufen und Lasse Leinen nicht über den Boden schleifen (Unfallgefahr). Kontrolliere regelmäßig Verbindung, die aus Seilen gefertigt wurden; eventuell Leinenverbindungen nachziehen oder nach binden. Lege zum Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit Leinen im Freien auf Unterlagen (Bohlen, Bretter o. ä.) ab. Belege die Enden zerrissener Seile mit einem Achtknoten, falls sie nicht sofort abgebunden werden Unfallverhütungsvorschriften

39 www.thw.de39 Aufschießen einer Leine

40 www.thw.de40 Die Rundschlinge

41 www.thw.de41 Die Rundschlinge dient zur einfachen Herstellung eines festen Auges, beispielsweise beim Anheben einer Last. Die Rundschlinge ist meist aus Kunststoff. Die Rundschlinge

42 www.thw.de42 Für die Fertigung von textilen Anschlagmitteln gelten die DIN EN Hebebänder aus Chemiefasern und DIN EN Rundschlingen aus Chemiefasern. Die Rundschlinge

43 www.thw.de43 Für die Auswahl des geeigneten Anschlagmittels ist das Gewicht der Last durch Wiegen, Konstruktionsberechnungen oder Einblick in die Frachtpapiere zu ermitteln. Das Gewicht der Last darf grundsätzlich nicht geschätzt werden! Die Rundschlinge Spreizwinkel Neigungswinkel

44 www.thw.de44 Anschlagmittel aus Polyester sind in einem Temperaturbereich von -40° bis + 100° Celsius verwendbar. Umwelteinflüsse wie Wind, Sonne, Luft und Niederschlag haben keinen Einfluss auf die Verwendung. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sollten aber aus Sicherheitsgründen nur trockene Anschlagmittel verwendet werden. Bei Temperaturen über 100° Celsius ist ein Einsatz laut UVV nicht erlaubt. Die Rundschlinge

45 www.thw.de45 Grundsätzlich muss vor dem Einsatz textiler Anschlagmittel bewertet werden, ob die Last eine raue Oberfläche hat oder gar scharfkantig ist, damit eine entsprechende Schutzmaßnahme getroffen werden kann: Bei rauen Oberflächen ist ein Abriebschutz zu verwenden. Bei scharfen Kanten ist der Einsatz nur mit geeignetem Kantenschutz wie Kantenschutzwinkel oder Schutzschläuche zugelassen. Die Rundschlinge

46 www.thw.de46 Sicherheitstechnische Hinweise Neben den Gefahren durch raue Oberflächen und scharfe Kanten gibt es weitere Gefährdungspotentiale, bei denen bestimmte Regeln einzuhalten sind. Diese Sicherheitshinweise sind der BGR 500 entnommen und unbedingt zu beachten. Rundschlingen oder Hebebänder dürfen niemals geknotet oder durch Ineinanderschnüren verlängert werden. Dabei geht ein großer Teil der Tragfähigkeit verloren und der Hebevorgang wird unsicher. Die Rundschlinge

47 www.thw.de47 Sicherheitstechnische Hinweise Rundschlingen oder Hebebänder dürfen niemals lose über den Kranhaken gelegt werden. Auch hier besteht die Gefahr, dass die Last beim Durchrutschen der Anschlagmittel im Kranhaken herunterfällt. Die Rundschlinge

48 www.thw.de48 Sicherheitstechnische Hinweise Anschlagmittel sind vor der ersten Inbetriebnahme und mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen zu überprüfen. Entsprechend den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Gegebenheiten sowie nach Schadensfällen oder besonderen Vorkommnissen können kürzere Prüfintervalle oder außerordentliche Prüfungen notwendig werden! Die Rundschlinge

49 www.thw.de49 Spanngurte

50 www.thw.de50 Spanngurte zum Sichern, Herstellen und Aufrichten von Hilfskonstruktionen Spanngurte dienen zum Sichern von Ladegut auf Transport- Fahrzeugen, anschlagen von Brettern, Bohlen sowie zum Bau von Hilfskonstruktionen. Spanngurte

51 www.thw.de51 Textile Zurrmittel, auch Spann- gurte genannt, sind in Deutschland und allen anderen CEN-Mitgliedsstaaten ab 05/2001 nach DIN EN herzustellen. Man unterscheidet einteilige und zweiteilige Spanngurte. Spanngurte

52 www.thw.de52 Ein einteiliger Spanngurt wird zur Umreifung der Ladung eingesetzt und benötigt deshalb keine Verbindungselemente. Ein zweiteiliger Spanngurt besteht aus dem Festende FE (Verbindungselement VE, Band und Spannelement SE) und dem Losende LE (Band und Verbindungselement VE). Beim zweiteiligen Spanngurt sind Fest- und Losende jeweils mit einem Etikett gekennzeichnet, während der einteilige Zurrgurt nur einfach etikettiert ist. Spanngurte

53 www.thw.de53 Bei Verwendung von Spanngurten muss die Gebrauchsanleitung beachtet werden. Grundsätzlich ist folgendes zu prüfen: Je nach Anwendung ist die Verwendungsart und Auswahl von Spanngurten zu berücksichtigen. Die Geometrie und das Gewicht der Ladung bestimmen die richtige Auswahl des Zurrmittels. Beachten Sie beim Niederzurren die erforderliche Gesamtvorspannkraft und nehmen Sie zum Beispiel bei frei stehender Ladung aus Stabilitätsgründen mind. zwei Spanngurte. Spanngurte

54 www.thw.de54 Nach DIN EN dürfen künftig nur Zurrsysteme, die zum Niederzurren mit Vorspannkraft STF gekennzeichnet sind, eingesetzt werden. Beim Schräg- und Diagonalzurren kommt es auf die zulässige Zugkraft an. Spanngurte

55 www.thw.de55 Bei Spannelementen, die nach dem Windenprinzip arbeiten, sollten nicht weniger als 2 und nicht mehr als 3 Gurtbandlagen auf die Schlitzwelle aufgewickelt werden. Vor dem Öffnen eines Zurrgurtes ist unbedingt darauf zu achten, dass die Ladung auch ohne Verzurrung noch sicher steht und nicht kippen kann. Eine Gefährdung des Bedieners muss ausgeschlossen sein. Spanngurte

56 www.thw.de56 Sicherheitshinweise Gurtband maximal zweimal um die Hölzer legen. Spanngurt nicht verdreht in Spannschloss einlegen. Gurtband durch Spannschloss ziehen und mit Ratsche festziehen. Restgurtband zusammenlegen. Es dürfen keine Scherkräfte auf den Spanngurt lasten. Spanngurte

57 www.thw.de57 Spanngurte nicht ruckartig belasten und nicht über scharfe Kanten führen. Vor großer Hitzeeinwirkung schützen. Vorsicht beim Lösen; Ratschengurte lösen sich ruckartig! Gurt muss mit mindestens 1,5 Windungen über der Ratschenwelle liegen, sonst kann er sich lösen. Beim Kreuzen von Bändern müssen diese mit ihrer gesamten Breite übereinander liegen. Bänder dürfen nicht geknotet werden. Spanngurte dürfen nicht verknickt belastet werden, Sie müssen beim Belasten flach aufliegen. Unfallverhütungsvorschriften

58 www.thw.de58 Als Ratschzug kann der Kettenzug in jeder Lage zum Heben, Ziehen, Spannen oder Verzurren eingesetzt werden. Der kurze Hebel verleiht dem Gerät eine außergewöhnliche Mobilität und ermöglicht den Einsatz in engstem Umfeld. Der Kettenzug

59 www.thw.de59 Arbeiten mit Ketten und Stahldrahtseilen

60 www.thw.de60 Einleitung Beim THW kommen Rundstahlketten hauptsächlich als Zugketten oder als Anschlagketten zum Einsatz. Anschlagketten sind gegenüber Stahlseilen weitaus beweglicher und unempfindlicher. Als längeres Anschlagmittel wirkt sich jedoch ihr höheres Gewicht nachteilig aus. Arbeiten mit Ketten

61 www.thw.de61 Einleitung Rundstahlketten werden in verschiedenen Güteklassen hergestellt. Sie werden unterschieden in: Ketten der Güteklasse 2 = (Normalgüte) Ketten der Güteklassen 5, 6 und 8 = (hochfest) Ketten der Güteklasse 10 oder VIP (je nach Herstellerangabe) Alle Rundstahlketten müssen den Forderungen der DIN 685 (geprüfte Ketten) entsprechen. Die Güteklasse einer Kette ist durch Prägestempel auf den Kettengliedern und auf dem Anhänger ersichtlich. Arbeiten mit Ketten

62 www.thw.de62 Tragfähigkeit von Ketten (Güteklasse hochfest) Arbeiten mit Ketten

63 www.thw.de63 Ablegereife von Rundstahlketten Gravierende Schäden den Teilen einer Kette sind grundsätzlich nicht mehr reparabel, dies wird als Ablegereife bezeichnet. Diese Ketten müssen vernichtet werden. Stellen Sie sicher, dass niemand diese ablegereifen Ketten irrtümlich benutzen kann. Arbeiten mit Ketten

64 www.thw.de64 Ablegereife von Rundstahlketten Wird bei einer Sicht- bzw. Funktionsprüfung an Rund- stahlketten mindestens einer der nachfolgenden Mängel festgestellt, dürfen sie nicht mehr verwendet werden: Bruch oder Verformung eines Kettengliedes, Anrisse oder die Tragfähigkeit beeinträchtigende Korrosionsnarben, Abnahme der gemittelten Glieddicke an einer beliebigen Stelle um mehr als 10 % der Nenndicke, Längung des äußeren Nennmaßes um mehr als 3 % Arbeiten mit Ketten

65 www.thw.de65 Ablegereife von Rundstahlketten Arbeiten mit Ketten d t l a D =Nenndicke T=Teilung l a=äußeres Nennmaß

66 www.thw.de66 Ablegereife von Rundstahlketten Eine Längung des Kettengliedes um 3% des äußeren Nennmaßes entspricht einer Längung um 5 %, wenn man die Längung auf die Teilung von 3 d bezieht. (Hinweis: d = Durchmesser) Dehnung durch Überlastung, wenn die ganze Kette oder ein einzelnes Glied um 5 % oder mehr gelängt ist, mechanische Beschädigungen durch Quetschung, Einkerbung oder Rissbildung, Deformation durch Verbiegen, Verdrehen oder Eindrücken Arbeiten mit Ketten

67 www.thw.de67 Ketten und Drahtseile nur mit Schäkeln verbinden. Schäkelbolzen nur handfest anziehen. Schäkelbolzen sichern (z.B. mit einem Draht). Ketten zur Pflege leicht einölen. Handschuhe sind immer zu tragen! Arbeiten mit Ketten

68 www.thw.de68 Anwendung einer Kette zum direkten Zug. Arbeiten mit Ketten

69 www.thw.de69 Einleitung Schäkel dienen zum Verbinden oder Verlängern von Anschlag- und Zugmitteln und zum Anschlagen derselben an Hebezeugen oder Verankerungen. Der Schäkel besteht aus dem U-förmigem Bügel und dem Bolzen, der in den Bügel eingeschraubt ist. Arbeiten mit Schäkeln

70 www.thw.de70 Arbeiten mit Schäkeln h b d

71 www.thw.de71 Einsatzhinweise Schäkel dürfen nur am Bolzen und Bügelbogen belastet werden; eine seitliche Belastung der Bügel ist verboten. Werden auf den Fahrzeugen Schäkel verschiedener Güte mitgeführt, besteht die Gefahr der Verwechslung. Die zulässige Belastung der Schäkel darf nicht überschritten werden. Arbeiten mit Schäkeln

72 www.thw.de72 Einsatzhinweise Der Schäkelbolzen ist bis zum Anschlag einzudrehen und danach um etwa eine Vierteldrehung zu lösen, es wird dadurch ein Verklemmen des Bolzens im Schäkelauge vermieden. Das Gewinde der Schäkelbolzen und Augen sauber halten und leicht einfetten. Merke: Beschädigte Schäkel sind auszusondern. Arbeiten mit Schäkeln

73 www.thw.de73 Stahldrahtseile - Aufbau Ein Stahldrahtseil ist ein Bündel mehrerer dünner, biegsamer Stahldrähte, die auf verschiedenste Weise miteinander verdreht (verseilt) sind. Arbeiten mit Stahldrahtseilen

74 www.thw.de74 Stahldrahtseile - Aufbau Der Durchmesser von Anschlagseilen aus Stahldraht muss mindestens 8 mm betragen (bei Natur- oder Chemiefasern sind es mindestens 16 mm). Arbeiten mit Stahldrahtseilen

75 www.thw.de75 Arten Die Seile werden hauptsächlich in drei Arten hergestellt: Spiralseile oder Litzen werden durch das Verseilen einer oder mehrerer Lagen Einzeldrähte um die Einlage gefertigt; da diese Seile sehr formstabil sind, werden sie für Verspannungen oder als Betätigungsseile verwendet. Arbeiten mit Stahldrahtseilen

76 www.thw.de76 Arten Die Seile werden hauptsächlich in drei Arten hergestellt: Litzenseile bestehen aus mehreren Litzen, die in einer oder in mehreren Lagen schraubenlinienförmig um die Einlage verseilt sind; sie sind flexibler als Spiralseile und werden meist als Anschlagseile oder Kran- und Windenseile eingesetzt. Arbeiten mit Stahldrahtseilen

77 www.thw.de77 Arten Die Seile werden hauptsächlich in drei Arten hergestellt: Kabelschlagseile bestehen aus mehreren Litzenseilen, die schraubenlinienförmig um eine Stahldraht- oder Fasereinlage verseilt sind; sie sind sehr geschmeidig und als Anschlagseile für große Lasten geeignet; sie haben trotz einer wesentlichen höheren Zahl von Einzeldrähten eine geringere Tragfähigkeit als Litzenseile, sind jedoch durch die dünneren Einzeldrähte flexibler. Arbeiten mit Stahldrahtseilen

78 www.thw.de78 Arbeiten mit Stahldrahtseilen Kennzeichnung von Seilen und Ketten

79 www.thw.de79 Ablegereife Die Ablegereife gibt an, wann - bezogen auf den Umfang der Schädigung - ein Drahtseil abgelegt werden muss. Arbeiten mit Stahldrahtseilen

80 www.thw.de80 Ablegereife Die Ablegereife eines Drahtseils ist erreicht, wenn bei einer Sichtkontrolle folgende Mängel festgestellt werden: korkenzieherartige Verformung, Korb-, Schlaufen- oder Knotenbildung, Lockerung der äußeren Lage in der freien Länge, Knicke und Kinken (= Klanken = knotenähnliche Verdrehungen im Seil), Arbeiten mit Stahldrahtseilen

81 www.thw.de81 Ablegereife Die Ablegereife eines Drahtseils ist erreicht, wenn bei einer Sichtkontrolle folgende Mängel festgestellt werden: Einschnürungen, d. h. Durchmesserverkleinerungen des Drahtseils auf kurzen Strecken, Quetschungen im Auflagebereich der Öse mit mehr als vier Drahtbrüchen bei Litzenseilen bzw. mehr als zehn Drahtbrüchen bei Kabelschlagseilen, Arbeiten mit Stahldrahtseilen

82 www.thw.de82 Ablegereife Die Ablegereife eines Drahtseils ist erreicht, wenn bei einer Sichtkontrolle folgende Mängel festgestellt werden: Korrosionsnarben, Beschädigung oder starker Verschleiß der Seilverbindungen oder Seilendverbindungen, Verringerung des Seildurchmessers um 15 % auf längere Strecken, Drahtbrüche in großer Zahl oder Bruch einer Litze. Arbeiten mit Stahldrahtseilen

83 www.thw.de83 Beispiele: Defekte an Stahldrahtseilen

84 www.thw.de84 Seil und Kantenschutz

85 www.thw.de85 Ruckartige Belastung vermeiden. Seilschutz verwenden Nicht unter schwebenden Lasten aufhalten Immer Schutzhandschuhe und Schutzhelm tragen Das Verbinden von Drahtseilen mittels Knoten ist verboten Bei unter Spannung stehenden Seilen ist die 1 ½ - fache Seillänge als Sicherheitsabstand zu wahren. Unfallverhütungsmaßnahmen

86 www.thw.de86 Bundesanstalt Technisches Hilfswerk - Leitung – Zentrum für Aus- und Fortbildung (ZAF) - Provinzialstraße Bonn © 2006 Bundesanstalt Technisches Hilfswerk - Bonn Nachdruck und Veränderung - auch auszugsweise - nur mit Genehmigung des Ausbildungsreferates in der THW-Leitung. Die Verwendung zu gewerblichen Zwecken ist verboten!


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