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Friedrich Schlegel Die Gebüsche Es wehet kühl und leise Die Luft durch dunkle Auen, Und nur der Himmel lächelt Aus tausend hellen Augen. Es regt nur eine.

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Präsentation zum Thema: "Friedrich Schlegel Die Gebüsche Es wehet kühl und leise Die Luft durch dunkle Auen, Und nur der Himmel lächelt Aus tausend hellen Augen. Es regt nur eine."—  Präsentation transkript:

1 Friedrich Schlegel Die Gebüsche Es wehet kühl und leise Die Luft durch dunkle Auen, Und nur der Himmel lächelt Aus tausend hellen Augen. Es regt nur eine Seele Sich in des Meeres Brausen, Und in den leisen Worten, Die durch die Blätter rauschen. So tönt in Welle Welle, Wo Geister heimlich trauern; So folgen Worte Worten, Wo Geister Leben hauchen. Durch alle Töne tönet Im bunten Erdentraume Ein leiser Ton gezogen, Für den, der heimlich lauschet.

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3 Celan- Stimmen Stimmen, ins Grün der Wasserfläche geritzt. Wenn der Eisvogel taucht, sirrt die Sekunde: Was zu dir stand an jedem der Ufer, es tritt gemäht in ein anderes Bild. Stimmen vom Nesselweg her: Komm auf den Händen zu uns. Wer mit der Lampe allein ist, hat nur die Hand, draus zu lesen. Stimmen, nachtdurchwachsen, Stränge, an die du die Glocke hängst. Wölbe dich, Welt: Wenn die Totenmuschel heranschwimmt, will es hier läuten. Stimmen, vor denen dein Herz ins Herz deiner Mutter zurückweicht. Stimmen vom Galgenbaum her, wo Spätholz und Frühholz die Ringe tauschen und tauschen. Stimmen, kehlig, im Grus, darin auch Unendliches schaufelt, (herz-) schleimiges Rinnsal. Setz hier die Boote aus, Kind, die ich bemannte: Wen mittschiffs die Bö sich ins Recht setzt, treten die Klammern zusammen. Jakobsstimme: Die Tränen. Die Tränen im Bruderaug. Eine blieb hängen, wuchs. Wir wohnen darin. Atme, daß sie sich löse.

4 Stimmen im Inneren der Arche: Es sind nur die Münder geborgen. Ihr Sinkenden, hört auch uns. Keine Stimme - ein Spätgeräusch, stundenfremd, deinen Gedanken geschenkt, hier, endlich herbeigewacht: ein Fruchtblatt, augengroß, tief geritzt; es harzt, will nicht vernarben.

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6 Günter Eich Schuttablage Über den Brennesseln beginnt, keiner hört sie und jeder, die Trauer der Welt; es rührt der Wind die Elastik einer Matratzenfeder. Wo sich verwischt die goldene Tafelschrift, im Schnörkel von Blume und Trauben, wird mir sichtbar, - o wie es mich trifft: Liebe, Hoffnung und Glauben. Ach, wer fügte zu bitterem Scherz so die Scherben zusammen? Durch die le wie durch ein Herz wachsen die Brennesselflammen. Im verrosteten Helm blieb ein Wasserrest, schweifenden Vögeln zum Bade. Verlorene Seele, wen du auch verläßt, wer fügt dich zusammen in Gnade?

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8 Walt Whitman in: Grashalme aus: Gesang von mir selbst, Nr. 26 Jetzt will ich nichts tun als lauschen, Um aufzufangen in diesem Gesang, was ich höre, um Laute herbeizulocken für ihn. Ich höre Jubellieder von Vögeln, Rascheln von wachsendem Weizen, Geschwätz von Flammen, Knacken von Reisern, die mir die Mahlzeit kochen, Ich höre den Laut, den ich liebe, den Laut der menschlichen Stimme, Ich hör alle Laute zusammenfließen, vereint, verschmolzen oder einander folgend, Laute der Stadt und Laute der Vorstadt, Laute des Tags und der Nacht, Geschwätz der Jugend mit dem, der sie liebt, das laute Gelächter der Arbeiter bei der Mahlzeit, Den zornigen Baß zerstörter Freundschaft, die dünnen Laute der Kranken, Den Richter, die Hände ans Pult geklammert, mit bleichen Lippen ein Todesurteil verkündend, Hoiho der Packer, die auf den Werften die Ladung der Schiffe löschen, eintönige Rufe beim Ankerlichten, Das Läuten der Sturmglocken, den Feuerschrei, das Rasseln herbeiströmender Spritzen und Schlauchwagen, mit warnendem Klingeln und farbigen Lichtern, Die Dampfpfeife, das wuchtige Rollen des nahenden Zugs, Den langsamen Marsch, voran dem Verein, der zwei und zwei marschiert, (Sie geben einer Leiche das letzte Geleit, die Fahnenspitzen mit Flor umwunden.)

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