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Der letzte Versuch eines militärischen Widerstandes.

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Präsentation zum Thema: "Der letzte Versuch eines militärischen Widerstandes."—  Präsentation transkript:

1 Der letzte Versuch eines militärischen Widerstandes

2  Die Reichswehr hatte die Machtübernahme Hitlers mehrheitlich begrüßt.  Hoffnung auf  die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die der Versailler Vertrag untersagte.  bessere Karrierechancen durch die Vergrößerung der Streitkräfte.  Keine Einwände gegen  die Beseitigung der parlamentarischen Demokratie.  die Vereinigung der Ämter des Reichskanzlers und des Staatsoberhaupts, was Hitler formell zum Oberbefehlshaber der Streitkräfte machte.

3  Der Vorwand Tschechien und Österreich zu annektieren rief im Militär Opposition hervor, da manche Offiziere in der aggressiven Außenpolitik Hitlers eine Gefahr erkannten.  Daraufhin konnten Generäle aus dem Amt gedrängt werden, wie z.B. Generaloberst Werner Freiherr von Fritsch, Oberbefehlshaber des Heeres.

4 Begründung: „ Ein politischer Führer kann bei der Durchführung seiner Absichten keinen Oberbefehlshaber brauchen, der bei allem nicht nur militärische, sondern auch politische Schwierigkeiten sieht und sich deshalb dem Staatsoberhaupt versagt. “ Adolf Hitler (Februar 1939)  Durch die Entlassung einiger Generäle wurde Hitler schließlich Oberbefehlshaber der Armee.  Letztere war nunmehr gleichgeschaltet.

5  Immer mehr hochrangige Offiziere waren der Meinung man müsse Hitler an seiner aggressiven Politik hindern.  Putschversuche und Attentate schlugen fehl.  Im Sommer 1944 war die militärische Lage Deutschlands aussichtslos, die Niederlage nur noch eine Frage der Zeit.  Zu diesem Zeitpunkt bezweifelten daher viele – aber nicht alle - oppositionelle Offiziere den Sinn eines weiteren gewaltsamen Umsturzes.

6 Claus Schenk Graf von Stauffenberg (15. November 1907 – 21. Juli 1944)  stammt aus einer traditionsbewussten, katholischen Adelsfamilie  besucht wie seine Brüder, die Zwillinge Berthold und Alexander, ein Gymnasium  anschließend entschied er sich für die Laufbahn eines Berufsoffiziers  war zunächst kein Gegner des Regimes und bejahte sogar einige der Grundideen des Nationalsozialismus ( Führertum, Volksgemeinschaft)  seit Winter 1938/39 war er entschlossen zum Sturz Hitlers beizutragen, z. B. wegen der brutalen Behandlung der Bevölkerung  vor dem Hintergrund der Massenmorde und der hohen Verluste der Wehrmacht in Russland 1942 schloss er sich dem aktiven Widerstand an

7  nachdem er auch selbst an der Front gekämpft hatte, übernahm er am 1. Oktober 1943 die Position eines Chefs des Stabes im allgemeinen Heeresamt des Oberkommandos des Heeres unter General Olbricht  Olbricht war schon länger ein Gegner des Hitlerregimes und brachte Stauffenberg mit Carl Goerdeler und Ludwig Beck zusammen  Stauffenberg wurde die treibende Kraft der Verschwörer  durch seine Stellung als Chef des Stabes bei General Fromm (Befehlshaber des Ersatzheeres) hatte Stauffenberg Zugang zu den Lagerbesprechungen in Hitlers Hauptquartier Claus Schenk Graf von Stauffenberg sah in einem Attentat ein moralisches Zeichen, welches man setzen müsse.

8 „Es kommt nicht auf den praktischen Zweck an, sondern darauf, dass die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte den entscheidenden Wurf gewagt hat“ Henning Hermann Robert Karl von Tresckow (10. Januar 1901 – 21. Juli 1944)

9  Der Entwurf einer Regierungserklärung wurde ausgearbeitet, wonach Ludwig Beck (ehem. Chef des Generalstabs des Heeres) als Staatsoberhaupt und Carl-Friedrich Goerdeler (ehem. Reichskommissar) als Kanzler fungieren sollten.  Dreimalige Verschiebung des Attentats, da Himmler und Göring nicht anwesend waren, die – als gefährlichste Gefolgsleute Hitlers – mit ihm beseitigt werden sollten.  Die Operation „Walküre“, die eigentlich dazu dienen sollte, mögliche Aufstände ausländischer Zwangsarbeiter niederzuschlagen, wird von den Regimegegnern für einen Staatsstreich umgewandelt.

10  Am 20. Juli waren Himmler und Göring zwar wieder nicht anwesend, aber Stauffenberg und sein Adjutant Oberleutnant Werner von Haeften zögerten nicht länger.  Um begab sich Stauffenberg zu der Baracke, in der Hitler eine Lagebesprechung abhielt.  Stauffenberg stellte seine Aktentasche mit der Bombe dort ab und verließ den Raum.  Bei der Explosion starben 5 der 24 Anwesenden, Hitler wurde nur leicht verletzt.

11 Führerquartier „Wolfsschanze“ bei Rastenburg in Ostpreußen

12  Vom Erfolg des Attentats überzeugt, flog Stauffenberg nach Berlin, um den manipulierten Plan „Walküre“ auszulösen.  Die schnelle Rundfunkmeldung von Hitlers Überleben und das Zögern des Wehrkreisbefehlshabers Friedrich Fromm ließen den Staatsstreich scheitern.  Der Widerstand in Berlin brach noch am Abend des 20. Juli zusammen, was die Verhaftung der Widerstandkämpfer bedeutete.

13  Die Generäle Beck und Hoepner erhielten die Möglichkeit des Freitods.  Olbricht, Stauffenberg, Mertz von Quirnheim und von Haeften wurden nach Mitternacht im Hof des OKH-Gebäudes (Oberkommando des Heeres) erschossen.  An den darauffolgenden Tagen nahm die Gestapo Tausende von Regimegegnern fest.  Anfang August begannen vor dem „Volksgerichtshof“die Prozesse, die bis zum Zusammenbruch des NS-Regimes im Mai 1945 andauerten.

14  Hunderte wurden Opfer der Rache Hitlers und auf grausame Weise hingerichtet. " Ich will, dass sie gehängt werden, aufgehängt wie Schlachtvieh", kreischte Hitler.  Angehörige, die nichts mit dem Attentat zu tun hatten, wurden in „Sippenhaft“ genommen, kamen in Gefängnisse oder Konzentrationslager.

15  Die Männer des 20. Juli sind zum einen selbstlose Helden zum anderen aber auch Mitläufer und Verbrecher.  Sie opferten ihr Leben und waren doch auch schuldig, wie z.B. Stauffenberg, der Hitlers Vernichtungskrieg mitgeführt hat.  Der 20. Juli ist auch ein Beispiel für Selbstjustiz, die wir in diesem Fall gerne akzeptieren oder sogar verherrlichen.

16 Briefmarkenblock (1964) zum 20. Jahrestag des Attentats

17 Es galt sich dem Hitlerregime beizeiten entgegenzustellen und damit unendliches Leid zu verhindern. Der 20. Juli steht somit vor allem für Zivilcourage, die zu spät kam.

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