Ökofaire Beschaffung in Kirchen

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 Präsentation transkript:

Ökofaire Beschaffung in Kirchen Ein Projekt der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland Kooperationspartner Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der deutschen Diözesen Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten in der Evangelischen Kirche von Deutschland WGKD – Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland Evangelischer Entwicklungsdienst (EED) / Brot für die Welt Mein Name ist Klaus Breyer, ich bin Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen, Projektleiter von „Zukunft-Einkaufen“. Mein Partner auf der katholischen Seite ist Thomas Kamp-Deister, Umweltreferent der Diözese Münster und Projektleiter für den Bereich der katholischen Kirche. „Ökumenisch, glaubwürdig, sozial und nachhaltig“, unter diesem Motto starten wir heute - im Vorfeld des Katholikentages 2008 - das bundesweite Projekt „Zukunft einkaufen – glaubwürdig wirtschaften in Kirchen“ Kooperationspartner in diesem Projekt sind die Umweltbeauftragten der evangelischen und katholischen Kirche in Deutschland sowie – was uns besonders freut – die Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD). Was ist die Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen? Die Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland – WGKD – ist ein Zusammenschluss aus dem Deutschen Caritasverband, der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Diakonischen Werk, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Deutschen Ordensoberenkonferenz. Die WGKD vertritt damit fünf große Träger auf katholischer und evangelischer Seite. Hintergrund für die Gründung der WGKD waren zwei wesentliche Entwicklungen: Mit Unterstützung der WGKD bündeln bereits heute die Kirchen ihre gemeinsame Marktmacht und handeln Rahmenverträger mit Anbietern, z.B. von Fahrzeugen, Büromaterialien, Kaffee etc. Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt großzügig von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wird. Mein Dank geht daher ganz ausdrücklich an die Stiftung und an Herrn Dr. Brickwedde.

Wer einkauft entscheidet mit ... über die Zukunft Es ist in der Tat so: „Wer einkauft: entscheidet mit über unsere Zukunft!“ Mit unserem Kaufverhalten können wir beitragen, unsere (Um-)Welt zu verbessern. Wir können dadurch Zukunft ermöglichen oder systematisch Zukunftsperspektiven zerstören. Denn es ist ein Unterschied, ob wir grünen Strom oder „normalen“ Strom, Recyclingpapier oder „normales“ Papier, ökofairen Tee oder konventionellen Tee kaufen. Mit jedem Euro, den wir ausgeben, entscheiden wir mit, wie unsere Welt aussieht: ob weitere Kohlekraftwerke entstehen oder Windräder, ob Wälder abgeholzt oder erhalten werden, ob in Entwicklungsländern Schulen gebaut werden oder nicht.

Kirche Katholische und die Evangelische Kirche in Deutschland beschäftigen ca. 1,7 Mio. haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewirtschaften tausende Gebäude führen zahlreiche Veranstaltungen durch haben ein Beschaffungsvolumen in MRD-Höhe Die Katholische und Evangelische Kirche haben als zweitgrößter Arbeitgeber in Deutschland einen großen Bedarf an Produkten und Dienstleistungen für Bereiche wie Büro, Hauswirtschaft und Energieversorgung. Dieses große Nachfragepotenzial wollen wir aktivieren: für mehr Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit, für mehr Glaubwürdigkeit auch in der Verkündigung der Kirche, aber auch mit Blick auf die Vorbildwirkung/Multiplikatorenwirkung der Kirche. Den Garten „zu bebauen und zu bewahren“: (Gen 2,15), das ist der Auftrag Gottes an den Menschen. Schöner und knapper kann man kaum ausdrücken, was nachhaltige Entwicklung bedeutet. Mit „Zukunft einkaufen“ wollen wir genau diesen Bogen schlagen (Regenbogen wenn Sie so wollen) vom „Bebauen“ – wo zu ganz zentral die Produktion und der Einkauf von Gütern gehört - zum „Bewahren“.

Kirche große Nachfrage nach Produkten wichtiger Akteur am Markt für nachhaltige Entwicklung nutzen glaubwürdig handeln deshalb: Projekt „Zukunft einkaufen“

Ziele des Projektes Massive Verbesserung der kirchlichen Beschaffung unter Nachhaltigkeitskriterien – konkreter Beitrag zur Umweltentlastung durch die Kirche Gesteigerte Nachfrage nach nachhaltigen / ökofairen Produkten durch die Kirchen soll den Markt beeinflussen und verändern Vorbildwirkung für privaten Konsum und öffentliche Beschaffung Was wollen wir mit dem Projekt erreichen? Was ist unser Ziel? Wir wollen mit unserem Projekt den produktbezogenen Umweltschutz in Deutschland massiv voranbringen. Unser Hebel ist dabei die Beschaffung der Evangelischen und Katholischen Kirche. Diese Beschaffung ist in weiten Bereichen noch ein großes brachliegendes Potenzial. Und diese kirchliche Nachfragemacht wollen wir mit „Zukunft-Einkaufen“ aktivieren. Wir wollen, dass ökologische und soziale Kriterien bei der kirchlichen Beschaffung konsequent und möglichst flächendeckend angewendet werden. Das ist das große Ziel unseres Projektes.

Handlungsfeld „Beschaffung“ Energie Bürogeräte Großhaushalt Mobilität Papier Kaffee / Tee

Beispiel: Mobilität Einkaufsvolumen Kirchliche Dienstfahrzeuge und dienstlich genutzter Fahrzeuge /a: 120.000 Kfz Einsparvolumen durch Kauf der sparsamsten Modelle und effiziente Fahrweise: 30% des Treibstoffes 81.000 t CO2 42. Mio Euro vermiedene Treibstoffkosten

Beispiel: Energie (Evangelische Kirche in Deutschland, EKD) 21.000 Kirchen, 12.000 Gemeindehäuser, 24.000 Pfarrhäuser, 9000 Kindertagesstätten, 8400 Verwaltungshäuser, 3500 Einrichtungen der stationären Alten- und Behindertenhilfe, 400 Krankenhäuser Energieverbrauch 1,1 Milliarden Liter Heizöläquivalent (27500 Tankwagen) 2 Milliarden kWh Strom 0,5 % der Kohlendioxid-Emissionen Deutschlands Kosten 800 Mio Euro, Einsparpotenzial 37% Regenerative Energieträger? Grüner Strom? Kirchliches Umweltmanagement ist betriebswirtschaftlich wichtig und ökologisch bedeutsam In Zeiten knapper werdender Mittel gilt es sich neue finanzielle Spielräume zu verschaffen. Bezogen auf das Umweltmanagement heißt dies auch im kirchlichen Bereich: es gilt kWh statt Menschen arbeitslos werden zu lassen. Es gilt Mittel für die Arbeit mit Menschen und möglichst nicht für den kostenträchtigen Betrieb der betagten Heizung bereitzustellen. Dies soll an einigen wenigen Zahlen einer Studie verdeutlicht werden, die 1994/95 den Energieverbrauch der EKD und ihrer Gliedkirchen untersucht hat.. Danach verbrauchte die Evangelische Kirche in Deutschland mit ihren Kirchengemeinden, Tagungseinrichtungen, Verwaltungseinrichtungen und Einrichtungen der Diakonie soviel Energie wie die Stadt Hannover. Dabei wurde soviel CO2 emittiert, wie die afrikanischen Länder Sudan und Kenia zusammen (10 % der CO 2 - Emissionen von Dänemark) Dies verursachte jährliche Kosten von 460 Mill. €. Das wirtschaftliche Einsparpotential wurde auf 37 % des Gesamtenergieverbrauchs geschätzt. Ich denke, dies ist - nur auf die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) - bezogen, ein gewaltiges und auch ökologisch bedeutsames – Einsparpotenzial, dass mit Hilfe von Umweltmanagementsystemen systematisch erfasst und ökologisch gesteuert werden muss ( und auch gesteuert werden kann).

Dezentrale Beschaffung Die Herausforderung Dezentrale Beschaffung Information und Motivation sehr unterschiedlicher und zahlreicher Beschafferinnen und Beschaffer Kostendruck nachhaltige Schnittmengen zwischen ökologischer – ökonomischer – sozialer Verantwortung in der Beschaffung Unklare Beschaffungsstrukturen / fehlende Standards nachhaltiges Beschaffungsmanagement für größere Einrichtungen Kirche setzt Impulse für den privaten Konsum Unterstützung von Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtung bei der Durchführung von Aktionstagen So weit so gut! Das Problem besteht darin, dass es nicht den einen Hebel gibt, den man nur umlegen müsste und schon wird alles gut. Ich möchte 4 Herausforderungen nennen, die wir im Laufe unseres Projektes angehen müssen. 1. In unseren Kirchen wird sehr dezentral beschafft. Das heißt für unser Projekt: Wir müssen viele sehr unterschiedliche BeschafferInnen und Beschaffer erreichen: in Kirchengemeinden, in Tagungsstätten, Werkstätten für Behinderte (d.h. diakonische und caritative Einrichtungen) und sie informieren und motivieren nach ökofairen Kriterien einzukaufen. 2. Oftmals ist auch in der Kirche der Kostendruck sehr groß und Vorurteile halten sich hartnäckig, dass ökofaire Produkte einfach nur teuer sind. D.h. heißt für unser Projekt: Wir müssen argumentieren, informieren und überzeugen, dass es in der Beschaffung „nachhaltige“ Schnittmengen zwischen ökonomischer, sozialer und ökologischer Verantwortung gibt. (oftmals nur marginale Preisunterschiede: Recyclingpapier:“weniger“ und dafür „besser“ ist mehr, energiesparende, langlebige Toprunner-Produkte) 3. Auch sind - so unsere Erfahrung – oftmals Wege der kirchlichen Beschaffung oftmals wenig durchschaubar. (selbst für Insider!) Da wird irgendwie beschafft, irgendwer ist z. T. „auf Zuruf“ verantwortlich. Daher wollen wir mit unserem Projekt, die Beschaffung zumindest in größeren kirchlichen Einrichtungen und Verwaltungen systematisieren. Wir werden in sog. Testeinrichtungen ein exemplarisches kleines „Beschaffungsmanagement aufbauen, an dem sich wiederum andere Einrichtungen orientieren können“. (Dazu gehört die Festlegung von Standards und der Aufbau eines Beschaffungskatalogs.) 4. Schließlich werden wir Kirchengemeinden und andere kirchliche Einrichtungen dabei unterstützen, Vorbild zu sein: auch für den privaten Konsum. Zum Thema: „Wer einkauft entscheidet, wird es daher in vielen Kirchengemeinden und Tagungsstätten Veranstaltungen geben, von der fairen Kaffeeverkostung über Öko-Kochkurse bis hin zum Videoclip-Wettbewerb zum Thema „Zukunft-Einkaufen“ für Jugendlichen.

Ablauf des Projektes Phase 1: Analyse in den Testregionen/Testeinrichtungen (Checklisten) Phase 2: Umsetzung und Verbreitung in den Testregionen/-einrichtungen (Beschaffungsstandards, Beschaffungsordnungen / Aktionstage „Konsum“) Phase 3: Netzwerkbildung „Kirche und Kommune“ in den Testregionen/Testeinrichtungen Phase 4: Bundesweite Verbreitung und Kampagnenarbeit (Start: Kirchentag Bremen, 2009) Wie sieht nun der Projektablauf aus? Phase 1 Am Anfang steht der Test: In zehn kirchlichen „Testregionen“ und einigen Testeinrichtungen in ganz Deutschland. Dort wird wollen wir zunächst mit den Verantwortlichen das Beschaffungsverhalten analysieren, um es anschließend gemeinsam unter ökologischen und sozialen Kriterien nachhaltig auszurichten. Gleichzeitig geht es auch um den effizienteren Einsatz von Produkten und Energieträgern und die Realisierung von Einsparmöglichkeiten. (Checklisten) Phase 2 Zukunft einkaufen - Weitersagen! In Phase 2 werden in den Testregionen nachhaltige Beschaffungsstandards eingeführt und diese in eine möglichst flächendeckende nachhaltige Beschaffungspraxis überführt. Parallel dazu werden kirchliche Einrichtungen zu „Erfahrungsräumen“ zukunftsfähigen Konsums/Lebensstils ausgebaut. Dafür sind zum einen niederschwellige Informationsangebote wie Infotafeln, Ausstellungen, Pressemitteilungen etc. vorgesehen. Zum anderen werden in ausgewählten Kirchengemeinden und Einrichtungen Aktionstage zum nachhaltigen Konsum durchgeführt. Mit Produktvorführungen,. – verkostungen sowie Exkursionen zu Produktionsorten o. ä. wird auf motivierende Weise für nachhaltigen Konsum geworben. Phase 3 Networking: „Nachhaltige Beschaffung“ in „Kirche und Kommune“ Phase 3 dient dem lokalen/regionalen Erfahrungsaustausch sowie der Vernetzung zwischen kirchlichen Einrichtungen, ihren lokalen/ regionalen Lieferanten sowie weiteren nicht-kirchlichen Akteuren v. a. Stadt- und Kommunalverwaltungen, Verbraucherberatungsstellen, Umwelt- und Entwicklungsverbände. Ggf. werden gemeinsame Projekte wie z.B. ein „ökofairer Einkaufsführer“ durchgeführt. Phase 4 „Die Kirche macht´s vor – Zukunft einkaufen!“ - In dieser Phase werden mit einer kirchlichen Beschaffungskampagne. „Die Kirche macht´s vor – Zukunft einkaufen!“ die erarbeiteten Strategien und Materialien bundesweit verbreitet. Diese Kampagne stellt das Themenfeld „Nachhaltige Beschaffung der Kirchen“ an Produkten mit hoher Umweltrelevanz und Symbolwirkung dar und soll weitere Landeskirchen und Diözesen motivieren, ihre Beschaffung nachhaltig auszurichten. Startort dieser deutschlandweiten Informationskampagne wird in einem Jahr der Evangelische Kirchentag in Bremen sein.

Wer macht mit?! Kirchenkreis Recklinghausen Kirchenkreis Unna Kirchenkreis Moers Bremische Landeskirche / Deutscher Evangelischer Kirchentag Osnabrück (ökumenisch) Köln (ökumenisch) Testregion „Münster“ im Bistum Münster Testregion „Trier“ im Bistum Trier Testregion „Stuttgart“ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Testregion „Eichstätt“ in der Diözese Eichstätt Institutionen: Bank für Kirche und Diakonie, Evangelischer Entwicklungsdienst, Brot für die Welt.

Mit fünf Schritten zum Erfolg Einkaufen mit System - Mit fünf Schritten zum Erfolg Schritt 1 Die Bestandsaufnahme – sich einen Überblick verschaffen Schritt 2 Die Ergebnisse bewerten – Handlungsbedarf erkennen Schritt 3 Das Verbesserungsprogramm - neue Standards setzen Schritt 4 Beschaffung organisieren - „mit System“ Schritt 5 „Zukunft einkaufen“: weitersagen – die Kommunikationsstrategie

Schritt 1 Die Bestandsaufnahme – sich einen Überblick verschaffen Warum? Wer etwas verändern will, muss wissen, wo er steht, hohen Handlungsbedarf hat, aber auch gute, ausbaufähige Ansatzpunkte, um etwas zu verändern

Aus welchen Teilen besteht die Bestandsaufnahme? Schritt 1 Die Bestandsaufnahme – sich einen Überblick verschaffen Aus welchen Teilen besteht die Bestandsaufnahme? Ist-Analyse (Checklisten) Zusammenfassung zu Kennzahlen

Die Checklisten beziehen sich auf die Bereiche Schritt 1 Die Bestandsaufnahme – sich einen Überblick verschaffen Die Checklisten beziehen sich auf die Bereiche ·       Einrichtungsprofil / bisherige Struktur der Beschaffung ·         Kompetenz und Kommunikation ·         Elektrische Energie, Wärme, Wasser, ·         Hauswirtschaft, Küche und Veranstaltungen ·         Büro ·         Ausstattung der Kirche und Räume in der Einrichtung ·         Fahrzeuge / Verkehr ·         Außenanlagen ·         Abfall, Abfallvermeindung & Recycling

Schritt 2 Die Ergebnisse bewerten – Handlungsbedarf erkennen Arbeitsschritt 2: Bewertung der Kennzahlen Wichtige Fragen: - Welche Ergebnisse sind besonders bedeutend für die Beschaffungspraxis in Ihrer Einrichtung? - Welche Verbesserungsmöglichkeiten können direkt umgesetzt werden? Sofortmaßnahmen!

Arbeitsschritt 3: Portfolioanalyse ! Schritt 2 Die Ergebnisse bewerten – Handlungsbedarf erkennen Arbeitsschritt 3: Portfolioanalyse !

Schritt 3 Das Verbesserungsprogramm - neue Standards setzen Vier Bereiche bei den Zielen und Maßnahmen eines Verbesserungsprogramms: 1. Quantität: Ziele und Maßnahmen, die den Einsatz von Produkten und Ressourcen (Energie etc.) optimieren. 2. Qualität: Ziele und Maßnahmen, die die Einführung Produkten mit anerkannten Gütesiegeln zum Ziel haben. 3. Struktur: Ziele und Maßnahmen, die eine verbesserte Organisation Ihrer Beschaffung zum Ziel haben. 4. Kommunikation/ Information: Ziele und Maßnahmen der internen und externen Öffentlichkeitsarbeit.

Schritt 3 Das Verbesserungsprogramm - neue Standards setzen

Elemente eines Beschaffungsmanagements Zuständigkeiten festlegen Schritt 4 Beschaffung organisieren - „mit System“ Elemente eines Beschaffungsmanagements Zuständigkeiten festlegen Eine/n Beauftragte/n für die Beschaffung benennen (Arbeitskreis?) Verbesserungsprogramm umsetzen Beschaffungsordnung erstellen Beschaffungsleitlinien erstellen Kontinuierliche Verbesserung sicher stellen

Mitarbeitende informieren und beteiligen Schritt 5 „Zukunft einkaufen“: weitersagen!– die Kommunikationsstrategie Mitarbeitende informieren und beteiligen Ein derart umfassender Veränderungsprozess ist nur dann effektiv, wenn alle Mitarbeiter/innen, Gemeindeglieder, Kooperationspartner, Gäste etc. darüber umfassend informiert und zur Mitarbeit motiviert werden. „Tue Gutes und rede darüber!“ Es ist wichtig, dass auch Gemeindeglieder und die Nutzer/innen kirchlicher Einrichtungen für einen nachhaltigen Konsum begeistert werden. Kirchliche Einrichtungen und Kirchengemeinden haben eine große Vorbildwirkung. Mit „Zukunft einkaufen“ wird in Ihrer Kirchengemeinde oder Einrichtung ökofairer Konsums „erfahrbar“.

Unser neuestes Projekt! Gefördert durch Unser neuestes Projekt! www. zukunft-einkaufen.de

Kontakt Projektleitung Projektstellen Gesamt / evangelisch: Gefördert durch Kontakt Projektleitung Gesamt / evangelisch: Pfarrer Klaus Breyer, Umweltbeauftragter Ev. Kirche von Westfalen katholisch: Thomas Kamp-Deister, Umweltreferent im Bistum Münster Projektstellen evangelisch: Hans Jürgen Hörner Marithres van Bürk-Opahle

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Gefördert durch Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! www.zukunft-einkaufen.de