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Die Sacri Monti Verborgene Schätze Oberitaliens. Zigmal haben wir aus der Schweiz oder Frankreich kommend die italienische Grenze überquert, zigmal sind.

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Präsentation zum Thema: "Die Sacri Monti Verborgene Schätze Oberitaliens. Zigmal haben wir aus der Schweiz oder Frankreich kommend die italienische Grenze überquert, zigmal sind."—  Präsentation transkript:

1 Die Sacri Monti Verborgene Schätze Oberitaliens

2 Zigmal haben wir aus der Schweiz oder Frankreich kommend die italienische Grenze überquert, zigmal sind wir in Mailand oder Turin gelandet. Das heißt, wir haben zigmal diese 'Verborgenen Schätze Oberitaliens' achtlos links und rechts des Wegs liegengelassen. Erst die 3SAT-Serie "Schätze der Welt" hat uns die Augen geöffnet.

3 "Die neun Sacri Monti in Norditalien sind eine Gruppe von Kapellen und anderen architektonischen Gebäuden, die im 16. und 17. Jahrhundert errichtet wurden und verschiedenen Aspekten des christlichen Glaubens gewidmet sind. Zusätzlich zu ihrem symbolischen und geistlichen Wert besitzen sie bemerkenswerte Schönheit, da sie meisterhaft in ein natürliches und landschaftliches Umfeld als Hügeln, Wäldern und Seen eingegliedert sind. Sie enthalten außerdem sehr bedeutende Kunstwerke in Form von Wandmalereien und Statuen." Mit dieser Begründung nahm die UNESCO 2003 die Stätte “Sacri Monti im Piemont und der Lombardei” in die Liste des Weltkulturerbes auf. Wie bitte?

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5 Der 3SAT-Bericht und die im Netz gefundenen Beschreibungen machten uns nicht nur neugierig sondern forderten geradezu eine intensive Beschäftigung mit den "Heiligen Bergen". Und diese bewirkte, daß wir BALD und UNBEDINGT nachholen wollten, was uns jahrzehntelang entgangen war. Gebucht waren für September 2012 einige Tage Erholung im Aostatal, im Schatten des Matterhorns. Und beim Weingut Polz' an der Südsteirischen Weinstraße standen wir im Wort, wenigstens für ein Wochenende vorbei zu schauen. Nur: zwischen Ehrenhausen "A" und Valtournenche "B" liegen knapp km. Aber auch – mehr oder weniger an der Strecke – die Sacri Monti. Mit einem Hinflug nach Treviso oder Triest und dem Rückflug von Bergamo (alles so- um-die-€-19-RyanAir-Ziele) sollte das gut zu schaffen sein.

6 Gedacht, geplant, gebucht. Nach der spätnachmittäglichen Ankunft in Treviso folgte eine 100-km-Fahrt durch das Friaul nach Spilimbergo. Kennt niemand. Das benachbarte San Daniele schon. Dabei gibt's in San Daniele außer den Schinken in den Marcellerie nichts zu sehen. Spilimbergo Ein gotischer Dom, ein 'lebendes' Kastell aus dem 16. Jhd., gotische Laubengänge, viel Renaissance, Stadtmauern, Wehrtürme, Palazzi, Fresken, Mosaiken.

7 Am nächsten Tag durch Friaulisch- Venezien und die Karnischen Alpen nach Kärnten. Am Wörthersee entlang, durchs Lavanttal, die Koralpe hinauf und dann über die Soboth hinab in die Südsteiermark. Quartier? Wie so oft schon im Weingut Maitz im Morillon-Zimmer mit seiner großen Terrasse und dem umwerfenden Blick; abends bei Johanna und Wolfgang zu marinierter Hühnerbrust und einem Wölsch, einem Gelben Muskateller, einem Sauvignon, einem Morillon und so. Am nächsten Abend im Buschenschank Firmenich, der so heißt, weil sein Besitzer aus – ebendort, bei Euskirchen - stammt und am dritten Abend in der Obhut von Stefanie auf der Maitz'schen Terrasse bei feiner steirischer Küche. Und einem Wölsch, einem Muskateller, einem Sauvignon, einem Morillon und so.

8 Daß uns heute ein langer Tag bevorstehen würde, war uns klar. Aber wir wußten nicht, daß uns im Lesachtal (Abb.) zwischen Kötschach und Maria Luggau eine Straße erwarten würde, wie wir sie seit langem nicht gefahren waren. Und für die unser Lancia Delta Diesel das ungeeigneteste Fahrzeug war. Schade, daß deswegen der Blick in dieses außerordentlich schöne Tal immer wieder zurückstehen mußte. Weiter ging's über den Grenzübergang Innichen-San Candido ins Pustertal über Bruneck und Brixen ins Eisacktal bis Sterzing. Und nun, juchhe, hinauf auf den Jaufenpaß und runter ins Passeiertal. Ist schon toll hier! Weit war's dann nicht mehr bis zum Abzweig nach Tall, einer Ansiedlung hoch über dem Passeiertal und amerikanischen Gästen beim Prenanger, die unbedingt "You don't have Schpatzel?" bestellen wollten.

9 Südtirol v. links oben im Uhrzeigersinn: Blick auf Meran, Tall im Passeier, Ortweinstraße in Mals und der hl. Prokulus in Naturns, der die Seile nicht fassen kann (8. Jhd.)

10 Heute, das war der Tag, als der Regen kam … Deshalb und weil die Kirche bereits geschlossen war und weil ein Felssturz das Müstair-Tal versperrte und weil wir deshalb einen Umweg durchs Engadin fahren mußten und weil der Frust uns deswegen überkommen hatte, deswegen gibt es keine Fotos von den karolingischen Fresken in St. Benedikt in Mals, von dem Karl dem Großen zugeschriebenen karolingischen Kloster St. Johann in Müstair, vom Engadin, von St. Moritz und den Murmeltieren in Silvaplana, dem Bergell, dem Malojapaß und Chiavenna. Ätsch. Erst am Comersee hellte es auf, äußerlich und innerlich auch. Denn in Ossuccio erwartete uns der erste Heilige Berg! Frisch hinan ging's bis zur dritten, vierten Kapelle. Dann wurd's mühsam. Doch wir haben es geschafft, begeistert und zufrieden. Steil bergab waren's dann exakt Schritte

11 Es wird Zeit, für einen weiteren Überblick „Eine außergewöhnliche Statuengruppe belebt die unglaublichsten „Hochburgen des Glaubens“, die die Kultur und Frömmigkeit der westlichen Welt in rund drei Jahrhunderten (1480 bis Ende des 18. Jahrhunderts) je geschaffen hat. Sie sind vor allem in den Alpen und Voralpen von Vercelli und Novara, aber auch in der Gegend von Monferrato Casalese und anderen Gebieten des Piemont zu finden, wo sie majestätisch emporragen. Die Sacri Monti, das „Heilige Schauspiel der Berge“ sind im gesamten katholischen Europa zu finden, wenn auch mit unterschiedlichen Baustrukturen. Im Piemont wurden sie als Phänomen ins Leben gerufen und erreichten hinsichtlich Anzahl, Größe und künstlerischer Qualität nie dagewesene Ausmaße. Hier kam die Frömmigkeit der Bevölkerung auf bedeutende Weise zum Ausdruck. Absicht war, Pilgerfahrten der Gläubigen im Nahgebiet zu fördern. Die Sacri Monti des Piemonts wurden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts – nach dem Konzil von Trient und der katholischen Reform zu einem ausgezeichneten Kontroll- und Lenkungswerkzeug der für den Ausdruck des Glaubens im Volk; eine wahre „Maginot-Linie” der Orthodoxie, um das potenzielle Eindringen der protestantischen Reform von jenseits der Alpen zu verhindern.“ so der Journalist der RAI, Franco Caresio. Von den 12 Sacri Monti im Piemont wurden 2003 sieben in das UNESCO-Kulturerbe der Menschheit aufgenommen. Hinzu kamen die zwei Heilige Berge in der Lombardei, Ossuccio und Varese

12 In Ossuccio am Comer See haben wir also angefangen, sind über Varese zum Lago Maggiore gefahren, um Ghiffa zu besichtigen. Von dort war's nicht weit nach Orta am Ortasee. Gemütliche zwei Stunden später waren wir in Varallo. Nun erwartete uns die lange Strecke nach Crea, ins Herz des piemontesischen Hügellandes. Es folgte Belmonte und am Schluß stand Oropa bei Biella Domodosslola haben wir, weil's uns zu weit vom Weg abzubringen schien, ausgelassen. (Wir haben die Hoffnung, in Verbindung mit einer Simplon-Durch- oder Überquerung nochmals hierher zu kommen.) Um es vorweg zu nehmen: Crea, Belmonte und Oropa lohnen die weite Fahrt nicht. Die ersten fünf plus Domodossola sind die wirklich sehenswerten, spektakulären Heiligen Berge. Quod erat demonstrandum.

13 Und wann geht es richtig los?

14 Jetzt

15 Ossuccio (Comer See)

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17 Varese

18 Varese

19 Lago Maggiore, Überfahrt nach Ghiffa

20 Ghiffa (Lago Maggiore)

21 Orta (Ortasee)

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23 Varallo Sesia

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27 Vecchio Albergo Sacro Monte unmittelbar neben dem Eingang zum Sacro Monte Bereich

28 Varallo Sesia Varallo ist ohne jeden Zweifel das non plus ultra. Beeindruckender, farbiger, größer ist keiner der Heiligen Berge. Varallo sollte man als letzten Berg besuchen und es dann bewenden lassen. Varallo ist umwerfend. Nicht nur wegen seiner Schönheit. Seit 1650 bevölkern in 45 bühnenähnlichen Räumen 600 lebensgroße Figuren aus Holz oder Terrakotta und über 4000 gemalte Figuren in allen Arten von plastisch gestalteten oder illusionistisch freskierten Landschaften und Innenräumen die Szene. Grundriss des Bergplateaus: ra/sacromappa.htm

29 Varallo Sesia

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31 Das Sacri Monti – Fazit Ja natürlich haben wir Bilder aus Crea, Belmonte und Oropa. Aber da man aufhören soll, wenn's am Schönsten ist, endet die Reise über die Heiligen Berge Oberitaliens in Varallo Sesia. Welches Fazit wir ziehen? Unbedingt sehenswert sind Varese, Orta und Varallo,. Bedingt sehenswert (wegen der Anlage) Ghiffa und wegen der Lage wohl auch Domodossola. Wenn man Zeit hat, sollte man Ossuccio einschließen. Crea und Belmonte sind wegen ihrer Einbettung in die Landschaft reizvoll, Oropa wegen seiner monströsen Klosteranlage.

32 Und so lautet unser Rat für einen Besuch der Sacri Monti: 1. Unbedingt ansehen 2. Drei Tage einplanen 3. Auf der Durchreise (Simplon, Gotthard) 4. Oder mit Flug (Mailand, Bergamo, Turin) 5. Auf Varese, Orta und Varallo Sesia konzentrieren 6. Übernachten am Ortasee oder 7. im 'Vecchio Albergo Sacro Monte' in Varallo Sesia Wer mehr Zeit investieren möchte, sollte Ossuccio und Ghiffa einschließen. Dann aber mit diesen beiden beginnen. Den Ehrgeiz, alle Sacri Monti zu besuchen, sollte man nicht haben. Nach Crea, Belmonte und Oropa fährt man durch öde Landschaft mit Kleinindustrie und nichtssagenden Ortschaften, um dann von diesen Sacri Monti enttäuscht zu sein.

33 Und wie ist das mit dem UNESCO-Welterbe? In der Tat eine berechtigte Frage. Wenn eine Entscheidungsgrundlage war, die IDEE der heiligen Berge, nämlich das Neue Jerusalem für die Bevölkerung besuchbar und die Lebensgeschichte Jesu sichtbar zu machen, dann haben alle neun Heiligen Berge den Titel verdient. Aber aufgrund einer Idee und ohne Berücksichtigung herausragender künstlerischer oder architektonischer Ausführungen? Das ist gerade so, als ob man den Kreis der Kirchenjuwele der oberschwäbischen Barockstraße um alle übrigen schwäbischen Kirchen erweitern würde, um alle zusammen zum UNESCO-Welterbe zu erheben, nur weil sie Kirchen sind.

34 Ja, und da war dann noch das Matterhorn

35 Das kleine B&B im dörflichen Valturnenche, acht Kilometer unterhalb von Cervinia, zu Füßen des Matterhorns (Monte Cervino), war genau das Richtige, um die großen Momente in Varese, Orta und Varallo Sesia aufzuarbeiten. Nebenan, in der Brasserie du Cervin, gab's nicht nur gutes Essen. Uns wurde ein Seminar über 'Wein des Aostatals" gegeben.

36 Nach den intensiven Besichtigungen, den manchmal schwer zu bewältigenden Aufstiegen, den Enttäuschungen in Crea, Belmonte und Oropa (und daß wir gerade diese drei Heiligen Berge als letzte auf der Agenda hatten und dafür auch noch weite Wege gefahren sind) waren wir über die abschließenden Tage der Ruhe und Muße in einem Seitental des Aostatales mehr als froh. Noch 'n Fazit? Es war eine anstrengende Reise mit vielen Höhepunkten und einigen Enttäuschungen. Was bleiben wird, ist die Erinnerung an die überwältigenden Darstellungen des Lebens Jesu den Sacri Monti in Varese, Orta 1) und Varallo Sesia. Was mögen dort die Menschen vor 400 Jahren empfunden haben? Nach den intensiven Besichtigungen, den manchmal schwer zu bewältigenden Aufstiegen, den Enttäuschungen in Crea, Belmonte und Oropa (und daß wir gerade diese drei Heiligen Berge als letzte auf der Agenda hatten und dafür auch noch weite Wege gefahren sind) waren wir über die abschließenden Tage der Ruhe und Muße in einem Seitental des Aostatales mehr als froh. Noch 'n Fazit? Es war eine anstrengende Reise mit vielen Höhepunkten und einigen Enttäuschungen. Was bleiben wird, ist die Erinnerung an die überwältigenden Darstellungen des Lebens Jesu den Sacri Monti in Varese, Orta 1) und Varallo Sesia. Was mögen dort die Menschen vor 400 Jahren empfunden haben? 1) In Orta das Leben des Hl. Franz von Assisi

37   Links zu Websites über die Sacri Monti  Sacrimonti.net, die offizielle Seite des "Dokumentationszentrums der europäischen Sacri Monti, Kalvarienberge und Andachtsstätten" mit ausführlichen, erschöpfenden Texten:  Die Sacri Monti des Piemont:  Wikipedia mit Unterseiten zu allen Sacri Monti:  SWR mit Filmext und Video der Ausstrahlung vom in der Reihe "Schätze der Welt"  /id= /nid= /did= /mpdid= /j707dp/index.html /id= /nid= /did= /mpdid= /j707dp/index.html /id= /nid= /did= /mpdid= /j707dp/index.html  und /id= /nid= /did= /7j2qr2/index.html /id= /nid= /did= /7j2qr2/index.htmlhttp://www.swr.de/schaetze-der-welt/sacri-monti-italien-schaetze-welt-erbe/- /id= /nid= /did= /7j2qr2/index.html  Die UNESCO-Welterbe-Seite:  Darüber hinaus gibt es zahlreiche Websites, auch zu den einzelnen Objekten. Wie z.B.  Varese  Ossuccio:  Varallo:  Domodossola:  Ghiffa:  Orta:  Crea:  Belmonte:  Oropa:  © Copyright für die Bilder: Friedrich Ortwein

38 Danke fürs Hinsehen. Und demnächst viel Vergnügen und viele Erkenntnisse auf den Sacri Monti, den verborgenen Schätzen Oberitaliens. © Friedrich J. Ortwein, 09/2012


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