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Deutschsprachige Literatur im XIX Jahrhundert Levan Tsagareli.

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Präsentation zum Thema: "Deutschsprachige Literatur im XIX Jahrhundert Levan Tsagareli."—  Präsentation transkript:

1 Deutschsprachige Literatur im XIX Jahrhundert Levan Tsagareli

2 Dekadenz Vorlesung Nr. 5

3 Fin de siècle (Wiederholung) „Wir sind umgeben von einer Welt absterbender Ideale, die wie von unseren Vätern ererbt haben und mit unserem besten Lieben geliebt […]. Und in diesem müden Gehirn, das sich selbst nicht mehr regieren kann, wachsen Abnormitäten empor; die Persönlichkeit verdoppelt, vervielfachts sich; […] die überanstrengten Nerven reagieren nur auf die ungewöhnlichen Reize und versagen den normalen den Dienst; - sie erzeugen aufgeregte, überlebendige Paradoxie einerseits, apathische Mutlosigkeit und Weltverzweiflung andererseits: das Gefühl des Fertigseins, des Zu-Ende-Gehens – Fin-de-siècle-Stimmung.” Emil Zola, “L’Œuvre”

4 Fin de siècle (Wiederholung) Joris-Karl Huysmans: A rebours (1884, dt. Gegen den Strich) Arne Garborg: Trætte Mænd (1891, dt. Müde Seelen)

5 Symbolismus Jean Moréas: Manifeste du symbolisme Welt = Abbild der wahren Wirklichkeit Dinge = Symbole Dichter = Priester Musikalität Synkretismus: Laute – Farben – Düfte L’art pour l’art, poésie pure: veschlossene Kreise – Mallarme-, Brusov-, George-Kreis Ästhetismus (Oscar Wilde): schöne Kunst ↔ hässliches Leben Neuromantik: Klang, Träumerisches, Melancholie, Sinnlichkeit, Irrationalismus Lyrisierung der Epik und Dramatik: Träume, Visionen, Märchen; Interesse fürs Unbewusste; kleine Formen (Einakter, Augenblicksskizzen).

6 Stefan George ( ) Frankreichreise Individualistisch, diktatorisch, frauenfeindlich Blätter für die Kunst (1892) Poetik: strenge Architektonik, George- Schrift, Liturgische Vortragskunst Thematik: Kunst vs. Natur Werk: Algabal (1892) Das Jahr der Seele (1897) Der Teppich des Lebens (1900)

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8 Hugo von Hofmannsthal „Der Prophet“ Von seinen Worten, den unscheinbar leisen Geht eine Herrschaft aus und ein Verführen Er macht die leere Luft beengend kreisen Und er kann töten, ohne zu berühren.

9 Hugo von Hofmannsthal ( ) „Ich möchte die Bakteriologie der Seele gründen.” „Schöne Wahrheit lebt allein.“ Wunderkind des „Jungen Wien“ – Loris Prosa: Das Märchen derr 672. Nacht Lyrische Dramen: Der Tod des Tizian, Der Tod und der Tod Thematik: Diletantismus; Kunst vs. Leben Chandos Brief (1902) – Sprachkrise Spätwerk: Zusammenarbeit mit Richard Strauss + Psychoanalyse = Elektra, Ödipus und die Sphinx

10 Impressionismus 1874 Louis Leroy → Claude Monet „Impression“

11 Impressionismus (Eindruckskunst) Augenblickseindruck, Stimmung, Atmosphäre Form → Farbenflecke: keine Reflexion, kein Sinnzusammenhang, keine Handlung – nur Skizzen, keine Innerlichkeit – nur Oberfläche Akustik + Optik: ungewöhnliche Wortbildungen, Bilder, epithète rare Wiederentdeckung der Natur – farbig, ruhig, fragmentarisch, ermüdet Figur – Augenblicksmensch Empiriokritizismus: Ernst Mach ( ): Beiträge zur Analyse der Empfindungen Hermann Bahr: Das unrettbare Ich (1904): „Das Ich ist unrettbar. Die Vernunft hat die alten Götter umgestürzt und unsere Erde entthront. Nun droht sie auch uns zu vernichten. Da werden wir erkennen, daß das Element unseres Lebens nicht die Wahrheit ist, sondern die Illusion.“ Depersonalisation, Identitätsverlust, Traum = Wirklichkeit, Innerer Monolog

12 Detlev von Liliencron ( ) Ehemaliger Offizier, Freiherr, erst mit 40 an die Öffentlichkeit getreten Adjutantenritte und andere Gedichte (1883) Poetik: Prosaisierung der Lyrik, gegen Mondscheinpoesie, Subjektivität des lyrischen Ichs, Telegrammstil Thematik: festliche Gesellschaften mit Tanz und Musik, Maskuline Selbstverwirklichung (Kampf, Jagd, Liebe), carpe diem

13 Schwalbensiziliane Zwei Mutterarme, die das Kindchen wiegen, es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder. Maitage, trautes Aneinanderschmiegen, es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder. Des Mannes Kampf: Sieg oder Unterliegen, es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder. Ein Sarg, auf den drei Handvoll Erde fliegen, es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder.

14 Peter Altenberg (= Richard Engländer, )

15 Peter Altenberg Er liebte und sah. Ihr seid Papier, er war Element (K. Kraus) Französische Kultur (Müßsiggang) Kein Beruf ← Überempfindlichkeit des Nervensystems, berufsunfähig Bohemleben Alkoholismus, Nervenheilanstalte, Schlafmittelverbrauch Werk: Prosagedicht (poème en prose) Wie ich es sehe (1896) Was der Tag mir zuträgt Ashantee (1897) Thematik: Abendlicht, Herbstszenen, Saison-Ende auf dem Lande, einsame Menschen; Frauenkörper, Kind, Exotik, das wiedergefundene Paradies; das Naiv-Ursprüngliche, Vor-Gesellschaftliche, Primitive Poetik: Stenographischer Stil, Fixierung auf Außenwelt, Pointillistische Technik (Gedankensriche, kurze Sätze), Lautmalereien, Vorliebe für Farbwörter

16 Jung Wien Ich liebe alles, was krank ist. (Felix Dörmann) k. u. k. Monarchie Österreich-Ungarn Café Griensteidl, Café Central Theoretiker - Hermann Bahr: Überwindung des Naturalismus – ‘dekompositives’ Erzählen, multiplicite du moi Jugenstil: Linie, Ornament, Stilisierung Richard Beer-Hofmann: Der Tod Georgs Leopold Ferdinand von Andrian: Der Garten der Erkenntnis Felix Salten: Bambi Kritiker – Karl Kraus: Fackel; Die demolierte Literatur (1896/97) Die letzten Tage der Menschheit – dokumentarisches Drama, Collagetechnik, Zeitkritik

17 Jugendstil (Gustav Klimt, Alfons Mucha)

18 Secession

19 Beethoven-Fries

20 Arthur Schnitzler – Freuds Doppelgänger in Wien

21 Arthur Schnitzler ( ) Meister psychologischen Erzählens “Der Arzt im Künstler, der Künstler im Arzt” Prosa: Sterben (1894) Leutnant Gustl; Fräulein Else (1900) Drama: Liebelei (1894) Reigen (1897) Anatol (1910) Thematik: Determination und Willensfreiheit (Die Weissagung) Frauennovellen: Macht der Sexualität und Normenkonflikte (Frau Berta Garlan; Traumnovelle → S. Kubrick: Eyes Wide Shut)

22 Traumnovelle…

23 Rainer Maria Rilke ( ) (und Lou Andreas-Salome)

24 Rainer Maria Rilke ( ) geb. In Prag Beziehung mit Lou Andreas Salome Russlandreise (Tolstoi), Leben in Paris (Rodin) Schloss von Duino Werk: Stundenbuch ( ) Neue Gedichte ( ) Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge (1910) Duineser Elegien; Hymnen an Orpheus ( ) Poetik: Dinggedicht, Hermetik Thematik: Einsamkeit, Tod, Liebe, Angst

25 Auguste Rodin


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