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Pfarrer i.R. Gerhard Monninger Schöpfungstheologie und Nachhaltigkeit Auditorenschulung in Pullach 11.- 13. Dezember 2009.

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1 Pfarrer i.R. Gerhard Monninger Schöpfungstheologie und Nachhaltigkeit Auditorenschulung in Pullach Dezember 2009

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3 Das dominium terrae Gott sprach zum Menschen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.

4 Was ist der Mensch? Es gibt nur eine göttliche Rasse. Und das ist die Menschheit. Wie intelligent diese Lebensform im Meer ist, steht auf einem anderen Blatt. Ob sie das Recht hat, diesen Planeten ebenso zu beanspru- chen wie wir, darf zutiefst bezweifelt werden. Die Schöpfungs- geschichte sieht solche Wesen nicht vor. Die Erde ist die Welt der Menschen, und sie wurde für die Menschen geschaffen. oder Wir sind nur eine kleine Gruppe der Spezies der Säugetiere, die von der Evolution längst noch nicht als Erfolg verbucht werden. Die erfolgreichsten Säuger sind Fledermäuse, Ratten und Antilopen. Wir repräsentieren nicht das letzte krönende Stück Erdgeschichte, sondern nur irgendeines. oder Dem Ökosystem Erde hat diese bizarre, unwahrscheinliche Rand- erscheinung Mensch bisher nur eines eingebracht: einen Haufen Ärger.

5 Ein Planet wird geplündert und die Bibel ist schuld In seinem Buch Das Ende der Vorsehung - Die gnadenlosen Folgen des Christentums hat der inzwischen verstorbene Publizist Karl Amery geschrieben: Macht euch die Erde untertan: in dieser Aufforderung zur totalen Unterwerfung der Natur hat sich das Christentum weit über die Grenzen hinaus manifestiert. Die Vernichtung der Natur durch den Menschen ist Folge jüdisch-christlicher Wertvorstellungen durch die weltlichen Mächte.

6 Die Frage Stimmt es dass der Mensch die Krone der Schöpfung sei, dass er als das Bild Gottes eine unvergleichlich herausgehobene Stellung über alles Leben hat und dass er den Auftrag hat, sich die Erde untertan zu machen ?

7 Die Lebensräume nach Gen 1 Himmel für die Gestirne Wasser für die Meerestiere Luft für die Vögel Das Land für die Landtiere vom Wurm bis zum Elefanten und zum Menschen Menschen und Tiere sind am selben Tag geschaffen und teilen sich den den selben Lebensraum

8 Die Krone der Schöpfung ist der Schabbat So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage…. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken…

9 Der Mensch – das Bild Gottes Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.

10 Was heißt untertan machen und herrschen? Den Fuß auf etwas setzen Land in Besitz nehmen Eine Prozession anführen Als Hirte die Herde leiten Für den König: Dafür sorgen, dass im Land Schalom gedeiht

11 Der Schöpfungsauftrag Seid fruchtbar und mehret euch, nehmt die Erde in Besitz und tragt Fürsorge für alles Leben auf ihr.

12 Die doppelte Natur des Menschen Einerseits ist er Geschöpf wie alle anderen Geschöpfe. Wir sind Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will. Andererseits durchaus herausgehoben über die außermenschliche Schöpfung durch den Auftrag, Gottes Schöpfermacht auf der Erde zu repräsentieren und Verantwortung für alles Leben auf der Erde zu übernehmen. Eine Verfügung über das Leben selbst hat er nicht.

13 Früher: Wie schütze ich mich vor der Natur? Heute: Wie schütze ich die Natur?

14 Dazwischen nur noch nackte Erde

15 Konflikte in der Natur

16 Einklang mit der Natur suchen Es wird immer Konflikte geben. Die Bibel weiß das und hat deshalb dem Menschen die Verantwortung dafür über- tragen, diesen Konflikt zu regeln. So, dass möglichst viele möglichst gut leben können und nicht von vornherein die Menschen dominieren. Den Einklang mit der Natur zu suchen, heißt das Gebot, auch wenn es nicht ohne Konflikte abgeht. Heruntersteigen vom Sockel des Allmachtswahns, sich zurücknehmen, leise auftreten, kleine Schritte tun. Die Bibel hat schon Recht, wenn sie dem Menschen den Auftrag gibt: Herrscht über die Erde und tragt Sorge für das Leben, das auf ihr gedeiht.

17 Was ist Nachhaltigkeit ? Theoretisch betrachtet ist das alles sehr einfach. Wir dürfen die Zukunft nicht verbrauchen. Wir müssen die Grenzen der Belastbarkeit unserer Erde beachten. Jede Generation muss ihre Aufgaben selbst lösen und darf sie nicht kommenden Generationen aufbürden. Aber wir wissen: So simpel die Einsicht ist, so wenig wird sie an vielen Stellen beherzigt. Wir können viele Stellen auf- zählen, an denen wir nicht nach- haltig wirtschaften – nicht erst seit heute, sondern seit vielen Jahren

18 Nachhaltigkeit gehört zur political correctness

19 Die Väter der Nachhaltigkeit Hans Carl von Carlowitz

20 Nachhaltige Waldwirtschaft heute Die Behandlung und Nutzung von Wäldern auf eine Weise und in einem Ausmaß, dass deren biologische Vielfalt, Produktivität, Verjüngungsfähigkeit, Vitalität sowie deren Fähigkeit, die relevanten ökologi- schen, wirtschaftlichen und sozialen Funktionen gegenwärtig und in der Zukunft auf lokaler, nationaler und globaler Ebene zu erfüllen gewährleistet, ohne anderen Ökosystemen Schaden zuzufügen.

21 Nachhaltigkeit in der Bibel 5. Mose 22, 6-7 Wenn du unterwegs ein Vogelnest findest auf einem Baum oder auf der Erde mit Jungen oder mit Eiern, und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen, sondern du darfst die Jungen nehmen, aber die Mutter sollst du fliegen lassen, auf dass dirs wohlergehe und du lange lebest.

22 Die Definition der Nachhaltigkeit durch die Brundtland-Kommission Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können. 2. Eine zukunftsfähige Entwicklung ist ein Prozess der Verän- derung, in dem die Nutzung der Ressourcen, die Struktur der Investitionen, die Orientierung des technischen Fortschrittes und die institutionellen Strukturen konsistent gemacht werden mit den zukünftigen und den gegenwärtigen Bedürfnissen.

23 Rio de Janeiro 1992

24 Rio de Janeiro 1992 UN Conference on Environment and Development In Rio hat sich die internationale Staatengemein- schaft erstmals darauf verständigt, das politische Handeln an dem Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung auszurichten. Ziel der Konferenz in Rio war es vor allem, Lösungen für die wachsende soziale Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungs- ländern zu finden. Das dort verabschiedete Aktions- programm für das 21. Jahrhundert – Agenda 21 -, enthält konkrete Handlungsempfehlungen sowohl für Staaten als auch für den einzelnen Bürger. Bis zur Verabschiedung wichtiger Dokumente war es ein langer Weg, auf dem zwischen den beteiligten Regierungen teilweise heftig gerungen wurde.

25 Johannesburg 2002 World Summit for Sustainable Developement In Johannesburg sind zehn Jahre später neue Umwelt- und Entwick- lungsziele beschlossen worden. Zielsetzungen gibt es insbesondere für die Bereiche Erhalt der biologischen Vielfalt, Chemikaliensicherheit, Trinkwasserversorgung und Abwas- serentsorgung. Außerdem hat sich die Staatengemeinschaft in Johannesburg erstmals darauf verständigt, weltweit den Anteil erneuerbarer Energien zügig und deutlich zu erhöhen.

26 Das Drei-Säulen-Modell Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundes- tages Schutz des Menschen und der Umwelt aus dem Jahr 1998: Nachhaltigkeit ist die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stehen miteinander in Wechselwirkung und bedür- fen langfristig einer ausgewogenen Koordination.

27 Ökologische Nachhaltigkeit Sie orientiert sich am stärksten am ursprünglichen Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben. Ökologisch nachhaltig wäre eine Lebensweise, die die natürlichen Lebensgrundlagen nur in dem Maße beansprucht, wie diese sich regenerieren.

28 Ökonomische Nachhaltigkeit Eine Gesellschaft solle wirtschaftlich nicht über ihre Verhältnisse leben, da dies zwangs- läufig zu Einbußen der nachkommenden Generationen führen würde. Allgemein gilt eine Wirtschaftsweise dann als nachhaltig, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann. Ein dauerhaftes Wirtschafts- wachstum, wie es unsere Wirtschaftspolitiker anstreben, kann dagegen niemals nachhaltig sein.

29 Soziale Nachhaltigkeit Ein Staat oder eine Gesellschaft sollte so organisiert sein, dass sich die sozialen Spannungen in Grenzen halten und Konflikte nicht eskalieren, sondern auf friedlichem und zivilem Wege ausgetragen werden können.

30 Vorrang für die ökologische Nachhaltigkeit Das an sich einleuchtende Drei-Säulen-Modell hat dazu geführt, dass die postulierte Gleichrangigkeit der ökonomi- schen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit gewisser- maßen zu einem dreispaltigen Wunschzettel verkommen ist, in das jeder Akteur seine Anliegen eintragen kann, so der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), ein wissenschaftliches Beratungsgremium der Bundesregierung. Muss nicht das Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit Vorrang genießen, da doch der Schutz der natürlichen Lebensbedin- gungen die Grundvoraussetzung auch für ökonomische und soziale Stabilität ist? Dass Ökologie und Ökonomie Gegen- sätze sein sollen, ist jedenfalls nicht länger aufrechtzuer- halten.Sachverständigenrat für UmweltfragenBundesregierung

31 Nachhaltigkeit ist der kategorische Imperativ des 21. Jahrhunderts Schluss mit bigger, better, faster, more


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