5. 3 Keynes: Die IS-Kurve J. R. Hicks: „Mr

Slides:



Advertisements
Ähnliche Präsentationen
3. Das keynesianische Modell der Volkswirtschaft
Advertisements

5. 3 Keynes: Die IS-Kurve J. R. Hicks: „Mr
3.2 Klassische Theorie im Zusammenhang
Umfairteilen! Geld ist genug da! Juli 2013
Das Finanzpolitik Quiz
Staatsfinanzen und Steuern aktualisiert März 2010
SOZIOLOGIE DES PRIVATEN HAUSHALTES
Übungsblatt 04 Lehrstuhl für Kommunal- und Umweltökonomie
Seminar: Arbeitsmarkt und Beschäftigung
10 Die Phillipskurve Ca 6% ALQ Ursprüngliche Phillipskurve:
6. Chaos-theoetische Konjunkturerklärung
4. Keynesianische Konjunkturtheorien
5.2 Erweiterungen Einnahmen/Ausgabenmodell um einkommensabhängige Investitionen und Steuern Investitionen nicht mehr rein autonom, sondern einkommensabhängig:
6.1. Neoklassische Synthese
5.2 Erweiterungen Einnahmen/Ausgabenmodell um einkommensabhängige Investitionen und Steuern Investitionen nicht mehr rein autonom, sondern einkommensabhängig:
7. Konvergenz oder Divergenz von Regionen
2.3 VGR-Kreislaufdarstellung
Lösung: Keynes Demo dY = -144,5 dT = + 36,125 Insgesamt 8 Punkte.
8 Konjunktur und Wachstum
Erweiterungen Input-Output-Analyse
Hinweise und Beispielaufgaben zur Klausur Größere Aufgaben sind unterteilt in voneinander unabhängige Teilaufgaben Bei Aufgaben mit vorgegebenen Antwortalternativen.
9.2. Keynesianismus und Monetarismus im Vergleich
Rückblick und Klausurvorbereitung Makroökonomie I
Zusammenhang: Investieren - Sparen U H VV Erklärung
i IS LM + Z - Y Monetäre Außenwirtschaft
8. Finanzmarktmodell Prof. Dr. Johann Graf Lambsdorff
Prof. Dr. Bernhard Wasmayr VWL 2. Semester
Ableitung der individuellen Nachfrage
Volkswirtschaftliche Bewertung der EnEV 2009 Berlin, 30. August 2011.
Der einfache Wirtschaftskreislauf
Das Finanzpolitik Quiz Humboldt-Universität zu Berlin Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Institut für Wirtschaftspolitik I Makroökonomie, Geld und Kapitalmärkte.
Eine Grundlagentheorie
Krisen mit Keynes erklärt
Kapitel 17 Erwartungen, Wirtschaftsaktivität und Politik
3.1 Grundlagen Klassische/neoklassische Theorie
Die Monetäre Theorie der Produktion von Keynes
Die Volkswirtschaft bei langfristiger Betrachtung
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)
Das Keynesianische Makromodell II Geldnachfrage und -angebot
Das Neoklassische Grundmodell

VWL: Says Gesetz und die Erklärung der Krisen
Der Wirtschaftskreislauf nach Keynes
Wird die Schuldenbremse eine Konjunkturbremse?
Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik
Wdhlg. AVWL 2: Das Mundell-Fleming Modell

Dr. Gerhard Zahler-Treiber ATTAC Österreich
Quellen: Redak 2002, Huffschmid 2006, Klimenta o.J., Plihon 2006 Proseminar Entwicklungsökonomie WS 06/07 Einheit 9 Finanzmärkte 1 Karin Küblböck.
Geld, Zins und Konjunktur

Tutorium Makroökonomik
Gesellschaftliche Bedarfe und ihre Finanzierung DL21 Herbsttagung Dr. Dierk Hirschel Bereichsleiter Wirtschaftspolitik Verdi-Bundesverwaltung.
Tutorium Makroökonomik
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)
Kap 11: Gesamtwirtschaftliche Nachfrage II
Kap. 10: Gesamtwirtschaftliche Nachfrage I
Die Keynesianische Theorie

Umverteilung von Unten nach Oben durch Subventionierung der Banken.
Aufgabe 31 Die gesamtwirtschaftliche Geldnachfrage sei beschrieben durch folgende Geldnachfragefunktion:
Die IS – Kurve ist der geometrische Ort aller Kombinationen von Zins- und Einkommenswerten, bei denen für gegebene Verhaltensweisen der Marktteilnehmer.
3. Gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht
5. Übung Makroökonomische Theorie. Staatsausgaben Staatsausgaben umfassen im weiteren Sinn alle Ausgaben, die von der öffentlichen Hand getätigt werden.
Entwicklungsbedürfnis:
Dr. Jens Siebel, FH Kaiserslautern Das IS-LM-Schema
Ursachen von Konjunkturzyklen Makroökonomik
Faktormärkte Vorlesung Mikroökonomik
Konjunkturelle Fluktuationen 1
Grundzüge der VWL 2 9. Tutorium.
 Präsentation transkript:

5. 3 Keynes: Die IS-Kurve J. R. Hicks: „Mr 5.3 Keynes: Die IS-Kurve J.R. Hicks: „Mr. Keynes and the Classics“, Econometrica 1937 Bisher: nur zinsunelastische Investitionen, Vernachlässigung von Geld und Zinsen Nun 4 miteinander verbundene Märkte:*) Kapitalmarkt: S(Y) = I(i) Geldmarkt: M = L(Y;i) Gütermarkt: Y (N;K) = Y (C;I;G) Arbeitsmarkt: Ns (w/p) = Nd(Y;w/p) => Geld beeinflusst über Zins auch Investitionen und Gütermarkt => Arbeitsmarkt hängt von Lohn und effektiver Güternachfrage ab *) Es gelte im folgenden zunächst p = 1 => Y = Yreal U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Grafische Ableitung der IS-Kurve II I I Y 45o III IV S U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Analytische Ableitung der IS-Kurve (vgl. früheres Zahlenbeispiel) Autonomer Konsum Caut = 20 Marginale Sparquote s = 1- c = 0,2 Sparfunktion: S = Investitionsfunktion: I = Da annahmegemäß Sgepl = Igepl gilt: IS-Kurve steht für alle Kombinationen von i und Y, bei denen ein Gleichgewicht auf dem Kapitalmarkt herrscht Wirkungskette: Höherer Zins => niedrigere Investitionen => Volkseinkommen sinkt => geringere Ersparnis U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

IS-Kurve bei kreditfinanzierten Staatsausgaben Es gilt jetzt: S(Y) = I(i) + G Beispiel: G = 20, sonst Beispiel wie oben i Y U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Grafische Ableitung IS-Kurve mit kreditfinanzierten Staatsausgaben II I = I(i) IS -Caut I+G Y 45o S = S(Y) III IV Igepl + G = Sgepl S U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

IS-Kurve bei steuerfinanzierten Staatsausgaben (Haavelmo-Fall, YV = YVHH = YVpr) S = -Caut + sYV = -20 + 0,2YV YV = Y – T T = G = 20 I = 60 – 100i (wie bisher) I = S U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Grafische Ableitung IS-Kurve mit steuerfinanzierte Staatsausgaben: II I I = I(i) I;S Y IV III U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Der Staat gibt 80 Mrd. Euro aus, steuerfinanziert mit Beispielaufgabe 1: Die Menschen in einer Volkswirtschaft geben jährlich unabhängig vom Bruttoinlandsprodukt 100 Mrd. Euro für Konsumgüter aus, zusätzlich von jedem verdienten Euro 60 Cent. Die Unternehmen planen jährlich Investitionen in Höhe von 60 Mrd. Euro. Der Staat gibt 80 Mrd. Euro aus, steuerfinanziert mit Wo liegt das Gleichgewichtseinkommen? Der Staat erhöht seine Ausgaben um 40 Mrd. Euro b) steuerfinanziert mit c) zur Hälfte über Kredite, zur Hälfte über Steuern finanziert Wie verändert sich jeweils das Gleichgewichtseinkommen gegenüber a)? U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Lösung Beispielaufgabe 1 (Mrd €): U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Wie verläuft die IS-Kurve im Schlaraffenland? Beispielaufgabe 2: In Schlaraffenland liegt der autonome Konsum bei 100 Mrd. €, die marginale Sparquote der Einwohner beträgt 20 %. Die Investitionsfunktion hängt lediglich vom Zins ab und lautet I = 290 Mrd. € – 2000i. Die Regierung gibt für Schulen und weitere Staatsgüter 50 Mrd. € aus, ohne sich dabei zu verschulden (Finanzierung durch autonome Steuern). Wie verläuft die IS-Kurve im Schlaraffenland? Bitte skizzieren Sie die Kurve auch! U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Lösung Beispielaufgabe 2 ohne Einheiten (Mrd €): U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

i IS Y U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Zwei Ableitungsmöglichkeiten der IS-Kurve (hier: mit kreditfinanzierten Staatsausgaben) a) Gleichsetzen von Kapitalnachfrage (Investitionen I und Staatsnachfrage G) und Kapitalangebot (Sparen S): U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3

Zwei Ableitungsmöglichkeiten der IS-Kurve (hier: mit kreditfinanzierten Staatsausgaben) Einsetzen von Konsum- und Investitionsfunktion in Verwendungs- Seite der Volkseinkommensgleichung: Anmerkung: Bei steuerfinanzierten Staatsausgaben ist b der bessere Weg U. van Suntum VWL III Foliensatz 5.3