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23.6.05 Anthropozentrismus/Physiozentrismus Der Wert der Natur Tierethik.

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Präsentation zum Thema: "23.6.05 Anthropozentrismus/Physiozentrismus Der Wert der Natur Tierethik."—  Präsentation transkript:

1 Anthropozentrismus/Physiozentrismus Der Wert der Natur Tierethik

2 Pflichten gegenüber der Natur? Spezifizierungen bzw. Eingrenzungen: Pflichten gegenüber der Umwelt (z.B. Wasserfälle, Berge) Pflichten gegenüber allem Lebendigem (auch Pflanzen, z.B. Bäume) gegenüber Lebewesen gegenüber empfindungsfähigen Tieren

3 Probleme: ist Rede von Pflicht angemessen? scheint entsprechende (unplausible) Rechte zu implizieren aus welchen Gründen sollte Schutz der Moral jeweils gelten? Frage nach moral. Status der Elemente der Natur Rücksichtnahme auf zumindest einige Dinge (wie Wälder etc.) scheint eher menschlichen Interessen zu dienen keine direkte Pflicht gegen Natur

4 nicht unbedingt Rechte, aber Wert der Natur Wie wird der Wert der Natur begründet? Anthropozentrismus Physiozentrismus a)Pathozentrismus b)Biozentrismus c)radikaler Physiozentrismus

5 Anthropozentrismus: Natur hat keinen unabhängigen (intrinsischen) Wert; dieser ist abhängig von menschlichen Interessen Natur wird als Mittel zum Leben bzw. Bedürfnisbefriedigung benötigt Natur kann dennoch auch um ihrer selbst willen (nicht nur aufgrund ihres instrumentellen Werts) als schützenswert angesehen werden (z.B. Naturschönheit bewahren) Schutz der Natur gefordert als Lebensgrund- lage zukünftiger Generationen (Nachhaltigkeit)

6 verbreitete Auffassung in der Moralphilosophie: Rücksicht begründet, weil alle zustimmen können: Kontraktualismus Subjekte (Autoren) und Objekte (Adressaten) der Moral identisch Wesen/Dinge ohne Fähigkeit zur Moral können keine direkten Adressaten der Moral sein (nur abgeleitet) scheint moralischen Anthropozentrismus zu implizieren

7 Probleme: Natur wird in erster Linie als Instrument für menschliche Interessen gesehen kann man (noch) nicht geborenen Menschen schaden? (warum deren Lebensgrundlage überhaupt erhalten?) zumindest Tiere scheinen unsere Rücksicht (evtl. in schwächerer Form als gegenüber Menschen) zu verdienen; Rücksicht auf empfindungsfähige Wesen nicht nur abgeleitet (etwa weil Mensch sonst zu verrohen droht)

8 Physiozentrismus: Natur hat unabhängigen (d.h. nicht abgeleiteten) Wert und Mensch muss Rücksicht auf sie um ihrer selbst willen nehmen es gibt absolute (inhärente, objektive, naturalistische etc.) Werte in der Natur, die unabhängig vom menschlichen Standpunkt existieren

9 Probleme: Woher soll dieser Wert stammen? Worin zeigt er sich? ohne Menschen gäbe es keine Werte oder Moral; Moral vom Menschen geschaffen: "epistemischer Anthropozentrismus" legt moralischen Anthropozentrismus (s.o.) nahe Natur ist häufig Quelle der Gefahr für den Menschen mögliche absurde Konsequenzen der geforderten Rücksichtnahme

10 a) Pathozentrismus: alle empfindungsfähigen Wesen haben eigenen moralischen Wert entweder gleichrangiger oder niedrigerer moral. Status als Menschen Grundlage der Rücksichtnahme ist Leidensfähigkeit (Utilitarismus, Mitleidsethik) Problem: fehlende Symmetrie bzw. Reziprozität (Tiere sind keine moralisch Handelnden)

11 b) Biozentrismus: alle Lebewesen haben eigenen moralischen Wert z.B. "Ehrfurcht vor dem Leben" (A.Schweitzer)

12 Problem: benötigt offenbar These von der Heiligkeit des Lebens (erscheint unplausibel; biologisches Leben als solches nicht in sich wertvoll, sondern in Abhängigkeit von damit verbundenen Interessen) benötigt Werthierarchie bei Konflikten (Wertschätzung von Krankheitserregern?)

13 c) radikaler Physiozentrismus: Natur insgesamt hat moralischen Wert individualistische und holistische Variante: Einzeldinge der Natur bewahren oder auch Spezies, Ökosysteme etc. (z.B. "deep ecology") häufig verbunden mit Idee der Naturteleologie (Natur ist zweck- gerichtetes System; z.B. Hans Jonas) oder theologischen Prämissen

14 Probleme: Natur verfolgt keine Zwecke; "blinde" Mechanismen (Ereignisse, keine Handlungen) möglicher Sein-Sollen-Fehlschluss kann man Pflanzen schaden? Haben sie Interessen/subjektives Wohl?

15 Wert der Natur: instrumentell (Bedürfnisbefriedigung) eudämonistischer (wohlergehens- bezogener) Eigenwert: Schönheit der Natur, ästhetische Kontemplation moralischer Eigenwert empfindungs- fähiger Tiere

16 Tierethik: verdienen nur Menschen moralische Berücksichtigung? Vorwurf des Speziesismus Adressaten der Moral alle leidensfähigen Wesen; z.B. Jeremy Bentham: "The question is not, Can they reason? nor, Can they talk? but, Can they suffer?"

17 Gleichheit für Tiere oder abgeschwächter Moralstatus? Tierrechte? Würde der Tiere? auch Hilfspflichten gegen Tiere? abhängig von Beziehung (Haustiere: freiwillige Übernahme von Verantwortung)

18 unter welchen Umständen darf Tieren Leid zugefügt bzw. dürfen sie getötet werden? Selbstverteidigung Nahrungserzeugung (Schlachten) Experimente Xenotransplantation

19 Selbstverteidigung: erscheint immer gerechtfertigt (auch gegen angreifende Menschen) kann Verdrängung von Tieren aus ihrem Lebensraum eine Form der Selbstverteidigung sein? Bedürfnisse des Menschen

20 Nahrungserzeugung: moralischer Schutz richtet sich in erster Linie auf Leidensvermeidung; also schmerzloses Töten erlaubt? Frage nach Kriterium für Lebensrecht; z.B. Selbstbewusstsein, zukunfts- bezogene Wünsche, subjektives Wohl Bsp. Schächten: Vorrang für religiöse/kulturelle Praktiken? Implikationen für Tierhaltung (Käfige, Transport etc.)

21 Experimente: meist mit großem Leiden verbunden (Schmerzen, Käfighaltung etc.) wie wichtig muss die Forschung sein/wie groß der erwartbare Nutzen? nur bei Aussicht auf Beitrag zur Verringerung menschlichen Leidens gerechtfertigt? (medizinische vs. kosmetische Forschung)?

22 Xenotransplantation: genetische Veränderung (transgene Tiere) problematisch Instrumentalisierung? Organe könnten auch von Menschen stammen

23 Resümee: der moralische Anthropozentrismus ist plausibel, aber ergänzungsbedürftig Natur sollte nicht - und muss auch nicht - nur als Mittel für unsere Zwecke gelten alle leidensfähigen Wesen gehören zu den Adressaten der Moral (= sind zu berücksichtigen) Tiere sollten vor unnötigem Leid geschützt werden; ein absolut geltendes Tötungsverbot folgt daraus allerdings nicht


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