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Auswirkungen der neuen Entdeckungskredit-Regel Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab.

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Präsentation zum Thema: "Auswirkungen der neuen Entdeckungskredit-Regel Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab."—  Präsentation transkript:

1 Auswirkungen der neuen Entdeckungskredit-Regel Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab

2 Auswirkungen der neuen Entdeckungskredit-Regel Einführung der neuen Discovery Credit Regel: 2010 Okt. 19, Dienstag, 02:20 UT “The discovery observation will be that observation which is the earliest-reported observations at the opposition with the earliest-reported second-night observation.” Beispiel: ONS 2006, eingesendet in 2013 ONS 2006, eingesendet in 2006 ONS 2008, eingesendet in Discovery Credit ONS 2008, eingesendet in earliest reported second night Dies bedeudet im Vergleich zur alten Regel: Welcher Beobachter die principal Designation bekommt, ist nicht mehr relevant. “In addition, it removes the apparent arbitrary nature of the order of designations in new identifications. “ – “Die scheinbar willkürliche Natur der Rangfolge der Designations wird somit beseitigt.“ Jedoch schrieb Mr. Williams in der Minor Planet mailing list bezüglich der alten Regel am 11.Juli 1998: „...who is credited with the discovery is perfectly logical and not subject to our whims. „ - Die Kreditvergabe ist vollkommen logisch und nicht von unserer Laune abhängig. Etwas Aufatmen konnte man dann am Ende des Circulars: “Objects that have multiple-opposition orbits as of now will be grandfathered into the old scheme of assigning discovery credit.” – uff, ein paar Schäfchen sind im Trockenen. Alte Regel: Potentielle Entdecker waren nur diejenigen, die für ihren Fund eine Designation bekamen – bei Amateuren meist beabsichtigte Twonighter. Neue Regel: zufällige Twonighter in einer Opposition, also sind potentiell erst mal alle ONS mögliche Kandidaten. Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab 2007 DH7 - Grenzfall ? Residuals *B B ( ) B01 ( ) B B B01 hat die Messungen als Twonighter erst am versendet. Zum Zeitpunkt der neuen Regel noch kein Multi-Opposition Obj.

3 Wie kann man quantitativ beurteilen welche Veränderung die neue Regel hat bezüglich der Discovery Credit Vergabe ? Wieviel Prozent der Kleinplaneten, beurteilt nach der alten Regel, müssten den Entdecker „wechseln“, wenn man sie nachträglich nach der neuen Regel behandeln würde. Wieviel Prozent der Kleinplaneten, beurteilt nach der neun Regel, müssten den Entdecker „wechseln“, wenn man sie nach der alten Regel behandeln würde. Letzteres kann man direkt aus der Liste der veröffentlichten nummerierten Kleinplaneten ablesen principal Des. Entdeckungsdatum, welches nach der neuen Regel definiert ist (332813) 2009 WX * Catalina (332814) 2009 WE * La Sagra (332815) 2009 WV * Kitt Peak (332816) 2009 WN * Mount Lemmon (332817) 2009 WC * Haleakala (332853) 2010 RL * Kitt Peak (332854) 2010 RN * Mount Lemmon (332855) 2010 RX * Mauna Kea (332856) 2010 SM * Mount Lemmon (332857) 2010 TJ * Palomar (332858) 2010 TX * Catalina (332859) 2010 UT * Kitt Peak (332860) 2010 VY * Mount Lemmon (332861) 2010 VU * Catalina (332862) 2010 VS * Kitt Peak (332863) 2010 VE * Mount Lemmon R – S = September T – U = Oktober V - W = November Nein Ja Nein Ergebnis nach statistischer Auswertung von rund 1000 KPs, die nach der neuen Regel nummeriert wurden: Das nach der neuen Regel definierte Entdeckungsdatum entspricht bei weniger als 5% dem Halbmonat der principal Designation (welche nach der alten Regel den Entdecker festlegte). Schnittmenge alte&neue Regel: <5% Über 95% der KPs, beurteilt nach der neuen Regel, müssten den Entdecker „wechseln“, hätte man sie weiterhin nach der alten Regel behandelt. Weniger als 5% müssten NICHT den Entdecker wechseln. Mit eigenen Worten beschrieben: „Die neue Regel bringt eine äußerst fulminante exorbitant extrem dramatische Veränderung.“ Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab

4 Alte Regel: 100% der principal Designations bekamen den Entdeckungs-Kredit Neue Regel: <5% der principal Designations bekommen den Entdeckungs-Kredit Wer in Zukunft seine principal Designation (bei den Objekten, die nach der neuen Regel behandelt werden) bevor sie nummeriert wird, als seine Entdeckung bezeichnet, kann getrost als Hochstapler bezeichnet werden. Frage: Wo landen die 95% Differenz, es werden ja aufgrund der neuen Regel nicht weniger KPs nummeriert. Antwort: Im Wesentlichen bei den zufälligen 2*ONS pro Opposition. “The discovery observation will be that observation which is the earliest-reported observations at the opposition with the earliest-reported second-night observation.” Verlierer: Die Beobachter, von denen keine oder wenige ONS beim MPC vorliegen. Beobachter, die ihre Zeit mit Nachverfolgung zwecks Bahnbogenverlängerung „verschwendet“ hatten (meist Amateurastronomen) Neueinsteiger – also Profis oder Amateure, die jetzt neu beginnen. Bei der alten Regel haben Neueinsteiger von den vielen bereits vorhandenen ONS-Messungen stark profitiert. Der Rückgang der Anzahl der individuellen Entdeckungskredits ist abhängig von der Suchstrategie (ehemals viele ONS eingesendet oder nicht) und wird schlimmstenfalls auf unter 5% sinken. Gewinner: Die Beobachter, die in der Vergangenheit viele ONS eingesendet haben. Die „alten Surveys“. Jedoch: Die Gewinner gewinnen aus Ihrer Sicht nicht viel, da der Anteil der Amateur-Entdeckungen sowieso sehr gering ist 5%-10% (bei der alten Regel und je nachdem welches Jahr man betrachtet). Die „Gewinner“ können aufgrund der neuen Regel also auch nicht viel aus dem Topf der „Verlierer“ dazugewinnen. Bisher (März 2013) wurden ~6600 Entdeckungskredite vergeben, die unter die neue Regel fallen, davon gingen 1,5% an Amateure. Die meisten davon an La Sagra, die jedoch schon früher im Survery- Modus (d.h. Produktion von vielen ONS) gearbeitet hatten. Nach der alten Regel vergebenen Kredite gingen 4,5% an Amateure (6600 KPs, die nach der alten Regel nummeriert wurden, oberhalb KP# (348321)). Realer Rückgang der Kreditvergabe an Amateure auf ~33% (beinhalten aber nicht ausschließlich „Verlierer“ der neuen Regel). Gewinner und Verlierer Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab Entdeckungskredite 1,5% 4,5%

5 Erwin SchwabKleinplanetentagung 2013 in Falera Gewinner und Verlierer – individuelle Verteilung Für diese Statistik verwendeten Daten: neue Regel: Alle bis März 2013 nach der neuen Regel vergebenen Kredits = 6600 KPs alte Regel: 6600 KPs, die nach der alten Regel nummeriert wurden, oberhalb KP# (348321) Gewinner Survey-Strategie, viele ONSs erzeugen Strategie war NICHT der alten Regel angepasst Verlierer Follow-up-Strategie, exzessive Bahnbogenverlängerung bis zur principal Designation Strategie war der alten Regel angepasst. Änderung der Strategie in Zukunft empfohlen * *

6 Zeitdauer von der Entdeckung zur Nummerierung Falsche Deutung: Nach der neuen Regel wird später nummeriert FALSCH! Richtige Deutung: Nach der neuen Regel wird der Entdeckungszeitpunkt definitionsgemäß im Mittel vorverlegt. Alte Regel : Zeitspanne zwischen principle Designation bis zur Nummerierung Neue Regel: Zeitspanne zwischen zwei Nächte/Opposition bis zur Nummerierung ABER dennoch: Wenn man heute einen KP entdeckt (den man letztendlich auch als Entdeckung zugesprochen bekommt), muss man im Mittel 2-3 Jahre länger warten bis zur Nummerierung, als bei der alten Regel. Grafik: E. Schwab Datenquelle: MPC Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab

7 Fehler bei der Kredit-Vergabe von KP (353847) 2012 VH40 Erwin SchwabKleinplanetentagung 2013 in Falera * Als Reaktion auf meine Nachfrage kam am 22. Februar 2013 die Antwort von Tim : "Clearly an error. Thanks for pointing it out. Will find out what happened. Makes me worry many others have this problem... Best,Tim„ Knapp 2,5 Jahre nach Einführung der neuen Regel gab es noch Fehler bei der Entdeckungskredit-Vergabe Vor dem 22. Februar 2013 Nach dem 22. Februar 2013 *

8 Die Entdeckungs-Grenzhelligkeit sinkt alle 4,25 Jahre um 1 Magnitude lag die Entdeckungs-Grenzhelligkeit für MBAs bei 16,5mag absolute Helligkeit (~20mag scheinbare Helligkeit im Oppositionspunkt) 2016 wird die Entdeckungs-Grenzhelligkeit für MBAs bei 17,6mag absolute Helligkeit liegen (~21mag scheinbare Helligkeit im Oppositionspunkt) Wenn sie ein neues Teleskop bauen oder erwerben, mit dem sie 1 mag (2,5 fache Fläche) tiefer kommen als zuvor, brauchen für die Inbetriebnahme über 4 Jahre, dann war die Aktion bezüglich Steigerung der Entdeckungsrate nicht effizient. GAIA (Start September 2013) soll angeblich Asteroiden entdecken (Studie aus einem Jahr vor 2000, GAIA Grenzhelligkeit 20mag, Beobachtung nicht im Oppositionspunkt sondern Sonnennah). Laut meiner Abschätzung wird GAIA wesentlich weniger MBAs entdecken (nämlich / (3hoch3) < ). TNOs wird GAIA sicher keine entdecken. NEOs innerhalb der Erdbahn wird GAIA einige finden. Auswertung & Grafik: E. Schwab Datenquelle: MPCorb.dat Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab

9 Zusammenfassung der Erkenntnisse Die Wahrscheinlichkeit einen Discovery-Credit zu bekommen ist für diejenigen mit vielen eingesendeten ONS, die „ALTEN SURVEYS“, nach der neuen Regel höher. Deren Kreditrate stieg dadurch aber nicht viel höher, da sie im Wesentlichen aus dem Topf der Amateurentdeckungen schöpfen und dieser < 5% der Gesamtentdeckungen ausmacht. Die Wahrscheinlichkeit einen Discovery-Credit zu bekommen sinkt für „NEUEINSTEIGER“ dramatisch. Man wartet länger (im Mittel 7 Jahre) bis ein Neufund nummeriert wird, da die Objekte, die nach der alten Regel dem Neueinsteiger frühzeitiger zugesprochen worden wären, ihm nach der neuen Regel eben nicht mehr als Entdeckung anerkannt werden. Bei Unklarheiten bezüglich Kreditvergabe sollte nachgefragt werden. Die Wahrscheinlichkeit einen Discovery-Credit zu bekommen kann aber durch Anpassen der Beobachtungsstrategie erhöht werden: -„Produktion“ von mehr ONS. Auf jeden Fall vermeiden sollte man die dritte...vierte...fünfte u.s.w. Nacht, da rein kosmetischer Natur. -Verbesserung der Grenzhelligkeit (Pro Magnitude ~Faktor 3 mehr Kleinplaneten). Allerdings sind bis zum Jahr 2016 quasi alle MBAs heller als ~17,6mag (absolute Helligkeit) ~21,1 mag (scheinbare Helligkeit im Oppositionspunkt) entdeckt. Zeitraum zwischen Nummerierung und Entdeckungsdatum (definiert nach der entsprechenden Regel) relative Anzahl Grafik: E. Schwab Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab

10 Abdeckung der Surveys Kleinplanetentagung 2013 in FaleraErwin Schwab

11 von Gareth V. Williams am Sa an über die Entdeckungs-Kredit-Vergabe (alte The decision as to who is credited with the discovery of a particular object is perfectly logical and not subject to our "whims". [A lot is covered in the on-line Guide to Minor-Body Astrometry (http://cfa-www.harvard.edu/iau/info/Astrometry.html) and we arehttp://cfa-www.harvard.edu/iau/info/Astrometry.html working on a printed booklet (that will be freely downloadable from our web site in PS (and maybe PDF) format) that describes various features of CBAT/MPC operation and that will include the astrometry guide. No idea when it'll get completed...] 1) Designations for new objects A designation will be assigned to a new object upon receipt of two nights of observation. These two nights will generally be from the same observer and he/she is defined as the discoverer of that object. If two observers work together (the first observer asking the second observer to get the second night) the first observer is the discoverer. If two nights are linked at the MPC from one-night stands from different observers (principally the big surveys), the discoverer is the observer of the earliest observation. 2) Principal designations The decision of which object is the principal designation in a linkage depends on how many of the linked objects have published orbits. a) One orbit In these cases linkage is to an opposition with a pair of observations or multiple oppositions with single observations. Principal designation is the designation at the oppositon with the orbit. b) No orbit These cases do not arise very often. These involve pairs of nights in one opposition being linked to pairs of nights in one other (prefereably more) opposition. Principal designation is taken from the earliest two-night apparition. c) More than one orbit This is the most subjective of the cases listed. What I normally do when I have a linkage involving two or more orbits is that I try linking the observations using each initial orbit as a starting point. If the linkage works with more initial orbit, the earliest orbit becomes the principal designation. I hardly need to say what happens if only one initial orbit works... To take an example, on MPEC 1998-N14 (http://cfa-www.harvard.edu/mpec/J98/J98N14.html) I identifiedhttp://cfa-www.harvard.edu/mpec/J98/J98N14.html the recently-discovered object 1998 HJ33 with 1082 T-1 (discovered during the first Palomar-Leiden Trojan Survey, and no, this object isn't a Trojan!). I found the linkage using a 1-month arc orbit at the 1998 opposition. There is a published orbit for 1082 T-1 (a 5-day e-assumed arc from 1971 on MPC 19264), but trying the linkage with the 1998 observations starting from the 1971 orbit failed (frankly, I would have been surprised if it had worked. Note that the knowledge that these two objects *are* the same object did not influence my attempt to link using the 1971 orbit. This additional attempt only takes a matter of seconds so is no great effort. I also apply this criterion to new linkages found by outside contributors to ensure that credit is assigned in a consistent manner. 3) Discoverers of numbered objects When a particular object is numbered, whoever was the discoverer of the principal designation becomes the discoverer of the numbered object. All perfectly logical... The above guidelines are followed in the vast majority of cases. Exceptional circumstances may require modification of the above schemes. I can think of only one occurrence in over eight years where the principal designation was redefined (and that was to correct a gross historical misjustice by the Astronomisches Rechen-Institut [a forerunner of the Minor Planet Center]!) Gareth V. Williams, MS 18, 60 Garden Street, Cambridge, MA 02138, U.S.A. Erwin SchwabKleinplanetentagung 2013 in Falera


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