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Deutschsprachige Literatur von Aufklärung bis Romantik Levan Tsagareli.

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Präsentation zum Thema: "Deutschsprachige Literatur von Aufklärung bis Romantik Levan Tsagareli."—  Präsentation transkript:

1 Deutschsprachige Literatur von Aufklärung bis Romantik Levan Tsagareli

2 Die Aufklärung Vorlesung 1

3 Inhalt: Grundzüge der Epoche Aufgeklärter Absolutismus Orthodoxie, Deismus, Pietismus Rationalismus und Empirismus Anthropologie Die Empfindsamkeit Klassizismus Das Wahrscheinliche und das Wunderbare Das Rokoko

4 Die Aufkl ärung Licht – heilbringende Erkenntnis enlightenment, siècle des lumières, illuminismo, ilustración,, просвещение meteorologische Bedeutung (17. Jh.) die Beseitigung von Vorurteilen und Aberglauben durch das Licht der Vernunft (18. Jh.)

5 Unsere aufgekl ärten Zeiten Fortschrittsoptimismus: Das Ziel der Geschichte – vollständige Aufklärung, Emanzipation und Glückseligkeit aller Menschen Rationalismus: Im Kampf gegen Aberglauben und klerikale Bevormundung die Vernunft des Menschen entwickeln und ihn zur Tugend und Glückseligkeit erziehen Mut zur Wahrheitssuche trotz der Bevormundung durch weltliche und geistliche Autoritäten Aufklärung = Ausgang des Menschen aus seiner selbsverschuldeten Unmündigkeit (Kant) [Unmündigkeit = Bevormundung des Denkens durch Vorurteile und Dogmatismus] Erkenntnis: Sapere aude, habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Kant)

6 Aufklärung in England 17 Jh. Isaac Newtons naturwissenschaftliche Erkenntnisse Empirische Erkenntnistheorie

7 Aufklärung in Frankreich Voltaire – rationalistisch, antiklerikal Jan Jacques Rousseau – zivilisationskritisch und pädagogisch: emotionale Seite des Menschen, Unschuld des Kindes und der Natur Académie française – Stützpunkt der Aufklärung Encyclopédie ( ) – Diderot, dAlembert – Darstellung des gesamten Wissens der Zeit

8 Aufgeklärter Absolutismus Rivalität zwischen Brandenburg-Preußen und Österreich Großmächte Siebenjähriger Krieg ( ) um Schlesien Friedrich II, Joseph II – aufgeklärte Monarchen Reformen von Oben administrative und wirtschaftliche Modernisierung der Gesellschaft Fürst – erster Diener des Staates

9 Fortschritte Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion (Kartoffeln) Aufhebung der Leibeigenschaft Aufnahme der Bevölkerungsgruppen, die aus religiösen Gründen aus ihrer Heimat vertrieben waren (Hugenotten) Abschaffung der Folter und der Hexenverfolgung Humanisierung des Gesellschaftslebens Verminderung des Analphabetismus von 80% auf 50% Hebung des Bildungsstandes Das Bildungsbedürfnis des Bürgertums Hebung des Lebensstandards der mittleren Schichten der Gesellschaft. Aber: keiner politischen Entscheidungen mächtig Freiraum im Bereich der patriarchalischen Familie bürgerliche Öffentlichkeit – Konvektikel, Logen, Lesezirkel Bildung eines literarischen Publikums Aufklärung des Frauenzimmers

10 Orthodoxie, Deismus, Pietismus Wachsende religiöse Toleranz (aber keineswegs Religionsfeindlichkeit) Kritik an religiösen Vorstellungen und Bräuchen (Weihrauch = Symbol der Vernebelung) Neologie = Offenbarung + Vernunft Deismus: Gott = teilnahmsloser Schöpfer, Jesus von Nazareth = Lehrer und moralisches Vorbild Pietismus: Religiöse Erfahrung, Nächstenliebe Interesse für das Innenleben und die Verfeinerung der seelischen Wahrnehmung psychologische Terminologie

11 Geistiges Leben des einzelnen Menschen Erziehung und Geschmacksbildung durch moralische Wochenschriften und schöne Literatur Diesseitige Tugend (statt christlicher Moral) Glaube an die Möglichkeit, den Menschen zu verbessern (statt des Pessimismus und der Autoritätsgläubigkeit des 17. Jh.-s) Bejahung des Strebens nach Glückseligkeit (Eudämonismus) Die Religion vieler aufgeklärter Persönlichkeiten – überkonfessionell: Dreiklang – Gott + Tugend + Unsterblichkeit der Seele

12 Rationalismus Kritische Infragestellung überlieferter Anschauungen Loslösung der Philosophie von der Autorität der Kirche René Descartes – Begründer des Rationalismus (17. Jh.) Erkenntnistheorie des methodischen Zweifels Der einzig unbezweifelte Satz:cogito ergo sum (ich denke, also bin ich) Erkenntnisprinzipien – gottgegeben (angeborene Ideen)

13 Rationalismus (Fortsetzung) Christian Thomasius ( ) – bekämpfte den Aberglauben und die Bevormundung der Kultur durch Theologie; hielt als erster philosophische Vorlesungen in dt. Sprache (1687) Gottfried Wilhelm Leibniz ( ): Théodicée (1710): die Welt = die bestmögliche aller Welten Monadologie (1714): ein System, das von den Monaden der leblosen Natur bis zur vollkommen aufgeklärten Gottmonade reicht

14 Englischer Empirismus und Sensualismus Gegen die rationalistische Annahme angeborener Ideen Sensualismus (John Locke): die menschliche Seele = tabula rasa, bildet erst durch Sinneseindrücke und Erfahrung Begriffe von der Wirklichkeit Empirismus (~ Rationalismus): Glaube an die restlose rationale Erklärbarkeit der Wirklichkeit und des Menschenlebens Das Unerklärliche oder Übernatürliche – entmythologisiert oder als Wahn und Aberglauben aus dem Weltbild der Aufklärung ausgegrenzt die uneingeschränkte Herrschaft der Vernunft Dogmatische Einengung der Erkenntnis (Grenzen der rationalen Erkenntnis) Angst vor dem Unerklärlichen

15 Philosophie Immanuel Kants ( ) - Vollendung und Überwindung der Aufklärung Kritik der reinen Vernunft ( ) – Erkenntnistheorie Kritik der praktischen Vernunft (1788) – Moralphilosophie Kritik der Urteilskraft (1790) - Ästhetik Voraussetzungen jeder Erkenntnis: Anschauungsformen Raum und Zeit Die reinen Verstandesbegriffe (Kategorien), u.a. Kausalität Das Ding an sich – unerkennbar, wir erkennen nur Erscheinungen Nicht-empirische Ideen (Gott, Freiheit des Willens, Unsterblichkeit) = Gegenstände des Glaubens (Grenzen des empirischen Rationalismus) Kategorischer Imperativ: Pflicht + Neigung Ästhetisches Urteil = Ausdruck eines interesselosen Wohlgefallens Das Schöne = das sittlich Gute

16 Anthropologie Der Mensch der Aufklärung = ein Vernunftwesen Selbstbewusstsein des Menschen – seine Denkfähigkeit (Seele vs. Körper=Maschine) der ganze Mensch = denkendes, fühlendes und sinnlich wahrnehmendes Wesen Die optimistisch angestrebte Entwicklung des einzelnen Menschen und des ganzen Menschengeschlechts: Vermittlung von nützlichem Wissen (Utilitarismus) und Rationalisierung des Denkens + Entwicklung der Gefühle und der sinnlichen Empfindung, die für die Bildung einer tugendhaften Persönlichkeit unerlässlich war.

17 Die Empfindsamkeit Gegenströmung zur Aufklärung Säkularisierung des Pietismus = Aufklärung der Gefühle Das stoische Gleichgewicht zwischen Vernunft und Affekten: Von der Vernunft geleitete Gefühle Ein Gleichgewicht zwischen Kopf und Herz Im Lauf der Zeit: modische und sentimentale Pflege des Gefühls (Empfindelei vs. Vernünftelei)

18 Klassizismus Ästhetik des 18. Jh.-s: Prinzip der Naturnachahmung und Kultur der Antike Johann Joachim Winckelmann ( ) – Begründer der wissenschaftlichen Archäologie Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst (1755) neue Auffassung antiker Kunst (neuplatonisches Ideengut)

19 Laokoon Laokoon zwar seufzt, aber er schreit nicht. edle Einfalt und stille Größe (der stoische Großmut) Griechische Einfachheit und natürliche Nacktheit das innere Ethos der aufgeklärten und harmonischen Persönlichkeit Die Aufklärungsdichtung: Streben nach Allgemeinverständlichkeit, Einfachheit und Klarheit ( barocke Kunst, unklarer und geschmackloser Stil des Maniersimus)

20 Das Wahrscheinliche und das Wunderbare Die Poetik der Frühaufklärung – eine normative Dichtungslehre: Grundsatz der Nachahmung Befolgung von Regeln Vorherrschaft der rhetorischen Tradition imitatio antiker Vorbilder Dreistillehre Johann Christoph Gottsched ( ) Johann Jakob Bodmer ( ) und Johann Jakob Breitinger ( ) Literarische Fehde zwischen den Anhängern der vernünftigen Poetik Gottscheds und den Befürwortern einer freieren, inspiratorischen Auffassung der Dichtung Sieg der Empfindsamkeit

21 Johann Christoph Gottsched ( ) Leipziger Professor, Popularisator der Aufklärung Programmatische Reinigung des Geschmacks Bekämpfte Manierismus Sprachlicher und stilistischer Purismus Critische Dichtkunst (1732): rhetorische Tradition + Realitätsbezogenheit; Prodesse et delectare (nützen und erfreuen) Dichter – Scharfsinnigkeit + Witz poeta artifex – Vernunft, Wahrscheinlichkeit Dichtung – lernbar

22 Johann Jakob Bodmer ( ) und Johann Jakob Breitinger ( ) Züricher Gymnasialprofessoren Dichtung = Nachahmung nicht nur der gegebenen, sondern anderer möglichen Welten Befreiung der Einbildungskraft von der Regelpoetik Dichter = poeta vates (ein Seher und Prophet), der dem Wunderbaren und Erhabenen gegenüber offen war und das Unsichtbare und Übernatürliche in seine Dichtung einbezog Ideal: John Miltons Paradise Lost, Klopstocks Messias

23 Das Rokoko Ästhetisierung: Der aufklärerische Witz spielerischer Scherz Der stoische, heroische Tugendbegriff fröhliche Tugend (sinnliche Freuden eines weisen Lebensgenusses) Natur arkadische Idylle (Schäfertopik, Anakreontik) Höfisches, französisches Rokoko – Nihilismus und Salonsentimentalismus: Der graziöse Plauderton Die skeptische Ironie Die mit frivolen Pointen spielende Eleganz Verserzählungen Martin Wielands

24 Danke für die Aufmerksamkeit!


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