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1 BBS Hamburg Maritzen 09/2005 Standards und Tests - Teufelswerkzeug oder Wunderwaffe für die Schul- und Unterrichtsentwicklung? Vortrag an der Universität.

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1 1 BBS Hamburg Maritzen 09/2005 Standards und Tests - Teufelswerkzeug oder Wunderwaffe für die Schul- und Unterrichtsentwicklung? Vortrag an der Universität Graz am 22. September 2005

2 2 Übersicht Schritt 1 Standards – Tests: Signaturen eines Krisengeredes Perspektive eines Systemverantwortlichen Warum Standards und Tests? Befunde und Problemlagen Schritt 2 Tests – Versuch einer Ordnung der Landschaft Erklärungsabstand zwischen PISA und meinem Unterricht Vergleichsarbeiten: Diagnostik – Feedback – Reflexion - Unterrichtsentwicklung Schritt 3 Voraussetzungen: Schule und System Risiken und Nebenwirkungen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

3 3 Übersicht Schritt 1 Standards – Tests: Signaturen eines Krisengeredes Perspektive eines Systemverantwortlichen Warum Standards und Tests? Befunde und Problemlagen Schritt 2 Tests – Versuch einer Ordnung der Landschaft Erklärungsabstand zwischen PISA und meinem Unterricht Vergleichsarbeiten: Diagnostik – Feedback – Reflexion - Unterrichtsentwicklung Schritt 3 Voraussetzungen: Schule und System Risiken und Nebenwirkungen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

4 4 PISA – Symptom für eine tiefgreifende Aufmerksamkeitsverschiebung Krise: Erfindung, um über Alarm- szenarien Geld zu akquirieren, Politik in Gang zu setzen, Erlösungsversprechen abzugeben, Legitimationsnotstände zu kaschieren Traditionslosigkeit der Evaluation: Ambivalenz von Heilserwartung (finnische Verhältnisse) und Untergangsszenarien (amerikanische Verhältnisse) kaum empirische Erdung der Schul- und Unterrichtsentwicklung Signaturen des Krisengeredes BBS Hamburg Maritzen 09/2005

5 5 Hamburg: Stadtstaat mit knapp 2 Mio Einwohnern; ca. 460 staatliche Schulen hohe Bildungsinvestitionen bei einbrechenden Steuereinnahmen mehr als 30% 19,5 % Schüler/-innen mit nicht deutscher Staatsangehörigkeit, mehr als 30% mit Migrations- hintergrund mehr als 90 gesprochene Sprachen seit Mitte der 90er Jahre Erfahrung mit flächendeckenden Schulentwicklungprogrammen und Schulleistungsuntersuchungen im Längsschnitt Einführung verbindlicher testbasierter Vergleichsarbeiten in Klasse 3, 6 und 8 zentrale Abschlussprüfungen in Klasse 9 bzw. 10 Perspektive eines Systemverantwortlichen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

6 6 BBS Hamburg Maritzen 09/ BBDEUBYHEBWHH NWHB Schüler in Prozent Die Angaben stammen aus dem Lehrerfragebogen. Die Daten für Hamburg basieren auf der Erhebung im Rahmen von KESS 4 aus dem Jahr Gute schulische Leistungen werden an unserer Schule öffentlich hervorgehoben Misserfolge von Schülern werden an unserer Schule den Lehrern angelastet Schulversagen wird bei uns als Problem der Schule und weniger des Schülers gesehen IEA: Progress in International Reading Literacy Study © IGLU-Germany Stellung der Schule zu Schulerfolg und Schulversagen nach Auskunft der Lehrkräfte in einigen Ländern der Bundesrepublik Deutschland

7 7 BBS Hamburg Maritzen 09/ Prozent Hauptschule Realschule Gesamtschule Gymnasium Gesamtschule Universität Hamburg: Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern © KESS 4 Schullaufbahnenempfehlungen von Lehrkräften für Hamburg differenziert nach Lesekompetenz in Prozent – Gesamtskala Lesen

8 8 Warum Standards und Tests? HH: Anteile der Hauptschulabsolventen ohne Abschluss Prozent Schulen (N= 57) BBS Hamburg Maritzen 09/2005

9 9 Warum Standards und Tests? Leistungsentwicklung nach Schulen in Mathematik (LAU 9/11) H/R Gesamtschulen Gymnasien BBS Hamburg Maritzen 09/2005

10 10 Warum Standards und Tests? Mittlere Mathematikleistungen in PISA 2000E von Gymnasiasten der 9. Jahrgangsstufe mit einer Mathematiknote von 1 oder 2 nach Schulen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

11 11 Warum Standards und Tests? Mittlere Mathematikleistungen in PISA 2000E von Gymnasiasten der 9. Jahrgangsstufe mit einer Mathematiknote von 1 oder 2 nach Schulen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

12 12 Warum Standards und Tests? Testleistung in Bezug zu Noten PISA 2000 E BBS Hamburg Maritzen 09/2005

13 13 Erreichung von Mindeststandards Vergleichbarkeit von Abschlüssen Bezugsnormen bei Leistungsbeurteilungen Verteilungsgerechtigkeit bei der Berechtigungsvergabe Chancengleichheit bei der Bildungsbeteiligung extrem heterogene Ausgangslagen der Schulen Streuung zwischen sehr günstigen und ungünstigen Standortentwicklungen trotz vergleichbarer Ausgangslagen Sind das keine Probleme der Schulentwicklung??? Problemstau Lokalisierbarer !!! BBS Hamburg Maritzen 09/2005

14 14 Übersicht Schritt 1 Standards – Tests: Signaturen eines Krisengeredes Perspektive eines Systemverantwortlichen Warum Standards und Tests? Befunde und Problemlagen Schritt 2 Tests – Versuch einer Ordnung der Landschaft Erklärungsabstand zwischen PISA und meinem Unterricht Vergleichsarbeiten: Diagnostik – Feedback – Reflexion - Unterrichtsentwicklung Schritt 3 Voraussetzungen: Schule und System Risiken und Nebenwirkungen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

15 15 Tests – Versuch einer Ordnung der Landschaft 1 1. Schulleistungsuntersuchungen -Stichprobe vs. Fläche -Querschnitt vs. Längsschnitt -mit/ohne Berücksichtigung der Lernausgangslage - mit/ohne Ergebnisrückmeldung an Lehrkraft, Schulleitung, Schul- aufsicht BBS Hamburg Maritzen 09/2005

16 16 2. Vergleichsarbeiten -zentral vs. dezentral gestellte Aufgaben - standardisiert/nicht standardisiert - zentrale vs. dezentrale Auswertung - mit/ohne Zusammenhang zum Berechtigungswesen - Ergebniskenntnis bei Lehrkräften, ggf. Schulleitung, Schulaufsicht Tests – Versuch einer Ordnung der Landschaft 2 BBS Hamburg Maritzen 09/2005

17 17 3. Pädagogische Diagnostik -dezentral, von Lehrkräften und anderen Professionen administriert und ausgewertet - i. d. R. standardisiert - Ergebniskenntnis bei Lehrkräften, ggf. Schulleitung, Schulaufsicht - ggf. Rückmeldung der Ergebnisse an die getestete Person Tests – Versuch einer Ordnung der Landschaft 3 BBS Hamburg Maritzen 09/2005

18 18 Tests – Funktionsvielfalt Schul- leistungs- unter- suchung Vergleichs arbeit diagnost. Test Generierung von Steuerungswissen Schulevaluation Vergleiche zwischen Gruppen Überprüfung der Standard- erreichung Vergabe von Abschlüssen oder Zugangsberechtigungen öffentliches Ranking Impulse zur Unterrichtsentwick- lung: professionelle Verständigung über Anforderungen und Aufgaben individuelle Förderung BBS Hamburg Maritzen 09/2005

19 19 Erklärungsabstand zwischen PISA und meinem Unterricht aggregierte Maße für Mittelwerte und Streuungen aggregierte Maße für Mittelwerte und Streuungen extern verantwortete Veranstaltungen mit geringer praktischer Anschlussfähigkeit extern verantwortete Veranstaltungen mit geringer praktischer Anschlussfähigkeit Time-lag zwischen Anwendung und Berichterstattung Time-lag zwischen Anwendung und Berichterstattung Standards und Tests müssen/können zeitnah auf den konkreten Unterricht, auf seine Voraussetzungen, Bedingungen und Ergebnisse bezogen werden. Standards und Tests müssen/können die lerndiagnostische Kompetenz der Lehrkräfte unterstützen und erweitern. Standards und Tests müssen/können die didaktische Phantasie konkret anregen. BBS Hamburg Maritzen 09/2005

20 20 Vergleichsarbeiten BBS Hamburg Maritzen 09/2005 Vergleichsarbeiten unterscheiden sich von Schulleistungsstudien (z.B. PISA) durch flächendeckende Einbeziehung der Schulen (nicht nur Stichprobe) die enge Bindung an Standards einheitliche Aufgabensätze für Lerngruppen (kein Multimatrix-Sampling) die Konzentration auf ausgewählte Teilleistungsbereiche der Fächer eine Korrektur/Auswertung durch Lehrkräfte das Angebot von empirisch abgesicherten Referenzwerten zu Aufgabenschwierigkeiten und Schülerleistungen (ermöglicht faire Vergleiche) die systematische Einbindung in einen schulischen Entwicklungsprozess

21 21 Orientierung der Aufgaben an Lehrplänen und den Bildungsstandards der KMK Akzentsetzungen auf ausgewählte Teilleistungs- bzw. Kompetenzbereiche Unterrichtsnähe Balance zwischen begrenzten und komplexen Anforderungen Anforderungsprofile und Orientierungen zur Beurteilung Berücksichtigung diagnostischer Perspektiven Auswertbarkeit in den Schulen Vergleichsarbeiten: Anforderungen an die Aufgabenentwicklung BBS Hamburg Maritzen 09/2005

22 22 Vergleichsarbeiten: Anforderungen an die Aufgabenentwicklung schwierigkeits- bestimmender Merkmale von Aufgaben Ermittlung und Beschreibung schwierigkeits- bestimmender Merkmale von Aufgaben: Kontext, Textlänge, sprachliche Komplexität, Anzahl und Verknüpfung der Lösungsschritte, Anzahl zu verarbeitender Größen, Schwierigkeit der zu beweisenden Kompetenz, Antwortformat, eine/mehrere Lösungen...) systematische Variation von Schwierigkeits- merkmalen Kontextualisierung vs. Dekontextualisierung BBS Hamburg Maritzen 09/2005

23 23 Vergleichsarbeiten: externes Feedback und interne Reflexion von Schülerleistungen Analyse von Lösungshäufigkeiten der einzelnen Aufgaben: Beschreibung von Kompetenzprofilen der Klassen Analyse von Lösungshäufigkeiten der einzelnen Aufgaben: Beschreibung von Kompetenzprofilen der Klassen Ergebnisdarstellung in Form von Kompetenzstufen: inhaltliche Beschreibung von Lernständen Ergebnisdarstellung in Form von Kompetenzstufen: inhaltliche Beschreibung von Lernständen Vergleich der Ergebnisse von parallelen Klassen Vergleich der Ergebnisse von parallelen Klassen Vergleich der Ergebnisse mit schulübergreifenden Referenzwerten Vergleich der Ergebnisse mit schulübergreifenden Referenzwerten systematische Fehleranalysen systematische Fehleranalysen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

24 24 Perspektiven der Ergebnisdarstellung (Lösungshäufigkeiten) BBS Hamburg Maritzen 09/2005

25 25 Perspektiven der Ergebnisdarstellung (Kompetenzstufen) BBS Hamburg Maritzen 09/2005

26 26 Perspektiven der Ergebnisdarstellung (Fehlermuster) BBS Hamburg Maritzen 09/2005

27 27 Testergebnisse: Ansatzpunkte für Diagnostik BBS Hamburg Maritzen 09/2005 Lernvoraus- setzungen: individuell, Gruppen Professionelle diagnostische Verfahren Koppelung an individuelle Fördermaßnahmen Verknüpfung mit Beobachtungen von Lernentwicklungen und Prozessen AnalyseVergleiche Interpretation Interpretation Bezug auf Teilbereiche

28 28 differenziertere Wahrnehmung von Schülerleistungen in vergleichender Perspektive Klasse/Kurs Parallelklassen vergleichbare Schulen landesweite Orientierung Bezugsgruppen-/ Normorientierung Kriterienorientierung (zunächst auf einer vorläufigen Basis) fachliche und fachdidaktische Kriterien empirisch geklärte Schwierigkeitsgrade Zuordnung zu Kompetenzstufen

29 29 Einzelschule: Ansatzpunkte und Instrumente Ausgangs- kompetenzen der Schüler diagnostische Tests Prozesse Ergebnisse Unterricht Fachgruppe Schulleitung Voraus- setzungen Schülerleistungen gemessen an Kriterien kompetenzorien- tierte Klassen- arbeiten Leistungen von Parallelklassen standardisierte Vergleichs- arbeiten Entwicklung der Schülerleistungen/ Vergleichsgruppen Monitoring von Leistungsdaten Unterstützung kumulativer Lernprozesse Unterrichts- feedback Unterrichtspla- nung u. Diagnostik Auswertung von Vergleichs- arbeiten Rückkopplung von Daten an Interne/Externe jährlicher Bericht mit Kennzahlen schulinternes Curriculum Absprachen zu Standards im Unterricht Analyse schulspezifischer Ausgangslagen Befragungen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

30 30 Thema: Jahrgangsstufe: Fach: Erkenntnis- gewinnung Anwendung Kommuni- kation Bewerten Alltags- wissen Fachwissen prakt-techn. Wissen Metawissen Einzelschule: Absprachen zu Standards In der Tageszeitung forschen, welche Bedeutung ein Gewässer für die Gemeinde hat Lebewesen am Gewässer beobachten Mit einem Untersuchungs- koffer Wasser analysieren Nachforschen, wie Angler das Gewässer beurteilen Untersuchen, wie sich Wasser bei verschiedenen Temperaturen verhält Den Wasserkreis- lauf anhand verschiedener Experimente nachvollziehen Bestimmungs- schlüssel für Pflanzen anwenden Vorschläge für eine Uferbepflanzung machen Die Bedeutung eines Gewässers für die Gemeinde diskutieren Den Wasserkreislauf als Puzzle rekonstruieren Als Experte einem Mitschüler eine Untersuchungs- methode erläutern Mit den Sinnen entscheiden, ob man in einem Gewässer baden kann Biologische Gewässergüte beurteilen Die Eignung eines Messverfahrens einschätzen Die Sinnesprüfung u. die naturwiss. Untersuchung als Alternativen vergleichen Gewässeruntersuchung 6 NW Tun Wissen © Udo Klinger 2005

31 31 Übersicht Schritt 1 Standards – Tests: Signaturen eines Krisengeredes Perspektive eines Systemverantwortlichen Warum Standards und Tests? Befunde und Problemlagen Schritt 2 Tests – Versuch einer Ordnung der Landschaft Erklärungsabstand zwischen PISA und meinem Unterricht Vergleichsarbeiten: Diagnostik – Feedback – Reflexion - Unterrichtsentwicklung Schritt 3 Voraussetzungen: Schule und System Risiken und Nebenwirkungen Prinzipien BBS Hamburg Maritzen 09/2005

32 32 Einige Voraussetzungen: Schule schulinternes Monitoring von Daten zu Leistungsentwicklungen, Abschlüssen, Schullaufbahnabbrüchen usw. datenbasierte Planungs- u. Entscheidungs- verläufe als Grundlage für Schulprogramme Bildung von learning communities z. B. zum didaktischen Training u. Coaching oder für Maßnahmen der Unterrichtsevaluation Fachleiter/-innen mit Kompetenz schulinterne Qualifizierung instructional leadership BBS Hamburg Maritzen 09/2005

33 33 Einige Voraussetzungen: System Orientierungsrahmen Schulqualität auf Dauer gestelltes Feedback Tools mit Verfahren / Instrumenten diagnostischer und didaktischer Support verbindliche Rechenschaftslegung und Transparenz technische Infrastrukturen früh einsetzende Fördersysteme Intervention in schulische Zeitstrukturen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

34 34 Risiken und Nebenwirkungen Risiko des Wissens Unterschätzung des Zeitbedarfs und der systemischen Zusammenhänge Technologieüberschuss auf der Steuerungsebene vs. Technologiedefizit auf der Ebene des pädagogischen Handelns Transparenz von Ergebnissen, für deren Zustandekommen nur uneindeutige Praktiken zur Verfügung stehen Verschärfung des Selektionssystems Nachahmung von vermeintlich Erfolgreichen BBS Hamburg Maritzen 09/2005

35 35 Ende BBS Hamburg Maritzen 09/2005


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