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Die 2000-Watt-Gesellschaft

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Präsentation zum Thema: "Die 2000-Watt-Gesellschaft"—  Präsentation transkript:

1 Die 2000-Watt-Gesellschaft
[Version ]  Notizen erläutern und ergänzen die Folien

2 Wir verändern die Zusammensetzung der Atmosphäre
2 Grad-Ziel: Maximaler Anstieg globale Durchschnittstemperatur um 2.0 bis 2.4°C bis 2100 entspricht einer Stabilisierung der CO2 eq-Konzentration auf ppm entspricht einer Reduktion der CO2 eq-Emissionen um % bis 2050 (Basisjahr 2000) Die weltweiten CO2-Emissionen steigen jährlich noch immer um ca. 2% an. Dies führt zu einem immer schnelleren Anstieg der CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre und somit auch zu einem immer schnelleren Anstieg der Durchschnittstemperaturen (exponentieller Verlauf in der oberen Grafik; Bereits durchschnittliche globale Erwärmung um rund 0,8 Grad seit 1850, in der Schweiz 1,4 Grad) Wie sich das ganze weiter entwickelt, hängt davon ab, wie schnell wir unsere CO2-Emissionen so weit reduzieren können, dass die Atmosphärenkonzentrationen nicht mehr weiter ansteigen (Politik, Wirtschaft, Gesellschaft). Um die Klimaschäden auf ein ertragbares Mass zu beschränken, hat der Klimarat der UNO (IPCC) das sogenannte 2Grad-Ziel formuliert. Dafür muss die Atmosphärenkonzentration auf ca 450 ppm CO2-eq stabilisiert werden. Um dies zu erreichen, müssen die Emissionen bis 2050 um 50-85% gesenkt werden. Quelle: IPCC FAR WG I, 2007

3 Peak Oil, Kohle und Erdgas – Spitze der Förderung trifft auf steigende Nachfrage
Quelle: Energy Watch Group (2007) Wann geht uns das Oel aus? wann das Erdgas? Gewisse Kreise sprechen sogar davon, dass auch die Kohle ihr Fördermaximum 2025 erreicht. Mit steigenden Ölpreisen wird auch Gas und Kohle teurer. Die Schweiz verbraucht jeden Tag 38 Mio. Liter Erdöl. Der Anteil von Erdöl am Endenergiebedarf beträgt 57%. Erdöl ist mit Abstand der wichtigste Energieträger unseres Landes. Mit Blick auf die Perspektiven, die Peak Oil bietet, ist es höchste Zeit zum Handeln. Peak Oil Unter dem Stichwort globales Ölfördermaximum (englisch peak oil) wird der Begriff des Ölfördermaximums eines einzelnen Ölfeldes auf den gesamten endlichen Erdölvorrat der Erde übertragen. Nach Meinung vieler Fachleute kann bereits lang vor Erschöpfen der Vorräte die Gewinnung und damit das Angebot von Erdöl mit der Entwicklung der globalen Nachfrage nicht weiter Schritt halten. Da die leicht zugänglichen und großen Ölfelder stets zuerst ausgebeutet werden, wäre ein nach diesem Maximum eintretender Rückgang der Förderung nach Meinung dieser Experten nicht umkehrbar. Die Frage, wann ein solches Maximum eintreten kann oder ob es bereits erreicht wurde, ist umstritten. (Quelle Wikipedia) Lokal konnte das Phänomen wiederholt beobachtet werden: Nach dem Peak geht die Produktion auf dem Erdölfeld für immer zurück. Der globale Peak Oil ist für die Schweizer Wirtschafts- und Energiepolitik von grösster Bedeutung, weil dann das Angebot die wenig elastische Nachfrage nicht mehr decken kann, die Erdölpreise stark ansteigen sowie Inflations- und Rezessionsgefahren drohen. Die die steigende Beanspruchung von nicht-erneuerbaren und erneuerbaren Ressourcen (Energie, Wasser, Nahrung, Rohstoffe) führt zu tatsächlichen oder vermeintlichen Verknappungen, die wiederum wirtschaftliche Verwerfungen oder gar kriegerische Auseinandersetzungen zur Folge haben. Die Vorkommen an fossilen Energieträgern, die in wirtschaftlich und ökologisch tragfähiger Weise nutzbar sind, neigen sich dem Ende entgegen. Dennoch steigt der Energiebedarf (fossil und erneuerbar) weiter an. Quelle:

4 Geht uns der Strom aus? TWh Nachfrage steigt (Substitution) Angebot sinkt Effizienz steigt langfristiger Trend der Einkaufspreise am Markt zeigt nach oben Auch der Strom wird zu einer begehrten Ressource. Er wird gehandelt nicht nur politisch …. Ob es sie geben wird oder nicht die Stromlücke, wird die Zukunft zeigen. Was sicher wichtig ist, dass auch hier unsere Abhängigkeit nicht zu gross wird, dass wir Strom nicht verschleudern. Unsere Effizienzpotentiale nutzen, darauf soll der Fokus liegen. Es kann aber nicht die Rede davon sein, die Schweiz vom europäischen Stromhandel abzukuppeln. Ganz im Gegenteil, die Bedeutung des internationalen Austausches wird weiter zunehmen. Für die Energiekonzerne ist der Stromgrosshandel bereits jetzt ein wichtiger Bereich. Sie decken sich nicht nur für den Eigenbedarf ein und verkaufen ihre Überschüsse, sondern sind auch an der Elektrizitätsbörse aktiv. Die Schweiz betreibt derzeit fünf Reaktoren: Mühleberg, Beznau I und Beznau II, Gösgen und Leibstadt. Diese liefern ca. 40% der Schweizer Stromproduktion und 9% der Energie. Kraftwerke des Typs Mühlebergs wurden im Ausland längst ausrangiert. Die Schweizer AKW sollen 50 bis 60 Jahre laufen und haben bis auf Mühleberg allesamt eine unbefristete Betriebsbewilligung. Sie laufen gemäss Gesetz "so lange sie sicher sind". Zwei oder drei neue AKW wollen Axpo, BKW und Atel so schnell wie möglich bauen. Sie liebäugeln mit dem Reaktortyp EPR "European Pressurized Water Reactor"). Ein EPR hat eine Leistung von 1600 MW, sprich 4 Mal Mühleberg. Würden die Pläne mit diesem Grossreaktor realisiert, so würde sich die Leistung des Schweizer AKW Parks verdoppeln. In der Schweiz entscheidet die Bevölkerung an der Urne über neue AKW. Die Referendumsabstimmung findet voraussichtlich 2012 statt. Quelle: Axpo 2010 Mit welchen Technologien können wir die Stromlücke schliessen bzw. verhindern?

5 Wir müssen unser Verhalten jetzt ändern!
Wir machen aus weniger mehr. Wir nehmen nur, was wir wirklich brauchen. Wir stellen auf erneuerbare Ressourcen um. Wir müssen unser Verhalten jetzt ändern! Effizienz Suffizienz Substitution Zusammengefasst heisst das: Eine deutlichen Verschärfung des Wettbewerbs um Energie, Knappheit fossiler Brennstoffe, CO2, Treibhaus-Effekt, Klimaerwärmung. Elektrifizierung unserer Gesellschaft, Abhängigkeiten und Unsicherheiten. Die Zeitungen sind voll, tag täglich. Es gilt also die Belastungen nicht unnötig erhöhen. Verantwortungsvoll umgehen mit unserer Umwelt. Einsparungen zu unterstützten und Verschwendung Einhalt zu gebieten. Alternativen sind gefragt oder Konzepte, die den Energie- und Ressourcen Verbrauch radikal verringern ! Die 2000-Watt-Gesellschaft verfolgt genau diese Ziele nach den Prinzipien: Effizienz Weniger Energie und Ressourcen für gleichen Nutzen Suffizienz Energieverbrauch ohne Nutzen eliminieren Umfang der Energiedienstleitung reduzieren Verhalten anpassen Substitution Nichterneuerbare durch erneuerbare Energien Ersetzen Um Akteure zum Handeln zu bringen braucht es eine gemeinsame Vision…. Die 2000-Watt-Gesellschaft Nur mit einer nachhaltigen Lebensweise haben unsere Kinder und Enkelkinder die gleichen Chancen wie wir!

6 2000 Watt sind der Durchschnitt
Warum 2000 Watt? Klimastabilität Verantwortungsvoller Umgang mit nicht erneuerbaren Energien: Effizienz, Suffizienz und Substitution 2000-Watt-Gesellschaft impliziert weltweite Solidarität Wir brauchen ein vielfaches der Energie wie die Menschen in China oder Bangladesch. Es hat nicht genug Energie, dass alle auf der Welt so viel wie wir verbrauchen können. Wir sollten deshalb langfristig unseren Energiebedarf zurückfahren. Vision Ende 90er Jahren von ETH-Professoren entwickelt. Suche nach Konkretisierung der NE. 2000 Watt konstante Leistung pro Jahr und Person = 20 immer brennende Glühbrinen à 100 Watt =17'500 kWh Quelle: Novatlantis 6

7 Was sind 2000 Watt? Mit 2000 Watt könnte ich jeden Tag
2 Stunden warm duschen oder 3840 Tassen Espresso machen 50 Waschmaschinen laufen lassen 64 km Auto fahren (7.5l/100km) Watt ist eine Leistungsangabe und nicht etwa Energie (Joule). Die Leistung sagt aus, wie viel Energie in einer bestimmten Zeit umgesetzt wird. z.B. ein Staubsauger ist angegeben mit 1500 Watt Leistung. Nun wird eine habe Stunde gesaugt. Die benötigte Energie errechnet sich aus 1500W * 0.5h = 750Wh oder 0.75kWh. Die 2000-Watt-Gesellschaft sagt nun, dass wir im Schnitt jede Stunde 2kWh Energie zur Verfügung haben. Für einen ganzen Tag beträgt die Energie somit 48kWh. Diese 48kWh können nun natürlich nicht nur für 2 Stunden Duschen verwendet werden, sondern müssen für alle Energiedienstleistungen ausreichen. Als Vergleich die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers: Durchschnitt: Watt Sportlich: Watt Gut trainiert: Tour de France: ca. 400 Watt Bern-Thun-Bern 7

8 Ziel: Energieverbrauch von 1960 mit dem Komfort von 2050
Im Moment sind wir weit von einer 2000-Watt-Gesellschaft entfernt. Deshalb braucht es Zwischenziele auf dem Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft.. Bis 2050: 3500 Watt / Person 2t CO2 / Person Bis 2150 2000 Watt / Person 1t CO2 / Person 500 Watt fossil im Jahr 2150 = 1 Tonne CO2-eq. / Person und Jahr Kombination von energie- und klimapolitischem Ziel Nicht zurück in die Steinzeit Zirka 1960 war die Schweiz eine 2000-Watt-Gesellschaft Hin zu "Leichter Leben": Gleiche oder mehr Lebensqualität mit geringerem Ressourceneinsatz 8

9 2000-Watt-Zielvorgaben für Energiestädte
2005 2020 2035 2050 2000W- Gesell- schaft Primärenergiebedarf (Watt pro Einwohner) 6300 5400 4400 3500 2000 Nicht erneuerbare Energieträger (Primärenergie, Watt pro Einwohner) 5800 4600 3300 500 Treibhausgas Emissionen (CO2eq pro Einwohner und Jahr) 8.5 6.4 4.2 2.0 1.0 siehe Gemeinden, Städte und Regionen auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft 9

10 2000-Watt-Gesellschaft ist energiepolitisch verankert
Einbettung in die Schweizer Klimaziele Energieperspektive IV des Bundes bis 2035 Energie Schweiz SIA Effizienzpfad international kompatibel Die 2000-Watt-Gesellschaft steht nicht alleine da. Sie ist kompatibel oder sogar Teil energiepolitischer Ziele des Bundes und der Verbände. Die Schweizer Klimaziele sind … eine Senkung um mindestens 25 % bis 2020, um rund 50 % bis 2035 und um mindestens 80% bis 2050. Die Schweiz leistet ihren Beitrag zur Stabilisierung der globalen Klimaerwärmung bei maximal 2,0 °C über dem globalen Mittel der vorindustriellen Zeit. Um die Klimaerwärmung auf einem Niveau zwischen 2,0 und 2,4 °C zu stabilisieren, darf aufgrund der Berechnungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre maximal 450 bis 490 ppm CO2-Äquivalente betragen. Für die Gruppe der Annex-I-Staaten (Industrieländer) bedeutet dies eine Senkung der gesamten Treibhausgasemissionen um 25 bis 40 % bis ins Jahr 2020 und um 80 bis 95 % bis ins Jahr 2050.[1] Als Beitrag zur globalen Zielerreichung muss die Schweiz als Annex-I-Land daher ihre inländischen Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 25 % bzw. bis 2050 um mindestens 80 % reduzieren (Baseline 1990).[2] Eine Interpolation für 2035 ergibt ein Reduktionsziel von rund 50 % verglichen mit dem Jahr Auf dem Weg dazu orientiert sich die Schweiz an den Obergrenzen der Reduktionsziele der Treibhausgasemissionen der Europäischen Union. Die Senkung der inländischen Treibhausgasemissionen darf nicht durch eine Verlagerung energieintensiver Branchen ins Ausland realisiert werden. [1] Die Reduktion um 40 resp. 95 Prozent garantiert dabei eine 50-Prozent-Wahrscheinlichkeit, dass die Erwärmung unter 2 °C bleiben wird. Bei einer Emissionsreduktion um 25 resp. 80 Prozent sinkt die Wahrscheinlichkeit auf rund 25 Prozent (vgl. IPCC 2007) [2] Die EU spricht im Moment von einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um 20 Prozent bis 2020 (im Falle eines ausreichenden internationalen Abkommens um 30 Prozent) auf der Basis der Emissionswerte von 1990 (vgl. IPCC 2007) Eine Reduktion der inländischen Treibhausgasemissionen um 25 % bis 2020 (Baseline 1990) bedeutet insgesamt eine Reduktion der Gesamtemissionen auf 30,7 Mio. t CO2 und eine Abnahme auf 3,8 t CO2 pro Kopf bis Eine Reduktion der inländischen Treibhausgasemissionen um 80 % bis 2050 bedeutet eine Abnahme auf insgesamt 8,2 Mio. t CO2 und 1,0 t pro Kopf bis 2050. Energieperspektiven des Bundes Die Energieperspektiven 2035 des Bundes zeigen im Wesentlichen folgende vier Szenarien auf. I: Weiter wie bisher – Fortsetzung der heutigen Energiepolitik unter geltenden Gesetzen. II: Verstärkte Zusammenarbeit – CO2-Abgabe, kostendeckende Einspeisevergütung für erneuerbaren Strom und deren Weiterentwicklung. III: Neue Prioritäten – Aktive Förderung der Energieeffizienz, staatsquotenneutrale Energielenkungsabgabe und zusätzliche Verbrauchsvorschriften. IV: 2000-Watt-Gesellschaft – Verstärktes Szenario III mit dem Ziel, den Energieverbrauch pro Person bis in hundert Jahren auf einen Drittel zu reduzieren. (http://www.energiestiftung.ch/energiethemen/energiepolitik/schweizerenergiepolitik/energieperspektiven) EnergieSchweiz hat eine klare Botschaft: der Weg in eine energieeffiziente und nachhaltige Zukunft auf der Basis von erneuerbaren Energien ist machbar. EnergieSchweiz fördert konkrete Schritte in Richtung der Vision der ,,2000-Watt-Gesellschaft". Das Programm leistet bis 2020 einen massgeblichen Beitrag zu folgenden nationalen energie- und klimapolitrschen Ziele Reduktion des Endenergieverbrauchs durch Verbesserung der Energieeffizienz im Brennstoff-, Treibstoff- und Elektrizitätsbereich, Reduktion der CO,-Emissionen und des Verbrauchs an fossilen Energien um mindestens 20 Prozent bis 2020 gegenüber dem Stand 1990, Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien zwischen 2010 und 2020 am Gesamtenergieverbrauch um mindestens 50 Prozent. Der zunehmende Elektr¡zitätsverbrauch soll möglichst durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Quelle: Bundesamt für Energie Detailkonzept EnergieSchweiz sia effizienzpfad (Dokumentation D 0216) Instrument für energieeffizientes Bauen Setzt Zielwerte für die drei Nutzungen Wohnen, Büro und Schulen Zeigt, wie das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft im Gebäudebereich erreicht werden kann Die von der 2000Watt-Gesellschaft gesetzten Ziele entsprechen weitgehend dem Effizienzszenario der IEA (siehe Leichter Leben, Seite 9). Auch Frankreich hat ein ambitiöses Energieprogramm lanciert. Die Absenkziele für Energie und CO2 entsprechen im Wesentlichen den Zielen, die von der 2000Watt-Gesellschaft gesetzt wurden: Ziel CO2: -75% bis 2050 (Ziel Stadt Zürich (Methodikpapier): -77%) Ziel Energiebedarf: -2%/Jahr bis 2015; -2.5%/Jahr = -38% bis 2030 (Energiestädte -30% bis 2035) Quelle: 10 10

11 Wie berechnen wir den Energiebedarf?
Wann müssen wir wo sein? Wo zählen wir? Was zählt, was nicht? Absenkpfad Bilanzgrenze Primärenergie Das Konzept der 2000W-Gesellschaft ist nun klar. Wenn wir eine 2000W-Gesellschaft werden wollen, müssen wir aber auch noch genau definieren, was in unseren Energiebedarf zählt und was nicht. Die Zahl auf dem Stromzähler ist nämlich wesentlich tiefer als die Energiemenge, die im Wasser oder Uran ursprünglich steckte. > Wissenschaft und Forschung haben entschieden, dass man die Primärenergie als Grösse wählen sollte. Graue Energie wird nicht berücksichtigt, respektive nur in einer Schattenrechnung. Auch die Systemgrenze ist ein wichtiger Punkt. Die Durchschnittswerte für eine Stadt wie Zürich unterscheiden sich teilweise wesentlich von den Werten für die Schweiz und vom europäischen Durchschnitt. > Wenn Zürich zur 2000W-Gesellschaft werden will, sollte man die Primärenergie aufgrund des in Zürich verwendeten Strommixes berechnen. Nur so erhält Zürich effektiv die Möglichkeit, am eigenen Mix etwas zu verändern und so die Energiebilanz effektiv zu verbessern (z.B. durch Ausstieg aus Kernenergie). 2000W Energieverbrauch sind ein ambitiöses Ziel, insbesondere wenn nur ein Viertel davon fossil gedeckt werden sollen. Deshalb müssen Zwischenziele her. Das Definieren eines Absinkpfades ermöglicht es, stets zu überprüfen, ob die Massnahmen greifen, oder ob man weitere Massnahmen ergreifen muss. > Absenkpfade werden in der Regel individuell durch Experten definiert.

12 Wie erreichen wir das? Zur Erreichung der 2000-Watt-Ziele ist eine Kombination aus Effizienz-, Suffizienz- und Substitutionsmassnahmen erforderlich (siehe auch Folie 5): > Wir müssen unseren Energieverbrauch senken (Effizienz und Suffizienz) > Gleichzeitig müssen wir unseren Energiemix "entkarbonisieren" (Substitution), um das 1-Tonne-CO2-Ziel zu erreichen. Das heisst, der Anteil fossiler Energie ist zu reduzieren. Substitution einzelner Energieträger ist ein möglicher Ansatz auf dem Weg in eine 2000W-Gesellschaft.

13 Der Lebensstil ist entscheidend
9000 Watt 3000 Watt Was heisst die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft im Alltag? Welcher Lebensstil ist "2000-Watt-kompatibel"? Was kann jeder einzelne an seiner Lebensweise ändern, damit wir zur 2000-Watt-Gesellschaft werden. Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Lebensmodelle der 2000-Watt-Gesellschaft. Wer alleine lebt, in einem alten Haus wohnt und weit reist, verbraucht drei Mal mehr Energie als jemand, der mit seiner Familie in einer kleinen Stadtwohnung lebt, auf häufige Flüge verzichtet und konsequent den Öffentlichen Verkehr benützt. Flugreisen auf Kurzstrecken verbrauchen zum Beispiel doppelt so viel Energie pro Kilometer wie Autofahrten und fünf Mal mehr als Bahnfahrten. Ein Langstreckenflug braucht pro Kilometer zwar weniger Energie als ein Auto, ist aber wegen der grossen Distanzen trotzdem kaum vereinbar mit der 2000-Watt-Gesellschaft. Wenn eine Familie nach Australien und zurück fliegt, könnte sie mit derselben Energiemenge ihr wärmetechnisch saniertes Haus 30 Jahre lang beheizen.

14 Die technischen Möglichkeiten sind bekannt
Voraussetzung ist allerdings eine rigorose Anpassung von Bauten und Anlagen, von Fahrzeugen und Einrichtungen sowie ein neues Verständnis für Energiedienstleistungen. Ohne höhere Material- und Energieeffizienz und ohne selektiven Einsatz von Ressourcen bleibt die 2000-Watt-Gesellschaft eine blosse Absichtserklärung. Heute: Wohnen: (40% der Energie). Rund 40 % des gesamten Energiebedarfs der Schweiz wird für Herstellung, Heizung und Betrieb von Gebäuden benötigt. Mobilität: Auto, Öv, Flugverkehr, Bahn, Tram, Bus. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 7,4 Liter Benzin auf 100 km (2008), was einem Ausstoss von rund 175 Gramm CO 2 pro km entspricht. EU Verschärfung Ernährung: Es geht um Transport, Lagerung, Zubereitung und Beschaffung. Es geht um Gewächshaus, Virtuelles Wasser. Spanien exportiert nur Wasser über ihre Früchte. Konsum: Verpackung auf Erdölbasis, Wegwerfmentalität, Ressourcenverschleuderung Infrastruktur: Zentrale Infrastruktur, ineffiziente Energiedienstleistungen, Verschleuderung von hochwertiger Energie Die Konzepte sind da: Wohnen: verdichtetes Bauen, gut gedämmte Niedrig- oder Nullenergiehäuser; kompakte Wohnfläche; energieeffiziente Haushaltgeräte, Wärmerückgewinnung, intelligente Energiekonzepte, rückbaubare Materialien, trennbar. Lebenszyklusbetrachtung. Konzepte für die energetische Sanierung und Renovation von Altbauten. Häuser die keinen Co2 Ausstoss mehr haben, das soll unser Ziel sein.Bsp. EAWAG, Triemli Spital, Energiekonzept ETH, Eulachhof Winterthur (Minergie-P-Eco)…. Mobilität (25 %): Das ist immer noch zu hoch. elektrisch angetriebener Autos, leichte Fahrzeuge mit effizientem Treibstoffantrieb sind gefragt. Alternative Treibstoffe wie Erdgas oder Biogas können einen zusätzlichen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase leisten. Umgesetzt werden bereits z.B. Erdgasbusse, Umwelttaxis oder wassserstoffbetriebene Reinigungsfahrzeuge. Ernährung: In England gibt es bereits ein Klimalabel. Tesco als britische Supermarktkette möchte alle ihre Artikel mit einem Etikett ausstatten, das über den bei Produktion und Transport entstandenen Ausstoß von Treibhausgas informiert. Infrastruktur: Intelligente Stromversorgung, Ersatz fossiler, Erhöhung erneuerbarer Energien, Effiziente Versorgung. Dezentrale Stromerzeugung, auch auf dem Land mit biogenen Abfällen. Es wird keine klare Trennung zwischen Strom-Konsument und Produzent mehr geben. Erhöhung CO2 neutrale, resp. Arme Energieträger Angesprochen sind hier insbesondere die öffentliche Hand, also Gemeinden, Kantone, und Energieversorgungsunternehmen. Exotisch Transportwege Verarbeitung Gebäudebestand L.Heizöl/m2 SUV 10 L/100km 1-Weg 350 kg/a*person (Abfall) fossil Oel, Gas, Kohle Regionale Produkte Leichtfahrzeuge Antriebstechnik Minergie Mehrweg erneuerbare Energien 14

15 Vernetzen mit Instrumenten und Programmen
Energieperspektiven 2035 des Bundesrats sia Effizienzpfad GEAK Methodikpapier 2000-Watt-Gesellschaft Lebensmodelle 2000-Watt Areale Bereits heute gibt es zahlreiche Instrumente und Programme zur Förderung der Energieeffizienz. Damit wir das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft möglichst schnell erreichen, ist eine Vernetzung mit den bestehenden Programmen und Instrumenten erforderlich. sia effizienzpfad 3 Nutzungen: Wohnen, Büro, Schulen 5 Themenbereiche: Baumaterial, Raumklima (heizen, kühlen, lüften), Warmwasser, Licht+Apparate, Mobilität (induziert) Zielwert A: entspricht schon heute dem Ziel der 2000-Watt-Ges. (2kW-kompatibel) Zielwert B.: Bei nächster Erneuerung lässt sich Gebäude so nachbessern, dass dem Zielwert A entspricht (2kW-fähig) gleiche Zielwerte für Neubauten und Umbauten Zielwerte in Primärenergie: MJ/m2a oder Watt/Pers. Baumaterial und Mobilität machen rund 50% der Primärenergie aus bei Neubauten Massnahmentabellen zu allen 5 Themenbereichen Der GEAK® ist der „Gebäudeenergieausweis der Kantone“. Er zeigt auf, wie viel Energie ein Gebäude im Normbetrieb benötigt. Dieser Energiebedarf wird in Klassen von A bis G in einer Energieetikette angezeigt. Damit ist eine Beurteilung der energetischen Qualität möglich, die im Hinblick auf zu erwartende Energiekosten und Komfort mehr Transparenz für Kauf- und Mietentscheide schafft. Zusätzlich zeigt der GEAK® auch das energetische Verbesserungspotential von Gebäudetechnik und Gebäudehülle, ähnlich einem energetischen Grobkonzept auf, und bildet die Grundlage für die Planung von baulichen und gebäudetechnischen Verbesserungsmassnahmen. 15

16 Eine Anlaufstelle – viele Promotoren
Die neu gegründete Fachstelle 2000-Watt-Gesellschaft agiert als generelle Anlaufstelle und begleitet Umsetzungsprojekte zum Thema 2000-Watt-Gesellschaft. Sie ist eingebettet in ein Netzwerk aus Partnern und Beratern und pflegt enge Kontakte zur Politik. Sie informiert und berät Gemeinden, Planer, Investoren und Unternehmen zur 2000-Watt-Gesellschaft. 16

17 Dienstleistungen der Fachstelle
Netzwerk: Veranstaltungen/Weiterbildung Vermittlung von Kontakten Identifiziert Forschungslücken Vertretung in Gremien PR: Referate, Vorträge, Workshops Artikel in Zeitungen, Zeitschriften im In- und Ausland Projektberatung: Projektakquisition Projektbegleitung mit Partnern Projektkommunikation Web-Auftritt: Grundlageninformationen für alle Kommunikation von Projekterfolgen Methodik: Methodische Grundlagen Forschungsprojekte initialisieren Kontaktstelle: Anlaufstelle für alle Fragen der Berater Anlaufstelle für alle andern Zielgruppen Kontaktvermittlung Auskünfte 17

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