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Fachkongress Soziale Eingliederungsleistungen Einige Bemerkungen zur Suchtberatung nach § 16a Nr. 4 SGB II aus Sicht eines Jobcenters.

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1 Fachkongress Soziale Eingliederungsleistungen Einige Bemerkungen zur Suchtberatung nach § 16a Nr. 4 SGB II aus Sicht eines Jobcenters

2 Unterschiedliche Dimensionen Sozialräumliches Arbeiten im Jobcenter Erkennen von Suchtproblemen im Beratungskontext des SGBII Auftrag des SGB II Kompetenzen der Integrationsfachkräfte Bereitschaft der Betroffenen Fallmanagement als Instrument? Grundstrategien der Suchtberatung Beratung im Zwangskontext Beschäftigungsangebote im SGB II Neue Formen der Beratungsarbeit

3 Dynamik von Langzeitarbeitslosigkeit: Eine schlaglichtartige Sichtung des Problems Systeme richten sich im SGB II Bezug ein/am soziokulturellen Existenzminimum aus Vorbilder prägen den Lebensentwurf der Kinder Bildungschancen werden nicht wahrgenommen Staatliche Hilfen werden als Einmischung und Bevormundung erlebt Arbeitslosigkeit schafft soziale Isolation und (…) Andere Formen der sozialen Anerkennung werden gesucht Nebengesellschaften/ Subsysteme neben der Mehrheitsgesellschaft Erfahrungen des Scheiterns und des ausgegrenzt Seins verfestigen diesen Sonderweg

4 Sozialräumliches Arbeiten als ein Organisationsprinzip Interventionsstrategien des Jobcenters nach dem SGB II Gesellschaftlich notwendige Beschäftigung schafft Teilhabemöglichkeiten sinnstiftende Beschäftigung Tagesstruktur schaffen Aufbau von beruflichen Perspektiven Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation Soziale Stabilisierung Bearbeitung von multiplen Vermittlungshemmnissen Situationsanalyse und Beschreibung der sozialen Brennpunkte Netzwerke zur sozialen Infrastruktur Bedarfsgemeinschaften sind Familien Individuelle Hilfen nach dem SGB VIII und XII einbeziehen Wohnen und Wohnumfeld Hinweise für ordnungspolitische Maßnahmen (Bau, Gesundheit, Ordnung)

5 Lebenslagen Vermittlungshemmnisse Verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit Unzureichende Qualifikationen Negative Schulkarrieren Migrationshintergrund Jahrelanger Bezug von ALG II Überschuldungssituationen Probleme bei der Kindererziehung Perspektivlosigkeit durch den Zerfall bestimmter Quartiere Rückzug in das eigene Subsystem Eingerichtet-Sein am soziokulturellen Existenzminimum Erkennbare Probleme (Sucht) unmittelbar Bekannte Drogen- oder Alkoholgeschichte (selten) Teilnahme an Substitutionsprogrammen Vorgeschichten (z.B. Verlust Führerschein/Arbeitsplatz Ärztliche Gutachten mittelbar Psychische Problemlagen/ Aggressivität Belastbarkeit Mittellosigkeit/Verschuldung Alkoholfahne in der Beratung Termintreue

6 Was ist Fallmanagement im SGB II ? Fallmanagement ist eine Methode zur Verbesserung der Integrationschancen auf dem 1. Arbeitsmarkt Fallmanagement ist ein erprobtes Verfahren Fallmanagement gliedert sich in sechs Handlungsschritte 1.Beratung und Verabredung einer gemeinsamen Vorgehensweise 2.Erfassen der Fähigkeiten und der Probleme 3.Zielfestlegung und Eingliederungsvereinbarung 4.Planung der Unterstützungs- angebote 5.Steuerung der Umsetzung der Hilfe 6.Auswertung und Kontrolle der Zielerreichung Fallmanagement als zentrales Instrument

7 Soziale Dienstleistungen für die Verbesserung der Vermittlungschancen Schuldnerberatung unmittelbar einsetzen Berater/innen als Bestandteil des Angebotes Verlässliche Zuweisungen Existenzgrundberatung Psychosoziale Beratung und Begleitung Konkrete Kooperationsvereinbarungen Qualifikation der IFKS Verlässliche Verfahren mit den Suchtberatungsstellen Über Veränderungsmotivation zur Entgiftung und Entwöhnung Direktzuweisung durch das Jobcenter Kommunale soziale Begleitmaßnahmen einbeziehen

8 Grundstrategien der Suchtbehandlung 1. Abstinenzorientierung Abstinent bezüglich welcher Drogen? (Harte oder weiche Drogen, nur Hauptsuchtmittel, auch einschließlich legaler Drogen?) 2. Schadensminimierung (harm reduction) - Mit oder ohne längerfristige Abstinenzorientierung? - Hierarchie von Therapiezielen: (1) Überleben (2) Gesundes Überleben (3) Soziale Integration (Beruf, Familie) (4) Persönliches Wohlbefinden und Autonomie 3. Kontrollierter Drogenkonsum Bei Abhängigen nicht möglich, bei Klienten mit schädlichem Gebrauch vielleicht (Nach Heinrich Küfner)

9 Verbredete Verfahren mit den Beratungsstellen Kennenlernen: Erhebung der eigenen Problemdefinition der Klienten: Kenntnisse, Einstellungen, Erwartungen, Befürchtungen. Suchtanamnese: Bestandsaufnahme zu den Gewohnheiten rund um den Suchtmittelkonsum. Psychoedukation: Information und Aufklärung zum Thema Suchtentstehung Erarbeitung der Funktionalität des Suchtmittels Erfassung sozialer Auswirkungen auf der Grundlage des Leistungsrechts. Information über Möglichkeiten der Suchtbehandlung: z.B. in Kliniken, ambulanter Reha, Selbsthilfe, Betreutem Wohnen. Klärung des individuellen, aktuellen Hilfebedarfs und der Bereitschaft, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Entscheidung für die Inanspruchnahme von weitererführenden Hilfeleistungen

10 Einige Erfahrungen aus der täglichen Arbeit Im Gespräch Alkohol ist das Problem Nr.1 Besonders betroffen sind alleinstehende Männer Illegale Drogen spielen eine zunehmende Rolle insbesondere bei Jugendlichen im SGB II Bezug Medikamentenmissbrauch und Spielsucht werden selten zum Thema Verlust an Tagesstruktur Wohn- und Lebensqualität Innerstädtische Konzentration an bestimmten Plätzen Entgiftung und Therapie sind selten im Focus der Betroffen Jobcenter als Suchtberater? Mit Artbeitsmarktinstrumeneten Zugang zu Suchtberatungsstellen ist schwierig Sucht als Thema in Beschäftigungsprojekten/1--Jobs Tagesstruktur /Teilhabe/Teilnahme Abforderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten Kontrolliertes Trinken als Thema Ansprache von Betroffenen auf Plätzen Herrichtung von Wohnungen Ansprache von Substituierten Meta- Projekt

11 Weiterentwicklung von (Sucht)Beratungsangeboten Fragestellungen: Standardangebote für Menschen mit komplexen Problemstellungen Fördern und Fordern auch in der Beratung Sicherstellen eines Lebens in Würde auch wenn Abstinenz nicht erreicht werden kann Passgenaue Hilfen auch für schwierige Fälle Allzuständig = Letztzuständig Anforderungen an Beratungsinstitutionen: Bedarfserhebung mit dem Jobcenter und Betroffenen Methodenvielfalt für vielfältige Lebensentwürfe Keine Dogmen und Tabus Nicht aufgeben; jeden Tag ein neuer Versuch


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