Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

7. Transzendente Zahlen.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "7. Transzendente Zahlen."—  Präsentation transkript:

1 7. Transzendente Zahlen

2 Algebraische Zahlen sind Lösungen von algebraischen Gleichungen
p(x) = a0 + a1x1 + a2x anxn = 0 mit ganzzahligen Koeffizienten an und nichtnegativen Zahlen n. n heißt Grad des Polynoms. Jede rationale Zahl ist eine algebraische Zahl p(x) = u - vx Bsp.: 2 + x = 0  x = -2 2 - 3x = 0  x = 2/3 2 - x2 = 0  x1 = , x2 = 1 + x3 = 0  x1 = -1 , x2 = - i , x3 = + i Eine nicht algebraische Zahl heißt transzendent. Der Grad einer rationalen Zahl ist n = 1 Der Grad einer Quadratwurzel ist n = 2 Der Grad einer Kubikwurzel ist n = 3 ... Der Grad einer transzendenten Zahl ist nicht endlich. 1 2 1 2

3 Irrationalitätsbeweis:
x ist nicht Wurzel eines Polynoms vom Grade n = 1: a0 + a1x = 0 mit a0,a1   sonst wäre x = -a0/a1 Transzendenzbeweis: x ist nicht Wurzel eines Polynoms a0 + a1x anxn = 0 mit an   von beliebigem Grade n <  Obwohl die rationalen Zahlen jeden Punkt der Zahlengerade zu bedecken scheinen, gibt es weitere, die irrationalen Zahlen. Obwohl die algebraischen Zahlen jeden Punkt der Zahlengerade zu bedecken scheinen, gibt es weitere, die transzendenten Zahlen. Alle transzendenten Zahlen sind Irrationalzahlen.

4 Transzendente Zahlen Joseph Liouville (1809 - 1882 )
1833 Professor in Paris bekannt vor allem durch den Liouvilleschen Satz: Dx*Dv = const. Fand 1844 die erste transzendente Zahl t = tn = t1 = 0,1 t2 = 0,11 t3 = 0,110001 t = 0, (irrational, weil nichtperiodisch)

5 Charles Hermite ( ) bewies 1873 die Transzendenz der Zahl e. a0 + a1e + a2e anen  0 Carl Louis Ferdinand von Lindemann ( ) bewies 1882 die Transzendenz der Zahl p. a0 + a1p + a2p anpn  0 Lindemann zeigte, gestützt auf den Hermiteschen Beweis, daß b1ea bnean ≠ 0 für verschiedene algebraische Zahlen a1,...,an und algebraische Zahlen b1,...,bn ≠ 0. Aus eip + 1 = 0 folgt damit die Transzendenz der Zahl p. Ein Polynom kreuzt die Abszisse niemals in x = e oder p.

6

7 Das uralte Problem Kreisquadratur wurde 1882 endgültig erledigt.
Die Quadratur des Kreises wurde im 5 Jhd. v. Chr. aktuell und war schon 414 so populär, daß Aristophanes ( ) in "Die Vögel" von Kreisquadratoren als von Leuten spricht, die das Unmögliche versuchen. Anaxagoras ( ) - laut Plutarch ( ) im Gefängnis - und Hippokrates von Chios (ca. 450) zählten zu den ersten, die es betrachteten. Seit 1755 nahm die französische Akademie der Wissenschaften keine Arbeiten zur Kreisquadratur mehr an. Johann Heinrich Lambert ( ) zeigte 1761 daß p keine rationale Zahl sein kann. 1900 zählte David Hilbert ( ) die 23 wichtigsten mathematischen Probleme auf; an siebenter Stelle den Transzendenzbeweis für 2√2 und ähnliche Zahlen. Alexander Gelfand ( ) 1929: eip = -1 = i2  e-p = 1/ep = i2i   1934: Alexander Gelfand 1934: Theodor Schneider ( ) 2√2 und ähnliche Zahlen  

8 p = 3, U A = r * 2

9 Ägypter: Ahmosis, 2. Jtd. v.Chr.: p/4 = (8/9)2  p = 3,16...
Babylonier: 2. Jtd. v.Chr.: p = 3 + 1/8 = 3,125 Juden: 5. Jhd. v.Chr.: p = 3 Die Zierde von Salomons Tempel (1000 v.Chr) war ein "gegossenes Meer, ruhend auf 12 Rindern" 10 Ellen weit, 5 Ellen hoch, mit einer Schnur ringsum 30 Ellen lang. [Bibel, 1. Könige 7,23 und II. Chronik 4,2] Griechen: Archimedes ( ): p = 22/7 = 3, Chinesen: Tsu Ch’ung-Chih ( ) fand den erstaunlich genauen Wert: p = 355/113 = 3, den aber Liu hwuy (im 7. Jhd.) schon wieder vergessen hatte: p = 157/50 = 3,14 Inder: Brahmagupta (7. Jhd.): p = 10 = 3,16... Mittelalter: Rückfall in die Barbarei Michael Psellus, Byzanz, 11. Jhd. p = 8 = 2,828... Franco von Lüttich, 11. Jhd. p = (9/5)2 = 3,24 Adrian Metius (1585): p = 355/113 = 3, wiederentdeckt

10 Rechenleistungen Ludolph van Ceulen (Köln) hatte 1596 p auf 20 Stellen berechnet, gegen Ende seines Lebens: 35 Stellen  Ludolphs Zahl Isaac Newton ( ) berechnete 15 Stellen 1665 zum Zeitvertreib Abraham Sharp, Anfang 18 Jhd. 71 Stellen Sherwin 72 Stellen Machin ( ), berechnete 100 Stellen in 1706 Leonhard Euler (1707 – 1783) berechnete in wenigen Stunden 20 Stellen Lamy: 127 Stellen John Dase ( ), Rechengenie, multiplizierte innerhalb von Stunden hundertstellige Zahlen im Kopf, berechnete 205 Stellen William Shanks ( ) produzierte 607 Stellen, davon 527 richtige, später (1853) 707 Stellen, aber falsch jenseits der 527. Der Fehler wurde erst 1945 erkannt, als D.F. Ferguson 530 Stellen berechnete. Letzte Berechnung mit Papier und Bleistift. 1947 berechnete Ferguson 808 Stellen mit einem Tischrechner. 1949 ENIAC (Electronic Numerical Integrator And Computer): 2037 Stellen in 70 Stunden Stellen, von denen aber wegen Maschinenfehlers nur 7480 richtig waren 1958 IBM 704: Stellen in 100 Minuten 1961 IBM 7090: Stellen in 9 Stunden 1973 CDC 7600: 1 Mio. Stellen in weniger als 1 Tag 1985 Symbolics 3670: 17 Mio. Stellen 1986 CRAY-2: 29 Mio Stellen in weniger als 28 Stunden Mio. Stellen, Yasumasa Kanada, Univ. Tokyo, in 116 Stunden Stellen, Takahashi und Kanada auf Hitachi SR8000, Univ. Tokyo Die Ziffern scheinen normal verteilt, p scheint eine normale Zahl zu sein.

11 Modulare Identitäten (unendliche Reihen)
S. Ramanujan (1914) D.V. Chudnovsky und G.V. Chudnovsky (1989)

12 Borwein (1989)

13 Bailey (1996)

14 Pkanterien 1897 passierte die Gesetzesvorlage Bill 246 das Parlament im US-Bundesstaat Indiana wonach p := 3 scheiterte erst im Senat auf Intervention von Prof. C. Waldo. Rajan Mahadevan, sagte am in 3 h 49 min Stellen der Zahl p aus dem Gedächtnis auf. Hideaki Tomoyori, erinnerte 1987 in 17 h 21 min Stellen der Zahl p. Die Näherungsformel des Japaners Arima = Liefert p auf 30 Stellen genau. Univ. Tokio: ca. 200 Mia Stellen berechnet.

15 Pkanterien 1897 passierte die Gesetzesvorlage Bill 246 das Parlament im US-Bundesstaat Indiana wonach p := 3 scheiterte erst im Senat auf Intervention von Prof. C. Waldo. Rajan Mahadevan, sagte am in 3 h 49 min Stellen der Zahl p aus dem Gedächtnis auf. Hideaki Tomoyori, erinnerte 1987 in 17 h 21 min Stellen der Zahl p. WORLD RECORD HOLDER : 04 Jun Jul 1979 (15,151) 02 Oct Jun 1980 (20,000) 10 Mar Feb 1995 (40,000)

16 Johann Heinrich Lambert (1728 - 1777)
Sohn eines Schneiders Autodidakt, Universalgelehrter: Mathematiker, Physiker, Astronom und Philosoph zunächst Buchhalter, Schreiber bei einem Prof. in Basel, Hauslehrer in Chur, Redakteur ab 1759 Mitglied der Bayerischen Akademie d. Wiss. ab 1765 Mitglied der Preuß. Akademie d. Wiss. 1027 Manuskripte, davon 190 publiziert Beweis der Irrationalität von e und p (Kettenbruchentwicklung von tanx) „Vorläufige Kenntnis für die, so die Quadratur des Circuls suchen“ (1770)

17

18


Herunterladen ppt "7. Transzendente Zahlen."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen