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Grenzen und Potenziale des Alter(n)s Dr. Jörg Hinner Ein Beitrag zur Veranstaltung "Zuhause wohnen, auch ohne Umbau“, am 22.04.2015 in Groß-Gerau.

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1 Grenzen und Potenziale des Alter(n)s Dr. Jörg Hinner Ein Beitrag zur Veranstaltung "Zuhause wohnen, auch ohne Umbau“, am in Groß-Gerau

2 Geschichtliche Einbettung Matilda Riley ( ) Verbreitete Fehlinterpretationen und Fehlschlüsse traditioneller Alter(n)sforschung: Lebenslauffehlschluss („life-course fallacy“): aus Unterschieden zwischen Altersgruppen wird auf den Verlauf von individuellen Alternsprozessen geschlossen Kohortenzentristische Fehlschluss („fallacy of cohort centrism“): von Alternsprozessen in einer Kohorte wird auf Alternsprozesse in allen Kohorten geschlossen Verdinglichung des Alters („fallacy of age-reification“): das chronologische Alter wird als eine im Lebenslauf kausal wirkende Variable behandelt Verdinglichung historischer Wandels („fallacy of reifying historical time“): historischer Wandel wird als eine kausal wirkende Variable behandelt

3 Strukturelle Diskrepanz Matilda Riley ( ) Zeit (Geschichte) Alter (Jahre) 60

4 Geschichtliche Einbettung Karl Mannheim ( ) Fünf Grundphänomene, die „allein aus der bloßen Tatsache des Vorhandenseins von Generationen folgen“. (1)das stete Neueinsetzen neuer Kulturträger (2)der stete Abgang früherer Kulturträger (3)die Tatsache, dass die Träger eines jeweiligen Generationszusammenhangs nur an einem zeitlich begrenzten Abschnitt des Geschichtsprozesses partizipieren (4)die Notwendigkeit des steten Tradierens der akkumulierten Kulturgüter (5)die Kontinuierlichkeit des Generationswechsels Mannheim (1964, S. 530)

5 Generationenbegriff Karl Mannheim ( ) „ Durch die Zugehörigkeit zu einer Generation, zu ein und demselben ‚Geburtenjahrgange’ ist man im historischen Strome des gesellschaftlichen Geschehens verwandt gelagert …“ Die spezifische Art der Lagerung schränkt einerseits die Möglichkeiten des Erlebens, Denkens, Fühlens und Handelns ein, andererseits eröffnet sie spezifische Perspektiven auf Gesellschaft. In diesem Sinne spricht Mannheim von einer „einer jeden Lagerung inhärierenden Tendenz“. Mannheim (1964, S. 527)

6 Bevölkerungspyramide

7 Bevölkerungsprognose Baden-Württemberg

8 Wichtige Demographische Kennzahlen

9 Altern als heterochrone biosoziale Dynamik Erfahrungswissen

10 Entwicklung von Fähigkeiten Dobmann/Tschanz 2005, 42

11 Potenzielle Stärken älterer Mitarbeiter erkennen Erprobte kommunikative Fertigkeiten Lebens- und Arbeitserfahrung erleichtern Überblick über komplexe Sachverhalte Verstärkte Fähigkeit, eigene Möglichkeiten und Grenzen abzuschätzen und Entscheidungen abzusichern Mehr Sicherheit im Arbeitsalltag: Persönliche Arbeitserleichterungen und Handlungssicherheit durch Erfahrungswissen Stärker werdendes Bedürfnis nach Selbstverantwortung und Mitverantwortung Ergebnisse arbeitspsychologischer und –soziologischer Forschung

12 Unternehmenspotenziale für die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit älterer Mitarbeiter erkennen Ergebnisse aus Untersuchungen von Ilmarinen

13 Gesundes Altern Gesundheitswissen Gesunder Lebensstil Verminderung von Risikofaktoren Intelligenz Kognitives Training Lebenslanges Lernen Sport Körperliche Fitness Bewegung und Entspannung

14 Entwicklungspsychologie der Lebensspanne – Theoretische Leitsätze Paul Baltes ( ) Lebenslange Entwicklung Multidimensionalität und Multidirektionalität Entwicklung als Gewinn und Verlust Plastizität Geschichtliche Einbettung Kontextualismus _____________________ Interindividuelle Unterschiede Menschen als Agenten eigener Entwicklung

15 Die Grundarchitektur des menschlichen Lebensverlaufs: Drei Prinzipien

16 Implikationen der Gesamtarchitektur: Intelligenzentwicklung

17

18 Zwei-Faktoren-Modell der Intelligenz Fluide Intelligenz Biologische Komponente der kognitiven Leistungsfähigkeit (Geschwindigkeit, Gedächtnisabruf, Problemlösen) Kristalline Intelligenz Kulturelle Dimension der intellektuellen Entwicklung (Wissen, erworbene Fähigkeiten)

19 Zwei-Faktoren-Modell der Intelligenz

20 Sekretärinnen-Studie Nachweis, dass ältere Sekretärinnen im Vergleich zu jüngeren zwar signifikant schlechtere Leistungen hinsichtlich der Anschläge je definierter Zeiteinheit erbringen, dass ihre Gesamtleistung – ebenfalls in einem definierten Zeitabschnitt – jedoch die gleiche Güte aufweist wie jene der jüngeren Sekretärinnen. Erklärung: Besserer Überblick der älteren Sekretärinnen über weite Manuskriptteile, also auf Expertise, die im Laufe der Berufstätigkeit ausgebildet wurde. 20

21 Bisherige Kooperationsprojekte ELMA (Bosch GmbH) CLARA (Deutsche Bahn AG) AVITA (Stadt Heidelberg) 21

22 22

23 Studiendesign Alle Bildungsschichten waren vertreten

24 Gesundheitsrelevante Informationen 1. Stress und Stressbewältigung 2. Ernährung 3. Schicht- und Wechseldienst 4. Altersbilder 5. Schlaf 6. Prävention und Gesundheitsförderung

25 Kognitives Training Inhibition Kapazität des Arbeitsgedächtnisses Konzentrationsfähigkeit Zielvariablen Akzentuierung basaler kognitiver Prozesse in der Intervention

26 Inhalte des Kognitiven Trainings Training spezieller Strategien zu kognitiven Fähigkeiten, z.B. - Wahrnehmungsgeschwindigkeit - Räumliche Wahrnehmung - Regel erkennen Informationen zu Intelligenz bzw. -veränderungen im Altern Typischer Ablauf einer Sitzung: - Kurze Einführung zum Thema der Stunde - Präsentation von Aufgaben - Lösung der Aufgaben jeweils individuell - Ausführliche Gruppendiskussion der Lösungen und Lösungsstrategien Aufklärung, Selbstversuch, Gruppendiskussion

27 Inhalte des Kognitiven Trainings Intelligenz und Alter Konzentrationsfähigkeit Schlussfolgerndes Denken Gedächtnis und Gedächtnisstrategien Räumliches Vorstellungsvermögen Aufmerksamkeit Sprachverständnis 27

28 Effektstärken Kognition 28

29 Sport-motorische Intervention  Steigerung der Ausdauer und Koordination  Erlernen von Kraft-, Dehn- und Koordinationsübungen  Erlernen einer Entspannungstechnik  Steigerung der Effektivität der kognitiven Intervention

30 30  Neue Gymnastikerkenntnisse  Bessere Koordination  Besseres Gleichgewicht  Höhere Muskelbelastung  Ausgewogene Belastung Subjektive Bewertung  Risikofaktorenreduktion  Lebensstilveränderung  Differenziertes Altersbild  Höheres Selbstvertrauen  Gesundheit beeinflussen  Schnelleres Denken  Höhere Merkfähigkeit  Höhere geistige Flexibilität  Bessere Konzentration  Begeisternd; Spaßfaktor  Verbesserungen zwischen Prä- und Post-Tests Sportmotorisches Training Gesundheitsrelevante Informationen Kognitives Training

31 31 Summeneffekte Summeneffekte der Komponenten (nach Aussage der Teilnehmer/innen)  Höhere Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber  Höheres Selbstvertrauen  Höhere Leistungsmotivation  Verbesserungen in der Qualität und Häufigkeit innerbetrieblicher Sozialkontakte Sportmotorisches Training Gesundheitsrelevante Informationen Kognitives Training Optimiertes Gesundheitsverhalten Erhöhte Arbeitsmotivation auf allen Personalebenen Optimiertes Selbstkonzept

32 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 32

33 Praktisches Beispiel 33

34 Mentale Rotation

35 Lösung 1: A 2: B

36 Geschlechtsunterschiede bei mentaler Rotation Erste Studien zur mentalen Rotationsforschung (Shepard und Metzler, 1971) zeigten bereits Geschlechtsunterschiede: Frauen zeigten durchschnittlich längere Reaktionszeiten als Männer. Dies galt sowohl bei mentalen Rotationsaufgaben mit dreidimensionalen als auch mit zweidimensionalen Objekten. Unterschied zwischen den Geschlechtern deutlicher und konsistenter bei dreidimensionalen Stimulusmaterialien (Hirsch et al.,2003; Roberts & Bell, 2003).

37 Mentale Rotation

38 Erklärung von Unterschieden: Umwelt-und genetische Faktoren Wahl unterschiedlich effektiver Strategien: Nach Jordon et al. (2002): – Frauen wählen schrittweisen, analytischen Ver- /Bearbeitungsprozess, Männer hingegen einen holistischen Einige Studien zeigen nur geringe oder gar keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern hinsichtlich der Reaktionszeiten


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