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Die Vorlesung hat folgendes Programm:

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Präsentation zum Thema: "Die Vorlesung hat folgendes Programm:"—  Präsentation transkript:

1 Die Vorlesung hat folgendes Programm:
Kurze Einführung mit allgemeinen Hinweisen zum Programm und zur Organisation Merkmale analytischen Erzählens und Bauformen der Kriminalerzählung – – 3. 4. Petra Ivanov, Kalte Schüsse – – Susy Schmid, Das Wüste lebt 1. 5. – – Peter Zeindler, Der Mauersegler 29. 5. Soft-skill-Prüfungen

2 Vorlesung 2 Das Neue im Schweizer Kriminalroman
Mehr als nur 2 Geschichten! Detektion: Team versus Einzelgänger Petra Ivanovs Romane „Kalte Schüsse“: der Romananfang Kap

3 Was ist das grundsätzlich Neue im Kriminalroman seit ca. 1925 – 1930?
● Das Neue betrifft die „Geschichten“, die erzählt werden und wie sie erzählt werden, es betrifft die gattungsspezifische story grammar (Repertoire an möglichen Geschichten) und es betrifft die Wertungen, die vermittelt werden: Es gibt keine radikale Schwarz-Weiss-Zeichnung mehr! Die Grenzen zwischen „Gut und Bös“ werden unscharf, verwischen sich oder sie werden beseitigt. Der Detektiv steht nicht mehr nur auf einer Seite, Verbrecher werden menschlich dargestellt. Suche nach Informationsträgern wichtiger als logische Analyse gegenständlicher Spuren!

4 Was ist das Besondere am Neueren Schweizer Kriminalroman
Was ist das Besondere am Neueren Schweizer Kriminalroman? Die Wende in der Tradition und Stationen in der Entwicklung: Die Wende um 1930: Entstehung des kritischen Milieu-Krimis in den USA mit D. Hammett und R. Chandler: Kritik am „Retorten“-Krimi im Stile von A. Conan Doyle C. A. Loosli (Die Schattmattbauern, 1932): Verknüpfung des Dorfromans und eines Bauernschicksals mit einer „Detektiverzählung“: Ein Anwalt übernimmt ad hoc den „Fall“. Loosli: Ebenfalls ein scharfzüngiger Kritiker von Conan Doyle! Friedrich Glauser (Wachtmeister Studer, 1936): Einführung des etwas schrulligen, mit der Justiz nicht immer übereinstimmenden, einfühlsamen kantonalbernischen Fahnderwachtmeisters Studer, dessen Erfolge bewusst immer als zufallsbedingt interpretiert werden. Abschied von der perfekten, logischen Deduktion! Friedrich Dürrenmatt (Der Richter und sein Henker, 1950): Übernahme des Glauserschen „Modells“ eines scheinbar harmlosen Polizisten der Berner Kriminalpolizei, an dem aber die Ohnmacht des Detektivs gegenüber der Welt der Verbrechen exemplifiziert werden soll.

5 Fünf Geschichten, nicht mehr nur zwei!
(Entfaltungs-)Geschichte des Verbrechens (ein Fall z. B. zu Beginn) = zu rekonstruieren durch die Geschichte der Aufklärung / Detektion (vor allem Recherchen R an verschiedenen Orten durch Befragung von Personen, Analyse gegenständlicher Spuren G) Täterkarriere(n): Interesse am Schicksal der Täter! Ansätze einer Lebensgeschichte der Ermittler, relativ ausführlich bei Petra Ivanov (Biografisches – mit Brüchen! - über Theurillats Eschenbach und Schneiders Hunkeler) Sozial“geschichtliches“: Aktuelle (soziale) Probleme - dabei kommen hinzu: Brücken zur Zeitgeschichte durch die Verwendung von Erzählbausteinen, die authentisch sind. Petra Ivanov: Frauenhandel, Ausländerthema …

6 Petra Ivanovs Romane: Übernahme des „Tatort“-Konzepts mit einem grossen Team von Ermittlern, Aufgabe der „Einpoligkeit“ der Detektion mit nur einem Detektiv. Polyperspektivisches Erzählen, hat Einfluss auf den Informationsstand des Lesers / der Leserin! Folge im Roman und in der Erzähltechnik: Viele zurückgreifende Erzählpassagen (Analepsen) - durch die Berichte, die durch den Nachtrag über parallel verlaufenden Ermittlungen notwendig sind: Verstärktes analytisches Erzählen erforderlich! - durch die Einbindung biografischer Elemente der Detektive / Detektivinnen. Beteiligung einer Vielzahl von Ermittlungsinstanzen! Folge: Vermehrung der Berichtsinstanzen im Roman und demzufolge häufig durch Rückwendungen retardiertes Erzählen und Vermehrung des Umfangs!

7 Das grosse Team Konstanz der Personen in allen bisher publizierten drei Romanen! Kenntnis dieser „running heroes“ kann aber in einem neuen Roman nicht vorausgesetzt werden. Einleitungskapitel: Memorisieren bzw. Repetition der wichtigsten Informationen! Interessant: Interne „Geschichten“ wie Spannungen, Konflikte auf Grund gegensätz-licher Charaktere und Unverträglichkeiten, Liebe, Ehe, Familienprobleme …

8 Detektion im grossen Team
Konstellation in „Fremde Hände“ (2005)

9 Regina Flint, 32, Anwältin bei der Bezirksanwaltschaft
Konstellation in „Tote Träume“ (2006) Peter Zuberbühler Die Brand-Equipe mit dem Rettungsoffizier Gion Janett Staatsanwalt Hofer Benedikt Krebs, Abteilungsleiter Regina Flint, 32, Anwältin bei der Bezirksanwaltschaft J. Meyer / Fahrni „Ochs“ = Ruedi Ochsenbein Cavalli, der „Häuptling, Antonella Mello Rosmarie Koch Gurtner / Pilecki Bruno Zobeli, Reginas Assistent Uwe Hahn Antonio Schmied

10 F1 Regina Flint, 34, neu: St-Anwältin bei der Staatsanwaltschaft IV
Konstellation in „Kalte Schüsse“ (2007) Milos Simonovic F1 Marina Simonovic Bojan Simonovic Silvio Tozzi, Abteilungsleiter Marko Simonovic Ankica Vukotic Mathias Hug Kevin Sutter Regina Flint, 34, neu: St-Anwältin bei der Staatsanwaltschaft IV J. Meyer / Fahrni Theresa Hanisch Cavalli, der „Häuptling, Max Landolt, leitender StA Rosmarie Koch Gurtner / Pilecki Uwe Hahn Antonio Schmied Irina mit Katja

11 Der Romananfang Filmisch: Schnell wechselnde „Einstellungen“, meist polyperspektisch erzählt, harte Episoden-Schnitte mit Schauplatz- und Personenwechsel; Kap. 1 (7 – 22): Reginas Übungsschiessen mit Tobias Fahrni, Diebstahlsepisode mit Markos Eingriff, Treffen mit „Cava“ (Geschichte von Chris und Constanze) – Pileckis Hochzeitsfeier – Vadim und Sweta Tatarenkow – anschliessende Fahrt mit Jasmin Meyer und deren waghalsige Fahrweise: Einführung des Teams mit Elementen der VG! Kap. 2 (23 – 37): Parallelmontage (Heiligabend); der Fall 1: Marko, schon eingeführt in K 1, bringt seine Cousine nach Hause und kollidiert – nach einem rätselhaften Überholmanöver – mit einem Auto: Unfallfolge ist ein Todesopfer, Marko selbst wird schwer verletzt und geht als „Raser“ in eine Akte der Strafverfolgung ein. Parallel dazu: Cavalli bei Regina zu Hause, dann gemeinsamer Besuch bei Reginas Eltern. Funktion: genauere Beschreibung der Beziehung der beiden zu einander. Kap. 3 (37 – 47) Dienstantritt Reginas, vermutlich ein Montag, der 2. Januar, Cavalli holt Regina in Gockhausen ab und bringt sie in die Staatsanwaltschaft, wo Regina ihr Büro bezieht: Einführung der neuen Kollegen in der Staatsanwaltschaft, u. a. Silvano Tozzi, Kevin Sutter, Theresa Hanisch; dazwischen der Erzählstrang Juri Pilecki und Irina mit Katja, Gespräch über Raserunfälle zwischen Regina und Cavalli; Marinas Besuch bei ihrem Sohn Marko im Krankenhaus.

12 Nach „F1“ folgt F2 „F1“: eigentlich ein tragischer Unfall, dem Regina Flint, nachdem sie mit Ankica gesprochen hat, genauer nachgeht; Zufall: Regina kennt Marko von der Begegnung auf dem Zürcher Weihnachtsmarkt her! Kap. 4 (47 – 78): F2, der Mord in Wollishofen an Lynn Fasoli: Ein Donnerstag, vermutlich 5. 1., wenn Reginas erster Arbeitstag ein Montag war ( = 2. 1.): Das Team wird komplett aufgeboten; Spurensicherung am Tatort und erste Schlussfolgerungen. Was wird gefunden, was stellt sich bei der Tatortbesichtigung heraus? Was löst die Detektion, Analyse und weitere Recherchen aus?

13 F2 und Gang der Detektion
CZ-83 Tatort: Bad Lynn Fasolin 39, P bei TecArt G5 Projektil: mm Makarov offenes Fenster Nachbar: Schuss um Uhr gehört Los geschraubte Glühbirne grosse, verschmorte Schusswunde G4 G1 G2 G3 Rapport, nächster Tag, 7 Uhr: Auftrag zu Recherchen an Pilecki und Gurtner (Firma TecArt) und an „Bambi“ Meyer und Fahrni (Befragung von Nachbarn) Detektion geht zwei Wege: Analyse gegenständlicher Spuren und Recherchen!


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