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Jeder Mensch trägt eine Art Kulturbrille, durch die wir die Welt, die Mitmenschen, die Kommunikation usw. sehen und bewerten. AAI Salzburg, Daniela Molzbichler.

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Präsentation zum Thema: "Jeder Mensch trägt eine Art Kulturbrille, durch die wir die Welt, die Mitmenschen, die Kommunikation usw. sehen und bewerten. AAI Salzburg, Daniela Molzbichler."—  Präsentation transkript:

1 Jeder Mensch trägt eine Art Kulturbrille, durch die wir die Welt, die Mitmenschen, die Kommunikation usw. sehen und bewerten. AAI Salzburg, Daniela Molzbichler

2 Jeder von uns nimmt die Zeichen (Codes) der anderen wahr und versucht diese Zeichen mit den eigenen Codes und kulturellen Werten zu interpretieren. Verständnis…

3 Missverständnis… Stimmen diese Codes (diese Zeichen) der GesprächspartnerInnen nicht überein, dann kann es zu Missverständnissen, falschen Interpretationen, Verwirrung, Trauer, Ärger, Wut oder sogar zu einem Konflikt kommen.

4 Interkulturelle Kompetenz… ist die Fähigkeit sich in kulturellen Überschneidungssituationen orientieren und aufgrund von kontextabhängigen Wissen angemessen verhalten zu können. …ist eine Qualifikation, eine kommunikative und interaktive Kompetenz Voraussetzung ist sozial kompetent sowie aufgeschlossen und vorurteilsfrei zu sein. Man benötigt auch ein Grundwissen was eigentlich Kultur bedeutet, welche kulturellen Wertvorstellungen es gibt usw. Da sich Kulturen ständig ändern, heißt dies auch lebenslanges Lernen.

5 Kultur – was ist das? Jede Kultur ist sehr komplex und ändert sich Kultur ist schwierig zu erklären – Es gibt Tausende Definitionen Keine Kultur ist in sich geschlossen, Jede Kultur fließt

6 Multi-, Inter- & Transkultur Multikultur Interkultur Transkultur

7 Emische und Etische Sichtweise Emisch mit den Augen eines Insiders Etisch Beobachten von außen Zum wirklichen Kulturverstehen ist eine emische Herangehensweise wichtig, beim Vergleichen kann dagegen eine etische Beschreibung sinnvoll sein.

8 Beispiel für eine etische Herangehensweise Culture is more often a source of conflict than of synergy. Cultural differences are a nuisance at best and often a disaster." Prof. Geert Hofstede, Emeritus Professor, Maastricht University.

9 Drei Ebenen der Einzigartigkeit in der mentalen Programmierung des Menschen Individuum Gruppe universell verebt + erlernt erlernt vererbt Persönlichkeit Kultur Menschliche Natur

10 Kultur ist… …die kollektive Programmierung des Geistes, die bestimmt, wer Mitglied von einer Gruppe oder Kategorie ist und dies unterscheidet die Gruppen voneinander. Jede Person ist Mitglied von verschiedenen Gruppen.

11 Die mentale Programmierung bestimmt die verschiedenen Muster im Denken, im Fühlen und im Handeln. Jede Person hat die Möglichkeit, die gelernten kulturellen Wertvorstellungen zu akzeptieren oder nicht zu akzeptieren.

12 Hofstede´s Zwiebel Werte Symbole Helden Rituale Praktiken Beispiele: …Bekleidung, Begrüßung …Nelson Mandela …Hochzeitszeremonien …was ist gut oder schlecht, was ist sauber oder schmutzig, was ist stark oder schwach, was ist typisch weiblich oder typisch männlich …was ist gut oder schlecht, was ist sauber oder schmutzig, was ist stark oder schwach, was ist typisch weiblich oder typisch männlich

13 Symbole

14 Helden

15 Rituale

16 Werte

17 Werte: 5 Dimensionen Gleichheit oder Ungleichheit in der Gesellschaft Individualismus oder Kollektivismus Grad der Rollenverteilung Frau – Mann Risiko und Angst in einer Gesellschaft Kurzfristige oder langfristige Orientierung - Planung

18 Gruppenarbeit Inwiefern kann in der sozialen Arbeit Hofstedes Zwiebelmodell und seine Wertedimensionen sinnvoll sein? Unterstützt seine Theorie die interkulturelle Kompetenz? Welche Vorteile und welche Nachteile sind damit verbunden? Zeit für die Bearbeitung: Minuten Präsentation: max. 5 Minuten

19 Allochthon und Autochthon Allochthon Menschen fremder Herkunft, zugezogen Autochthon UreinwohnerInnen, Einheimisch, Alteingesessen Da die Begriffe Einwanderer und Ausländer teilweise nicht treffend sind für Menschen fremder Herkunft bzw. diese Begriffe manchmal als diskriminierend empfunden werden, wird auch im Deutschen gelegentlich das Wort allochthon verwendet. Dies ist eine Übernahme aus dem Niederländischen, wo jemand dann als allochton bezeichnet wird, wenn er selbst oder mindest einer seiner Eltern im Ausland geboren wurde.

20 Die Anpassung der mentalen Programmierung in einer fremden Kultur a) Dissmilation b) Bikulturelle Anpassung c) Fremde bleibt fremd

21 Erklärung: Die Kurve der kulturellen Anpassung ist in vier Phasen geteilt. Phase eins ist normalerweise von kurzer Dauer. Hierbei wird die ungewohnte Umgebung euphorisch betrachtet. In Phase zwei, wenn der Alltag in der neuen Umgebung beginnt, kommt es meist zu einem sogenannten Kulturschock. Hofstede weist darauf hin, dass jede neue kulturelle Umgebung zu einem neuen kulturellen Schock führt.[1][1] Danach beginnt die kulturelle Anpassung – die sogenannte Akkulturation. Hier werden neue soziale Netzwerke aufgebaut. Phase vier kann unterschiedlich verlaufen und hängt vor allem damit zusammen, inwieweit Kulturschock und Akkulturation verarbeitet wurden. Unter Phase 4 lassen sich drei verschiedene Optionen erkennen: a) Der Fremde wird zum Einheimischen. Hier kann es im Extremfall dazu kommen, dass der Fremde seine eigene Herkunft verleugnet oder verdrängt (Dissimilation).[2] Gerade hier wächst die Xenophobie gegen alle Fremden, die an die eigene mentale Programmierung erinnern.[2] b) Es kommt zu einer bikulturellen Anpassung, das heißt die Emotionen für die neue Kultur und die alte Kultur sind recht neutral. Es werden positive und negative Aspekte in beiden Kulturen gesehen und die Feststellung, dass es keine richtige oder falsche, keine bessere oder schlechtere Kultur gibt, steht im Vordergrund. c) Der Fremde bleibt fremd. Hier fühlt sich der Fremde auch nach längerer Zeit noch immer als Fremder. Die Unsicherheitsvermeidung ist recht hoch, sodass es im Extremfall zu einer fundamentalistischen Wertehaltung kommen kann. Die Zeitachse der kulturellen Anpassung variiert, jedoch kann der Zeitraum prinzipiell auf ein Jahr beschränkt werden. 1) Hofstede, G., Lokales Denken, globales Handeln. Interkulturelle Zusammenarbeit und globales Management, ) Davy, Ulrike (Hg.): Die Integration von Einwanderern, 2001, S. 16.

22 Der Umgang mit fremder mentaler Programmierung in der eigenen Kultur a) Xenophilie b) Polyzentrismus c) Xenophobie

23 Erklärung: Auch hier kann von verschiedenen Phasen ausgegangen werden. Phase 1 beschreibt die Neugier für das Fremde. In Phase 2 kommt es ebenfalls zu einem Kulturschock, jedoch meines Erachtens in den meisten Fällen zu einem geringeren als bei den Fremden selbst, da man sich nach wie vor in der gewohnten Umgebung befindet. Dabei neigt man schnell dazu (Übergang Phase 2 zu Phase 3) den/die Fremde mit den eigenen kulturellen Maßstäben – mit der eigenen mentalen Software zu vergleichen und diese Betrachtung fällt meist für sich selbst positiv und für Fremde negativ aus. Auch hier gibt es unter Phase vier drei verschiedene Möglichkeiten: a) Der Fremde wird als Teil der eigenen Gesellschaft gesehen und akzeptiert. Es wird versucht die ungewohnte mentale Programmierung zu verstehen. Im Extremfall kann es aber zu Xenophilie und Exotismus führen, indem man glaubt, dass in der fremden Kultur alles besser sei. b) Bei regelmäßigeren Kontakten mit Fremden, oder wenn Gemeinsamkeiten der mentalen Programmierung festgestellt werden (wie etwa ähnlicher Bildungsweg, ähnliche Interessen), kann es zu Polyzentrismus führen. Darunter versteht man die Erkenntnis, dass verschiedene Menschen mit verschiedenen Maßstäben zu messen sind, sowie die Fähigkeit, den Fremden auf dem Hintergrund seiner eigenen Normen zu verstehen. Hierbei handelt es sich um eine gemäßigte Form von Bi- oder Multikulturalität.[1][1] 1) siehe Hofstede, G., Lokales Denken…, S. 291.

24 Andere Kulturen sind fremd, oft sogar schockierend. Es ist unvermeidlich, dass man im Umgang mit ihnen Fehler macht und sich häufig ratlos und verwirrt fühlt. Die Frage ist, wie schnell man bereit ist, aus Fehlern zu lernen. […] Wer andere Kulturen (neben der eigenen) verstehen will, braucht ein gewisses Maß an Bescheidenheit und Sinn für Humor. (Fons Trompenaars)

25 Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit!

26 Weitere Literatur: Hinz-Rommel, Wolfgang: Interkulturelle Kompetenz, Eine neue Herausforderung für die Soziale Arbeit. Münster/ New York, Hofstede, Geert: Cultures and organizations. Software of the mind, London: McGraw Hill, Siehe auch: hofstede.com/http://www.geert- hofstede.com/ Köppel, Petra: Kulturerfassungsansätze und ihre Integration in interkulturelle Trainings. Trier, Molzbichler, Daniela: Kulturen in Konflikt? Vom Umgang mit Konflikten in interkulturellen Beziehungen, in: SWS-Rundschau (45. Jg.) Heft 2/2005: Siehe auch: Trompenaars, Fons: Handbuch Globales Managen. Düsseldorf et al, Welsch, Wolfgang: Transculturality - the Puzzling Form of Cultures Today, in: Spaces of Culture: City, Nation, World, ed. by Mike Featherstone and Scott Lash, London: Sage 1999,


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