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Die Flüchtlingsfrage im Kontext des Institutionalismus – die UN

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Präsentation zum Thema: "Die Flüchtlingsfrage im Kontext des Institutionalismus – die UN"—  Präsentation transkript:

1 Die Flüchtlingsfrage im Kontext des Institutionalismus – die UN
Referentin: Lieselotte Heinz Datum: 02. November 2015 Dozent: Prof. Dr. Rauch

2 Gliederung Flucht und Fluchtursachen Aktuelle Flüchtlingssituation Was tun die Vereinten Nationen gegen dieses Problem? Welchen Nutzen bringt die Kooperation des UNHCR für die Flüchtlingsfrage anhand des Institutionalismus?

3 Flucht und Fluchtursachen

4 Definitionsversuch Völkerrechtliche Definition: Genfer Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951 Flüchtlingsbegriff = Sammelbegriff für unterschiedliche Typen von Flüchtlingen mit jeweils speziellen Motiven Kriegsflüchtlinge Armutsflüchtlinge Umweltflüchtlinge Binnenvertriebenen (Internally Displaced Persons) Kritik an der mangelnden Anerkennung von Armuts- und Umweltflüchtlingen als „echte“ Flüchtlinge mit Recht auf Asyl wichtige Unterscheidung Migration und Flucht (eigner Antrieb vs. Zwang) Ein Flüchtling ist eine Person, die ". . . aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will […].„ (UNHCR) - Binnenvertriebene nicht durch internationale Abkommen geschützt

5 Fluchtursachen Einflussfaktoren: Gewalt Bevölkerungsdruck
Ungerechtigkeit Begrenzte Ressourcen Push-Faktoren (Herkunftsort): Umweltzerstörung z.B. Subsahara Region Armut/Arbeitslosigkeit z.B. Äthiopien Repressionen/ Diskriminierung z.B. Ruanda Kriege z.B. Syrien   Pull-Faktoren (Zielland): Sicherheit Freiheit Arbeit Einkommen Quelle: Grafik „Fluchtgründe“ von W. Schoop/ MISEREOR, aus: Misereor Werkheft 1994, Flüchtlinge- Prüfstein weltweiter Solidarität, S.4 © MVG Medienproduktion, Aachen

6 Aktuelle Flüchtlingssituation

7 Zahlen und Fakten Weltflüchtlingszahlen 2014 vom UNHCR
weltweit 59,5 Millionen auf der Flucht 19,5 Mio. gelten nach völkerrechtlicher Definition als Flüchtlinge 38,2 Millionen Binnenvertriebene

8 Aktuelle globale Flüchtlingssituation
Quelle: Fig.2: UNHCR (2014): Mid-year Trends 2014, Genf, S. 5 Gründe: Bürgerkrieg Syrien, Islamische Staat, Hungersnöte in Afrika, Myanmar ethnische Konflikt mit Rohinyga

9 Globale Problemlagen Quelle:

10 Aktuelle globale Flüchtlingssituation
Quelle: Map 1: UNHCR (2014): Mid-year Trends 2014, Genf, S. 4

11 Was tun die Vereinten Nationen gegen dieses Problem?

12 Historische Entwicklung des Flüchtlingsproblems
Flucht und Vertreibung seit der Mensch: - Gesellschaften organisierte - Herrschaftssysteme geschaffen und zerstört hat - Machtkämpfe austrägt nach 2. WK: „Jahrhundert der Flüchtlinge“  Gründung der UN 1945 mit dem Ziel der Friedenssicherung  Bildung des UNHCR als gemeinsame Institution im Rahmen der UN Unabhängigkeitsprozesse von Nationalstaaten - Bürgerkriege nach Dekolonialisierung Erste Flüchtlingsströme: Sklavenhandel, Kreuzzüge, Hungersnöte

13 United Nations High Commissioner for Refugees -UNHCR
- Kurzer Eindruck über UNHCR: https://www.youtube.com/watch?v=mvn9pA374Ko

14 United Nations High Commissioner for Refugees -UNHCR
Historischer Hintergrund: Flüchtlingsproblem nach dem 2. Weltkrieg Gründung: 1. Januar Generalversammlung beruft Hochkommissariat für Flüchtlinge ins Leben Rechtliche Grundlage: Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) von 1951 Umfang rechtlicher Schutz, Hilfen und soziale Rechte/ Pflichten Erweiterung durch: 1967 – Protokoll zur zeitliche und geografische Erweiterung des Wirkungsbereiches - Mandat beschränkt zunächst auf 3 Jahre

15 United Nations High Commissioner for Refugees -UNHCR
Ziel: Förderung und Schutz der internationalen Standards im Flüchtlingsschutz Aufgaben: internationaler Flüchtlingsschutz humanitären Sofort- und Katastrophenhilfe Suche nach dauerhaften Lösungen (Resettlement) Überwachung des Non-Refoulement-Prinzips Ursachen für Flucht eindämmen Non-Refoulement-Prinzip – keine Rücküberstellung von Asylsuchenden in Länder mit Folter, Angst für das eigene Leben Zusammenarbeit mit NGO´s

16 Weitere Aktivitäten der UN
zahlreiche Sonderorganisationen und Partnerorganisationen versuchen Ursachen von Flucht einzudämmen

17 Welchen Nutzen bringt die Kooperation des UNHCR für die Flüchtlingsfrage anhand des Institutionalismus?

18 Entstehung des Institutionalismus
Wurzeln: Hugo Grotius ( ): Mitbegründer modernen Völkerrecht wissenschaftstheoretische Entwicklung: Neofunktionalismus (Haas) Interdependenzanalyse (Keohane/Nye) Regimetheorie (Keohane) neoliberaler Institutionalismus (Keohane)  gewann die Dominanz 1980er ausgewählte Strömungen: rationaler Institutionalismus soziologische Institutionalismus historischer Institutionalismus Kernformel : „institutions matter“ (Keohane) Institutionalismus keine kohärente Theorie – Übergriff verschiedenere institutionalistischer Theorievarianten Bildung Institutionen im frühen 19. Jahrhundert Steigendes wissenschaftliches Interesse Strömungen geprägt von US-amerikanischen Theoretikern (nach 1945) Rationaler Institutionalismus: Frage wie Kooperationen entstehen und bestehen? - Kosten Nutzen Kalkül  Vertreter: Keohane Soziologische Institutionalismus: Annahme das Entscheidungen nicht auf Kosten-Nutzen Kalkül basieren sonders durch die Logik der Angemessenheit entstehen – soziale Normen / Regeln werden beachtet „Reputation“ historischer Institutionalismus: Betrachten der Variable Zeit in der Entwicklung von Institutionen (wird vernachlässigt bei rational und sozilogisch) – Ursache-Wirkungs-Ketten  Theorieansätze vereinen grundlegende Gemeinsamkeiten

19 Grundidee des Institutionalismus
egoistisch- zweckrationale Staaten internationales System = Anarchie (Machtkonkurrenz/Unsicherheit) mit Interdependenzen Interdependenz = wechselseitige Abhängigkeiten der Staaten/ im internationalen System (symmetrische/ asymmetrische) 3 Formen internationaler Abhängigkeit Autokratie Autonomie Dependenz Regime = Regelwerk verbunden mit internationalen Organisationen internationale Organisationen = durch völkerrechtlichen Vertrag geschaffener Zusammenschlüsse von Staaten, die eigene Organe und Kompetenzen aufweisen (Institution mit Akteursqualitäten) Institutionen = dauerhafte und zusammenhängende, formelle und informelle Regeln, die Rollenverhalten zuschreiben, Handlungsspielräume definieren und Erwartungen formen (Keohane) Symmetrisch= Abhängigkeit gleichmäßig wechselseitig Asymmetrisch= ungleiche Abhängigkeit von Kooperation Autokratie: kann Funktionen alleine erfüllen = autark von internationaler Kooperation Autonomie: Funktion können erfüllt werden aber mit Effizienzeinbußen = auf internat. Kooperation nicht angewiesen aber er würde profitieren Dependenz: unfähig zentrale Aufgaben zu erfüllen = angewiesen auf internat. Unterstützung

20 Grundidee des Institutionalismus
Ziele: Bedrohungsreduzierung, Kooperation, Kontrolle, Regulierung militärische Macht wird entwertet durch Interdependenzen – Sicherheit nicht mehr primäres außenpolitisches Ziel = Streben nach absoluten Gewinnen Entstehung von Wohlfahrtskonkurrenz Verhandlungsmacht und Winsets beeinflussen die Verteilung der Gewinne und Kooperation zugunsten des Staates Ziel: stabile Kooperation um Wohlfahrtsgewinne aufzubauen/zu halten Verstärkungseffekte: mehr Interdependenzen = mehr Institutionen = Zivilisierung der Anarchie Wohlfahrt = Eigennutzen eines Staates – nicht mehr als andere zu haben sonders das meiste für sich zu haben Winsets = mehrere mögliche Kooperationsergebnisse daraus entstehen unterschiedliche Verhandlungsergebnisse Verhandlungsmacht = Position des Staates in der Interdependenz (Frage nach Abhängigkeit und Autonomie)

21 Nutzen des UNHCR anhand des Institutionalismus für Lösung des Flüchtlingsproblems
internationale Kooperation ist durch die Globalisierung des Problems notwendig UNHCR schafft und zentralisiert gemeinsame Problemlösungsstrategien zwischen den Ländern gemeinsame Regeln und rechtliche Rahmen entstehen (Genfer Flüchtlingskonvention) gezielte Überwachung und Evaluation der Lösungsansätze UNHCR dient als Informationsquelle für alle Staaten (Schaffung von Vertrauen) Möglichkeit als übergeordnete Institution gezielt Aufmerksamkeit auf Problem lenken und Staaten zur Hilfe aufzufordern Entwertung von militärischer Macht reduziert Konflikte (Ursache für Flüchtlingsproblematik) Senkung der Transaktionskosten für die Staaten, besonders Aufnahmeländer (monetäre, technische und politische Unterstützung) - Vertrauen ob sich alle an Konventionen halten

22 Kritik an Institutionalismus für Flüchtlingsproblem
Welche Länder nehmen an Kooperation teil? Welche Interessen verfolgen die Länder mit der Kooperation? Schränken internationale Organisationen die Souveränität der Staaten ein? Besteht die Gefahr der Instrumentalisierung von internationalen Organisationen durch Staaten oder andersherum ? Wie stark ist Sanktionsfähigkeit der internationalen Organisationen? Fazit: Institutionalismus bietet eine Möglichkeiten für internationale Problemlösungsstrategien durch die Bildung von Institutionen. Die realistische Umsetzung muss weiterführend dann bewertet werden. Gefahr das wichtige Aufnahmeländer nicht mitmachen – erschwert Programme des UNHCR für Flüchtlinge Wie weit können starke Länder sich in den IO durchsetzen z.B. Stimmverteilung – OECD Zentrismus Frage wer principal und wer agent – wer gibt Befehle und wer informiert nur? Instrumentalisieren die IO die Staaten Je negativer die Antworten ausfallen desto hinderlicher sind IO für das internationale System UNHCR hat wenn wir uns diese Fragen anschauen kaum eine Länderverzerrung in der Mitgliedschaft und eine geringe Instrumentalisierung Geschützt durch die UN Kritisch kann gesehen werden, dass sie geringe Sanktionsfähigkeit hat Aber eine enorme Bedeutung für die Krisenländer – ist als IO im Bereich Flüchtlinge unabdingbar

23 Quellen Broinowski, Alison/ Wilkinson, James: Haben die Vereinten Nationen eine Zukunft?. Eine Vision in Gefahr, Berlin, 2006. Fiddian-Qasmiyeh, Elena (Hrsg.): The Oxford handbook of refugee and forced migration studies, Oxford, 2014. Gareis, Sven Bernhard/ Varwick, Johannes: Die Vereinten Nationen. Aufgaben, Instrumente und Reformen, 5. Auflage, Opladen & Toronto, 2014. Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung: Conflict Barometer 2014, No.23, Heidelberg, 2014, nach: Jaeger, Gilbert: Das Mandat des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR), in: Otto Benecke Stiftung (Hrsg.): Begrenzte Menschenrechte für Flüchtlinge?, Dokumentation einer Tagung der Vereinten Nationen und der Otto Benecke Stiftung in Genf 1978, Baden-Baden, 1979, S Lemke, Christiane: Internationale Beziehungen. Grundkonzepte, Theorien und Problemfelder, 2. Auflage, München, 2008. Nuscheler, Franz: Internationale Migration. Flucht und Asyl, 2. Auflage, Wiesbaden, 2004. Overhaus, Marco/ Schieder, Siegfried: Institutionalismus, in: Masala, Carlo/ Sauer, Frank/ Wilhelm, Andreas (Hrsg.): Handbuch der Internationalen Politik, Wiesbaden, 2010, S Schimmelfennig, Frank: Internationale Politik, 2. Auflage, Paderborn, 2010. UNHCR- The UN Refugee Agency: , Stand: UNHCR: UNHCR Mid-year Trends 2014, Genf, 2014, Stand: Volger, Helmut: Grundlagen und Strukturen der Vereinten Nationen, München, 2007. Volger, Helmut: Geschichte der Vereinten Nationen, 2. Auflage, München, 2008. World Food Programme (WFP): Hunger Map 2014, Stand:


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