Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

15.02.2007Helmut Kruczek1 Folgen der Regulierung für Stadtwerke, private Weiterverteiler und deren Eigentümer Gespräch im Bayerischen Landtag am 15.02.2007.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "15.02.2007Helmut Kruczek1 Folgen der Regulierung für Stadtwerke, private Weiterverteiler und deren Eigentümer Gespräch im Bayerischen Landtag am 15.02.2007."—  Präsentation transkript:

1 Helmut Kruczek1 Folgen der Regulierung für Stadtwerke, private Weiterverteiler und deren Eigentümer Gespräch im Bayerischen Landtag am

2 Helmut Kruczek2 Kostenbestandteile je kWh für Haushaltskunden mit kWh/a am Beispiel der Stadtwerke Straubing 2006voraussichtl. 2007

3 Helmut Kruczek3 Staatsquote und Strompreis Staatlich verursachte Belastung der Stromkunden seit 1998 um mehr als das Fünffache gestiegen! ,3 Mrd. Euro ,4 Mrd. Euro Mehrwertsteuererhöhung zum führt zu weiterem Anstieg der Staatsquote auf ca. 42%! Liberalisierung wurde von den Regierungen zur Erhöhung von Steuern und Abgaben genutzt

4 Helmut Kruczek4 Zusätzliche neue staatliche Belastungen (Bruttowerte, da hierauf USt anfällt!) Stromsteuergesetz (2,44 ct/kWh) Erneuerbare-Energien- Gesetz (1,11 ct/kWh) Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (0,35 ct/kWh) ? Ausstieg aus der Steinkohleförderung ( ? ct/kWh) Ramsauer-Vorschlag!

5 Helmut Kruczek5 Entwicklung der Bezugspreise Weiterverteiler müssen inzwischen zu Börsen- preisen kaufen Integrierte Konzerne haben dagegen erhebliche Gestaltungsmöglichkeiten (Transferpreise) Börse führte zu eklatanten Preissteigerungen (Grenzpreisargument, Spekulation, mögliche Einpreisung CO 2 Zertifikate) Börsenpreise haben sich deshalb weit von den tatsächlichen Produktionskosten entfernt

6 Helmut Kruczek6 Netznutzungsentgelte nach StromNEV Erstmalige Beantragung der Netzentgelte Strom zum Hier bereits gravierende umsetzungsbedingte, aber auch konzeptionelle Probleme (Startwert!) erkennbar Am einseitige, rechtlich bedenkliche Inter- pretation der StromNEV durch BNA und Länder nur zu Lasten der Netzbetreiber Erheblicher Kostenaufwand für das bisherige Verfahren

7 Helmut Kruczek7 System der Anreizregulierung ab 2009 Offensichtliche konzeptionelle Fehler Aufwands- und Aktivierungsproblem zwar endlich auch von der BNA anerkannt, es wird aber nicht reagiert Problem besteht aber auch bei StromNEV mit zum Teil verheerenden Auswirkungen bei betroffenen Unter- nehmen Dies ist auch ein maßgeblicher Grund für die deutliche Spreizung der bisher genehmigten Netzentgelte

8 Helmut Kruczek8 Fehler im Konzept der Anreizregulierung Orientierung am sog. Klassenbesten wird für viele Stadt- werke und private Weiterverteiler das Aus bedeuten Vorgabe eines allg. Effizienzfaktors im Netzbereich in Höhe von 1,5 bis 2 % über dem normalen Produktivitäts- fortschritt pro Jahr ist absolut realitätsfremd Es gibt hier keinen nennenswerten techn. Fortschritt, sodass sich diese Vorgabe, wenn überhaupt, nur über massiven Personalabbau und Minimierung der Netz- investitionen erreichen lässt

9 Helmut Kruczek9 Angriff der Konzerne auf die Weiterverteiler Keine Reaktion auf Angebote wie E-wie einfach möglich, da jede Senkung im Tarif aufgrund größerer Kapitalkraft wieder unterboten wird (Vernichtungsunterbietung) Konzerne setzen hier die Erzeugergewinne gezielt im Vertrieb zur Strukturbereinigung ein Vorlieferanten unterbieten damit ihre Weiterverteiler (prize squeezing) Politik begrüßt diesen Wettbewerb ???

10 Helmut Kruczek10 Aktuelle Genehmigungspraxis durch Bay. Behörden Bei der Tarifgenehmigung werden die Strombezugskosten auf den durchschnittlichen Bezugspreis in Bayern für 2007 zzgl.10 % begrenzt (5,874 ct/kWh) In diese Durchschnittsbildung gehen aber auch die großen Versorger wie E.ON, N-ergie oder LEW ein! Hat ein Unternehmen tatsächlich teuerer eingekauft, wie zum Beispiel die SW Straubing, wird es gezwungen, zu einem nicht mehr kostendeckenden Preis zu liefern Das ist behördlich erzwungene und politisch sanktionierte Existenzgefährdung der Weiterverteiler

11 Helmut Kruczek11 Tarifpreisgenehmigung gemäß BTOEltV nicht mit dem EnWG 2005 vereinbar – gesetzessystematischer Fehler! Widerspricht auch den tatsächlichen Verhältnissen im Markt (z.B. für Lieferantenwechsel genügt Unterschrift) Wechselraten sind kein brauchbarer Indikator für einen funktionierenden Wettbewerb (vgl. z.B. Markentreue der Automobilkäufer) Bayer. Wirtschaftsministerium zwingt die Unternehmen zu einer, nach EnWG 2005 unzulässigen, Quersubven- tionierung des Vertriebs durch das Netz

12 Helmut Kruczek12 Folgen für die Unternehmen Reduzierung der Netzerlöse schlägt mit Hebelwirkung auf das Ergebnis durch, da sich die tatsächlichen Kosten nicht kurzfristig und in diesem Maß anpassen lassen Die Genehmigungspraxis in Bayern und die aktuelle Dumpingstrategie der Konzerne verhindern, dass die überzogenen Bezugskosten im Tarif weitergegeben werden können Dies führt zum Ausscheiden der Weiterverteiler aus dem Energievertrieb an Letztverbraucher

13 Helmut Kruczek13 Folgen für den kommunalen Eigentümer Kommunen werden ihr Angebot im ÖPNV oder im Bäderbereich, gar nicht oder nur noch auf geringerem Niveau erhalten können Erlöseinbruch erhöht den Verkaufsdruck Regulierung führt zu einer staatlich gesteuerten Netzbewirtschaftung mit zwangsläufiger Unternehmenskonzentration Die drastisch reduzierten Ertragswerte der Netze führen dann zu erheblichen Verlusten bei den Eigentümern im Fall der Notverkaufs

14 Helmut Kruczek14 Folgen für den Wettbewerb Netzbetrieb wird durch diese Art der Regulierung technisch, personell und von der Rendite her ausgezehrt Konzentration wird sich somit auch im Verteilnetz- bereich drastisch erhöhen (kontrollfreie Übernahme von Netzen bis 10 Mio. Euro Umsatz z.B. durch Gazprom, Fusion, privat equity- Fonds, Insolvenz) Wettbewerbswirkung reduzierter Netzentgelte wird überschätzt ( Erfahrungen aus GB, NL, S und A) Einstieg in dezentrale Erzeugung bzw. Beteiligung an Kraftwerken, wie angeblich politisch gewünscht, ist aufgrund fehlender Finanzmittel in Zukunft unmöglich

15 Helmut Kruczek15 Forderungen an Politik und Behörden Politik muss sich viel intensiver als bisher mit den wettbewerblichen und strukturellen Auswirkungen der Regulierung beschäftigen Die echten Strombezugskosten müssen bei der Tarifge- nehmigung 2007 akzeptiert werden Aufwands- und Aktivierungsprobleme müssen bereits bei der StromNEV gelöst werden Netzeinbringungen zu Buchwerten, Netzkäufe und Netz- pacht sind angemessen im Verfahren zu berücksichtigen

16 Helmut Kruczek16 Regulierung mit Augenmaß ? Bayern bleibt bisher für diese Motto den Nachweis schuldig, denn der Rückzug von nicht haltbaren Positionen (GewSt, Rückwirkung) ist kein echtes Entgegenkommen Wenn die Staatsregierung tatsächlich den absehbaren Strukturwandel in der Versorgungswirtschaft nicht will, muss sich das endlich auch in konkretes Handeln umsetzen


Herunterladen ppt "15.02.2007Helmut Kruczek1 Folgen der Regulierung für Stadtwerke, private Weiterverteiler und deren Eigentümer Gespräch im Bayerischen Landtag am 15.02.2007."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen